Bitterer Dämpfer: Der 1. FC Köln kassiert gegen Frankfurt eine 3:4-Pleite

Marvin Schwäbe enttäuscht, während die Spieler von Frankfurt jubeln
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Bitterer Dämpfer: Der 1. FC Köln kassiert gegen Frankfurt eine 3:4-Pleite

Der FC ist mit einer bitteren Pleite in den letzten Block des Jahres gestartet. Der 1. FC Köln unterliegt Eintracht Frankfurt 3:4 und das trotz früher Führung. Es war erst die zweite Heimniederlage der Geißböcke gegen Frankfurt seit 1994.

Die Kölner haben sich viel für die Begegnung gegen die Hessen vorgenommen, sie wurden unsanft auf den Boden der Tatsachen geholt. Der 1. FC Köln unterliegt Eintracht Frankfurt nach Toren von Jakub Kaminski, Marius Bülter und Luca Waldschmidt sowie Arthur Theate, Mahmoud Daoud und Jonathan Burkardt (2) 3:4.

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Lukas Kwasniok wechselte nach der Länderspielpause im Vergleich zur 1:3-Pleite im Rheinderby auf vier Positionen. Im Offensivbereich rückte Jakub Kaminski für Said El Mala wieder auf die gewohnte linke Offensivschiene. Dafür begann Sebastian Sebulonsen auf der rechten Abwehrseite. Wie angekündigt startete Jan Thielmann nach langer Verletzungspause auf dem rechten Flügel. In der Defensive stellt Kwasniok auf eine Viererkette um. Damit rückte Dominique Heintz für Cenk Özkacar in die Innenverteidigung neben Joel Schmied. Eric Martel begann auf der Sechs. Shootingstar Said-El-Mala übernahm vorerst die Jokerrolle und der in der Woche angeschlagene Marius Bülter nahm zudem vorerst auf der Bank Platz und wurde von Ragnar Ache ersetzt.

Frankfurt bestraft Kölner Fehler

Und das zahlte sich zunächst auch aus: Einen langen Ball von Heintz legte Ache auf Kaminski perfekt zurück. Der polnische Nationalspieler stand völlig frei am Sechzehner und schlenzte zur frühen Führung ein. Der Treffer wurde auf Abseits überprüft und schließlich gegeben. Die Frankfurter bemühten sich zunehmend in ihr Ballbesitzspiel zu finden und drängten den FC in die eigene Hälfte. Doch die Kölner Viererkette zeigte sich unbeeindruckt und sorgte immer wieder mit langen Bällen für schnelle Konter, ohne die ganz große Gefahr zu verursachen. Die beste Chance hatte noch Ache nach einer Ecke (28.). Auf der anderen Seite machte Knauff ordentlich Tempo. Unter anderem brachte Jonathan Burkardt einen Kopfball nach der Hereingabe des Nationalspielers Richtung Winkel, aber Schwäbe war zur Stelle.

Machtlos war der Keeper nach einer Ecke, als Theate beim Kopfball höher als Ache stieg und einnickte (39.). Die Kölner zeigten die richtige Reaktion und wurden nach einer Ecke durch Thielmann gefährlich, doch der Offensivspieler verfehlte das Tor. Kurz vor der Pause bekamen die Geißböcke dann die Quittung für viel zu einfache Ballverluste. So vertändelte Sebulonsen die Kugel, über Umwege kam Fares Chaibi zu Abschluss. Schwäbe parierte unglücklicherweise direkt in den Fuß von Mohammed Dahoud, der seinen ersten Startelfeinsatz nutzte und den Ball nur noch ins Tor schieben musste (45. +6). Nach dem Wechsel hätte Thielmann die Hessen früh schicken können, als er alleine Richtung Tor lief, doch das Kölner Eigengewächs verpasste den richtigen Zeitpunkt, hätte vielleicht auf den mitgeeilten Kristoffer Lund spielen müssen (48.).

Burkardt macht mit Doppelpack alles klar.

Die Eintracht war nun viel griffiger, der FC dagegen viel anfälliger. Chaibi und Burkardt kombinierten sich durch die Kölner Innenverteidigung. Schwäbe konnte den Ball im letzten Moment noch von Chaibis Füßen fischen (51.). Immer wieder beschäftigte die Frankfurter Offensive nun die Kölner Abwehr. Entfaltung gab es nur noch selten. Das hohe Pressing der Gäste bewährte sich. Burkardt leitete sein erstes Tor selbst über einen Seitenwechsel auf den rechts mitgelaufenen Ritsu Doan ein. Der Flügelspieler zog im Eins-gegen-Eins zu leicht an Kristoffer Lund vorbei und flankte auf den ersten Pfosten, wo Burkardt den Ball mit dem ersten Kontakt ins Tor zur 3:1 Führung lenkte (60.). Keine zwei Minuten später nutzten die Frankfurter eiskalt ihre nächste Chance und erhöhten auf 4:1 (63.). Wieder war es Burkardt, der Lund stehen ließ. Die Vorarbeit kam von Ansgar Knauff.

