Der Mentor unter den „Young three Lions“ – Jahmai Simpson-Pusey übernimmt beim 1. FC Köln Verantwortung.

Jahmai Simpson-Pusey fühlt sich in Köln wohl
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Der Mentor unter den „Young three Lions“ – Jahmai Simpson-Pusey übernimmt beim 1. FC Köln Verantwortung.

Er ist gerade einmal 20 Jahre alt, übernimmt aber schon jetzt eine verantwortungsvolle Rolle – gerade für die weiteren jungen Engländer beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey befindet sich mit seinen jungen Jahren bereits in der Mentorenrolle.

Als Pionier wagte Jahmai Simpson-Pusey im Januar dieses Jahres den Schritt von der Insel nach Deutschland. Außer ihm spielten zu diesem Zeitpunkt nur fünf weitere Engländer in der Bundesliga, keiner davon in Köln. In der Mannschaft konnte der Innenverteidiger dennoch schnell Fuß fassen und wurde früh wichtiger Bestandteil der Abwehrreihe. „Es war nicht wirklich hart, jeder im Team spricht Englisch“, berichtete der 20-Jährige im Interview bei fc.de.

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Die persönliche Eingewöhnung war also kein Problem, die sportliche schon eine größere Herausforderung, auch, wenn er direkt funktionierte. Gerade bezogen auf seinen Spielstil, war etwas Adaption nötig. „In vorherigen Mannschaften hatte ich viel mehr Zeit am Ball. Dort konnte ich meine Stärken noch mehr einbringen. Hier ist alles schneller, man hat nicht viel Zeit am Ball. Dementsprechend muss ich mein Spiel anpassen. Ich muss etwas vorsichtiger darin sein, was ich tue und wie riskant ich spiele“, so JSP. Mittlerweile hat sich der Innenverteidiger an das Spiel in der Bundesliga gewöhnt.

Ein neues Zuhause

Auch das Kölner Stadion mit der einmaligen Stimmung ist längst normen. Davon, dass die Wucht im Stadion eine gänzlich neue Erfahrung war, durften sich auch die Eltern des jungen Engländers bereits überzeugen. „Sie waren überwältigt. Die Atmosphäre ist anders als in England. Es (das Heimspiel gegen Hoffenheim, Anm. d. Red.) war das erste Spiel, das sie in der Bundesliga gesehen haben und es war die wahrscheinlich beste Stimmung, die sie je erlebt haben. Ich bin sehr glücklich, dass es meiner Familie gefällt. Auch meiner Meinung nach ist die Stimmung in unserem Stadion die beste. Die Fans stehen immer hinter uns. Jeder genießt es, zuhause zu spielen.“

Doch nicht nur fußballerisch, sondern auch in der neuen Stadt lebte sich der Engländer gut ein. „Es fühlt sich wie ein Zuhause an.“ Das tat es wohl spätestens, als Simpson-Pusey und seine Partnerin im April Eltern eines Sohnes wurden. Dass der Junge in Köln das Licht der Welt erblicken würde, war nicht unbedingt absehbar. „Ich hätte es mir niemals vorstellen können. Aber so ist das Leben“, sagt der 20-Jährige lächelnd.

Ein Mentor für die englischen Neuzugänge

Vielleicht keine Vater-, dafür aber eine Mentorenrolle wurde dem Innenverteidiger mit den Transfers von Reigan Heskey und Mikey Moore zuteil. Gerade Ersterer ist Simpson-Pusey kein Unbekannter. „Ich kenne Reigan, seitdem ich fünf war. Da müsste er drei Jahre alt gewesen sein“, erzählte er schmunzelnd. Die Transfergerüchte gingen an ihm selbstverständlich nicht vorbei. „Ich hörte davon und rief ihn an, fragte ihn, was er denkt und wie er sich fühlt. Ich habe nicht versucht, ihn zu etwas zu drängen. Ich habe ihm lediglich von den Vorzügen erzählt, hier zu sein und wie es ihm helfen könnte.“ Den Wechsel beschloss Heskey also offenbar ohne das zutun seines Freundes. „Es ist schön ihn hier zu haben, jemanden, mit dem ich aufgewachsen bin“, sagt der 20-Jährige und damit älteste der „Three Lions“ im Kölner Team.

Eine ähnliche Vorfühlung nahm Simpson-Pusey nämlich auch bei Mikey Moore vor, obwohl sich beide nicht wirklich kannten. „Wir hatten ein Gespräch über den Club. Er mochte den Verein offensichtlich schon vor unserem Gespräch. In Gedanken war er bereits hier“, erzählt JSP. Auch wenn er den Neuzugängen die eigenständige Integration zutraut, bietet der 20-Jährige seine Unterstützung an. „Sie können immer zu mir kommen, wenn sie Hilfe benötigen.“

Mit dem Dreigespann stellt der FC in dieser Saison drei von sieben Engländern in der Bundesliga. Zudem sind die Kölner nach der Partie gegen den VfB Stuttgart die erste Bundesliga-Mannschaft, die drei Engländer zugleich auf dem Rasen hatte. Doch auch darüber hinaus hat sich vieles im Kader der Geißböcke getan, so auch in der Defensive.

Defensive Schwierigkeiten und der Weg zu einer funktionierenden Einheit

„Wir haben viele neue Spieler auf den Positionen. Locho, Gideon und auch Monti (Lochoshvili, Mensah und Castro-Montes, Anm. d. Red.), der für gewöhnlich nicht konstant hinten rechts spielt. Jeder muss sich erst an die Spielweise der anderen gewöhnen“, sagt der Innenverteidiger. Das wurde in den vergangenen Spielen mehr als deutlich. Vier Gegentreffer musste man gegen den VfB hinnehmen, davor zwei gegen Hoffenheim und eines im Pokal gegen Würzburg. „Wir müssen versuchen, zusammenzuwachsen, besser als Einheit zu funktionieren und weniger Gegentore zu kassieren“, bilanzierte der Abwehrspieler.

Das wäre aus FC-Sicht durchaus wünschenswert, entscheidet doch häufig eine gute Defensive über Sieg oder Niederlage. Und mit seinen gerade mal 20 Jahren, hat auch Jahmap Simpson-Pusey noch mehr als genug Zeit, das Beste aus sich herauszukitzeln.

Seit wann spielt Jahmai Simpson-Pusey für den 1. FC Köln?

Der Abwehrspieler wechselte im vergangenen Winter als Leihspieler nach Köln. Im Sommer nahmen die Geißböcke den Spieler fest unter Vertrag.

Wo hat Jahmai Simpson-Pusey zuvor gespielt?

Der Abwehrspieler hat seine Ausbildung bei Manchester City genossen und spielte bei den Skyblues auch in Juniorenteams. Auch bei den kam er für City zum Einsatz.

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Großbaustelle in der Defensive des 1. FC Köln – Abreißen oder umbauen?

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Großbaustelle in der Defensive des 1. FC Köln – Abreißen oder umbauen?

Waren die FC-Fans am vergangenen Freitag vor der Partie gegen den VfB Stuttgart noch voller Euphorie, so fanden sie sich nach 90 Minuten auf dem steinharten Boden der Tatsachen wieder. Die Kölner Defensive offenbart zum Saisonstart große Lücken und das Spielsystem hilft nicht dabei, diese Probleme in absehbarer Zeit zu beheben. René Wagner muss nun schnellstmöglich eine Lösung finden: Die nötigen Puzzleteile dafür sind zumindest schon da.

Am Freitagabend hagelte es schwäbische Watschen für den 1. FC Köln. Vier Gegentore waren es – und es hätten noch deutlich mehr sein können. Gnadenlos wurden die Schwachstellen im Kölner System entlarvt, bespielt und bestraft. So wirklich überraschend kam dieses Ergebnis jedoch nicht. Gegen Werder Bremen muss der FC ein anderes Gesicht zeigen.

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Bereits in den vergangenen Spielen konnten die Kölner ihren Kasten nicht sauber halten, obwohl einer alles dafür tat: Marvin Schwäbe hielt, was er konnte – und oft sogar noch mehr. Der gehaltene Strafstoß gegen die TSG Hoffenheim ebnete erst den Weg dafür, dass Thijs Dallinga zum Held des Spiels werden konnte. Trotzdem kassierte die Wagner-Elf gegen die Sinsheimer zwei Treffer, gegen Würzburg einen und in den beiden finalen Tests gegen Paderborn gleich sieben Gegentore. Zuletzt folgte das Defensiv-Debakel gegen den VfB, bei dem vor allem Neuzugang Luka Lochoshvili keine gute Figur abgab. Beim ersten Gegentreffer stellte sich der Georgier in den Weg von VfB-Angreifer Bilal El Khannous. Dieser schien wenig beeindruckt zu sein, tunnelte den Hünen und netzte unbedrängt ein.

Viel erbarmungsloser offenbarte allerdings Ermedin Demirovic im zweiten Durchgang das erhebliche Tempodefizit von „Locho“. Das Duell der beiden erinnerte an den legendären Sprint von Gareth Bale gegen Barcelona, als der Waliser Marc Bartra auf zehn Metern fünf abnahm. Mit dem Unterschied, dass Bale ein herausragendes Tempo besaß, während Demirovic in der abgelaufenen Saison eine Höchstgeschwindigkeit von lediglich 32,35 km/h erreichte. Damit stellt sich die entscheidende Frage: Sollte Lochoshvili ein isoliertes Laufduell an der Außenlinie führen müssen? Oder bringt ihn erst ein unausgereiftes Spielsystem in solch ungünstige Situationen?

