Bayern weiterhin interessiert – Wird der Abgang von Jonas Urbig konkreter?

Jonas Urbig, Torwart des 1. FC Köln
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Bayern weiterhin interessiert – Wird der Abgang von Jonas Urbig konkreter?

Christian Keller sprach im FC-Interview von möglichen Leihen einiger Akteure. Auch Jonas Urbig könnte noch einmal verliehen werden. Dass der Keeper noch einmal für die Geißböcke aufläuft, erscheint aktuell sehr unwahrscheinlich. Wie geht es weiter mit Jonas Urbig beim 1. FC Köln?

Die Zeichen stehen wohl auf Abschied, die Frage ist nur wann. Das Kölner Talent wird die Geißböcke früher oder später verlassen. Es scheint mehrere Optionen zu geben. Doch was ist für Verein und Spieler die beste? Wie geht es weiter mit Jonas Urbig beim 1. FC Köln?

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Während das Transferkarussell bei den Zugängen nach dem geplatzten Deal mit Gregory Wüthrich und anscheinend auch der Wende im Fall Ivan Prtajin offenbar vorerst ins Stocken geraten ist, könnte es in den kommenden Tagen Bewegung bei den Abgängen geben. Und nach den Worten von Christian Keller im vereinseigenen Interview bei „fc.de“ soll es offenbar einige Leihen geben. Kein Wunder, der Sportdirektor ist ein bekennender Freund der Leihkonstrukte und die Kölner haben zuletzt ja auch gute Erfahrungen damit gemacht. Ein möglicher Leihkandidat könnte dabei Jonas Urbig werden. Denn die Ausgangslage ist schon vor Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde beim FC eine eindeutige. Marvin Schwäbe genießt auch weiterhin das volle Vertrauen des Trainers, wird seinen Platz als Nummer eins auch weiterhin haben und die Statistiken der vergangenen Wochen geben der Maßnahme recht, auch wenn sie ein wenig verzerrt sind.

Bayern München wohl weiterhin an Jonas Urbig interessiert

Urbig gilt nach wie vor als eins der größten Talente Europas und sitzt dennoch in der 2. Bundesliga auf der Bank. Für den ehrgeizigen Keeper wohl eine nicht hinnehmbare Rolle, für die Entwicklung des Youngsters absolut kontraproduktiv, der Marktwert ist laut transfermarkt.de schon eingebrochen. Ein Verbleib in Köln über 2026 hinaus gilt als sehr unwahrscheinlich. Und so werden alle Beteiligten wohl an einer Lösung interessiert sein. Zum Beispiel einem Leihkonstrukt. Dass der junge Keeper dann aber nach seiner Rückkehr für den FC noch einmal auflaufen wird, scheint aktuell unwahrscheinlich. Eine Vertragsverlängerung ist dem Vernehmen nach ebenfalls nicht angedacht, der FC wird nur noch im kommenden Sommer eine marktgerechte Ablöse kassieren können. Eine Leihe würde Urbig also wichtige Spielpraxis bringen und dem FC möglicherweise bei einem anschließenden Transfer je nach Leistung des Keepers in die Karten spielen.

Dabei gibt es noch eine weitere Möglichkeit, wie es mit dem Keeper weitergehen könne. Denn wie die „Sport Bild“ erneut berichtet, wird der FC Bayern München mit Mauel Neuer um ein Jahr verlängern. Alexander Nübel soll in den Zukunftsplänen des FCB keine große Rolle mehr spielen. Der Plan sieht offenbar tatsächlich vor, dass Neuer ein junges Talent neben sich als eigenen Nachfolger mit aufbaut. Und nach wie vor soll Urbig auf der Kandidatenliste des Rekordmeisters ganz weit oben stehen. Allerdings würde der Keeper in München auch erst einmal auf der Bank Platz nehmen müssen und die Bayern hatten bereits angedeutet, an der aktuellen Keeper-Situation im Winter nichts tun zu wollen. Möglich wäre aber durchaus ein Winter-Kauf, verbunden mit einer direkten Leihe. Nur sind die offenen Torhüter-Positionen rar.

So oder so deutet nicht viel daraufhin, dass Jonas Urbig noch einmal im FC-Trikot auflaufen wird und die Kölner ein weiteres Eigengewächs abgeben müssen. Die FC-Bosse werden sich nun gut überlegen, welche Form des Abschieds die wahrscheinlichste ist.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Zu Recht Herbstmeister?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Auch Prtajin-Deal wohl geplatzt – Die Transfereuphorie des 1. FC Köln wird bitter ausgebremst

Christian Keller plant den Kader des 1. FC Köln
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Auch Prtajin-Deal wohl geplatzt – Die Transfereuphorie des 1. FC Köln wird bitter ausgebremst

Nach dem Registrierungsverbot wurde das kommende Transferfenster fast schon sehnsüchtig erwartet. Doch es droht für den FC ein problematisches zu werden, bevor es überhaupt geöffnet hat. Der nächste geplatzte Transfer beim 1. FC Köln.

Das so lang ersehnte Transferfenster hat für den 1. FC Köln noch nicht geöffnet, da droht es schon zu einer herben Enttäuschung zu werden. Nach dem Gregory Wüthrich offenbar kein Thema mehr ist, wird nun auch der zweite Wunschspieler wohl nicht an den Rhein wechseln. Der nächste geplatzte Transfer beim 1. FC Köln.

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Wie nah Freud und Leid beieinander liegen, haben die Kölner in dieser Spielzeit innerhalb weniger Wochen erfahren dürfen. Noch im Oktober standen Trainer und Sportdirektor zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung vor dem Aus, nun überwintern die Geißböcke an der Spitze der Tabelle. Genauso schnell kann es aber offensichtlich auch in die andere Richtung gehen. Noch vor wenigen Wochen deuteten die Kölner Verantwortlichen an, dass es vor Weihnachten frohe Kunde in Bezug auf den Transfermarkt geben würde. Die Verpflichtung von Jusuf Gazibegovic sowie die Worte der Kölner Verantwortlichen nährten die Hoffnung, dass das Transferfenster, das seit einem knappen Jahr so sehnlich herbeigewünscht wurde, ein ganz besonderes werden könnte. Am Tag bevor es nun auch offiziell für den FC weitergeht, dürfte das Leid bei den FC-Bossen wieder ordentlich zugenommen haben.

Vier Vakanzen, eine Neuverpflichtung

Auch, wenn Christian Keller schon seit den Tagen vor Weihnachten mit einem beachtlichen Stampfer auf die Euphoriebremse trat und nun auch in einem vom Verein veröffentlichten Interview auf die Schwierigkeiten des Wintermarkts und die Qualität des eigenen Kaders ausdrücklich hinwies, dürfte auch bei dem 46-Jährigen das Frustlevel ordentlich gestiegen sein. Denn nach dem Transfercoup mit dem Fünf-Millionen-Schnäppchen Gazibegovic kommt nicht nur Stocken in den Kölner Transfermotor, zumindest in der Außenwahrnehmung stehen die Räder gerade ziemlich still. Das Transferfenster wird für die Kölner möglicherweise zu einem nicht unbeachtlichen Problem. Zumindest wurde die Phase von einigen Medien als richtungweisend für den Sportdirektor eingeordnet. Ob es das wirklich ist, ist offen. Fakt ist: Rund läuft es in der Transferphase sicher nicht.