Lukas Kwasniok brachte frische Kräfte. Und Said El Mala fügte sich direkt mit einer starken Aktion ein, doch den Versuch des Kölner Youngsters grätschte Robin Koch im letzten Moment weg. Der FC mühte sich auch weiterhin, doch die ganz großen Ideen hatte die Offensivabteilung nicht mehr. Erst in der Schlussphase wurden die Kölner wieder aktiver und belohnten sich. Der eingewechselte Marius Bülter kam in der Box an den Ball und verkürzte noch einmal. Der FC machte weiter Druck, hatte auch weiterer Chancen. Unter anderem scheiterte der Youngster in der Nachspielzeit am Pfosten. Dann war der eingewechselte Waldschmidt noch einmal nach El-Mala-Flanke per Kopf zur Stelle (90.+3). Beim 3:4 blieb es am Ende. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast bei Werder Bremen (15:30 Uhr, Liveticker aus Bremen bei come-on-fc.com).

1. FC Köln: Schwäbe – Lund, Heintz, Schmied (62. Kainz), Sebulonsen (81. Castro-Montes) – Martel, Huseinbasic (76. Waldschmidt), Johannesson – Kaminski, Thielmann (62. El Mala) – Ache (76. Bülter); Tore: 1:0 Kaminski (4.), 1:1 Theate (39.), 1:2 Dahoud (45.+), 1:3, 1:4 Burkardt (60., 63.), 2:4 Bülter (82.), 3:4 Waldschmidt (90.+3)


Derby-Fieber: Selbst die neuen Spieler des 1. FC Köln sind schon infiziert – das sind die Gründe

Jakub Kaminski erzielte gegen den VfL Wolfsburg den bislang spätesten Bundesliga-Treffer jemals. (Foto: Bucco)
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Derby-Fieber: Selbst die neuen Spieler des 1. FC Köln sind schon infiziert – das sind die Gründe

Seit Tagen fiebern die Fans der Geißböcke und der Fohlen nun dem Rheinischen Derby bereits entgegen. Auch bei den Spielern ist der Wert des Duells ein großer. Und das, obwohl die meisten gar keine ursprüngliche lokale Bindung haben, der FC im Sommer ein neues Gesicht bekommen hat. Darum sind auch die Spieler des 1. FC Köln im Derby-Fieber.

Zwölf neue Spieler hat der FC im Sommer verpflichtet. Aus Köln kommt keiner der Akteure. Ein Großteil hat zuvor noch nie Bundesliga gespielt. Und dennoch ist der Wert des Derbys auch bei diesen Spielern bereits ein großer. Warum das so ist, hat come-on-fc.com mit dem sportpsychologischen Experten Thorsten Loch besprochen. Darum sind auch die Spieler des 1. FC Köln im Derby-Fieber.

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Ein Derby ist kein gewöhnlicher Spieltag. Was für die Fans ein Highlight ist, gehört für die Spieler oft zu einem der emotionalsten, aber gleichzeitig psychisch anspruchsvollsten Spiele der Saison. Wenn der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach aufeinandertreffen, geht es eben nicht nur um die Tabellenkonstellationen oder taktischen Systeme. Es geht sicherlich auch um die Frage, welche Mannschaft mit dem inneren Druck des emotionalen Duells besser umgehen kann. Köln reist mit einem positiven Schwung aus den vergangenen Wochen an, während Gladbach hofft, nach dem 4:0-Erfolg über St. Pauli am vergangenen Wochenende endlich wieder Stabilität zu finden. Doch sobald der Ball am Samstag rollt, verliert die Ausgangslage an Bedeutung. Es beginnt ein Spiel, das nicht nur auf dem Rasen, sondern zu einem großen Teil auch im Kopf entschieden werden kann.

Das Derby beginnt schon lange vor dem Anpfiff

Wie sehr ein Derby einen Spieler mitreißen kann, weiß FC-Spieler Isak Johannesson nur zu gut. Als der Isländer mit Fortuna Düsseldorf in der vergangenen Saison gegen Köln im Zweitligaduell einen Elfmeter zum 1:1 verwandelte, küsste die FC-Neuverpflichtung das Düsseldorfer Wappen vor den Augen der Fortuna-Kurve. Ein kurzer, impulsiver Moment inmitten des Tagesgeschäfts. Ein Ausdruck von Emotionen in einem hitzigen Rheinderby. Der Düsseldorfer Fanblock feierte die Jubelaktion und deutete sie als ein klares Statement für den Verein. Als wenige Monate später aber der Wechsel zum 1. FC Köln feststand, löste genau dieses Bild eine große Kritik und Hate-Welle aus. Johannesson musste selbst erfahren, wie schnell ein Moment kippen kann. Vor dem Rheinischen Derby betonte der Mittelfeldspieler dennoch: „Ich mag diese Art von Spielen.“

Dass ein Derby eine andere Energie trägt, lässt sich nicht allein mit Stimmung oder Tradition erklären. Es ist auch ein psychologisches Phänomen, das auch und vor allem mit Identität zusammenhängt. Und das eben nicht nur bei den Fans. „Derbys sind in psychologischer Hinsicht ein ganz eigenes Phänomen. Sie wirken wie ein Brennglas für Emotionen – nicht nur auf den Rängen, sondern auch auf dem Platz“, sagt der sportpsychologische Experte Thorsten Loch. „Selbst Spieler ohne lokalen Bezug können sich davon stark beeinflussen lassen, weil in einem Derby mehrere tiefliegende psychologische Mechanismen zusammenkommen.“ So spiele laut Loch unter anderem die soziale Identifikation eine Rolle. „Wer über Wochen und Monate Teil einer Mannschaft ist, übernimmt automatisch deren Werte, Rituale und Sprache. Das Team wird zur Bezugsgruppe, man definiert sich über das gemeinsame „Wir“. In der Sozialpsychologie spricht man hier von sozialer Identität.“ 

Was macht das mit den Spielern?

