Systemfrage beim 1. FC Köln: Das Geschäft mit den Leihspielern

, ,
Startseite » News » Seite 618

Systemfrage beim 1. FC Köln: Das Geschäft mit den Leihspielern

Mit Jonas Urbig, Tim Lemperle, Marvin Obuz und nun Maxi Schmid hat der FC vier Spieler verliehen, gleichzeitig mit Luca Waldschmidt und Rasmus Carstensen zwei geliehen – weitere könnten folgen. Ein lukratives Transfer-Modell mit geringem Risiko – für alle Parteien.

In einer Medienrunde vor wenigen Monaten erklärte FC-Sportdirektor Christian Keller, dass er ein Freund von Leihgeschäften sei. Kein Wunder: das Geschäft mit den Leihspielern ist risikoarm, fördert die Akteure, ist vor allem aber eins: lukrativ.

Bild: Herbert Bucco

Für Maxi Schmid könnte der Freitagabend ein ganz besonderer Abend werden. Hätte der 20-Jährige nicht schon eine Minute Europapokal erlebt, FC-Trainer Steffen Baumgart ließ ihn in der Conference League gegen den 1. FC Slovacko ran, würde der Angreifer sein Profidebüt feiern können, wenn er denn spielt. Denn Maxi Schmid ist an Rode Kerkrade verliehen worden. Eben mit der Absicht, möglichst viel zu spielen, Profifußball zu spielen. Ein Wunsch, den nicht nur der Spieler hegt. Denn Schmid gehört offenbar zu den Youngstern, denen der FC mittelfristig den Sprung zu den Profis zutraut. Genau deswegen wurde der Vertrag mit Schmid verlängert, genau deswegen wurde der 20-Jährige an Kerkrade verliehen. Und so könnte der junge Offensivmann am Freitagabend Zweitliga-Luft, wenn auch in den Niederlanden, schnuppern.

Für aufnehmenden Verein geringes Risiko

Einst verpönt sind Leihen mittlerweile ein probates Mittel bei der Kaderplanung geworden. Nicht umsonst haben die Kölner in dieser Transferperiode bereits vier Spieler ver- und zwei Akteure geliehen. Zumindest auf der Abgaben-Seite ist die Chance gar nicht so gering, dass weitere, etwa Nikola Soldo oder Florian Dietz, folgen werden. Leihen – wenn man so will eine Win-Win-Win-Situation: Der Spieler erhält Spielpraxis, kann sich weiterentwickeln und gleichzeitig für höhere Aufgaben empfehlen. Eine Leihe kann den Karriereschub, in einigen Fällen den Durchbruch bedeuten. Der aufnehmende Verein erhält einen Akteur für kleines Geld, der allerdings darauf brennt, seine Karriere voranzutreiben. Dabei geht der Klub ein denkbar geringes Risiko ein.

Funktioniert der Spieler nicht, kehrt er mit dem Ende der Leihe zu seinem Heimatklub zurück, hat der Verein eine Kaufoption vereinbart und der Spieler entwickelt sich positiv, steht ein Schnäppchen im Raum. Und: In der Branche ist es üblich, die Leihgebühr an die Anzahl der Einsätze zu koppeln. Je häufiger der Spieler zum Einsatz kommt, desto weniger Gebühr muss der Verein bezahlen. „Ich fand Leihgeschäfte schon immer gut und kann der Tatsache, dass man dadurch gegebenenfalls einen Spieler bekommt, den man eigentlich nicht kriegen würde, etwas abgewinnen“, sagte Christian Keller. Nur wenige Tage später erfolgte die Leihe von Luca Waldschmidt. Der Kauf des ehemaligen Nationalspielers wäre wohl nicht zu Stande gekommen. „Im Idealfall gibt uns der Stamm-Klub noch eine Kaufoption mit, dann kann man nicht viel falsch machen.“ So könnte der FC Luca Waldschmidt im kommenden Sommer für 4 Millionen Euro kaufen.

Wirtschaftliche Aspekt spielt ebenfalls eine Rolle

Ähnlich verhält es sich bei der Leihe von Rasmus Carstensen. Dem Vernehmen nach liegt die Kaufoption bei 1,5 Millionen Euro, laut der Online-Plattform Gool.ai liegt der Marktwert des 22-Jährigen aktuell bei 1,25 Millionen Euro, die KI des Portals prognostiziert Carstensen für den kommenden Sommer einen Wert von mehr als zwei Millionen Euro. Der FC hätte einen wirtschaftlichen Gewinn erzielt. Aktuell wird über eine Leihe von Faride Alidou von Eintracht Frankfurt spekulier. Der Außenspieler passt ins Profil der Kölner, Frankfurt will ihn verleihen – allerdings nicht mit einer Kaufoption.   

Denn auch der abgebende Verein profitiert natürlich von einem Leihgeschäft. So wollen die Hessen den U21-Nationalspieler nicht verkaufen, da sie noch Potenzial in ihm erkennen, sich den Durchbruch erhoffen. Er soll erst einmal Spielpraxis sammeln, um sich zu entwickeln. Entwicklung, das Zauberwort beim Leihgeschäft. Die abgebenden Vereine erwarten eine Entwicklung der Spieler, die sie im Heimatverein aufgrund der Konkurrenz nicht ausreichend erhalten würden. Spielpraxis ist der zweite Begriff, der bei nahezu jeder Leihe genannt wird. Die Akteure sollen sich über ihre Einsatzzeit verbessern.

Win-Win-Situation

Und das sicher nicht nur aus sportlichen Gründen: Der wirtschaftliche Aspekt an dem Transfermodell ist nicht von der Hand zu weisen. Leihgeschäfte sind aus Klubsicht risikoarm, versprechen aber gleichzeitig hohe Gewinne. Die Leih-Gebühren decken einen Teil der Kosten, Verkaufserlöse bringen Gewinne ein. Denn durch die erhoffte positive Entwicklung steigt automatisch auch der Marktwert des Akteurs. Im Idealfall ist der Spieler also entweder so gut geworden, dass er dem eigenen Team helfen kann, oder er wird mit hohem Gewinn weiterverkauft. Zur Not folgt vorerst eine weitere Leihe. Aktuell berechnet Gool.ai den Marktwert von Alidou auf 1,3 Millionen Euro, für den kommenden Sommer prognostiziert das Online-Portal einen Wert von 2,6 Millionen Euro. Demnach könnten die Hessen den Spieler dann unter Berücksichtigung des doppelten Marktwerts und wenn sie noch wollten verkaufen.