Zumindest sind die beiden angestrebten Wunschtransfers neben Gazibegovic allem Anschein nach geplatzt. Der FC hatte noch in der vergangenen Folge der Doku „Geliebter Fußballclub“ zwischen den Zeilen darauf hingedeutet, dass neben dem Rechtsverteidiger auch ein erfahrener Stürmer, ein Innenverteidiger und ein Mittelfeldspieler mögliche Transferziele seien. Eben eine Achse. Zwischenzeitlich wurde sogar über zwei Stürmer spekuliert. Die Euphorie klingt nun anders. „Konkret wollen wir durch die erneute schwere Verletzung von Luca Kilian einen Innenverteidiger dazunehmen“, sagte Keller in dem FC-Interview. „Und auch wenn wir mit der Entwicklung unserer jungen Stürmer sehr zufrieden sind, würden wir gerne noch einen Neuner holen.“

Die beiden Wunsch-Deals sind wohl geplatzt

Als Innenverteidiger soll Gregory Wüthrich ganz weit oben auf der Liste gestanden haben. Der Deal ist vom Tisch. Die Verletzungshistorie des Schweizer Nationalspielers hat die Kölner Verantwortlichen offenbar aufhorchen lassen – und das nicht ohne Grund. Der Abwehrspieler schlägt sich schon lange mit Knieproblemen rum. Und der FC hat bekanntlich seine Erfahrungen mit hartnäckigen Knieverletzungen gemacht. Keller wird sich also nach einem anderen Innenverteidiger umschauen müssen. Tatsächlich sind die Geißböcke gerade auf der zentralen Abwehrposition zu dünn besetzt wie die vergangenen Wochen ja eindrucksvoll bewiesen haben. Eric Martel füllte die Position gut aus, soll aber wieder zurück auf die Sechs kehren. Wüthrich wird es nicht werden, über andere Namen wird bislang noch nicht spekuliert – was natürlich nichts heißen muss.

Und mit Ivan Prtajin ist nun auch der Wunschstürmer offenbar kein Thema mehr. „Wir gehen mittlerweile davon aus, dass ein Wechsel von Ivan in der Winterpause nicht zustande kommen wird“, sagte Prtajins Berater Petar Duvnjak der „Kölnischen Rundschau„. Die Entwicklung kommt nach dem Aus von Bo Svensson bei Union Berlin nicht mehr überraschend, immerhin wollte Horst Heldt die Meinung von einem neuen Trainer in Bezug auf den wuchtigen Stürmer hören. Und mit Steffen Baumgart kommt ein Prtajin-Befürwörter zu Union. „Steffen Baumgart hat sich als Trainer des 1. FC Köln und des Hamburger SV für Ivan interessiert“, sagte Duvnjak der „Rundschau“. „Wir schätzen die Situation daher so ein, dass Steffen Baumgart bei Union Berlin mit Ivan zusammenarbeiten möchte.“

Wohl keine Neuverpflichtungen vor dem Trainingslager

Schon in der vergangenen Woche hatten die „Ruhr Nachrichten“ berichtet, dass Julian Hettwer zumindest in diesem Winter auch keinen Wechsel anstreben wird. Ob der überhaupt Thema war, ist nicht bekannt. Genauso wenig, ob es tatsächlich ein Interesse an BVB-Keeper Marcel Lotka gegeben hat. Der Torhüter wird mit dem 1. FC Heidenheim in Verbindung gebracht. Das Transferfenster öffnet am Mittwoch und schließt erst im Februar – es ist also noch viel Zeit. Aktuell sieht es aber zumindest nicht so aus, als würden die Kölner noch vor der Abreise ins Trainingslager Neuverpflichtungen vermelden. Den Trip nach Spanien wollten die Geißböcke auch zur Integration möglicher neuer Spieler nutzen.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Zu Recht Herbstmeister?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Steffen Baumgart wird neuer Trainer bei Union Berlin – Prtajin-Wechsel damit geplatzt?

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Steffen Baumgart wird neuer Trainer bei Union Berlin – Prtajin-Wechsel damit geplatzt?

Es hatte sich nach dem Trainer-Aus von Bo Svensson in der vergangenen Woche bereits angedeutet. Am Montagmittag gaben die Eisernen nun ihren neuen Cheftrainer offiziell bekannt. Ex-Trainer des 1. FC Köln Steffen Baumgart wird neuer Coach bei Union Berlin. Ist der Prtajin-Wechsel für den FC geplatzt?

Der zuletzt beim HSV entlassene Trainer Steffen Baumgart kehrt nach 20 Jahren zurück zu dem Verein, bei dem er bereits als aktiver Spieler erfolgreich war. Ex-Trainer des 1. FC Köln Steffen Baumgart wird neuer Coach bei Union Berlin. Ist der Prtajin-Wechsel für den FC geplatzt?

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Nun ist es nach allen Spekulationen offiziell. Steffen Baumgart wird neuer Trainer bei Union Berlin. Das gab der Verein am Montagmittag bekannt. Baumgart kehrt nun nach 20 Jahren zum Hauptstadtclub zurück. Der 52-Jährige wechselte in seiner aktiven Zeit als Spieler zur Saison 2002/03 von Hansa Rostock zu den Eisernen und blieb bis 2004/05. Für Union bestritt der gebürtige Rostocker 68 Spiele, schoss 22 Tore und lieferte acht Vorlagen. Der Rostocker bezeichnete Union als Heimatclub. Und nicht nur die Vergangenheit verbindet Baumgart mit dem Verein. Auch die Beziehung zum aktuellen Geschäftsführers der 1. FC Union Berlin Horst Heldt begünstigte wohl den Wechsel. So war es Heldt, der bereits zu seiner Zeit beim 1. FC Köln dafür sorgte, dass Baumgart den Trainerposten bei den Geißböcken bekam, indem er die Verhandlungen vorangetrieben hatte. Den Amtsantritt des Cheftrainers erlebte Heldt nicht mehr – zuvor war er im Sommer 2021 entlassen worden.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

„Ich freue mich sehr auf die Rückkehr in die Bundesliga und zu Union“

Nun kreuzen sich die Wege von Heldt und Baumgart erneut. Nach der Trainerentlassung von Bo Svensson wurde der einstige Trainer des FC bereits früh als möglicher Nachfolger gehandelt. „Wir haben uns für Steffen Baumgart entschieden, weil wir überzeugt davon sind, dass er der richtige Trainertyp für uns ist. Seine Art, eine Mannschaft zu führen, Spieler zu fördern und zu fordern, war ein wichtiger Aspekt unserer Entscheidung. Hinzu kommt, dass er Bundesligaerfahrung mitbringt und Union bestens kennt“, erklärt Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball Männer des 1. FC Union Berlin, die Entscheidung auf der Vereinsseite. „Er ist ein Trainer, der keine lange Anlaufzeit braucht und einer Mannschaft schnell eine klare Ausrichtung geben kann. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und unserem neu formierten Trainerteam und bin überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden.“

Und auch Baumgart scheint glücklich mit seiner Rückkehr zu seinem Herzensverein. „Ich freue mich sehr auf die Rückkehr in die Bundesliga und zu Union. Es ist sicher ein Vorteil, den Verein und viele Menschen hier gut zu kennen. Wir haben keine lange Vorbereitungszeit und werden mit den Spielern intensiv arbeiten, um für die vor uns liegenden Aufgaben gewappnet zu sein. Union bietet sehr gute Voraussetzungen, um erfolgreich sein zu können. Diese möchte ich gemeinsam mit dem Trainerteam, den Betreuern und der Mannschaft bestmöglich nutzen“, so Steffen Baumgart zu seiner Rückkehr nach Köpenick. Zum Trainerteam werden auch die bereits beim FC an Baumgarts Seite stehenden Co-Trainer René Wagner und Kevin McKenna gehören, die auch beim HSV Assistenten des Coaches gewesen sind.

Wie geht es weiter mit Ivan Prtajin?

