Der vermeintliche Königstransfer: Wie geht es weiter mit Sargis Adamyan?

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Der vermeintliche Königstransfer: Wie geht es weiter mit Sargis Adamyan?

Im Spiel gegen Gornik Zabrze erzielte Sargis Adamyan die Kölner Führung. Der Armenier will die Vorbereitung nutzen, um sich beim FC durchzubeißen. Doch die Konkurrenz ist groß, die vergangene Saison löst Skepsis aus.

Sargis Adamyan wurde vor genau einem Jahr zum FC geholt und von den Kölner Verantwortlichen mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet – obwohl der Klub eigentlich auf Perspektive setzt. Bislang konnte der Angreifer diesen Ansprüchen, vermutlich auch seinen eigenen, nicht gerecht werden. Immerhin zeigte sich der Stürmer im ersten Testspiel. Wie geht es weiter mit Sargis Adamyan?

Bild: Herbert Bucco

Auch wenn davon nicht wirklich viel zu sehen war, die Erleichterung wird bei Sargis Adamyan groß gewesen sein, als der Stürmer am vergangenen Sonntag eine perfekte Hereingabe des Youngsters Max Finkgräfe zur Kölner Führung gegen Gornik Zabrze verwertete. Jedes Tor, jedes Erfolgserlebnis dürfte dem Stürmer zurzeit gut tun. Denn Adamyan gilt als die größte FC-Fehlinvestition unter Christian Keller, ist wohl der größte Kritikpunkt am Sportdirektor. Warum der FC den damals 29-Jährigen für vier Jahre an den Klub gebunden hat, obwohl auf der anderen Seite das Ziel der Kölner ist, junge Spieler weiterzuentwickeln, werden wohl nur die Kölner Verantwortlichen wissen.

Fast schon hastig war Adamyan vor einem Jahr in das Trainingslager nach Donaueschingen geplatzt, hatte für wenige Augenblicke die scheinbare Idylle rund um den Luxus im Öschberghof durcheinander gebracht. Viel Lärm. Viel Lärm um wenig, wenn man die folgenden Monate Revue passieren lässt. Bislang konnte Steffen Baumgart den Stürmer, der den FC rund 1,5 Millionen Euro Ablöse gekostet haben soll, zumindest nicht auffallend entwickeln und oder aus der Krise holen. Im Gegenteil: Adamyan kam in der vergangenen Spielzeit wettbewerbsübergreifend zwar 32 Mal zum Einsatz, erzielte aber nur zwei Treffer und bereitete vier vor. Unvergessen das Spiel bei Hertha BSC zum Ende des vergangenen Jahres, als der Angreifer den Ball aus wenigen Zentimetern über das leere Tor schickte. Eine Szene, die symptomatisch für die Leistungen des Stürmers stand. Mit zittriger Stimme stellte sich der damals sichtbar angeschlagene Stürmer den kritischen Fragen.

Kommt ein Transfer in Frage?

Kein Wunder also, dass Adamyan bei vielen Fans als möglicher Transfer-Kandidat gehandelt wird. Spätestens seit der Verpflichtung von Luca Waldschmidt und durch die Genesung von Mark Uth werden Einsätze des Angreifers zunehmend unwahrscheinlich. Doch der Fehlschuss von Hertha sei längst abgehakt, sagt Adamyan zuletzt in einem Interview dem „Express“ und kündigte an: „Ich möchte mich hier durchbeißen. Meine Frau und ich fühlen uns in Köln sehr wohl. Die Mannschaft ist überragend und ich verstehe mich mit allen gut.“

Adamyans Situation ist aber alles andere als einfach. Nach der verkorksten Saison wird sich ein Abnehmer nicht so leicht finden lassen. Wenn überhaupt kommt ein Leihgeschäft in Frage. Der Stürmer würde gerne bleiben. Auch die Kölner Verantwortlichen haben den Angreifer noch nicht aufgegeben. „Es ist bekannt, dass Steffen und ich extrem viel von Sargis halten“, sagte der Sportchef vor einigen Wochen. „Sargis hatte eine Saison, die nicht so war, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich gehe davon aus, dass er sich in der Sommer-Vorbereitung anders präsentieren wird und zeigt, warum wir ihn unbedingt haben wollten.“ Einen ersten guten Eindruck machte Adamyan in dem zugegeben wenig aussagekräftigen Testspiel gegen Zabrze.

Die Konkurrenz ist für Adamyan groß – zu groß?

Tatsächlich wird es gar nicht so einfach, die passende Position für den Offensivspieler zu finden. Baumgart bevorzugt eine 4-2-3-1-Aufstellung. Adamyan ist alles andere als ein Zielstürmer. Dort dürfte die Wahl wohl ohnehin eher auf Davie Selke oder Steffen Tigges fallen. Dahinter wäre der Armenier besser aufgehoben, doch auch dort hat Baumgart die Qual der Wahl – unter anderem mit Florian Kainz und Luca Waldschmidt sowie vermutlich auch wieder Mark Uth. Auch auf den Flügeln hat der Kölner Coach eine Vielzahl an Optionen, die zurzeit deutlich vor Adamyan eine Rolle spielen würden. Auch wenn sich der Armenier also in Köln durchbeißen will, aktuell stehen die Chancen auf Spielzeit wohl eher schlecht.

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Datenanalyse: So schätzen Scouts die FC-Abwehr ein

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Datenanalyse: So schätzen Scouts die FC-Abwehr ein

Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit ist gerade erst gestartet, die ersten Eindrücke noch frisch. Und doch lohnt sich bereits ein erster Blick auf den Kader. Gemeinsam mit Datenscouts und Datenexperten haben wir uns die einzelnen Mannschaftsteile angeschaut. Teil I: Abwehr.

Dass Leart Paqarada das Kölner Idol Jonas Hector nicht eins-zu-eins ersetzen kann, war den Kölner Verantwortlichen bei der Verpflichtung klar. Doch welche Rolle spielt der Neuzugang? Wer sollte in der Abwehrzentrale spielen und wie steht es um die rechte Abwehrseite? Wir haben Datenexperten gefragt. Hier ist die Kaderanalyse: So schätzen Datenscouts die Kölner Abwehr ein.

Bild: Herbert Bucco

Steffen Baumgart ließ den Worten der Kölner Verantwortlichen Taten folgen. Diese hatten schon vor dem Trainingslager angedeutet, dass es durchaus eine Möglichkeit sei, Meiko Wäschenbach auf der rechten Verteidigerposition zu testen. Nach wie vor ist diese Position die Sollbruchstelle in der Kölner Kaderplanung und ihr gehört die höchste Priorität. Das zeigt der Blick auf den Kader.

Kölner Innenverteidigung ist gut aufgestellt

Aktuell starten die Kölner mit neun nominellen Abwehrspielern in die neue Saison. Der FC selbst gibt dabei von den Youngstern zurzeit nur Elias Bakatukanda im Profikader an. Mit dem 19-Jährigen sowie Jeff Chabot, Timo Hübers, Luca Kilian und Nikola Soldo verfügt der FC über insgesamt fünf Innenverteidiger. Dazu kommen die drei Linksverteidiger Leart Paqarada, Kristian Pedersen sowie Noah Katterbach und ein Rechtsverteidiger mit Benno Schmitz. Schon dieser erste Überblick offenbart die wohl größte Schwachstelle der Kölner: Auf der rechten Seite darf bei Benno Schmitz aktuell nichts anbrennen.