Die Option Dreierkette

Obwohl der Georgier am Freitag keinen guten Tag erwischte, bringt er viele wertvolle Qualitäten in das Kölner Spiel ein. Der Neuzugang ist ein Anführer, ein solider Aufbauspieler und vor allem ein absolutes Kopfballungeheuer. Einen solchen Verteidiger möchte man bestenfalls immer auf dem Platz haben. In der Viererkette kommen seine Schwächen jedoch vermehrt zur Geltung, weil er mehr Raum in der Spielfeldbreite verteidigen muss. Wo der 28-Jährige das nicht müsste? Als zentraler Spieler in einer Dreierkette.

Tatsächlich hat Thomas Kessler, womöglich unbewusst, einen Kader zusammengestellt, der auch das passende Personal für eine Dreierkette bietet. Neben dem gesetzten Simpson-Pusey stünden mit Joel Schmied und Rav Van den Berg zwei weitere Innenverteidiger parat. Gerade der Niederländer kam vor einem Jahr für stolze acht Millionen Euro an den Rhein und ist sicherlich nicht als dauerhafter Ersatzspieler eingeplant. Auch die beiden Außenverteidiger Gideon Mensah und Sebastian Sebulonsen könnten Kandidaten für eine solche Formation sein. Der Ghanaer fiel bislang überwiegend durch seine starke Zweikampfführung in der Defensive auf. Die Position des linken Innenverteidigers wäre ihm durchaus zuzutrauen. Sebulonsen auf der anderen Seite ist in der vergangenen Saison bereits mehrfach als rechter Innenverteidiger aufgelaufen.

Als zentraler Innenverteidiger würden die Tempodefizite von Lochoshvili weniger ins Gewicht fallen. Es ist kein Zufall, dass Mats Hummels im Herbst seiner Karriere ebenfalls von zwei athletischen Spielern flankiert wurde und somit trotz seines mangelhaften Tempos auf absolutem Weltklasse-Niveau performen konnte. Doch nicht nur aus dem Georgier könnte man in diesem System das Beste herausholen.

Ungenutztes Potenzial auf den Schienen

Zeit seiner Karriere lief Borna Sosa auf der linken Schiene zu Höchstform auf. Auch hier gilt: Das Anforderungsprofil der Position verlagert den Fokus von der Defensive auf die Offensive. Die Flankenqualität des Kroaten ist in der Bundesliga bekannt und gefürchtet. Für den VfB Stuttgart verbuchte er in 115 Spielen 35 Vorlagen und spielte sich in den Fokus. Bedenkt man zudem die Optionen im Sturmzentrum mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga, weckt das durchaus Fantasien.

Auf der anderen Seite ist die Situation ähnlich: Alessio Castro-Montes ist ein begnadeter Techniker und Flankengeber – mit Defiziten in der Defensive. Der Belgier würde ebenso profitieren wie Jan Thielmann, der ebenfalls von dem hybriden Anforderungsprofil der Schiene profitieren könnte. Sebulonsen könnte diese Position ebenfalls bekleiden.

Es wäre sehr verwunderlich, wenn Thomas Kessler und René Wagner vor der Verpflichtung von Borna Sosa keinen einzigen Gedanken an eine Dreierkette gehabt hätten. Im besten Fall kompensiert der FC damit die eigenen Schwächen in der Abwehr, während sich mit elitären Flankenspezialisten eine neue Dimension im Offensivspiel ergibt. Mikey Moore und Said El Mala müssten unter der Formation ebenfalls nicht leiden. Beide könnten die Halbräume hinter der Sturmspitze besetzen und sich flexibel auf dem Feld bewegen. Ein spannendes Gedankenspiel, das vielleicht schon bald auf dem Rasen Realität werden könnte.

Wie viele Innenverteidiger hat der FC?

Im Kölner Kader stehen aktuell fünf klassische Innenverteidiger. Neben den einsatzbereiten Joel Schmied, Rav Van den Berg, Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey kommt der aktuell verletzte Timo Hübers im Saisonverlauf zurück.

Welche Rückennummern tragen Moore und Sosa?

Mikey Moore läuft in Köln wie schon bei Tottenham und Glasgow mit der 47 auf. Sosa trägt die drei auf dem Rücken.

Seit wann ist René Wagner Cheftrainer des 1. FC Köln?

Die Beförderung von Wagner zum Cheftrainer erfolgte am 22. Mai 2026. Zuvor war er einer der Co-Trainer von Lukas Kwasniok beim FC.

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Der breite Kader bietet taktische Alternativen – sie müssen nun genutzt werden

René Wagner beim Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen
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Der breite Kader bietet taktische Alternativen – sie müssen nun genutzt werden

Für die deutschen Vereine schloss das Transferfenster am vergangenen Montag seine Pforten. Dem 1. FC Köln gelang auf der Zielgeraden noch ein Doppelschlag, wobei aus taktischer Sicht vor allem der Leihwechsel von Borna Sosa interessant ist. Das könnten die Transfers für die Spielidee des 1. FC Köln bedeuten.

Die Sommertransferphase ist beendet, nun können alle Beteiligten erstmal wieder durchatmen. Thomas Kessler hat wahrlich für viel Bewegung im Kader gesorgt. Dabei stehen unter dem Strich deutlich mehr einflussreiche Zugänge als Abgänge, woraus sich laut transfermarkt.de ein Transferminus von 7,65 Millionen Euro speist. Doch weiß auch Kessler, dass nur geerntet werden kann, was zunächst gesät wird. Und der 40-Jährige hat für mehr als nur Tiefe im Kader der Kölner gesorgt. Vielmehr gibt er René Wagner das Rüstzeug für taktische Flexibilität an die Hand.

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Den wohl eindeutigsten Beweis für diese Vermutung liefert der Deadline-Day-Transfer von Borna Sosa. Wer den Spieler noch aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart kennt, weiß: Der Kroate ist alles andere als ein klassischer Linksverteidiger. In seiner sportlich besten Zeit bei den Schwaben brillierte der 28-Jährige als Schienenspieler in einer Dreierkette. Auf dieser Position offenbarte sich auch seine größte Stärke: Die Flankenqualität. Bereits 46 Vorlagen konnte Sosa in seiner bisherigen Karriere verbuchen, welche 233 Pflichtsiele umfasst. Die Verpflichtung des Kroaten wirft jedoch einige Fragen auf, so auch die nach Gideon Mensah. Der Ghanaer, der sich mit Sosa nominell die gleiche Position teilt, ist nahezu ein Gegenentwurf dessen. Mensahs Aufgabenbereich umfasst Zeit seiner Karriere hauptsächlich das Verteidigen, vornehmlich in einer Viererkette. Dass beide Spieler erst diesen Sommer in die Domstadt gewechselt sind, legt die Vermutung nahe, dass den Verantwortlichen beim FC ein klares Konzept fehlt. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Verzicht auf ein starres Spielsystem exakt die Idee ist.

Jeder Gegner ist anders, so auch die Herangehensweise

Eine Sache, die Wagner-Vorgänger Lukas Kwasniok wie keinen zweiten auszeichnete, war die Fähigkeit, sich auf jeden Gegner individuell einzustellen. Das bedeutete in der Umsetzung auch den häufigen Wechsel zwischen Dreier- und Viererkette. Gerade zu Beginn seiner Amtszeit lieferte dieser Ansatz beachtliche Erfolge. Die Entlassung innerhalb seiner Debüt-Saison hatte hintenraus nur zweitrangig mit den Ergebnissen auf dem Rasen zu tun. So gelang es Kwasniok, jedem Gegner das Leben schwer zu machen. Haushohe Pleiten gegen große Konkurrenten sucht man indes vergebens.

Seinem Nachfolger wird nun das nötige Rüstzeug an die Hand gegeben, um diese Flexibilität fortzuführen. Allerdings mit deutlich mehr Tiefe und Qualität auf den jeweiligen Positionen. Einen klassischen linken Schienenspieler mit Flankenqualität vermisste Kwasniok schmerzlich – zumindest lassen die Scorerwerte eben jener „Wingbacks“ nur diesen Schluss zu. Außerdem verfügt der aktuelle Kader mit beispielsweise Said El Mala oder Mikey Moore über Spieler mit Eins-gegen-Eins-Qualität, zudem über Tiefgang mit ebenfalls El Mala, Maina oder Heskey. Auch kann René Wagner verschiedene Mittelfeldkonstellationen aufstellen, so verfügt der 38-Jährige über mehrere zuverlässige Optionen, um eine Doppelsechs aufzustellen und Johannesson offensiver auflaufen zu lassen. Der Punkt ist: Egal ob Dreier- oder Viererkette, egal welcher Gegner und egal welche Anforderungen jede Partie individuell mit sich bringt – Der Kader beinhaltet für alle Positionen die passenden Spieler, um es jedem Gegner schwer zu machen. Das verschiebt aber auch die Verantwortung und verlangt viel taktisches Geschick vom neuen Coach.

