Zwischen klimpernden Kassen und weniger Konstanz – Der 1. FC Köln erlebt das Dilemma der Transformation zum Entwicklungsclub

Thomas Kessler beim Vorbereitungsauftakt am Montag
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Zwischen klimpernden Kassen und weniger Konstanz – Der 1. FC Köln erlebt das Dilemma der Transformation zum Entwicklungsclub

Der Kader des FC ist auch in dieser Saison wieder gespickt mit jungen und talentierten Spielern. Ein Versprechen in die Zukunft, könnte man vermuten. Allerdings machen genau diese Spieler oft bereits nach kurzer Zeit wieder den Abflug, spülen damit aber auch dringend benötigtes Geld in die Kölner Kassen: Der 1. FC Köln erlebt die Vor- und Nachteile eines Entwicklungsclub.

Mit Jakub Kaminski gab es diesen Sommer schon einen lukrativen Verkauf für den 1. FC Köln, mit Said El Mala bahnt sich ein weiterer an. Das bringt eine Menge Geld, aber auch Nachteile mit sich.

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Ein jeder Verein befindet sich in einem konstanten Zwiespalt. Zum einen liegt der Fokus auf dem maximalen sportlichen Erfolg im Hier und Jetzt. Zum anderen tickt die Zeit als unaufhaltsame Kraft, niemand kann sich ihr widersetzen. Auch die besten Spieler werden alt und junge Talente müssen frühzeitig integriert werden. Es ist kein Novum, dass ein Verein diesen stetigen Umbruch zu lange aufschiebt. Nur um dann plötzlich mit einem Kader voller Teilzeit-Senioren konfrontiert zu sein.

Millionen durch Verkäufe

Der 1. FC Köln hat aus der Not eine Tugend gemacht. Aufgrund der Transfersperre und des Abstiegs 2023/24 wurde man mehr oder weniger zu seinem Glück gezwungen. Junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bildeten eine wichtige Achse im Zweitligakader. Die Rechnung ging vollends auf. Allen voran begeisterten Damion Downs und Tim Lemperle als gut harmonierendes Sturmduo, in der Defensive präsentierte sich zudem Julian Pauli. Nach dem Aufstieg folgte, was unweigerlich kommen musste: Southampton legte acht Millionen Euro auf den Tisch und verpflichtete Damion Downs. Sein kongenialer Partner Tim Lemperle schloss sich ablösefrei der TSG Hoffenheim an. Und zusätzlich wurde Max Finkgräfe ein roter Bulle. Jonas Urbig wechselte für nahezu zehn Millionen zu den Bayern. Schmerzliche Verluste auf der einen Seite, allerdings konnte man in kurzer Zeit Spieler weiterentwickeln und teilweise zu Geld machen – und der FC fand augenscheinlich Gefallen daran.

In diesem Sommer überragt der 17 Millionen Euro schwere Abgang von Jakub Kaminski. Das stellt nach nur einer Saison des Polens in Weiß und Rot einen beeindruckenden return on investment dar. Zudem will RB laut Medienberichten bis zu 60 Millionen Euro für Said El Mala offerieren (inklusive Boni), der somit nach ebenfalls nur einer Saison beim FC zum Rekordabgang avancieren würde. Das Investment in die Entwicklung von Spielern zahlt sich bislang vollends aus.

„Wir wollen mit dem FC eine Nische besetzen“

Der aktuelle Kader strotzt abermals vor talentierten Spielern. In jeder Achse der Mannschaft finden sich Akteure, bei denen nur noch auf den nächsten großen Schritt gewartet wird – Und somit auf den nächsten großen Transfer. Dabei scheint es, als entwickle sich der FC Stück für Stück zum Ausbildungsverein, den sich ein Christian Keller einst gewünscht hat. Welche Vorteile das mit sich bringt, ist schnell erfasst. Zum einen ist da die Chance auf exorbitante Ablösesummen, die jeder Verein gerne in seinen Finanzbüchern liest. Durch cleveres Agieren auf dem Markt können diese innerhalb eines kurzen Zeitraums generiert werden, was das Spekulieren auf junge Spieler umso attraktiver macht.

Zum anderen profiliert sich der 1. FC Köln mit jedem weiteren Talent auch immer mehr als interessante Adresse für eben diese Spieler. Transfers haben immer auch eine Signalwirkung inne. Realistischerweise gibt es für den FC bei dieser Riege an Spielern auch nur einen sehr begrenzten Zeitraum, in welchem man die Chance auf eine Verpflichtung hat. „Wir wollen mit dem FC eine Nische besetzen, da wir bei der Verpflichtung von Spielern in Konkurrenz zu allen anderen Clubs stehen“, erklärte Tim Steidten, Direktor Recruiting und Kaderplanung, die Transferaktivitäten. Um dieser Konkurrenz aus dem Weg zu gehen, muss man sehr früh dran sein, ansonsten sind die Talente bereits zu umworben und nicht mehr bezahlbar. Je jünger ein Spieler ist und je weniger er bisher auf der großen Bühne zeigen konnte, desto größer ist selbstverständlich aber auch das Risiko.

Die Frage nach der Identität

Als Fan ist es unbestritten auch schön, junge und aufregende Spieler im eigenen Stadion auflaufen zu sehen. In einer Art hoffnungsvollen Naivität malt man sich häufig aus, dass das umworbene Talent ja vielleicht doch noch einige Jahre beim Verein bleibt. Hier und da gibt es mal so Spieler wie einen Jonas Hector, doch das ist die Ausnahme. Bei der Verpflichtung eines Neuzugangs hört man häufig die Floskel des „perfekten nächsten Schritts“, doch nie sagt jemand: „Ich bin am Ziel angekommen. Hier will ich für viele Jahre bleiben.“ Durch die ständigen Umbrüche im Kader stellt sich auch die Frage nach der Identität. Möchte man ein Verein sein, in dem alle zwei Jahre die Hälfte des Kaders ausgetauscht wird. Oder blicken nicht viele Vereine heimlich etwas neidisch auf den SC Freiburg, wo die Konstanz im und um das Team das Wichtigste ist. Zumal der sportliche Erfolg den Breisgauern Recht gibt. Und was passiert eigentlich, wenn die nachrückende Riege an Talenten nicht die Qualität ihrer Vorgänger besitzt, gleichzeitig aber auch ein stabiles Gerüst an Routiniers fehlt?

Viele Vereine haben den Weg des Ausbildungsvereins bereits bestritten. Fakt ist aber auch: Die meisten wollen irgendwann wieder davon wegkommen. Der Wunsch nach Konstanz kehrt ab einem gewissen Punkt immer wieder ein. Nichtsdestotrotz kann es im Moment der richtige Weg für den 1. FC Köln sein, wobei man die Wichtigkeit eines funktionierenden Gerüsts an Spielern nicht außer Acht lassen sollte. Wer hoch bauen möchte, der benötigt ein stabiles Fundament, damit das Konstrukt nicht zusammenbricht.

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Jetzt oder nie – Der verzwickte Poker um Mikey Moore beim 1. FC Köln

Mikey Moore soll auf der Liste der Kölner stehen
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Jetzt oder nie – Der verzwickte Poker um Mikey Moore beim 1. FC Köln

Kommt er oder kommt er nicht? Der Name Mikey Moore ist eine der Konstanten des Kölner Transfersommers. Doch Stand jetzt ist der 19-Jährige nach wie vor Spieler von Tottenham Hotspur. Viel Zeit bleibt nicht mehr und zunächst muss noch ein anderer Spieler den Stein ins Rollen bringen für den 1. FC Köln: Der verzwickte Transfer-Poker um Mikey Moore. Der FC droht, eine einmalige Chance zu verpassen.

Wer wissen möchte, wie verwoben jeder einzelne Spielertransfer mit dem weltweiten Geschehen auf dem Transfermarkt ist, der fragt am besten beim griechischen Traditionsverein PAOK Saloniki nach. Auch der FC hat eine Teilschuld daran, dass die griechischen Fans ihren Shootingstar Giannis Konstantelias an den BVB verloren haben. Wäre Said El Mala zu Schwarzgelb gewechselt, wäre dieser Transfer diesen Sommer wohl nicht passiert. Aber so kommt es eben manchmal: Der erste Dominostein gerät ins Wanken und plötzlich fallen zahllos weitere. Im Moment befindet sich der 1. FC Köln in lauernder Wartestellung, wartend darauf, dass der nächste Stein fällt. Doch so langsam wird die Zeit knapp.