Und im Abwehrzentrum? „Der FC verfügt im Grunde nur über Balleroberer und über keinen spielenden Innenverteidiger“, sagt Dustin Böttger, CEO und Datenexperte von Global Soccer Network. Das Unternehmen berechnet anhand von mehr als 15.000 Leistungsparametern den GSN-Index, im Grunde also die Qualität von mehr als 500.000 Profis und unterstützt damit internationale Topklubs wie PSG oder Chelsea auf der Suche nach neuen Spielern. „Am ehesten passt noch Timo Hübers in diese Rolle“, so Böttger. Der Innenverteidiger dürfte gemeinsam mit Jeff Chabot erneut die Abwehrzentrale bilden. Zumal Sportdirektor Christian Keller erst kürzlich mehr Verantwortung von dem 27-Jährigen forderte.

Geht man jedoch nach den reinen Daten, sollte sich das Duo anders zusammensetzen. So kommt Hübers aktuell auf einen GSN-Index von 67.52 und ein Potenzial von 68.62. Jeff Chabot liegt aktuell bei 69.52 und könnte 75.7 erreichen – er gehört damit in die Kategorie „internationale Klasse“. Auf Rang zwei folgt nach den Algorithmen aber Luca Kilian. Der 23-Jährige liegt bei 70.5 und könnte 74.54 erreichen. Zwar fließen in die Berechnungen auch sogenannte weiche Daten wie zum Beispiel die frühere Ausbildung der Spieler ein, es handelt sich aber um reine Daten, die natürlich nicht alle Unwägbarkeiten mit einbeziehen können. Zumal die Spieler untereinander auch harmonieren müssen. Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz. Fakt ist aber: Schon im vergangenen Sommer wies GSN darauf hin, dass in Jeff Chabot das größte Potenzial der Kölner Innenverteidiger steckte, damals spielte die Leihgabe von Genua in der Startelf allerdings so gut wie keine Rolle.

Probleme auf den Außenpositionen?

Insgesamt sind die Kölner in der Innenverteidigung aber gut aufgestellt, da auch Nikola Soldo ein Potenzial von 71.81 aufweist und bei positiver Entwicklung somit ein weiterer Backup wäre. Die Außenverteidigerpositionen sieht der Datenexperte erwartungsgemäß kritischer. Allerdings nicht nur, weil ein Backup für Benno Schmitz fehlt. Auch auf der linken Seite sieht Böttger Probleme. So ist aktuell Paqarada mit einem Wert von 62.4 der stärkste Linksverteidiger der Kölner, kommt aber auch „nur“ auf ein Potenzial von 63.23. Deutlich stärker könnte sich Noah Katterbach entwickeln. Das Kölner Eigengewächs arbeitet an der Rückkehr nach seinem Kreuzbandriss und wird nach wie vor mit einem festen Wechsel zum HSV in Verbindung gebracht. Das Potenzial des Abwehrspielers liegt bei 75.72, er würde damit ebenfalls der Kategorie „internationale Klasse“ angehören.

Paqarada hat auf den Außenpositionen zwar die Nase vorn, aber: „Er ist mit seiner Spielweise eigentlich prädestiniert für eine Dreierkette“, so Böttger. „Es stellt sich die Frage, wie man Paqarada gewinnbringend in dem von Baumgart bevorzugten 4-2-3-1-System unterbringt. Eine Möglichkeit wäre eine deutlich offensivere Auslegung auf der linken Seite. Dann müsste Benno Schmitz bei Ballverlust auf der rechten Seite auf Höhe der Innenverteidigung bleiben.“ GSN würde die Viererkette nach den reinen Daten also aktuell so aufstellen: Paqarada – Kilian – Chabot – Schmitz. Je nach Neuverpflichtung eines Rechtsverteidigers und dem Umgang mit der Personalie Katterbach würde sich die Viererkette aber noch ändern.

 

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Jeff Chabot: Vom Bankdrücker zum Türsteher

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Jeff Chabot: Vom Bankdrücker zum Türsteher

Nach ersten Anlauf-Schwierigkeiten hat sich Jeff Chabot beim 1. FC Köln durchgesetzt und gehört zu den besten Innenverteidigern der Liga. Aus der Kölner Startelf ist er nicht mehr wegzudenken.

Jeff Chabot kann schon jetzt auf eine durchwachsene Zeit beim FC zurückblicken. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist der 25-Jährige längst eine feste Größe bei den Geißböcken und überzeugt mit starken Werten ligaweit. Jeff Chabot: Vom Bankdrücker zum Türsteher.

Er ist ein sehr konsequenter Spieler, der die meisten seiner Duelle gewinnt, dabei aber immer volles Risiko geht. In der Rückrunde hat er seine Kritiker Lügen gestraft. Das hat mich sehr gefreut, auch weil er ein sehr angenehmer Typ für das Team ist“

Timo Hübers

So wirklich glücklich verlief das alles nicht. Bereits nach 45 Minuten lag der FC mit 0:4 zurück, der damalige Abstiegskandidat aus Stuttgart war den Geißböcken in nahezu allen Belangen deutlich überlegen. Obwohl es sich nur um ein Testspiel, das in den USA und den spielerischen Jahresabschluss handelte, war auch Steffen Baumgart weit entfernt vor einer vorweihnachtlichen Stimmung. Und doch gab es, wenn man so will, einen Kölner Gewinner, trotz der letztlich harmlos ausgefallenen 2:4-Niederlage: Nach drei Monaten Verletzungspause gab Jeff Chabot sein Comeback gegen die Schwaben, gegen den VfB, gegen den er sich im Sommer verletzt hatte.

Der Innenverteidiger startete zum Ende des Jahres in eine atemberaubende Aufholjagd. Zu dieser Zeit deutete nicht sonderlich viel darauf hin, dass der Abwehrspieler über den Sommer 2023 hinaus am Geißbockheim verweilen würde. Im Gegenteil, die Kölner hatten Chabot im Winter zuvor von Sampdoria Genua ausgeliehen, nachdem dem FC gefühlt über Nacht mit Rafael Czichos, Jorge Meré und auch Sava Cestic die halbe Innenverteidigung abhanden gekommen war. Doch Chabot wollte trotz aller Vorfreude in Köln nicht so richtig ankommen. Zunächst bremste Corona den heute 25-Jährigen aus, anschließend hatte man das Gefühl, dass der Abwehrspieler den FC in der Defensive ausbremste. Auf vier Einsätze kam Chabot in der Rückrunde der Spielzeit 21/22, davon zwei in der Startelf.