Vorbereitungszeit bleibt dem 52-Jährigen tatsächlich nicht viel. Bereits am Donnerstag, den 2. Januar, beginnt das Training an der Alten Försterei, bevor am Sonntag, den 5. Januar, das erste Testspiel ansteht. Aus Kölner Sicht ist aber eine ganz andere Personalie interessant: Stürmer Ivan Prtajin. Der Angreifer steht bekanntlich auf der Wunschliste der Kölner. Die Verhandlungen sollen angeblich fortgeschritteng gewesen sein. Prtajin wollte den Verein verlassen, soll den FC favorisieren. Doch schon mit dem Aus von Bo Svensson wurde über einen Verbleib des Angreifers in Berlin spekuliert. Sportchef Horst Heldt wollte sich dem Vernehmen nach die Meinung des neuen Trainers einholen. Und die dürfte bei Steffen Baumgart eine große sein. Zumindest soll sich der Trainer schon zu seiner Zeit beim FC für den wuchtigen Stürmer interessiert haben. Zumal Prtajin auch zu Baumgarts Vorstellung eines Zielstürmers passt.

Wie groß die Hoffnung der Kölner noch sein darf, ist offen. Allerdings werden sich die Chancen der Geißböcke nicht verbessert haben. Im Gegenteil: Es deutet viel darauf hin, dass Christian Keller nun einen Plan B aus der Tasche zaubern muss.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Veränderungen im Spiel des FC?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

FC-Frauen auf Torwartsuche: Verzichtet der 1. FC Köln erneut auf die Erfahrung von Almuth Schult?

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FC-Frauen auf Torwartsuche: Verzichtet der 1. FC Köln erneut auf die Erfahrung von Almuth Schult?

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln sind auf der Suche nach einer Torhüterin. Bereits im vergangenen Winter soll es Kontakte zu Almuth Schult gegeben haben. Damals habe sich der Verein jedoch gegen eine Verpflichtung entschieden. Eine Zusammenarbeit im zweiten Anlauf ist daher unwahrscheinlich – auch wenn die renommierte Keeperin ein enormer Gewinn auf und abseits des Platzes für den FC wäre. Almuth Schult ist wohl keine Alternative für den 1. FC Köln.

Mindestens zwei neue Spielerinnen will der FC für die Bundesliga-Mannschaft noch verpflichten. FC-Bereichsleiterin Nicole Bender-Rummler bestätigte gegenüber come-on-fc.com, dass der FC auch nach einer Torhüterin suche. Die ehemalige Nationaltorhüterin wäre ab 1. Januar vertragslos und sicherlich eine Verstärkung. Almuth Schult ist wohl keine Alternative für den 1. FC Köln.

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Die Ereignisse ähneln sich sehr: Im vergangenen Winter musste der 1. FC Köln auf unbestimmte Zeit auf seine Stamm-Keeperin Jasmin Pal verzichten, die sich im Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg eine Schulter-Verletzung zugezogen hat und letztlich vier Monate ausfiel. Nach Informationen von come-on-fc.com gab es zu Jahresbeginn 2024 einen Kontakt zwischen dem 1. FC Köln und Almuth Schult. Die deutsche Europameisterin und Olympiasiegerin hätte sich ein Engagement am Geißbockheim grundsätzlich vorstellen können. Die Verantwortlichen entschieden sich damals jedoch gegen eine Verpflichtung der erfahrenen Keeperin. Schult schloss sich stattdessen dem Zweitligisten Hamburger SV an, ehe sie im Sommer für ein halbes Jahr in die USA zu Kansas City wechselte.

Wie bewertet ihr den FC in der Hinrunde?

Almuth Schult wäre ablösefrei

Dort endet der Vertrag jedoch offiziell am 31. Dezember, sodass Schult ab Neujahr wieder ablösefrei auf dem Markt ist. Und der FC hat abermals eine Vakanz auf der Torhüter-Position, nachdem Jasmin Pal diesmal aufgrund einer Rücken-Verletzung noch für unbestimmte Zeit ausfallen wird. Und anders als im Januar verkündete die Sport-Chefin Nicole Bender-Rummler unlängst auch im Interview mit come-on-fc.com, dass man für die zweite Saisonhälfte diesmal eine externe Torhüterin verpflichten wolle. Der Verdacht liegt dabei nahe, dass die Personalie Schult nun doch nochmals akut werden könnte. Nachdem sich der FC jedoch im vergangenen Winter jedoch gegen eine Verpflichtung entschied, dürfte es zwölf Monate später kaum zu einer Übereinkunft kommen. Dabei wäre Schult mit ihrer Erfahrung prädestiniert, der zuletzt häufig unsicheren Defensive neuen Halt zu geben.

Der FC hat mit 34 Gegentoren gemeinsam mit dem Schlusslicht aus Potsdam die schlechteste Abwehr der Bundesliga. Für die Keeperin selbst wäre es die Chance, sich mit einem Engagement über ein halbes Jahr nochmals in den Fokus für die Europameisterschaft im Sommer zu spielen. Die sportlichen Parameter würden für beide Seiten stimmen – und Schults Engagement beim HSV im Frühjahr beweist, dass es letztlich kaum am finanziellen Aspekt scheitern würde, wenn beide Seiten zueinander finden wollen. Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Schult, die nebenbei als Expertin für die ARD arbeitet, gehört zu den meinungs- und charakterstarken Spielerinnen. Die jüngere Vergangenheit hat den Eindruck erweckt, dass man sich am Geißbockheim mit derartigen Charakteren in der Mannschaft mitunter schwertut.

Wer wird FC-Torhüterin?

So wurde dem Vernehmen nach der FC-Frauen-Ikone Rachel Rinast ihr Engagement als TV-Expertin zum Verhängnis, weswegen der auslaufende Vertrag 2022 nicht verlängert wurde. „Die Vereinsseite wollte nur Spielerinnen, die sich komplett auf das Fußballspielen fokussieren. Ich wollte aber auch meine Zeit nach der Karriere vorbereiten, deswegen hat es nicht gepasst“, berichtete Rinast später. Allein vor diesem Hintergrund erschiene es nicht konsequent, würde der FC nun Schult verpflichten – auch wenn die bald 34-Jährige sportlich für den Verein ein enormer Gewinn wäre und mit ihrem Namen auch die dringend benötigte Aufbruchstimmung auslösen könnte. Zudem wäre Schult ein gutes Marketing-Faustpfand bei der in Kürze beginnenden Bewerbung des nächsten Highlight-Spiels der Frauen im RheinEnergie-Stadion.

Nach Informationen dieser Redaktion gab es bisher jedoch keine neuen Kontakte zwischen dem FC und der Schult-Seite. Die Chance, eine ablösefreie Europameisterin, Olympia- und Champions-League-Siegerin zu verpflichten, wird vermutlich nicht genutzt. Und so bleibt es spannend, wen der FC in Kürze als neue Torhüterin präsentieren wird.

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Transfergerüchte

Komplizierter Transfermarkt

1. FC Köln: Stabiler in der Defensive, effizienter in der Offensive? Der Schein trügt

Spieler des 1. FC Köln
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1. FC Köln: Stabiler in der Defensive, effizienter in der Offensive? Der Schein trügt

Die Stabilität der Defensive, die verwerteten Chancen der Offensive, die Systemumstellung oder der Wechsel im Kölner Kasten – für die erfolgreiche Serie der Kölner wurden bereits viele Gründe herangezogen. Doch was sind die Gründe? Das hat sich beim 1. FC Köln tatsächlich verändert.

Mit einer beeindruckenden Aufholjagd hat sich der FC die Hinrunde gesichtert, überwintert nun also auf der Pole Position. Und das, nachdem die Kölner noch vor einigen Wochen am Abgrund der nächsten mittelschweren Krise standen. FC-Trainer Gerhard Struber dürfte ein wichtiger Faktor für die Trendwende sein. Der Coach sieht allerdings einen anderen Knackpunkt. „Wir haben es mit einem unglaublichen Schulterschluss hinbekommen“, sagte der Trainer unlängst. Doch kann dieser gelebte Zusammenhang nicht die einzige Erklärung für die Entwicklung sein. Bislang lag die Erklärung hauptsächlich in der kommunizierten neuen Marschroute „Mehr Stabilität, weniger Angriffsfußball“. Aber stimmt das? Das hat sich beim 1. FC Köln tatsächlich verändert.

