Mit klarem Plan gegen die Hertha

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Mit klarem Plan gegen die Hertha

Der Klassenerhalt gesichert, der Trainer-Vertrag verlängert. Die Weichen für die kommende Spielzeit sind beim FC gestellt. Doch Steffen Baumgart will mehr und fordert sein Team gegen Hertha BSC.

Würde die mögliche FIFA-Transfersperre nicht wie das Damoklesschwert über den Köpfen der Kölner Verantwortlichen schweben, könnte der 1. FC Köln gelassen auf die kommende Spielzeit schauen. Mit dem 2:1-Erfolg über Bayer Leverkusen haben die Geißböcke mit dem Abstieg definitiv nichts mehr zu tun. Für Steffen Baumgart ist das aber kein Grund einen Gang runterzuschalten. „Ich höre immer, dass es um nichts mehr geht. Doch: Es geht um eine ganze Menge“, so der Kölner Coach. „Ich will mit meiner Mannschaft ein Zeichen setzten, dass trotz des Klassenerhalts noch nichts vorbei ist.“

Ich höre immer, dass es um nichts mehr geht. Doch: Es geht um eine ganze Menge“

Steffen Baumgart

Am Freitagabend geht es erst einmal gegen Hertha BSC (20.30 Uhr, DAZN) und Baumgart erwartet ein schweres Spiel. „Ich erwarte Intensität und Aggressivität. Es ist normal bei Mannschaften, die mit dem Rücken zur Wand stehen, dass sie alles reinwerfen“, sagt der 51-Jährige. „Trotzdem haben sie nicht umsonst so wenig Punkte.“ Wenig sind in diesem Fall 25, Hertha hat nach dem 31. Spieltag drei Zähler Rückstand zum Relegationsplatz, das rettende Ufer ist sogar fünf Punkte entfernt – Berlin muss punkten.

Positive Bilanz gegen Hertha BSC

103 Spiele

24 Siege

55 Siege

24 Remis

131:220 T

„Ein Abstieg für Hertha wäre eine Katastrophe. Das ist ein Traditionsverein, der in die Bundesliga gehört. Auch, wenn ich Unioner bin. Für mich ist Hertha ein geiler Verein, der überragende Nachwuchsarbeit macht“, sagt Baumgart, dennoch wird der FC keine Rücksicht auf die Nöte der Hauptstädter nehmen. „Wir wollen mit aller Macht dieses Spiel gewinnen, das hat nichts mit der Tabellensituation von Hertha zu tun“, so der Coach. Aber: „Es wird ein schweres Spiel, weil wir auf einen Gegner treffen, der defensiv tief steht und über das Umschaltspiel kommt.“  

Auch deswegen setzt Baumgart auf das altbewehrte Mittelfeld, mit der Doppelsechs. „Geplant ist, dass Eric Martel zurück in die Startelf rückt. Er hat das gut gemacht“, sagt der Trainer. Der Youngster hatte gegen Freiburg seine fünfte Gelbe Karte gesehen, fehlte gegen Leverkusen. Da Dejan Ljubicic seine Sache aber im zentralen Mittelfeld ebenfalls gut löste, wird der Österreicher wohl wieder auf die rechte Außenbahn rücken. Jan Thielmann wird wohl wieder auf der Bank Platz nehmen müssen.

Verzichten muss Baumgart dieses Mal auf Benno Schmitz, der wiederum gegen Leverkusen die fünfte Gelbe gesehen hat. „Kingsley Schindler wird Benno Schmitz auf der rechten Außenbahn ersetzen“, legt sich der Kölner Trainer jetzt schon fest, und das mit großem Vertrauen: „Wir haben Qualität, wir wollen unseren Weg weitergehen und das zeigen. Ich wünsche mir eine gute Partie und einen klaren Sieg für uns. Wir wollen dieses Heimspiel gewinnen. Daran werden wir alles setzen.“

Mögliche Aufstellung:

Baumgart verlängert bis 2025

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Baumgart verlängert bis 2025

Steffen Baumgart hat seinen Vertrag beim 1. FC Köln bis 2025 verlängert. Das gab der Klub am Mittwochvormittag bekannt.

