Tore bei der U21: Downs und Diehl treffen bei 3:3 gegen Gütersloh

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Tore bei der U21: Downs und Diehl treffen bei 3:3 gegen Gütersloh

Die U21 des 1. FC Köln ist in der Regionalliga West nicht über ein 3:3-Unentschieden gegen den FC Gütersloh hinaus gekommen. Allerdings bewiesen die Geißböcke Nehmerqualitäten und kamen zwei Mal zurück.

Zwar hat die Kölner Reserve in der Regionalliga West die Tabellenführung und einen weiteren Dreier verpasst. Dennoch gab es Grund zu Jubeln bei der U21: Damion Downs und Justin Diehl treffen bei 3:3-Unentschieden gegen Gütersloh. Der FC lag gleich zwei Mal zurück.

Für den FC ging es am 16. Spieltag der Regionalliga West um nicht weniger als die Tabellenführung. Dafür hätte Spitzenreiter Bocholt allerdings verlieren und der FC sein Heimspiel gegen Gütersloh gewinnen müssen. Beides traf allerdings nicht ein. Während Bocholt sein Auswärtsspiel in Wuppertal gewann, kam der Kölner Nachwuchs nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus, bewies aber Nehmerqualitäten. Zwar standen die Jungprofis Damion Downs und Max Finkgräfe genauso wie die Talente Justin Diehl und Meiko Wäschenbach in der Startformation, doch die Kölner U21 erwischte alles andere als einen guten Start. Im Gegenteil. Nachdem die Kölner schon in den Anfangsminuten so gut wie keine gefährliche Aktionen aus dem Ballbesitz erzeugen konnten, sorgte Gütersloh für die Führung. Lennard Rolf traf für die Gäste bereits in der siebten Minute. Die Kölner mühten sich um eine adäquate Reaktion, blieben aber ungefährlich. Ganz anders der Gast. Zunächst konnte Jonas Nickisch einen höheren Rückstand gegen Eduard Probst noch verhindern, doch im zweiten Versuch war der Kölner Keeper machtlos.

FC dem Siegtreffer näher

Doch dieses Mal zeigten die Kölner die erhoffte Reaktion. Eine schwache Keeper-Abwehr von Jarno Peters nutzte Downs zum Anschlusstreffer. Und Köln legte nach. Nach einer wunderschönen Aktion legte Finkgräfe auf Emin Kujovic, der aus 18 Metern stark vollendete. Es ging mit dem 2:2 in die Kabine. Köln wirkte nach dem Wechsel wacher, engagierter. Der FC war in dieser Phase das bessere Team, die Chancen und deren Verwertung waren aber nach wie vor überschaubar. Das sollte sich rächen. Tim Manstein verwandelte aus knapp 30 Metern einen Freistoß direkt, Nickisch machte nicht die beste Figur. Der FC drückte auf den Ausgleich, kam auch zu guten Möglichkeiten. Unter anderem vergab Downs, bevor es Diehl besser machte. Nach Vorarbeit von Adam Lenges traf einmal mehr Diehl zum verdienten 3:3. In der Schlussphase waren die Geißböcke dem Siegtreffer sogar deutlich näher, hätten ihn sogar erzielen müssen. Der eingewechselte Joao Pinto vergab aus kurzer Distanz wenige Sekunden vor dem Abpfiff.

Da sich Fortuna Köln gleichzeitig 2:0 beim FC Schalke 04 II durchsetzte, zogen die Südstädter wieder am FC vorbei. Die Geißböcke haben nun fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Bocholt. Am kommenden Freitag ist die U21 zu Gast bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf. Für Justin Diehl war es bereits der zehnte Saisontreffer. Damion Downs schraubte sein Trefferkonto auf fünf in die Höhe.

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Baumgart: „Das bedeutet nicht, dass ich in einigen Wochen oder Monaten noch Trainer bin“

Keller deutet weiteren Transfer an
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Baumgart: „Das bedeutet nicht, dass ich in einigen Wochen oder Monaten noch Trainer bin“

FC-Trainer Steffen Baumgart sitzt in Köln noch fest im Sattel, während Klubs wie Union Berlin und der FC Augsburg bereits die Reißleine gezogen haben. Nun äußerte sich der Trainer zu seiner Zukunft.

Union Berlin, der FSV Mainz und der FC Augsburg, bei drei Bundesliga-Klubs gab es bereits die ersten Veränderungen auf dem Posten des Cheftrainers. Das ist auch weiterhin kein Thema beim FC. Steffen Baumgart äußert sich zur Zukunft beim FC.

Der Kölner Coach erfährt trotz der Krise Rückendeckung von den Verantwortlichen. Erst am vergangenen Sonntag wiederholte Christian Keller, dass man von dem Weg des FC-Coachs überzeugt sei. Der Sportdirektor stellte dem Trainer und seinem Team im Sport1-Doppelpass ein „sehr gutes“ Zeugnis aus und sieht nach wie vor keinen Grund für Veränderungen. „Wir haben ein sehr enges, aber auch ein kritisches Miteinander mit Christian Keller, Thomas Kessler, meinem Trainerteam und der Mannschaft“, sagte Steffen Baumgart nun der „FAZ“ (+). „Wir arbeiten sehr vertrauensvoll zusammen. Das bedeutet aber nicht, dass ich in einigen Wochen oder Monaten in jedem Fall noch Trainer bin, sondern es bedeutet, dass wir jetzt in dem Moment glauben, auf dem richtigen Weg zu sein.“