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Fast schon mantraartig wiederholen die FC-Bosse seit Oktober, dass das Heil der Kölner in der Umkehr vom wuchtigen Angriffsfußball zu sicherer Defensive liegt. Tatsächlich täuscht der Eindruck nicht, dass die Kölner in den ersten zehn Saisonspielen einige Chancen liegen gelassen haben. Das zeigt schon alleine die eindrucksvolle Bilanz von 200 Torschüssen und 22 Treffern. Heißt also, die Kölner brauchten im Schnitt neun Abschlüsse um einen Treffer zu erzielen. Keine besonders gute Bilanz, im gleichen Zeitraum traf Nürnberg mit jedem fünften Abschluss. Das bestätigt auch der xGoals-Wert. Der lag nach dem Paderborn-Spiel bei knapp unter 24. Bedeutet: Der FC erzielte zwei Tore weniger als die Qualität der Chancen erwarten ließ. Auch das ist ein Zeichen für eine schwache Chancenverwertung. Zum Vergleich: Der KSC erzielte sieben Tore mehr als es der xGoals-Wert erwarten ließ.

Chancenverwertung ist gleich geblieben

Der damals kolportierte Chancenwucher hat sich aber nicht signifikant verbessert. Die Kölner erreichten nach der Systemumstellung einen xGoals-Wert von zwölf, erzielten zehn Tore und liegen damit erneut zwei Treffer hinter den Erwartungen. In diesen sieben Spielen war im Schnitt auch nur noch jeder zehnter Abschluss von Erfolg gekrönt. Allerdings kommen die Geißböcke auf weniger Offensivaktionen. Mit „nur“ noch 102 Abschlüssen ist der FC in der Statistik der abgegebenen Torschüsse in diesen sieben Begegnungen auf Rang sechs abgerutscht, führt die Gesamtbilanz aber nach wie vor an. Die Kölner kommen auch nur noch auf weniger Ecken, Torschüsse nach Ecken und somit auch Tore nach Ecken. Der FC findet in der Offensive nicht mehr so viel statt, die Gefahr vor dem Tor ist aber etwa gleich geblieben.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in der Hinrunde?

(Nur Spieler, die mindestens fünf Mal gespielt haben)

Und das in der Wahrnehmung der vergangenen Wochen aufgrund des Fokus auf einer stabileren Abwehr. Und tatsächlich scheinen die essentiellen Zahlen auch eine eindeutige Sprache zu sprechen. Immerhin kassierten die Geißböcke in den vergangenen sieben Partien nur drei Gegentore, in den ersten zehn Begegnungen waren es zwanzig. Der FC hat den Gegentore-Schnitt also von zwei Pro Spiel auf weniger als zwei Spiele pro Gegentore verbessert. Das liegt aber nicht nur an einer verbesserten Abwehr. Tatsächlich suchten die Kölner in beiden Phasen der Hinrunde etwa gleich oft die Zweikämpfe, in den ersten zehn Begegnungen waren die FC-Profis aber minimal besser, gewannen 49 Prozent, in den vergangenen sieben waren es 48. Zudem ließ der FC im Schnitt in etwa die gleiche Anzahl an Torschüssen aufs Tor zu. Nur fanden weniger den Weg ins Tor.

Weniger Qualität der Gegnerchancen

In den ersten zehn Begegnungen bedeutete im Schnitt jeder fünfte Abschluss des Gegners auch einen Treffer, in der Erfolgsserie brauchte es schon mehr als 20 Abschlüsse. Der Wert spricht auf den ersten Blick für Marvin Schwäbe und gegen Jonas Urbig – gibt der Torhüter-Entscheidung also recht. Doch wäre die Rechnung viel zu einfach. Denn der xGoals-Wert der Gegenchancen der Kölner lag in den ersten zehn Begegnungen bei über 15, während er in den vergangenen sieben Partien „nur“ bei drei lag. Heißt: Die Qualität der gegnerischen Chancen ließen in den vergangenen Begegnungen nur drei Tore erwarten. Auffallend, dass der FC in jenen Partien auch zehn Großchancen ausgesetzt war, in den vergangenen nur noch einer. Das wiederum spricht eher für die mangelnde Offensivqualität der Gegner in den vergangenen Wochen.

Und der FC steht deutlich tiefer als noch zu Saisonbeginn, als die Kölner durch zahlreiche Balleroberungen im gegnerischen Schlussdrittel frühzeitig für Gefahr sorgten. Gleichzeitig war Köln in dieser Phase aber auch anfälliger für die gegnerischen Angriffe und Umschaltmomente. So ließ der FC in den ersten zehn Begegnungen elf Abschlüsse nach Kontern zu, in den vergangenen Begegnungen waren es zwei. Mehr Stabilität in der Hintermannschaft, mehr Routine, eine defensivere Grundausrichtung und sicher auch die Qualität des Gegners – unterm Strich wird die Wahrheit in der Mitte zwischen zahlreichen Faktoren liegen. Am Ende des Tages zählt nur eine Statistik und die führt der FC nach der Hinrunde an: Die Tabelle.



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Keller zum FC-Krisenjahr

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Wird Jan Thielmann im kommenden Jahr zur Alternative in der Offensive beim 1. FC Köln?

Jan Thielmann vom 1. FC Köln
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Wird Jan Thielmann im kommenden Jahr zur Alternative in der Offensive beim 1. FC Köln?

Im letzten Spiel der Hinrunde drehte Jan Thielmann noch einmal richtig auf. Der 22-Jährige blickt allerdings auf eine eher durchwachsene Zeit zurück – und das nicht nur beim 1. FC Köln. Für die Zukunft wird es ebenfalls viel Konkurrenz geben, denn der FC verstärkte sich mit Jusuf Gazibegovic in der Defensive. Wird Jan Thielmann zur Option in der Offensive beim 1. FC Köln?

Bei den Geißböcken zwischenzeitlich auf der Bank, in der Nationalmannschaft den Stammplatz verloren – und nun bekommt der 22-Jährige im Winter Konkurrenz von Jusuf Gazibegovic. Wie geht es weiter mit dem FC-Eigengewächs? Wird Jan Thielmann zur Option in der Offensive beim 1. FC Köln?

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In der zweiten Halbzeit drehte der U21-Nationalspieler noch einmal auf. So, als wolle er im letzten Spiel des Jahres noch Pluspunkte für die kommenden Wochen sammeln. Gleich mehrfach ging Jan Thielmann mit Tempo Richtung Grundlinie und suchte vor der Box seine Mitspieler – fand diese aber nicht. Dass es ihm tatsächlich um eine Art Casting ging, ist zumindest fraglich, schließlich sollte sich doch ein Fußballprofi immer rund um die Leistungsgrenze bewegen. Dennoch war der Endspurt des 22-Jährigen auffallend. Thielmann lieferte bestimmt eins seiner besseren Spiele in der Saison ab, wobei die Messlatte gerade im Bezug auf die Begegnungen zum Saisonbeginn nicht übermäßig hoch lag. Das Kölner Eigengewächs blickt auf eine durchwachsene Hinrunde zurück.

Für Jan Thielmann lief es in dieser Spielzeit nicht rund

Auch aufgrund der Transfersperre konnten die Kölner bekanntlich im Sommer nicht nachbessern und nach dem Abgang von Benno Schmitz stand dem FC mit Rasmus Carstensen auch nur noch ein nomineller Rechtsverteidiger zur Verfügung. Dass Thielmann diesen aber auch weiterhin hinter sich gelassen hat, spricht entweder für die Qualitäten des 22-Jährigen oder zumindest aber für das Vertrauen in das Potenzial des Eigewächses. Beides konnte Thielmann aber nur selten nachweisen. Und das nicht nur bei den Geißböcken. Auch in der U21-Nationalmannschaft brachte der FC-Profi nicht gerade seine Bestleistung. Unter anderem im EM-Qualifikationsspiel gegen Polen hatte Thielmann seine Aktien in allen Gegentoren – die Begegnung endete 4:4. Und fortan war der Kölner seinen Stammplatz in der Nachwuchs-Nationalmannschaft los.