Gool.ai berechnet den Marktwert der Kölner Leihspieler Jonas Urbig, Tim Lemperle und Marvin Obuz auf insgesamt rund 2.25 Millionen Euro, die Prognose der Online-Plattform liegt für die drei Akteure bei 3.85 Millionen Euro, der FC würde bei der aktuellen Berechnung eine Marktwertsteigerung von fast 75 Prozent erreichen. Ob gewollt oder nicht, der FC geht mit jeder Leihe ein geringes Risiko ein, eröffnet sich aber gleichzeitig die Chance auf einen satten Gewinn.

Fifa musste einschreiten

Ein Modell, dass über viele Jahre ad absurdum geführt wurde. Der FC Chelsea war beispielsweise für seine „Loan Army“ bekannt. Zwischenzeitlich hatte der Londoner Klub nahezu 40 Spieler (darunter auch Nachwuchsakteure) unter Vertrag, die an andere Klubs verliehen wurden. Manchester City hatte in der Spielzeit 21/22 33 Spieler verliehen und Atalanta Bergamo sogar 65. Mittlerweile ist die Fifa eingeschritten und hat die Regeln verschärft. So dürfen unter anderem nur noch maximal acht Spieler eines Klubs verliehen werden. Akteure unter 21 Jahren fallen allerdings nicht unter diese Regel. Zudem dürfen nur drei Spieler an den gleichen Klub verliehen werden. Mit Florian Dietz, Nikola Soldo und Dimitrios Limnios haben die Kölner weitere drei potentielle Leihspieler im Kader – nicht allen wird man eine positive Entwicklung zutrauen.

 

Folgt uns auf:

Christian Keller: Ljubicic bleibt beim 1. FC Köln

, , ,
Startseite » News » Seite 618

Christian Keller: Ljubicic bleibt beim 1. FC Köln

Am Mittwochabend sorgte das Gerücht um einen möglichen Abschied von Dejan Ljubicic für mächtig Trubel in den Sozialen Medien. Mittlerweile hat Sportdirektor Christian Keller das Gerücht dementiert.

Dejan Ljubicic wird den 1. FC Köln nicht verlassen. Das bestätigte Christian Keller am Rande des „Rheinischen Gipfels“ der „Rheinischen Post“ und dementierte auf dem Fußball-Talk die Gerüchte um einen Wechsel des Mittelfeldspielers. Im Gegenteil – Christian Keller: Ljubicic bleibt in Köln.

Am frühen Mittwochabend hatte Sky berichtet, dass der Kölner Mittelfeldspieler den FC um die Freigabe gebeten habe und der VfL Wolfsburg an Dejan Ljubicic interessiert sei. Nicht nur das: Laut Sky befänden sich die Vereine bereits in Verhandlungen. Über eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro wurde spekuliert. Eine geringe Ablöse für einen Spieler, der noch bis 2025 Vertrag hat und der laut Experten einen Marktwert zwischen eben jenen acht und zehn Millionen Euro aufweist. Am Abend dementierte Sportdirektor Christian Keller das Gerücht am Rande des Fußball-Talks „Rheinischer Bundesliga-Gipfel“ der „Rheinischen Post“. Schon während des Gesprächs betonte der Sportdirektor, dass er am liebsten keinen Spieler abgeben würde.

Nach der Talkrunde wurde der Sportdirektor konkreter: „Ich schließe komplett aus, dass Dejan Ljubicic den FC verlässt“, sagte der 46-Jährige. Der „Express“ hatte zuvor berichtet, dass dem FC weder ein Angebot des VfL Wolfsburg vorliege noch der Spieler an den Verein herangetreten sei. Dem widerspricht der „Kölner Stadt-Anzeiger„, demnach habe es sehr wohl ein Angebot über einen Mittelsmann gegeben. Der FC habe das Angebot aber umgehend abgelehnt. Dass es grundsätzlich Interesse an Ljubicic geben würde, ist offenkundig. Der Mittelfeldspieler bringt seit Jahren konstant gute Leistungen, gehört zu den Säulen der Mannschaft und war als mögliche Alternative für Ellyes Skhiri auf der Doppelsechs neben Eric Martel gedacht. Ein Abschied hätte die Kölner empfindlich getroffen. Spätestens nach dem Abgang von Ellyes Skhiri galt der Österreicher als zentraler Akteur im Kölner Gebilde.

 

Folgt uns auf:

Das sagt Christian Keller zu Transfers, Steffen Baumgart und dem FC

,
Startseite » News » Seite 618

Das sagt Christian Keller zu Transfers, Steffen Baumgart und dem FC

Die Rheinische Post hatte am Mittwochabend zum Fußball-Talk geladen. Auch Christian Keller war zu Gast. Der Kölner Sportdirektor äußerte sich zu einem weiteren Transfer, seinem Trainer und der Zukunft des 1. FC Köln und er dementierte die Ljubicic-Gerüchte.

Vier Bundesligisten, vier Sportchefs – im Rahmen des „Rheinischen Bundesliga-Gipfels“ der „Rheinischen Post“ diskutierten die Sportdirektoren des 1. FC Köln, von Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach über den Fußball. Das sagt Christian Keller zu Transfers, Steffen Baumgart und dem FC.