Baumgart: „Ich will nicht im November anfangen, über diesen Fall zu reden“

Und der Weg ist bekanntlich Baumgarts Offensivfußball, hohe Intensität, aggressives Anlaufen. Über zwei Spielzeiten schien der Weg alternativlos, doch aktuell will er nicht mehr so recht funktionieren. Einige Anhänger sprachen zuletzt davon, Baumgarts Spielsystem sei entschlüsselt. „Fußball lebt, Fußball ist immer eine Entwicklung. Ein Beispiel: Nur weil wir im letzten Jahr, das Anlaufen gut hingekriegt haben, heißt das nicht, dass das so weitergeht“, sagte Baumgart. „Da geht es um Nuancen. Wenn der Gegner eine Lösung hat, funktioniert das plötzlich nicht mehr so gut. Also musst du selbst wieder Auswege finden, das ist das Spiel.“ Doch genau da hapert es in dieser Spielzeit bislang. Baumgart wiederholte in den vergangenen Wochen immer wieder, dass er als Verantwortlicher Lösungen finden und anbieten müsse, die Ausbeute sind sechs Punkte nach elf Spielen. Nach den aktuellen Leistungen droht dem FC ein weiterer Abstieg.

Ob die Geißböcke diesen mit Steffen Baumgart angehen würden, wurde in den vergangenen Tagen diskutiert. Der 51-Jährige hatte einen Bericht bestätigt, dass er keinen Vertrag für die zweite Liga habe. „Ich habe nie gesagt, dass ich nicht mit in die zweite Liga gehen würde. Aber ich will nicht im November anfangen, über diesen Fall zu reden“, sagte Baumgart der „FAZ“. Der Kölner Trainer kennt die Mechanismen, die in einer sportlichen Krise greifen. „Die Gefahr besteht immer dann, wenn der Glaube verloren geht, wenn sich in negativen Situationen der Umgang verändert. Ich glaube, wir sind hier sehr stabil. Aber im Fußball kann man nie genau sagen, was in drei Wochen oder einem halben Jahr ist, wie wir gerade an Urs Fischer sehen.“

Zumal man in Köln sehr wohl wusste, dass der FC in dieser Spielzeit vor einer großen Herausforderung stehe. „Dass es uns nicht gelingen wird, mit dem Finanzbudget, das uns zu Verfügung steht, zwei überdurchschnittliche Bundesligaspieler zu rekrutieren, das war uns im Sommer klar“, hatte Christian Keller am vergangenen Sonntag gesagt und wenige Tage zuvor: „Es ist wichtig, dass man eine realistische Erwartungshaltung gegenüber dem Trainer hat. Was ist denn überhaupt mit dem Kader sportlich möglich, mit dem der Trainer arbeitet. Und da ist unsere Erwartungshaltung sehr klar. Für uns geht es primär um den Klassenerhalt.“ Das bestätigte nun auch Baumgart. „Mir wurde von Anfang offengelegt, dass wir hier unter diesen Umständen arbeiten. Wir müssen gucken, dass wir den Spagat schaffen zwischen wirtschaftlicher Vernunft und sportlichem Erfolg“, erklärte der Trainer. Eine schwere Aufgabe.


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Vom Leistungsträger bis Zuschauer – so schlagen sich die FC-Abgänge

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Vom Leistungsträger bis Zuschauer – so schlagen sich die FC-Abgänge

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Für einige hat sich der Wechsel absolut gelohnt, für andere läuft es dagegen bislang alles andere als optimal.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im Sommer verlassen haben, könnte nicht unterschiedlicher sein. Vom Stammspieler eines Bundesligisten bis zum Bankdrücker eines Zweitligisten ist alles mit dabei: So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

Ellyes Skhiri: Erst am vergangenen Sonntag wiederholte Christian Keller, dass man einen Ellyes Skhiri (genauso wie einen Jonas Hector) nicht einfach ersetzen könne. Das ist aktuell offensichtlich. Erwartungsgemäß hat sich der Tunesier bei Eintracht Frankfurt durchgesetzt, ist Taktgeber und erreicht ähnliche beeindruckende Werte wie beim FC. Skhiri ist mit 141 gelaufenen Kilometern der laufstärkste Spieler der Liga, kommt auf eine Passquote von mehr als 86 Prozent und hat bereits 120 Zweikämpfe gewonnen. Mittlerweile hat sich der Tunesier auch in die Scorerliste eingetragen. Skhiri erzielte in der Liga bereits zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Für den Mittelfeldspieler beginnt in dieser Woche mit Tunesien die WM-Qualifikation gegen São Tomé und Príncipe und Malawi.

Kingsley Schindler: Für den 30-Jährigen hatte sich der Wechsel in die Türkei zunächst gelohnt – zumindest was die Spielzeit anging. Schindler war beim Aufsteiger Samsunspor Stammspieler, kam in sechs von sechs möglichen Spielen für den neuen Klub zum Einsatz, wurde nur einmal eingewechselt. Allerdings lief es für Samsunspor alles andere als rund. Auch deswegen hat der türkische Klub mit Markus Gisdol einen Trainer geholt, der Schindler noch aus der Kölner Zeit kennt. Das scheint nicht für den Mittelfeldspieler zu sprechen. Fortan saß Schindler zunächst immer auf der Bank. Anfang November wurde der Rechtsverteidiger wenige Minuten vor Spielende gegen Hatayspor eingewechselt und erzielte umgehend den Siegtreffer. Das brachte ihm den nächsten Einsatz von Beginn an. Doch das Glück währte nicht lange. Zuletzt blieb ihm erneut nur die Rolle des Zuschauers.