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Am Samstag bestreiten die Tottenham Hotspur ihren Saisonauftakt gegen Brentford. Während die Londoner ordentlich Tiefe auf den Defensivpositionen geschaffen haben, bleibt ein klar kommuniziertes Transferziel bis heute bestehen. Die Lilywhites liebäugeln stark mit einer Verpflichtung des Brasilianers Savinho von Manchester City. Obwohl sich Spieler und Verein schon länger einig sein sollen, hakt der Transfer noch. Ein weiterer Name, der in Verbindung mit den Spurs fiel, ist Cody Gakpo vom FC Liverpool. Dabei wird eines deutlich: Tottenham will einen Statement-Transfer auf dem Flügel tätigen. Dass dieser aber auch tatsächlich gelingt, ist alles andere als sicher. Ein Neuzugang müsste bis Freitag registriert werden, um gegen Brentford auflaufen zu dürfen. Sollte das nicht gelingen, stehen die Chancen widerum gut für Mikey Moore. Trainer Roberto de Zerbi will Moore nicht abgeben, solange keine Alternative verpflichtet wurde. Kein Savinho für Tottenham bedeutet auch: Kein Moore für Köln.

Moore wittert seine Chance

Dabei ist der 19-Jährige für die Nordlondoner keine Notlösung. Seine Qualitäten stellte der Flügelspieler erst kürzlich beim Testspiel gegen die TSG Hoffenheim unter Beweis, als ihm zwei Tore gelangen. Überdies ein Beweis für die Positionsflexibilität des Youngsters, denn dort lief er auf dem rechten Flügel auf, während er sonst bevorzugt über die linke Seite attackiert. Von besagtem linkem Flügel zerlegte der Rechtsfuß in der Vorsaison bereits die ein oder andere Abwehrkette. Auf Leihbasis spielte Moore für den 55-maligen schottischen Meister, die Glasgow-Rangers. Aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen erhielt er den „PFA Scotland Men’s Young Player of the Year Award“, wurde zum besten jungen Spieler der Saison gekürt.

Mikey Moore ist ein Talent der obersten Riege. In der Saisonvorbereitung bei den Spurs überzeugte er auf ganzer Linie und darf sich daher realistische Chancen auf Einsatzzeiten in der kommenden Saison machen. Die Verpflichtung eines Statement-Transfers würde diese erheblich einschränken, womit er beim FC deutlich mehr Gelegenheit bekommen könnte, sich zu präsentieren. Es ist von einer einjährigen Leihe ohne Kaufoption die Rede. Klassischerweise ein eher unattraktives Modell für den aufnehmenden Klub, da kaum eine Chance auf einen Verbleib über diese eine Saison hinaus besteht. Warum es sich dennoch als gewinnbringend herausstellen könnte, beweist ein Blick in den Norden Deutschlands.

Wird Moore der kölsche Vuskovic?

Es ist nicht lange her, da begeisterte ein Teenager die Fans in ganz Deutschland. Luka Vuskovic marschierte kurz vor Saisonbeginn in die Mannschaft des HSV und spielte mit der Autorität eines Spielers, dem nichts und niemand etwas anhaben kann. Ob der Junge bereit für den Profifußball in einer Top-Fünf-Liga war, fragt man wohl besser all die Routiniers, die am kroatischen Felsen abgeprallt sind. Binnen einer Saison wurde Vuskovic Publikumsliebling, Leader und unverzichtbarer Leistungsträger. Ob die Rothosen auch ohne den Kroaten die Klasse gehalten hätten? Fraglich. Schnell wurde auch allen klar: Der ist zu gut für den HSV. Eine feste Verpflichtung war faktisch unmöglich. In diesem Sommer erfolgte der Wechsel für 60 Millionen nach Brighton.

Mikey Moore könnte sich als ebenso erfolgreiche Verpflichtung für die Kölner herausstellen. Die TSG Hoffenheim, eine der besten Mannschaften der vergangenen Bundesliga-Saison und Auftaktgegner der neuen Saison, durfte bereits eine Geschmacksprobe des U19-Nationalspielers kosten. Im Team von René Wagner wäre Moore neben El Mala der nächste Unterschiedsspieler. Einer, der den Verlauf der Saison maßgeblich mitbestimmen könnte. Und jemand, der sich als Anekdote in die Liste der großartigen Spieler in der Geschichte des 1. FC Köln eintragen könnte, so wie auch Vuskovic beim Hamburger SV.

Trotz der unübersehbaren Differenzen der Spielerprofile, liegen die Parallelen zwischen Vuskovic und Moore auf der Hand. Beide sind oder waren Spieler der Tottenham Hotspur. Beide sind absolute Ausnahmetalente. Und beide sind definitiv für mehr bestimmt. Für den HSV gab es nur dieses eine Zeitfenster, einen Spieler dieses Kalibers verpflichten zu können. Sollte Moore nicht diesen Sommer zum FC wechseln, sondern sich anderswo beweisen dürfen, so gilt genau dasselbe. Nach dieser Saison dürfte der Spieler zu groß für den 1. FC Köln sein. Es heißt ganz klar: Jetzt oder nie.


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Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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Harter Arbeiter und „Strafraumräuber“ Thijs Dallinga – Die Marktmöglichkeit, die der FC nutzen musste

Thijs Dallinga soll beim FC auf der Liste stehen
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Harter Arbeiter und „Strafraumräuber“ Thijs Dallinga – Die Marktmöglichkeit, die der FC nutzen musste

Mit Thijs Dallinga hat sich dem FC nun eine Marktgelegenheit geboten, die sich als absoluter Transfercoup herausstellen könnte. Denn der 26-Jährige hat in seiner Karriere schon einige Eigenschaften gezeigt, die ihn sehr spannend machen für den 1. FC Köln: Das ist Thijs Dallinga.

Vor einer Woche ploppten die Gerüchte das erste Mal auf, schon kurz darauf verdichteten sich die Anzeichen und nun ist es offiziell. Thijs Dallinga verstärkt den FC. Damit bekommen die Geißböcke einen Stürmer, der sich in seiner Karriere schon einiges erarbeitet hat.

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Neben vielen Talenten, die heutzutage bereits in jungen Jahren auf den größten Bühnen des Weltfußballs auftauchen, gibt es auch diejenigen, die sich durch harte Arbeit Schritt für Schritt ihre Sporen verdienen. Thijs Dallinga galt laut niederländischen Medien in seinen ersten Jahren nicht gerade als absoluter Ausnahmekönner, doch der junge Niederländer machte das durch seinen Arbeitseifer wett. Dadurch gelang ihm der Durchbruch in der zweithöchsten niederländischen Spielklasse, bei Excelsior. Dallinga erzielte 36 Tore und legte neun weitere vor, womit er maßgeblich zum Aufstieg in die Eredevise beitrug. Danach ging es für ihn in die Ligue 1 zum FC Toulouse, wo er seinen Torriecher unter Beweis stellen konnte und 37 Tore sowie acht Vorlagen in zwei Spielzeiten verbuchte. Dabei halfen ihm einige Eigenschaften, die sein ehemaliger Jugendtrainer Be de Jonge 2024 im Interview mit „Tutto Bologna Web“ besonders betonte. Dallinga sei sehr lernbegierig sowie bescheiden und bodenständig.

„Strafraumräuber“ Dallinga

Werte, die auf all seinen Stationen angepriesen wurden. Sobald ein Spieler zu einem neuen Club wechselt, liest man oft positive Worte seitens des aufnehmenden Vereins. Viel aussagekräftiger sind jedoch die Worte des abgebenden Vereins. Dallingas Ex-Verein Toulouse spricht in den höchsten Tönen vom Mittelstürmer, lobt insbesondere dessen Engagement und Professionalität. Und auch Riccardo Orsolini, Mitspieler bei Bologna, hob gegenüber „Bologna Sport News“ vor allem den Lern- und Arbeitswillen des Niederländers hervor. Gleichzeitig bezeichnet er ihn als „rapace d’area“, einen „Strafraumräuber“.

Spannenderweise wurde der Angreifer in seiner Zeit bei Toulouse in einem Interview mit dem Medienteam der Ligue 1 nach seiner Vorstellung eines perfekten Stürmers gefragt. Laut Dallinga müsse er sich mit Ball am Fuß wohlfühlen und in der Lage sein, am Spiel seiner Mannschaft teilzunehmen. Des Weiteren sollte er auch in der Lage sein, hinter der gegnerischen Abwehr in die Tiefe zu gelangen. Ständig müsse er die Aufmerksamkeit der Verteidiger beanspruchen. Kurz gesagt: Ein Angreifer, der ein bisschen alles kann. Sein Vorbild sei diesbezüglich Erling Haaland. Auf die Rückfrage, was ihm selbst noch zu diesem Spielertyp fehle, zeigte sich der 26-Jährige selbstkritisch. Er wolle noch besser in der Luft werden, zudem aggressiver in den direkten Duellen.