Eine aufgeweichte Spielphilosophie

Mit dem Auftaktsieg gegen Hoffenheim gelang bereits ein wichtiges Ausrufezeichen, das zunächst Druck vom Kessel nahm. Es folgte die bittere 1:4-Pleite gegen Stuttgart – mit nur einem Wechsel in der Startformation – und die erzwungener Maßen durch den Ausfall von Said El Mala. Alternative Spieler und Taktiken sind da, sie müssen eben nur genutzt werden. Es wird spannend zu sehen sein, ob gegen andere Gegner die Dreierkette zum System der Wahl wird. Kessler hat zumindest dafür gesorgt, dass für beide Formationen die richtigen Profile vorhanden sind. Damit weicht der Sportdirektor abermals die Nachwuchsphilosophie von Christian Keller auf. Dieser hatte das Ziel ausgerufen, vom Jugend- bis in den Herrenbereich ein Viererketten-System spielen zu lassen, um Jugendspielern den Wechsel zu den Profis zu erleichtern. Bestimmt wanderte damals der ein oder andere sehnsüchtige Blick zum FC Barcelona, wo genau das seit vielen Jahren auf allerhöchstem Niveau erfolgreich praktiziert wird.

Allerdings stellt die Amtszeit von Kessler keinen Bruch in der Idee der Nachwuchsförderung dar, vielmehr ist es ein anderer Ansatz. Im Nachwuchs wird auf ein starres System verzichtet. Anhand der verfügbaren Spielerprofile wird eine individuelle Ausrichtung entworfen. Somit wird verhindert, dass vielversprechende Talente dem System zum Opfer fallen, wodurch auf der anderen Seite sogar mehr Durchlässigkeit entstehen kann. Ja, beim FC Barcelona funktioniert die Idee der einheitlichen Spielphilosophie. Aber muss und sollte man sich als 1. FC Köln an einem Giganten des Weltfußballs orientieren?

Feststeht, dass René Wagner eine Mannschaft mit viel Potenzial, sowohl taktischer als auch spielerischer Natur, zur Verfügung steht. Dieser Umstand wird dem jungen Trainer viel abverlangen, ihm gleichzeitig aber auch jede Menge Entscheidungsmacht übertragen. Damit einher geht unweigerlich eine große Verantwortung – und ob Wagner dieser Verantwortung gerecht wird, kann nur die Zukunft zeigen.

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Schwäbe verhindert Schlimmeres: Zehn gute Minuten zu wenig für schwache Kölner beim starken VfB

Enttäuschte Kölner, jubelnde Schwaben
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Schwäbe verhindert Schlimmeres: Zehn gute Minuten zu wenig für schwache Kölner beim starken VfB

Im dritten Pflichtspiel gab es für den FC die ersten Niederlage der Saison – und dazu eine hoch verdiente. Am Ende konnten sich die Geißböcke bei Keeper Marvin Schwäbe bedanken, dass es nicht höher ausfiel. Der 1. FC Köln unterliegt dem VfB Stuttgart 1:4.

Ganze zehn Minuten sah es so aus, als könnten die Kölner doch noch mal etwas ausrichten. Dem war nicht so. Der FC verliert gegen Stuttgart verdient 1:4. Für den FC traf Marius Bülter zum zwischenzeitlichen 1:3. Trotz der vier Gegentore war Marvin Schwäbe bester Kölner Mann.

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Mit bitteren Vorzeichen trat der 1. FC Köln die Reise ins Schwabenland an. Sowohl Said El Mala als auch Doppelpacker Thijs Dallinga blieben krankheitsbedingt in Köln. Nach dem traumhaften Saison-Auftakt des Duos dämpfte der Ausfall der beiden die aufgekeimte Euphorie bereits vor der Partie gegen den VfB Stuttgart. Dahingegen sorgte der lang ersehnte Transfer von Mikey Moore für eine Welle der Begeisterung. In die Startelf schaffte es der Brite in seinem Debüt allerdings ebenso wenig wie Borna Sosa, der in Stuttgart direkt an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte.

Stattdessen vertraute René Wagner dem Altbewerten und brachte eine Flügelzange bestehend aus Jan Thielmann und Linton Maina auf den Rasen. Gerade Letzterer überzeugte sowohl gegen Würzburg als auch gegen Hoffenheim als belebendes Element von der Bank und verdiente sich so seinen Platz in der ersten Elf. Ansonsten vertraute der Coach derselben Mannschaft wie noch gegen die TSG.

Stuttgarter Sturmlauf trifft auf Kölner Überforderung

Von der selbstbewussten Leistung der vergangenen Woche war vom Start weg jedoch überhaupt nichts zu sehen. Der VfB Stuttgart ergriff prompt das Heft des Handelns und presste von Beginn an hoch. Die Dominanz der Hoeneß-Elf zeigte Wirkung auf die Kölner, die in der Anfangsphase ein Chancenfeuerwerk ertragen mussten und bereits in der achten Spielminute gehörig Dusel hatten. Nachdem Gideon Mensah einen Ball nicht wirklich klären konnte, kam Bilal El Khannous am linken Sechzehnereck in Ballbesitz.

Am zweiten Pfosten winkte der sträflich allein gelassene Vagnoman, der auch prompt mit der Flanke bedient wurde. Drei Meter vor dem leeren Tor setzte der 25-Jährige die Kugel allerdings nur an die Unterkante der Latte, der Ball prallte vor der Linie auf. Nur wenige Minuten später erzitterte das Aluminium erneut, wiederum nach einer Flanke vom linken Flügel. Dzenan Pejcinovic zielte aus fünf Metern Torentfernung aber zu ungenau und köpfte das Leder an den Querbalken. In der 19. Minute hatte dann Führich über links enorm viel Rasen vor sich, steuerte die Grundlinie an und legte den Ball clever in den Rückraum zu Undav. Der Deutsche Nationalspieler traf die Kugel aber nur unsauber, Schwäbe konnte das Spielgerät aus dem rechten Eck fischen.

Der brilliante Bilal El Khannous

In der Folge beruhigte sich die Cannstatter Drangphase ein wenig. Es sollte jedoch nur die Ruhe vor dem Sturm sein. Dieser Sturm manifestierte sich in der 39. Spielminute in Form von Bilal El Khannous. Aus einer statischen Situation rund um den Kölner Sechzehner kam der Marokkaner an den Ball, vor sich zahlreiche Gegenspieler. Unbeeindruckt davon stapfte der Edeltechniker los, degradierte Thielmann und Krauß zu Slalom-Stangen, verpasste Lochoshvili filigran einen Beinschuss und ließ auch Schwäbe im Kasten keine Chance mehr. Trocken vollendete El Khannouss diesen Geniestreich mit einem strammen Abschluss in die linke Torecke zur 1:0 Führung für die Gastgeber.

Damit ging es anschließend in die Pause. Der 1. FC Köln konnte sich glücklich schätzen, dass der Rückstand nur ein Tor betrug.

Wirkungswechsel zur Pause beleben das Spiel

So konnte es nicht weitergehen, erkannte auch René Wagner. Folgerichtig tauschte der 38-Jährige zur Pause gleich doppelt, brachte Moore und Skhiri – und der FC wirkte wie ausgewechselt. Beide machten unmittelbar auf sich aufmerksam. Der Flügelflitzer setzte zu einem ersten Dribbling an und holte einen Eckball raus, in dessen Folge Skhiri per Kopf am blitzschnell reagierenden Fabian Bredlow scheiterte. In der 53. und der 56. Minute durfte sich Moore dann ebenfalls mit dem Stuttgarter Schlussmann messen, der aber beide Male der Sieger blieb.

Eine bekannte Fußball-Weisheit besagt jedoch: Wenn du sie vorne nicht machst, bekommst du sie hinten rein. Genau das passierte dem 1. FC Köln inmitten des euphorischen Sturmlaufs. Einen langen Stuttgarter Ball pflückte El Khannous in Perfektion aus der Luft und spielte einen wohl temperierten Steckpass in den Sechzehner auf den einlaufenden Mittelstädt. Von der Grundlinie aus legte der Linksverteidiger zurück auf den Elfmeterpunkt zu Prömel, der in der 60. Spielminute routiniert zum 2:0 vollendete. Der Treffer zeigte Wirkung und bremste die Drangphase des FC unmittelbar aus. Stattdessen machte der VfB nach einem fahrlässigen Schwäbe-Fehlpass beinahe den Deckel auf die Partie. Der Kapitän bügelte seinen Fehler aber selbst aus, indem er den Abschluss von Pejcinovic mit starker Fußabwehr entschärfte.

Traumtor von Vagnoman

Die endgültige Entscheidung besorgte dann Ermedin Demirovic in der 75. Spielminute Der Bosnier ließ Lochosvhili im Laufduell extrem alt aussehen und wuchtete das Leder staubtrocken zum 3:0 in die Maschen. Für den FC sollte es in Minute 81 dennoch zum Ehrentreffer reichen. Reigan Heskey schickte im Zuge eines Konters Mikey Moore, der im Strafraum auf Bülter querlegte. Schlussendlich drückte aber nicht der Kölner Angreifer den Ball über die Linie, sondern der klärungswillige Ramon Hendriks. Spannung kam deshalb allerdings keine mehr auf, wofür auch Vagnoman sorgte. In der 91. Minute packte der Rechtsverteidiger den Volley aus und setzte der Partie so furios die Krone auf.