Duda Stammspieler, Pedersen erneut nicht im Kader

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das alles nur eine Momentaufnahme. Mittlerweile ist Verona im Tabellenkeller angekommen, hat seit dem Rom-Sieg kein Spiel mehr gewonnen und Duda auch keinen weiteren Scorerpunkt gesammelt. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler in den vergangenen Wochen Grund zur Freude. Durch den 1:0-Erfolg über Luxemburg steht die Slowakei unmittelbar vor der Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Jahr. Den letzten Schritt kann Duda mit seinem Nationalteam in den kommenden Tagen gehen. Aus den Begegnungen gegen Island und Bosnien-Herzegowina reicht wohl ein Punkt.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen aber offensichtlich nicht. Zwölf Partien bestritt Swansea seit Pedersens Ankunft. Der Verteidiger kam bislang zu vier Einsätzen, stand insgesamt fünf Mal gar nicht erst im Kader. Zuletzt musste Pedersen drei Mal zusehen.

Modeste trifft nach Durststrecke

Die beiden Ex-Kölner Timo Horn und Sebastian Andersson sind immer noch auf der Suche nach einem neuen Verein. Aus dem kolportierten Interesse an Sebastian Andersson von Seiten Baris, ist nichts geworden. Anthony Modeste befindet sich beim ägyptischen Rekordmeister Al Ahly in der Kritik. Der Stürmer hatte lange nicht getroffen. Ausgerechnet am 11.11. war er erfolgreich. Modeste erzielte beim 1:1 die Führung.

DFB: Thielmann mit Assist bei U21-Erfolg

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DFB: Thielmann mit Assist bei U21-Erfolg

Mit Eric Martel und Jan Thielmann hat die U21 des DFB einen verdienten 4:1-Erfolg über Estland in der EM-Quali eingefahren. Thielmann bereitete wenige Minuten vor Spielende das 3:1 vor.

Jan Thielmann und Eric Martel gelingt das Comeback bei der deutschen U21. Die DFB-Kicker setzten sich in der EM-Quali gegen Estland verdient 4:1 durch.

Die U21 des DFB befindet sich weiterhin auf Kurs Europameisterschaft 2025. Die Mannschaft von Antonio Di Salvo setzte sich am Abend verdient gegen Estland mit 4:1 durch und hat auch das dritte Qualifikationsspiel gewonnen. Die DFB-Auswahl belegt damit weiterhin den zweiten Platz der Gruppe. Angeführt von Eric Martel war der Gastgeber in Paderborn von Beginn an das Spiel bestimmende Team. Vor allem der zuletzt mit Köln in Verbindung gebrachte Youssoufa Moukoko machte ordentlich Dampf, wirkte aber in vielen Szenen einfach zu verspielt und nicht gradlinig genug. Erst wenige Minuten vor der Pause schlenzte Hoffenheims Maximilian Beier den Ball aus gut 20 Metern an den Innenpfosten. Nur wenige Sekunden später versuchte es Martel aus 25 Metern, scheiterte aber knapp.

Thielmann bereitet 3:1 vor

Zur zweiten Halbzeit wechselte Di Sao auch Jan Thielmann ein. Der Kölner Youngster spielte allerdings auf der rechten Verteidigerposition, legte die aber sehr offensiv aus udn machte direkt Tempo. Das 2:0 erzielte aber Moukoko, der einen Fehler der gegnerischen Hintermannschaft eiskalt ausnutzte und aus kurzer Distanz vollendete. Wie aus dem Nichts verkürzte Estland durch einen Treffer von Danil Kuraksin. Die DFB-Elf ließ sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen, gab weiterhin den Ton an, auch wenn die Defensive nicht immer sattelfest war. So hätte Estland auch den Ausgleich erzielen können. Wenige Minuten vor Spielende brach Thielmann einmal mehr auf der rechten Seite durch und flanke genau auf den eingewechselten Rocco Reitz, der den Ball im Tor unterbrachte. Der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach erhöhte nur wenige Minuten später auf den 4:1-Endstand.

Für Thielmann war es im achten Spiel für die U21 der zweite Assist, der Kölner Youngster hat zudem bereits einen Treffer erzielt. Neben den beiden FC-Profis kam auch der an Fürth verliehene Tim Lemperle in der Schlussphase zum Einsatz. Jonas Urbig saß dagegen nur auf der Bank. Am kommenden Dienstag kommt es zum Gipfeltreffen in Essen. An der Hafenstraße erwartet die DFB-Auswahl den Spitzenreiter aus Polen. Polen setzte sich parallel gegen Israel mit 2:1 durch und hat nach vier Spielen ebenfalls noch eine weiße Weste. Estland tritt zeitgleich in Bulgarien an.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore

Schwere Zeiten für Benno Schmitz

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Schwere Zeiten für Benno Schmitz

Unter Steffen Baumgart wurde Benno Schmitz zum Stammspieler auf der rechten Abwehrseite. Diesen Status hat der 29-Jährige aktuell an Rasmus Carstensen verloren.

Über zwei Spielzeiten war Benno Schmitz ein Stammspieler unter Steffen Baumgart, zuletzt kam der Abwehrspieler nur noch als Joker zum Einsatz. Benno Schmitz vor schwerer Saison beim FC.

Dass Benno Schmitz am vergangenen Mittwoch im Testspiel bei der SpVg Porz den FC als Kapitän in die zweite Halbzeit führte, ist alles andere als verwunderlich. Der eigentliche Spielführer Florian Kainz weilt mit Österreich auf Länderspielreise, die weiteren Vertreter wie Mark Uth und Marvin Schwäbe standen gar nicht erst im Aufgebot und Timo Hübers hatte seine 45 Minuten schon absolviert. So trug der 29-Jährige die Binde im zweiten Abschnitt beim 8:0-Erfolg. Der Routinier ist mittlerweile der dienstälteste Kölner Profi, trägt seit mehr als fünf Jahren den Geißbock auf der Brust. Doch diese sechste Spielzeit im Dienste der Kölner scheint für den Abwehrspieler eine besonders schwere zu werden. Denn aktuell deutet viel darauf hin, dass Rasmus Carstensen dem Bayern den Rang abgelaufen hat. Schmitz kommt aktuell nicht über die Rolle des Reservisten hinaus.