Kein Erfolg bei Bologna

Diesen Spielertyp, der alles ein bisschen kann, hat man sich in Bologna von ihm erhofft. Im Sommer 2024 hinterließ Joshua Zirkzee dort mit seinem Wechsel zu Manchester United eine klaffende Lücke. Der Landsmann von Dallinga schaltete sich unter Thiago Motta extrem häufig in den Spielaufbau ein, eine große Stärke von ihm. Diese hoffte man mit dem Transfer von Dallinga aufzufangen. Hier zeigt sich jedoch, dass die Bezeichnung als „Strafraumräuber“ durch seinen Teamkollegen Orsolini auch ein Problem mit sich bringt.

Denn es stellte sich nach kurzer Zeit in Bologna heraus, dass der Stürmer den mitspielenden Part des abgewanderten Zirkzee nicht auf einem ähnlichen Niveau ausfüllen konnte. In der anspruchsvollen Spielweise von Thiago Motta sowie später Vincenzo Italiano konnte der Stürmer nicht wie erhofft glänzen. Zudem spielte im Verein ein weiterer vielversprechender Mittelstürmer. Es dauerte nicht lange, bis Konkurrent Santiago Castro den Stammplatz für sich gewinnen konnte. Der junge Argentinier entwickelte sich bemerkenswert gut. So gut, dass in diesem Sommer der teure Wechsel zur AS Roma folgte. Im Gegenzug sicherten sich die Italiener leihweise die Dienste von Rom-Stürmer Artem Dovbyk – folglich ist erneut kein Platz für Dallinga.

Beim FC zurück zur alten Stärke?

Es ist jedoch keine Schande, nicht die Spielmacher-Fähigkeiten eines Joshua Zirkzee zu besitzen. Dagegen verfügt „Strafraumräuber“ Dallinga über die Fähigkeit, Tore mit dem ersten Kontakt zu erzielen. Im Interview mit Ligue 1 äußerte er sich, übersetzt ins Deutsche, so dazu: „Es ist nicht etwas, das ich explizit suche, aber es ist der schnellste Weg, eine Aktion zu beenden. Es lässt den Verteidigern oder dem Torhüter wenig Zeit, um zu antizipieren. Es ist schwieriger für sie.“

Unter dem Strich ergibt sich das Bild eines vielversprechenden Torjägers, der seine Treffsicherheit schon vermehrt unter Beweis gestellt hat. Bei Bologna scheiterte Dallinga an den hohen Anforderungen bezüglich der Einbindung ins Kombinationsspiel und sah sich gleichzeitig mit einem hochveranlagten Konkurrenten konfrontiert. Beim 1. FC Köln hingegen wird wohl nicht zu erwarten sein, dass der Mittelstürmer allzu viele Aufgaben im Aufbau übernehmen muss. Substrahiert man diesen Punkt von den Anforderungen an Dallinga, so könnte sich der Niederländer als potente Option für den Sturm erweisen, zumal Ragnar Ache in der Vergangenheit öfter mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Das Modell einer Leihe mit Kaufoption minimiert außerdem das Risiko des Transfers, was Dallinga zu einer Marktmöglichkeit macht, die der FC kaum ausschlagen kann. Und sollte es Dallinga gelingen, an seine erfolgreichen Saisons anzuschließen, so könnten sich bald viele Vereine fragen: Warum haben wir den eigentlich nicht geholt?

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>> Ragnar Ache im Interview

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Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Gibt es aktuell realistische Transfergerüchte beim 1. FC Köln?

Vor allem ein Wechsel von Mikey Moore erscheint aktuell sehr wahrscheinlich. Spieler und Verein sollen sich einig sein. Allerdings hält man in Tottenham große Stücke auf den Spieler. Trainer Roberto di Zerbi trifft offenbar die finale Entscheidung. Zudem werden nach wie vor Ellyes Skhiri und Rani Khedira für die Position auf der Sechs genannt. Und auch Marcel Regula könnte eine Option werden,


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Die Hoffnung auf den Anruf – Diese FC-Spieler könnten von einer Berufung in die deutsche Nationalmannschaft träumen

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Die Hoffnung auf den Anruf – Diese FC-Spieler könnten von einer Berufung in die deutsche Nationalmannschaft träumen

Vielleicht gibt es durch den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp auch einen Motivationsschub für mögliche Nationalspieler beim 1. FC Köln: Werden diese Geißböcke für die DFB-Elf interessant?

Jürgen Klopp hat unlängst das Zepter bei der deutschen Nationalmannschaft übernommen. Im ersten Interview sprach er von 57 Namen, die auf einer erweiterten Liste stehen sollen. Welche Spieler sich auf dieser Liste wiederfinden, ist Inhalt zahlreicher Spekulationen. Einige Profis werden mit Sicherheit besonders motiviert in die neue Saison starten.

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Ein neuer Trainer ist immer auch ein Neuanfang, der viele Chancen birgt. Chancen für Spieler, sich zu beweisen und einen Platz in einem der Lehrgänge zu ergattern. Dabei ist es ein bekanntes Stilmittel neuer Nationaltrainer, kürzlich erbrachte Leistungen sowie formstarke Spieler zu honorieren, um das Leistungsprinzip zu betonen. Demnach kommt es vor allem zu Beginn einer Amtszeit oft zu Nominierungen, die im Nachhinein Stirnrunzeln und Verwunderung auslösen. Eine Nominierung, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in diese Kategorie fallen wird, ist die von Said El Mala. Sein Engagement in der Nationalmannschaft scheint nur eine Frage der Zeit zu sein und diese Zeit wird sehr bald kommen.

Das sportliche Bewerbungsschreiben des Flügelspielers aus der Vorsaison hätte in den Augen vieler bereits mit einem Ticket zur Weltmeisterschaft belohnt werden sollen, wurde es aber nicht. Ein Politikum, das schon im Vorfeld des Turniers die Kredibilität von Ex-Trainer Julian Nagelsmann in Frage stellte, welcher selbst lange Zeit das Leistungsprinzip propagiert hatte. Auch deshalb wird Jürgen Klopp nicht in Kauf nehmen, den 19-Jährigen außen vor zu lassen, zu groß wäre der Aufschrei der Nation.

Konstanz zwischen den Pfosten – darf sich Marvin Schwäbe Hoffnungen machen?

Nun ist es endgültig vorbei. Die Ära von Manuel Neuer wird als eine der größten jemals in die Nationalmannschaftsgeschichte eingehen, wurde aber wahrscheinlich mit dem Auftritt bei der jüngsten Weltmeisterschaft überreizt. In seinem Schatten wird beim FC Bayern bereits Jonas Urbig herangeführt, der mit jedem Tag beim Rekordmeister sichtlich wächst und dem fünfmaligem Welttorhüter spielerisch gefühlt immer ähnlicher wird. Der 22-Jährige ist die naheliegende Wahl, wenn es um die Nachfolge beim DFB geht, aber auch ein Noah Atubolu wird ein Wörtchen mitzureden haben. Dass Marvin Schwäbe sich keine Hoffnungen auf den Stammplatz im Tor der Nationalmannschaft machen wird, ist klar. Allerdings werden, wie in jedem Verein auch, stets mehrere Torhüter in einem Kader benötigt. Doch was ist das typische Anforderungsprofil an eine Nummer drei? Ein erfahrener, souveräner Torwart, der das Niveau im Training hochhält und ohne große Formschwankungen sein Spiel aufziehen kann, sollte er einmal gebraucht werden.

Ein Spieler, der seine Persönlichkeit im Dienst der Mannschaft zurückstellen kann und keine schlechte Stimmung verbreitet, wenn er nicht spielt. Liest man diese Jobbeschreibung, ist der Name Marvin Schwäbe plötzlich nicht mehr so abwegig. Mit inzwischen 31 Jahren verfügt der Keeper über eine Menge Erfahrung und steht für die Konstanz im Kölner Kasten. Bereits zur Amtszeit von Hansi Flick soll sich Schwäbe im Dunstkreis der Nationalmannschaft befunden haben. Zudem hat der Kölner Kapitän bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er die Rolle im Hintergund bekleiden kann. In der Zweitliga-Saison setzte man beim FC zunächst auf Juwel Jonas Urbig, Schwäbe musste sich hintanstellen. Er akzeptierte seine Rolle und blieb. Als er schließlich gebraucht wurde, war er sofort zur Stelle und lieferte prompt wieder die gewohnte Konstanz. Sollte Schwäbe seine Chance beim DFB erhalten und als Nummer drei überzeugen, könnte durchaus ein Kaderplatz für die Europameisterschaft 2028 möglich sein.