Starke Werte des Innenverteidigers

Doch schon in der Vorbereitung zur vergangenen Saison deutete sich ein anderer Chabot, eine andere Rolle in der Innenverteidigung an. Der ehemalige U21-Nationalspieler wirkte agiler, fitter, präsenter – und Steffen Baumgart überzeugt. Doch eine Sprunggelenksverletzung – eben gegen den VfB – bremste die Entwicklung erneut aus. Und mehr als das: durch die Verletzung wurde im Herbst klar, Chabot würde keine 25 Pflichtspiele für den FC in dieser Saison absolvieren. Per sé kein Grund zur Panik, nur griff damit die im Vertrag verankerte Kaufpflicht für den FC nicht mehr und insofern deutete zu diesem Zeitpunkt viel auf einen Abschied.

Ausgerechnet durch einen weiteren Ausfall, nämlich den von Luca Kilian, avancierte Chabot aber zu einem der besten Innenverteidiger der vergangenen Saison. Chabot gewann 65 Prozent seiner Zweikämpfe. In der Bundesliga waren als deutsche Innenverteidiger nur die Schlotterbeck-Brüder besser. Mit einer Passquote von 87 Prozent ist der 25-Jährige auch einer der wichtigsten Aufbauspieler aus der eigenen Defensive. Dazu überzeugt der Hüne mit einem starken Kopfballspiel und einer resoluten Defensivarbeit.

Chabot hat noch großes Potenzial

„Ich denke, er ist jetzt einfach viel agiler und deshalb noch mehr in der Lage, seinen mächtigen Körper auch wirklich einzusetzen und traut sich, noch mehr nach vorne zu verteidigen“, sagte Christian Keller im Frühling. „Wenn er dann im Infight ist, ist es natürlich unangenehm gegen ihn. Jetzt ist er ein deutlich beweglicherer Türsteher oder Kühlschrank.“ Kein Wunder, dass der FC die Kaufoption zog und Chabot für 2,5 Millionen Euro fest verpflichtet wurde. „Er hatte es lange nicht leicht, als er vor eineinhalb Jahren herkam“, sagte jüngst Timo Hübers der Kölnischen Rundschau. „Er ist ein sehr konsequenter Spieler, der die meisten seiner Duelle gewinnt, dabei aber immer volles Risiko geht. In der Rückrunde hat er seine Kritiker Lügen gestraft. Das hat mich sehr gefreut, auch weil er ein sehr angenehmer Typ für das Team ist.“

Und in Chabot steckt auch noch viel Potenzial. Global Soccer Network berät europäische Spitzenklubs wie PSG oder Chelsea in Transferfragen. Anhand von mehr als 15.000 Daten berechnen die Experten für Fußballprofis den sogenannten Index-Wert. Dieser liegt bei Chabot aktuell bei 69,52 Prozent, das Potenzial ist aber weitaus größer. Demnach kann Chabot einen Wert von 75,5 erreichen und würde der Kategorie „internationale Klasse“ zugeordnet. So holprig der Anfang in Köln auch verlief, so glatt will es aktuell mit Jeff Chabot laufen.

Bilder aus dem Trainingslager

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Warum Philipp Pentke für den FC tatsächlich zur Option werden könnte

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Warum Philipp Pentke für den FC tatsächlich zur Option werden könnte

Eigentlich sollte sich Philipp Pentke beim FC erst einmal nur fit halten. Mittlerweile hat sich die Tonlage der Kölner Verantwortlichen verändert. Der Keeper wird zur Option. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Dabei spricht nicht sonderlich viel gegen eine mögliche Verpflichtung.

Pünktlich zum ersten offiziellen Training präsentierte der FC eine kleine Überraschung. Nicht etwa das Auswärtstrikot, das es ab diesem Zeitpunkt im Fanshop zu kaufen gab, leider aber schon seit Monaten durch einen ungewollten Leak publik geworden war. Vielmehr überraschten die Kölner mit einer Personalie. Philipp Pentke stand mit auf dem Platz. Der FC stellte schnell klar, dass es sich bei dem 38-Jährigen nicht um die gesuchte Nummer zwei handele, vielmehr wolle sich Pentke fit halten und der FC benötige ein vollständiges Quartett für die Trainingseinheiten – eine „Win-Win-Situation“, so der Verein. Mittlerweile hat sich die Wortwahl der Kölner Verantwortlichen ein wenig verändert. Und wer zwischen den Zeilen liest und die Aussagen im Fußball kennt, ahnt, dass Pentke durchaus eine Option beim FC werden könnte. „Es ist wichtig für uns, zu gucken, wie er im Wettkampf ist. Das ist eine normale Geschichte“, sagte unter anderem Steffen Baumgart am Sonntag. Warum Philipp Pentke für den FC tatsächlich zur Option werden könnte.

Philipp Pentke könnte beim FC eine Option werden
Bild: Herbert Bucco

Schwere Suche nach Nummer zwei

Denn die Suche nach der dringend benötigten Nummer zwei gestaltet sich weiterhin schwierig. Nicht ohne Grund. Köln fahndet – wie berichtet – nach einem Keeper, der bereit ist, in dieser Spielzeit die Nummer zwei zu geben, in dem Wissen, dass er nach aller Regel 34 Ligaspiele sowie die DFB-Pokalpartien auf der Bank verbringen wird. Zudem wird er nach der Saison, sollte er denn beim FC bleiben, sogar nur noch als Nummer drei geführt. Dazu will der FC einen Torhüter verpflichten, der im Zweifel aber Bundesliga-Niveau spielen kann, falls sich die Kölner Nummer eins Marvin Schwäbe doch verletzt oder ausfällt. Ein schweres Unterfangen.

Ein Unterfangen, dass sich auch nicht aus den eigenen Reihen lösen lässt. Dass der FC mit Jonas Urbig den Kronprinzen, also den Anwärter auf die kommende Nummer eins, verliehen hat, ist nicht nur logisch, es ist unabdingbar gewesen. Urbig gilt als eins der größten Torhüter-Talente des Landes. Der 19-Jährige hat wohl noch nicht das Format, jetzt schon in der Bundesliga Stamm zu spielen. Damit er sich aber positiv weiterentwickelt, ist Spielpraxis auf hohem Niveau nötig. Das erhoffen sich die Kölner Verantwortlichen in Fürth. Jonas Nickisch traut man ebenfalls mittelfristig die Bundesliga zu, aktuell ist der Sprung aber ebenfalls noch zu groß.

Steiniger Weg zum Bundesliga-Debüt

Und so könnte die Suche nach einer neuen Nummer zwei Philipp Pentke tatsächlich ins Spiel bringen. Ob der 38-Jährige die Qualität hat, Schwäbe im Notfall zu ersetzen, ist schwer einzuschätzen. Am vergangenen Sonntag gab der Keeper im Testspiel gegen Gornik Zabrze sein „Debüt“ im Kölner Torwart-Dress. Wirklich auszeichnen konnte sich der Torwart nicht. Allerdings fiel auf, dass Pentke sehr kommunikativ ist, seine Vordermänner immer wieder anwies. Ähnlich verhält es sich auch im Training. Das kommt nicht von ungefähr. Pentke blickt mit seinen 38 Jahren auf viel Erfahrung zurück, wenn auch nicht auf höchstem Level. Der in Freiberg geborene Keeper absolvierte seine fußballerische Ausbildung bei Dynamo Dresden, wechselte im Alter von 18 Jahren zu 1860 München, später folgten Stationen beim FC Augsburg, bei Energie Cottbus, dem Chemnitzer FC, Jahn Regensburg und zuletzt bei der TSG Hoffenheim. Ein steiniger Weg für den Keeper, der erst mit 32 Jahren sein Debüt in der 2. Bundesliga gab – ausgerechnet in Regensburg, wo er mit Christian Keller zusammenarbeitete. Das Bundesliga-Debüt folge im Januar 2020 für Hoffenheim gegen Eintracht Frankfurt. Insgesamt spielte Pentke acht Mal Bundesliga, trat für die TSG sogar in der Europa League gegen Gent an.