In der Endbilanz musste sich der 1. FC Köln dem VfB Stuttgart verdient mit 4:1 geschlagen geben. Über weite Teile der Partie agierte die Wagner-Elf viel zu passiv. In der besten Phase nach dem Seitenwechsel vergaben Skhiri und Moore die Chancen auf den Ausgleich, woraufhin die Cannstatter gnadenlos zuschlugen. Auch der Anschlusstreffer konnte nicht mehr für Spannung sorgen, wofür auch das Traumtor von Vagnoman sorgte.

1. FC Köln: Schwäbe – Mensah, Lochoshvili, Simpson-Pusey, Castro-Montes – Krauß (90. Rondic), Okon-Engstler (46. Skhiri) – Johannesson – Maina (75. Heskey), Ache (75. Bülter), Thielmann (46. Moore); Tore: 1:0 El Khannouss (39.), 2:0 Prömel (60.), 3:0 Demirovic (75.), 3:1 Bülter (81.), 4:1 Vagnoman

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Thijs Dallinga löst sein Versprechen beim 1. FC Köln und René Wagner ein

Thijs Dallinga jubelt nach seinem Tor für den 1. FC Köln
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Thijs Dallinga löst sein Versprechen beim 1. FC Köln und René Wagner ein

Er kam, sah und traf. Neuzugang Thijs Dallinga tritt auf die Bundesliga-Bühne und dreht das Spiel für seinen neuen Arbeitgeber. In der Domstadt scheint der Niederländer seinen Torriecher wiedererlangt zu haben, sehr zur Freude des Anhangs, der wieder jubeln darf beim 1. FC Köln: Thijs Dallinga gelingt der perfekte Bundesliga-Start.

Mit seinem Doppelpack gegen die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag sicherte Thijs Dallinga dem FC drei Punkte und avancierte gleichzeitig folgerichtig zum Matchwinner.

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Woran erkennt man einen Spieler, der in seiner neuen sportlichen Heimat angekommen ist? Vielleicht daran, dass er direkt nach Schlusspfiff den Sieg vor den Fans auf der Süd feiert und mit seinem Sohn auf dem Arm über den Platz schlendert? Oder daran, dass sein nomineller Konkurrent Ragnar Ache der erste Gratulant nach Spielende ist. Beides trifft auf Neuzugang Thijs Dallinga zu, der sich bei seinem neuen Klub sichtlich wohl fühlt. So wohl, dass er eben mal so seine Torflaute aus der Vorsaison ablegte und den angereisten Hoffenheimern mit einem Doppelpack die sicher geglaubten drei Punkte aus der Hand riss. Dabei stach vor allem die Eiseskälte des Torjägers heraus, die man in der Domstadt seit der Zeit eines gewissen Anthony Modeste nicht mehr bestaunen durfte. „Wir haben zwei Chancen bekommen. Zum Glück war ich kaltschnäuzig genug, um beide zu verwandeln. So einen Start wünscht du dir als Stürmer. Ich konnte dem Coach zeigen, dass ich bereit bin, Tore zu schießen“, sagte der Angreifer.

„Das kostet“

Mit der Verpflichtung des Niederländers scheint Thomas Kessler nach den Eindrücken des ersten Spieltags einen guten Fang gemacht zu haben. Dabei hebt der Sportdirektor vor allem die Möglichkeit hervor, Ragnar Ache ohne Qualitätsverlust auswechseln zu können: „Dann haben wir einen, der das Eins-zu-eins übernehmen kann. Er bringt dann eine Körperlichkeit mit, er hat die Qualität in der Box. Aber als Stürmer musst du die dann auch nutzen. Wir sind sehr froh, dass wir ihn verpflichten konnten.“

Da ist Kessler wahrlich nicht der Einzige beim FC, der sich über den neuen Knipser freut. „Thijs ist ein super Junge. Vom ersten Tag an hat er perfekt reingepasst“, fand auch Said El Mala. „Er kann einen Ball festmachen, aber in der Box ist er einfach eiskalt.“ Was der Doppelpack zu bedeuten hat, weiß Said El Mala selbstverständlich auch: „Das kostet!“ Manche Dinge ändern sich wohl nie, egal ob man nun Kreisliga oder Bundesliga spielt.


Wie bewertet ihr den FC gegen Hoffenheim?

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Ø –
Gideon Mensah
Ø –
Luka Lochoshvili
Ø –
Jahmai Simpson-Pusey
Ø –
Alessio Castro-Montes
Ø –
Tom Krauß
Ø –
Paul Okon-Engstler
Ø –
Isak Johannesson
Ø –
Said El Mala
Ø –
Jan Thielmann
Ø –
Ragnar Ache
Ø –
Ellyes Skhiri
Ø –
Thijs Dallinga
Ø –
Linton Maina
Ø –
Joel Schmied
Ø –
Marius Bülter
Ø –
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Für mich und das Team ist es ein perfekter Start

Jedoch sind die Dallinga-Treffer nicht nur für die Mannschaftskasse wichtig. Gegen Hoffenheim brachten erst seine Treffer die Mannschaft auf die Siegerstraße, nachdem bereits alles auf einen Erfolg der eiskalten TSG hinzudeuten schien. Damit markiert der Erfolg bereits den zweiten Sieg nach einem Rückstand innerhalb dieser ersten Pflichtspielwoche. „Für mich und das Team ist es ein perfekter Start. Wir gewinnen in der vergangenen Woche zwei Spiele, nachdem wir in beiden zurücklagen. Das ist sehr positiv“, bilanzierte Dallinga die bisherige Ausbeute. „Thijs hat die Woche schon über gezeigt, dass er brandgefährlich ist, wenn er in die Box kommt und da hat er mir auch das Versprechen gegeben, wenn er da ankommt, dann wird er auch Tore machen“, verriet Wagner. „Das hat er dann auch eindrucksvoll bewiesen. Jetzt heißt es, dran zu bleiben. Das wird er aber auch run.“

Die Sehnsucht nach einem Knipser

Dabei befriedigte die Leistung des Mittelstürmers gegen Hoffenheim eine kollektive Kölner Sehnsucht. Seit Jahren, besser gesagt seit dem Abgang von Anthony Modeste in Richtung China, existierte in der Domstadt der dringliche Wunsch nach einem eiskalten Torjäger. Einem Torjäger, der mindestens zweistellig trifft. Obwohl Ragnar Ache viel für das Spiel der Mannschaft beiträgt und sich in jedem Duell aufackert, ist er bislang nicht dieser eine Stürmer – wohl auch verletzungsbedingt. Vielmehr wurde die Last des Toreschießens in den vergangenen Spielzeiten auf viele Schultern verteilt. Der Einstand des Strafraumräubers Dallinga weckte jedoch diese bereits vergessen geglaubte Sehnsucht und macht Lust auf mehr.

Lust auf mehr hat auch der Mann des Spiels, der seinen Auftritt vor dem heimischen Publikum sichtlich genießen konnte. „Ich habe viele gute Geschichten über die Kölner Fans gehört. Sie haben diese heute bewiesen und es ist schön, für sie zwei Tore geschossen und das Spiel gewonnen zu haben. Ich hatte Gänsehaut, als ich getroffen habe. Das hoffe ich, noch häufig zu erleben.“

Die Qual der Wahl

Fraglich ist nun, ob Dallinga für die Spielzeit von Ache zur Gefahr werden könnte. Beides sind Spieler mit einem Anspruch auf die Startelf, zudem sind sich beide spielerisch in einigen Punkten sehr ähnlich. Natürlich könnte man beide zusammen in einem Doppelsturm aufstellen, dies würde aber zu Lasten eines Mittelfeldspielers geschehen. Wie sich René Wagner auch entscheiden wird, irgendjemand wird immer auf der Bank Platz nehmen müssen. „Es ist doch schön, dass der Trainer die Qual der Wahl hat“, sagte Kessler, der nach dem ersten Spieltag mit Genugtuung auf seine Transfers blicken kann.

Wie hat der 1. FC Köln gegen Hoffenheim gespielt?

Der FC hat am Samstagnachmittag 3:2 gegen die TSG Hoffenheim gewonnen. Die Kölner Tore gingen auf das Konto von Said El Mala und dem Doppelpacker Thijs Dallinga. Die Kölner nehmen somit drei Punkte aus dem ersten Bundesliga-Duell der Saison mit.

Was sagt Dallinga zu seinen Toren?

„Für mich und das Team ist es ein perfekter Start. Wir gewinnen in der vergangenen Woche zwei Spiele, nachdem wir in beiden zurück lagen. Das ist sehr positiv.“

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

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Doppelpacker Dallinga dreht das Spiel – der 1. FC Köln startet mit drei Punkten in die Saison

Thijs Dallinga jubelt nach seinem Debüt-Treffer für den 1. FC Köln
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Doppelpacker Dallinga dreht das Spiel – der 1. FC Köln startet mit drei Punkten in die Saison

Dank eines Doppelpacks von Thijs Dallinga ist der FC mit einem Sieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Der 1. FC Köln gewinnt gegen die TSG Hoffenheim 3:2. Dabei liefen die Kölner gleich doppelt einem Rückstand hinterher.