Während am Wochenende der Sportausrüster hummel das kommende FC-Trikot vermutlich versehentlich leakte, sorgte der 1. FC Köln am Dienstagabend selbst für die nächste durchgesteckte Meldung – allerdings mit voller Absicht. In dem Trailer der neuesten Episode der Vereins-Doku 24/7 ist Steffen Baumgart zu sehen, der ein Dokument in den Händen hält. Der Kölner Coach wird von Pressesprecherin Lil Zercher gefragt, ob er es nochmal gegenlesen wolle. Baumgart liest vor: „Wir haben im letzten Jahr eine Absprache getroffen, wenn es für alle Seite passt verlängern wir den Vertrag um ein weiteres Jahr.“ Eine eindeutige Anspielung.

Bild: Herbert Bucco

Am Mittwochmittag bestätigte der Klub dann die Vertragsverlängerung. „Wir haben im letzten Jahr eine klare Absprache getroffen: Wenn es für alle Seiten passt, verlängern wir den Vertrag um ein weiteres Jahr. Das steht für mich außer Frage. Warum? Weil es mir einfach viel Spaß macht, für den FC und mit meinem Team zu arbeiten. Das sieht man jeden Tag. Wir haben immer von einem Weg gesprochen, und ich bin davon überzeugt, dass dieser noch nicht zu Ende ist. Wir können hier noch viel erreichen“, sagt der Kölner Trainer, für den es auch keine Ausstiegsklausel gibt. „Wenn jemand kommt, muss er mit dem Verein reden, aber ich glaube nicht, dass der Verein mit sich reden lassen würde.“

Baumgart hatte den Club 2021 übernommen. Damals war der FC dem Abstieg nur hauchdünn entgangen. Erst in der Relegation setzten sich die Geißböcke gegen Holstein Kiel durch. Bei seinem Amtsantritt hatte der heute 51-Jährige angekündigt, mit den Geißböcken einen Platz unter den ersten 12 anzupeilen. Es wurde Rang sieben und damit die Qualifikation zum europäischen Wettbewerb. „Die Gesamtentwicklung spricht für sich. Steffen und sein Trainerteam arbeiten mit unserer Mannschaft konsequent und systematisch entlang einer klaren Spielidee. Zahlreiche Spieler haben dadurch eine positive persönliche Leistungsentwicklung genommen“, so FC-Sportdirektor Christian Keller. „Mit seiner klaren Handschrift hat Steffen unsere Mannschaft zu einem starken Kollektiv geformt, in dem ein großer Zusammenhalt und echter Teamgeist vorherrschen. All diese Punkte sprechen, ganz unabhängig von den erzielten sportlichen Ergebnissen, für eine weitere Zusammenarbeit mit Steffen. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass wir, wie im letzten Sommer vereinbart, per Handschlag verlängert haben. Ich freue mich sehr darüber.“

Ein besonderes Spiel für Maina und Selke

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Ein besonderes Spiel für Maina und Selke

Der 1. FC Köln erwartet Hertha BSC am Freitag im Kölner Stadion. Für Davie Selke und Linton Maina ist es ein besonderes Heimspiel.

Auch wenn die angestrebte 40-Punkte-Marke noch nicht erreicht ist, kann der 1. FC Köln die verbleibenden drei Spiele mit einer gewissen Gelassenheit angehen. Der Klassenerhalt ist in trockenen Tüchern, der FC im Liga-Niemandsland. Während sich die Geißböcke also allen Abstiegssorgen entledigt haben, heißt es für Hertha BSC weiterhin zittern. Berlin belegt aktuell mit 25 Punkten den letzten Tabellenplatz.

