Kaderanalyse Teil IV – Sturm

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Kaderanalyse Teil IV – Sturm

Mit Luca Waldschmidt hat sich der FC im Angriff noch einmal verstärkt. Auch die Rückkehr von Mark Uth wurde als Neuzugang empfunden. Sind alle Angreifer fit, geht der FC mit einem starken Trio an den Start.

Stand jetzt startet der FC mit sechs Stürmern in die neue Saison. Allerdings drohen zwei der größten Hoffnungsträger aktuell auszufallen, zwei weitere arbeiten an der Rückkehr nach ihren Verletzungen. Ob diese Konstellation reicht, muss sich erst zeigen. Unsere Kaderanalyse Teil IV: Sturm.

Mit der flachen Hand schlug Davie Selke gegen das Dach der Reservebank an der Bremer Brücke. Sichtbar genervt war der Angreifer nach seiner Auswechslung im Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück. Allerdings nicht, weil Baumgart ihn vom Platz genommen hatte, vielmehr brachte ihn der Grund auf die Palme. Selke hatte sich eine Verletzung in der Oberschenkel-Muskulatur zugezogen. Keine strukturelle Verletzung, wie ein MRT am Dienstag zeigte, aber immerhin schlimm genug, dass der Angreifer am Mittwoch nicht mit der Mannschaft trainierte und ein Einsatz am Samstag im Topspiel bei Borussia Dortmund unwahrscheinlich ist. Bei Mark Uth geht die Tendenz mit Sicherheit Richtung spielfrei. Auch der gebürtige Kölner musste das Pokalspiel frühzeitig verlassen. Beim 31-Jährigen war sogar ein Muskelfaserriss prognostiziert worden, der sich aber nicht bewahrheitet hat.

Selke für eine zweistellige Anzahl an Treffern gut

Die beiden Stürmer werden also wahrscheinlich am Samstag ausfallen. Das Angriffs-Gebilde der Kölner scheint in diesem Moment sehr fragil. Denn Florian Dietz soll nach seinem Kreuzbandriss erst einmal in der U21 zu alter Stärke finden, Steffen Tigges trainierte am Mittwoch erstmals nach seiner Schulterverletzung, die er sich in der vergangenen Saison gegen Bremen eingefangen hatte, wieder mit der Mannschaft. 100 prozentig fit sind im Moment aus der ersten Reihe somit nur Luca Waldschmidt und Sargis Adamyan. Waldschmidt soll aber hinter den Spitzen agieren, Adamyan kommt aus einer schweren Spielzeit, zeigte sich aber in den vergangenen Wochen in starker Form. Ein gefährlicher Zielstürmer ist der Armenier aber nicht. Das MRT-Ergebnis dürfte bei den Kölner Verantwortlichen demnach für große Erleichterung gesorgt haben.

Denn gerade auf den beiden angeschlagenen Stürmern ruht viel Hoffnung für die bevorstehende Saison. Davie Selke, im Winter komplett außer Form aus Berlin gekommen, avancierte schnell zu einem Hoffnungsträger der Fans und einer wichtigen Stimme innerhalb der Kabine. Fünf Tore erzielte der Stürmer in der Rückrunde, war damit maßgeblich am frühen Klassenerhalt beteiligt. Selke überzeugte den Trainer sogar so sehr, dass Steffen Baumgart ihn in Verbindung mit der Nationalmannschaft brachte. Tatsächlich profitiert der 28-Jährige ganz offensichtlich von dem großen Vertrauen, dass er von seinem Coach entgegen gebracht bekommt. Das Kölner Spiel kommt ihm entgegen. Selke ist in dieser Verfassung sicherlich für eine zweistellige Anzahl an Toren gut. Zumal der Stürmer bislang sehr gut mit Neuzugang Luca Waldschmidt harmoniert. Doch es gibt noch eine andere Wahrheit: die der Daten und Zahlen. Die Datenscouts von Global Soccer Network schätzen den Angreifer als Stürmer in der Kategorie „solider Bundesligaspieler“ ein, das Entwicklungspotenzial des 28-Jährigen hält sich demnach in Grenzen. Auch die Online-Plattform Gool.ai berechnet einen Marktwert von rund zwei Millionen Euro, Selke liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Angreifer (Alter, Typ, Position) der Bundesliga.

Köln in der Offensive gut aufgestellt – wenn alle fit sind

Mark Uth schätzen die Experten höher, ordnen den 31-Jährigen in die Kategorie „internationale Klasse“, ein. Allerdings ist der Kölner ein anderer Stürmertyp, spielt eher hinter den Spitzen. Und die aktuelle Verletzung lässt die Sorge vor einem weiteren Ausfall nicht gerade sinken. Nach der verkorksten vergangenen Saison wurde der Angreifer als weiterer Neuzugang empfunden. Sollte Uth fit sein, macht er das Kölner Spiel variabler und gefährlicher. Diesen Eindruck hat der gebürtige Kölner bereits in den Testspielen hinterlassen. Die Spielfreude war Uth nach der langen Pause jedenfalls deutlich anzumerken. Das liegt auch an Neuzugang Waldschmidt. Der 27-Jährige ist der FC-Königstransfer dieser Wechselperiode. In den Testspielen zeigte er seine Klasse bereits, auch gegen Osnabrück leitete der Stürmer einige vielversprechende Aktionen ein. Vor allem das Zusammenspiel mit Davie Selke, aber eben auch Uth funktionierte sehr gut. „Wir haben zwei, die im Strafraum eine sehr gute Präsenz haben“, sagte Baumgart während der Vorbereitung. Mit Uth sind es sogar drei, die viel Offensivpower versprechen. In der vergangenen Spielzeit war der Sturm lange die größte Baustelle beim FC, in dieser Saison steckt also viel Potenzial im Angriff.