Auch beim FC musste das Eigengewächs zwischenzeitlich auf der Bank Platz nehmen und das, obwohl FC-Trainer Gerhard Struber schon zuvor auf die Dreierkette umgestellt hatte und Thielmann mit dieser deutlich besser zurecht gekommen ist, als zu Beginn der Spielzeit in der Viererreihe. Zwar stand der gebürtige Föhrener zuletzt wieder drei Mal in der Startelf, doch die Zeichen stehen dennoch auf Bankplatz. Schließlich haben die FC-Verantwortlichen Nägel mit Köpfen gemacht und mit Jusuf Gazibegovic auf dieser Position nachgebessert. Der Nationalspieler von Bosnien und Herzegowina kommt als großes Versprechen und mit einigen Vorschusslorbeeren. Insofern ist es kaum vorstellbar, dass Gazibegovic zunächst einmal auf der Bank Platz nehmen wird.

Wie geht es weiter mit Jan Thielmann?

Nach der Degradierung in der Nationalmannschaft droht Thielmann nun auch beim FC seinen Stammplatz zu verlieren. Es sei denn, der Youngster bekommt seine Chance in der Offensive. Denn eigentlich liegen dort bekanntlich die Wurzeln des 22-Jährigen. Mittlerweile lief das Kölner Eigengewächs 142 Mal für den FC in Pflichtspielen auf und das im zarten Alter von 22 Jahren. Thielmann steht jetzt schon in der Top-100 der Kölner Rekordspieler. 90 Prozent dieser Begegnungen bestritt der Förener auf Offensivpositionen. Auch bei den Junioren spielte Thielmann im Angriff. Im B-Junioren-Meisterschaftsjahr erzielte das Eigengewächs in 24 Spielen 15 Tore, hatte also maßgeblichen Anteil am Titel. Nicht erst seit dieser Spielzeit wurde der Youngster als großes Talent beim FC gehandelt.

Und obwohl Thielmann schon einige unvergessene Tore für die Kölner erzielt hat, lässt der komplette Durchbruch auch in der Offensive auf sich warten. In der zugegeben undankbaren vergangenen Krisensaison stellte Timo Schultz den vermeintlichen Außenspieler aus Ermangelung von Alternativen ins Sturmzentrum. Willen, Leidenschaft und vor allem Kampfgeist waren dem Eigengewächs sicher nicht abzusprechen, dennoch stand Thielmann auf verlorenem Posten. Das erkannte auch Schultz und verfrachtete den Akteur auf die rechte Abwehrseite. Nun könnte es also das Comeback in der Offensive geben. Das „könnte“ ist allerdings eins mit Ausrufezeichen. Denn die Offensive ist beim FC aktuell besonders stark besetzt. Eine Bank mit Namen wir Mark Uth, Luca Waldschmidt und Damion Downs hat jedenfalls kein anderer Zweitligist aufzuweisen.

Und in der Startelf sind Tim Lemperle, Linton Maina und zuletzt wohl auch Florian Kainz gesetzt. Ein weiterer Stürmer wird die Offensive beleben. So oder so sieht sich der 22-Jährige einem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt. Dem wird sich Thielmann mit Sicherheit stellen.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Zu Recht Herbstmeisterr?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Christian Keller spricht über die Kölner Transferpläne und von „Luftveränderungen“

Christian Keller spricht auch über die Transferüberlegungen des 1. FC Köln
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Christian Keller spricht über die Kölner Transferpläne und von „Luftveränderungen“

Mit Jusuf Gazibegovic haben die Geißböcke den ersten Neuzugang bereits in trockene Tücher gebracht. Und es sollen noch weitere folgen. Doch aktuell tut sich noch wenig auf der Zugangsseite. Das sagt Christian Keller über Transfers beim 1. FC Köln.

Nach einem Jahr Registrierungsverbot darf der FC nun auf dem Winter-Transfermarkt wieder zuschlagen. Die Erwartungen der Fans sind große, mit Jusuf Gazibegovic wurden diese auch schon genährt. Doch wie geht es weiter? Das sagt Christian Keller über Transfers beim 1. FC Köln.

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Ein gutes Jahr nach dem rabenschwarzen Donnerstag mit Trainer-Aus und Bestätigung des Registierungsverbots klärt sich der Himmel über dem Geißbockheim wieder langsam auf. Die Geißböcke spielen zwar in der 2. Bundesliga, die Chancen auf den Aufstieg sind aber als Herbstmeister sicherlich nicht die schlechtesten und die Kölner können auf dem Transfermarkt nachjustieren, den Kader noch einmal nachbessern. Allerdings ist der Kölner Sportdirektor von der Qualität des Teams nach wie vor überzeugt. „Zunächst möchte ich herausstellen, dass wir eine gute Mannschaft haben, die auch ohne Verstärkung in der Lage wäre, zum Ziel zu kommen“, sagt Christian Keller im zweiten Teil des FC-Interviews. „Nicht umsonst hat es die aktuelle Mannschaft nach der Vorrunde auf den ersten Tabellenplatz geschafft.“

Keller: „Wir würden gerne noch einen Neuner holen“

Die Herbstmeisterschaft ist eingetütet, das Vertrauen, nun auch einen Aufstiegsplatz am Ende der Saison einzunehmen ist bei dem Sportdirektor groß. Und dennoch wollen die FC-Bosse in den kommenden Wochen noch einmal nachbessern. „Die Devise in Richtung Mannschaft lautet daher wie folgt: Ihr seid gut und jetzt fügen wir dem Team noch ein paar Zutaten hinzu, die uns noch einmal ein Stück weiterbringen und dann packen wir es alle gemeinsam an“, sagt Keller. „Konkret wollen wir durch die erneute schwere Verletzung von Luca Kilian einen Innenverteidiger dazunehmen. Und auch wenn wir mit der Entwicklung unserer jungen Stürmer sehr zufrieden sind, würden wir gerne noch einen Neuner holen.“ Die Worte des Sportdirektors hören sich nicht nach schnellen Entscheidungen an.

Vielleicht auch, weil der Winter-Transfermarkt nicht der einfachste ist. „Welcher Club gibt im Winter schon gerne seine besten Spieler ab? Da gibt es im Sommer mehr Bereitschaft. Ein weiterer Faktor ist, dass wir aktuell in der 2. Bundesliga und nicht in der Bundesliga spielen – auch das schränkt den Markt ein“, sagt Keller. „Und viele denken, die Kassen beim FC müssten nun prall gefüllt sein, weil wir lange nichts mehr auf dem Transfermarkt gemacht haben. Aber das stimmt natürlich nicht.“ Denn laut Keller sei viel gespartes Geld in die Sanierung des Vereins geflossen. Dennoch gebe es nun mehr Handlungsspielraum. „Wir hatten lange Zeit und sind gut vorbereitet – die Entscheidung über einen Transfer liegt aber nicht nur bei uns, sondern immer auch beim abgebenden Club.“ So wie aktuell beispielsweise bei Ivan Prtajin, der wohl zum FC wechseln will, doch durch den Trainerwechsel bei Union vor einer neuen Situation steht.

Keller: „Gazi wird ein Sieger-Gen mitbringen“

Mit Jusuf Gazibegovic ist der erste Neuzugang bereits in trockenen Tüchern und schon jetzt wird der Rechtsverteidiger von vielen Fans gefeiert. „Gazi wird ein Sieger-Gen mitbringen“, sagt Keller. „Er ist außerdem ein richtiger Athlet und bringt Intensität mit. Und er wird uns bei einer guten Balance aus Spiel gegen den Ball und Spiel mit dem Ball helfen. Zudem wird Gazi gute Laune reinbringen, weil er jemand ist, der nicht um einen Spruch verlegen ist.“ Der neue Rechtsverteidiger war für die Kölner die erste Verpflichtung nach dem Registrierungsverbot. Eine Sanktion, die Keller selbstkritisch einschätzt. „Zunächst muss man dennoch festhalten, dass die Verpflichtung von Jaka unter den damaligen Rahmenbedingungen ein unternehmerischer Fehler war. Das liegt, um es auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich zu betonen, aber nicht an Jaka“, sagt Keller.