1. FC Köln vs. Hamburger SV, Testspiel, Trainingsspiel, Linton Maina (1. FC Köln), 07.01.2023, Bild: Herbert Bucco

„Ich gucke immer auch nach Berlin und hoffe, dass sie es schaffen.“

Davie Selke

Für die Hauptstädter geht es also um jeden Punkt. „Wir wissen alle, was uns erwartet. Es wird sicherlich kein schönes Spiel. Wir probieren, den Kampf anzunehmen, wollen uns Möglichkeiten erspielen und Tore machen“, sagt Linton Maina. Für den Mittelfeldspieler ein besonderes Spiel. Maina war als Jugendlicher bekennender Hertha-Fan und Dauergast im Olympiastadion. „Ich war oft da, habe zwei Abstiege miterlebt. Es ist schade, dass ein Hauptstadt-Klub so tief unten drin steht. Ich wünsche ihnen, dass sie es noch schaffen“, so Maina. Nur eben nicht mit Punkten aus Köln. „Wir sind weiter hungrig und wollen für uns selbst einen guten Abschluss schaffen. Das Ziel ist es, so viele Zähler zu holen, wie es geht. Wir wollen den Jungs, die uns verlassen, schöne letzte Spiele bescheren.“

Dazu will der 23-Jährige beitragen und spricht selbstkritisch seine Schwächen an. “Ich weiß, dass da noch mehr geht und ich noch mehr Zug zum Tor bekommen kann”, so Maina. “Ich habe die Chancen, muss aber noch mehr Tore machen.“ Das hat zuletzt Davie Selke. Der Stürmer erzielte gegen Leverkusen seinen ersten Doppelpack für den FC. Den letzten seiner Karriere hatte er fünf Jahre zuvor ausgerechnet gegen den 1. FC Köln und ausgerechnet im Trikot von Hertha BSC erzielt. 2017 wechselte Selke von RB Leipzig in die Hauptstadt, wurde 2020 nach Bremen verliehen und kehrte 2021 zurück, er bestritt 126 Pflichtspiele für die Hertha, erzielte 26 Tore. „Ich gucke immer auch nach Berlin und hoffe, dass sie es schaffen“, so Selke. „Ich weiß, dass das komisch zu sagen ist, weil wir noch gegen sie spielen.“ Im Januar war Selke ablösefrei aus Berlin nach Köln gekommen.

 

So sehen die kommenden Trikots des 1. FC Köln aus

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So sehen die kommenden Trikots des 1. FC Köln aus

Weiß, rot und himmelblau – offensichtlich unabsichtlich hat der Sportausrüster Hummel die FC-Trikots der kommenden Saison veröffentlicht.

Der 1. FC Köln wird seine Heimspiele in der kommenden Saison wieder in einem schlichten weißen Trikot bestreiten. Das hat der Sportausrüster Hummel offenbar unfreiwillig geleakt. Das dänische Unternehmen hat am Samstagabend die kommenden Kölner Trikots in seinem Onlineshop angeboten. Zahlreichen Usern waren die Bilder im Netz aufgefallen.

Bild: Screenshots hummel

Und tatsächlich handelt es sich anscheinend nicht um eine Fake-Nachricht sondern um einen Fehler des Unternehmens. In der Regel gibt der FC erst zu Beginn der Vorbereitung auf die kommende Saison die neuen Trikots bekannt. Schon im vergangenen Jahr war der Trikotsatz im Mai bekannt geworden. Damals war im Netz ein Bild von Jonas Hector in dem neuen Jersey aufgetaucht – offenbar beim Dreh für die Werbekampagne zu dem Trikot. Wenig später tauchten auch Bilder von Auswärts- und Ausweichtrikot auf.

So auch dieses Mal. Wenige Stunden nach dem Heimtrikot, gab es dann auch Bilder des kompletten Satzes. Demnach wird der FC seine Auswärtsspiele in einem roten Trikot mit leicht abgedunkelten Streifen bestreiten. Das Ausweichtrikot erinnert farblich stark an die aktuell wohl beste Mannschaft Europas – es ist himmelblau mit diagonalen Applikationen.

Da die Trikots aus dem offiziellen Onlineshop wieder verschwunden sind, ist tatsächlich von einem Fehler auszugehen. Zumal normalerweise der Verein eine Veröffentlichung zunächst bekannt gibt.

Auf einem guten Weg

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Auf einem guten Weg

Mit dem 2:1-Erfolg über Bayer Leverkusen hat der 1. FC Köln den Klassenerhalt perfekt gemacht – trotz vieler Widrigkeiten. Das macht Hoffnung und Lust auf mehr. Ein Kommentar.