Bild: Herbert Bucco

So etwas wie Hektik wollte erst nach der lockeren Gesprächsrunde in Düsseldorf aufkommen. Christian Keller nahm in der Landeshauptstadt gemeinsam mit Simon Rolfes, Klaus Allofs und Roland Virkus am „Rheinischen Bundesliga-Gipfel“ der „Rheinischen Post“ teil. In lockerer Atmosphäre plauderten die Sportchefs der vier rheinischen Top-Klubs über ihr Geschäft. Nach der Runde fand der Kölner Sportdirektor dann konkrete Worte und dementierte das Gerücht, dass die Kölner Fan-Gemeinde am frühen Abend beunruhigt hatte. „Ich schließe komplett aus, dass Dejan Ljubicic den FC verlässt“, sagte der 46-Jährige. Sky hatte am frühen Abend berichtet, Ljubicic habe den FC um Freigabe gebeten, Wolfsburg verhandle mit dem FC. Eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro stünde im Raum. Ob die Niedersachsen mit dem FC in Kontakt getreten sind, ist unklar. Klar ist, Ljubicic bleibt dem FC erhalten.

Keller bestätigt Transfergesuch

Das hatte Keller indirekt schon zwei Stunden zuvor bestätigt. Auf die Frage, ob er sich mit Anfragen aus Saudi-Arabien beschäftigte, sagte der Kölner Sportdirektor, dass er am liebsten gar keinen Spieler abgäbe, bestimmt auch nicht nach Saudi-Arabien. Vielmehr bestätigte der Sportdirektor nun, dass der FC doch konkret nach einem weiteren Offensivspieler suche. „Wir haben eine Sollstelle noch offen. Wir werden idealerweise einen sehr schnellen Spieler für die Außen noch holen, der links und oder rechts spielen kann und wenn uns das gelingt, dann wären wir in unserem Rahmen sehr einverstanden mit unserem Kader.“ „Werden“ klingt deutlich konkreter als Kellers Worte von vergangener Woche. Möglicherweise befindet sich der FC bereits in konkreteren Gesprächen. Eventuell mit Faride Alidou und Eintracht Frankfurt. Laut „Kicker“ haben die Kölner den Offensivspieler in den Fokus genommen. Allerdings räumen die Hessen dem FC wohl keine Kaufoption ein. Dennoch scheint der Deal möglich.

Zuletzt war der Sportdirektor in den Sozialen Medien für seine Transferpolitik, den vermeintlichen Sparkurs kritisiert worden. „Wir haben mehr als 30 Jahre lang einen sehr wilden Ritt hingelegt. Und das als viertgrößte Stadt in Deutschland, die auch noch mit einem großen Potenzial ausgestattet ist. Wir sind schon ein Klub, der die Menschen in seinen Bann zieht. Wir sind sehr glücklich darüber, dass so viele Menschen an unserer Seite stehen“, sagte Keller. „Aus diesem großen Potenzial müssen wir perspektivisch schon ein bisschen mehr rausholen. Das heißt für uns, dass wir wirtschaftlich wieder auf einen grünen Zweig kommen. Davon ausgehend, dass wir unsere Infrastruktur verbessern. Das ist die Basis, gut arbeiten zu können.“ Sportlich sieht Keller den FC auf einem guten, einem sehr klaren Weg, „mit klarer Spielidee“. Einen Tabellenplatz als Saisonziel wollte Keller nicht ausgeben. „Ich finde, für uns ist es gut, wenn wir in Leistungszielen denken. Wenn du die Leistungsziele erreichst, sind positive Ergebnisse meistens ein Begleiteffekt.“

Keller lobt seinen Trainer

Für den klaren Weg der Profis ist Steffen Baumgart verantwortlich. Für Keller ein Glücksfall: „Ich bin sehr sehr froh, dass wir Steffen als Trainer haben, weil er einfach ein extrem authentischer und sehr Werte bezogener Mensch ist“, sagte der 46-Jährige. „Er lässt sich auch von den Reizen und Verlockungen, die der Fußball bietet nicht ablenken. Er bleibt sich treu. Das ist sehr wichtig, weil er genau das der Mannschaft vorlebt.“ Allerdings betonte der Sportdirektor auch, dass ihm bei dem ganzen Lob das Trainerteam zu kurz komme. „Wir haben beim FC auf vielen Ebenen ein sehr sehr gutes Team beieinander und haben die spannende Aufgabe, diesen Klub, der 30 Jahre lang eine Achterbahnfahrt hingelegt hat, vielleicht in ruhigeres Gewässer zu führen, um dann vielleicht auch wieder ein wenig mehr Fahrt aufzunehmen.“

Fahrt nahm am Abend vor allem das Gerücht um Dejan Ljubicic auf. Laut dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sei tatsächlich ein Mittelsmann an den FC herangetreten. Die Kölner hätten ein Angebot aber umgehend abgelehnt. Das wollte Keller nicht bestätigen. Die Worte über den Verbleib des Mittelfeldspielers waren dagegen umso deutlicher.

Folgt uns auf:

 

 

Rekord-Transfers

Rekord-Torjäger

Neuzugang: Ist Faride Alidou der gewünschte Offensivspieler des 1. FC Köln?

, , ,
Startseite » News » Seite 618

Neuzugang: Ist Faride Alidou der gewünschte Offensivspieler des 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln ist offenbar auf der Suche nach dem gewünschten Offensivspieler einen Schritt weiter. Wie unter anderem der Kicker berichtet, soll sich der U21-Nationalspieler zumindest im Fokus des FC befinden.

Grundsätzlich hat der 1. FC Köln die Kaderlücken geschlossen. Ein Muss sei kein Transfer mehr, sagte FC-Sportdirektor Christian Keller vor wenigen Tagen. Der Sportchef erklärte aber auch, dass man durchaus die Augen nach einem schnellen Offensivspieler offen halte. Ist Faride Alidou der gewünschte Offensivspieler?

picture alliance / Action Plus | AllShotLive

Unter anderem berichtet der „Kicker„, dass der U21-Nationalspieler in den Fokus der Kölner geraten sei. Schon vor einigen Tagen ließ Eintracht Frankfurt verlauten, dass man sich eine Leihe des Spielers durchaus vorstellen könne. Der schnelle Offensivspieler ist bei den Hessen in der vergangenen Saison nicht wirklich glücklich geworden, kam auf insgesamt 15 Kurzeinsätze mit nur einer Torvorlage. Immerhin erzielte der Offensivspieler ein Tor in der Champions League gegen Tottenham. Zu den Stärken des 22-Jährigen gehören die progressiven Läufe, Läufe in die Tiefe und ein starkes Eins-gegen-eins. Der gebürtige Hamburger passt also perfekt in das Anforderungsprofil der Geißböcke. „Es ist kein Geheimnis, dass wir in der Offensive noch was machen wollen. Und ich bin auch zuversichtlich, dass das klappt“, hatte Christian Keller am vergangenen Samstag gesagt.