Doch die Folgen waren für den FC immens. „Das Risiko der Verpflichtung wurde seinerzeit zwar richtig bewertet, aber unterschätzt, dass bei Risikoeintritt ein Totalschaden resultiert. Dass die Strafe nun vorzeitig aufgehoben wurde, ist eine späte Symbolik, weil wir auf einer europarechtswidrigen Grundlage verurteilt wurden“, sagt Keller. „Diese Argumentation hatten wir bereits im Prozess vor dem CAS und in einem Gnadengesuch gegenüber der FIFA – jeweils ohne Erfolg – vorgebracht. Nun haben wir spät doch noch Recht bekommen, auch wenn es uns in diesem Fall nichts mehr bringt und wir darüber auch nicht triumphieren sollten.“ Nun ist das Registrierungsverbot aufgehoben und der FC will den Kader verstärken. Das bringt natürlich auch mögliche Abgänge mit sich.

Keller: „Dann braucht es eine Luftveränderung“

Spieler wie Sargis Adamyan oder Florian Dietz werden wohl keine Chance mehr bei den Geißböcken bekommen. „Ich habe frühzeitig mit dem einen oder anderen Spieler gesprochen, um ihm seine Perspektive aufzuzeigen. Das war für die Spieler dann auch keine Neuigkeit, denn wir definieren fortlaufend wechselseitige Erwartungen und sind im regelmäßigen Austausch“, sagt der Sportdirektor. „Wenn es bei einzelnen Personalien dann nicht so klappt wie von beiden Seiten definiert, braucht es eine Luftveränderung. Deshalb ist sicher die eine oder andere Leihe angestrebt – bei erfahreneren Spielern mit einer unbefriedigenden Situation oder bei jungen Spielern, die wir über mehr Spielpraxis gezielt fördern möchten.“ Elias Bakatukanda gehört sicherlich zu den jungen Akteuren, von denen sich die Kölner Spielpraxis und damit auch Entwicklung bei einem anderen Club wünschen.

Gerade bei dem Youngster sind die Erwartungen und das Vertrauen in sein Potenzial groß. Ganz anders bleiben aber auch einige erfahrene Spieler hinter den Erwartungen zurück. „Dennoch bleiben einige deutlich unter ihren Möglichkeiten. Die Gründe hierfür sind individuell und vielschichtig“, sagt Keller. „Natürlich hätte ich mir mehr erhofft, weil der eine oder andere auch einfach viel mehr kann. Wenn ein Spieler das über einen längeren Zeitraum aber nicht zeigen kann, dann braucht es eine temporäre oder vielleicht auch eine dauerhafte Luftveränderung.“


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Einzelkritik der FC-Offensive

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Absagen, Abwarten, Fragezeichen – Wird das Transferfenster vor der Öffnung zur Hängepartie?

Thomas Kessler und Christian Keller planen den Kader
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Absagen, Abwarten, Fragezeichen – Wird das Transferfenster vor der Öffnung zur Hängepartie?

Nach Beendigung der Transfersperre darf der FC in diesem Winter wieder zuschlagen. Nur so ganz will dieses Vorhaben – zumindest bisher – nicht gelingen. Nach der Verpflichtung von Jusuf Gazibegovic ist es still geworden um Neuzugänge. Steht der 1. FC Köln vor einer schweren Transferperiode?

Endlich dürfen die Kölner wieder neue Spieler verpflichten und diese auch registrieren. Aktuell scheint es so, als wollten die FC-Verantwortlichen viel, bekämen aber wenig. Die Transferperiode sei im Winter eine schwere, war kürzlich aus dem Geißbockheim zu hören. Möglicherweise läuft es nicht so rund, wie es sich die FC-Bosse gewünscht haben. Denn bei den Neuverpflichungen liegt es nicht nur in Kölner Hand, zwei weitere Seiten sitzen im Winter mit am Tisch. Steht der 1. FC Köln vor einer schweren Transferperiode?

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Die Worte des kaufmännischen Geschäftsführers Philipp Türoff vor wenigen Tagen klangen verheißungsvoll und ließen wohl das ein oder andere Fan-Herz höher schlagen. „Man wird sehen, für welche Spieler wir uns entscheiden werden. Es wird aber noch die eine oder andere Meldung mehr geben als die Verpflichtung von Jusuf Gazibegovic“, so der 48-Jährige im „Geissblog“. Auch die nötigen Mittel will der FC dafür in die Hand nehmen. „Aus finanzieller Sicht ist dann entscheidend, ob das nur über einen Kauf möglich ist oder über eine Leihe, mit oder ohne Kaufoption. Das kann bei der Liquidität und der Finanzierung zu deutlichen Schwankungen führen. Dennoch wollen wir für die richtige Position den geeigneten Spieler finden“, so Türoff weiter. Die Marschroute scheint also klar. Die Geißböcke wollen sich zusätzlich zu Gazibegovic noch mit dem ein oder anderen Spieler verstärken – und das auf ordentlichem Niveau.

Wie geht es weiter mit Ivan Prtajin?

Nur scheint dieses Vorhaben bislang leichter geplant als durchgeführt zu sein. Die Neuverpflichtung vom Grazer Champions-League-Teilnehmer ließ die Hoffnungen auf weitere Transfers, die dem FC sofort weiterhelfen können, wachsen. Als Beweggrund des Wechsels nach Köln nannte der 24-Jährige unter anderem den aktuellen Coach der Geißböcke. Gerhard Struber sei der Trainer, der ihn „schon sehr lange kennt und mich schon als kleines Kind betreut hat.“ Denn Struber und Gazibegovic haben in Österreich bekanntlich eine gemeinsame Vergangenheit. So war es der 47-Jährige, der ihn geformt und ihm immer gute Tipps gegeben habe. Mit einem solchen Pfund als Argument für einen Wechsel können die FC-Verantwortlichen natürlich bei wohl keinem anderen Transferkandidaten trumpfen. Und so werden die Argumente für einen Wechsel an den Rhein dünner.

Wie zum Beispiel im Fall von Ivan Prtajin. Der Unioner ist nach wie vor mehr als im Gespräch. Vor allem die fehlende Einsatzzeit unter Coach Bo Svensson soll den 28-Jährigen dazu verleitet haben, einen Wechsel vom Hauptstadt-Club in Erwägung zu ziehen. Der FC soll unter den Interessenten nach wie vor die besten Karten haben. Doch wie das Leben so spielt, könnte sich die Situation für den Kroaten nach dem Trainer-Aus von Svensson kurz nach Weihnachten nun unter einem neuen Coach komplett verändern. Zumindest will Union-Manager Horst Heldt offenbar noch die Meinung vom Neu-Trainer abwarten. Der ist bekanntlich noch nicht gefunden, zumindest nicht offiziell verkündet. Der Transfer von Prtajin könnte sich also noch hinziehen – wenn er denn dann auch vollzogen wird.

Vier Namen heiß gehandelt, ein Spieler verpflichtet

Bei zwei weiteren Namen, die gehandelt wurden, sind die Vorzeichen andere. Gregory Wüthrich soll wie berichtet wohl keine Option mehr beim FC sein. Dem Vernehmen nach fällt der Innenverteidiger aufgrund der Verletzungshistorie und anhaltender Knieprobleme aus dem Raster. Der Nationalspieler der Schweiz hätte den Kölnern mit seiner Erfahrung gut getan, doch will man das Risiko beim FC wohl nicht eingehen. Auch Julian Hettwer wird nicht in diesem Winter zu den Geißböcken wechseln. Zumindest soll sich der Offensivspieler mit dem BVB darauf geeinigt haben, bis zum kommenden Sommer definitiv in Dortmund zu spielen, über die Zukunft werde dann im Frühling entschieden. Ob das Interesse an dem Außenbahnspieler überhaupt für diese Winter schon galt, ist unbekannt. Es lag und liegt aber mit Sicherheit vor.