Es ist noch gar nicht so lange her, da stand Steffen Baumgart als Trainer des 1. FC Köln in der Kritik. Er spiele nur mit einem System und diese Taktik sei zu leicht durchschaubar. Auch FC-Sportdirektor Christian Keller bekam aufgrund der im Sommer getätigten Transfers und der damit verbundenen Sturmflaute sein Fett weg.

Nur ist der Fußball bekannter Maßen ein schnelllebiges Geschäft. Aus der After-Karnevals-Kater-Krise mit fünf Spielen und einem Punkt sowie einer Torbilanz von 1:13-Toren ist in wenigen Wochen der frühzeitige Klassenerhalt geworden. Der FC hat eine beeindruckende Serie hingelegt und nach dem 31. Spieltag den Abstieg vermieden.

Auch wenn der FC die 40-Punkte-Marke in der Vorsaison deutlich früher erreicht hat und sich in dieser Saison wohl nicht wie im Mai 2022 einen Platz im europäischen Wettbewerb sichern wird, ist der Klassenerhalt ein Erfolg. Denn der FC hatte einige Krisen durchzustehen. Die Doppelbelastung mit dem Europapokal, ein erhebliches Verletzungspech, der Weggang einiger Leistungsträger, liegengelassene Punkte, vergebene Chancen. Krisen, die ein Bundesligist in einer Spielzeit einplanen muss. Krisen, die einen Bundesligisten aber durchaus auch in die Zweitklassigkeit hätten führen können. Haben sie nicht.

Und genau das muss den Kölner Fans Hoffnung geben. Die aktuelle Saison hat gezeigt, wozu der FC auch unter erschwerten Bedingungen fähig ist. Und die kommende Spielzeit wird wohl noch steiniger. Die Abgänge von Jonas Hector und Ellyes Skhiri wiegen schwer, sie sind nahezu nicht zu kompensieren. Zumal Köln nach wie vor die Transfer-Sperre droht. Es wird also möglicherweise keine Neuverpflichtungen geben. Weder auf der linken Abwehrseite, noch im Zentrum, noch im Sturm. Fakt ist: Selbst wenn die Kölner Verantwortlichen die Sperre noch abwenden, umgehen oder nur aussetzen können, es wird einen Umbruch rund ums Geißbockheim geben.

Rein nach den Zahlen, nach den Fakten wird der wohl eine Zittersaison zur Folge haben. Doch sollte man das Können von Steffen Baumgart und Christian Keller nicht unterschätzen.

Die Noten zum Leverkusen-Spiel

Das gleiche gilt für den Selke-Transfer und auch Steffen Tigges konnte die bisherigen Erwartungen nicht erfüllen. Die Vorstellung, ein Steffen Baumgart kann aus jedem krisengebeutelten Spieler einen Diamanten schleifen, ist romantisch, aber alles andere als realistisch. Dass das „Verbessern“ ausgerechnet in seiner vermeintlichen Paradedisziplin im Sturm so gar nicht gelingen will, könnte die Krux dieser Spielzeit werden.

Sorgen müssen sich die Kölner aber (noch) nicht machen. Selbst nach vier sieg- und torlosen Spielen in Serie ist nicht davon auszugehen, dass bei den Geißböcken der Kopf das Problem werden wird. Dass Baumgart in Bezug auf die Psyche seiner Spieler der richtige Mann ist, hat er schließlich schon mehrfach bewiesen.

Der FC hält die Klasse

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Der FC hält die Klasse

Mit dem 2:1-Erfolg bei Bayer Leverkusen hat der 1. FC Köln den Klassenerhalt gesichert. Auch, weil die Konkurrenz mitspielte.

Geballte Fäuste, ein Schrei – Steffen Baumgart wusste gar nicht so recht wohin mit seiner Freude. Nach dem Schlusspfiff im Duell bei Bayer Leverkusen sprang der Trainer des 1. FC Köln sogar Julian Chabot in die Arme. Zu diesem Zeitpunkt wusste der 51-Jährige noch nicht, dass der emotionale Erfolg gleichzeitig auch den Klassenerhalt bedeutete. Dafür sorgte die Konkurrenz am Samstag.