Und der Spieler ist auch bei den Geißböcken kein Unbekannter. Die Kölner waren schon 2021 an Alidou interessiert. Wie der Kicker berichtet, habe es bereits Kontakt zwischen den Klubs gegeben. Christian Keller hatte im Juni betont, dass er ein Fan von Leihen sei. „Ich fand Leihgeschäfte schon immer gut und kann der Tatsache, dass man dadurch gegebenenfalls einen Spieler bekommt, den man eigentlich nicht kriegen würde, etwas abgewinnen“, sagte Christian Keller im Juni dem „Express“. „Im Idealfall gibt uns der Stamm-Klub noch eine Kaufoption mit, dann kann man nicht viel falsch machen.“ Doch genau da könnte das Problem des Transfers liegen. Frankfurt ist nicht bereit den Kölnern eine Kaufoption einzuräumen. Die Hessen sind von den Qualitäten des Offensivspielers überzeugt, hoffen nach wie vor auf den Durchbruch. Man wolle den Spieler abgeben, weil man aktuell keinen Platz im Kader habe, heißt es.

 

Folgt uns auf:

Update: Keller dementiert Gerüchte

, , ,
Startseite » News » Seite 618

Update: Keller dementiert Gerüchte

Verliert der 1. FC Köln einen seiner prominenten Spieler? Wie Sky berichtet, ist der VfL Wolfsburg an Dejan Ljubicic interessiert. Am Abend hat Christian Keller das Gerücht dementiert.

Wie der TV-Sender Sky berichtet, ist der VfL Wolfsburg an Ljubicic interessiert. Der Spieler haben den Klub demnach bereits um die Freigabe gebeten. Am Abend dementierte der Sportdirektor der Kölner die Gerüchte.

picture alliance / Action Plus | AllShotLive

UPDATE: Am Abend hat Christian Keller die Gerüchte dementiert. Den aktuellen Artikel gibt es hier.

Laut Sky befänden sich die jeweiligen Parteien bereits in Verhandlungen und Dejan Ljubicic soll das Gespräch mit den Kölner Verantwortlichen gesucht haben. Demnach habe der 25-Jährige um die Freigabe gebeten. Ein Wechsel des Österreichers wäre ein herber Schlag für die Kölner. Nach dem Abgang von Ellyes Skhiri war Ljubicic einer der Kandidaten für die Doppelsechs. Laut dem Online-Portal Gool.ai ist Ljubicic aktuell der wertvollste Spieler des FC. Das Portal berechnet den Marktwert des Mittelfeldspielers auf gut acht Millionen Euro. Laut Sky ist eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro im Gespräch. Ob die Kölner den Spieler für diese Summe ziehen lassen, ist aber zu bezweifeln. Ljubicic verfügt dem Vernehmen nach nicht über eine Ausstiegsklausel. Der FC hätte demnach alle Karten in der Hand.

In der vergangenen Saison stand der Österreicher oft in der Startelf. In 33 Pflichtspielen erzielte der laufstarke Mittelfeldspieler acht Tore. Aktuell hat Ljubicic noch Vertrag bis 2025. Der gebürtige Wiener wechselte 2021 zum 1. FC Köln und entwickelte sich schnell zu einer festen Größe bei den Geißböcken. In der vergangenen Saison war Ljubicic lange verletzt ausgefallen und hatte dann Schwierigkeiten, zurück zu alter Form zu finden. In dieser Saison soll dem Österreicher beim FC eigentlich eine wichtige Rolle zukommen. Am Mittwoch konnte Ljubicic nicht mit der Mannschaft des 1. FC Köln trainieren. Der Österreicher leidet noch an den Folgen einer Verletzung aus dem Test gegen den FC Nantes.

Wie der „Express“ mittlerweile berichtet, liegt dem FC allerdings kein Angebot aus Wolfsburg vor. Zudem habe auch der Spieler nicht nach der Freigabe gefragt.

 

Folgt uns auf:

Nummer zwei: das meint Philipp Pentke zu seiner Rolle

,
Startseite » News » Seite 618

Nummer zwei: das meint Philipp Pentke zu seiner Rolle

Mit Philipp Pentke hat der 1. FC Köln seine Nummer zwei gefunden. Jetzt äußerte sich der Keeper über seine Rolle und seinen neuen Klub.

Lange hat der 1. FC Köln nach einer neuen Nummer zwei gesucht. In der vergangenen Woche hat er sie gefunden. Allerdings brauchten die Kölner dazu nur auf den eigenen Trainingsplatz zu schauen. Die Suche verlief auch so schwierig, weil die Kölner ein klares Anforderungsprofil hatten. Unter anderem war ganz klar definiert, dass dem Keeper nur die Rolle auf der Bank bleiben würde. Dazu äußerte sich der 38-Jährige. So denkt Pentke über seine Rolle als Nummer zwei.