Dementsprechend werden auch die Neuverpflichtungen am Samstagabend in den ganzen Genuss des Derbys kommen. Und tun das auch schon im Voraus. Denn die Emotionen laden sich schon Tage vor dem Spiel auf. Und das durch die kulturelle und emotionale Energie, die in den Tagen zuvor in den Medien, unter den Fans und im Umfeld der Teams entsteht. Die Atmosphäre eines Derbys wächst, bevor es überhaupt angepfiffen wird. „Ein Derby ist kein normales Ligaspiel – medial, sozial und emotional wird es aufgeladen. Spieler erleben es daher als besondere Herausforderung. Diese Wahrnehmung kann leistungssteigernd wirken, aber auch zusätzlichen Druck erzeugen – je nach individueller Coping-Strategie und Persönlichkeit“, sagt Loch.

Es ist genau diese Balance, die Derbys so sensibel macht. Es kann anheizen, aber auch lähmen. Mannschaften, die sich in den ersten Minuten zu sehr von der Stimmung mitreißen lassen, verlieren mitunter die Struktur. Mannschaften, die zu abwartend beginnen, verlieren möglicherweise den emotionalen Zugriff. Und die Zuschauer spielen natürlich ebenfalls eine große Rolle. „Emotionen sind sozial hochinfektiös. Wenn zehntausende Fans gleichzeitig schreien, jubeln oder pfeifen, überträgt sich das messbar auf die Spieler – über Körpersprache, Mimik, Lautstärke und die physiologische Erregung im Körper“, sagt der Experte. „Die Forschung spricht hier von emotional contagion. Es entsteht eine Art kollektiver Erregung, die das gesamte System „Spieler–Team–Stadion“ erfasst.“

Die Rolle der Zuschauer

Ein Phänomen, das jeder Zuschauer im Stadion erlebt haben dürfte. Sei es ein gewonnenes Kopfballduell, ein erfolgreicher Pressingmoment oder ein Zweikampf an der Seitenlinie. Simple Aktionen, die ein Derby braucht, um ein ganzes Stadion zu elektrisieren. Andererseits kann ein Missverständnis im Spielaufbau oder ein zu spät geführter Zweikampf Unruhe auf und neben dem Platz erzeugen. Für manche Spieler entsteht aus dem Support Energie und ein Gefühl von Getragen werden. Andere müssen in solchen Momenten bewusst dagegen steuern, um handlungsfähig zu bleiben. Das Derby wird so zu einem Spiel, in dem die Kurve nicht nur zuschaut, sondern den emotionalen Rahmen setzt. Der Support wirkt dann auch wie ein Verstärker.

Und das ist wiederum ein Mittel, das Spieler möglicherweise bewusst einsetzen, eben wenn sie das Logo küssen, die Fans animieren. „Das ist selten reine Show. Manchmal sind solche Handlungen bewusste Symbole, um Zugehörigkeit zu zeigen oder das eigene Team emotional zu aktivieren. In anderen Fällen sind sie spontane Ausdrucksformen von Affekt – eine Art emotionales Überlaufen in einer hochintensiven Situation“, sagt Loch. „Die Grenze zwischen Inszenierung und echtem Gefühl ist im Spitzensport sehr fließend.“

Wer im Rheinderby den kühlen Kopf bewahrt, kann gewinnen…

Für den 1. FC Köln ist dieses Derby die Chance, nicht nur ein Spiel zu gewinnen, sondern seine positive Entwicklung fortzuführen. In den vergangenen Wochen hat das Team gezeigt, dass es Rückschläge einordnen und sich zurückkämpfen kann. Diese innere Stabilität ist im Derby wertvoller als jede taktische Einstellung. Denn gewinnen wird nicht zwangsläufig das Team mit der besseren Form, sondern das Team, das im entscheidenden Moment die Ruhe bewahrt. Dass dieses Spiel eine besondere Bedeutung trägt, zeigt auch die Historie. Gladbach gewann in der Bundesliga gegen keinen Gegner häufiger als gegen Köln: 52 Siege, 192 Tore. Köln steht bei 28 Erfolgen, 18 Spiele endeten unentschieden. Ein Erfolg in Gladbach wäre daher mehr als ein Ergebnis: Er würde bestätigen, dass die Mannschaft von Lukas Kwasniok einen kühlen Kopf bewahrt, auch wenn alle drum herum verrückt spielen.


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Das Rheinische Derby und ein richtungweisendes Spiel – so will der FC in Gladbach punkten

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Das Rheinische Derby und ein richtungweisendes Spiel – so will der FC in Gladbach punkten

Der FC gastiert am Samstag beim Rivalen Borussia Mönchengladbach. Im Rheinischen Derby will der FC den zweiten Sieg in Folge einfahren und auch das letzte „Highlight-Spiel“ für sich entscheiden. So will der 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach punkten.

Endlich wieder „Derby-Zeit“. Für die Fans ein besonders emotionales Spiel, wenn der Effzeh am Samstagabend im rund 60 Kilometer entfernten Nachbarschaftsduell gegen die Gladbacher antritt. Beide Teams konnten am vergangenen Spieltag mit jeweils drei Punkte-Erfolgen und vier erzielten Toren ordentlich Selbstbewusstsein für das direkte Duell tanken. So will der 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach punkten.