Die Stimmung nach dem Spiel und das Feiern mit den Fans in der Kurve war einfach überragend. Wir sind mega happy, dass wir den Fans, die uns immer so unterstützen, den Derby-Sieg schenken konnten“

Davie Selke

Die 1:2-Niederlage der Stuttgarter bei Hertha BSC sowie das 0:2 der Bochumer ausgerechnet gegen Borussia Mönchengladbach machten den frühzeitigen Klassenerhalt perfekt. Gefeiert wurde auch ohne den sicheren Klassenerhalt. „Die Stimmung nach dem Spiel und das Feiern mit den Fans in der Kurve war einfach überragend. Wir sind mega happy, dass wir den Fans, die uns immer so unterstützen, den Derby-Sieg schenken konnten“, sagte Doppel-Torschütze Davie Selke. Vor allem Jonas Hector und Timo Horn wurden besonders gefeiert – es war ihr letztes Nachbarschaftsduell im Trikot des FC. „Das sind zwei kölsche Jungs und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie besonders das ist, wenn man diese Duelle mit dem direkten Nachbarn gewinnt“, so Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung.

Negative Bilanz gegen Leverkusen

103 Spiele

24 Siege

55 Siege

24 Remis

131:220 T

Zwar haben die Kölner trotz des Erfolgs die angestrebte 40-Punkte-Marke noch nicht geknackt, doch mit zehn Punkten Vorsprung auf Rang 16 bei noch drei ausstehenden Begegnungen kann schon jetzt nichts mehr anbrennen. Seit dem ersten Abstieg 1998 hat der FC es zum ersten Mal wieder geschafft, fünf Jahre am Stück die Klasse zu halten.

Der Erfolg schmeckte vermutlich auch ob der Störgeräusche vor dem Duell besonders gut. Die DFL war dem Wunsch von Bayer gefolgt und hatte das Duell zwei Tage vorverlegt. Leverkusen wünschte sich mehr Vorbereitungszeit für das Europapokal-Halbfinale gegen Rom am kommenden Donnerstag. In Köln ärgerte man sich vor allem über die fehlende Kommunikation. „Das ist an den Jungs nicht spurlos vorbeigegangen. Es war ein Spiel mit besonderen Vorzeichen, deswegen ist die Freude noch mal ein bisschen größer“, so Kessler.

Am Samstagabend dürfte sie sich noch einmal gesteigert haben.

Die Einzelkritik:

Marvin Schwäbe

Hatte zunächst überhaupt nichts zu tun und war dann gegen Höler gleich zwei Mal hellwach. Parierte auch stark gegen Gregoritsch und war gegen Doan machtlos. Note: 2-

Jonas Hector

Seinen Einsatz und seinen Willen wird man in Köln schmerzlich vermissen. Wehrte sich mit allem gegen die drohende Niederlage. Gewann starke 73 Prozent seiner Zweikämpfe. Note: 2-

Jeff Chabot

War nicht so stark wie zuletzt. Hatte zunächst Anfangsschwierigkeiten mit den Freiburger Angreifern, steigerte sich aber zunehmend. Note: 3

Timo Hübers

Blockte stark gegen Günther, sah extrem schlecht gegen Gregoritsch aus. Gewann nur jeden zweiten Zweikampf, überzeugte mit einer hohen Passquote (95%). Note: 3-

Benno Schmitz

Fiel zunächst mit einer guten Abwehraktion gegen Gregoritsch auf. Schaltete sich öfter als zuletzt in die Offensive mit ein, erzeugte mit seinen Hereingaben aber erneut viel zu wenig Gefahr. Verlor Doan beim 0:1 komplett aus den Augen. Wurde nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 4

Florian Kainz

Wieder ein ordentlicher Auftritt auf der Zehn. Sehr umtriebig, gute Ideen, leider aber auch in einigen Situationen glück- und damit erfolglos. Note: 3

Dejan Ljubicic

War bei Weitem nicht so stark wie in den vergangenen Wochen. Versuchte sich als Ballantreiber, verschenkte dafür aber zu viele einfache Bälle. Note: 3-

Eric Martel

Das Geburtstagskind holte sich früh eine Beule und später die 5. Gelbe Karte ab. Verpasste die Kölner Führung. Das lag an Flekkens Können. Wieder lauf- und zweikampfstark. Wird Kölner gegen Leverkusen fehlen. Note: 3