Bild: Herbert Bucco

Philipp Pentke ist alles andere als unerfahren im Fußball-Geschäft. Mit seinen 38 Jahren kommt der Keeper auf rund 250 Profi-Pflichtspiele, allerdings stehen nur wenige auf höchstem Niveau zu Buche. Die Situation beim FC dürfte für den Keeper dennoch neu gewesen sein. FC-Geschäftsführer Sport Christian Keller kannte Pentke noch aus der gemeinsamen Zeit bei Jahn Regensburg und stellte den Kontakt her. Der FC brauchte vorerst einen Torhüter, der das Trainings-Quartett auffüllen sollte. Parallel suchten die Kölner aber einen weiteren Keeper. Einen, der das Erbe von Timo Horn antreten würde. Besonders erschwerend war das Anforderungsprofil des Torwarts, der erfahren sein sollte, zur Not für Marvin Schwäbe einspringen würde, sich aber gleichzeitig auch darüber im Klaren sein sollte, dass er nur die Nummer zwei und wenn überhaupt im kommenden Jahr die Nummer drei sein würde. Wie Keller später zugab, habe man an Pentke zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gedacht. Pentke war dennoch von Beginn an voll dabei. „Ich habe alles mitgemacht, keinen Tag in der Vorbereitung gefehlt. Ich bin mehr gelaufen als in den Jahren zuvor. Der Trainer ist so motivierend, dass du nur mehr laufen kannst. Es macht viel Spaß“, sagte der 38-Jährige am Mittwoch.

Pentke mit der Rolle der Nummer zwei zufrieden

Mit der Zeit gingen dem FC aber die Optionen, die Gespräche mit möglichen Ersatzkeepern aus und so beobachteten die Kölner ihren Trainingskeeper dann doch ein wenig genauer. „Wir waren aber nach den Trainingseindrücken, die der Philipp hinterlassen hat, der Meinung, dass wie keine weiteren Spieler mehr angucken müssen, weil er es einfach so gut gemacht hat“, sagte Keller. „Es war schon ein Gedanke, ob ein 38-Jähriger diese Trainingsintensität gehen kann, die wir gehen möchte. Das kann er.“ Und nicht nur das. Pentke bringt viel Ehrgeiz mit zum FC. „Ich bin Profi durch und durch, ich will immer mehr. Ich hätte mich geärgert, wenn es nicht geklappt hätte“, so der Torwart. Pentke will zwar mehr, doch beim FC wird es – wenn alles nach Plan läuft – nicht viel mehr werden. Ein Pflichtspiel wird der Keeper wohl eher nicht absolvieren.

Pentke: „Ich habe mich von Anfang an pudelwohl gefühlt“

Denn Fakt ist: Marvin Schwäbe ist als Nummer eins gesetzt, wird auch im Pokal auflaufen. „Für mich ist das gar kein Problem, ich will, dass die Nummer eins Gas gibt und erfolgreich ist. Für uns ist wichtig, dass wir alle gut performen“, sagte Pentke. Tatsächlich ist der Keeper die Rolle gewohnt und hat sie auch in der Vergangenheit immer akzeptiert. „Wir konnten uns immer auf Penne verlassen. Egal ob im Training oder im Spiel – wenn er gebraucht wurde, war er da. Auch in der Kabine hatten seine Worte aufgrund seiner großen Erfahrung eine hohe Bedeutung“, sagte TSG-Geschäftsführer Alexander Rosen im Mai. Positive Worte fand auch Christian Keller, als sich der damalige Stammkeeper von Regensburg vom Jahn 2019 verabschiedete. „Philipp ist seit vier Jahren ein absolut sicherer Rückhalt unserer Mannschaft mit immenser Präsenz und Ausstrahlung. Klar, dass wir Philipp deshalb sehr gerne weiter beim SSV Jahn gesehen hätten“, so der heutige FC-Geschäftsführer, damals noch im Dienst der Regensburger. „Sein nun anstehender Abgang schmerzt insofern sehr.“

Mittlerweile ist Pentke also in Köln und innerhalb der Mannschaft voll angekommen. Das scheint ihm offenbar nicht schwer gefallen zu sein. „Es macht die Mannschaft und den Erfolg aus den vergangenen Jahren aus, dass der FC eine Einheit ist. Die Jungs marschieren zusammen und haben viel Spaß. Das ist schon sehr besonders hier. Das ist mir schon am ersten Tag aufgefallen“, so Pentke. „Ich wurde super aufgenommen und direkt integriert. Ich habe mich von Anfang an pudelwohl gefühlt.“

Folgt uns auf:

Paqarada hat das Training beim 1. FC Köln wieder aufgenommen

,
Startseite » News » Seite 618

Paqarada hat das Training beim 1. FC Köln wieder aufgenommen

Leart Paqarada hat das Training beim 1. FC Köln wieder aufgenommen. Linton Maina und Dejan Ljubicic drohen für den Pokalfight gegen Osnabrück auszufallen.

Der 1. FC Köln hat am Mittwoch mit der Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel der Saison begonnen. Am kommenden Montag ist der FC in der 1. Runde des DFB-Pokals zu Gast beim VfL Osnabrück. Während sich Kristian Pedersen und Leart Paqarada wieder im Training befinden, konnten Linton Maina und Dejan Ljubicic nur individuell trainieren.

Bild: Herbert Bucco

Der Österreicher hatte im Testspiel gegen den FC Nantes einen Tritt gegen den Knöchel einstecken müssen. Zwar gaben die Verantwortlichen später an, dass offenbar keine strukturelle Verletzung vorliege, dennoch konnte Ljubicic nicht mit der Mannschaft trainieren. Ein Einsatz am kommenden Montag bleibt vorerst offen. Möglicherweise steigt der Mittelfeldspieler bereits am Donnerstag wieder in das Training ein. Für Linton Maina dürfte ein Einsatz in der ersten Runde des Pokals dagegen zu früh kommen – selbst wenn er bis Montag genesen sollte. Der Außenspieler hatte sich zunächst einen grippalen Infekt eingefangen, fiel darauf hin eine gute Woche aus. Unmittelbar nach seinem ersten Training litt Maina dann unter Rückenproblemen und konnte nun ebenfalls nur eine Art Reha-Training absolvieren. Da Maina einen Großteil der Vorbereitung verpasst hat, deutete Steffen Baumgart bereits an, dass er zumindest keine erste Wahl sein werde.