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Das Team von Lukas Kwasniok reist mit breiter Brust nach Gladbach – und das völlig zurecht. Nach dem überzeugenden 4:1- Erfolg im Aufsteigerduell gegen den Hamburger SV befinden sich die Kölner im positiven Flow. Mit 14 Punkten steht der FC aktuell auf Tabellenplatz sieben. Mit einem Erfolg am Samstagabend im Borussia-Park könnten die Kölner sogar bis auf Rang sechs springen, sofern Leipzig in Hoffenheim gewinnt. „Wir wissen, was wir können und was wir nicht können“ sagt Kwasniok. Die Mannschaft wirke stabil, selbstreflektiert und „im Stande, eine absolute Top-Leistung abzurufen“.

Entscheidend wird dabei sein, wer trotz der erwarteten hitzigen Atmosphäre beim Rhein-Derby einen kühlen Kopf bewahrt. „Es geht darum, die Emotionen zu kanalisieren. Denn in der Emotion verlierst du deine Intelligenz. Und das darfst du auf dem Feld nicht“, sagt der Coach, dem bewusst ist, dass die Herausforderung im Rheinischen Derby darin besteht, die Ruhe zu bewahren und sich dabei auf die eigenen Aufgaben zu fokussieren, trotz der ganzen Unruhen von außen. Denn in einem Derby sind Tabellenstände und Ausgangslagen meist bedeutungslos. Die mentalen Aufgaben für Spieler gewinnen an Relevanz.

Neben Derby auch richtungweisend

Personell kann Kwasniok bis auf Jan Thielmann, für den der Einsatz nach seiner Verletzung noch zu früh kommt, sowie den Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen. Die Fußverletzung von Said El-Mala unter der Trainingswoche ist kein Thema mehr. „Da wurde aus einer Mücke ein Elefant gemacht“, sagt Kwasniok. El Mala hat medial in dieser Woche aber auch anderweitig für Aufmerksamkeit gesorgt: Der Youngster wurde erstmals von Bundestrainer Julian Nagelsmann zur deutschen A-Nationalmannschaft eingeladen. Die Nominierung habe für das Spiel gegen Gladbach aber zunächst keine Relevanz. Trotzdem steht für Kwasniok außer Frage, dass der 19-Jährige gegen die Fohlen in der Startelf stehen wird. „Ich möchte gute Spieler nicht daran hindern, noch besser zu werden.“ Seine Unbekümmertheit, sein Mut in Dribblings und seine Entwicklung seit Saisonstart sei „exorbitant schnell“. Kwasniok betont, dass auch Jakub Kamiński ein wichtiger Offensivbaustein bleibt und auf anderen Positionen zum Einsatz kommen könnte.

Die Gladbacher konnten sich am vergangenen Spieltag mit einem 4:0-Auswärtssieg am Millerntor von den direkten Abstiegsplätzen vorerst verabschieden. Mit immer noch schwachen sechs Punkten belegen die Fohlen den 16. Platz in der Tabelle. Trotzdem stabilisieren sich die Gladbacher aktuell unter Eugen Polanski. Dadurch, dass sie jetzt mit einer zusätzlichen Innenverteidigung spielen, agiert die Defensive kompakter. „Aus einem körperlich starken Zentrum mit erfahrenen Akteuren wie Yannik Engelhardt, Rocco Reitz, Florian Neuhaus oder auch Stöger können sie leidenschaftlich verteidigen und ins Gegen-Pressing übergehen“, hebt Kwasniok hervor. In Kontersituationen könne die Borussia durch die schnellen Akteure wie Shuto Machino oder Haris Tabakovic gefährlich werden. Für Gladbach ist das Spiel ebenfalls richtungweisend. Bei einem Sieg könnte die Borussia vorübergehend bis auf Tabellenplatz zwölf klettern, sofern die Mannschaften vor ihnen Punkte liegen lassen. Eine Möglichkeit für die Borussia, die zuletzt aufgekommenen Unruhen, etwas lindern.

Mögliche sieben Punkte aus drei „Highlight-Spielen“

Für Köln ist das Rheinische Derby das letzte von drei, laut Kwasniok, „Highlight-Spielen“ nach Augsburg und dem HSV. Ausgenommen sind die „Bonusspiele“ gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern. Erst bei einem Sieg in Gladbach würde der Kölner Trainer einen rundum gelungenen Start in die Bundesliga zustimmen. Der FC rechnet mit rund 6000 Fans, die ihre Mannschaft vor Ort im Borussia-Park unterstützen werden. „Das Derby werden wir mit aller Macht versuchen zu gewinnen, mit allen Emotionen auf dem Platz und neben dem Platz“, kündigt Kwasniok an. Es bleibt abzuwarten mit welchem Gefühl der 1. FC Köln nach dem Rheinischen Derby am Samstagabend in die Länderspielpause geht.


Der 1. FC Köln steht vor einer schweren, aber lösbaren Aufgabe

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln steht vor einer schweren, aber lösbaren Aufgabe

Der 1. FC Köln empfängt am Sonntag den Hamburger SV. Nach den „Kracherspielen“ gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern will der FC vor heimischem Publikum wieder Zählbares mitnehmen. So will der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV punkten.