Unterm Strich haben die Kölner von den vier – realistisch – gehandelten Namen bislang nur einen unter Fach und Fach gebracht. Jusuf Gazibegovic hat schon jetzt das Potenzial zum aktuellen Königstransfer. Er soll es aber sicher nicht nur werden, weil der Abwehrspieler die einzige Neuverpflichtung ist. Bevor das Transferfenster überhaupt geöffnet hat, droht es für die Kölner zu einer Hängepartie zu werden. Zumal der FC seine Neuverpflichtungen am liebsten schon zum Trainingsauftakt Anfang Januar beisammen hätte. Am Sonntagvormittag will der Verein ein Interview mit Christian Keller veröffentlichen. Darin soll sich der Sportdirektor auch zu Transfers äußern. Möglicherweise bekommen die Leitplanken dann ein paar Konturen, einen neuen Namen wird Keller sicherlich nicht präsentieren.


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Keller zum Krisenjahr

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Das sagt Christian Keller zum FC-Krisenjahr und über den Umgang mit der heftigen Kritik

Christian Keller vom 1. FC Köln
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Das sagt Christian Keller zum FC-Krisenjahr und über den Umgang mit der heftigen Kritik

Auch für Christian Keller war es ein heftiges Jahr mit vielen Auf und Abs – wohl mehr Tiefschlägen. Im Interview beim FC äußert sich der Sportdirektor des 1. FC Köln: Das sagt Christian Keller zum Krisenjahr und Kritik an seiner Person.

Auch wenn die Kölner an der Tabellenspitze überwintern, ein wirklich erfolgreiches Jahr war es nicht für den 1. FC Köln: Das sagt Christian Keller im Interview mit dem FC zum Krisenjahr, der Kritik an seiner Person und seinen Highlights.

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Die Freude über die Herbstmeisterschaft war den Spielern nach dem 1:0-Erfolg über Kaiserslautern anzusehen. Auch Christian Keller wird eine Spur von Erleichterung gespürt haben. Denn der FC blickt auf ein besonders herausforderndes Jahr zurück. Ein Jahr mit mehr Tiefschlägen als Erfolgsmomenten und darüber täuscht wohl auch nicht der Gewinn der Herbstmeisterschaft hinweg. Für die Geißböcke war es – wenn auch selbst verschuldet – aber auch alles andere als ein einfaches Jahr. Der FC ist ohne große personellen Veränderungen in die Rückrunde gestartet, einzig auf dem Trainerposten konnte mit Timo Schultz nachgerüstet werden. Doch auch der Ostfriese konnte das Ruder nicht mehr herumreißen.

Keller: „Ich war sicher, dass die wesentlichen Protagonisten Verantwortung übernehmen würden“

Dabei hatten die Kölner bis zum Schluss noch Hoffnung. Auch Christian Keller war fest davon überzeugt, dass die Kölner den Abstieg noch verhindern könnten. „Ein Punkt war sicher, dass wir zu ungünstigen Zeitpunkten viele Verletzte hatten, wenn ich nur daran denke, wie wenig Spiele Luca Waldschmidt, Davie Selke und Mark Uth zusammen in der Rückrunde bestreiten konnten“, erklärt Christian Keller im Interview mit dem FC die Gründe. „Ein weiterer Faktor war, dass etliche Spieler mit der Drucksituation, unbedingt gewinnen zu müssen, nicht umgehen konnten. Nur so kann eine Nicht-Leistung wie in Heidenheim und auch einigen anderen Spielen davor zustande kommen. Die Spieler wollten grundsätzlich alle, aber sie konnten oftmals nicht, weil der Kopf die Beine schwer gemacht hat. Auch die Transfersperre war ein Faktor. Wir konnten im Sommer nicht so gezielt agieren, wie wir uns vorbereitet hatten und im Winter dann gar nichts mehr machen.“

Und so kassierten die Kölner gegen Heidenheim am letzten Spieltag die bittere Pleite, die gleichzeitig den Abstieg bedeutete. „Leider hat man nach fünf Minuten in diesem Spiel schon gesehen, wohin es läuft“, sagt Keller nun. „Es war dann gar nicht in erster Linie Enttäuschung, es war eher eine Fassungslosigkeit über unsere Leistung in einem so wichtigen Spiel. In den Tagen danach hat es mich dann richtig angekotzt, weil der Abstieg natürlich nicht meinem Selbstverständnis entspricht. Das hat mich auch wütend gemacht.“ Doch die FC-Verantwortlichen nahmen die Situation als Herausforderung. Und das, obwohl zahlreiche Schreckensszenarien an die Wand geworfen wurden. „Ich war sicher, dass die wesentlichen Protagonisten Verantwortung übernehmen und am Schluss diese Verantwortungsübernahme auch positive Effekte auf die ganze Mannschaft haben wird. Der eine oder andere Spieler hätte trotz einer schlechten vergangenen Saison sicher Optionen gehabt, den FC auch zu verlassen.“ 

Keller: „Die Kritik richtet sich auf meine Funktion“

Doch die meisten Spieler blieben bekanntlich. Und der FC legte mit einer ungeahnten Offensiv-Wucht los, war aber in der Defensive zu anfällig. Unterm Strich standen trotz Offensivspektakel zu wenig Punkte. „Es hat sich aber schon in der Vorbereitung gezeigt, dass die Spieler nach dem Abstieg noch einen mentalen Rucksack mit sich rumschleppten. Es war fast eine Art Angst vor dem Gewinnen. Das Magdeburg-Spiel war dabei ein Knackpunkt“, sagt Keller. „Wir waren kurz davor, dass wir wieder ein Selbstverständnis für unser Spiel und darüber auch eine Selbstverständlichkeit im Gewinnen entwickeln, das heißt, dass wir daran glauben, mit unserer Art und Weise konstant erfolgreich sein zu können.“ Gerade die Begegnungen gegen Magdeburg und Düsseldorf seien nicht sonderlich hilfreich in Bezug auf das Selbstvertrauen gewesen.

Die Phase der Saison gipfelte in den Begegnungen gegen Darmstadt und Paderborn und damit auch in der heftigen Kritik an Gerhard Struber und eben Keller. „Ich glaube, es ging in dieser Phase nicht um diese beiden Niederlagen, sondern um den über einen längeren Zeitraum aufgestauten Unmut“, sagt Keller, der den Frust der Fans nachvollziehen kann, auch, wenn gerade er in den Sozialen Medien sehr hart angegangen wurde. „Die Menschen kritisieren nicht mich als Person, weil sie mich als Person zumeist gar nicht kennen und bewerten können. Die Kritik richtet sich auf meine Funktion. Dabei hilft mir ein hohes Maß an Resilienz. Ich habe früh in meinem Leben gelernt: Wenn du Sachen gravierend verändern musst, dann machst du a) nicht alles richtig, dann wird es b) auch eine Zeit dauern, bis die Veränderungen auch im Ergebnis sichtbar sind und deshalb muss du c) viel Ausdauer, Widerstandsfähigkeit und Überzeugung vorleben.“ 

Keller: „Wenn mir diese Kritik etwas ausmachen würde, dann könnte ich den Job nicht machen“ 

Komplett kalt lässt den Sportdirektor die Kritik aber nicht. „Mich berührt es am meisten, wenn ich sehe, dass es mein Umfeld berührt. Das beginnt natürlich bei der Familie. Meine Eltern waren beim Paderborn-Spiel zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder im Stadion. Das war für sie natürlich kein Vergnügen“, so Keller. „Es geht weiter mit dem Freundeskreis und in die Belegschaft rein. Ich selbst weiß, worauf ich mich eingelassen habe. Mir macht das nichts aus und wenn es mich doch einmal trifft, dann mache ich Sport und danach geht es mir wieder besser. Wenn mir diese Kritik etwas ausmachen würde, dann könnte ich den Job nicht machen.“ 