Etwas überraschend hat sich in der Vorbereitung zudem Sargis Adamyan aufgedrängt. Der 30-Jährige wollte in der vergangenen Spielzeit so gar nicht in Fahrt kommen. In der Vorbereitung kündigte der Armenier an, er wolle sich beim FC durchbeißen. Und Adamyan ließ seinen Worten Taten folgen. Der Armenier ist aktuell eine gute Alternative, wird am Samstag gegen Borussia Dortmund voraussichtlich beginnen. Allerdings sollten Mark Uth und Luca Waldschmidt in aller Regel den Vorrang haben. Problematischer würde sich ein längerer Ausfall von Davie Selke darstellen. Der 28-Jährige ist – abgesehen von seinen muskulären Problemen – der einzig gesunde Zielspieler der Kölner. Florian Dietz und Steffen Tigges sind ähnliche Typen, allerdings nicht fit oder nach längerer Verletzung noch hinten dran.

 

Rekord-Transfers

Leart Pacarada ist selbstbewusst und voller Vorfreude beim 1. FC Köln

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Leart Pacarada ist selbstbewusst und voller Vorfreude beim 1. FC Köln

Nach seinem Pflichtspiel-Debüt für den 1. FC Köln im Pokal, steht Leart Pacarada nun auch vor seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Wie wichtig er für den FC sein kann, zeigte der Abwehrspieler gegen Osnabrück eindrucksvoll.

Er war einer der Gewinner der Pokal-Begegnung gegen den VfL Osnabrück. Der Außenverteidiger zeigte gegen die Niedersachsen, warum er für den FC so wichtig werden kann. Leart Pacarada: Selbstbewusst und voller Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben.

Die Worte von Steffen Baumgart wirkten doch sehr vertraut. „Die Jungs haben es gut gemacht“, sagte der Kölner Coach nach dem Pokalerfolg über den VfL Osnabrück am Montagabend. Man habe mit dem Zweitligisten das denkbar schwerste Los erwischt und es war das erwartet schwere Spiel. In der Nachbetrachtung hörten sich die Worte des 51-Jährigen unmittelbar nach dem Schlusspfiff positiv an. Dabei taten sich die Kölner gegen den VfL doch über weite Strecken sehr schwer. In der zweiten Halbzeit war der Aufsteiger dem Sieg jedenfalls deutlich näher als der Bundesligist. Marvin Schwäbe musste einige Male zugreifen, sonst hätte es noch wenige Minuten vor Spielende das böse Erwachen geben können. Und auch in der zweiten Halbzeit der Verlängerung drückten noch einmal die Niedersachsen. Zu jenem Zeitpunkt führten die Kölner recht sicher 3:1, konnten die Angriffe des VfL oft früh eindämmen. „Wir haben es letztlich auch hinten sehr gut verteidigt, in einer Schlussphase, in der wir wussten, dass auch nochmal einer durchrutschen kann“, sagte Baumgart und deutete an, welche seiner Jungs es dann gut gemacht haben: die Defensive.

Pacarada schwärmt von Hector

Neben Jeff Chabot, der in der Innenverteidigung gefühlt jeden Ball und jeden Gegner aus dem eigenen Sechzehner fischte, überzeugte allen voran ein Neuzugang: Leart Pacarada. Der 28-Jährige spielte in der vergangenen Saison noch beim FC St. Pauli, wurde dort von FC-Trainer Steffen Baumgart zum „besten Linksverteidiger der zweiten Liga“ ernannt und soll nun in die großen Fußstapfen von Jonas Hector treten. „Es gibt einiges, was man sich von Jonas Hector abschauen kann. Ich könnte mir tagelang Videos von ihm anschauen, was man von seiner Spielweise mitnehmen kann“, sagte der Abwehrspieler. Dass Pacarada den ehemaligen Kölner Kapitän, das Idol, nicht eins-zu-eins ersetzen soll, betonten die Kölner Verantwortlichen gebetsmühlenartig. Und der 28-Jährige ließ gegen Osnabrück aufblitzen, dass er eine andere Qualität mitbringt. Pacarada sucht erstaunlich oft den Weg in die Offensive.

So auch am Montag. Der Außenverteidiger brachte einige gefährliche Hereingaben über die starke linke Seite. Sechs Flanken schlug Pacarada, immerhin die Hälfte kam an, seine Hereingabe in der Verlängerung verarbeiteten Mark Uth und Sargis Adamyan zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte und das 2:1 mit eingeleitet habe“, sagte der Nationalspieler des Kosovo. Auch in den Vorbereitungsspielen hatte der Neuzugang bereits seinen Offensivdrang immer wieder unter Beweis gestellt. So gut, dass es keinen Zweifel an einem Startelf-Einsatz gegeben hat. „Mich freut es, wenn ich das Vertrauen des Trainerteams bekomme. Ich bin zum FC gekommen, um auf dem Platz zu stehen. Dafür arbeite ich hart“, so der Linksverteidiger, der aber auch weiß, dass er keine Stammplatzgarantie besitzt. „Grundsätzlich sollte man nicht meinen, dass man gesetzt ist, nur weil man im ersten Spiel von Anfang an gespielt hat. Ich möchte der Mannschaft helfen. Das versuche ich bestmöglich zu tun.“

Pacarada überzeugt mit starken Daten

Dabei fungierte der Abwehrspieler bei St. Pauli noch in einer Dreierkette, musste sich also taktisch umstellen. Doch das System Baumgart scheint zu passen. „Ich denke, dass mein Spielstil gut zu der Spielidee von Steffen Baumgart passt. Ich bin selbstbewusst genug, um sagen zu können, dass ich unser Spiel beeinflussen kann“, sagte er zuletzt dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Und das nicht nur in der Offensive. Pacarada zeigte gegen Osnabrück seine Qualitäten auch in der Defensive. Der Verteidiger gewann überragende 90 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte mehr als 80 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Diese Qualitäten will der Abwehrspieler nun auch in der Bundesliga unter Beweis stellen.