Es ist die Begegnung der Traditionsclubs, die in der vergangenen Saison den Weg zurück in die Bundesliga gefunden haben. Für den FC ist es an der Zeit, im Aufsteigerduell wieder Punkte einzufahren. So will der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV punkten.

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Die Kölner stehen mit elf Punkten aktuell auf dem achten Tabellenplatz und könnten mit einem Erfolg den Vorsprung auf das untere Tabellendrittel ausbauen. In den bisherigen Spielen waren die Leistungen über weite Strecken mindestens stabil, die Ergebnisse zuletzt aber ärgerlich. Das 0:1 in Dortmund fiel erst in der Schlussminute. Auch beim 1:4 gegen den FC Bayern im DFB-Pokal am Mittwochabend überzeugte der FC gerade in der ersten Halbzeit über Phasen hinweg mit Präsenz, Aggressivität und klaren taktischen Abläufen. Trainer Lukas Kwasniok sieht einen klaren Entwicklungsschritt: „Wir haben in allen vier Topspielen jetzt unterm Strich keinen Punkt geholt und da versuchen wir, die Lücke einfach durch gute Arbeit nach und nach zu schließen.“ Für die Kölner gilt es nun gegen den HSV das Spiel nicht nur temporär zu kontrollieren, sondern die Dominanz über eine gesamte Spielzeit abzurufen.

Standards als Mittel?

Eine deutliche Steigerung zeigten die Kölner zuletzt bei den Standardsituationen, die vor dem Spiel gegen die Bayern noch als die große Schwachstelle galten. „Wir waren extrem gefährlich bei Standards, Spiele um den zweiten Ball, das hat die Bayern gestresst und das gibt uns ein gutes Gefühl“, sagte Lukas Kwasniok. Der FC erzielte gegen die Münchener sein erstes Standardtor der Saison. Eine Option, die  gegen vermutlich tiefstehende Hamburger ebenfalls ein Schlüssel zum Torerfolg werden kann.

Die personelle Lage bei den Kölnern ist bis auf die Langzeitverletzten stabil. Kwasniok betonte am Freitag, dass die Mannschaft trotz der Belastung unter der Woche „eine gute Basis“ habe. Die Englische Woche mit Spielen am Samstag, Mittwoch und am kommenden Sonntag sehe er als gut dosiert an. Im Tor kehrt Marvin Schwäbe nach dem Pokaleinsatz von Ron-Robert Zieler in die Startelf zurück. In der Abwehr bleibt abzuwarten, ob Eric Martel wieder in die Innenverteidigerposition rückt und zusammen mit Kristoffer Lund und Joel Schmied in der Dreierkette agiert. Ansonsten bieten Dominique Heintz und Cenk Özkacar mögliche Alternativen.

Fokus auf die Offensive

Gegen den HSV gilt es wohl, den Fokus von der Defensive wieder eher auf die Offensive zu richten. Nach dem Bayern-Duell spricht vieles für Ragnar Ache auf der Stürmer-Position. Der Angreifer traf im Pokal und zeigte eine enorme körperliche Präsenz. Genau das hatte der Trainer zuvor immer wieder gefordert. Nun sei es wichtig für ihn, dieses Niveau aufrechtzuerhalten, sagte der Coach. Am Sonntag bekommt der 27-Jährige die Chance, seine Leistungen zu bestätigen. „Er macht einen guten Eindruck und dann ist die Wahrscheinlichkeit schon auch relativ hoch, dass er beginnt, um dann zu schauen, wie lange er durchhalten kann“, sagte Kwasniok.

Natürlich bleibt in der Offensive Said El Mala ein potenzieller Faktor. Dieser konnte seine Leistungen bisher aber meist eher in der Jokerrolle bestätigen. Mit zwei Toren und einer Vorlage in 173 Minuten ist er in der Bundesliga der bisher wirkungsvollste Einwechselspieler. Nach zwei Startelfeinsätzen in Dortmund und gegen Bayern ohne Torerfolg könnte er gegen Hamburg wieder zu einem späteren Zeitpunkt ins Spiel kommen.

Der Hamburger SV reist mit acht Punkten als Tabellendreizehnter nach Köln und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Im Sommer überzeugte der HSV mit vielversprechenden Transfers, wie Rayan Philippe von Eintracht Braunschweig oder Nicolai Remberg von Holstein Kiel. „Mit den Verpflichtungen haben sie extrem an Qualität dazugewonnen“, betonte Kwasniok. Er sieht im System der Hamburger eine klare Struktur. Die Variante mit einer Dreierkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern ermögliche es dem HSV, „recht schnell eine Spieldominanz“ aus einer defensiven Kompaktheit aufzubauen. Grund für zusätzliches Selbstvertrauen ist der 1:0-Pokal-Erfolg in Heidenheim am Dienstagabend. Mit Jean-Luc Dompé kehrt zudem ein wichtiger Offensivspieler nach kurzer Verletzungspause zurück.