Doch es gab für den Sportdirektor auch positive Momente. „Der Pokalsieg in Sandhausen war ein toller Moment, als ich die Mannschaft nach langer, langer Zeit einmal wieder total freudig und ausgelassen gesehen habe“, sagt der Sportdirektor und nennt zudem auch das Krisengespräch der Spieler nach dem Abstieg, als diese Verantowrtung übernahmen, genauso wie die Anteilnahme an der Verletzung von Luca Kilian. „Losgelöst von einzelnen Momenten war es für mich schön, wie die wesentlichen Protagonisten in schwierigen Phasen zusammengehalten haben. Es geht um die Sache und nicht um mich oder andere Personen. Das würde ich über das Jahr 2024 schreiben.“


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Einzelkritik der FC-Offensive

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Trotz Herbstmeisterschaft: Das sind unsere Verlierer der FC-Hinrunde

Jonas Urbig vom 1. FC Köln im Tor
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Trotz Herbstmeisterschaft: Das sind unsere Verlierer der FC-Hinrunde

Der sportliche Höhenflug des 1. FC Köln mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft brachte zwangsläufig einige Gewinner hervor, allerdings blieben auf dem Erfolgsweg auch einige Spieler vorerst zurück. Das sind unsere Verlierer der Hinrunde des 1. FC Köln.

Der FC hat nach dem eher durchwachsenen Start in die Saison ordentlich Boden gut gemacht. Doch nicht für alle Akteure lief es rund bei den Geißböcken. Das sind unsere Verlierer der Hinrunde des 1. FC Köln.

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Jonas Urbig: Das Eigengewächs stieg nach seiner Rückkehr aus Fürth zur Nummer eins auf. Die für den Trainer gefährlich werdende Erfolglosigkeit kostete Urbig jedoch den Stammplatz. Der U21-Nationaltorwart ist beim FC außen vor – und denkt angesichts dessen wohl auch über einen Abschied nach. Mit Urbig im Tor gelangen den Geißböcken nur drei Siege in zehn Spielen und die Kölner kassierten 20 Gegentore. Diese Bilanz allerdings alleine dem Keeper zuzuschreiben, wäre nicht fair. Bei vielen Gegentoren war der einstige Kronprinz chancenlos. Dennoch sind 20 Gegntore zu viel. Der 21-Jährige verliert auch beim Marktwert. So lag der geschätzte Wert auf dem Online-Portal transfermarkt.de im März noch bei vier Millionen Euro, sank bis zum Dezember diesen Jahres allerdings um eine Million auf drei Millionen Euro.

Rasmus Carstensen: Der Däne verlor seinen Stammplatz bereits am Ende der vergangenen Saison. Zu einem Comeback reichte es in dieser Saison unter dem neuen Trainer nicht: Der Rechtsverteidiger kam nur auf drei Spiele in der zweiten Liga mit mageren 117 Einsatzminuten. In der Rückrunde dürfte sich daran wohl auch kaum etwas ändern, hat der FC doch mit Jusuf Gazibegovic einen Neuzugang just für diese Position verkündet. Auch Carstensen verzeichnet Einbußen bei den Marktwerten. Der Däne, der seinen Wert zwischenzeitlich beim FC auf drei Millionen Euro im Dezember letzten Jahres gesteigert hatte, verlor zwei Drittel und steht nun noch bei einem geschätzten Marktwert von einer Million und liegt somit jetzt unter der kolportierten gezahlten Kaufsumme von 1.5 Millionen.

Wie bewertet ihr den FC in der Hinrunde?

Umgeschult und ausgebremst

Jan Thielmann: Der etatmäßige Stürmer wurde bereits in der Endphase der Abstiegssaison zum Rechtsverteidiger umgeschult. Dort begann Thielmann zunächst auch, wurde nach der System-Umstellung auf eine Dreierkette ins rechte Mittelfeld vorgezogen. Der Kicker-Notenschnitt von 3,75 zeugt jedoch von einer durchwachsenen ersten Halbserie des Publikumslieblings. Zwischenzeitlich musste das Eigengewächs beim FC sogar auf der Bank Platz nehmen, bevor Struber ihm in den letzten drei Spielen wieder Spielzeit gab. In der Rückrunde bekommt Thielmann nun auch noch Konkurrenz von Neuzugang Jusuf Gazibegovic. Ein Verlust des Stammplatzes oder zumindest eine weitere „Competition“ droht. Und das nicht nur in der Defensive. Sollte sich für den 22-Jährigen der Weg zurück in die Offensive wieder öffnen, wartet auch hier ein Konkurrenzkampf.

Max Finkgräfe: Der Aufschwung des 20-Jährigen aus der vergangenen Saison (24 Einsätze, Stammspieler in der Rückrunde) wurde im Sommer jäh ausgebremst. Den stetigen Konkurrenzkampf mit Leart Pacarada verlor Finkgräfe unter anderem erneut verletzungsbedingt, spielte unter dem neuen Trainer Gerhard Struber lange keine Rolle, kam nur noch auf enttäuschende vier Einsätze in der zweiten Liga (159 Minuten). Im Duell um die Herbstmeisterschaft durfte der 20-Jährige dann nochmal 85 Minuten auf den Platz. Allerdings auch nur, weil dem FC gleich zwei Defenisivspieler fehlten. Julian Pauli fiel verletzungsbedingt, Dominique Heintz wegen einer Gelb-Sperre aus. Für die Rückrunde deutet derzeit wenig darauf hin, dass sich an der Situation etwas ändern wird. Der FC wird sein Eigengewächs daher trotz des bis 2026 laufenden Vertrags vermutlich verlieren, der VfB Stuttgart soll derzeit interessiert sein.

Findet Luca Waldschmidt zurück zur Form?

Marvin Obuz: Der gebürtige Kölner kam mit mächtigem Rückenwind von seiner Leih-Station zurück: Der Flügelstürmer träumte mit RW Essen vom Aufstieg in die zweite Liga, hatte mit sieben Toren und 14 Vorlagen auch erheblichen Anteil am Essener Aufschwung. In Köln spielte Obuz unter Struber jedoch ebenfalls keine Rolle. Nicht einmal in der Phase, als dem FC wenig gelang, brachte der Trainer den wendigen Angreifer, der bislang bei vier Einsätzen (82 Minuten) in der zweiten Liga steht. Seit seinem Wechsel von RWE zum FC sank der geschätzte Marktwert des Rechtsaußen vom 600.000 Euro auf 500.000 Euro. Ein Abgang von Obuz ist abzusehen.

Luca Waldschmidt: Der Stürmer fehlte zum Jahresanfang wegen eines Wadenbeinbruchs wochenlang. Der 28-Jährige kam seither jedoch nicht richtig in Schwung, auch in der laufenden Saison kam der Angreifer zumeist nur aus der Joker-Rolle – und das trotz eines furiosen Starts in der Sommer-Vorbereitung mit vier Toren und vier Vorlagen. Seine Joker-Rolle konnte Waldschmidt jedoch nicht mit Erfolg ausfüllen, seit Anfang Oktober ist der Stürmer ohne Erfolgserlebnis. Dass es für den ehemaligen Nationalspieler auch in der zweiten Saisonhälfte nicht einfacher wird, ergibt sich schon alleine aus der Vielzahl an bereits existierenden Offensivkräften bei den Geißböcken. Es bleibt spannend, ob der Angreifer in der Rückrunde wieder zur Form vergangener Tage zurückfindet.

Zu den Verlierern der Hinrunde gehören unter anderem auch die potenziellen Streichkandidaten Sargis Adamyan und Florian Dietz. Die beiden Stürmer werden den Verein wohl im Sommer verlassen.

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