Die Rolle des Ersatzkeepers füllte Pentke bei den Sinsheimern durchaus zufriedenstellend aus. Und das offenbar nicht nur in den wenigen Spielen, die er für Hoffenheim absolvierte. „Wir konnten uns immer auf Penne verlassen. Egal ob im Training oder im Spiel – wenn er gebraucht wurde, war er da. Auch in der Kabine hatten seine Worte aufgrund seiner großen Erfahrung eine hohe Bedeutung“, sagte TSG-Geschäftsführer Alexander Rosen im Mai. Positive Worte fand auch Christian Keller, als sich der damalige Stammkeeper von Regensburg vom Jahn 2019 verabschiedete. „Philipp ist seit vier Jahren ein absolut sicherer Rückhalt unserer Mannschaft mit immenser Präsenz und Ausstrahlung. Klar, dass wir Philipp deshalb sehr gerne weiter beim SSV Jahn gesehen hätten“, so der heutige FC-Geschäftsführer, damals noch im Dienst der Regensburger. „Sein nun anstehender Abgang schmerzt insofern sehr.“

Vielleicht tatsächlich eine Win-Win-Situation?

Fakt ist: Pentke verfügte in der Vergangenheit über eine immense Loyalität gegenüber seinen Arbeitgebern. Er gab sich in Hoffenheim mit der Rolle der Nummer zwei und später auch der Nummer drei zufrieden, war offenbar dennoch eine wichtige Stimme für die Mannschaft – auf und neben dem Platz. Mit seinen 38 Jahren wird er um seine Qualitäten, aber auch um seine Rolle im Team und um seine Zukunft wissen. Pentke dürfte den Zenit seiner Karriere überschritten haben. Ob es für ihn mehr als einen Jahreskontrakt gäbe, ist unwahrscheinlich. Er würde beim FC noch einmal die Chance bekommen, eine Nummer zwei in der Bundesliga zu sein – und das vermutlich ohne zu Murren und für überschaubares Geld. Sollte es sportlich also noch passen, könnte eine Verpflichtung auch für die bevorstehende Saison eine Win-Win-Situation werden.

 

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Timo Hübers soll beim 1. FC Köln eine Führungsrolle übernehmen

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Timo Hübers soll beim 1. FC Köln eine Führungsrolle übernehmen

Vor zwei Jahren wechselt Timo Hübers zum 1. FC Köln. Der Abwehrspieler gilt zu diesem Zeitpunkt als extrem verletzungsanfällig, der Transfer wird von einigen Medien als Risiko-Wechsel beschrieben. Mittlerweile ist Hübers eine feste Größe beim FC und soll nun den nächsten Schritt gehen.

Seit zwei Jahren ist Timo Hübers nun schon beim 1. FC Köln. Aus dem vermeintlich verletzungsanfälligen Abwehrspieler ist längst ein Leistungsträger geworden. Erst kürzlich hat der 26-Jährige seinen Vertrag verlängert und das mit einem klaren Auftrag: Hübers soll eine Führungsrolle übernehmen.

Bild: Herbert Bucco

Er hat es schon wieder getan – Timo Hübers. Erst Anfang Juni hatten ihn die Sportschau-Zuschauer zum Tor-des-Monats-Schützen Mai gewählt, nun hat der Innenverteidiger auch bei seinem ersten Spiel der Vorbereitung auf die neue Saison getroffen. Hübers traf gegen den Podolski-Klub Gornik Zabrze zwar nicht per Hacke, aber immerhin zum zwischenzeitlichen 2:1 beim Mini-Turnier im Rahmen des Trainingslagers in Österreich. „Das erste Spiel hat man nach einer Woche meist gegen unterklassige Teams, heute war es schon sehr leistungsorientiert. Wir haben das zweite Spiel verdient gewonnen“, sagte Hübers am Sonntag, der damit sportlich den Wunsch von Christian Keller, mehr Verantwortung zu übernehmen, schon einmal andeutete. Als Hübers in der vergangenen Woche den Kontrakt beim FC unterschrieb, sagte Keller: „Damit einher trauen wir ihm zu – und erwarten dies auch gleichermaßen – auf und neben dem Platz, noch mehr Verantwortung zu übernehmen.“

Bei der zentralen Position, dem Standing in der Mannschaft und den durchaus guten Leistungen nachvollziehbare Worte, wenngleich sie ein wenig überrascht haben. Eine klare Forderung findet man in den offiziellen Statements zu Vertragsverlängerungen eher selten. Doch Hübers ist reflektiert genug, die Worte des Sportdirektors einzuordnen. „Verantwortung fängt bei einem selbst an. Bevor ich sie übernehmen kann, muss ich erst einmal mit Leistung vorangehen“, sagte Hübers zuletzt der „Kölnischen Rundschau„. „Sonst ist es nicht authentisch. Wenn ich sehe, dass mein Spiel funktioniert, geht es dann darum, die Jungs von meiner zentralen Position aus, wo ich viel im Blick habe, mitzunehmen. Ich habe viel Spielzeit und damit geht Verantwortung für die Leistungen und Ergebnisse einher.“  

Zwei Kreuzbandrisse in zwei Jahren

Dass Hübers für sich selbst Verantwortung übernehmen kann, bewies er mit der Vertragsverlängerung, die er selbst aushandelte – ohne Berater. Der Innenverteidiger weiß, wovon er redet, hat 2022 den Masterstudiengang der Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen. Die Abschlussnote wollte Hübers damals nicht verraten, sie soll aber sehr gut gewesen sein. Nun heißt es für Hübers, Verantwortung innerhalb der Mannschaft zu übernehmen, auch, weil mit Jonas Hector und Ellyes Skhiri zwei Leader den Verein verlassen haben. „Ich versuche, alle meine Erfahrungen, die ich bis dahin gesammelt habe, mit den anderen zu teilen. Damit es der ein oder andere vielleicht ein bisschen leichter hat, als ich es hier und da hatte“, so Hübers in der Rundschau.