Carstensen erhielt den Vorzug

Das hatte sich so nicht unbedingt angedeutet. Zwar hatten die Kölner im Sommer angekündigt, auf der rechten Abwehrseite noch einmal tätig werden zu wollen, doch von den Kölner Verantwortlichen hieß es, dass man einen Backup suche, der mittelfristig den Druck auf Schmitz erhöhe. Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht, so dass immer wieder Kingsley Schindler als sein eigener Nachfolger gehandelt wurde. Schließlich fiel die Wahl auf Carstensen und wie Christian Keller vor wenigen Tagen in einem Podcast erklärte, war man sich über die Verpflichtung des Spielers uneins. Das hat sich mittlerweile gewandelt. Schmitz war zu Saisonbeginn unumstritten, fiel dann aber zwischenzeitlich verletzt aus, doch nach seiner Genesung erhielt der 22-jährige Carstensen den Vorzug. Carstensen ist allerdings ein anderer Spielertyp, deutlich offensiver ausgerichtet, während der Routinier der Defensive Stabilität verleihen soll.

Schmitz kam 2018 nach Köln. Damals war Marcel Risse unter Trainer Markus Anfang auf der rechten Seite gesetzt. Erst Mitte der Saison kam der bei den Bayern und in Leipzig ausgebildete Spieler zum Einsatz, um sich anschließend wieder für eine Periode auf der Bank wiederzufinden. Auch in den Spielzeiten 19/20 und 20/21 schaffte es der Abwehrspieler nicht zum Stammspieler. Unter Steffen Baumgart gelang dann der Durchbruch. Schmitz wurde Stammspieler, zum Kölschen Cafu und mit fünf Vorlagen zu einem der Leistungsträger der Spielzeit 21/22. Baumgart hält große Stücke auf den 29-Jährigen. Noch vor wenigen Wochen sprach der Kölner Coach davon, wie eng der Zweikampf zwischen den beiden Rechtsverteidigern sei. Zwar hat der 22-jährige Carstensen aktuell die Nase vorne, doch Schmitz wird ebenfalls seine Einsatzzeit bekommen. Möglicherweise schon gegen die Bayern, seinen Ex-Klub.


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Durchwachsene Bilanz bei den Neuverpflichtungen

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Durchwachsene Bilanz bei den Neuverpflichtungen

Mit acht neuen Spielern ist der FC in die Saison gestartet und hat dafür nur wenig Geld ausgegeben. Wirklich überzeugen konnten bislang nur wenige.

Acht Spieler hat der 1. FC Köln im Sommer neu verpflichtet und mit Jeff Chabot die Kaufoption für einen geliehenen Profi gezogen. Für die Zusammenstellung des neuen Kaders haben die Kölner Verantwortlichen wenig Geld ausgegeben. Sehr wenig. Das könnte sich rächen. Denn aktuell deutet viel daraufhin, dass der Kader eben nicht die erhoffte Bundesliga-Qualität hat. So fällt die Bilanz der FC-Neuverpflichtungen bislang aus.

Hinter den Erwartungen zurück

Luca Waldschmidt: Der ehemalige Nationalspieler kam im Sommer als Königstransfer. Der Angreifer wurde vom VfL Wolfsburg für ein Jahr ausgeliehen. Der FC soll aber über eine Kaufoption in Höhe von rund vier Millionen Euro verfügen und würde in diesem Fall Waldschmidt mit einem Dreijahresvertrag ausstatten. Laut dem Online-Portal Gool.ai liegt Waldschmidts Marktwert aktuell auch bei rund vier Millionen Euro. In der Spielzeit 20/21 war bei Benfica Lissabon noch eine Ablöse von 80 Millionen Euro festgeschrieben. Tatsächlich kam der Angreifer auch, um unter Steffen Baumgart wieder zurück zu alter Form zu finden. Denn beim VfL Wolfsburg lief es alles andere als rund für den Offensivspieler. Der FC wollte mit Waldschmidt variabler in der Offensive werden. Das ist Köln auch. Das Offensivangebot hinter den Spitzen ist nominell mit Spielern wie Mark Uth, Florian Kainz, Linton Maina gut besetzt. Allerdings hapert es bei dem Angreifer mit der Zielsicherheit. Trotz zahlreicher guter Chancen kommt Waldschmidt bislang auf zwei Pflichtspieltore.

Leart Pacarada: Der Linksverteidiger war der erste Neuzugang, den der FC für die aktuelle Saison verpflichtet hat. Die Einigung stand bereits fest, bevor die FIFA die Transfersperre gegen Köln ausgesprochen hatte. Und obwohl diese lange im Raum stand, ist Pacarada frühzeitig nach Köln gezogen. Die Kölner Verantwortlichen betonten im Grunde mit der Verpflichtung des Abwehrspielers immer wieder, dass der 29-Jährige kein eins-zu-eins-Ersatz für Jonas Hector sei. Dennoch sprach Baumgart im Vorfeld der Saison vom besten Linksverteidiger der zweiten Liga. Allerdings spielte Pacarada bei St. Pauli meist in einer Dreierkette. Nach einer guten Vorbereitung war der Abwehrspieler auch lange gesetzt. Doch gerade in den vergangenen Spielen schwächelte der Abwehrspieler. Vor allem in der Defensive tut sich Pacarada hin und wieder schwer. Der 29-Jährige wurde aber auch wegen seines Offensivdrangs verpflichtet. Der ist sicherlich ausgeprägter als bei Jonas Hector, allerdings bislang recht erfolglos. In den vergangenen beiden Spielen erhielt Dominique Heintz überraschend den Vorzug.