FC will ein klares Zeichen im Aufsteigerduell setzen

Trotz all dieser Faktoren will Lukas Kwasniok das Spiel nicht überhöhen. Von einer entscheidenden Weichenstellung spricht er bewusst nicht. Es gehe vielmehr darum, über die Saison hinweg konstant zu punkten, Serien mitzunehmen, Rückschläge auszuhalten und den Abstand nach unten Schritt für Schritt zu vergrößern. Trotzdem sei es wichtig, ein Statement zu setzen, um sich klar in der Liga zu etablieren. Es ist ein Duell zweier Aufsteiger, für die Ähnliches auf dem Spiel steht. Es ist zwar kein „Alles-oder-Nichts-Spiel“, aber ein Prüfstein für Stabilität und Zukunftsrichtung. Die Duelle der vergangenen Zweitliga-Saison hat jeweils der HSV knapp gewonnen. Am Sonntag wird sich zeigen, wer in der Bundesliga die Nase vorne hat.


Flutlicht, Pokal, Bayern – und vielleicht eine große Überraschung?

Linton Maina im Duell gegen die Bayern 2023
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Flutlicht, Pokal, Bayern – und vielleicht eine große Überraschung?

In der zweiten Runde des DFB-Pokals empfängt der 1. FC Köln den FC Bayern München. Nach der bitteren Niederlage am vergangenen Bundesliga-Wochenende in Dortmund folgt nun der Pokalkracher gegen den Rekordmeister. So will der 1. FC Köln die Bayern überraschen.

Lukas Kwasniok und sein Team haben nicht gerade das Glückslos der zweiten Pokalrunde gezogen. Die Münchener gelten zurzeit als unschlagbar. Wie schon im letzten Ligaspiel gehen die Kölner also als Underdog  in die Partie. Aber nach einem mutigen Spiel in Dortmund will der FC geschlossen auftreten. So will der 1. FC Köln die Bayern überraschen.

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Die Vorzeichen könnten klarer kaum sein: Der FC Bayern ist in der Bundesliga seit acht Spieltagen mit nur vier Gegentreffern ungeschlagen. Zuletzt überzeugte der Tabellenführer mit einem souveränen 3:0-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach. Doch der DFB-Pokal folgt seinen eigenen Gesetzen. Auch die Bayern mussten in der ersten Runde gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden zittern. Erst ein später Treffer von Harry Kane zum 3:2 sicherte das Weiterkommen. Hinzu kommt, dass die Münchener in den vergangenen Spielzeiten immer wieder in den vorzeitigen Pokalrunden patzten. Ein Funken Hoffnung für die Kölner, für eine Überraschung zu sorgen?

„Wir brauchen Kreativität in der Verteidigung“

Allerdings ging es bei den Geißböcken in der ersten Pokalrunde ähnlich dramatisch zu. Erst in der Nachspielzeit konnte sich der FC gegen Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg durchsetzen. Nach der knappen 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende in Dortmund wollen die Kölner an die unterm Strich doch gute Leistung anknüpfen. Gerade die Defensive konnte sich in Szene setzen. Umso bitterer sind die personellen Rückschläge auf der Innenverteidigerposition. Timo Hübers verletzte sich beim BVB schwer am Knie und auch Rav van den Berg fällt weiterhin aus. Gegen die aktuell stärkste Offensive der Liga um Serge Gnabry, Harry Kane und Michael Olise gilt es für Kwasniok, eine kreative Lösung zu finden. Der Kölner Coach setze auf Spieler, die mit Mut nach vorne verteidigen, sagte der Trainer am Dienstag.

Nach dem Hübers-Schock richtet sich der Blick auf mögliche Optionen in der Innenverteidigung. Zum Beispiel Cenk Özkacar. Der 25-Jährige, derzeit vom FC Valencia ausgeliehen, feierte beim 0:1 in Dortmund sein Startelf-Debüt in der Bundesliga und überzeugte in weiten Teilen. Gegen den BVB musste der Abwehrspieler frühzeitig ausgewechselt werden. Schon seit einigen Wochen kämpft Özkacar mit kleineren Knieproblemen. „Er hat die letzten Tage trainiert, das ging schon, aber wir wollen auf Nummer sicher gehen. Ich gehe davon aus, dass er im Kader sein wird, aber wir müssen noch abwarten.“ Ob er von Anfang an spielen kann, wird sich zeigen. Mit seiner Kopfball- und Zweikampfstärke würde der 1,90 Meter große Linksfuß genau das mitbringen, was der FC gegen die Bayern braucht.

Mit dem Shootingstar und dem Gamechanger

Köln wird wohl wie gewohnt in einer kompakten Dreierkette agieren. Eric Martel könnte dabei wieder zurück in die zentrale Innenverteidigerposition rücken. Als ein probates Mittel gegen die Bayern sieht der Kölner Trainer ausgerechnet eine aktuelle FC-Schwäche. „Standardsituationen können ein Schlüssel werden“, betonte Kwasniok. „Wenn du den Ball in die Luft bringst, musst du sie stressen.“ In einem Pokalspiel, in dem jeder Zweikampf, jeder Abpraller zählen kann, sind ruhende Bälle oft die Momente, in denen der Underdog zuschlägt. Allerdings haben die Kölner bislang als einziges Team der Liga noch nicht nach einem Standard getroffen.