Der Innenverteidiger wechselte vor zwei Jahren an den Rhein – zum zweiten Mal. Frisch aus der A-Jugend kam Hübers 2015 zum FC, die Kölner Verantwortlichen wollten anschließend eigentlich den Vertrag verlängern, damals zog es den Innenverteidiger aber nach Hannover zurück. 2021 kam Hübers wieder nach Köln, dieses Mal hatte der Abwehrspieler einen ordentlichen Rucksack im Gepäck. Im Sommer 2016 riss sich der Innenverteidiger das Kreuzband zum ersten Mal, genau zwei Jahre später das zweite Mal. „Ich habe es sofort gewusst, das MRT hat nur die Bestätigung gebracht. So einen Schmerz vergisst du nicht“, sagte der heute 26-Jährige. Hübers war zudem einer der ersten Profis, die sich mit dem Corona-Virus infizierten und musste sich auch weiteren Knie-Operationen unterziehen. Mehr als 1000 Krankentage hatte der gebürtige Hildesheimer vorzuweisen, als er an den Rhein zurückkehrte. Die Sorge, einen verletzungsanfälligen Spieler zum FC geholt zu haben, war zumindest nicht aus der Luft gegriffen.

Unangefochtene Stammkraft

Doch davon ist aktuell nichts mehr zu merken. Hübers bringt für den FC seit zwei Jahren seine Leistung, nicht immer konstant gut, aber zuverlässig. Er ist unangefochtene Stammkraft und das bleibt natürlich nicht unbemerkt. Schon im vergangenen Jahr soll es unter anderem Interessenten aus der Premier League gegeben haben. Der Abwehrspieler kann sich einen Wechsel ins Ausland zwar vorstellen, aktuell liegt der Fokus aber auf dem FC. Bereits 60 Mal lief Hübers für den FC in Pflichtspielen auf, erzielte dabei fünf Treffer. Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 26-Jährigen auf 4,48 Millionen Euro. Er ist damit drittwertvollster Spieler der Geißböcke. Kein Wunder also, dass man von ihm ein wenig mehr Verantwortung einfordert. „Ich habe viel Spielzeit gesammelt und wenn man viel Spielzeit sammelt, dann steht man zwangsläufig in der Verantwortung“, sagte Hübers. „Insofern ist das eine Rolle, mit der ich mich schon anfreunden kann.“

 

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Max Finkgräfe gibt beim 1. FC Köln seine Duftmarke ab

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Max Finkgräfe gibt beim 1. FC Köln seine Duftmarke ab

Beim ersten Härtetest der Saisonvorbereitung kamen neben den Neuverpflichtungen auch einige Youngster zum Einsatz. So auch Meiko Wäschenbach und Max Finkgräfe, denen man den Sprung zu den Profis zutraut.

Mit einem Sieg und einer Niederlage hat der FC den Doppel-Test gegen Hannover 96 und Gornik Zabrze abgeschlossen. Es war nicht mehr als eine erste Bestandsaufnahme. Und doch konnten sich bereits die ersten Spieler in Szene setzen. Max Finkgräfe gibt eine erste Duftmarke ab.

Bild: Herbert Bucco

Dass der erste Härtetest der neuen Saison noch nicht sonderlich viel Aussagekraft haben würde, war den Verantwortlichen des 1. FC Köln wohl schon bei der Planung des Trainingslagers in Österreich klar. Das Mini-Turnier mit den beiden 45-minütigen Spielen gegen Hannover 96 (0:1) und Gornik Zabrze (3:1) sollte weder Standortbestimmung noch Kampf um die Stammplätze sein, es diente eher dazu, erste Spielabläufe einzustudieren, zu testen. So mischte Steffen Baumgart die Mannschaften durch. Auch, um einen Eindruck der neuen und der Nachwuchsspieler im FC-Trikot zu erhalten.

Meiko Wäschenbach zum Beispiel, der für den FC mittelfristig tatsächlich eine Alternative auf der rechten Verteidigerposition werden könnte. Der Kapitän der U19-Pokalsieger-Mannschaft erhielt gegen Hannover Spielzeit. Auch, wenn die 96er einige Angriffe über die Seite des Youngsters einleiteten (und ein Einwurf des 19-Jährigen direkt wieder im Aus landete), machte Wäschenbach seine Sache gut. „Er hat mir sehr gut gefallen, immer wieder Lösungen gefunden“, so Steffen Baumgart. Neben Wäschenbach dürfen sich mit Elias Bakatukanda, Emin Kujovic, Damion Downs und Max Finkgräfe zurzeit noch weitere Youngster im Trainingslager beweisen.

Finkgräfe: Ein Versprechen für die Zukunft

Und gerade Finkgräfe war beim Doppeltest der Kölner einer der auffälligsten FC-Spieler. Der 19-Jährige lief gegen den Podolski-Klub Zabrze zunächst auf der gelernten linken Verteidigerposition auf. Nachdem Baumgart mit Leart Paqarada einen der Neuzugänge brachte, rückte Finkgräfe ins Mittelfeld vor. Die Nachwuchshoffnung überzeugte bereits mit einem erstaunlichen Selbstbewusstsein. Finkgräfe gewann wichtige Bälle im Mittelfeld und leitete gleich mehrere vielversprechende Angriffe ein. So bereitete der U19-Pokalsieger mit einer tollen Energieleistung auch die Führung gegen Gornik Zabrze ein. Finkgräfe tankte sich auf der linken Seite durch, spielte den Ball von der Grundlinie in den Rückraum und bediente Sargis Adamyan.

Erst im April hatte der 19-Jährige seinen Vertrag bei den Kölnern bis 2025 verlängert. „Bei der USA-Reise im vergangenen November bekam er kurzfristig die Chance, sich bei den Profis zu präsentieren und hat diese genutzt. Er ist ein dynamischer und robuster Außenverteidiger, dem wir alle den Profi-Bereich zutrauen“, sagte Lukas Berg, Leiter des FC-Nachwuchsleistungszentrums damals. „Ich bin fest davon überzeugt, dass ich mich in Köln gut weiterentwickeln und meinen Weg zum Profi gehen kann“, hatte Finkgräfe betont, der nahezu die gesamte Rückrunde verletzt ausgefallen war.

Erste Duftmarke des Youngster

Zum Auftakt der Saisonvorbereitung hatte FC-Sportdirektor Christian Keller gesagt, dass es eben noch deutlich mehr Talente beim FC neben dem zuletzt oft thematisierten Justin Diehl gäbe. Intern sehen die Kölner Verantwortlichen Finkgräfe wohl als einen der Spieler an, die den Sprung aus der U21 am ehesten zu den Profis schaffen können.

Viel Aussagekraft hatte der erste Härtetest der Vorbereitung nun noch nicht. Diese ist noch lang, der Sprung zu den Profis groß. Eine Duftmarke hat der 19-jährige Defensivspieler aber dennoch abgegeben.

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Der 1. FC Köln präsentiert sein Ausweichtrikot

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Der 1. FC Köln präsentiert sein Ausweichtrikot

Jede Woche ein neues Trikot: Nachdem der FC in den vergangenen Wochen schon Heim- und Auswärtstrikot präsentiert hatte, stellten die Kölner nun das Ausweichtrikot vor.

Der 1. FC Köln wird seine Heimspiele in der kommenden Saison wieder in einem schlichten weißen und die Auswärtsspiele in rotem Trikot bestreiten. Das Ausweichtrikot ist himmelblau. Der Sportausrüster Hummel hatte die Trikots aber bereits vor Wochen offenbar unfreiwillig geleakt. Das dänische Unternehmen hatte die Kölner Trikots in seinem Onlineshop angeboten. Zahlreichen Usern waren die Bilder im Netz aufgefallen.