Ragnar Ache und die kollektive Sehnsucht nach einem Neuner

Viele haben es versucht, so ganz zufrieden wurde man nie. Deutschland sucht seinen Neuner – und das schon seit Jahren. Einen klassischen Stürmer, der das Zentrum hält, Bälle festmachen und verteilen kann und die meisten der Angriffe abschließen soll. Zuletzt sah man beim DFB bevorzugt Kai Havertz in der zentralen Rolle, einen fluiden und versatilen Offensivspieler. Trotzdem blieb immer das latente Gefühl, dass etwas fehle. Eine Körperlichkeit, eine Präsenz. Die deutsche Suche nach diesem Spieler kanalysierte sich in Spielern wie Niclas Füllkrug, Tim Kleindienst oder Nick Woltemade. Während die ersten beiden stark von Verletzungen zurückgehalten wurden, läuft der Newcastle-Stürmer seit geraumer Zeit seiner Form hinterher. Ein Kapitel, oder eher eine Anekdote, die oft vergessen wird, ereignete sich im Oktober 2023. Julian Nagelsmann sondierte das deutsche Stürmer-Sortiment und stieß auf einen bulligen Neuner von 1,85 Metern Körpergröße. Das Bewerbungsschreiben umfasste vier Tore in den ersten beiden Bundesligaspielen für Union Berlin.

So kam es tatsächlich dazu, dass Kevin Behrens mit 32 Jahren sein Debut für die deutsche Nationalmannschaft gab, geboren aus der Sehnsucht nach einem klassischen Neuner. Einen solchen hatte auch der FC in der abgelaufenen Saison. Ragnar Ache ist eine physische Bedrohung für jede Abwehrreihe. Der bullige Stürmer wirkt auf dem Spielfeld größer als er ist, nicht zuletzt aufgrund seiner Sprungkraft, welche ihn zu einem exzellenten Kopfballspieler macht. Seine außergewöhnliche Athletik kann spätestens nach seinem Fallrückzieher-Tor, welches zum Tor des Jahres in der Bundesliga gekürt wurde, niemand mehr infrage stellen. Außerdem kann der 28-Jährige durch seine Physis Bälle festmachen und mit seinem Körper abschirmen.

Fragezeichen bei Ache

Die gute Synergie mit Said El Mala ist kein Zufall, der Stürmer setzt seine Nebenleute immer wieder herausragend in Szene. Was sich wie das Profil eines Topstürmers liest, wurde jedoch Zeit seiner Karriere immer wieder von Verletzungen ausgebremst. Die Verfügbarkeit ist das größte Fragezeichen hinter dem Angreifer. Vielleicht sind die Chancen auf eine Nominierung für den DFB minimal, doch auch bei einem Niclas Füllkrug glaubte man die längste Zeit nicht an den letzten Schritt, den er schließlich machte. Daher heißt es für Ragnar Ache: Ranhalten, abliefern und hoffen, dass das Telefon klingelt.


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Neue England-Connection: Jahmai Simpson-Pusey avanciert vom Türsteher zum Türöffner

Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey kennen sich schon aus Manchester
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Neue England-Connection: Jahmai Simpson-Pusey avanciert vom Türsteher zum Türöffner

Im vergangenen Winter wechselte Jahmai Simpson-Pusey von Manchester City in die Domstadt. Dort wurde er direkt unverzichtbarer Bestandteil der Abwehr, war vom ersten Spiel an gesetzt. Mit Reigan Heskey hat man kürzlich erneut einen Spieler aus dem City-Nachwuchs verpflichtet. Das steckt hinter der Transfer-Strategie des 1. FC Köln.

Der FC setzt auch in dieser Saison auf ein junges Talent von der Insel. Nach dem erfolgreichen Transfer von Jahmai Simpson-Pusey kommt nun ein Weggefährte des Engländers zum 1. FC Köln. Und das hängt wohl auch mit dem Erfolg von JSP zusammen.

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Wenn man in Aktien investiert und innerhalb von wenigen Monaten eine Wertsteigerung von 50 Prozent erlangt, hat man einen absoluten Volltreffer gelandet. Genau das passierte dem 1. FC Köln mit der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey. Als Thomas Kessler den 20-Jährigen in der abgelaufenen Wintertransferphase an den Rhein lotste, kannte den Spieler noch kaum einer. Dank starker Eindrücke in der Rückrunde verpflichteten die Kölner „JSP“ für rund sechs Millionen Euro fest und der Marktwert beläuft sich inzwischen auf neun Millionen Euro. Der Engländer zeichnet sich durch eine starke Zweikampfquote sowie eine sehr gute Passqualität aus. Nicht zuletzt aufgrund des langfristigen Ausfalls von Timo Hübers wird Simpson-Pusey möglicherweise auch in der kommenden Spielzeit unverzichtbar im Defensivkonstrukt der Kölner sein. Sollte der 20-Jährige seine Leistungen weiter steigern können und von Verletzungen verschont bleiben, so ist ein gewinnbringender Weiterverkauf so gut wie sicher.

Deal könnte teurer werden als gedacht

Ein lukratives Geschäft für den FC. Und die Kölner sind durch Simpson-Pusey offenbar auf den Geschmack gekommen. Denn mit Reigan Heskey wurde bereits der nächste vielversprechende Absolvent der Manchester-City-Ausbildung unter Vertrag genommen. Der Linksaußen legte in der U18 Premier League beeindruckende Zahlen auf, sammelte 27 Scorer in 26 Partien. „Wir sind brutal froh, dass sich Reigan für uns entschieden hat. Wir waren nicht die einzigen, die ihn gerne da gehabt hätten. Jetzt haben wir ihn.“, freut sich sein neuer Trainer René Wagner. „Ich glaube, er ist auf seiner Position europaweit eins der größten Talente.“ Um dieses Talent unter Vertrag zu nehmen, wurde ein kompliziertes Ablösekonstrukt ausgearbeitet. Wie der vereinsnahe Journalist Simon Bajkowski auf der Plattform X schreibt, beginne die Ablösesumme bei 2,4 Millionen Euro, könne aber bis auf acht Millionen ansteigen.

Des Weiteren soll City eine Weiterverkaufsbeteiligung besitzen, eine Rückkaufoption und ein Vorkaufsrecht. Alles in allem hat Manchester City also sehr viel Einfluss, was die Zukunft des 18-jährigen Top-Talents betrifft. Außerdem könnte der Transfer die Kölner bei entsprechend zu leistenden Zusatzzahlungen teuer zu stehen kommen. Doch dieser Teil des Deals beinhaltet nun einmal den anderen. Den, der eine Verpflichtung von Heskey überhaupt erst möglich gemacht hat. Denn der Transfer des Youngsters ist international wahrgenommen worden. Heskey stand in zahlreichen Notizbüchern. Genauso wie zuvor Simpson-Pusey, auch, wenn dieser eine schwierige Halbserie bei Celtic gespielt hatte. Es ist davon auszugehen, dass das Vertragskonstrukt, das der FC mit ManCity zum Kauf des Innenverteidigers abgeschlossen hat, eine ähnliche Tiefe hat. So könnte „JSP“ vielleicht sogar so etwas wie der Türöffner gewesen sein.

Die Gefahr des englischen Marktes

Möglicherweise eben über diesen Deal hinaus. Denn ein Talent des Kalibers Heskey ist für den 1. FC Köln nicht anders zu bekommen. Schließlich ist der Verein nicht der einzige in der Bundesliga, der vermehrt Spieler im englischen Nachwuchssystem unter die Lupe nimmt. Dadurch steigt der Wettbewerb und somit schlussendlich natürlich auch der Preis. Sind diese Talente erst einmal im Profibereich und auf den Radars der internationalen Schwergewichte angekommen, sehen die Aussichten für die Kölner schlecht aus. Daher muss man aus Vereinssicht ein entscheidendes Risiko eingehen: Der FC muss diese Talente unter Vertrag nehmen, noch bevor sie sich auf der größten Bühne beweisen konnten. Andernfalls sind die Spieler bereits zu teuer und nicht mehr zu bekommen. Damit steigt aber auch die Gefahr, dass ein Spieler floppt. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Wenn es gut geht, winkt am Ende eine enorme Wertsteigerung, wie die Personalie Simpson-Pusey zeigt. Kann der Spieler aber nicht überzeugen und sinkt folgerichtig im Wert, wurden viele Millionen in den Sand gesetzt.