Und das am liebsten schon gegen den BVB am Samstag (18.30 Uhr, Sky). „Für ein Bundesliga-Debüt gibt es atmosphärisch nichts Schöneres, außer natürlich ein Heimspiel in Köln. Ich laufe mit einem Lächeln durch die Gegend und werde dies bis Samstag beibehalten. Ich freue mich sehr und bin gespannt, wie es wird“, erklärte Pacarada, der aber auch um die Schwere der Aufgabe weiß. „Hier herrschen Freude und Zuversicht, anstatt die Furcht vor dem Gegner. Dass Dortmund über eine hohe individuelle Qualität verfügt, ist uns allen bewusst. Wir fahren aber nicht dahin, um Laufkundschaft zu sein.“ 

 

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Offiziell: Soldo wechselt und verlässt den 1. FC Köln

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Offiziell: Soldo wechselt und verlässt den 1. FC Köln

Nikola Soldo wird an den 1. FC Kaiserslautern verliehen. Der junge Kroate unterschrieb bei den Pfälzern einen Einjahresvertrag.

Es hatte sich bereits angekündigt, jetzt ist es offiziell. Der 1. FC Köln hat den Soldo-Wechsel bestätigt: Es ist das vorläufige Ende eines Missverständnisses.

Der Einstand war vielversprechend. Beim 1:1 gegen den VfL Bochum enttäuschte der FC in weiten Teilen, der Aufsteiger war das bessere Team. Nikola Soldo hatte wenige Tage nach seiner Verpflichtung gleich mehrfach die große Chance, sich auszuzeichnen. Und tat genau das. Der junge Kroate hatte am Deadline Day der vergangenen Spielzeit die medizinischen Untersuchungen abgeschlossen, offenbar so spät, dass der FC den Transfer erst am nächsten Tag kommunizierte. Die Kölner Verantwortlichen machten keinen Hehl daraus, dass Soldo ein Schnellschuss sei. Der junge Kroate war verpflichtet worden, weil sich Jeff Chabot verletzte. Köln brauchte dringend und schnell einen Innenverteidiger. Der Einstand lief gut, danach ließ der damals 21-Jährige schnell und stark nach. Beim FC kam Soldo insgesamt nur auf sieben Bundesliga- und vier Conference-League-Einsätze.

Dennoch war man beim FC mit dem jungen Kroaten offenbar insgesamt zufrieden. „Nikola hat in seiner ersten FC-Saison eine sehr positive Entwicklung genommen. Diese Entwicklung wollen wir fortsetzen und forcieren. Dazu bedarf es möglichst regelmäßiger Spielpraxis, die sich ihm in der aktuellen Konstellation in unserer Innenverteidigung nicht bieten wird“, sagte Sportchef Christian Keller. „Deshalb haben wir gemeinsam mit Nikola eine Leihe zum 1. FC Kaiserslautern beschlossen. Wir drücken ihm die Daumen für eine erfolgreiche Zeit in Kaiserslautern und werden ihn dabei eng begleiten.“

Soldo will den FCK unterstützen

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Innenverteidiger beim FC keine Rolle mehr gespielt hätte. Steffen Baumgart hatte zuletzt betont, dass er über nur drei Innenverteidiger auf Bundesliga-Niveau verfüge, Solde meinte er definitiv nicht. Weder bei der U21-EM mit Kroatien noch in der Vorbereitung konnte sich der Abwehrspieler empfehlen. Ein Transfer wurde somit wahrscheinlich. Nun folgt der Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern, Soldo wird für ein Jahr ausgeliehen. „Nach der Vorbereitung war klar für mich, dass ich beim FC aktuell nicht auf die Einsatzzeiten kommen kann, die für mich als junger Spieler wichtig und notwendig sind, um die nächsten Schritte im Profi-Fußball zu machen“, sagte der Innenverteidiger. „Beim FCK werde ich Gas geben und hart dafür arbeiten, dass ich spiele und den Verein bei seinen Zielen unterstütze, sich wieder in der Zweiten Liga zu etablieren. Ich habe von meinem Vater, der ja selbst in seiner aktiven Zeit gegen den 1. FC Kaiserslautern gespielt hat, sehr viel über den Verein gehört, vor allem über die beeindruckende Geschichte. Es ist ein großer Klub und ich bin überzeugt, dass ich hier die nächsten wichtigen Entwicklungsschritte in meiner Karriere machen werde.“

„Nikola ist ein talentierter Innenverteidiger, der in seinen jungen Jahren schon einiges an höherklassigen Erfahrungen mitbringt. Er gibt unserem Kader mehr Tiefe und Variabilität, da er sowohl in der Dreier- und Viererkette als auch als Sechser eingesetzt werden kann“, sagte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen. Für den FC bedeutet der Wechsel wohl auch, dass sie Verantwortlichen nicht nur nach einen Außenbahnspieler fahnden müssen. Aktuell würde der FC mit drei Innenverteidigern in die Saison starten. Ein hohes Risiko.

 

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Nikola Soldo vor Wechsel nach Kaiserslautern

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Nikola Soldo vor Wechsel nach Kaiserslautern

Nikola Soldo steht offenbar vor einem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern. Der Abwehrspieler hatte am Mittwoch schon nicht mehr am Mannschaftstraining teilgenommen.