Über die Flügel sollen Tempo und Mut das Spiel nach vorne tragen. Einer, der mit seiner Unbekümmertheit für Gefahr sorgen kann, ist Said El Mala. Der formstarke Offensivspieler war in Dortmund einer der auffälligsten Spieler. Kwasniok bestätigt seine starken Leistungen mit dem vorzeitig ausgesprochenen Startelfeinsatz. Im Tor wird wieder Ron-Robert Zieler stehen. Der Weltmeister ist in allen Pokalspielen gesetzt und bringt Erfahrung, Führungsstärke und Ruhe in die junge Kölner Mannschaft. „Ron ist ein absoluter Gamechanger in Sachen Mentalität“, lobte Kwasniok. „Er lebt Erfolgskultur und das überträgt sich auf alle.“

Der FC Bayern kommt mit nahezu voller Kapelle nach Köln. Als klares Saisonziel der Bayern wird das Triple formuliert. Dazu gehört zwangsläufig auch ein Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. In den vergangenen Saisons haben die Bayern ihre Erfolgskonstanz in dem DFB-Pokal-Wettbewerb missen lassen. Diese Saison wollen sie vom Gegenteil überzeugen. Das könnte den Kölnern einen kleinen Funken Hoffnung geben, gegen die vermeintlich unbesiegbaren Bayern, zu überraschen. „Vielleicht steigt unsere Chance von einem auf drei Prozent“, sagt Kwasniok.


Der 1. FC Köln will den Flow nutzen, der FC Augsburg sucht nach der Konstanz

Eric Martel im Duell im Spiel gegen den FC Augsburg
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Der 1. FC Köln will den Flow nutzen, der FC Augsburg sucht nach der Konstanz

Nach der Länderspielpause empfängt der FC am Samstag den FC Augsburg zum 7. Spieltag. Zuletzt überzeugte die Mannschaft von Lukas Kwasniok mit einem Sieg gegen die TSG Hoffenheim. Nun wartet mit dem FC Augsburg ein unangenehmer Gegner. So will der 1. FC Köln gegen Augsburg punkten.

Die Ausgangslage ist eindeutig: Die Augsburger performen nach einem schwachen Start deutlich unter den Erwartungen, während Köln in positiver Form überrascht. Mit zehn Punkten belegen die Geißböcke aktuell den sechsten Tabellenplatz. Der FCA liegt mit sieben Zählern auf Rang 14. Beide Teams gehen mit einem Sieg im Rücken in die Partie. So will der 1. FC Köln gegen Augsburg punkten

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Noch im vergangenen Sommer hat der FCA deutlich aufgerüstet. Mit Spielern wie unter anderem den auch vom FC umworbenen Robin Fellhauer. Aber mit Sandro Wagner wurde auch ein neuer, ambitionierter Trainer und mit dem Namen auch eine gewisse Erwartung verpflichtet. Neue Protaginsten, die frischen Schwung bringen sollten. Bislang blieb der gewünschte Erfolg aber überschaubar. Erst der 3:1-Heimsieg gegen Wolfsburg beendete die jüngste Negativserie der Fuggerstädter. Lukas Kwasniok analysiert den kommenden Gegner sachlich: „Augsburg hat einen jungen, aufstrebenden Trainer verpflichtet, der den Fokus klar auf Intensität legt. Gegen Wolfsburg waren sie extrem aggressiv, zielstrebig und sehr präsent. Das hat sie in die Erfolgsspur zurückgeführt.“ Daher sei es schwierig, zu beurteilen, wie sich das Team von Wagner nach der Länderspielpause zeigt.

Augsburger unter Performancedruck

Köln will den FCA genau in diesem Aufwind nun aber auch schon wieder stoppen: „Wir versuchen, sie da wieder heraus zu katapultieren“, so Kwasniok. Am Donnerstag war zwischen den Zeilen zu lesen, dass der Trainer eine gewisse Aggressivität fordert und natürlich die stehts geforderte Intensität. Diese wird der FC auch brauchen, um der körperbetonten Augsburger Spielweise Stand zu halten. Ganze 21 Gelbe Karten sammelte der FCA bereits. Personell richtet sich der Blick auf Stürmer Marius Bülter, der nach seiner Verletzung wieder einsatzbereit ist. Kwasniok macht dennoch deutlich, dass er nur eine optionale Rolle spielt: „90 Minuten Bundesliga nach dreiwöchiger Pause – das wäre unseriös. Wir haben da Verantwortung dem Spieler gegenüber.“ Ob er also als Option von Beginn an ist oder erst in der Joker-Rolle agiert, blieb offen.

Ähnlich vorsichtig ist der Trainer bei Said El Mala, der nach zwei intensiven Einsätzen bei der U21 am Donnerstag muskulär leicht angeschlagen ins Mannschaftstraining einstieg. „Der Junge ist 19, sein Körper ist die Belastung noch nicht gewohnt. Ich möchte nicht irgendwann hier sitzen und erklären müssen, warum wir auf ihn nicht aufgepasst haben.“ Ob der offensive Youngstar startet oder als Einwechselspieler kommt, werde kurzfristig entschieden, so Kwasniok.

Konstanz auf der rechten Seite

Gefestigt wirkt dagegen die Rolle des Norwegers Sebastian Sebulonsen. Zuletzt hatte der Schienenspieler in der Länderspielpause in der norwegischen A-Nationalmannschaft debütiert und seine starke Form auch dort bestätigt. Mit seiner defensiven Sicherheit und der Laufbereitschaft an der Linie, gerade um in den Rücken des Gegners zu kommen, ist er für Kölns Trainer in seiner momentanen Verfassung auf der rechten Seite unverzichtbar.