Ellyes Skhiri

Lief wieder mehr als 12 Kilometer, gewann gefühlt jeden Zweikampf und kam auch zu zwei Abschlüssen. Dennoch insgesamt eine durchschnittliche Leistung. Note: 3

Linton Maina

Ist auf den Außen ein Unruheherd. Macht daraus aber viel zu wenig. Ist aktuell einfach zu ungefährlich. Note: 3-

Davie Selke

Verteilte in der Anfangsphase einige gute Bälle. Legte unter anderem stark auf Martel auf. Vergab zwei Möglichkeiten. Note: 3

Einzelkritik: Selke überragt starke Kölner

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Einzelkritik: Selke überragt starke Kölner

Der 1. FC Köln hat das Rheinderby gewonnen. Vor allem Dank Davie Selke. So fällt unsere Einzelkritik aus.

Revanche geglückt. Im Hinspiel unterlag der 1. FC Köln Bayer Leverkusen, obwohl der FC das bessere Team war. Nun setzten sich die Kölner 2:1 bei der Werkself durch. Vor allem Dank der höheren Effizienz.

„Wir haben nicht unverdient gewonnen“

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„Wir haben nicht unverdient gewonnen“

Vor allem Dank einer kämpferisch überragenden Leistung hat der 1. FC Köln das Derby gegen Leverkusen 2:1 gewonnen. Die Stimmen zum Spiel.

Wir haben gewonnen. Es war ein sehr gutes Spiel von meinen Jungs. Wenn die 127 Kilometer stimmen, dann war das genau die Intensität, die ich sehen wollte. Wir haben gegen eine gute Leverkusener Mannschaft nicht unverdient gewonnen. Davie brauchte Zeit. Die hat er bekommen. Und jetzt freuen wir uns, dass er an der richtigen Stelle steht. Dafür haben wir ihn geholt. Es ist immer schön zu hören, was die Jungs alles können und alles nicht können. Insofern freue ich mich, dass er jetzt vier Tore hat. Es ist klar, dass ich im Spiel auf die ein oder andere Sache reagiere. Das sollte man aber nicht überbewerten. Für mich ist entscheidend, dass wir verdient gewonnen haben.“
 

Steffen Baumgart
Bild: Herbert Bucco

Wir haben gegen eine Top-Mannschaft gespielt. Wir haben die Chancen genutzt und am Ende hat jeder für jeden gekämpft. Wir haben gut dagegen gehalten. Ich bin es gewohnt auf dieser Position gespielt. Ich glaube, die Leute haben ein richtig gutes Spiel gesehen.”

Dejan Ljubicic

Es ist gar nicht so viel besser gelaufen. Nur, dass die Bälle endlich mal reingegangen sind. Ich glaube, dass die Mannschaft eine riesen Qualität hat, Chancen herauszuspielen. Genau dafür bin ich hier. Heute haben die Jungs mich überragend bedient. Ich bin froh, dass die Dinger reingegangen sind. Wir haben heute gegen eine Mannschaft mit einer extrem hohen Qualität gespielt. Das war eine schwierige Aufgabe für uns, die wir aber sehr gut gelöst haben. Feuer gehört zu einem Derby. Ich glaube, dass man sich dann die Hand gibt und dann ist alles in Ordnung.”

Davie Selke

Alles zum Spiel

Spieler-Ranking

Selke schießt den FC zum Erfolg in Leverkusen

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Selke schießt den FC zum Erfolg in Leverkusen

Der 1. FC Köln hat einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Ausgerechnet im Nachbarschaftsduell bei Bayer Leverkusen gewannen die Kölner 2:1. Davie Selke traf doppelt.

Steffen Baumgart konnte seine Freude kaum verbergen. Zunächst jubelte der Kölner Coach lautstark an der Seitenlinie, dann musste man sich ernsthafte Sorgen um Julian Chabot machen, den der Coach besonders „herzte“. Dank eines Doppelpacks von Davie Selke (14., 36.) hat der 1. FC Köln das Nachbarschaftsduell gegen Bayer Leverkusen gewonnen und im Grunde Revanche für die 1:2-Niederlage im Hinspiel genommen. Zwar war Leverkusen das spielbestimmende Team, der FC aber deutlich effektiver. Selke brachte den FC in Führung, Amine Adli glich aus (28.), bevor Selke erneut zuschlug.