Zweites Spiel, zweiter Sieg – nach dem glücklichen Pokal-Erfolg über die Würzburger Kickers haben die Geißböcke auch in der Liga den ersten Sieg eingefahren. Gegen hoch gehandelte Sinsheimer gewann der FC 3:2. Die Führung von Adam Daghim glich Said El Mala aus, das 1:2 durch Ozan Kabak drehte Thijs Dallinga mit einem Doppelpack.

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Schon kilometerweit vor dem Stadion konnte man die Vorfreude auf die neue Bundesliga-Saison förmlich greifen. Die Euphorie der heimischen Fans kannte trotz des fragwürdigen Auftritts gegen Würzburg keine Grenzen. Aus diesem leitete René Wagner einen entscheidenden Schluss ab: Johannesson muss offensiver spielen. Folgerichtig wurde der Isländer zu Beginn gegen Hoffenheim von einer Doppel-Sechs abgesichert, wodurch Paul Okon-Engstler durchaus überraschend in die Startelf rutschte. Der junge Australier übernahm damit den Platz von Marius Bülter in der ersten Elf. Ansonsten vertraute der Cheftrainer demselben Personal wie noch im Pokalspiel am Montag. Auf Seiten der TSG nahm Toptalent Nathan De Cat zunächst auf der Bank Platz.

Die Südkurve war von Beginn an buchstäblich heiß, schon vor Anpfiff waberte dichter roter Rauch durch die müngersdorfer Nachmittagsluft. Die daraus resultierende kurze Verzögerung des Anpfiffs irritierte die Männer in Weiß keineswegs. Die Mannschaft positionierte sich im Ballbesitz vom Start weg enorm hoch, sowohl Mensah als auch Castro-Montes lauerten sofort auf Höhe der letzten Hoffenheimer Kette. Gegen den Ball formierte sich der FC in einem kompakten 4-3-3.

Angezündete Kölner dominieren die Anfangsphase

Der Beginn der Partie war mit dem in Würzburg nicht zu vergleichen. Schnell wurden die Räume hinter der Sinsheimer Abwehr offenbart, so auch ein erstes Mal in der fünften Spielminute. Über das Bindeglied Ragnar Ache fand ein langer Ball den durchstartenden Said El Mala, dessen abgeblockter Abschluss die erste Chance der Partie markierte. Keine zwei Minuten später sorgte eine Kölner Ecke abermals für Gefahr, aus einem unübersichtlichen Gestocher im Sechzehner konnten sich die Gäste jedoch befreien. Diese taten sich in den Anfangsminuten sichtlich schwer, was auch an der konsequenten Zweikampfführung der Geißböcke lag. Zudem wirkten sie fast schon eingeschüchtert von der atemberaubenden Atmosphäre. In der elften Minute wagten sich die Kraichgauer in Folge eines Freistoßes dann aber doch mal nach vorne, Neuzugang Wimmer kam aus halbrechter Position im Strafraum relativ frei zum Abschluss. Zum Glück aus FC-Sicht bekam Ache seinen Kopf in die Schussbahn gehalten und klärte so für seinen Schlussmann.

Brutale Hoffenheimer Effizienz

Von nun an gestaltete sich die Partie ausgeglichener, die Chancendichte nahm erkennbar ab. Das Szenario erweckte den Anschein eines kollektiven Durchschnaufens nach einem intensiven Beginn. Aus dieser Phase erwachten die Hoffenheimer in der 27. Spielminute mit brutaler Effizienz. In Folge eines strittigen Freistoßes aus dem Halbfeld spielten sich die Gäste um den Kölner Sechzehner fest, an der rechten Strafraumkante kam Adam Daghim an die Kugel. Ohne viel Kraft aber mit der Präzision eines Chirurgen legte der Neuzugang das Leder punktgenau ins kurze Eck. Marvin Schwäbe streckte sich vergebens, das 0:1 konnte auch er nicht verhindern. Nach der Gäste-Führung plätscherte das Geschehen gemächlich vor sich hin, das Team von Christian Ilzer übernahm in dieser Phase die Kontrolle. Aus dem Nichts stellten die Hoffenheimer jedoch selbst urplötzlich ein Geschenk an die Gastgeber aus.

Deine FC-Noten
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1 = sehr gut · 6 = ungenügend
Marvin Schwäbe
Ø –
Gideon Mensah
Ø –
Luka Lochoshvili
Ø –
Jahmai Simpson-Pusey
Ø –
Alessio Castro-Montes
Ø –
Tom Krauß
Ø –
Paul Okon-Engstler
Ø –
Isak Johannesson
Ø –
Said El Mala
Ø –
Jan Thielmann
Ø –
Ragnar Ache
Ø –
Ellyes Skhiri
Ø –
Thijs Dallinga
Ø –
Linton Maina
Ø –
Joel Schmied
Ø –
Marius Bülter
Ø –
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Ein katastrophaler Fehlpass in der eigenen Hälfte brachte Said El Mala in Aktion, der frei vor Baumann zum Abschluss kam. Da fehlte dem 19-Jährigen jedoch die Abgezocktheit, im erfahrenen Schlussmann fand er seinen Meister. Diese Großchance sollte die letzte des ersten Abschnitts gewesen sein, in welchem die Kölner nach energischem Beginn zusehends die Kontrolle abgaben und sich kaum noch vielversprechende Gelegenheiten erspielten. Es ist nun also an René Wagner, die Flamme für den zweiten Durchgang erneut zu entfachen.

Furioser Start, grandioser Schwäbe

Flammen brannten zunächst in der Kölner Südkurve, wie schon zu Beginn des Spiels wurden die 22 Akteure mit Rauchzeichen begrüßt. Das Personal blieb auf beiden Seiten zunächst unverändert. Und scheinbar übertrug sich die Flamme tatsächlich von den Fans auf den Rasen. In der 51. Spielminute ertönte das erste Trömmelche der neuen Saison. Seine starke Form untermauernd steckte Johannesson die Kugel im Mittelfeld auf Said El Mala durch, der auf einmal viele Meter Rasen vor sich hatte. Unvergleichglich drang der Youngster in den Sechzehner ein, bat die Hoffenheimer Innenverteidigung zum Tänzchen und versenkte trocken ins lange Eck.

Etwas zu motiviert agierte in der Folge des 1:1 Jahmai Simpson-Pusey. Ungestüm fällte er in der 56. Minute im eigenen Strafraum den Hoffenheimer Angreifer Conte, der sich mit dem Rücken zum Tor um den Engländer herumwand. Einen erneuten Stimmungsdämpfer wollte Kapitän Schwäbe aber auf keinen Fall hinnehmen. Obwohl Moerstedt den Strafstoß nicht schlecht platzierte, war der Keeper zur Stelle und hexte den Versuch aus der rechten Ecke. Zwei Minuten später bekam das sinsheimer Talent abermals die Chance, scheiterte jedoch wieder an dem zu Hochform auflaufenden Schwäbe. Auch Luka Lochoshvili zeigte im Anschluss seinen Wert für die Wagner-Elf. Der Georgier grätschte zunächst eine Großchance im letzten Moment ab (61.), bevor er auf der anderen Seite einen Eckball nur knapp am Kasten von Baumann vorbeiköpfte (64.).

Kölsches Comeback nach Rückstand

Den Einschlag zum 1:2 konnten die beiden wenig später aber doch nicht verhindern. Vorlagen-Spezialist Vladimir Coufal servierte einen Eckball in der 67. Spielminute präzise auf den Schädel von Ozan Kabak, der die Gäste-Führung wiederherstellte.

Doch auch davon ließen sich die Geißböcke nicht aus der Fassung bringen. Dabei war es ausgerechnet der eingewechselte Thijs Dallinga, der in Müngersdorf seinen verloren geglaubten Torriecher wiedererlangte. Im Stile eines Strafraumräubers befand sich der Niederländer in der 72. Minute zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wie schon im letzten Spiel wurde der ebenfalls eingewechselte Linton Maina mit einem Steckpass in die tiefe gefunden und glänzte mit einer punktgenauen Vorlage. Flach und scharf legte der Flügelflitzer das Leder auf den eingelaufenen Dallinga zurück, der trocken zum 2:2 einnetzte.

Von nun an schnupperten plötzlich wieder die Kölner an der Führung. Während Tom Krauß noch kläglich vergab, machte es Dallinga besser. Als hätte er nie ein Formtief durchgemacht, schweißte der Neuzugang das Leder aus 14 Metern aus einem wilden Durcheinander sowas von trocken in die Maschen und drehte die Partie in der 82. somit vollständig.

Köln am Freitag in Stuttgart

Bei den Kraichgauern war die Luft in der Folge raus, auch die Einwechselspieler brachten die TSG nicht mehr auf die Anzeigetafel. Somit beendet Florian Badstübner die Partie mit einem Spielstand von 3:2 für den 1. FC Köln. Ein furioser Heimerfolg des Teams von René Wagner, das vor allem aus der grandiosen Stimmung im heimischen Stadion viel Energie ziehen konnte und sich den Rückschlägen unbeeindruckt entgegenstellte. Einfacher wird es für den FC aber nicht, am kommenden Freitag ist man beim VFB Stuttgart zu Gast. Diese wollen das Debakel gegen den Rekordmeister schnellstmöglichst aus den Köpfen verbannen und auch in diesem Jahr wieder die Champions-League-Plätze angreifen.