Der 1. FC Köln sollte sich keinesfalls ausschließlich auf den englischen Markt fokussieren. Dieser ist teuer und es mischen zu viele Vereine mit. Zudem ist es nahezu unmöglich, langfristig für Kontinuität im Kader zu sorgen, wenn die Talente den FC nur als Zwischenschritt sehen und sich nach ein bis zwei Saisons wieder verabschieden. Klar ist jedoch auch, dass die Verpflichtung eines Talents wie Reigan Heskey eine Art Statement-Transfer darstellt. Geht die Rechnung auf, winkt auch hier ein finanzieller Gewinn. Wichtig wird es nur sein, für Balance in den Transferentscheidungen zu sorgen und sich nicht abhängig vom englischen Markt zu machen. Denn dort bewegt man sich in finanziellen Gefilden, wo man als FC nicht mitspielen kann.


Wackelkandidaten beim FC – Müssen diese Spieler um Einsatzzeit bangen?

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Wackelkandidaten beim FC – Müssen diese Spieler um Einsatzzeit bangen?

Durch vollzogene und anstehende Transfers verschiebt sich das Kräfteverhältnis im Kader – wer setzt sich durch, wer droht auf der Strecke zu bleiben beim 1. FC Köln: Müssen diese Spieler um ihre Zukunft bangen?

Ein paar Neue sind schon da, weitere sollen folgen. Konkurrenzkampf bringt bekannterweise Leben in einen Kader, Fakt ist jedoch: Am Ende können nur elf Akteure zugleich auf dem Platz stehen. Für den ein oder anderen Spieler könnte die Spielzeit in der kommenden Saison Mangelware sein.

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Wir befinden uns nun noch gut drei Wochen vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison. Es ist viel passiert rund um den Kader des 1. FC Köln, vor allem auf der Abgangsseite. Zwölf Akteure haben die Ausfahrt in diesem Sommer bereits genommen, bei weiteren liegt ein Abgang in der Luft. Doch auch auf der Zugangsseite blieb man nicht untätig, obwohl es nach wie vor einige Baustellen im Kader zu schließen gilt. Auf anderen Positionen ist man dagegen breit aufgestellt, eventuell sogar zu breit. Besonders in der Innenverteidigung und auf den Offensivpositionen scheint die Luft für einige Akteure dünn zu werden.

Starke Konkurrenz: Kann sich Julian Pauli durchsetzen?

In der Zweitliga-Saison 2024/25 stand der FC vor einer besonderen Aufgabe. Aufgrund der Transfersperre sah sich der 1. FC Köln fast schon gezwungen, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Und die Rechnung ging nahezu perfekt auf. Neben Spielern wie Damion Downs oder Tim Lemperle konnte vor allem Julian Pauli die Bühne für sich nutzen und spielte eine wichtige Rolle im Kölner Defensivverbund. Dann kostete eine Verletzung den heute 21-Jährigen bedauerlicherweise fast die komplette Rückrunde. Im Sommer des vergangenen Jahres folgte der Wechsel auf Leihbasis zu Dynamo Dresden. Dort überzeugte Pauli vor allem in den Defensivstatistiken und spielte eine gute Saison beim Zweitligisten. Zurück bei den Geißböcken sieht sich der Innenverteidiger nun jedoch mit reichlich Konkurrenz um seinen Platz konfrontiert.

Neuzugang Luka Lochoshvili ist ein echter Leader und hinterließ in seiner kurzen Zeit bereits positive Eindrücke. Nicht zuletzt ist der Georgier eine Macht im Kopfballspiel, eine dezidierte Schwäche von Julian Pauli. Des Weiteren dürfte Jahmai Simpson-Pusey zu Saisonbeginn gesetzt sein. Aber auch Joel Schmied und Rav van den Berg gehen mit Ansprüchen in die neue Saison. Schmied stach im Trainingslager durch seine Führungsstärke und Mentalität heraus. Der Schweizer liefert René Wagner stets eine solide Option, ohne dabei große Formschwankungen aufzuweisen. Rav van den Berg blickt hingegen auf eine eher durchwachsene Vorsaison zurück. Mit seinen erst 22 Jahren ist der Niederländer aber noch äußerst jung, das Potenzial ist gewaltig. Sicherlich wird er nochmal richtig angreifen wollen, um allen zu zeigen, was wirklich in ihm steckt. All dies sind ernüchternde Aussichten für Julian Pauli, der aber selbstverständlich auch klare Stärken mitbringt. Es bleibt allerdings fraglich, ob er beim FC viel Zeit haben wird, diese zu präsentieren. Vielleicht wäre eine erneute Leihe nicht die schlechteste Idee. Mit viel Spielzeit könnte der Innenverteidiger nochmals einen gewaltigen Sprung machen und an seinen Schwächen arbeiten, womit er in Zukunft eine gute Option für die Kölner sein kann.

Neue Chancen für Linton Maina und Jan Thielmann

Ein gewaltiger Sprung ist bei Linton Maina wohl eher nicht mehr zu erwarten. Inzwischen ist ziemlich bekannt, wo die Stärken und Schwächen des gebürtigen Berliners liegen. Seine hohe Geschwindigkeit betitelte Lukas Kwasniok in der Vorsaison als große Waffe, womit er zweifelsohne richtig liegt. Allerdings durfte sich der Flügelspieler in der Vorsaison die meiste Zeit nur als Joker präsentieren, der Output ließ dabei zu Wünschen übrig. Zudem dürfte der 27-Jährige selbst nicht zufrieden mit der Rolle des Einwechselspielers sein, war er in der Aufstiegssaison doch elementarer Leistungsträger. Zu seinem persönlichen Pech spielten in der abgelaufenen Saison sowohl Jakub Kaminski als auch Said El Mala individuell groß auf, womit wenig Platz für Maina blieb.

Auch in diesem Sommer verpflichtete der FC mit Reigan Heskey einen Spieler, dem Jahmai Simpson-Pusey schon jetzt eine starke Debütsaison prophezeit hat. Mit Jan Thielmann befindet sich ebenfalls noch ein Spieler im Kader, der um seine Einsatzzeit bangen könnte. Das Kölner Eigengewächs ist jedoch weitaus flexibler einsetzbar als Maina und dürfte in der internen Rotation vor ihm stehen. Somit steht Linton Maina eine weitere Saison im Schatten der Anderen bevor. Sollte das seinen persönlichen Ansprüchen nicht genügen, so gibt es zahlreiche Vereine, denen ein Spieler mit den Qualitäten eines Maina gut zu Gesicht stehen würde.

Luca Waldschmidt unter Zugzwang

Die Hoffnung auf mehr ist sein steter Begleiter. Jeder sieht, was Luca Waldschmidt kann, doch man sieht es zu selten. Nicht konstant genug. Wieder einmal überzeugt der Offensiv-Allrounder in der Vorbereitung, stellt eindeutig seine Qualitäten unter Beweis. Sein großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz in der Offensive besteht in seiner Flexibilität: Ob auf der Zehn, im Sturmzentrum oder über Außen – Luca Waldschmidt kann es spielen. Potenziell. Nach den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung würde es nicht überraschen, sollte der Linksfuß am ersten Spieltag der Bundesliga in der Startelf auftauchen. Dann liegt es jedoch an ihm, diesen Platz zu verteidigen und seinen Wert für die Mannschaft von René Wagner zu beweisen. Sollte ihm das nicht gelingen, könnte es schwierig werden. Der 30-Jährige ist einer der Topverdiener im Verein, wodurch die Geduld mit ihm seitens der Verantwortlichen begrenzt sein dürfte. Auch für ihn heißt es nun: Now or never.


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Der Gamble auf mehr – Warum der FC El Mala auf jeden Fall halten sollte

Said El Mala im Testspiel gegen Hertha BSC
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Der Gamble auf mehr – Warum der FC El Mala auf jeden Fall halten sollte

Der Auftakt der Bundesliga-Saison 2026/27 rückt in greifbare Nähe und zur Überraschung vieler ist einer immer noch da: Said El Mala. Thomas Kessler bleibt bei Angeboten bisher jedoch hart – und das nicht ohne Grund. Said El Mala und der Gamble auf mehr beim 1. FC Köln.