UPDATE: Der FC hat die Leihe bestätigt. Alle neuen Infos gibt es hier.

Steht Nikola Soldo vor einem Wechsel nach Kaiserslautern? Der Innenverteidiger und der 1. FC Köln gehen offenbar schon bald getrennte Wege. Soldo wurde am Mittwoch freigestellt, um seine Zukunft zu klären.

Am Mittwoch hatte der Abwehrspieler bereits beim Mannschaftstraining gefehlt. Wie die „Bild“ berichtet, steht der Innenverteidiger unmittelbar vor einem Wechsel zum 1. FC Kaiserlautern in die 2. Bundesliga. Zuletzt hatten die Verantwortlichen immer wieder gesagt, dass sie Soldo keine Steine in den Weg legen würden. Im Gegenteil: Steffen Baumgart hatte zuletzt betont, dass er nur noch über drei Innenverteidiger mit Bundesliga-Niveau verfüge. Neben den Stammverteidiger Timo Hübers und Jeff Chabot meinte der Coach Luca Kilian. Soldo galt somit schon länger als möglicher Transferkandidat.

Der Innenverteidiger war in einer Nacht- und Nebelaktion im vergangenen Sommer an den Rhein geholt und sogar erst nach dem Ende des Deadline-Days vorgestellt worden. Beim FC konnte sich der Sohn von Ex-FC-Profi Zvonimir Soldo nicht durchsetzen, kam in der Vorsaison auf sieben Bundesliga- sowie vier Conference-League-Einsätze. Bei der U21-EM wollte er sich mit Kroatien für weitere Aufgaben bewerben, Soldo spielte nicht eine einzige Minute, Kroatien schied wie Deutschland in der Gruppenphase aus. Ob der FC den Innenverteidiger verleiht oder verkauft, ist noch offen. Beide Varianten sind denkbar. So oder so werden die Kölner dann mit großer Wahrscheinlichkeit auch selbst noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden müssen. Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des Kroaten auf 1,8 Millionen Euro.

 

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Tigges trainiert mit dem Team, Uth und Selke individuell

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Tigges trainiert mit dem Team, Uth und Selke individuell

Der 1. FC Köln ist mit einem dezimierten Kader in die Vorbereitung auf das Dortmund-Spiel gestartet. Während Mark Uth und Davie Selke individuell trainierten, kehrten Steffen Tigges und Dejan Ljubicic zurück.

Personal-Update beim 1. FC Köln: Mit Steffen Tigges und Dejan Ljubicic, aber ohne Davie Selke und Mark Uth im Training ist der FC in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am Samstagabend gestartet.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte deutliche Worte gegen den DFB und die Ansetzung des Pokalspiels gegen Osnabrück gefunden. „Was mich mehr ärgert ist, dass wir am Samstag schon wieder dran sind und unsere Gegner nicht nur den leichteren Gegner hatte, sondern auch zwei Tage länger Erholung hat“, sagte der Coach. Die Problematik zeigte sich am Mittwoch eindrucksvoll beim Training. Denn Davie Selke und Mark Uth konnten nach ihren muskulären Problemen am Montagabend nicht mit der Mannschaft trainieren, sie absolvierten eine individuelle Einheit. Das Problem: Baumgart und dem FC läuft die Zeit davon.

Denn ob die beiden Angreifer bis zum Abschlusstraining vor dem Dortmund-Duell wieder fit werden, ist zumindest fraglich. Gerade bei Uth ist ein Einsatz so gut wie ausgeschlossen. Immerhin hatte der Verein am Dienstag eine leichte Entwarnung gegeben. Man müsse von Tag zu Tag schauen, hieß es. Klar ist, jedes verpasste Mannschaftstraining schmälert die Chancen auf einen Einsatz. Und so gehen Baumgart die Stürmer vor dem Spiel gegen den BVB aus.

Tigges zurück im Mannschaftstraining

Zwar nahm Steffen Tigges wieder am Mannschaftstraining teil, ein Einsatz gegen seinen Ex-Klub dürfte allerdings ein wenig früh kommen. Im Duell gegen Werder Bremen hatte sich der Angreifer an der Schulter verletzt, die Rückkehr hatte länger gedauert als eigentlich angenommen. Florian Dietz ist für die erste Mannschaft nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls noch kein Thema. Sollten also Uth und Selke nicht zur Verfügung stehen, kann Baumgart nominell auf die Angreifer Luca Waldschmidt, der allerdings eigentlich hinter den Spitzen agiert, sowie Sargis Adamyan zurückgreifen. Zwar blühte Adamyan zuletzt auf, ein Stoßstürmer ist der Armenier aber auch nicht. In diesem Fall könnte Damion Downs in den Dunstkreis seines Profidebüts kommen. Im März hatte der Youngster bei der 1:6-Klatsche beim BVB im Kader der Profis gestanden.

Auch ein Einsatz von Linton Maina wird immer unwahrscheinlicher. Der Außenspieler arbeitete am Mittwoch erst einmal im Reha-Bereich. In der vergangenen Spielzeit war Maina noch der Feldspieler mit den meisten Einsätzen. In der Vorbereitung hatte sich Maina einen Infekt eingefangen und litt anschließend unter Rückenbeschwerden. Nach dem Pokalspiel gegen Osnabrück hatte Baumgart betont, dass ihm drei, vier Spieler gefehlt hätten, die ihre Geschwindigkeit auf den Platz bringen. Dejan Ljubicic und Timo Hübers standen dagegen wieder auf dem Platz und trainierten voll mit. Ljubicic hatte im Testspiel gegen Nantes einen Schlag auf den Knöchel erhalten und konnte im Pokal gegen Osnabrück noch nicht spielen.