1. FC Köln: Schwäbe – Mensah, Lochoshvili, Simpson-Pusey, Castro-Montes Schmied (90.+2) – Krauß (Bülter 90.), Okon- (Skhiri 66.) – El Mala (Maina 66.), Johannesson, Thielmann – Ache (Dallinga 66.); Tore: Daghim 0:1 (26.), El Mala 1:1 (51.), Kabak 1:2 (67.), Dallinga 2:2 (72.), 3:2 (82.)


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Den FC erwartet eine schwere Aufgabe, auch, weil es in Köln noch viele Fragezeichen gibt

René Wagner ließ eine Handvoll Nachwuchsspieler bei den Profis mittrainieren
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Den FC erwartet eine schwere Aufgabe, auch, weil es in Köln noch viele Fragezeichen gibt

Das Warten hat ein Ende, die Bundesliga ist zurück. Am Samstagnachmittag begrüßt der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim im RheinEnergieSTADION. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen beider Teams nach den Pokalauftritten kaum sein. Nach dem blauen Auge gegen Würzburg könnte der FC nun ein blaues Wunder erleben. So will der 1. FC Köln das Duell gegen Hoffenheim angehen.

Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung wohl noch größer. Mit Ach und Krach gelang den Kölnern die Wende im DFB-Pokalspiel gegen den Drittligisten aus Würzburg. Nach dem Spiel standen vor allem viele Fragezeichen, wie etwa die Frage nach einer konkreten Spielidee. Viel Zeit, um Antworten zu finden, blieb jedoch nicht, denn am Samstag wartet schon die nächste Herausforderung am Horizont – und die hat es gewaltig in sich.

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Fast schon mühelos, im sprichwörtlichen „Stile einer Spitzenmannschaft“, bewältigten die Sinsheimer ihre Pflichtaufgabe im Pokalspiel gegen den Regionalligisten Erzgebirge Aue mit 4:0. Dabei sollte man selbstverständlich nicht zu viel Gewichtung auf die Ergebnisse der ersten Pokalrunde legen. Unterm Strich haben der FC und die TSG dasselbe erreicht: Sie sind eine Runde weitergekommen. Doch auch die Hoffenheimer wurden innerhalb der Saisonvorbereitung bereits in die Schranken gewiesen.

Konstanz auf und neben dem Platz

Wer austeilen will, muss auch einstecken können – und eingesteckt haben die Sinsheimer. So zum Beispiel beim Doppeltest gegen die Tottenham Hotspur, wovon der erste mit 3:0 an die Nordlondoner ging. Ironischerweise könnte der Hauptverantwortliche für diese Niederlage schon bald mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen. Mikey Moore schnürte gegen das Team von Christian Ilzer einen Doppelpack, die Chancen für eine Wiederholung dessen am Samstag sind allerdings aus zeitlichen Gründen dann doch sehr gering. Da kann die Ilzer-Elf nochmal durchschnaufen.

Diese hat im Vergleich zum FC ihre Transfers bereits frühzeitig eingetütet, wobei die Achse der Mannschaft nach der erfolgreichen letzten Saison zusammengehalten werden konnte. Konstanz findet man bei den Kraichgauern überdies nicht nur auf dem Platz. Obwohl man in der Saison 2024/25 nur um Haaresbreite den Relegationsplatz verfehlte, schenkte man Trainer Christian Ilzer weiterhin das Vertrauen. Besser hätten die Verantwortlichen kaum entscheiden können. Mit einem überragenden fünften Platz sprengte die TSG sämtliche Erwartungen und konnte sich zudem für die UEFA Europa League qualifizieren.

„Sie sind in ihrer Idee Fußball zu spielen nochmal einen Schritt weitergekommen“

René Wagner warnte auf der Pressekonferenz vor dem Duell ausdrücklich vor der Qualität der Hoffenheimer: „Es ist eine Mannschaft, die sich nach dem letzten Jahr gefestigt hat. Sie haben auf den Positionen, wo sie Verstärkung brauchten, nachgelegt, haben sich verjüngt und haben Geschwindigkeit und Dynamik im Kader.“ Diese hört vor allem auf den Namen Adam Daghim. Der 20-jährige Däne kam in diesem Sommer für 13 Millionen Euro aus Salzburg. Letzte Saison spielte der Angreifer leihweise für den VFL Wolfsburg, wo er mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 36 km/h geblitzt wurde.

Des Weiteren verstärkten sich die Sinsheimer mit heißbegehrten Talenten wie Nathan De Cat (17), Mats Rots (20) und Cajetan Lenz (20) sowie mit dem etablierten Bundesligaspieler Patrick Wimmer. „Sie sind in ihrer Idee Fußball zu spielen nochmal einen Schritt weitergekommen“, fand René Wagner. „Das hat man auch in den Vorbereitungsspielen gesehen, wo aber nicht alles funktioniert hat, auch da wurden Spiele verloren.“ Viel zu bedeuten hat das für den Trainer jedoch nicht: „Das gehört zu einer Vorbereitung dazu. Am Ende wird die Mannschaft aber viel Intensität, viel Tiefe und viel Leidenschaft, auch gegen den Ball, dabeihaben. Darauf haben wir uns eingestellt“, so Wagner weiter.

Aus FC-Sicht hat man sich hoffentlich besser eingestellt als auf die Partie gegen Würzburg. Mit einer derartigen Leistung wäre ein Erfolg gegen die TSG Hoffenheim undenkbar, zumal bei den Gästen lediglich die Ausfälle des rotgesperrten Tim Lemperle und des verletzten Andrej Kramaric ins Kontor schlagen. Ansonsten erwartet die Köllner am Samstag die geballte Power aus dem Kraichgau. Personell kann Wagner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Timo Hübers und Sebastian Sebulonsen fehlen weiterhin und auch Luca Waldschmidt fällt mit muskulären Problemen aus.

Mögliche Aufstellung der TSG: Baumann – Coufal, Kabak, Hajdari, Rots – Avdullahu, Burger – De Cat, Wimmer – Hlozek, Daghim

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Schon wieder der Pokal-Held: Isak Johannesson rettet erneut den 1. FC Köln

Isak Johannesson jubelt mit dem 1. FC Köln
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Schon wieder der Pokal-Held: Isak Johannesson rettet erneut den 1. FC Köln

Lange Zeit tun sich die Kölner beim Drittligisten aus Würzburg extrem schwer. Dann nimmt einer das Zepter des Handelns in die Hand: Mit einem Doppelpack dreht der 23-jährige Isländer die Partie für das Team von René Wagner, das nochmal mit einem blauen Auge davongekommen ist. Es geht also weiter für den 1. FC Köln: Isak Johannesson wird erneut der Pokal-Held.

Man möchte fast sagen: Er hat es schon wieder getan. Durch die Tore von Isak Johannesson stehen die Kölner in der zweite Runde des DFB-Pokals und haben einen Sieg gegen Würzburg eingefahren.

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Aus Würzburg berichtet Elias Schnaubelt für come-on-fc.com

Einfach mal wieder souverän die erste Runde des DFB-Pokals überstehen, ein Traum für viele FC-Fans, der auch dieses Mal nicht in Erfüllung ging. Wie schon in den vergangenen Spielzeiten bekleckerten sich die Kölner zum Saisonauftakt nicht gerade mit Ruhm. Dabei lieferte vor allem die nicht erkennbare Spielidee Grund zur Sorge. Als die Würzburger Kickers zu allem Überfluss auch noch in Führung gingen und wenig Chancen zuließen, zeichnete sich die Katastrophe bereits am Horizont ab. Jedoch weigerte sich Isak Johannesson, dieses Schicksal zu akzeptieren. Im Stile eines Mittelstürmers besorgte der 23-Jährige den Ausgleich, bevor er das Spiel mit einem wunderschönen Schlenzer vollends zu Gunsten des FC drehte. Nicht, ohne zu zittern und mit einer Prise Aluminiumglück, überstanden die Geißböcke die nachfolgende Drangphase und schleppten sich erfolgreich bis zum Schlusspfiff.

Isak Johannesson wird erneut der Kölner Pokal-Held

Matchwinner Johannesson fand nach der Partie relativierende Worte: „Wir hatten eine gute erste Halbzeit, das Tor war ein bisschen unglücklich. Aber wir hatten gute Chancen. Wir sind sehr glücklich, dass wir in die nächste Runde gekommen sind.“ Dabei hätte der Abend ohne Johannesson ziemlich bitter für den 1. FC Köln enden können, denn auch bis zum Ausgleich bahnte sich ein Treffer nicht unbedingt an. Dass der Isländer aber immer für große Pokalmomente gut sein kann, stellte der Nationalspieler bereits in der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis. In der ersten Runde des DFB-Pokals traf man vor einem Jahr auf den Angstgegner Jahn Regensburg. Viele hatten die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok nach einer überzeugenden Vorbereitung inklusive eines beeindruckenden 4:0-Erfolgs gegen Atalanta Bergamo hoch auf dem Zettel. Allerdings verlangte der Drittligist den Kölnern alles ab und führte bis spät in die Nachspielzeit mit 1:0.