Medienberichten zufolge soll allen voran der BVB starkes Interesse an einer Verpflichtung des 19-Jährigen zeigen, würde sich hierfür finanziell sogar ungewöhnlich weit strecken. Thomas Kessler bleibt bisher jedoch hart – und das nicht ohne Grund: El Mala könnte in naher Zukunft noch deutlich mehr Geld einspielen

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Was lange unmöglich schien, wird mit jedem Tag wahrscheinlicher. Said El Mala könnte tatsächlich eine weitere Spielzeit für den 1. FC Köln auflaufen. Im Trainingslager und in den Testspielen ließ der Kölner Shootingstar keine Zweifel daran aufkommen, dass er mental nach wie vor voll und ganz beim FC ist. So spielte er auch zuletzt im Test gegen die Hertha gewohnt locker auf und konnte seine Qualitäten ins Kölner Spiel einbringen – Qualitäten, die europaweit Begehrlichkeiten wecken. Und dabei geht es nicht nur darum, dass El Mala scheinbar ohne Anlaufschwierigkeiten 18 Scorer in seiner ersten Bundesligasaison aufgelegt hat, nein. Es geht um weitaus mehr.

Bei Said El Mala handelt es sich um die Art Spieler, die stets etwas aus dem Nichts kreieren kann. Die Art Spieler, der du an der Mittellinie den Ball geben kannst und sagen kannst: Mach mal! Said El Mala muss nicht in Szene gesetzt werden, er schafft sich die Szene selbst. Er braucht nicht den perfekten Schnittstellenpass, er tanzt einfach selbst die gesamte Abwehrreihe aus. Durchsetzungsschwierigkeiten gegen gestandene Bundesligaprofis? Keineswegs. Zusätztlich zu seinen 1,87 Metern Körpergröße verfügt El Mala über eine außergewöhnliche Explosivität. Daraus resultiert eine physische Dominanz, die in der Bundesliga ihresgleichen sucht. Doch damit nicht genug. Zu allem Überfluss ist der 19-Jährige auch noch eine gnadenlose Kontermaschine, ein stetiger Gefahrenherd im Umschaltspiel. Findet man bei den allermeisten vergleichbaren Spielern entweder die Stärke im Auflösen von engen Situationen oder die Gefahr in die Tiefe, so vereint El Mala beides – und genau das macht ihn so begehrt.

Das Problem mit den Marktwerten

Zuletzt wurde der Linksaußen konkret mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Diesem scheint er selbst nicht abgeneigt zu sein, bislang sei das Angebot des BVB für die Kölner Verantwortlichen allerdings noch nicht hoch genug. In den Medien geisterte immer wieder die ominöse Summe von 50 Millionen umher. Dabei liegt der Marktwert des 19-Jährigen laut Transfermarkt.de lediglich bei 45 Millionen. Wieso kommt man also zu scheinbar unterschiedlichen Einschätzungen des Spielers und wie funktioniert das überhaupt? Seit 2004 erhebt die Website Transfermarkt.de nun schon die Marktwerte im Profifußball. Dabei liefert diese Zahl eine Einschätzung über den Wert jedes einzelnen Spielers. Da stellt sich unweigerlich die Frage nach der Erhebungsmethode. Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um einen Algorithmus, die Werte werden also nicht nur anhand einheitlicher Kriterien generiert. Transfermarkt.de setzt zur Bestimmung der Marktwerte auch auf die Schwarmintelligenz, also auf die Meinung vieler. Am Ende entscheiden die Administatoren der Seite über den finalen Marktwert. Eine Entscheidung also, die nie ganz objektiv getroffen werden kann und lediglich einen Orientierungswert darstellt.

Das Pokern auf mehr

Zumindest scheint sich Thomas Kessler nicht an diesen Angaben zu den Werten seiner Spieler zu orientieren. Zudem hängt der aufrufbare Preis auch immer davon ab, wie viel jemand anderes zu zahlen bereit ist. Bei einem Interesse aus England könnte die geforderte Ablöse sicherlich noch weitaus höher angesetzt werden. Zum Schluss bleibt die Tatsache, dass Thomas Kessler selbst nie die Summe von 50 Millionen ausgerufen hat. Ab welcher Summe der Geschäftsführer Sport schwach werden würde, bleibt demnach weiterhin fraglich. Sofern man es sich als 1. FC Köln allerdings finanziell erlauben kann, in diesem Sommer auf eine derartige Ablöse zu verzichten, wäre ein Verbleib aus Sicht der Kölner nicht die schlechteste Idee.

Es existieren einige Faktoren, die eine Marktwertsteigerung innerhalb der nächsten Saison wahrscheinlich machen. Zum einen ist da die Spielzeit: Während Lukas Kwasniok El Mala gerne und oft von der Bank gebracht hat, setzt René Wagner voll und ganz auf den Flügelspieler. Mit mehr Einsatzminuten kann der 19-Jährige weitaus mehr von sich zeigen und gegebenenfalls noch mehr Tore und Vorlagen beisteuern als noch in der Vorsaison. Zum anderen ist da die Tatsache, dass mit Jürgen Klopp unlängst ein neuer Mann den Cheftrainerposten der Deutschen Nationalmannschaft übernommen hat. Ein Coach, der auf der ersten Pressekonferenz ankündigte, dass einige Spieler ihre Chancen bekommen werden. Zu diesen wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch Said El Mala zählen, der in den Augen vieler bereits bei der Weltmeisterschaft mit dabei hätte sein sollen. Seinem Marktwert wäre ein Engagement in der Nationalmannschaft sicherlich ebenfalls zuträglich.

Sollte El Mala nun also tatsächlich für eine weitere Saison mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen – und eventuell bald auch mit dem Adler auf der Brust -, so könnten zeitnah auch die größten Vereine der Welt bei Thomas Kessler vorstellig werden. Dann könnten dem 1. FC Köln ganz andere Summen winken.


Der Stratege hinter den Kulissen – Tim Steidtens Arbeit beim 1. FC Köln

Tim Steidten vom 1. FC Köln
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Der Stratege hinter den Kulissen – Tim Steidtens Arbeit beim 1. FC Köln

Im März 2026 gelang den FC-Verantwortlichen ein echt gelungener Startransfer. Dabei handelte es sich jedoch nicht um einen Spieler, sondern um einen Akteur, der hinter den Kulissen agiert. Für die Position des „Direktor Recruiting und Kaderplanung“ verpflichtete man Tim Steidten, der bei seinen ehemaligen Vereinen große Spuren hinterlassen hat. So arbeitet Tim Steidten beim 1. FC Köln.

Noch vor wenigen Monaten war der Name Paul Okon-Engstler den Meisten wohl völlig unbekannt. Inzwischen sorgt der 21-Jährige im Trainingslager der Kölner in Kitzbühel für einen vielversprechenden Eindruck. Doch wie findet man eigentlich einen Spieler, den kaum jemand auf dem Zettel hat? Und noch viel wichtiger: Wer findet einen solchen Spieler?

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In diesem Fall hört dieser Jemand auf den Namen Tim Steidten, ist 47 Jahre alt und bekleidet die Rolle des „Direktor Recruiting und Kaderplanung“ beim 1. FC Köln. „Meine Hauptgebiete sind Scouting und Recruitment, damit bin ich verantwortlich für die Scoutingabteilung und die Kaderzusammenstellung. Wir erarbeiten in enger Abstimmung mit Thomas Kessler und René Wagner Profile für Spieler und machen Vorschläge für den Kader“, sagt Steidten. Dabei ist ihm diese Position keineswegs zugefallen. Schritt für Schritt bewegte er sich durch gute Arbeit auf der Karriereleiter nach oben.

Begonnen hat sein Weg als Nachwuchsscout bei Werder Bremen. Zwischen 2008 und 2019 bekleidete Steidten diverse Rollen bei den Werderanern, wo er maßgeblich an der Verpflichtung von Serge Gnabry sowie der Leihe von Kevin de Bruyne an die Weser beteiligt war. Im Anschluss setzte er seinen Weg als Leiter der Scouting-Abteilung bei Bayer Leverkusen fort. In dieser Rolle versetzte Steidten dem 1. FC Köln mit der Verpflichtung von Florian Wirtz einen Stich ins Herz. Zudem lotste er in seiner anschließenden Rolle als Kaderplaner zahlreiche Spieler zur Werkself, die einen maßgeblichen Anteil an der Double-Saison hatten. 2023 zog es den 47-Jährigen auf die Insel zu West Ham United, wo er unter anderem die Verpflichtung des kolportierten Kölner Wunschtransfers Edson Álvarez eintütete.