 

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Abwehrchef des 1. FC Köln: Jeff Chabot erneut mit überragenden Werten

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Abwehrchef des 1. FC Köln: Jeff Chabot erneut mit überragenden Werten

Im Pokal gegen den VfL Osnabrück tat sich der 1. FC Köln lange schwer. Osnabrück schnupperte sogar an der Sensation. Genug Chancen, sich in der Defensive in Szene zu setzen. Jeff Chabot gelang das einmal mehr sehr gut.

Schon in der vergangenen Saison erkämpfte sich der Innenverteidigung einen Stammplatz und avancierte zum Abwehrchef. An diese Leistung knüpft er nun an: Jeff Chabot überzeugt erneut mit überragenden Werten.

Jeff Chabot erneut mit überragenden Werten

Die Auszeichnung in der Hand wirkte neben dem 1.95-Meter-Hünen seltsam klein geraten. Jeff Chabot (Hier geht es zur Datenkarte) umklammerte sie förmlich und strahlte gleichzeitig in die Handykamera, die er mit der anderen Hand hielt. „Man of the Match“, stand auf dem Objekt und an einer anderen Stelle der Slogan „Wir machen Helden“. Tatsächlich ist Chabot auf einem guten Weg, sich schon bald selbst den Heldenstatus beim FC zu verdienen. Der 25-Jährige knüpfte im ersten Pflichtspiel der Spielzeit an die Leistungen der Vorsaison an. Gefühlt fischte der Innenverteidiger am Montagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals jede Flanke der Niedersachsen aus dem Strafraum, blockte und grätsche alles weg, was auf ihn zu kam. Chabot ging in vier von insgesamt 28 Luftzweikämpfen, entschied jeden für sich. Der Kölner Abwehrchef kam auf eine Zweikampfquote von 73 Prozent. Nur Leart Paqarada war bei den Kölnern besser. In der vergangenen Spielzeit erreichte Chabot einen Durchschnittswert von 62 Prozent.

Erstes Tor im deutschen Profifußball

Wieder einmal war der 25-Jährige Garant dafür, dass hinten relativ wenig anbrannte. „Wir haben es letztlich auch hinten sehr gut verteidigt, in einer Schlussphase, in der wir wussten, dass auch nochmal einer durchrutschen kann“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart. Einzig vor dem Gegentreffer ließ sich Chabot tunneln, Kunze startete durch und wurde von Luca Waldschmidt unsanft von den Beinen geholt. Elfmeter, Ausgleich. Ansonsten ließ Chabot in der Defensive so gut wie nichts anbrennen. Im Gegenteil: Der Abwehrspieler hatte auch maßgeblichen Anteil am Spielaufbau. Mit weit mehr als 100 Ballkontakten, Denis Huseinbasic kam auf 25 und Florian Kainz auf 45, war Chabot in der Innenverteidigung Taktgeber. Dazu spielte er 86 Pässe, von denen erstaunliche 91 Prozent auch den Mitspieler fanden. Auch dieser Wert lag über seinem Durchschnitt der Vorsaison (87 Prozent).

Das eigentliche Highlight hielt sich der Innenverteidiger dann aber noch für die Verlängerung zurück. Der FC war gerade erst durch Sargis Adamyan in Führung gegangen, da nahm sich Chabot den Ball und zog aus der Drehung aus gut 18 Metern einfach mal ab. Und das mit Erfolg. „Meinem Tor ging ein Standard voraus. Da bin ich stehengeblieben, um zu schauen, wo der Ball hinfällt. Und dann stand ich richtig und versuche es einfach“, sagte der Man of the Match. Für den 25-Jährigen war es das erste Tor für den 1. FC Köln und das erste Tor im deutschen Profifußball. Für Spezia Calcio und Sampdoria Genua hatte Chabot in der italienischen Serie A jeweils einmal getroffen, für Groningen und Rotterdam in der niederländischen Eredivisie insgesamt drei Mal. Nun steht er auch in der Torschützenliste der Bundesliga. „Es ist schön, dass Jeff dann auch mal nicht jedes Ding in die dritte Etage haut“, sagte Baumgart mit einem Augenzwinkern.

Unnötiges Gerangel vor der Pause

Nicht ganz so glücklich wird der Kölner Trainer dagegen mit einer Aktion vor dem Seitenwechsel gewesen sein. In einem Zweikampf mit Kwasi Wriedt verlor der „Türsteher“ die Nerven und drückte sein Gegenüber unsanft zu Boden. Auch wenn es sicherlich übertrieben gewesen wäre, hat es schon Schiedsrichter gegeben, die für ein ähnliches Vergehen den Roten Karton gezückt haben. Schiedsrichter Florian Badstübner beließ es zu recht bei der Gelben Karte. Baumgart sah keine Notwendigkeit, den Innenverteidiger sicherheitshalber vom Platz zu nehmen. So spielte Chabot die 120 Minuten runter, überzeugte wieder einmal in sämtlichen Werten und erzielte ganz nebenbei die Entscheidung im Pokalspiel.

 

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Keine Verletzungen struktureller Art bei Uth und Selke

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Keine Verletzungen struktureller Art bei Uth und Selke

Leichtes Aufatmen beim 1. FC Köln. Bei Davie Selke und Mark Uth liegen keine strukturellen Verletzungen vor. Das ergaben Untersuchungen am Dienstag.