In Minute 90+6 glich Eric Martel aus, bevor Johannesson in Minute 90+9 den erlösenden Siegtreffer erzielte. Damals wie heute manifestierte sich der Isländer als Retter in höchster Not, der liefern kann, wenn es darauf ankommt. Folgerichtig wurde er nach seinem Doppelpack gegen die Würzburger Kickers zum Man-of-the-match gekürt. Dabei könnte diese Auszeichnung den Mittelfeldspieler nun vor logistische Aufgaben stellen: „Die Trophäe kommt vielleicht in Island ins Wohnzimmer, genau weiß ich das noch nicht.“ Bestimmt wird der 23-Jährige einen schönen Platz dafür finden, im besten Fall kommen in dieser Saison noch weitere Trophäen dazu.


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Findet Isak Johannesson unter René Wagner seine Position?

Zu Beginn der vergangenen Spielzeit wechselte Johannesson als einer der besten Spieler der zweiten Liga von Fortuna Düsseldorf zum Nachbarn nach Köln. Für eine Ablöse von 5,5 Millionen Euro sicherten sich die Kölner die Dienste eines Spielers, der soeben elf Tore und sechs Vorlagen in der 2. Bundesliga aufgelegt hatte. Gerade durch den persönlich erfolgreichen Einstand gegen Regensburg erhoffte man sich beim FC einen vergleichbaren Output des Mittelfeldspielers. Unter Lukas Kwasniok konnte Johannesson allerdings nie sein volles Können unter Beweis stellen, am Ende standen lediglich sechs Torbeteiligungen in Liga und Pokal. Dabei stellt sich aber auch die Frage, ob der Isländer auf seiner bessten Position eingesetzt wurde. Während er bei Düsseldorf noch häufig als offensiver Achter, manchmal sogar als Zehner, auflaufen durfte, spielte er beim FC häufig einen Part auf der Doppel-Sechs. Dabei ging viel seines offensiven Potenzials verloren, während gleichzeitig seine Schwachpunkte im Defensivspiel sichtbar wurden.

Im 4-2-3-1-System von René Wagner existiert nun die Rolle des Spielers hinter den Spitzen. Da man mit Ellyes Skhiri kürzlich einen weiteren Sechser verpflichtete, könnte sich eine offensivere Positionierung von Jóhannesson als interessantes Gedankenspiel entpuppen. Mehr Freiheiten nach vorne und weniger Aufgaben in der Defensive könnten den Mittelfeldmann maximieren. Dann könnten die FC-Fans schon bald den Spieler bestaunen, der einst die 2. Bundesliga mit seinem Spielwitz verzaubert hat.

Hat Isak Johannesson schon mal für den FC im Pokal getroffen?

In der vergangenen Saison traf der Isländer gegen Regensburg in der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand aus Kölner Sicht. Und rettete den FC nach schwacher Leistung.

Auf welcher Position könnte Johannesson unter Wagner spielen?

Der Isländer ist zentraler Mittelfeldspieler. Dabei allerdings eher offensiv ausgerichtet. Die direkte Konkurrenz ist Paul Okon-Engstler. Auf der defensiven Sechs sind beim FC aktuell Ellyes Skhiri und Tom Krauß vorgesehen. Es soll noch ein weiterer kreativer Spieler unter Vertrag genommen werden.

Wie geht es für den 1. FC Köln jetzt weiter im Pokal?

Auch in der 2. Runde gibt es wieder zwei Töpfe. Im ersten die Teams der 1. und 2. Bundesliga, die „Amateure“ im zweiten. Allerdings hat sich das Gleichgewicht verschoben. Es werden wieder Mannschaften aus Topf2 gegen Mannschaften aus Topf1 gezogen. Sollte der Amateur-Topf „leer“ sein, wird es also auch zu Begegnungen zwischen Teams aus den ersten beiden Ligen kommen.

Wann ist die Auslosung der 2. Runde im Pokal?

Da Bayern München und Borussia Dortmund am Wochenende den Supercup ausgetragen haben, fehlen noch zwei Pokal-Begegnungen der ersten Runde. Die werden Anfang September nachgeholt. Daher wird die Auslosung erst am 5. September im Rahmen der Sportschau stattfinden.

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Doppelpacker Johannesson führt den FC in die 2. Runde

Isak Johannesson vom 1. FC Köln
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Doppelpacker Johannesson führt den FC in die 2. Runde

Dass die Aufgabe schwer werden würde, hatte René Wagner schon geahnt. Dass die Kölner so zittern mussten, war aber wohl nicht geplant. Der 1. FC Köln gewinnt 2:1 in Würzburg. Und das Dank des Doppeltorschützen Isak Johannesson.

Mit einem starken Isak Johannesson und einer gehörigen Portion Glück haben sich die Geißböcke in die 2. Runde des DFB-Pokals gezittert. Der FC setzte sich in Würzburg knapp durch. Der Gastgeber war sogar durch David Abrangau in Führung gegangen, nach dem Wechsel drehte Isak Johannesson die Partie. In der letzten Minute trafen die Kickers den Pfosten.

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Rotation ist nicht mehr, die Experimente sind vorbei. Dass die Saison nun so richtig losgehen sollte, verriet bereits der Blick auf die Startelf von René Wagner. Mit einer nominellen A-Elf und höchstens mit der Überraschung, dass Marius Bülter begann, startete der FC in die erste Runde des DFB-Pokals gegen die Würzburger Kickers. Nur eine Nummer suchten die Fans vergeblich: Die 13. Die ist zwar fort, Said El Mala jedoch nicht. Der Vertragsverlängerer lief heute erstmals mit der glorreichen 10 auf dem Rücken auf, persönlich abgesegnet von Prinz Poldi. Auf Seiten der Kickers überraschte vor allem der Bankplatz vom formstarken Ivan Franjic, der noch am vergangenen Drittliga-Spieltag doppelt traf.

Die Partie startete verhalten, wurde aber aus dem Nichts von Ragnar Ache aufgeweckt. Dieser schädelte in der achten Spielminute eine Ecke von Alessio Castro-Montes präzise ins linke untere Eck, hatte die Rechnung jedoch ohne Kickers-Keeper Rajkovacic gemacht, der den Versuch gerade so um den Pfosten lenken konnte. Eine Minute später musste er abermals parieren, diesmal einen abgefälschten Versuch von Said El Mala, der beinahe als Bogenlampe im Netz gelandet wäre.

Ping-Pong-Tor zur Würzburger Führung

Ein Querschläger landete in der Folge jedoch im anderen Tor. In der 18. Spielminute, in Folge eines Freistoßes, flankte Tim Kraus den Ball mit viel Effet in den Kölner Strafraum. Unter diesem seegelte Simpson-Pusey hindurch, das Leder prallte gegen den Oberkörper von David Abrangau und fand gegen die Laufrichtung von Marvin Schwäbe seinen Weg in die Maschen. Die Führung für die Gastgeber, die nicht unverdient daherkam.


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Marius Bülter
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Said El Mala
Lesernote Ø –
Ragnar Ache
Lesernote Ø –
Ellyes Skhiri ab 75′
Lesernote Ø –
Thijs Dallinga ab 75′
Lesernote Ø –
Linton Maina ab 75′
Lesernote Ø –
Joel Schmied ab 82′
Lesernote Ø –
Okon-Engstler ab 89′
Lesernote Ø –
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Zähe Kost bis zur Pause

In der 22. Spielminute äußerten dann die mitgereisten FC-Fans ihren Unmut, jedoch nicht über die Leistung ihrer Mannschaft, sondern gegen den DFB. Tennisbälle wurden auf den Rasen geworfen, zudem erschien ein Banner gegen die Ansetzung von Montagsspielen. Die daraus resultierende kurze Unterbrechung konnte das Team von René Wagner allerdings nicht nutzen, denn das Spiel lief genauso weiter. Auch Said El Mala erwischte keinen glücklichen Arbeitstag. Der Linksaußen verlor vermehrt Eins-gegen-Eins Duelle und auch seinen Abschlüssen fehlte der letzte Punch. Die Würzburger Kickers verteidigten indes leidenschaftlich um den eigenen Strafraum herum, warfen sich voller Überzeugung in jeden Zweikampf. Offensivaktionen blieben aber auch bei den Gastgebern Mangelware, weshalb bis zum Pausenpfiff kaum etwas Erwähnenswertes mehr passierte. Unter dem Strich ein erschreckend schwacher erster Durchgang vom FC, René Wagner blieben 15 Minuten, um die Mannschaft zur zweiten Halbzeit wachzurütteln.

Treffer aus dem Nichts belebt das Kölner Spiel

Diese begannen beide Cheftrainer zunächst ohne personelle Wechsel, was auf Kölner Seite durchaus überraschte. Auch schien René Wagner nicht die passenden Worte gefunden zu haben, denn am Spiel der Kölner änderte sich zunächst nichts. Generell war kein Matchplan zu erkennen, oft wurde einfach nur der lange Ball in Richtung Ache gewählt. Spielerische Elemente blieben vollends aus. So benötigten die Gäste folgerichtigig eine Zufallsaktion, um zurück ins Spiel zu kommen. In der 62. Spielminute passierte genau das. Der FC gewann einen Einwurf im letzten Würzburger Drittel, welcher schnell eingeworfen wurde. Zunächst verpasste Ache die Hereingabe von Bülter, doch Jóhannesson war zur Stelle und stolperte den Ball zum 1:1 ins lange Eck.