Unterschiedliche Erwartung, unterschiedliche Entwicklung

Rasmus Carstensen: Der große Gewinner der Sommertransfers heißt Rasmus Carstensen. Der Däne wurde mit viel Skepsis in Köln begrüßt. Kein Wunder, die Ergebnisse und Einsatzzeiten nach seinem Wechsel nach Genk waren doch sehr überschaubar. Und auch Christian Keller verriet jüngst in einem Podcast, dass die Kölner Verantwortlichen große Zweifel bei dem schnellen Außenverteidiger gehabt haben. Aus Kölner Sicht hat sich Christian Keller zum Glück durchgesetzt. Carstensen hat mittlerweile Benno Schmitz den Rang abgelaufen. Und nicht nur das: Der Marktwert des Abwehrspielers wird mittlerweile auf knapp sechs Millionen Euro berechnet. Er ist damit deutlich mehr wert als er den FC bei einem Kauf kosten würde. Dem Vernehmen nach verfügt der FC über eine Kaufoption in Höhe von 1.5 Millionen Euro. Sollte Carstensen die Form beibehalten, entpuppt sich der vermeintliche Fehlkauf als absolutes Schnäppchen.

Jacob Christensen: Der zweite Däne war zuvor mit großen Erwartungen verpflichtet worden. Vielleicht auch, weil die Erwartungshaltung nach dem Weggang von Ellyes Skhiri auch eine besonders große war. Ähnlich wie bei Leart Pacarada wollten die Kölner Verantwortlichen auch bei dem jungen Dänen vorsorgen und sprachen von Beginn an davon, dass Christensen Skhiri würde nicht ersetzen können. Doch das Gegensteuern kam nicht überall an. Vermutlich, weil Christian Keller mehr versprochen hatte. Der Sportdirektor hatte im Juni angekündigt, einen fertigen Sechser verpflichten zu wollen. Dabei hat es sich aber ganz offensichtlich nicht um Christensen gehandelt. Dem Vernehmen nach soll man sich mit einem anderem defensiven Mittelfeldspieler einig gewesen sein. Dieser sei aber aufgrund der drohenden Transfersperre abgesprungen. Dennoch bleibt Christensen auch hinter den niedrigen Erwartungen weit zurück. Der Mittelfeldspieler kam bislang nur im ersten Pflichtspiel gegen den VfL Osnabrück zum Einsatz.

Die Nummern zwei und drei

Philipp Pentke: Die Suche nach einem Ersatz für Timo Horn gestaltete sich ähnlich schwierig wie die Suche für Timo Horn nach einem Ersatz für den 1. FC Köln. Nur, dass Horn bislang noch nicht fündig geworden ist. Der FC schon. Philipp Pentke kam, um sich fit zu halten und blieb. Ob der FC nicht in der Lage war, einen Keeper zu finden, der sich freiwillig für eine Spielzeit auf die Bank setzen wollte oder Pentke die Kölner letztlich doch überzeugt hat, macht am Ende kein Unterschied mehr. Pentke hat seine Rolle absolut akzeptiert und füllt sie auch aus. Zuletzt warf eine Verletzung den Keeper zurück.

Jonas Nickisch: Der Nachwuchskeeper kommt beim FC nicht über die Rolle des Torhüters Nummer drei oder vier hinaus. Das soll er auch gar nicht. Nickisch wurde vorerst als Torwart für die U21 geholt. Die Aufgabe erfüllt er bislang sehr solide.

Die Spät-Verpflichtungen

Faride Alidou: Der Außenbahnspieler wurde von Eintracht Frankfurt kurz vor Toreschluss ausgeliehen. Alidou konnte sich bei der Eintracht nicht durchsetzen. Aktuell fehlt ein wenig die Phantasie, wie ihm das in Köln gelingen will. Bislang konnte der ehemalige U21-Nationalspieler noch nicht überzeugen. Angeblich soll die Höhe der Kaufoption zwischen drei und vier Millionen Euro liegen. Es ist nicht vorstellbar, dass der FC diese Summe für den Offensivspieler ausgibt.

Dominique Heintz: Mit dem 30-Jährigen haben die Kölner noch einen routinierten Abwehrspieler nach Köln (zurück) geholt. Heintz hat früh kommuniziert, dass er dem Verein helfen wolle. Unabhängig davon, wie die Hilfe aussähe. Nachdem der Innenverteidiger einige Wochen nur zuschauen durfte, stand er in den vergangenen beiden Spielen überraschend in der Startformation.

Gemischte Gefühle bei Kölner Nationalspielern

So schlugen sich die FC-Spieler bei den Länderspielen
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Gemischte Gefühle bei Kölner Nationalspielern

Mit Florian Kainz und Mathias Olesen befinden sich aktuell nur zwei FC-Profis mit ihren A-Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Am Donnerstag stand für beide das erste Spiel auf dem Programm. Freud und Leid lagen dabei nah beieinander.

Während sich die FC-Profis am Donnerstag in ein verlängertes Wochenende verabschiedet haben, standen für Florian Kainz und Mathias Olsen die ersten Länderspiele auf dem Programm. Eric Martel und Jan Thielmann kommen erst am Freitag bei der deutschen U21 zum Einsatz. Für Kainz und Olesen verlief die Spiele durchwachsen. Freud und Leid bei Kölner Nationalspielern.