Die Freude über das Comeback von Mark Uth währte nicht lange. Gut 15 Minuten nach seiner Einwechslung im Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück war die Begegnung für den Kölner Stürmer schon wieder beendet. Der Angreifer griff sich an den Oberschenkel und verließ auch wieder den Platz. Nun gibt es eine vorsichtige Entwarnung: Es liegen immerhin keine strukturellen Verletzungen bei Mark Uth und Davie Selke vor.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte einen möglichen Ausfall von Uth am Montagabend prophezeit. „Das ist das, was wir befürchtet haben. Wenn man ein Jahr raus ist, dann muss man sich erstmal wieder dran gewöhnen und deswegen ist das mit der Muskulatur dann manchmal etwas zäher bis die wieder belastungsfähiger ist“, hatte der Kölner Coach nach dem Erfolg über den VfL Osnabrück gesagt. Ein wochenlanger Ausfall stand im Raum. Dieser scheint vorerst vom Tisch. Wie der Klub am Nachmittag bekannt gab, liegen keine strukturellen Verletzungen vor. Wie lange die Kölner Angreifer fehlen werden, ist indes unklar. Man werde in Absprache mit den Physiotherapeuten und dem Trainerteam von Tag zu Tag entscheiden. Am Dienstag hatten die Kölner Profis noch trainingsfrei, am Mittwoch beginnt erst die Vorbereitung auf das Spiel gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstag. Ein Einsatz von Uth ist zumindest fraglich.

Hübers kehrt ins Training zurück

Bereits in der vergangenen Spielzeit musste Uth unmittelbar nach dem Pokalauftakt gegen Regensburg passen. Der Kölner Angreifer fiel zwei Monate aus, kehrte für fünf Kurzeinsätze zurück und spielte dann bis zum Ende der Saison nicht mehr. Drei Operationen später arbeitete der 31-Jährige hart an seinem Comeback, schob Extra-Einheiten und hinterließ in der Vorbereitung einen starken Eindruck. So stark, dass er nach seiner nahezu einjährigen Pause als gefühlter Neuzugang gehandelt wurde. In der Tat ist Köln mit Uth in der Offensive variabler. Timo Hübers wird nach seinem Zusammenstoß am Mittwoch wohl wieder ins Training einsteigen können. „Alle Tests, die nach einer Kopfverletzung routinemäßig durchgeführt werden, blieben unauffällig“, hieß es von Seiten des Vereins. 

 

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Wieder ein Traumtor: Benno Schmitz punktet im Konkurrenzkampf

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Wieder ein Traumtor: Benno Schmitz punktet im Konkurrenzkampf

Nach der vergangenen durchwachsenen Spielzeit war der kölsche Cafu bei den Kölner Fans zuletzt nicht unumstritten. Mit seinem Treffer und einer ordentlichen Partie hat er vorerst die richtige Reaktion gezeigt.

Wenn Tor, dann Traumtor – mit seinem zweiten Pflichtspieltreffer hatte auch Benno Schmitz seinen Anteil am Pokalerfolg des 1. FC Köln über den VfL Osnabrück. Überhaupt zeigte der Rechtsverteidiger eine ordentliche Partie. Zum richtigen Zeitpunkt, denn mit Rasmus Carstensen haben die Kölner einen starken Außenverteidiger mit Offensivdrang verpflichtet. Für Montagabend galt aber: Benno Schmitz punktet im Konkurrenzkampf.

Steffen Baumgart streckte den Zeigefinger aus, deutete auf den Torschützen. Sein Blick fokussiert, gewohnt streng. Dennoch hatte die Geste viel von „Ich habe es immer gewusst“ oder „Hab ich es dir doch gesagt.“ Benno Schmitz setzte der derweil zum Höhenflug an. Die Faust geballt, sprang der Rechtsverteidiger in die Höhe und ließ sich anschließend von seinen Mannschaftskollegen feiern. Nur wenige Sekunden zuvor hatte sich der 28-Jährige zum zweiten Mal an diesem Abend ein Herz gefasst. Ging der erste Versuch noch deutlich über den Kasten, senkte sich der zweite Schlenzer unhaltbar in den Winkel. Benno Schmitz brachte den FC mit seinem zweiten Pflichtspieltreffer im Duell gegen den VfL Osnabrück in Führung.

Schmitz mit einer durchwachsenen Saison

Sein zweiter Pflichtspieltreffer, sein zweites Traumtor. Denn auch sein erster Treffer schaffte es in so manchen Saisonrückblick. Im November vergangenen Jahres hatte Schmitz gegen Leverkusen im Derby getroffen – ebenfalls sehenswert. Der Treffer wurde zum Tor des Monats nominiert, letztlich gewann Lukas Podolski die Wahl mit einem Distanzschuss. Auch dieses Mal spricht viel für eine Nominierung. Es war ein sehenswerter Treffer und die richtige Reaktion. In der Spielzeit 21/22 wurde der Bayer zu einer der positiven Entwicklungen unter Steffen Baumgart. Das Spielsystem lag dem Abwehrspieler, der so offensiv in Erscheinung treten konnte und mit Anthony Modeste einen dankbaren Abnehmer seiner Flanken fand. Fünf Treffer bereitete Schmitz damals vor, wurde zum kölschen Cafu geadelt.