Baumgart zog Dejan Ljubicic wie erwartet zurück auf die Position neben Ellyes Skhiri, Jan Thielmann rückte in die Startelf und auf die rechte Seite. Doch die Anfangsphase gehörte Leverkusen, die bis dahin 14 Mal in Folge ungeschlagen waren. Das zeigten die Leverkusener auch. Unter anderem wusste sich Timo Hübers gegen Mitchel Bakker unmittelbar vor dem Strafraum nur mit einem Foul zu helfen. Den anschließenden Freistoß von Nadiem Amiri lenkte Julian Chabot gerade noch über das Tor. Die Statistik sprach mit 3:0-Ecken und 3:0-Torschüssen schon in der ersten Viertelstunde eindeutig für Bayer, das Tor erzielten aber die Kölner. Eine perfekte Flanke von Florian Kainz verwertete Selke perfekt mit dem Kopf. Keine zwei Minuten später kam Kainz im Sechzehner erneut zum Abschluss, verfehlte das Tor aber deutlich.

Leverkusen bemühte sich, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Köln lauerte auf Konter, war im Passspiel aber zu ungenau. Ganz anders die Werkself. Mit einem starken Ballkontakt leitete Florian Wirtz einen schnellen Angriff ein. Moussa Diaby passte genau ins Zentrum, Amine Adli traf zum 1:1-Ausgleich. Leverkusen war nun wieder gefährlicher, doch Köln gab die direkte Antwort. Benno Schmitz spielte Thielmann frei, dessen Hereingabe Selke dieses Mal mit dem Fuß direkt verwandelte. Leverkusen wehrte sich, doch Marvin Schwäbe hielt die Kölner Halbzeitführung fest. Zunächst bei einem Kopfball von Adli aus kurzer Distanz, anschließend im Eins-gegen-eins gegen Florian Wirtz.

Selke

Davie

2

Torschüsse

2

Tore

Köln kam engagierter aus der Kabine, Leverkusen tat sich zunächst schwer. Eine Hereingabe von Skhiri nahm Jonas Hector volley, doch Bayer-Torhüter Lukas Hradecky war zur Stelle. Genauso wie beim Distanzschuss von Dejan Ljubicic. Erst nach einer guten Stunde kam Bayer wieder zu einem Abschluss. Nach einem Eckball kam Andrich zum Kopfball, dieser stellte Schwäbe aber vor keine großen Probleme. Zwar war die Werkself nun wieder besser im Spiel, verzweifelte aber an der starken Kölner Defensivarbeit.

Baumgart brachte mit Mathias Olesen, Kingsley Schindler und Steffen Tigges sowie später Denis Huseinbasic und Kingsley Schindler frische Kräfte für die Schlussphase. Doch Leverkusen erhöhte noch einmal den Druck, schnürte den FC zunehmend ein. Köln fand kaum noch Entlastung, die Werkself wurde zu selten gefährlich. In der Schlussminute hätte Schindler den Sack zu machen müssen. Der Mittelfeldmann brachte den Ball aus zwölf Metern genau auf Hradecky. So musste der FC lange zittern, setzte sich aber dennoch durch. Das Spiel hatte zunehmend Brisanz erhalten, weil die DFL dem Wunsch der Leverkusener entsprach und das Duell zwei Tage vorverlegt hatte.

Am kommenden Spieltag erwartet der FC Hertha BSC im eigenen Stadion.

Wer ersetzt Martel gegen Leverkusen?

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Wer ersetzt Martel gegen Leverkusen?

Flutlichtspiel in Leverkusen: Der 1. FC Köln ist am Freitagabend zu Gast bei der Werkself und hat noch eine Rechnung offen.