Bereits seit der vergangenen Länderspielreise ist Österreich für die Europameisterschaft in Deutschland im kommenden Jahr qualifiziert. Für die Auswahl von Cheftrainer Ralf Rangnick ging es am Donnerstagabend im Quali-Spiel gegen Estland also nur noch um spielerische Elemente. Der verdiente 2:0-Erfolg in Tallinn war nicht viel mehr als ein netter Nebeneffekt. Rangnick ließ zum Abschluss der Qualifikation dennoch seine beste Elf auflaufen. Bedeutete: Florian Kainz saß wieder einmal zunächst nur auf der Bank und wurde erst wenige Minuten vor Spielende eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt führte das ÖFB-Team bereits 2:0. Nach Vorarbeit von Xaver Schlager (RB Leipzig) erzielte Bayerns Konrad Laimer das 1:0, Philipp Lienhardt erhöhte nach Vorarbeit von David Alaba auf den Endstand. Kainz kam in der 89. Minute für Marcel Sabitzer von Borussia Dortmund. Österreich übernahm damit vorerst die Tabellenspitze, allerdings hat Belgien noch die Chance nachzuziehen. Dejan Ljubicic wurde für diese Länderspielreise nicht nominiert.

Olesen erzielt erstes Tor für die Nationalmannschaft

Auch Mathias Olesen feierte mit seiner Nationalmannschaft einen Erfolg. Luxemburg setzte sich mit 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina durch. Und Olesen hatte auch seinen Anteil am Erfolg. Der Kölner Mittelfeldspieler traf bereits nach sechs Minuten zur Führung. Die Vorarbeit kam von Florian Bohnert. Für Olesen war es im 17. Länderspiel das erste Tor. Noch vor dem Wechsel erhöhte Gerson Rodrigues auf 2:0. Nihas Mujakic sorgte mit einem Eigentor für die Vorentscheidung. Zwar verkürzten die Gäste noch in der Nachspielzeit, doch Rodrigues stellte den alten Abstand wieder her. Große Freude herrschte nach dem 4:1-Erfolg aber nicht. Denn Luxemburg verpasst die EM in Deutschland. Im Parallelspiel setzte sich die Slowakei gegen Island mit 4:2 durch und ist vor dem entscheidenden letzten Spiel nicht mehr einzuholen. Der Ex-Kölner Ondrej Duda erzielte das 2:1 per Elfmeter und bereitete das 3:1 vor.

Die aktuelle Kölner Krise macht vor den Nationalspielern des FC nicht Halt. So verpasste nicht nur Dejan Ljubicic die Länderspiele mit Österreich, auch Sargis Adamyan und Dimitrios Limnios wurden für die Nationalmannschaften Armeniens und Griechenlands nicht berücksichtigt. Leart Pacarada blieb ebenfalls in Köln – allerdings aus organisatorischen Gründen. Dafür wurden Eric Martel und Jan Thielmann wieder in den Kader der deutschen U21 berufen. Für den deutschen Nachwuchs geht es gegen Estland (Freitag) und Polen (Dienstag) um die EM-Qualifikation 2025.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore

Neue Spekulationen über Moukoko-Wechsel

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Neue Spekulationen über Moukoko-Wechsel

Im Sommer ist der FC wohl bei dem Versuch Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund auszuleihen abgeblitzt. Die Anfrage kam offenbar zu spät. Doch laut der „Bild“ sind die Kölner nach wie vor an einer Verpflichtung interessiert. Wie wahrscheinlich ist ein Wechsel?


Aktuell steht es in der Schwebe, ob der 1. FC Köln im Winter überhaupt Spieler verpflichten darf. Die Transfersperre der FIFA hängt nach wie vor wie ein Damoklesschwert über dem Geißbockheim und dennoch wird es heiß in der Kölner Gerüchteküche. Hat der FC Interesse an Youssoufa Moukoko?

Noch im Sommer betonte FC-Sportdirektor Christian Keller, man wolle keinen neuen Stürmer verpflichten, der aktuelle Kader sei stark genug. Nach dem elften Spieltag der Fußball-Bundesliga deutet viel darauf hin, dass der Sportdirektor mit der Beurteilung ein wenig daneben gelegen habe. Und dem Vernehmen nach hat es auch im Sommer durchaus Versuche gegeben, einen neuen Stürmer zu verpflichten. So berichtete die Sportbild erst in der vergangenen Woche, dass der FC beim Versuch, Youssoufa Moukoko unter Vertrag zu nehmen, abgeblitzt sei. Der FC sei zu spät gekommen, Moukoko habe sich gegen einen schnellen Wechsel entschieden, wolle sich bei Dortmund durchsetzen. Wie nun die „Bild“ berichtet, ist das Interesse an dem Stürmer, der sich aktuell gemeinsam mit Eric Martel und Jan Thielmann mit der U21 auf Länderspielreise befindet, nicht abgeklungen. Im Gegenteil. Der Stürmer soll auf der Wunschliste der Kölner ganz oben stehen.