Bild: Screenshots hummel

Die geleakten Trikots hat der FC nun offiziell bestätigt. Das Ausweichtrikot hat farblich viel von den Jerseys von Manchester City. Allerdings sind diagonal verlaufende Streifen als Stilelement integriert. Das Auswärtstrikot erinnert an die Jerseys der dänischen Nationalmannschaft von 1986. Es ist rot mit Nadelstreifen. Mit dem weißen Trikot will der Klub an die Deutsche Meisterschaft 63/64 erinnern. „Der Gedanke, diesen historischen Erfolg in unserem neuen Heimtrikot wieder aufleben zu lassen, hat uns sofort begeistert. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit hummel und der Trikotkommission ein solches Ergebnis erzielt haben. Mit dem neuen Trikot wird nicht nur unserer Tradition Rechnung getragen, sondern auch Werten wie Nachhaltigkeit und Diversität, die für uns eine zentrale Bedeutung haben“, erklärt FC-Geschäftsführer Markus Rejek. Das Trikot wurde in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Trikotkommission des 1. FC Köln entwickelt und ist Ausdruck des Engagements der Partner in den Bereichen Nachhaltigkeit, Inklusion und Diversität. Das Shirt ist tatsächlich sehr traditionell gehalten. Nur auf der Schulter befindet sich ein kleiner roter Streifen, in dem die „typischen „Hummel-Pfeile“ abgebildet sind.

FC überrascht mit Torwarttrikot

Schon im vergangenen Jahr war der Trikotsatz im Mai bekannt geworden. Damals war im Netz ein Bild von Jonas Hector in dem neuen Jersey aufgetaucht – offenbar beim Dreh für die Werbekampagne zu dem Trikot. Wenig später tauchten auch Bilder von Auswärts- und Ausweichtrikot auf. So auch dieses Mal. Wenige Stunden nach dem Heimtrikot, gab es dann auch Bilder des kompletten Satzes. Demnach wird der FC seine Auswärtsspiele in einem roten Trikot mit leicht abgedunkelten Streifen bestreiten. Das Ausweichtrikot erinnert farblich stark an die aktuell wohl beste Mannschaft Europas – es ist himmelblau mit diagonalen Applikationen. Da die Trikots aus dem offiziellen Onlineshop wieder verschwunden sind, ist tatsächlich von einem Fehler auszugehen. Die Bestätigung für die weiteren Trikots steht noch aus.

Für eine Überraschung ist der FC trotz Leak dann aber doch gut. Unerwartet kommt in dieser Saison das Torwarttrikot. Marvin Schwäbe wird in einem buntem Trikot spielen. Auf dem schwarzen Jersey befinden sich neonfarbene Waben. Das Trikot erinnert an einen großen Erfolg der 90er Jahre…

Florenz-Interesse: Timo Horn erhält Konkurrenz aus der Bundesliga

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Florenz-Interesse: Timo Horn erhält Konkurrenz aus der Bundesliga

Timo Horn wurde vor wenigen Wochen mit dem AC Florenz in Verbindung gebracht. Der Kölner Keeper steht angeblich noch immer auf der Wunschliste der Lilien. Allerdings gibt es namhafte Mitstreiter und nun offenbar auch einen aus der Bundesliga.

Der 1. FC Köln sucht aktuell einen zweiten Torhüter, Timo Horn, in der vergangenen Spielzeit der Ersatzmann von Marvin Schwäbe, sucht einen neuen Klub. Der 30-Jährige steht wohl noch immer auf der Liste des AC Florenz. Offenbar aber nicht an der Spitze. Nicht nur das: Horn erhält nun auch Konkurrenz aus der Bundesliga.

Bild: Herbert Bucco

Dass der Torwartmarkt aktuell nicht das einfachste Pflaster ist, bekommt der FC gerade schmerzend zu spüren. Im Grunde suchen die Kölner seit Ende April einen guten Ersatz für Timo Horn. Doch das Anforderungsprofil macht die Aufgabe nicht leichter. Leicht ist es auf der anderen Seite anscheinend auch nicht, bei einem anderen Klub als Torhüter unterzukommen. Wie weit und mit wem Timo Horn in Verhandlungen steht, ist vollkommen offen. Zuletzt war es um den gebürtigen Kölner jedenfalls einmal mehr still geworden. Allerdings wurde der 30-Jährige vor wenigen Wochen mit dem AC Florenz in Verbindung gebracht. Gleich mehrere italienische Medien berichteten von dem Interesse der Lilien.

Tatsächlich soll der ablösefreie Keeper relativ weit oben auf der Wunschliste des AC gestanden haben. Favorit war allerdings Dominik Livaković. Hinter dem kroatischen Nationalspieler sind viele europäische Klubs her. Beim Wettbieten um den Keeper war für Florenz offenbar schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. So berichteten gleich mehrere italienische Zeitungen, dass die Verantwortlichen des AC nicht bereit gewesen seien, die geforderte Ablöse von zehn Millionen Euro an Dinamo Zagreb zu entrichten. Dem Vernehmen nach bot Florenz nur sechs Millionen Euro. Fenerbahce Istanbul soll nun das Rennen um den Keeper gemacht haben, der Deal steht offenbar unmittelbar vor dem Abschluss. Damit sollte Timo Horn doch eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Oder etwa doch?

Koen Casteels zum AC Florenz?

Das Portal „Il Corriere Fiorentino“ berichtete schon vor einigen Tagen, dass es weitere interessante Keeper für Florenz gäbe. Demnach sei der aktuelle Favorit Emil Audero von Sampdoria Genua. Der Keeper habe gute Chancen, an ihm sind aber auch zahlreiche andere italienische Erstligisten interessiert. Unter anderem Inter Mailand und Lazio Rom. Interesse soll aber auch an Lorenzo Montipò (Hellas Verona) bestehen – und eben an Timo Horn vom 1. FC Köln, wie das Blatt schreibt.

Nun bringt die Gazetta dello Sport noch einen ganz anderen Namen in die Verlosung und dazu einen nicht ganz unbekannten. Wie das Fachblatt berichtet, soll Florenz Interesse an Koen Casteels und es einen ersten Kontakt gegeben haben. Diese Informationen decken sich mit denen des Transfer-Experten Nicolò Schira. Schon seit Wochen gibt es Gerüchte, dass der Belgier den VfL Wolfsburg verlassen will, der Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Der Keeper selbst hat diese Gerüchte weder dementiert noch bestätigt. Horns Vorteil: Im Vergleich zu den anderen Keepern wäre der Kölner Torhüter ablösefrei.

 

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Licht und Schatten im Doppel-Test

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Licht und Schatten im Doppel-Test

Mit einer Niederlage und einem Sieg endete der erste echte Härtetest der Saisonvorbereitung des 1. FC Köln. Gegen Hannover 96 unterlagen die Geißböcke 0:1, gegen Gornik Zabrze spielte der FC 3:1.