In der vergangenen Spielzeit konnte er an diese Leistung nicht mehr anknüpfen. Schmitz fand in der Offensive nur selten statt. Zwar traf er sehenswert gegen Leverkusen, dem Rechtsverteidiger gelang nicht ein einziger Assist. „Wir haben die Spielweise teilweise etwas angepasst, kamen mehr über die linke Seite, manchmal habe ich im Dreier-Aufbau gespielt, dann bist du eben weiter hinten“, erklärte Schmitz im Interview dem „Kicker„. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass mit Modeste eben der Flankenpartner fehlte, Schmitz aber auch nicht zu einer konstanten Form fand. Zwar betonte FC-Trainer Steffen Baumgart in der heißen Transferphase, dass Schmitz gesetzt sei und man einen Rechtsverteidiger suche, der sich hinter dem 28-Jährigen entwickeln könne, mit der Verpflichtung von Rasmus Carstensen dürfte der Druck auf Schmitz jedoch gestiegen sein. Nicht wenige Fans ahnen bereits eine Wachablösung. „Wir wissen, was wir an Benno haben“, sagte Baumgart. „Wir wissen aber auch, was wir an Rasmus haben.“

Der Außenverteidiger gegen Dortmund wohl gesetzt

An Benno Schmitz hatten die Kölner am Montagabend auch einen zweikampfstarken Außenverteidiger. Der 28-Jährige gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe, über die gesamte vergangene Saison waren es nur 50 Prozent. Dazu schaltete sich der 28-Jährige viel in die Offensive ein, schlug vier Flanken und erzielte eben die Kölner Führung (Die Daten im Überblick). Carstensen kam nach einer guten Stunde. Allerdings nicht für Schmitz. Der etatmäßige Verteidiger sollte über die rechte Außenbahn für mehr Gefahr sorgen. Das gelang dem Dänen. Mit seiner guten Leistung ist Schmitz für die kommende Begegnung gegen Borussia Dortmund wohl gesetzt. Ob er dann auch gegen ein Spitzenteam an die Leistung anknüpft, wird sich zeigen. Ein weiteres Traumtor wird er laut Baumgart nicht erzielen. „Das Problem ist, dass er sein Tor für diese Saison damit weg hat, er schießt ja nur ein Tor pro Saison“, sagte der Coach augenzwinkernd, dann aber wieder ernst: „Wichtig war, dass er es überhaupt probiert hat.“

 

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Uth und Selke verletzt: Sorgen um den Kölner Sturm

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Uth und Selke verletzt: Sorgen um den Kölner Sturm

Der 1. FC Köln hat den Erfolg über den VfL Osnabrück in der ersten Runde des DFB-Pokals womöglich teuer bezahlt. Davie Selke und Mark Uth mussten verletzt vom Platz. Ein Einsatz gegen Dortmund ist zumindest bei Uth sehr unwahrscheinlich.

Vollends konnte sich FC-Trainer Steffen Baumgart über den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals nicht freuen. Denn der Erfolg über Osnabrück war teuer bezahlt. Denn nach dem Pokalerfolg plagen den FC Sturm-Sorgen: Mark Uth und Davie Selke haben sich verletzt. Zumindest Uth scheint für die Dortmund-Begegnung keine Option zu sein. Auch hinter Selke steht ein Fragezeichen.

Mark Uth fällt erneut aus

Mark Uths Blick wirkte leer. Der Kölner Stürmer saß auf einem Stuhl neben der Kölner Reservebank und ließ sich teilnahmslos das Bein tapen. Den knappen Sieg über den VfL Osnabrück und damit den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals nahm der 31-Jährige zwar wahr, darüber freuen konnte er sich offensichtlich aber nicht. Und das, obwohl Uth mit seiner Vorarbeit zum 2:1 maßgeblichen Anteil am Kölner Erfolg hatte. Trotz des Erfolgs, trotz seiner Vorarbeit – das Pflichtspiel-Comeback nach seiner Seuchensaison in der vergangenen Spielzeit war kurz, es war bitter. Uth war erst in der 87. Spielminute eingewechselt worden und musste das Feld vor Ablauf der Verlängerung schon wieder verlassen. Der FC spielte einige Minuten in Unterzahl, Trainer Steffen Baumgart hatte sein Wechselkontingent schon erschöpft.

Auch Selke musste früher vom Platz

Der 31-jährige Uth war aufgrund seiner Schambein- und Leistenverletzung im Grunde die gesamte vergangene Saison ausgefallen. Drei Operationen hatte Uth sich unterziehen müssen, kam nur auf fünf Kurzeinsätze. Seit dem Frühsommer hatte Uth hart an seinem Comeback gearbeitet. So sehr, dass Steffen Baumgart auf die Euphoriebremse trat und betonte, dass man den Angreifer behutsam aufbauen müsse. In den Testspielen der Vorbereitung hatte der Porzer einen starken Eindruck hinterlassen. Nun folgt die nächste Verletzung. Die Diagnose steht noch aus. Aber: „Mark wird am kommenden Wochenende auf keinen Fall spielen“, prognostizierte FC-Trainer Steffen Baumgart wenige Minuten nach dem harten Pokalfight an der Bremer Brücke. „Bei Davie müssen wir erst einmal gucken.“

Denn auch Davie Selke hatte das Feld früher als geplant verlassen müssen. Der Stürmer wurde nach 52 Minuten ausgewechselt, hatte bis dahin eine ordentliche Leistung geboten. Nach seiner Auswechslung suchte er kurz das Gespräch mit seinem Coach, schlug anschließend gegen das Dach der Reservebank, konnte seinen Frust nicht verbergen. Schon unmittelbar nach seinem Wechsel nach Köln hatte der Stürmer gleich mehrfach Verletzungspech. Trainer Baumgart sagte bei der ARD, dass er hoffe, die Auswechslung seines Stürmers kam früh genug. Dennoch: Ein Einsatz gegen Borussia Dortmund zum Ligaauftakt am kommenden Samstag ist komplett offen. Und so drohen den Kölnern die Stürmer auszugehen. Steffen Tigges wird jedenfalls nicht gegen seinen Ex-Klub aus Dortmund spielen können. An Florian Dietz ist aktuell nicht zu denken. Das machte der Kölner Trainer in der vergangenen Woche klar.