Die Schnittstelle zwischen Daten und Menschlichkeit

Nun ist Steidten also beim FC. Hier bringt er seine ganze Expertise ein, um für René Wagner und Thomas Kessler die passenden Puzzleteile für die Lücken im Kader zu finden. „Den Prozess kann man sich folgendermaßen vorstellen: Wir besprechen mit den beiden, wo wollen wir hin, was wollen wir spielen lassen, wie ist unsere Identität? Daraus ergeben sich dann die Profile und Aufgaben für die Scouting-Abteilung“, so Steidten. Doch wie sieht das eigentlich genau aus? Mit Block und Stift auf der Tribüne sitzend, ständig am Pendeln zwischen den Stadien dieser Welt? Das Fixieren auf wenige Zielmärkte? Nun gut, so war das vielleicht früher einmal, jedoch auch nicht überall – die Digitalisierung hat das Geschäft verändert. „Noch vor ein paar Jahren gab es diese Möglichkeit noch nicht. Und man konnte es sich natürlich finanziell nicht erlauben, permanent um die ganze Welt zu fliegen. Aufgrund des Datenscoutings ist es heutzutage möglich, diesen Blick zu haben und dann gezielt Spieler anzuschauen“, so Steidten. Heutzutage dienen moderne Scouting-Tools als starke Verbündete.

„Zu Beginn des Prozesses sprechen wir nur über die Profile, nicht über Namen“

Diese ermöglichen es sogar, nach spezifischen Aktionen gefilterte Videoausschnitte zu Spielern aus aller Welt einzusehen. Ganz bequem vom Büro aus. Doch ein wichtiger Schritt erfolgt noch zuvor: Die Filterung. Im modernen Fußball wird jede Aktion statistisch erfasst. Wirklich jede. Sucht man jetzt also beispielsweise einen Spieler für die linke Außenbahn, der viele erfolgreiche Dribblings ausführt, so filtert man im Datenanbieter seiner Wahl nach diesem Wert, und voilà, erhält die Spieler, die diesem Wert entsprechen. Je enger und spezifischer die Filterung, desto weniger Spieler kommen am Ende in Frage – und desto besser passt ein Spieler ins gesuchte Profil. Diese enge Auswahl an Spielern präsentiert Steidten schlussendlich Cheftrainer René Wagner, allerdings nicht, wie man es erwarten würde.

„Zu Beginn des Prozesses sprechen wir nur über die Profile, nicht über Namen. Das kommt im zweiten Schritt, wenn wir uns konkret mit der Persönlichkeit beschäftigen. Was ist das für ein Typ, was ist das für ein Mensch, passt er charakterlich zu uns?“, erläutert Steidten selbst. So diskutiert man einzig die Spielerprofile und umgeht das Risiko, einen Spieler einzig aufgrund seines großen Namens zu kaufen. Ob und wie ein Transfer letzten Endes zustande kommt, hängt jedoch nicht nur von den analysierten Daten ab. Der Fokus des Kaderplaners liegt hierbei abseits vom Spielfeld. „Die menschliche Komponente ist das Entscheidende. Die Daten können noch so gut sein, wenn das gegenseitige Verständnis nicht passt, gibt es keine Verpflichtung.“

„Wir müssen unsere Nische finden“

In seiner kurzen Amtszeit beim 1. FC Köln konnte Tim Steidten bereits vielversprechende Akteure von einem Wechsel an den Rhein überzeugen. Schon bei seinen vorherigen Stationen war er für datenbasiertes Scouting in internationalen Märkten bekannt. So verfügt Steidten über ein breites Netzwerk, unter anderem in der englischen Premier League. Nicht zuletzt durch seine Zeit bei West Ham United kann der 47-Jährige auf enge Verbindungen zu Beratern und Sportchefs auf der Insel zählen. „Das ist natürlich kein Nachteil. Dadurch, dass ich dort gearbeitet habe, habe ich viele Kontakte und es ist einfacher in Gespräche zu kommen“, so Steidten. „Aber dieser Markt war auch schon vorher ein Thema beim FC, bereits im Winter kam ja zum Beispiel Jahmai.“

Beim Transfer von Offensivtalent Reigan Heskey wird sich das mit Sicherheit auch ausgezahlt haben. Die Verpflichtung des 18-jährigen Briten spiegelt indes eine Kölner Transferstrategie wider: „Wir wollen mit dem FC eine Nische besetzen, da wir bei der Verpflichtung von Spielern in Konkurrenz zu allen anderen Clubs stehen“, erläutert Steidten. „Diese Plattform, in einer der fünf großen Ligen in Europa zu spielen, ist eines der wichtigsten Argumente.“ Unterm Strich dienen diese Transfers langfristig auch als Aushängeschild für die Kölner.

Die Fans können sich mit Sicherheit noch auf viele weitere spannende Transfers unter der Regie des Kaderplaners freuen. Ob Tim Steidten nach Leverkusen noch einem weiteren NRW-Verein zu einer Meisterschaft verhelfen kann? Nun ja, Träumen darf ja erlaubt sein.


Darum würde Marcel Regula zum 1. FC Köln passen

Marcel Regula steht angeblich auf dem Zettel der Geißböcke
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Darum würde Marcel Regula zum 1. FC Köln passen

Der 1. FC Köln soll an einer Verpflichtung des Offensivtalents Marcel Regula interessiert sein. Der 19-jährige Pole ist variabel einsetzbar und aktuell heiß begehrt. Das schlägt sich auch im geforderten Preis nieder: Acht Millionen Euro soll sein Verein Zaglebie Lubin für ihn verlangen. Lohnt sich das für den FC? Darum würde Marcel Regula zum 1. FC Köln passen.

Mit einer möglichen Verpflichtung von Marcel Regula würde der FC erneut in ein junges Talent und somit wohl in die Zukunft investieren. Der Preis ist allerdings durchaus hoch.

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Junge Spieler an den Rhein lotsen, weiterentwickeln und im besten Fall gewinnbringend weiterverkaufen. Dieses Konzept möchten die Geißböcke in Zukunft vermehrt verfolgen. Nun geht es um einen möglichen Transfer von Marcel Regula. Der 19-Jährige steht aktuell bei Zaglebie Lubin in der polnischen Ekstraklasa unter Vertrag. Dort kam er in der vergangenen Saison auf 31 Einsätze, in welchen er fünf Tore erzielte und fünf weitere auflegte. Der Pole ist offensiv variabel einsetzbar, kam in der vergangenen Spielzeit aber meistens auf der rechten Außenbahn zum Zug. In René Wagners System agierten auf der Offensiv-Position bislang meist Jan Thielmann oder Linton Maina. Könnte der Pole zu einer Option werden?

Feuern aus allen Rohren

Die fünf Tore von einem 19-Jährigen kommen aber nicht von ungefähr. Regula schießt viel und gerne auf das gegnerische Gehäuse, im Schnitt waren es in der vergangenen Spielzeit 1,88 Mal pro 90 Minuten. Dabei fällt auf, dass der Flügelspieler verhältnismäßig oft aus der Box den Abschluss sucht. In seiner Altersklasse sind nur zwei Youngster noch Abschlussfreudiger, darunter der mittlerweile bei Porto gelandete Oskar Pietuszewski. An dem Shootingstar waren die Kölner im vergangenen Winter auch interessiert. Jan Thielmann (1,32) und Linton Maina (1,5) fallen im Vergleich deutlich ab – allerdings ist die Ekstraklasa bekanntlich auch ein anderes Pflaster. Regulas Schüsse finden zu knapp 48 Prozent den Weg auf das Tor. Statistisch resultiert aus jedem zehnten Torschuss auch tatsächlich ein Treffer.

Zu den großen Stärken gehört aber zweifelsfrei das Dribbling und die enge Ballführung. So überbrückt der Spieler immer wieder viele Meter im Zentrum, scheint in diesen Situationen nur schwer vom Ball zu trennen zu sein. Regula sucht oft die Eins-gegen-eins-Situation, das direkte Duell. Im Passspiel hat er noch Luft nach oben, die ein 19-jähriges Talent aber auch sicher haben sollte. Regula spielt pro 90 Minuten 14,63 Pässe, von denen rund 65 Prozent ankommen. Allerdings bevorzugt der Youngster dabei den riskanten Pass. Während beispielsweise Thielmann viele lange Pässe mit einer hohen Genauigkeit spielt, fällt Regula in dieser Statistik ab.