Das sieht bei Paqarada ganz anders aus. Der Abwehrspieler war ebenfalls im Duell gegen Nantes gefoult worden, erlitt aber offenbar nur eine Muskelverletzung. Am Mittwoch stand der Linksverteidiger genauso wie sein Backup Kristian Pedersen auf dem Platz. Pedersen hatte sich im Vorbereitungsspiel gegen Ajax Amsterdam mit muskulären Problemen auswechseln lassen. Jan Thielmann, Steffen Tigges, Florian Dietz und Noah Katterbach fehlen ebenfalls weiterhin.

 

Folgt uns auf:

Wie geht es weiter mit Timo Horn?

, , ,
Startseite » News » Seite 618

Wie geht es weiter mit Timo Horn?

Timo Horn wurde vor wenigen Wochen mit dem AC Florenz in Verbindung gebracht. Doch die Lilien haben Herthas Oliver Christensen verpflichtet. Die Zukunft des Kölners ist offen.

Lange hat der 1. FC Köln nach einem Ersatz für Timo Horn gesucht. Zwar war das Anforderungsprofil der Kölner auch sehr speziell, doch halb Europa scheint sich in einem Torwart-Stau zu befinden. Das könnte auch Kölns ehemalige Nummer zwei betreffen. Ende Juni war der Keeper noch mit den Lilien in Verbindung gebracht worden. Doch der AC hat sich für einen Torhüter aus der Bundesliga entschieden. Florenz verpflichtet Christensen: Was passiert mit Timo Horn?

Ws passiert mit Timo Horn
Bild: Herbert Bucco

Dass der Torwartmarkt aktuell nicht das einfachste Pflaster ist, hat der FC schmerzend zu spüren bekommen. Rund drei Monate suchten die Kölner einen Ersatz für Timo Horn, allerdings auch von der Fifa-Transfersperre ausgebremst. So unterschrieb am Ende der eigentliche Trainings-Keeper Philipp Pentke bei den Geißböcken und wird für ein Jahr die Position hinter Marvin Schwäbe bekleiden. Wie weit und mit wem Timo Horn in Verhandlungen steht, ist nicht bekannt. Es gibt noch nicht einmal Gerüchte um den 30-Jährigen. Die gab es noch Ende Juni. Damals wurde der Keeper mit dem AC Florenz in Verbindung gebracht. Gleich mehrere italienische Medien berichteten von dem Interesse der Lilien.

Tatsächlich soll der ablösefreie Keeper relativ weit oben auf der Wunschliste des AC gestanden haben. Favorit war allerdings Dominik Livaković. Hinter dem kroatischen Nationalspieler sind viele europäische Klubs her. Beim Wettbieten um den Keeper war für Florenz offenbar schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. So berichteten gleich mehrere italienische Zeitungen, dass die Verantwortlichen des AC nicht bereit gewesen seien, die geforderte Ablöse von zehn Millionen Euro an Dinamo Zagreb zu entrichten. Dem Vernehmen nach bot Florenz nur sechs Millionen Euro. Fenerbahce Istanbul sollte dann das Rennen um den Keeper gemacht haben, mittlerweile sind aber auch etliche spanische Klubs in den Poker eingestiegen.

Christensen wechselt nach Florenz

Horn, der lange als Nummer zwei galt, wird aber nicht nach Florenz wechseln. Die Lilien haben Oliver Christensen von Hertha BSC verpflichtet. Wie unter anderem tuttomercatoweb.com berichtet, hat Florenz fünf Millionen Euro für den dänischen Keeper bezahlt, dieser soll einen Vertrag bis 2028 bei den Lilien unterschrieben haben. Timo Horn wird also nicht in die Toskana wechseln. Allerdings offenbart das Ringen um die neue Nummer eins in Florenz auch eine Chance. Gefühlt ist halb Europa aktuell auf der Suche nach einem neuen Stammkeeper, wieder einmal herrscht ein regelrechter Stau auf dieser Position.

Die Datenscouts von Global Soccer Network zählen den ehemaligen Kölner Keeper nach den reinen Leistungsparametern immer noch zu den zehn besten Torhütern Deutschlands. Im vergangenen Jahr war Timo Horn übrigens mit Hertha BSC in Verbindung gebracht worden. Auch, weil der ehemalige Kölner Spieler und Torwart-Trainer Andreas Menger mittlerweile bei der alten Dame unter Vertrag steht. Horn ging bekanntlich nicht, offenbar war der Keeper dem Hauptstadtklub zu teuer. Nun wird sich auch der Zweitligist noch einmal auf dem Torhüter-Markt umschauen müssen. Schließlich ist Marius Gersbeck aufgrund polizeilicher Ermittlungen suspendiert. Aktuell verfügt Hertha über drei Nachwuchskeeper. Die Zeit rennt. Denn die 2. Bundesliga ist im vollen Gange, Hertha liegt nach zwei Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Am Samstag steht für die „Alte Dame“ gegen den FC Carl Zeiss Jena die 1. Runde des DFB-Pokals auf dem Plan.

 

Folgt uns auf:

Kader-Analyse in Köln: So fällt die bisherige Transferbilanz des FC aus

, ,
Startseite » News » Seite 618

Kader-Analyse in Köln: So fällt die bisherige Transferbilanz des FC aus

Sechs Spieler hat der 1. FC Köln in diesem Sommer bislang verpflichtet und zumindest personell die bisherigen Abgänge kompensiert. Für einige Transfers ist die Kölner Führung jedoch kritisiert worden.

Unmittelbar nachdem der internationale Sportgerichtshof die Transfersperre gegen den 1. FC Köln ausgesetzt hat, haben die Geißböcke einen Schnellstart auf dem Transfermarkt hingelegt. Mit Leart Paqarada, Jonas Nickisch, Jacob Christensen und Luca Waldschmidt hatten die Kölner schon Mitte Juni vier Neuzugänge präsentiert. In der vergangenen Woche folgten dann Philipp Pentke und Rasmus Carstensen, um die letzten beiden vakanten Positionen ausfüllen. Doch gerade über die jüngsten Transfers wurde in den Sozialen Medien viel diskutiert. Zehn Spieler haben die Kölner mittlerweile abgegeben. So fällt die bisherige Transferbilanz des FC aus.