In der Folge war plötzlich Leben im Kölner Spiel. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich zappelte der Ball erneut im Netz, allerdings stand Jóhannesson im Abseits, wodurch ihm der Doppelpack verwehrt blieb. Ragnar Ache zündete in Minute 71 einen satten Flachschuss, wurde jedoch abermals von Rajkovacic im Tor der Kickers aufgehalten. Es dauerte bis zur 74. Spielminute, bis René Wagner erstmals das Personal auf dem Rasen tauschte. Neben den Neuzugängen Ellyes Skhiri und Thijs Dallinga kam auch Linton Maina in die Partie. Letzterer sollte dem Spiel direkt seinen Stempel aufdrücken. Aus einer Belagerungsphase rund um den Würzburger Sechzehner fand der Routinier von der rechten Außenbahn mit einem cleveren Schnittstellenpass den eingelaufenen Jóhannesson.

Pfosten rettet den FC

Noch einmal ließ er sich nicht bitten. Aus 14 Metern halbrechs drehte der Isländer sich mit dem ersten Kontakt in Richtung Tor auf und nahm Maß. Zwischen Ball und Pfosten hätte in dieser 77. Minute kein Blatt Papier mehr gepasst. Der präzise Abschluss aufs lange Eck klatschte an den Innenpfosten und sprang von dort zum 2:1 über die Linie.

In der Schlussphase mussten die Kickers alles riskieren, was in Kontersituationen für den FC mündete. Die beste davon beförderte jedoch Dallinga in der 88. Minute über den Querbalken. Nach einem aufopferungsvollen Spiel fehlten den Würzburgern zum Ende das letzte Glück. Einen Freistoß aus gut 22 Metern entschärfte Schwäbe, doch eine dicke Chance gab es noch. In der dritten Minute der Nachspielzeit segelte nochmals eine Flanke in den Kölner Sechzehner, am langen Eck kam ein Würzburger zum Abschluss. Das Stadion hielt den Atem an, doch der Abschluss knallte nur ans Aluminium.

Das sollte die letzte Aktion gewesen sein. Ein erlösender Schlusspfiff beendete die Zitterpartie des 1. FC Köln. Kein überzeugender Auftritt, doch am Ende steht der Einzug in die nächste Pokalrunde. Bis zum Saisonstart am kommenden Wochenende steht René Wagner noch vor einigigen Aufgaben.

1.FC Köln: Schwäbe – Mensah (75. Skhiri), Simpson-Pusey, Lochoshvili (82. Schmied), Castro-Montes, Johannesson, Krauß – El Mala, Bülter, Thielmann (75. Dallinga) – Ache (75. Maina); Tore: 1:0 Abrangau (18.), Johannesson 1:1, 2:1 (62., 77.); Karten: Ache (1)


Wo finde ich aktuelle Nachrichten zum 1. FC Köln?

Aktuelle News, Spielberichte, Transfermeldungen und Analysen zum 1. FC Köln findest du auf come-on-fc.com.

Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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Das Warten nimmt kein Ende – Doch die Zeit läuft dem 1. FC Köln davon

Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Das Warten nimmt kein Ende – Doch die Zeit läuft dem 1. FC Köln davon

Das Transfergeschäft ist ein kompliziertes und selten verläuft alles genau nach Plan. Dennoch sorgt das Ausbleiben von Neuzugängen auf vakanten Positionen für einen erhöhten Puls beim Kölner Anhang. Doch liegt das an Versäumnissen seitens der Vereinsführung oder steckt dahinter vielleicht doch eine Strategie mit einer Prise Opportunismus? Der 1. FC Köln und das Warten auf Transfers.

Die Zeit tickt unaufhörlich weiter und beim FC scheint man sich im Kreis zu drehen. Vor einigen Wochen wurde der Name Ellyes Skhiri das erste Mal heiß diskutiert, dann kühlte das Interesse wieder ab. Zahlreiche andere Namen kursierten in der Folge in der Gerüchteküche, lange Zeit ging es um Mexiko-Kapitän Edson Álvarez oder um Unions Mittelfeldmotor Rani Khedira. Letzterer wird nun jedoch seinen Vertrag bei den Eisernen erfüllen, der Mexikaner soll nach Sociedad wechseln, Eric Smith ist nun neu im Gespräch, aber nicht so richtig heiß. Die wahrscheinlichste Option scheint erneut Ellyes Skhiri zu sein. Wieso machte man diesen Deal also nicht bereits vor Wochen fix?

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Jeder seriös arbeitende Verein hat stets mehr als einen Plan parat. Sicherlich würde niemand auf Entscheidungsebene eingestehen, dass man einen Plan B oder gar Plan C verpflichtet hat. Dennoch geschieht dies häufig und ist auch nur allzu verständlich. Der FC hatte gehofft, einen größeren Fisch an Land zu ziehen, hat sich gleichzeitig auch die Option Skhiri warmgehalten. Sollte die Rückkehr des Tunesiers in die Domstadt gelingen, wäre man unter dem Strich wohl zufrieden. Zu lange sollte man sich allerdings auch nicht Zeit lassen, denn selbstverständlich möchte auch ein Spieler lieber früher als später Gewissheit über seine sportliche Zukunft haben.

Die Verkettung der einzelnen Transfers

Dabei spielt natürlich auch immer die Frage nach dem Budget eine entscheidende Rolle. Lange deutete vieles darauf hin, dass ein Abgang von Said El Mala zu Borussia Dortmund eine enorme Summe freimachen würde. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte dies wiederum viele weitere Transfers in Gang gesetzt. Oftmals muss im Transfergeschäft erst eine Sache passieren, damit eine andere folgen kann. Eine weitere Möglichkeit wären Vorgriffe auf prognostizierte Abgänge, um nicht unvermittelt mit einer klaffenden Lücke im Kader dazustehen. So könnte beispielsweise Reigan Heskey als mittelfristiger Vorgriff auf einen El Mala-Abgang verpflichtet worden zu sein, der findet sich aktuell aber erst einmal in einem mehr als anspruchsvollen Konkurrenzkampf um Spielzeit wieder. Kein Wunder, der Spieler ist 18. Offenbar bergen auch Vorgriffe immer eine gewisse Gefahr.

Je näher das Ende des Transferfensters rückt, desto mehr kann man mit seinem bestehenden Kader planen – sollte man meinen. Ein Trugschluss allerdings, der oftmals die kleineren Fische im großen Teich des Transfermarktes wie ein Schlag trifft. Nun ist es nämlich nicht so, dass der Deadline Day vor Saisonbeginn stattfindet. Vielmehr beginnt die Saison in den großen europäischen Ligen bereits, während das Transferfenster noch geöffnet ist. Das hat zur Folge, dass Klubs nach ein bis zwei Spieltagen Defizite in ihrem Kader ausmachen und dann nochmal auf große Shoppingtour gehen. Wer kann also ausschließen, dass kurz vor Ende der Transferperiode ein englischer Verein eine abstruse Summe für Said El Mala auf den Tisch legt, bei der die Kölner nicht ablehnen können? Falls nicht vorher schon RB Leipzig zuschlägt.

Der Deadline-Day: Nicht des Kölners liebster Tag

So oder so ist das Ende einer Transferphase für jeden Verein die Chance, sich opportunistisch zu zeigen und günstige Marktgelegenheiten wahrzunehmen. Historisch gesehen ist der 1. FC Köln allerdings kein Verein, der gerne bis kurz vor spät auf Gelegenheiten lauert und dann erfolgreich auf dem Markt agiert. Das jüngste Beispiel dafür ist die Leihe von Felipe Chávez im vergangenen Wintertransferfenster. Das damals 18-jährige Talent wechselte von den Bayern in die Domstadt, um dort auf Spielpraxis zu kommen. Leider verlief die Leihe nicht wie geplant, der junge Peruaner kam lediglich auf sieben Kurzeinsätze in der Rückrunde. Nikola Soldo, Imad Rondic – es gibt bekanntlich noch mehr Last-Minute-Beispiele.

Die kurioseste Kölner Anekdote zum Deadline-Day gab es bekanntlich 2011. Damals sollte ein gewisser Eric Maxim Choupo-Moting per Leihe vom Hamburger SV nach Köln wechseln. Richtig, der Spieler, der in der Folge für Paris Saint-Germain sowie den FC Bayern München auflief und zahlreiche Titel gewinnen konnte. Als alle Seiten sich bereits auf den Transfer geeinigt hatten, machte die Technik dem Transfer einen Strich durch die Rechnung. Auf den letzten Drücker, um 17:49 Uhr, schickte der Vater und Berater Choupo-Motings den unterschriebenen Vertrag per Fax nach Köln. Die erste Seite kam auch an, die entscheidende zweite Seite mit der Unterschrift jedoch nicht. Diese lies sich bis nach 18 Uhr Zeit. Obwohl man sich auf Kölner Seite beeilte und das Dokument schleunigst an die DFL weiterschickte, kam der Vertrag erst um 18:13 Uhr dort an. Die Deadline war um 18 Uhr. Der Transfer platzte bekanntlich.

Am Fax Gerät sollte es in der heutigen Zeit hoffentlich nicht mehr scheitern. Dennoch wären die Kardiologen so mancher FC-Fans sicherlich erfreut darüber, wenn frühzeitig alle wichtigen Baustellen geschlossen wären.


Wo finde ich aktuelle Nachrichten zum 1. FC Köln?

Aktuelle News, Spielberichte, Transfermeldungen und Analysen zum 1. FC Köln findest du auf come-on-fc.com.

Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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