Moukoko kommt erst auf 118 Liga-Minuten

Nachdem der BVB im vergangenen Sommer mit Niclas Füllkrug einen weiteren Stürmer vor die Nase gesetzt bekommen hat, hätte ein Wechsel schon damals in der Theorie durchaus Sinn machen können, zumindest mit einigen Monaten Abstand. So wäre der Angreifer beim FC auf Einsatzzeit gekommen, die er nun wie eigentlich damals schon erwartbar bei Dortmund nicht bekommt. Insgesamt kommt der 18-Jährige auf sechs Einsätze in der Liga, spielte 118 Minuten. Der FC ist dagegen auf der Suche nach einem gefährlichen Angreifer. Mit insgesamt nur acht Toren, davon zwei durch einen Stoßstürmer, verfügen die Kölner über den schlechtesten Angriff der Liga. „Ich glaube, dass wir insgesamt gucken müssen: Wenn wir Spieler holen – und jetzt äußere ich einen Wunsch – dann sollten es Spieler sein, die ich nicht mehr entwickeln muss, sondern die in der Bundesliga gespielt haben. Und nicht jemanden, der vielleicht irgendwann mal hilft“, hatte FC-Trainer Steffen Baumgart unter der Woche gesagt. Am vergangenen Sonntag hatte wiederum Christian Keller betont, ein neuer Stürmer stände ganz oben auf der Agenda. Möglicherweise erhofft sich der Stürmer mehr Einsatzzeit bei einem anderen Bundesligisten, der BVB wirkt auch alles andere als glücklich mit dem Angreifer.

Doch ist ein Wechsel wirklich realistisch? Ein Kauf des Stürmers kommt sicher nicht in Frage. Das Online-Portal Gool-ai berechnet den Marktwert des Youngsters auf knapp 19 Millionen Euro. Moukoko hat beim BVB erst Anfang des Jahres einen hochdotierten Vertrag bis 2026 unterschrieben. Sein Gehalt wird auf 3.5 Millionen Euro plus diverse Boni geschätzt. Wenn überhaupt kommt eine Leihe in Frage. Der FC würde dann einen Teil dieser Summe übernehmen und vermutlich auch ein geringe Ablöse bezahlen müssen. Ohnehin schwebt über dieser Entscheidung noch die mögliche Transfersperre wie ein Damoklesschwert. Experten gehen davon aus, dass der FC noch vor der Winterpause mit einem Registrierungsverbot von einer Transferperiode belegt wird. Damit schwebt der FC einmal mehr im Ungewissen. Am vergangenen Sonntag betonte Keller, dass das wiederum Transferverhandlungen nicht erleichtere. Diese Erfahrung machte der FC bekanntlich im Sommer mit Benedict Hollerbach, der den Kölnern noch abgesprungen ist. Ähnlich soll es sich auch bei einem Sechser verhalten haben.


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Baumgart zu Fischer-Aus: „Manchmal ist es so, dass wir an Grenzen stoßen“

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Baumgart zu Fischer-Aus: „Manchmal ist es so, dass wir an Grenzen stoßen“

Am Mittwochvormittag trennten sich die Wege von Union Berlin und Urs Fischer. Am Mittwochabend sprach FC-Coach Steffen Baumgart über die Trennung.

Die 14. sieglose Begegnung in Serie war wohl eine zu viel. Urs Fischer ist seit Mittwoch nicht mehr Trainer von Union Berlin, jenem Klub mit dem auch FC-Trainer Steffen Baumgart mehr als nur sympathisiert. Während die beiden direkten Nachbarn es im Abstiegskampf nun mit neuen Impulsen versuchen, sitzt FC-Trainer Steffen Baumgart fest im Sattel. Das sagt Baumgart zum Fischer-Aus.

Der Impuls des Trainerwechsels in Zeiten der Krise ist im Profifußball bekanntlich kein seltener. Auch in dieser Spielzeit gab es in der Bundesliga bereits drei Veränderungen auf dem Posten des Cheftrainers. Zunächst beerbte Jess Thorup den erfolglosen Enrico Maaßen beim FC Augsburg. Dann trat Bo Svensson beim FSV Mainz 05 zurück und am Mittwoch gab Union Berlin die Trennung von Urs Fischer bekannt. „Das gehört im Fußball leider dazu“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Rande des Testspiels in Porz. „Natürlich trifft das einen. Gerade wenn man sieht, wie erfolgreich er gearbeitet hat.“ Fünf Jahre hat der Schweizer erfolgreich für die Eisernen gearbeitet, sie zuletzt sogar in die Königsklasse geführt. Doch in dieser Saison wollte es bei Union nicht mehr laufen, es folgte der Absturz auf den letzten Tabellenplatz und nun die Trennung.

Baumgart sitzt in Köln fest im Sattel

Baumgart verwies am Mittwoch darauf, dass man sich kein Urteil von Außen über die Trennung bilden solle. Aber: „Ich bin mir sicher, dass sich alle Parteien klar darüber unterhalten haben werden. Das wird keine Hauruck-Aktion gewesen sein“, sagte der 51-Jährige. „Ich schätze ihn sehr, er hat sehr, sehr gute Arbeit gemacht. Und trotzdem ist es manchmal so, dass wir an Grenzen stoßen.“ Somit wurde beim Tabellensechzehnten sowie beim Schlusslicht auf die Krise reagiert. Die Nähe zum Verein, die Wahlheimat Berlin – Steffen Baumgart würde zu Union Berlin sicherlich passen und schon vor der Trennung von Fischer gab es in den Sozialen Medien an verschiedenen Stellen Spekulationen über Baumgart und Berlin. Doch davon kann in Köln aktuell keine Rede sein.