Arbeitseifer

Physisch bringt der U21-Nationalspieler eigentlich schon viel mit, Regula lebt im Zweikampf aber eher von seinen Finten, schnellen Bewegungen, seiner Dynamik als vom harten direkten Duell. Die überragende Technik, auch im Tempo, ist auffallend und hilft ihm, dann doch auch als Sieger aus den Duellen hervorzugehen. Zudem ist der Pole hungrig auf Zweikämpfe. Pro 90 Minuten führt er 10,34 offensive Zweikämpfe durch, liegt damit deutlich über dem Schnitt der Spieler auf vergleichbaren Positionen. Er wirft sich in alles und jeden rein. Defensiv sieht man ihn im Vollsprint zurückarbeiten, teilweise bis tief in die eigene Hälfte hinein.

Mit dieser Arbeitsmoral schlägt er aber auch des Öfteren über die Strenge, so begeht er mit 1,92 Fouls pro 90 Minuten überdurchschnittlich viele. Außerdem sah er in der vergangenen Saison eine Rote Karte. Zweifelsohne besitzt der Youngster viel Temperament und spielt mit einer Menge Leidenschaft und Emotionen. Allerdings wirkt der Offensivspieler dabei nicht wie ein übermäßig fleißiger Kaminski, der 19-Jährige übernimmt lieber den kreativen Part, will Fußball spielen, nicht Fußball „leiden“.

Was bleibt, ist der Eindruck eines Spielers, der noch sehr roh ist, aber eben auch eine Menge Potenzial hat. Durch seinen Zug zum Tor wäre er außerdem eine spannende und offensivere Alternative zu den eher passfokussierten Akteuren Thielmann und Maina.

Fazit: Eine Ablöse von acht Millionen Euro ist enorm für einen Spieler, der erst eine volle Saison im Herrenbereich gespielt hat – noch dazu in der polnischen Liga. Seine Werte sind jedoch vielversprechende Indikatoren. Sicherlich wären die kolportierten sechs bis acht Millionen Euro ein riskantes Investment. Aber wie heißt es so treffend: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.


1. FC Köln feiert Kantersieg: Ein Spiel der zwei Halbzeiten beim 8:0 gegen Bergisch Gladbach

Jubel bei den Kölnern nach der frühen Führung
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1. FC Köln feiert Kantersieg: Ein Spiel der zwei Halbzeiten beim 8:0 gegen Bergisch Gladbach

Der 1. FC Köln tut sich im ersten Abschnitt schwer, bringt nach dem Seitenwechsel aber seine Qualität auf den Rasen. Am Ende gewinnen die Kölner souverän. Der 1. FC Köln gewinnt gegen Bergisch Gladbach 8:0. Dabei kehrten Ragnar Ache sowie Rav van den Berg auf den Platz zurück und Neuzugang Luka Lochoshvili gelang bei seinem Debut ein Einstandstor.

Am Donnerstagnachmittag stand der inzwischen fast schon routinemäßige Test gegen Bergisch Gladbach auf dem Programm. Der Regionalligist präsentierte sich im ersten Durchgang wehrhaft, wurde im Laufe der Partie dann aber doch eingeordnet. „Für uns geht es darum, unsere Qualitäten auf dem Platz zu zeigen und auch die bessere Mentalität zu haben“, beteuerte René Wagner vor dem Duell. Das gelang vor allem in einer starken zweiten Halbzeit. Am Ende siegte der 1. FC Köln in der BELKAW-Arena mit 8:0.

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Mit einer guten Nachricht ging es für den FC in die Partie gegen Bergisch Gladbach. Ragnar Ache gab nach überstandener Verletzung sein Startelf-Comeback. Des Weiteren wirbelten in der Offensive Said El Mala und Luca Waldschmidt, welcher an seinen überzeugenden Auftritt gegen Rheinsüd anknüpfen wollte. Angeführt wurde die Mannschaft vom etatmäßigen Captain Marvin Schwäbe. Und der FC legte ohne Umschweife los. In der zweiten Spielminute klingelte es direkt zum ersten Mal. Nach einer explosiven Tempoverschärfung von Said El Mala flankte dieser gefühlvoll auf den Kopf von Luca Waldschmidt, der sich aus fünf Metern nicht zweimal bitten ließ und zum 1:0 einköpfte.

Zähe Halbzeit mit wenig Torgefahr

 Auf Seiten der Geißböcke fiel zu Beginn vor allem die Positionsfreiheit von Jan Thielmann auf, der sich immer wieder zentral anspielbar machte, wodurch Sebastian Sebulonsen über die Außen sehr weit aufrücken konnte. Dieses Stilmittel konnten die Kölner allerdings kaum nutzen. Generell tat man sich im Aufbauspiel überraschend schwer. Fehlpässe und Ungenauigkeiten resultierten mehrmals in guten Kontersituationen für die Heimmannschaft aus Bergisch Gladbach, welche daraus jedoch kein Kapital schlagen konnte. Zur Halbe-Stunden-Marke durfte Ragnar Ache Feierabend machen. Aufgrund der langen Verletzungspause wollte René Wagner kein Risiko bezüglich des 27-Jährigen eingehen und brachte stattdessen Rookie Maik Afri-Akumu. Nachdem lange kaum etwas Erwähnenswertes passierte, erhöhte der FC in der 37. Spielminute auf 2:0. Luca Waldschmidt erhielt einen Ball in die Tiefe und revanchierte sich beim mitgelaufenen Said El Mala. Der hatte aus zentraler Position im Sechzehner keine Schwierigkeiten und schob das Spielgerät souverän ein. Nun wurden die Geißböcke aktiver. Nur wenige Minuten später traf El Mala nach einem herrlichen Schlenzer die Latte. Jahmai Simpson-Pusey entdeckte indes seinen inneren Messi. Filigran tanzte der Innenverteidiger im Strafraum mehrere Gegenspieler aus, versäumte es dann aber, sich zu belohnen. Seinen überhasteten Abschluss parierte Keeper Robin Schulze ohne Probleme. Mit einer zwei-Tore-Führung ging es im Anschluss wie schon im Spiel gegen Rheinsüd in die Kabine.

FC wie ausgewechselt im zweiten Durchgang

Zum zweiten Abschnitt wurde wieder ordentlich durchgewechselt. In der Innenverteidigung gab Rav van den Berg sein Comeback, zudem kam Neuzugang Luka Lochoshvili zu seinem Debut. Die Rotationen zeigten sofort Wirkung, denn der FC wirkte buchstäblich wie ausgewechselt. Es dauerte keine Minute, bis der eingewechselte Youssoupha Niang im Alleingang an der Defensivabteilung des Regionalligisten vorbeimarschierte und die Anzeigetafel auf 3:0 stellte. Nach 52 Minuten zeigte der Georgier Lochoshvili prompt seine Gefahr bei Standards und köpfte einen von Alessio Castro-Montes getretenen Eckball zum 4:0 ein. Nun ging es Schlag auf Schlag. Zwei Minuten später konnte Marius Bülter seine gute Form bestätigen und nach Vorlage von Jonathan Friemel trocken zum 5:0 vollenden. Eine feine Kombination beförderte den Ball in Minute 58 in den Rückraum zu Castro-Montes, der für David Fürst zum 6:0 ablegte. In der Folge schaltete der FC einen Gang zurück, dominierte aber weiterhin die Partie. In der 70. Minute war es dann erneut Youssoupha Niang, der einen Fehler des Torhüters ausnutzte und auf 7:0 erhöhte. Patrik Kristal erkämpfte sich in der 80. Spielminute den Ball im gegnerischen Strafraum und legte quer auf Maik Afri-Akumu. Dieser belohnte sich für eine fleißige Leistung mit dem Treffer zum 8:0.

Am Ende steht ein Auftritt der zwei Halbzeiten. Vielleicht lag es an den schweren Beinen aus den intensiven Trainingstagen, dass der FC in Halbzeit eins kaum ins Spiel fand. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die Kräfte beim Regionalligisten im Laufe des Spiels sichtlich nachgelassen haben. So oder so kann René Wagner vor allem mit der zweiten Halbzeit zufrieden sein. Nun geht es für den 1. FC Köln ins Trainingslager nach Kitzbühel.

HZ1 – 1. FC Köln: Schwäbe – Sebulonsen, Schmied, Simpson-Pusey, Friemel – Irmiev, Johannesson – Thielmann, Waldschmidt, El Mala – Ache
HZ2 – 1. FC Köln: Zieler – Friemel, Lochoshvili, van den Berg, Fürst –  Krauß, Kristal – Afri Akumu, Castro Montes – Niang, Bülter
Tore: 1:0 Waldschmidt (2.), 2:0 El Mala (39.), 3:0, 7:0 Niang (46., 71.), 4:0 Lochoshvili (53.), 5:0 Bülter (55.), 6:0 Fürst (60.), 8:0 Afri Akumu (81.)