Gute Chancen, über weite Strecken das bessere Team, am Ende eine Niederlage – in wenigen Worten lässt sich die 0:1-Niederlage gegen den SC Freiburg aus der Vorwoche zusammenfassen. Tatsächlich trifft das Résumé aber auch auf die 1:2-Niederlage im Hinspiel gegen Bayer Leverkusen und damit den kommenden Gegner des 1. FC Köln hin (Freitag, 20.30 Uhr, DAZN). „Im Hinspiel haben wir eine gute Leistung gezeigt. Wenn es in der Saison etwas gibt, das mir aufstößt, ist es, dass wir die Ergebnisse nicht eingefahren haben, die zur Leistung der Jungs passt“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart.

Ich hoffe, dass die Rivalitäten auf dem Platz ausgetragen werden und nirgendwo anders. Wir brauchen ein schönes, friedliches Nachbarschaftsduell

Steffen Baumgart

Nach seiner Rechnung hätten es gut und gerne sechs, sieben Punkte mehr sein können. Der FC hätte das Ziel von 40 Zählern übertrumpft, würde sogar wieder an den internationalen Plätzen zumindest schnuppern. Doch Baumgart spricht nicht gerne über „hätte, wenn und aber“, der Kölner Coach betrachtet die Sachlage eher nüchtern. „Wir wollen unseren Weg weitergehen und uns weiterentwickeln, dazu gehört es, mit solchen Niederlagen umzugehen. Wir hatten die Chancen, das Spiel zu gewinnen, wir haben die Tore aber nicht gemacht.“

Negative Bilanz gegen Leverkusen

103 Spiele

24 Siege

55 Siege

24 Remis

131:220 T

Und so ist der sichere Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern, wenn aber sehr wahrscheinlich. Mit einem Sieg in Leverkusen und gleichzeitigen Pleiten von zwei der drei Abstiegskandidaten aus Stuttgart, Schalke und Bochum würde der FC bereits am Wochenende den Abstieg sicher vermieden haben. Doch das wird keine leichte Aufgabe. Baumgart weiß um die Stärke des Gegners. „Sie spielen erfolgreich und haben sich sehr verbessert“, sagt der Trainer. Vor dem Hinspiel belegte die Werkself noch Rang 14, befand sich in einer kleinen Krise, mittlerweile belegt Bayer Rang sechs, ist seit Mitte Februar ungeschlagen – wettbewerbsübergreifend. „Wir werden einen überragenden Tag haben müssen, um der Leverkusener Qualität etwas entgegenzubringen“, so der Trainer weiter.

Dennoch will der FC diese Serie brechen. Zwar will Baumgart dem Begriff „Derby“ nicht zu viel Bedeutung beimessen, die Brisanz des Spiels spricht er aber dennoch an. „Ich hoffe, dass die Rivalitäten auf dem Platz ausgetragen werden und nirgendwo anders. Wir brauchen ein schönes, friedliches Nachbarschaftsduell. Das ist das Entscheidende. Die Sachen, die auszumachen sind, sollen auf dem Platz ausgemacht werden“, sagte Baumgart und deutete an, dass damit auch der Ärger über die Spielverlegung in den Hintergrund geraten soll. Leverkusens Wunsch, die Begegnung von Sonntag auf Freitag vorzuverlegen, um mehr Vorbereitungszeit auf das Europapokal-Halbfinale gegen Rom zu haben, hatte die DFL entsprochen. „Die Entscheidung ist mittlerweile ein paar Tage her, wir sollten nun wieder zur Tagesordnung übergehen. Es sollte jetzt kein Problem darstellen, Freitag oder Sonntag zu spielen“, so der 51-Jährige. „Die Jungs sind aus meiner Sicht fokussiert, so werden sie auch ins Spiel gehen. Die Situation ist jetzt so, wir nehmen sie an.“

Auch eine andere Situation muss Baumgart „so annehmen“. Eric Martel hatte sich zuletzt in die Stammelf gespielt, wird aber am Freitagabend nach einer fünften Gelben Karte fehlen. „Deni Huseinbasic, Mathias Olesen oder Dejan Ljubicic können Eric neben Ellyes Skhiri ersetzen. Es gibt mehrere Möglichkeiten“, so Baumgart. Gut möglich, dass Ljubicic von der rechten Seite ins zentrale Mittelfeld zieht und Jan Thielmann dafür in die Startelf rotiert. Um den freien Kaderplatz kämpfen laut Baumgart Tim Lemperle, Sargis Adamyan und Seb Andersson.