Erst am vergangenen Sonntag stärkte Sportdirektor Christian Keller seinem Trainer zum wiederholten Male den Rücken. „Wir werden mit Steffen Baumgart die Klasse halten“, sagte Keller und verwies auf zentrale Punkte, die für eine Weiterbeschäftigung sprechen würden. „Wenn ich von etwas überzeugt bin, ändere ich es nicht. Und wir sind sehr überzeugt von Steffen Baumgart und seinem Trainerteam.“ Der 44-Jährige stellte dem Kölner Coach und seinem Team die Note „sehr gut“ aus. Auch Baumgart betonte nach dem 1:1 gegen Bochum in einem Interview mit Sport1, dass er „nicht mal in der Nähe eines Zurücktretens oder Aufgebens“ sei. Im Gegenteil, Baumgart betonte schon mehrfach, dass er die richtige Person sei, um den Turnover zu schaffen. „Über was anderes denke ich nicht nach“, hatte der Trainer damals gesagt. Trotz des Trainerwechsels rechnet der Kölner Coach damit, dass auch die Eisernen lange mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden. „Ich würde von Platz zehn bis Platz 18 keinen rausnehmen. Da haben wir alle etwas mit zu tun, wir werden alle bis in die letzten Spieltage kämpfen müssen“, sagte Baumgart.


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Ist Huseinbasic Leidtragender des neuen Konkurrenzkampfes?

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Ist Huseinbasic Leidtragender des neuen Konkurrenzkampfes?

Mit Mark Uth und Jan Thielmann sind in den vergangenen Wochen zwei Langzeitverletzte in den Kader zurückgekehrt. Ein Leidtragender könnte der Doppeltorschütze von Mittwochabend Denis Huseinbasic sein.

Mit einer ordentlichen Halbzeit und zwei sehenswerten Toren spielte sich Denis Huseinbasic am Mittwoch gegen Porz in den Vordergrund. Ob ihm das aber zu mehr Spielzeit in den Pflichtspielen verhilft, ist fraglich. Ist Huseinbasic ein Leidtragender des neuen Konkurrenzkampfes?

Als Denis Huseinbasic im Oktober im Testspiel gegen Reusrath zur Halbzeit eingewechselt wurde, hatte der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln eigentlich wenig Grund zu meckern. Klar wäre auch er sicherlich gerne gegen den Bezirksligisten von Beginn an aufgelaufen. Doch, dass er nicht in der Startformation gestanden hatte, lag auch an der ordentlichen Spielzeit, die der 22-Jährige zuvor in den Pflichtspielen gesammelt hatte. Denn seit der Länderspielpause im September hatte Huseinbasic bis zu diesem Zeitpunkt immer in der Startelf gestanden. Das sollte nach dem erstaunlich schnellen Aufstieg vom Regionalliga-Kicker zum Bundesliga-Torschützen in der Vorsaison eigentlich nicht überraschen. Eigentlich, denn trotz guter Vorbereitung verlief die aktuelle Saison alles anderes als gut für den Kölner Youngster.

Harter Konkurrenzkampf im Zentrum

Dass Huseinbasic nämlich im Spätsommer und Frühherbst durchaus Einsatzminuten einsammelte, lag vor allem an der Verletzung des Stammsechsers Eric Martel. Eigentlich war Huseinbasic in dieser Spielzeit bislang nur zweite Wahl. Und seine Auftritte in den Spielen von Beginn an dienten auch nicht wirklich der Werbung in eigener Sache. Und so überraschte es nicht, dass Martel nach seiner Genesung wieder in die Stammformation rotierte. Ein Jahr zuvor erlebte der Mittelfeldspieler ein wahres Fußballmärchen. Als Regionalliga-Spieler gekommen, avancierte der damals 21-Jährige zu einem Hoffnungsträger, erzielte Tore gegen Gladbach und Augsburg, wirkte unbeschwert, leichtfüßig. Huseinbasic überzeugte so sehr, dass auch der DFB auf den Mittelfeldspieler aufmerksam wurde und ihn für die U21 nominierte. Für 50.000 Euro verpflichtet, schoss der Marktwert in die Höhe, wird von Gool.ai aktuell noch auf über eine Millionen Euro berechnet.

Nach der starken Hinrunde kam Huseinbasic zur Rückrunde nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus. Und schon wuchsen die Gerüchte über einen vorzeitigen Wechsel. „Ich glaube, dieses Nach-Oben-Schießen und dann ein Star sein, liegt Denis nicht. Er nimmt die Situation sehr gut an, ist sehr ehrgeizig. Er ist nicht immer einverstanden, wie meine Entscheidungen sind – aber das siehst du ihm nie an“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart damals. Huseinbasic ist eins der Paradebeispiele für seine Fähigkeiten als Entwickler. Nur, dass ihm aktuell der Konkurrenzkampf einen Strich durch die Rechnung macht. Und das liegt nicht nur an der Rückkehr von Eric Martel. Während sich Steffen Baumgart über den breiteren Kader, über die Rückkehr der Langzeitverletzten und Hoffnungsträger Mark Uth und Jan Thielmann freut, scheint Huseinbasic ein Opfer der Genesung zu sein. Und das ist kein Wunder, schließlich macht das Überangebot im Zentrum auch nicht vor Spielern wie Dejan Ljubicic halt.

Scorerpunkt gegen Gladbach

So kam der 22-Jährige in den vergangenen beiden Spielen gar nicht mehr zum Einsatz, saß immerhin noch auf der Bank. Beim 0:6-Debakel gegen Leipzig spielte der Mittelfeldspieler immerhin 20 Minuten, in der Woche zuvor im Derby gegen Gladbach wurde Huseinbasic zwei Minuten vor Spielende eingewechselt. Immerhin reichten die Sekunden noch zur Vorarbeit für einen Treffer von Luca Waldschmidt. So freute sich der Youngster am Mittwochabend gegen Porz über einen Einsatz von der ersten Minute an und über zwei Tore. Wann er die nächste Chance dazu bekommt, muss sich bei der starken Konkurrenz erst zeigen.


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