Dass der FC als Aufsteiger nach dem soliden Saisonstart am Samstag als Favorit der Partie gilt, lässt Kwasniok allerdings nicht stehen: „Wir sind Aufsteiger – und werden bis zum 34. Spieltag in jedem Spiel Außenseiter sein.“ Man müsse sich Woche für Woche in der Bundesliga neu unter Beweis stellen. Und genau das wollen die Kölner am Samstag tun. Dort, wo sie vor zwei Wochen aufgehört haben, anknüpfen. Mit Mut, Aggressivität und Selbstbewusstsein strebt der FC den nächsten Heimerfolg an.


Trotz Kaderumbruch: In der Defensive setzt der 1. FC Köln gerade auf altbewährte Kräfte

Timo Hübers und Joel Schmied sind aktuell unumstritten
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Trotz Kaderumbruch: In der Defensive setzt der 1. FC Köln gerade auf altbewährte Kräfte

In der vergangenen Saison wurde die Defensive der Kölner öfter kritisiert. Gerade die Innenverteidigung schien zu Beginn der Spielzeit nicht immer sattelfest und offenbarte dann am Ende der Saison erneut schwächen. Umso erstaunlicher ist eine Entwicklung trotz Umbruch beim 1. FC Köln: Altbewährte Kräfte werden die neue Konstante im veränderten Kader.

In der vergangenen Zweitliga-Saison war die Defensive beim FC häufiger mal das Sorgenkind. Gerade als Aufsteiger erschien eine Kaderverbreiterung auch in der Hintermannschaft demnach folgerichtig. Aktuell sind aber ausgerechnet Innenverteidiger, die nicht immer unumstritten waren, die neuen Stabilisatoren beim 1. FC Köln: Altbewährte Kräfte werden zumindest aktuell die neue Konstante im Kader.

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Gerade zu Beginn der vergangenen Spielzeit war eine der größten Baustellen die Abwehrkette. Das wurde auch durch die Neuverpflichtungen nach dem Registrierungsverbot nicht wirklich aufgefangen. Immer wieder kam es zu Schwächen im Defensivverbund: Joel Schmied leistete sich den ein oder andere Fehler, unter anderem verursachte der Schweizer einen bitteren Elfmeter gegen Fortuna Düsseldorf. Der Berner wurde bei vielen Fans bereits als ein weiterer Fehleinkauf von Christian Keller eingeordnet. Timo Hübers gewann im Schnitt etwas mehr als jeden zweiten Zweikampf, war aber ebenfalls in einigen Spielen an mehreren Gegentoren beteiligt. Dominique Heintz wurde immer wieder ein Tempodefizit bescheinigt, das kolportiert in der Bundesliga eventuell noch deutlicher ausfallen würde. Die Fans forderten Verstärkung, und sie kam. Zu einem Teil für die Offensive. Von den insgesamt zwölf Neuzugängen wurden sieben wohl eher für die vorderen Positionen eingeplant und auch regelmäßig eingesetzt. Das Gesicht der Mannschaft hat sich vor allem in der Offensive verändert.

Neuer Abwehrchef schwer verletzt, Aufstiegs-Duo gefordert

Dabei hat der FC auch in der Defensive nachgebessert. Doch einer der vielversprechenden Neuzugänge verletzte sich früh, fiel nach nur zwei Einsätzen mit eine schweren Schultergelenks-Verletzung aus und wird wohl frühestens Ende Oktober wieder angreifen können. Der zehn Millionen Euro teure Hoffnungsträger Rav van den Berg überzeugte bei seinen bisherigen Auftritten mit einer Zweikampfquote von 66,7 Prozent sowie einer für sein Alter beeindruckenden Souveränität, einer Routine. Auch Cenk Özkacar wurde verpflichtet, kommt aber bislang eher selten zum Zug. Am Donnerstagabend lief der Abwehrspieler als Kapitän beim Cologne Cup auf, die Binde beflügelte den Innenverteidiger aber auch nicht so recht.

Glück im Unglück für das Aufsteiger Abwehr-Duo Hübers und Schmied. Denn die beiden tragen aktuell wieder die Verantwortung in der Kölner Defensive. Vor allem Schmied profitiert, hat sich zum unumstrittenen Stammspieler entwickelt. Am vergangenen Spieltag komplettierte dann ausgerechnet Heintz die Dreierreihe – die Stamm-Hintermannschaft der Rückrunde war also wieder vereint. Nach sechs Bundesligaspielen stehen aktuell neun Gegentore auf dem Kölner Konto. Ein Wert im Mittelmaß der Liga. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Torhüter Marvin Schwäbe mit Glanzparaden bereits einige Punkte gerettet hat und die Defensive stabiler wirken lässt, als sie statistisch erscheint. Der formstarke Eric Martel verschiebt je nach System zwischen Mittelfeld und Dreierkette, ist ebenfalls eine sichere Konstante.

Hübers und Schmied überzeugen bislang mit soliden Auftritten. Nach der Länderspielpause wartet der mitunter kriselnde FC Augsburg mit Trainer Sandro Wagner. Anschließend folgen einige Topgegner. Dann wird sich zeigen, ob Köln gerade überperformt oder die Mischung einfach gut passt. Spannend dürfte dann aber auch die Rückkehr von van den Berg werden. Der Niederländer wird voraussichtlich im Oktober wieder mit der Mannschaft trainieren. Auf ihn hält Lukas Kwasniok große Stücke. Doch die Konkurrenz wird es dem U21-Nationalspieler wohl nicht leicht machen.