Der 1. FC Köln hat das Mini-Turnier im Rahmen seines Trainingslagers mit einer Niederlage und einem Sieg und damit mit dem zweiten Platz beendet. Gegen Hannover 96 unterlagen die Kölner 0:1 nach einem Treffer von Cedric Teuchert, gegen Gornik Zabrze setzte sich der FC nach Treffern von Sargis Adamyan, Timo Hübers und Davie Selke mit 3:1 durch. Den Gegentreffer erzielte Pawel Olkowski. Das Fazit: Licht und Schatten im Doppel-Test. „Es war der erste Test für uns und es war schön, den mit einem Sieg abzuschließen“, sagte Torschütze Timo Hübers.

Wir haben das zweite Spiel durchaus verdient gewonnen, auch wenn wir die beiden Treffer erst spät gemacht haben. Wir können da, glaube ich, einen Haken dranmachen.

Timo Hübers

Mit zwei komplett unterschiedlichen Gesichtern hat sich der FC beim Mini-Turnier im Koasa-Sadion in St. Johann im Rahmen des Trainingslagers präsentiert – Steffen Baumgart mischte die Teams für die beiden Spiele gegen Hannover 96 und Gornik Zabrze jedenfalls kräftig durch. Unter anderem testete der Kölner Coach im ersten Duell Meiko Wäschenbach wie bereits angekündigt auf der rechten Verteidigerposition, es spielten gegen 96 aber auch erstmals die Neuzugänge Jacob Christensen und Luca Waldschmidt im Kölner Dress.

Bereits vor dem Turnier hatte Baumgart angekündigt, dass er schwere Spiele erwarte, da sich sein Team erst am Beginn der Vorbereitung befinde, Hannover startet dagegen schon in zwei Wochen in den Ligabetrieb, der Podolski-Klub Gornik Zabrze bereits in einer. Und der Trainer sollte recht behalten. Die Kölner spielten gegen die Niedersachsen zwar engagiert, taten sich aber im Spielaufbau schwer und fanden in der Offensive so gut wir gar nicht statt.

Teuchert trifft nach FC-Patzer

Vor allem in der Defensive unterliefen den Geißböcken zudem einige haarsträubende Fehler. So leitete Marvin Schwäbe, der das Team im ersten Duell als Kapitän auf den Platz führte, mit einem erstaunlichen Fehlpass den ersten Angriff der 96er ein. Der blieb noch folgenlos. Als Luca Kilian seinen eigenen Keeper mit einem Zuspiel erneut in Bedrängnis brachte, änderte sich das. Schwäbe versprang der Ball, Cedric Teuchert war zur Stelle und schob zum 10:1 ein. Nur wenige Minuten später ließ Nicolò Tresoldi Kilian erneut schlecht aussehen, der Schuss des Stürmers landete aber am Innenpfosten.

Erst in der Schlussminute kam der FC auch einmal gefährlich vors gegnerische Gehäuse. Einen schönen Doppelpass mit Damion Downs konnte Waldschmidt nicht im Netz unterbringen. Es blieb beim 0:1 und da Hannover das erste Spiel gegen Zabrze 3:0 gewonnen hatte, standen die Niedersachsen bereits vor dem letzten Spiel als Turniersieger fest.

Adamyan trifft für den FC

Auch im zweiten Spiel setzte der Kölner Coach auf die Mischung erfahrener, junger und neuer Spieler. So kamen auch Leart Paqarada und Elias Bakatukanda zum Einsatz – genauso wie Keeper Philipp Pentke, der sich aktuell beim FC fit hält. Die „zweite“ Mannschaft kam deutlich besser ins Spiel. Allerdings lieferte der polnische Klub auch relativ wenig Gegenwehr. So übernahmen die Kölner schnell die Spielkontrolle. Max Finkgräfe leitete den ersten starken Angriff mit einem Doppelpass ein, passte von der Grundlinie in den Rückraum und Sargis Adamyan brachte Köln in Führung.

So richtig in Fahrt wollte das zweite Duell der Kölner aber auch nicht kommen. Der FC war weiterhin besser und Zabrze weit von den zuvor von Lukas Podolski angekündigten drei Treffern entfernt, gefährlich wurden die Geißböcke aber auch eher selten. Maxi Schmid und Davie Selke kamen zu Abschlüssen, vergaben aber deutlich. Der Ausgleich fiel ebenfalls aus dem Nichts. Eine schwache Abwehr von Timo Hübers brachte Gornik in Ballbesitz, die Vorbereitung durch Fallrückzieher verwertete der Ex-Kölner Paweł Olkowski zum 1:1. Köln drückte noch einmal. Unter anderem verpasste Selke eine Flanke von Kainz. Hübers machte es in der Schlussminute besser und traf zum 2:1. Selke erhöhte sogar nach Vorarbeit von Adamyan noch auf 3:1.

Finkgräfe mit guter Leistung

Wirklich viele Eindrücke gaben die beiden Testbegegnungen noch nicht her. Der FC ist sichtbar noch in der Findungsphase. Vor allem der Auftritt von Max Finkgräfe war aber ein positiver Lichtblick, genauso wie Treffer und Vorarbeit von Sargis Adamyan. Bedenklich war die Defensivleistung im ersten Spiel. Am 21. Juli (15 Uhr) spielt der FC den nächsten Test gegen RCD Mallorca in Salzburg.

1. FC Köln – Hannover 96: Schwäbe – Wäschenbach, Kilian, Chabot, Pedersen – Kujovic, Christensen – Ljubicic (ab 31. Limnios), Waldschmidt, Maina – Downs – Tore: 0:1 Teuchert (36.)

1. FC Köln – Gornik Zabrze: Pentke – Schmitz, Hübers, Bakatukanda, Finkgräfe – Olesen, – Kainz, Schmid, Limnios (ab 15. Paqarada) – Selke, Adamyan – Tore: 1:0 Adamyan (8.), 1:1 Olkowski (35.), 2:1 Hübers (44.), 3:1 Selke (45+3)

Wird Luca Waldschmidt zum Königstransfer des 1. FC Köln?

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Wird Luca Waldschmidt zum Königstransfer des 1. FC Köln?

Die vergangenen beiden Jahre liefen für Luca Waldschmidt beim VfL Wolfsburg nicht so wirklich rund. Dennoch hat der 27-Jährige gute Argumente für einen Stammplatz beim FC.

FC-Sportdirektor hat im Juni namhafte Verstärkungen angekündigt und mit Luca Waldschmidt auch einen ehemaligen Nationalspieler etwas überraschend aus dem Hut gezaubert. Zuletzt war der Motor des Offensivspielers ein wenig ins Stocken geraten. Das hatte verschiedene Gründe. Nun gibt es aber Anzeichen, dass es wieder bergauf geht. Warum Luca Waldschmidt zum FC-Königstransfer werden könnte.