Die Ausgangslage hätte für die Kölner Verantwortlichen in Sachen Transfermarkt wohl kaum schlechter sein können. Mit Jonas Hector und Ellyes Skhiri kündigten noch in der vergangenen Spielzeit zwei Leistungsträger frühzeitig ihren Abschied von den Geißböcken an. Leistungsträger, die sowohl sportlich als auch vom Standing innerhalb der Mannschaft für einen Klub wie den FC einfach nicht zu ersetzen sind. Seit seinem Amtsantritt betonte Sportdirektor Christian Keller gleich mehrfach, dass der FC eben nicht ins höchste Regalfach des Transfer-Shops würde greifen könne. Zumindest für einen adäquaten Skhiri-eins-zu-eins-Ersatz ist das oberste Regalfach aber genau das richtige. Dennoch ist die Erwartungshaltung der Kölner Anhänger eine große, zumal die Kölner Verantwortlichen diese auch unterstützten, in dem sie einen routinierten Sechser in Aussicht stellten. Parallel zu den drohenden Abschieden verhängte die Fifa ihre Transfersperre gegen den FC. Ob berechtigt oder nicht, die Kölner, die zu diesem Zeitpunkt schon einige Gespräche geführt hatten, wurden mehr als unsanft ausgebremst. Ob neben dem Hollerbach-Deal weitere Transfers platzten, ist nicht bekannt.

Paqarada und Waldschmidt können kurzfristig helfen

Dennoch verpflichteten die Geißböcke vier Spieler noch im Juni, zwei weitere folgten sechs Wochen später im August. Der FC hat dadurch die Lücken geschlossen, die der Klub selbst ausgemacht hat und die die Abgänge von Timo Horn, Jonas Urbig, Kingsley Schindler, Ondrej Duda und eben Skhiri sowie Hector gerissen haben. Einzig auf der Position des Außenbahnspielers sehen die Kölner noch Bedarf, ein Transfer sei aber kein Muss, betonte Christian Keller zuletzt. Zumindest personell hat der FC die Abgänge also kompensiert. Ein sportlicher Aderlass ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Die Qualitäten eines Ellyes Skhiri hat Jacob Christensen nicht. Muss er aber vielleicht auch nicht. Der junge Däne ist ein anderer Spielertyp, soll laut den Kölner Verantwortlichen Skhiri gar nicht Eins-zu-eins ersetzen und dem 22-Jährigen wird ein hohes Potenzial nachgesagt. Vorerst werden wohl Dejan Ljubicic, Mathias Olesen oder Denis Huseinbasic, wie in der Generalprobe gegen Nantes, neben Eric Martel spielen. Mittelfristig soll der Neuzugang in eine ähnliche Rolle hineinwachsen.

Kurzfristige Hilfe versprechen Leart Paqarada und Luca Waldschmidt. Paqarada wird Jonas Hector ebenfalls nicht ersetzen können. Der Linksverteidiger spielte eine überragende Zweitliga-Saison, überzeugte in nahezu allen relevanten Statistiken. Auch er weiß, dass in der Bundesliga eine andere Luft weht. Und: Paqarada ist ein anderer Verteidiger-Typ als Hector, deutlich offensiver ausgerichtet und zuletzt in einer Dreierkette beheimatet. Der Offensivdrang dürfte dem Kölner Spiel entgegen kommen, allerdings birgt er Gefahren im Umschaltspiel. Mit Luca Waldschmidt ist den Kölnern ein Transfercoup gelungen – zumindest ist der Eindruck nach den Testspielen mehr als nur vielversprechend. Waldschmidt belebt die Offensive, harmoniert mit Davie Selke und Mark Uth und ist selbst torgefährlich. An dem Offensivspieler führt aktuell kein Weg vorbei. Alleine durch den ehemaligen Nationalspieler ist die Qualität in der Offensive um ein Vielfaches gestiegen.

Carstensen überzeugt bislang

Mit Jonas Nickisch und Philipp Pentke haben die Kölner zudem zwei Torhüter verpflichtet, die am Ende der Saison nach aller Regel kein Pflichtspiel bei den Profis absolviert haben. Das ist zumindest der Plan. Nickisch soll sich entwickeln, Pentke den Platz auf der Bank einnehmen. Gerade über Pentke wurde viel diskutiert. Tatsache ist: Der Keeper hat seine Sache im Testspiel gegen Ajax gut gemacht. Dennoch ist seine Rolle klar definiert. Auch über Rasmus Carstensen wurde vor dem Transfer viel diskutiert. Der Däne hatte bei Genk so gut wie gar nicht gespielt, allerdings auch starke Konkurrenz vor der Nase. Die Skepsis hat sich bereits nach den ersten Eindrücken gelegt. Nun wird dem 22-Jährigen sogar zugetraut, Benno Schmitz schon bald zu beerben. Carstensen agiert deutlich offensiver als Schmitz, ist extrem schnell und sorgt über die Außen in der Offensive für Gefahr. Das Potenzial zur Startelf hat auch er. Das zeigen auch die Zahlen der Datenscouts von Global Soccer Network, die Carstensen schon jetzt vor Schmitz einordnen und dem Dänen eine Entwicklung zur internationalen Klasse prognostizieren – genauso wie seinem Landsmann Christensen.