Nur wenig Zeit zur Regeneration

Somit bleiben „nur“ Luca Waldschmidt, der eigentlich auf der Position hinter der Spitze geplant ist, und Sargis Adamyan. Der Armenier spielte sich durch eine starke Vorbereitung in den Fokus. Steffen Baumgart stellte dem Angreifer sogar einen Startelf-Einsatz in Aussicht, allerdings kam ein freudiges Ereignis dazwischen. Adamyan ist in der vergangenen Woche Vater geworden. Gegen Osnabrück konnte der Stürmer lange nicht an die Leistung der Vorbereitung anknüpfen. Der 31-Jährige erinnerte an den Stürmer der vergangenen Spielzeit: engagiert, aber ohne Zugriff zum Spiel. Bis er in der vierten Minute der Verlängerung richtig stand. Adamyan ist allerdings ein anderer Stürmertyp als Selke. Der FC müsste sich im Zweifel umstellen. Viel Zeit zur Regeneration bleibt dem Kölner Angreifer nicht. In fünf Tagen steht schon das Duell gegen Dortmund auf dem Programm. Und so zog Baumgart am Montagabend auch ein enttäuschtes Fazit: „Der Sieg heute hat viel gekostet.“

 

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So bewerten wir die FC-Profis gegen Osnabrück

Der 1. FC Köln hat die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Gegen den VfL Osnabrück überzeugten aber nicht alle Kölner. So bewerten wir die FC-Profis.

Bei der Auslosung der zweiten Runde im Oktober wird wohl niemand mehr fragen, wie der 1. FC Köln eben jene Runde erreicht hat. „Wir gehen nicht als bessere Mannschaft vom Platz“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart nach dem Erfolg über Osnabrück. „Am Ende gehen wir als Sieger vom Platz.“ Bei dem knappen Erfolg konnten nicht alle Spieler überzeugen. Das ist unsere Einzelkritik der FC-Profis gegen Osnabrück.

Gegen Osnabrück geriet der FC vor allem im zweiten Durchgang massiv unter Druck. Jeff Chabot bekam somit viele Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Das tat der Innenverteidiger auf beeindruckende Art. Zudem krönte der Abwehrspieler mit dem Treffer zum 3:1 seine starke Leistung – es war gleichzeitig die Entscheidung. Auch Benno Schmitz trug sich mit einem beeindruckenden Treffer in die Torschützenliste ein. Denis Huseinbasic und Mathias Olesen bereiteten jeweils ein Tor vor, konnten aber nicht an die guten Leistungen der Vorbereitung anknüpfen.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Osnabrück

Starke Parade gegen Makridis beim Freistoß. Ähnlich stark beim Strafstoß. Chancenlos dagegen beim Nachschuss. Hielt Köln auch nach dem 1:1 bei gleich mehreren Aktionen im Spiel.

Hatte zu Beginn seine Probleme mit der Geschwindigkeit von Conteh. Steigerte sich aber zunehmend und brachte sich vor allem in der Offensive ein. Hatte seinen Anteil am zweiten Treffer der Kölner.

Wirkte in einigen Situationen unsicher. Hatte im Zentrum Einiges auszubügeln.

Lufthoheit bei Flanken, konsequent in den Zweikämpfen. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel ein wenig zu konsequent. Hätte sich für sein Eingreifen kurz vor der Halbzeit nicht über Rot beschweren dürfen. Gut, dass er im Spiel blieb. Gewann auch im zweiten Abschnitt so gut wie jeden Zweikampf und krönte seine starke Leistung mit der Entscheidung.

Seine Flanken kamen nur selten an, sein Distanzschuss aus 20 Metern umso besser. Wenn Schmitz Tore kann, dann offenbar nur Traumtor. Schaltete sich oft in die Offensive mit ein, war in der Defensive anfällig.

Spielte zunächst als alleiniger Sechser. Konnte nicht alle Löcher stopfen. Baumgart reagierte und zog Olesen zurück. Zeigte sich zweikampfstark und bei seinem Pfostenschuss auch torgefährlich, wenn auch ohne Glück. Dennoch ordentliche Leistung.

Fiel so gut wie gar nicht auf. Hatte wenig Zugriff auf das Spiel, legte dann aber Schmitz das 1:0 auf.

Tat sich auf der Seite lange überraschend schwer. Brachte sich kaum gewinnbringend in der Offensive ein. Sorgte bei Standards für den Hauch von Gefahr.

Sorgte in der regulären Spielzeit genau einmal für Gefahr. Das nach einer guten Stunde und vor allem vor dem eigenen Tor, als er einen Abpraller gefährlich nah an den eigenen Kasten brachte. Legte später Chabot das 3:1 auf. Dennoch eine schwache Leistung.

Aktivposten im Kölner Offensivspiel. Legte alleine in der ersten halben Stunde drei gute Chancen auf. Seine scharfe Hereingabe führte letztlich zur Kölner Führung. Sein überstürztes Eingreifen gegen Kunze wiederum zum Ausgleich.

Bis 52: Kam gleich zwei Mal aus kurzer Distanz zum Abschluss, fand beide Male in Kühn seinen Meister. Dennoch: Harmoniert sehr gut mit Waldschmidt und macht Lust auf mehr. Musste nach gut 50 Minuten angeschlagen vom Platz.

Ab der 52: Konnte den Eindruck aus der Vorbereitung nicht bestätigen. Wirkte oft wie in der Vorsaison. Engagiert, aber kein Faktor im Kölner Team. Das änderte er zu Beginn der Verlängerung, als er den FC auf die Erfolgsspur brachte – wenn auch vermutlich irregulär.

Ab der 65: Wirkte in vielen Situationen nervös, vielleicht auch übermotiviert. Kam in einigen Situationen zu spät.

Ab der 65: Spielte nach seiner Einwechslung überraschend im rechten Mittelfeld. Brachte einige Bälle scharf vors Tor, fand aber keine Abnehmer. Dennoch eine Option.