Es dauerte nicht lange, da setzte Luca Waldschmidt seine erste Duftmarke. Mit einem satten Schuss aus gut 15 Metern überwand der Angreifer den Kölner Keeper Marvin Schwäbe und erntete von einigen der knapp 1000 Fans ein leichtes Raunen. Direkt im ersten Training eine Anerkennung, die in den letzten Jahren möglicherweise ein wenig kurz kam – zu kurz. In der vergangenen Spielzeit kam der 27-Jährige beim VfL Wolfsburg nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus. In 20 Pflichtspielen stand Waldschmidt sechs Mal in der Startelf, spielte aber insgesamt nur 633 Minuten. Zu wenig für einen Spieler, den sich der VfL in der Spielzeit 21/22 zwölf Millionen Euro Ablöse kosten ließ. „Die letzten sechs Monate waren nicht so verkehrt“, so Waldschmidt. „Was die Spielzeit angeht, war es zwar zu wenig. Aber was die Quote anging, war es ganz gut.“

Schwerer Stand in Wolfsburg

In Wolfsburg wurde Waldschmidt nicht glücklich, war weit davon entfernt, zum Stamm zu gehören. Ein Novum für den Offensivspieler. Denn eigentlich ging die Karriere des gebürtigen Siegeners stets bergauf. Die ersten Schritte bei Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV, der große Durchbruch beim SC Freiburg mit der Berufung in die Nationalmannschaft, Auslandserfahrung bei Benfica Lissabon. Trotz einer erfolgreichen Zeit kehrte Waldschmidt dem Traditionsverein verfrüht den Rücken. „Wolfsburg hatte zwei erfolgreiche Saisons hinter sich und wollte mit van Bommel den nächsten Schritt gehen und eine stärkere fußballerische Komponente ins Spiel bringen – die wurde offenbar in mir gesehen. Das habe ich mir zugetraut“, sagte Waldschmidt im April in einem Interview transfermarkt.de.

Doch jener van Bommel war damals bereits nach dem 13. Spieltag Geschichte, auch unter Florian Kohfeldt hatte Waldschmidt nicht die beste Zeit. Als dann zur neuen Saison Niko Kovac kam, witterte der Stürmer Morgenluft, wurde aber erneut zurückgeworfen. Wolfsburg fand zunächst nicht in die Spur. Kovac stellte das Team um und Waldschmidt auf das Abstellgleis. Mehr als die Rolle des Edeljokers war für den Stürmer nicht mehr drin. Waldschmidt sagte mal, dass seine Karriere eben keine Achterbahn sein solle, es soll wieder bergauf gehen und das nun wohl beim FC.

„Ich durfte schon einige Male hier spielen und weiß daher, welche Kräfte diese Atmosphäre hier auslösen kann“, sagt der Stürmer, der keinen Hehl daraus macht, dass auch Steffen Baumgart seinen Anteil am Wechsel nach Köln hatte. „Er bringt sich auf eine sehr positive Art und Weise ein. Aktiv sind viele Trainer. Die Frage ist immer: Motiviert dich das? Oder zieht es dich runter? Der Eindruck ist, dass er seinen Spielern viel Positives mitgibt. Ich mag es, wenn von draußen was kommt“, sagte Waldschmidt dem Kicker. „Mir ist es wichtig, jemanden an der Seite zu haben, der mir ein ehrliches Feedback gibt. Im Guten wie im Schlechten. Genau das brauche ich.“ Und das wird er von Baumgart mit großer Wahrscheinlichkeit auch bekommen.

Waldschmidt erreicht Topwerte

Die erste Ansage gab es bereits, bevor die Vorbereitung überhaupt begonnen hat. „Luca kommt aber auch nicht nach Köln und sagt, dass er hier automatisch spielt. Hier musst du dir den Platz auch erkämpfen“, sagte Baumgart am vergangenen Montag. Dennoch ist man auch beim FC natürlich optimistisch, einen guten Fang gemacht zu haben. „Ich gehe davon aus, dass beide (Florian Kainz und Waldschmidt, Anm. d. Red) gute Chancen haben, gemeinsam auf dem Platz zu stehen“, sagte Sportdirektor Christian Keller.

Da stellt sich nur die Frage, wer spielt wo. Bleibt Baumgart bei seiner bevorzugten Aufstellung mit Viererkette und Doppelsechs bleiben vier Offensivpositionen – für sechs bis sieben Startelf-Kandidaten. Die reinen Daten sprechen für den Offensivspieler. „Obwohl die letzten Jahre für ihn wohl eher enttäuschend waren, ist Luca Waldschmidt weiterhin ein sehr guter Spieler“, sagt Dustin Böttger, CEO von Global Soccer Network (GSN). Das Unternehmen analysiert anhand von bis zu 15.000 Daten pro Akteur sowie Algorithmen mehr als 500.000 Fußballspieler weltweit und berät europäische Spitzenclubs bei Transfer-Entscheidungen und Spieler-Beurteilungen. Aus 130 Eigenschaften und Charakteristika aus dem technischen, mentalen, taktischen und physischen Bereich berechnet sich der sogenannte GSN-Index. Dieser liegt bei Waldschmidt aktuell bei 74.03. Er gehört damit der Kategorie „internationale Klasse“ an. Der Angreifer kann sogar auf einen Wert von 78.14 kommen. Zum Vergleich: Davie Selke kommt auf einen GSN-Index von 65.64, die Prognose liegt bei 67.94. „Richtig eingesetzt, kann er für die Kölner sehr wertvoll sein“, sagt Böttger. 

Tatsächlich ist Waldschmidt nach den Daten der stärkste Kölner Angreifer. Das unterstreicht auch die Marktwertberechnung von Gool.ai. Demnach kommt Waldschmidt auf einen Marktwert von 3,64 Millionen Euro und ist der wertvollste Kölner Angreifer. Die Hoffnungen, die vom Klub aber auch den Fans in den Stürmer gesetzt werden, sind dadurch durchaus nachvollziehbar.

Zieht der FC die Kaufoption?

Waldschmidts Vorteil: er kann auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden. Sowohl hinter den Spitzen, als Zehner, aber auch in vorderster Front. Bei Wolfsburg spielte der 27-Jährige auch auf der rechten Außenbahn, eine Position, die eigentlich Benedict Hollerbach hätte übernehmen sollen. Aber: „Im Zentrum fühle ich mich definitiv wohler und besser aufgehoben, weil ich dort einfach mein Leben lang gespielt habe“, sagt Waldschmidt. „Da spiele ich wie auf Autopilot. Auf den Außen muss ich etwas mehr nachdenken, weil ich das in meiner Jugend fast nie gespielt habe, sondern erst später ab und zu als Profi. Die Automatismen und Sicherheit sind dann nicht so wie da im Zentrum, das macht es etwas komplizierter.“ Die Hauptsache sei aber, dass er überhaupt auf dem Rasen stehe. „Ich bin überzeugt davon, dass ich auf den Platz gehöre.“

Steht er dort wieder regelmäßig, würde der Marktwert wenn es gut läuft, weiter ansteigen, die kolportieren vier Millionen Euro Ablöse als Kaufoption, würden sich sehr schnell rechnen. Einen entscheidenden Faktor könnte dabei Steffen Baumgart übernehmen. Es fällt auf, dass Waldschmidt immer besonders gut funktionierte, wenn er Trainer hatte, die das direkte Gespräch gesucht haben. „Mir war es wichtig, wohin zu kommen, wo ich einen Trainer habe, der mir ehrliches Feedback gibt und wo ich auch gewollt bin“, sagt Waldschmidt. Das sollte beim FC eintreffen.

 

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