Wenige Ausgaben, aber der Kaderwert des FC ist deutlich gesunken

Abgesehen von den 2,5 Millionen Euro, die der FC für Jeff Chabot überwiesen hat, haben die Kölner Verantwortlichen keine Ablöse für die Neuverpflichtungen bezahlt. Die Leihen von Luca Waldschmidt und Rasmus Carstensen könnten einen Kauf mit sich ziehen. Die Kaufoption von Waldschmidt würde den FC vier Millionen Euro kosten, die von Carstensen dem Vernehmen nach 1,5 Millionen Euro. Etwa die gleiche Summe gaben die Kölner im vergangenen Sommer für die sieben damaligen Neuzugänge aus, exklusive der 2 Millionen Euro, die der FC für Luca Kilian als Kaufoption bezahlt hat. Mit Linton Maina und Eric Martel haben sich damals zwei Akteure zu Stammspielern entwickelt. Mit Waldschmidt und Paqarada wären es aktuell ebenfalls zwei. Wirtschaftlich ist der FC also kein großes Risiko eingegangen und scheint einen weiteren Schritt Richtung Entwicklungsklub zu gehen.

Das Online-Portal Gool.ai berechnet die Marktwerte der sechs Neuzugänge auf aktuell rund neun Millionen Euro (alleine durch den Wechsel zum FC dürften sie je nach Spieler noch steigen). Das Portal bewertet die Spieler einzig nach ihren Leistungsparametern und vergleicht sie mit rund 90.000 Fußballprofis. Der Marktwert ist also rein objektiv und wird nach jedem Spiel aktualisiert. Die KI hinter dem Portal berechnet auch eine mögliche Entwicklung. Bei den beiden Dänen sieht Gool.ai ein großes Entwicklungspotenzial. So liegt der Marktwert von Carstensen aktuell bei 1.25 Millionen Euro, laut Prognose wird er sich bis zum kommenden Sommer verdoppeln. Der von Christensen liegt bei rund einer Millionen, hier berechnet die KI den dreifachen Wert. Die Kaufoption für Carstensen würde demnach also Sinn machen. Insgesamt hat der Kader allerdings an Wert verloren. Aktuell liegt der Kaderwert der Kölner laut des Portals bei rund 70 Millionen, zum Ende der vergangenen Saison lag er noch bei nahezu 90 Millionen Euro.

Muss der FC noch einmal nachbessern?

Neben den festen Abgängen hat der FC mittlerweile vier Spieler verliehen. Spieler, von denen sich der FC mittelfristig viel verspricht. Die Spieler sollen sich in ihrem neuen Klub durchsetzen, viel spielen und definitiv weiterentwickeln – sportlich, aber auch wirtschaftlich. Möglicherweise wird der FC noch weitere Spieler verleihen. Ob die Kölner auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen, hängt auch von weiteren Abgängen ab. So deutet sich ein Abschied von Nikola Soldo an. Der Innenverteidiger kommt beim FC auf keinen grünen Zweig. Sollte der junge Kroate den FC wirklich verlassen, brauchen die Geißböcke einen weiteren Innenverteidiger. Denn auch Luca Kilian kommt bislang nicht so recht in Fahrt und Elia Bakatukanda ist noch nicht so weit. Ähnlich würde es sich aber auch bei einem Abgang von Kristian Pedersen verhalten. Die offensive Außenbahn ist als mögliche Stellschraube von den Verantwortlichen bereits benannt. Zudem werden die Kölner Verantwortlichen die Transfersperre weiter im Kopf haben. Je nach Ausgang der Verhandlung im Spätsommer, wird der FC seinen Kader im Winter nicht nachbessern können. Nun haben die Geißböcke noch drei Wochen bis zum Deadline Day Zeit.

Folgt uns auf:

 

 

Rekord-Transfers

Rekord-Torjäger

Nächster Abgang: 1. FC Köln verleiht Maxi Schmid

, ,
Startseite » News » Seite 618

Nächster Abgang: 1. FC Köln verleiht Maxi Schmid

Nach Tim Lemperle, Jonas Urbig und Marvin Obuz hat der 1. FC Köln auch Maxi Schmid verliehen. Der Keeper wechselt zu Roda Kerkrade um Spielpraxis zu sammeln.

Die Verantwortlichen des FC haben einen weiteren Spieler verliehen, der Spielpraxis sammeln soll. Wie der Verein am Nachmittag bekanntgab, verleiht der 1. FC Köln Maxi Schmid an Roda Kerkrade. Der Angreifer hat zudem seinen Vertrag bei den Geißböcken bis Sommer 2025 verlängert.

Bild: Herbert Bucco

Zuletzt hatte der Kölner Angreifer noch die Vorbereitung bei den Profis absolviert, bekam sogar viel Einsatzzeit und erzielte gegen Amsterdam sogar einen Treffer. Dennoch galt der Stürmer als einer der potenziellen Leihspieler. „Maxi hat sowohl in der vergangenen Spielzeit unserer U21 als auch in der aktuellen Vorbereitungszeit bei den Lizenzspielern mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Wir sind überzeugt, dass die Leihe nach Kerkrade der richtige Schritt für seine weitere Entwicklung darstellen wird. Wir wünschen Maxi alles Gute für die kommende Saison und die spannende und anspruchsvolle Aufgabe in Kerkrade“, sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung Thomas Keller. Der Vertrag des 20-Jährigen wäre im kommenden Sommer ausgelaufen, somit mussten die Kölner den Kontrakt vor der Leihe verlängern.

Schmid spielt seit 2018 für den FC und feierte 2019 mit der U17 den Gewinn der B-Junioren-Meisterschaft. In der vergangenen Saison feierte Schmid sein Profi-Debüt und das sogar im internationalen Wettbewerb. Gegen den 1. FC Slovacko kam Schmid allerdings nur eine Minute zum Einsatz. Zwar stand der Stürmer auch im Bundesliga-Kader der Kölner, das Debüt steht aber noch aus. Der Stürmer sammelte in 30 Regionalliga-West Spielen 17 Torbeteiligungen und soll nun in der zweithöchsten niederländischen Liga bei Roda JC Kerkrade Spielpraxis sammeln.

Damit ist Schmid bereits der vierte FC-Spieler, der in diesem Sommer verliehen wird. Tim Lemperle und Jonas Urbig sollen in der 2. Bundesliga bei Greuther Fürth Spielpraxis sammeln, Marvin Obuz ist aktuell an den Drittligisten Rot-Weiss Essen ausgeliehen.

 

Folgt uns auf: