FC unterliegt den Bayern knapp, aber verdient

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FC unterliegt den Bayern knapp, aber verdient

Der 1. FC Köln hat das Heimspiel gegen den FC Bayern München erwartungsgemäß verloren. Bei der 0:1-Pleite verteidigten die Geißböcke leidenschaftlich. Am Ende gingen die Kölner erneut leer aus und das verdient.

Der Überraschungsplan von Steffen Baumgart ist nicht aufgegangen. Der Kölner Trainer wählte erstmals die Fünferkette als taktische Ausrichtung, gebracht hat es nichts. Im Gegenteil, gerade im ersten Abschnitt waren die Geißböcke mit der Ausrichtung überfordert. Der FC verliert gegen Bayern München 0:1. Das Tor erzielte natürlich Harry Kane (20.).

Unter der Woche hatte Steffen Baumgart noch betont, dass es unwahrscheinlich sei, dass er mit einer Dreier- oder Fünferkette spielen würde, obwohl er diese trainiert hatte. Doch der Kölner Trainer überraschte. Und das nicht nur mit dieser taktischen Variante. Dass entweder Mark Uth oder Luca Waldschmidt voraussichtlich für Dejan Ljubicic würden Platz machen müssen, hatte sich angedeutet. Dass aber beide Offensivkräfte auf der Bank saßen, kam dann doch mehr als nur unerwartet. Dafür stand Jan Thielmann in der Startformation. Genauso wie Luca Kilian, der für Dominique Heintz in die Startelf rotierte. Ebenfalls überraschend: Ljubicic übernahm die Position hinter den Spitzen, Kainz spielte einmal mehr auf der Sechs neben Eric Martel. Auf der anderen Seite nahm Thomas Tuchel vier Änderungen vor. Unter anderem startete Eric Maxim Choupo-Moting.

Chabot legt Kane die Führung auf

Und der Angreifer kam zu der ersten Möglichkeit. Nachdem er einen Stockfehler von Luca Kilian nach einer knappen Minute noch nicht nutzen konnte, setzte Konrad Laimer den Angreifer erneut ein und dieser den Ball knapp neben das Tor. Nur wenige Augenblicke später schickte Kane mit einem langen Ball Leroy Sané, der alleine vor Marvin Schwäbe auftauchte. Der Keeper entschärfte den Lupfer stark. Aber auch der FC spielte in den ersten Minuten munter mit. Unter anderem kam Thielmann nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Abschluss, Schiedsrichter Marco Wirtz entschied aber auf Abseits. Tatsächlich setzten die Kölner aber die Vorgabe ihres Trainers um, pressten früh, setzten die Bayern unter Druck, um das Spiel des Rekordmeisters gar nicht erst ins Rollen kommen zu lassen. 20 Minuten ging das einigermaßen auf.

Dann misslang Kainz ein Steckpass auf Linton Maina, die Bayern schalteten schnell über Kingsley Coman um, nutzten die erstaunlich großen Räume und kamen so zu einer Drei-auf-Eins-Situation. Sané legte perfekt ab auf Choupo-Moting, der den Ball an Schwäbe vorbeischob. Auf der Linie rettete Jeff Chabot, der den Ball aber direkt in den Fuß von Kane spielte: 0:1. Keine 120 Sekunden später war Sané erneut durch, dieser passte wieder auf den Angreifer, doch Schwäbe blieb dieses Mal Sieger. So gut die Geißböcke die Bayern im Spielaufbau stressten, so offen stand der FC in der Hintermannschaft. Immer wieder hebelten die Bayern die Kölner Defensive mit langen Bällen aus und schafften Überzahl-Situationen, Baumgarts Experiment mit der Fünferkette ging im ersten Durchgang gar nicht auf. Unter anderem kamen Sané und auch Kingsley Coman zum Abschluss, vergaben aber kläglich. Nach einer guten halben Stunde sorgten die Kölner mal für ein wenig Entlastung. Eine Flanke von Kainz brachte Rasmus Carstensen aufs Tor, doch Manuel Neuer hielt im Nachfassen. Doch die Chance war nicht mehr als eine Momentaufnahme.

FC nach dem Wechsel deutlich stabiler

Bayern gab auch nach dem Wechsel den Ton an, war aber nicht mehr so gefährlich. Auch, weil die Kölner nun deutlich tiefer standen. Baumgart blieb zunächst zwar bei der Fünferkette, zog nun aber Thielmann auf die rechte Seite zurück. Tatsächlich stand Köln nun sicherer, die Bayern waren aber auch bei weitem nicht mehr so zwingend. Und der FC näherte sich dem gegnerischen Tor wieder an. Unter anderem kam Hübers nach einer Ecke von Kainz zum Kopfball, wirkliche Gefahr strahlte der Abwehrspieler aber nicht aus. Die Bayern dominierten das Duell weiterhin, schoben sich den Ball geduldig hin und her, hatten aber ganz offensichtlich ein, zwei Gänge zurückgeschaltet. So kamen die nächsten Chancen des Rekordmeisters erstaunlicherweise überraschend. Nach einer Flanke von Coman kam Sané aus kurzer Distanz zum Abschluss, vergab aber genauso wie anschließend Coman, der den Ball an die Latte köpfte.

In der Schlussphase stellte Baumgart zurück auf Viererkette, brachte insgesamt fünf neue Spieler. Doch der Rekordmeister ließ den FC nicht mehr ins Spiel kommen. Erst in den Schlussminuten drückten die Geißböcke noch einmal, wurden aber weiterhin nicht gefährlich. Am kommenden Freitag ist Köln zu Gast in Darmstadt.

FC: Schwäbe – Kilian (78. Huseinbasic), Chabot, Hübers – Carstensen, Martel – Kainz (78. Waldschmidt), Maina, Ljubicic (64. Alidou), Thielmann (78. Pacarada) – Selke (64. Tigges); Tore: Kane 0:1 (20.)


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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bayern München

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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bayern München

Nach der Länderspielpause steht für den FC der Endspurt des Jahres an. Dazu treffen die Kölner zunächst auf den FC Bayern München. Eine denkbar schwere Aufgabe und eine mit Historie.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen den FCB geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bayern München.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München?

Zum 105. Mal treffen der 1. FC Köln und der FC Bayern München am Freitagabend aufeinander. Die Bilanz spricht deutlich für die Bayern. Der FC gewann 24 der Partien, der FCB setzte sich in 56 Spielen durch. 24 Begegnungen endeten demnach unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 222:132 für den Rekordmeister. Von den jüngsten 15 Begegnungen konnte Köln nur eins gewinnen.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen Bayern München?

Das Spiel beginnt am Freitagabend um 20.30 und wird daher von DAZN übertragen. Zusammenfassungen gibt es am Samstag unter anderem in der „Sportschau“ und im „ZDF Sportstudio“.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen den FC Bayern München?

Der höchste Sieg gelang dem FC bereits beim Premierenmatch der beiden Teams. Im Dezember 1965 spielten die Klubs das erste Mal in einem Pflichtspiel gegeneinander. Damals war der FC noch deutlich favorisiert und setzte sich auch verdient gegen den Rekordmeister durch. 6:1 hieß es nach 90 Minuten. Heinz Hornig (2), Fritz Pott, Christian Müller und Karl-Heinz Thielen trafen für den FC. Für die Bayern Franz Beckenbauer und Karl Borutta, der allerdings zum 1:0 ins eigene Netz. 

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen den FCB?

Die höchste Pflichtspiel-Pleite liegt genau 20 Jahre zurück. 2003 trafen die Teams im DFB-Pokal aufeinander. Der FC war als Zweitligist der klare Außenseiter, kam aber als Tabellenführer dennoch mit breiter Brust nach München. Das nutzte dem FC herzlich wenig Bayern gewann problemlos.  Mit acht Buden im Gepäck fuhren die Kölner wieder Heim. Giovanne Elber (2), Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger sorgten früh für die Entscheidung. Im zweiten Abschnitt erhöhten erneut Elber und Schweinsteiger sowie Zé Roberto und Willy Sagnol zum 8:0-Endstand. 1971 kassierten die Geißböcke gegen die Bayern ihre höchste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte. 0:7 hieß es damals.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Bayern?

Die meisten Tore im FC-Dress erzielte Hannes Löhr gegen die Bayern. Die Kölner Legende war acht Mal erfolgreich. Auf der anderen Seite erzielte Gerd Müller 20 Tore für die Bayern gegen den FC. Von den aktuellen Offensivspielern traf Davie Selke zwei Mal gegen die Bayern, Mark Uth war schon fünf Mal erfolgreich und Luca Waldschmidt traf vier Mal in der U17 gegen den Rekordmeister, in der Liga noch nicht.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen München?

Hannes Löhr trug gegen den FCB am häufigsten das FC-Trikot. Der ehemalige Kölner Spieler kommt auf insgesamt 28 Duelle gegen die Bayern. Sepp Maier stand auf der anderen Seite bei 32 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

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Gegnercheck: Offensivpower, variable Taktik, wenig Schwächen

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Gegnercheck: Offensivpower, variable Taktik, wenig Schwächen

Nach der Länderspielpause steht für den 1. FC Köln am Abend das Spiel gegen den FC Bayern München auf dem Programm. Die Vorzeichen auf Punkte stehen nicht gerade gut. Denn die Bayern sind Offensiv stärker geworden und offenbaren nur wenige Schwächen.

Am Freitagabend (20.30 Uhr, DAZN) steht für den 1. FC Köln das Heimspiel gegen den FC Bayern München an. Eine Partie gegen einen Gegner, der hoffnungslos überlegen scheint. Das zeigt auch unser Gegnercheck zum FC Bayern München.

FCB-Trainer Thomas Tuchel war über die Ansetzung alles andere als erfreut. Auch auf der Pressekonferenz vor dem FC-Spiel am Freitagabend betonten der Bayern-Coach einmal mehr, dass die Situation rund um die Abstellung und den Kalender an der „Grenze“, wenn nicht drüber sei. Zwar hat auch der FC einige Nationalmannschafts-Rückkehrer und mit Eric Martel und Florian Kainz auch zwei Akteure aus der zu erwartenden Startformtation in seinen Reihen, bei den Bayern war aber gefühlt jeder Akteur im Einsatz und das nicht nur wie die FC-Profis in Deutschland und direkter Umgebung. „Das Feedback von allen Nationaltrainern ist, dass die Topspieler müde sind. Die Jungs sind mental, emotional, physisch müde. Es geht nicht immer nur um die Spielminuten. Sie verbringen so viele Stunden in Hotels, Bussen, Flugzeugen. Das ist belastend und in dem Kalender an der absoluten Grenze, wenn nicht drüber“, sagte Tuchel und wurde noch konkreter. „Minjae Kim kommt aus China. Phonzy aus Kanada. Die haben weiß Gott wie viel Zeitverschiebung.“

Kane und Sané kommen auf 36 Scorer-Punkte

Tuchels Gegenüber Steffen Baumgart kann diese Gedanken nachvollziehen, ob der FC daraus aber Kapital schlagen wird, ist auch für den 51-Jährigen aber eher fraglich: „Wenn die Jungs erst einen Tag vor dem Spiel zurückkommen, finde ich es verständlich, wenn ein Trainer darüber nicht glücklich ist. Aber wenn ich sehe, wie die Bayern zurzeit spielen, wird uns das leider keine Vorteile geben“, sagte der Kölner Coach Anfang der Woche. Tatsächlich sollte die individuelle Klasse der Bayern die Länderspiel-Belastung locker wettmachen. Ballbesitzt, Sprints, Torschüsse, Tore – auch wenn der Rekordmeister aktuell „nur“ auf dem zweiten Platz der Tabelle liegt, sind die Münchner in vielen Kategorien nach wie vor das Maß aller Dinge. „Wir spielen im Moment sehr offensiv, stellen sehr viele offensive Spieler auf und versuchen unsere Stärken über die 90 Minuten durchzudrücken. Dass das manchmal dazu führt, dass wir nicht die optimale Balance haben, das stimmt“, sagte Tuchel im Oktober. Das zeigt sich auch in den Toren. Alleine in den vergangenen drei Liga-Spielen haben die Bayern 16 (!) Treffer erzielt und damit nahezu doppelt so viel wie die Kölner in der gesamten Spielzeit.  

Das auch Dank Harry Kane. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft spult im Vergleich zu Lewandowskis letzter Saison in München deutlich mehr Kilometer auf dem Platz ab, ist sich auch nicht zu schade, nach hinten mitzuarbeiten. Vor allem aber zeigt sich Kanes Qualität vor dem Tor. Nach gut 100 Tagen beim FCB steht Kane nach 11 Ligaspielen bei 17 Toren und 22 Scorerpunkten. Insgesamt braucht er 56 Minuten für ein Tor. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Kane und Leroy Sané ist auffällig. Das Duo kommt zusammen auf 25 Treffer und elf Assists. Das zweiterfolgreichste Offensiv-Duo der Liga kommt aus Stuttgart. Serhou Guirassy und Denis Undav kommen auf einen Wert von 20 Toren und drei Vorlagen. „Er ist außergewöhnlich, strahlt eine enorme Sicherheit aus. Wenn er am Ball ist, kann es wehtun“, sagt Baumgart am Mittwoch.

Variabel in der Ausrichtung

Taktisch bevorzugt Thomas Tuchel wie Baumgart eine 4-2-3-1-Formation – zumindest nominell auf dem Papier. Denn der Trainer der Bayern agiert sehr variabel in der tatsächlichen Formation. So verschiebt sich die Elf auf dem Platz zum Beispiel in eine 2-3-5-Variante. Die beiden Außenverteidiger unterstützen den Sechser im Zentrum, Bayern agiert mit einer Fünfer-Offensive. Dabei favorisiert der Rekordmeister das Spiel über die rechte Seite. Allerdings mit verhältnismäßig wenigen Flanken. In der Rückwärtsbewegung hält der Rekordmeister durch die unterstützte Sechs das Zentrum so kompakt, dass es kaum ein Durchkommen gibt. Mit dieser Variante reagierte der FCB-Coach auf die fehlende „Holding-Six“, die der Trainer gerne im Sommer verpflichtet, aber nicht bekommen hat. Nicht umsonst haben die Bayern erst neun Gegentore kassiert und noch kein Spiel in der Liga verloren. Nicht umsonst betonte Baumgart am Mittwoch, dass man bei den Bayern nur schwer über Schwächen sprechen könne. Und dennoch scheint die Hintermannschaft nicht immer ganz sattelfest zu sein. Gegen Leipzig und Leverkusen hatte gerade die Innenverteidigung arge Probleme – allerdings eben auch gegen Leipzig und Leverkusen.

Der Vergleich:

Der Kaderwert spricht natürlich deutlich für die Bayern. Laut gool.ai erreichen die Münchener einen Kaderwert von 870 Millionen Euro, der FC liegt aktuell bei rund 87 Millionen Euro. Der Kaderwert liegt somit zehn Mal höher. Alleine die Spieler Jamal Musiala (gegen Köln nicht dabei), Harry Kane und Joshua Kimmich liegen mit ihrem Marktwert jeweils (!) über dem Gesamtkaderwert des FC. Kölns wertvollster Spieler ist Dejan Ljubicic (9.9 Mio). Der Mittelfeldspieler läge damit in einem Kaderwert-Ranking bei den Bayern auf Platz 18.


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„Luxusproblem“ im Zentrum – wer spielt, wem droht die Bank?

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„Luxusproblem“ im Zentrum – wer spielt, wem droht die Bank?

Die Kölner Ausrichtung ist klar: offensiv und mit hoher Intensität wir der FC gegen die Bayern spielen. Doch wie sieht die erste Elf aus? Gut möglich, dass Dejan Ljubicic zurück in die Startformation rotiert, dann müsste ein anderer Leistungsträger weichen.


Mit dem Duell gegen den FC Bayern München eröffnet der FC am Abend den zwölften Spieltag. Eine schwere Aufgabe. FC-Trainer Steffen Baumgart steht aber noch vor einer ganz anderen Herausforderung. Der Kölner Trainer muss die richtige Formation finden. So könnte der FC gegen die Bayern spielen.

Mutig und klar soll der 1. FC Köln am Abend gegen den FC Bayern München auftreten – zumindest wenn es nach dem Kölner Trainer geht. Für Steffen Baumgart steht vor dem Duell mit dem Rekordmeister die Marschoute fest. Der FC wird auch gegen den Tabellenzweiten mit hoher Intensität auftreten, offensiv spielen. „Wir wollen hoch anlaufen. Ich verändere meinen Spielstil nicht, nur weil vielleicht David gegen Goliath spielt“, sagte der Coach unter der Woche. Das gilt wohl auch für die taktische Grundausrichtung. Zwar spielte der FC im Testspiel gegen die SpVg Porz zeitweise mit einer Dreierkette und Baumgart ließ seine Mannschaft diese auch unter der Woche ab und an im Training ausprobieren, doch der Kölner Trainer ist von der Viererkette überzeugt. „Jeder, der mich kennt, geht wohl von einer Viererkette aus. Das tue ich auch in den meisten Fällen“, sagte Baumgart gegenüber „Sky“.

Ljubicic zurück in der Startelf?

Damit ist ein Großteil der Hintermannschaft, auf die es am Abend gegen Kane und Co. besonders ankommen wird, wohl gesetzt. An dem Innenverteidiger-Duo Timo Hübers und Jeff Chabot wird kein Weg vorbeiführen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird auch Rasmus Carstensen den Vorzug auf der rechten Abwehrseite erhalten. Leart Pacarada hatte zuletzt seinen Stammplatz an Dominique Heintz verloren. Doch auch der Routinier wirkte in den vergangenen Duellen alles andere als sattelfest. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Pacarada wieder zurück in die Startelf kehrt. Mit seinem Treffer gegen Bochum hat Davie Selke untermauert, dass er bei den Stoßstürmern aktuell wohl die Nase vorne hat. Auch, wenn Steffen Tigges im Testspiel gegen Porz doppelt traf. Tigges konnte zumindest in der Bundesliga in dieser Spielzeit so gut wie gar nicht überzeugen.

So klar Abwehr und Sturm sein dürften, so groß sind die Fragezeichen im Mittelfeld. Und Steffen Baumgart wollte am Mittwoch auf der Pressekonferenz auch nicht mit der möglichen Aufstellung rausrücken. Dejan Ljubicic sei wieder eine Option, sagte der Trainer. „Wenn er vom Kopf her klar wird und wieder ins Rollen kommt, wird er noch ein wichtiger Spieler für uns“, so Baumgart. Ob der Mittelfeldspieler deswegen aber in der Startelf steht, ist offen. Zumindest würde der Österreicher die Rolle neben Eric Martel, der sich bei der U21 Selbstvertrauen geholt hat, deutlich defensiver angehen als ein Florian Kainz – gerade gegen die Bayern ein probates und vielversprechendes Mittel. Das würde allerdings erneut zum Luxusproblem in der Offensive führen. Denn die kurzfristige Ausbootung von Ljubicic führte dazu, dass Baumgart in der offensiven Zentrale mit Mark Uth, Luca Waldschmidt und Linton Maina agierte. Sollte also Florian Kainz in der Startelf und nicht auf der Sechs stehen, müsste einer der genannten Leistungsträger vorerst auf der Bank Platz nehmen.

Wer muss auf die Bank?

Möglicherweise spielt dann die kurzfristige Verletzung von Uth eine Rolle, der in der vergangenen Woche das Training beenden musste, diese Woche aber wieder voll mittrainierte. Allerdings kommt Uth auf eine recht ordentliche Torbilanz gegen den Rekordmeister, war schon fünf Mal erfolgreich. Zudem drängt sich Jan Thielmann auf. Der Kölner Youngster stand bereits am Mittwoch wieder auf dem Trainingsplatz, nachdem er noch am Dienstagabend für die deutsche U21 spielte. Zuletzt hatte Baumgart die Euphorie rund um den 21-Jährigen bremsen wollen. Doch mittlerweile dürfte der Offensivspieler seinen Rückstand aufgeholt haben. Dennoch wird es wohl zu einem Einsatz in der Startelf nicht kommen.

So könnte der FC gegen die Bayern spielen


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Duell der Leistungsträger: Marvin Schwäbe trifft auf Harry Kane

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Duell der Leistungsträger: Marvin Schwäbe trifft auf Harry Kane

Marvin Schwäbe ist einer der wenigen FC-Profis, der meist überzeugen konnte. Der Kölner Keeper bekam aber auch viele Chancen sich auszuzeichnen. Dazu wird es wohl auch am Freitag kommen. Dann trifft Schwäbe auf den besten Stürmer der Liga: Harry Kane.

47 Torschüsse und 17 Tore gegen 30 Paraden und elf vereitelte Großchancen – am Freitagabend kommt es zur Begegnung zwischen einem der besten Keeper der Liga und dem erfolgreichsten Stürmer. Die Partie zwischen Bayern und dem 1. FC Köln ist auch das Duell der Leistungsträger: Schwäbe versus Kane.

Steffen Baumgart ein Lächeln zu entlocken, gehört nicht zu den leichtesten Herausforderungen im Vorfeld einer Bundesliga-Begegnung. Am Mittwoch huschte dem Kölner Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen den Rekordmeister ein Schmunzeln über das Gesicht. Als der ehemalige Stürmer, der selbst einst gegen die Bayern getroffen hat, nach Harry Kane gefragt wurde, geriet der Kölner Trainer fast schon ins Schwärmen. „Er ist außergewöhnlich und strahlt eine enorme Sicherheit aus“, sagt der 51-Jährige. „Er ist eine absolute Bereicherung für die Liga. Es ist schön, solche Jungs in der Bundesliga zu sehen.“ Mit seinen 17 Toren ist Kane auch erstaunlich häufig zu sehen. Nicht umsonst sagt Baumgart, dass Kane Spaß mache, nur aus Sicht des Trainers leider auf der „falschen Seite“. Denn Baumgart weiß auch: „Wenn er am Ball ist, kann es wehtun.“

Schwäbe strahlt Ruhe aus

Harry Kane zu verteidigen, gehört sicher nicht zu den leichtesten Aufgaben der Bundesliga-Hintermannschaften. „Den hält nicht einer alleine auf“, ahnt deswegen auch Timo Hübers. „Wir müssen das im gesamten Abwehrverbund auffangen.“ Und selbst das scheint keine leichte Aufgabe zu sein. In elf Spielen hat Kane seine 17 Tore bei 47 Torschüssen erzielt. Alle 50 Minuten trifft der Kapitän der englischen Nationalmannschaft für den Rekordmeister. Somit wird es wohl nicht alleine auf die Hintermannschaft ankommen. Denn wenn diese überwunden ist, kommt es auf den Schlussmann an und der konnte sich beim 1. FC Köln in dieser Saison schon mehrfach auszeichnen. „Es ist schon ganz gut, dass du in der Situation, in der wir stecken, einen Torwart hast, der ab und zu mal einen hält und auch mal einen hält, den nicht jeder hält“, sagte Baumgart.

Tatsächlich hielt Schwäbe im vergangenen Spiel gegen Bochum dem FC einen Punkt fest, zeigte acht starke Paraden, rettete einige Male in höchster Not. Auch gegen Leverkusen überragte der Keeper, bewahrte den FC tatsächlich vor einem Debakel, dass es später gegen Leipzig gab. Auch dort war der Torwart an den sechs Gegentoren weitestgehend chancenlos. Gegen Kane und Co. wird Schwäbe erneut die Chance erhalten, sich auszuzeichnen – und das nicht nur mit starken Paraden. „Er strahlt sehr viel Ruhe aus. Marvin spielt gute Bälle, um unser Spiel nach vorne zu bringen“, sagt der Trainer. „Er entwickelt die Mannschaft so auch mit weiter. Es ist wichtig einen Torwart zu haben, auf den du dich verlassen kannst. Er gibt der Mannschaft Ruhe und Sicherheit.“ Tatsächlich ist Schwäbe immer anspielbar, verteilt die Bälle und übernimmt Verantwortung. Seine Leistung ist auch dem DFB nicht verbogen geblieben. Nicht umsonst wurde der Keeper im Sommer in Verbindung mit der Nationalmannschaft gebracht. Berücksichtigt wurde er noch nicht.

Hohes Vertrauen in Schwäbe

Dennoch: Baumgart vertraut seinem Keeper und die Kölner Verantwortlichen statteten den Torwart auch deswegen mit einem Kontrakt bis 2027 aus. Das Vertrauen in Schwäbe scheint riesig zu sein. Die Suche nach einer neuen Nummer zwei wurde auch besonders schwer, weil die FC-Bosse von Beginn an keinen Hehl daraus machten, dass der Schwäbe-Ersatz eben nichts anderes sein würde. Im Grunde versprachen die Kölner einen Platz auf der Bank, mehr nicht. Dass die Kölner den Keeper bis 2027 an den Klub gebunden haben, obwohl mit Jonas Urbig eins der größten Torwart-Talente des Landes auf seine Chance beim FC lauert, spricht ebenfalls für Schwäbe. Am Freitag wird der Torhüter die Chance erhalten, sich gegen den besten Stürmer der Liga auszuzeichnen.

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Duell gegen Bayern: Bietet die Aussichtslosigkeit die Chance?

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Duell gegen Bayern: Bietet die Aussichtslosigkeit die Chance?

Am Freitagabend empfängt der FC den FC Bayern München. Bei der anhaltenden Krise hätten viele Kölner Fans sicherlich gerne einen anderen Gegner. Doch vielleicht kommen die Bayern genau zum richtigen Zeitpunkt.

Der Tabellenzweite gegen den Tabellenvorletzten, 42 Tore gegen neun, neun Gegentore gegen 23 – die Vorzeichen sind am Freitagabend klar verteilt. Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung für den 1. FC Köln: Deswegen ist das Bayern-Spiel nicht aussichtslos.

Luca Waldschmidt hätte dem Spiel eine ganz andere Wendung geben können. Dem Spiel gegen Leipzig, jenem Duell am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga, das in einem Debakel endete. Der Offensivspieler setzte den Ball nach starker Hereingabe von Linton Maina an den Innenpfosten. Keine fünf Minuten später nahm das Drama seinen Lauf. Der FC fand in der Defensive nicht mehr so recht statt, legte RB eine Chancen nach der anderen auf und lag nach 45 Minuten 0:4 zurück. Am Ende des Tages stand eine deftige 0:6-Klatsche, die auch durchaus höher hätte ausfallen können. Auch so kassierte der FC die bitterste Klatsche unter Steffen Baumgart. Nur zwei Spieltage zuvor setzte es gegen Leverkusen zwar nur ein 0:3, aber das auch nur, weil Marvin Schwäbe Schlimmeres verhinderte. Die Werkself war den Kölnern drückend überlegen, attackierte immer wieder mit hohem Tempo und stellte die Kölner Hintermannschaft vor zahlreiche große Herausforderungen. Die Sorge vor einem ähnlichen Szenario gegen die Bayern am Freitagabend ist dementsprechend mehr als nur verständlich.

Baumgart sieht die positiven Dinge

Dass die Kölner auf die laut Baumgart wohl „beste Mannschaft, die wir im Moment haben“ treffen, lässt zumindest Übles für Freitag erahnen. Denn gerade der Rekordmeister strahlt in dieser Spielzeit eine besondere Torgefahr aus, erzielte bereits 42 Tore in elf Spielen, die meisten der gesamten Liga und mehr als vier Mal so viel wie die Kölner. Zudem haben die Bayern ganze neun Gegentreffer kassiert – also im Schnitt weniger als ein Tor pro Spiel. Die Bayern stellen also die stärkste Offensive sowie die stärkste Defensive, kommen auf die beste Passquote, den meisten Ballbesitz und gehören auch bei den meisten Sprints und gewonnen Zweikämpfen zur ligaweiten Spitze. Und: Die Bayern verfügen über Harry Kane. Den englischen Superstar, der auch den ehemaligen Angreifer Steffen Baumgart ins Schwärmen geraten lässt. „Er ist außergewöhnlich, strahlt eine Sicherheit aus. Wenn er am Ball ist, kann es wehtun. Es ist schön, solche Spieler in der Bundesliga zu sehen“, sagt Baumgart. „Er macht Spaß, leider auf der anderen Seite.“

Es gibt also aktuell nicht viel, was für den FC sprechen könnte. Das Duell David gegen Goliath ist zwischen den beiden Teams jedenfalls selten so groß gewesen. Das sieht auch der Kölner Coach so, der zwar mit seiner Mannschaft „bestehen will“ und erwartet, dass diese auch mutig spielen werde. Aber: „Am Freitag können wir das beste Spiel unseres Lebens machen und trotzdem verlieren“, sagte der 51-Jährige. Nun neigt der Kölner Trainer dazu, auch in Pleiten und Niederlagen positive Dinge zu sehen – wenn beabsichtigt eine Herangehensweise, die man in der Sportpsychologie Refraiming nennt. Negative Erlebnisse erhalten einen positiven Rahmen. So erklärte der Coach am Mittwoch, dass der Punkt in Bochum dem FC weiterhelfe, man ja einen Platz in der Tabelle geklettert sei – trotz der schwachen Vorstellung und auch bei der 0:6-Pleite gegen Leipzig habe der FC lange mitgespielt, sei erst kurz vor der Halbzeit „auseinander gebrochen“. Auch dort habe es positive Dinge gegeben.

Bayern kommt zur (un)passenden Zeit

Tatsächlich kommt der FC Bayern für die Kölner und deren Psyche vielleicht gar nicht zum falschen Zeitpunkt. Wenn man so will, gibt es in der Terminierung auch etwas Positives zu sehen. Die drei Kreuze, die der Kölner Coach vor der vergangenen Spielzeit gemacht hat, als er erfuhr, dass es am letzten Spieltag gegen den Rekordmeister gehen würde, braucht Baumgart jedenfalls nicht zu machen. Auch, wenn die Kölner durchaus lieber gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe gespielt hätten, um die vermeintliche Chance auf Punkte zu erhöhen. Denn gegen keinen Gegner der Liga ist der Druck, einen Punkt holen zu müssen so gering. Eine Niederlage in der Wahrnehmung vieler Fans im Grunde eingeplant, die Erwartungshaltung nicht sonderlich groß. Bei keinem anderen Spiel lässt sich so leicht sagen, dass der FC doch gar nichts zu verlieren habe. Das Duell gegen den Rekordmeister zählt jedenfalls sicher nicht zu den von Baumgart ausgerufenen Endspielen, bei denen sich die Kölner gegen Bochum und Augsburg insgesamt schwer taten und „nur“ zwei Punkte holten.

Und dass der Kopf bei den Kölnern bereits eine Rolle spiele, hat Baumgart schon mehrfach betont.  „Negative Ergebnisse verbunden mit negativen Erlebnissen können das Selbstvertrauen beeinträchtigen und gleichzeitig Einfluss auf die Motivation nehmen. Das kann sich wiederum negativ auf die Leistung auswirken, da Zweifel und Ängste die Überzeugung an die eigenen Fähigkeiten erschüttern können“, sagte der sportpsychologische Berater Thorsten Loch come-on-fc.com. Gegen die Bayern wäre alles andere als eine Niederlage eine Überraschung. Der Druck, nicht verlieren zu dürfen, sollte demnach überschaubar sein. Ein Erfolgserlebnis gegen die Bayern könnte den Kölnern aber vielleicht ein wenig Mut für die kommenden Aufgaben machen.

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Das sagt Steffen Baumgart zu den Bayern, seinem Personal und Harry Kane

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Das sagt Steffen Baumgart zu den Bayern, seinem Personal und Harry Kane

Nach der Länderspielpause eröffnet der FC am Freitag im Heimspiel gegen den FC Bayern München den zwölften Spieltag. Die Vorzeichen sind eindeutig, dennoch wollen die Kölner auch gegen den Rekordmeister möglichst offensiv spielen. Steffen Baumgart äußerte sich dazu auf der Pressekonferenz.

Die vergangene Saisonphase mit den Begegnungen gegen Bochum und Augsburg wollte der FC eigentlich nutzen, um ein wenig an dem verlorenen Boden wieder gutzumachen. Am Ende des Tages sammelten die Kölner zwei Punkte ein. Zu wenig. Zumal nun die nächste schwere Aufgabe wartet. Köln empfängt am Freitagabend den Rekordmeister. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Bayern-Spiel.

Ausgerechnet mit dem Duell gegen den Rekordmeister startet der FC am Freitagabend in die letzte Saisonphase des Jahres. Für die Geißböcke wird es in den letzten Spielen noch einmal darum gehen, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln und sich ein wenig Luft zu verschaffen. Gerade in der aktuellen Krise scheint der Auftakt dieser Periode allerdings eine unlösbare Aufgabe zu sein. Dennoch wittert auch Steffen Baumgart eine kleine Chance. „Am Ende geht es um Mentalität, Einsatz und Laufbereitschaft um überhaupt gegen eine solche Mannschaft bestehen zu können. Und bestehen bedeutet, dass wir etwas mitnehmen wollen“, sagt der Kölner Trainer. Für Baumgart gehe es vor allem darum, in den wenigen Situationen, in denen die Bayern Fehler machen können, „da zu sein“. „Am Freitag können wir das beste Spiel unseres Lebens machen und trotzdem verlieren.“

Baumgart: „Ich erwarte, dass sie mutig ist“

Gleichzeitig gilt es aber auch, die eigenen fehlerhaften Situationen zu minimieren. Das war den Kölnern beispielsweise gegen Leverkusen und Leipzig nicht besonders gut gelungen. „Bei Leipzig war bis zur 40. Minute alles in Ordnung. Das wird dann bei einem Halbzeitstand von 0:4 schnell wegdiskutiert. Wir sind auf eine Mannschaft in überragender Form getroffen. Bis zur 40. stand es 0:1. Dann hatten wir die Chance auf das 1:1 und sind dann in fünf Minuten auseinandergebrochen. Wir haben den Gegner drei Mal eingeladen“, so der 51-Jährige. Und genau das gilt es gegen die Bayern zu vermeiden. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie mutig ist, dass sie klar ist und dass sie das Spiel annimmt. Also eigentlich das, was ich immer von meiner Mannschaft erwarte. Das hat nichts mit dem großen Namen zu tun, der da kommt. Das hat etwas damit zu tun, wie wir Fußball spielen wollen, wie ich eine Mannschaft gerne auf dem Platz sehen möchte.“

Baumgart: „Dellen gehören leider auch dazu“

Dass der FC auch gegen die Bayern erfolgreich spielen kann, zeigten die Kölner in den vergangenen Jahren, als sie einige Male an der Überraschung schnupperten. Doch den Bölick zurück will Baumgart nicht. „Das ist alles vorbei. Ich glaube, die Mannschaft spielt anders, wir stehen anders. Das ist jetzt eine andere Situation“, sagt der Trainer. Gerade die Tabellensituation ist eine andere. Köln belegt aktuell den 17. Tabellenplatz, hat erst sechs Zähler auf dem Konto. Zudem stimmten die Leistungen in den vergangenen Spielen nur selten. Zuletzt gab es Magerkost in Bochum. Wir haben einen Punkt geholt in Bochum. Das mag für einige vielleicht zu wenig sein. Für mich war das für die Leistung, in dem Moment das richtige Ergebnis. Das ist etwas positives. Mit diesem Ergebnis sind wir jetzt Vorletzter. Wir sind immer noch Bescheiden dran. Aber wir sind um einen Platz in der Tabelle geklettert“, sagt der Trainer.

Gegen die Bayern steht dem Trainer nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Wie gehabt fallen Philipp Pentke und Jacob Christensen aus. Zudem wird Max Finkgräfe, der unter der Woche krank war, fehlen. Eine Option könnte dann auch Dejan Ljubicic sein. Der Mittelfeldspieler verpasste aufgrund seiner Formkrise die Länderspielreise, wurde nicht eingeladen. „Es ist wichtig, dass Dejan bei sich bleibt. Es gibt im Sport Phasen, die besser laufen und Phasen, die weniger gut laufen. Ljubi muss sehen, dass er klar bleibt“, sagt der Trainer. „Dellen gehören leider auch dazu. Ich glaube wenn Ljubi ins Rollen kommt und vom Kopf her klar wird, bleibt er ein wichtiger Spieler für uns.“

Für die Bayern ist vor allem Harry Kane ein wichtiger Spieler. „Er ist außergewöhnlich, strahlt eine enorme Sicherheit aus. Wenn er am Ball ist, kann es wehtun“, sagt der Trainer. „Es ist schön, solche Spieler in der Bundesliga zu sehen. Er macht einfach Spaß, leider auf der anderen Seite.“


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Zwei Debüt-Tore, ein Assist – mit Selbstvertrauen aus der Länderspielpause

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Zwei Debüt-Tore, ein Assist – mit Selbstvertrauen aus der Länderspielpause

Nur vier FC-Profis waren mit ihren Teams auf Länderspielreise. Die Bilanz fällt allerdings erfreulich aus. Alle Spiele wurden gewonnen, dazu gab es die ersten Debüt-Treffer.

Sechs Siege verbuchten die vier Nationalspieler auf ihrer Länderspielreise, viel besser hätte die Ausbeute nicht sein können. Oder? Doch, drei der vier Spieler trugen sich in die Scorerliste ein. Die FC-Profis kehren mit Selbstvertrauen von der Länderspielreise zurück.

Ähnlich wie Steffen Baumgart ist auch Thomas Tuchel ein Freund der offenen Worte. Zumindest wenn die beiden Trainer etwas stört, werden sie schon mal energisch. Erst vor wenigen Tagen kritisierte Tuchel die Sky-Experten Didi Hamann und Lothar Matthäus, brach das Interview nach einem Spiel kurzerhand ab. Zuletzt kritisierte der Bayern-Coach die Ansetzung des Freitagabend-Spiels gegen den FC. Kein Wunder, sein Starensemble wird nach den Länderspielen erst Mittwoch und Donnerstag in München zurück erwartet, viel Zeit für eine Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel bleibt da nicht. „Wenn du international unterwegs bist und schon das halbe Jahr damit zu tun hast, dann hast du eine Länderspielpause, die auch keine Pause ist und dann kommen die Jungs einen Tag vor dem Spiel – da finde ich es verständlich, dass ein Trainer da nicht überglücklich ist“, stärkte Baumgart seinem Kollegen den Rücken.

FC-Kicker kehren mit Selbstvertrauen zurück

Tatsächlich erwischte es Baumgart, der ebenfalls kein großer Freund der Länderspiel-Unterbrechungen ist, in dieser Pause alles andere als schlecht. Nur vier Spieler gingen mit ihren Teams auf Reise. Dagegen waren weitere vier eigentliche Nationalspieler in Köln geblieben. Leart Pacarada aus organisatorischen Gründen, aber Dimtrios Limnios, Sargis Adamyan und Dejan Ljubicic wurden von ihren Nationaltrainern nicht berücksichtigt, weil sie momentan weit von ihrer Topform agieren. Vor allem bei den eigentlichen Stammspielern Pacarada und Ljubicic ein für Baumgart erfreulicher Umstand. Ob der Einsatz oder die späte Rückkehr der zahlreichen Münchner Nationalspieler nun ein Vorteil für den FC ist, glaubt Baumgart indes nicht. „Wer die Bayern im Moment spielen sieht, der weiß, dass es da wohl leider keine Vorteile geben wird“, sagte der 51-Jährige am Montag. Mit Eric Martel und Florian Kainz waren ebenfalls zwei Stammspieler der Geißböcke unterwegs.

Von Vorteil könnte für den FC allerdings ein anderer Faktor sein. Gleich mehrere der eigenen Nationalspieler haben sich eine gehörige Portion Selbstvertrauen auf der Länderspielreise geholt. Denn während Leroy Sané, Serge Gnabry oder Leon Goretzka mit ordentlich Frust die Heimreise aus der Nationalmannschaft angetreten haben dürften, gab es für die FC-Profis Grund zur Freude. So feierten alle vier Akteure in ihren Länderspielen ausschließlich Siege. Florian Kainz verbuchte mit Österreich jeweils einen 2:0-Erfolg über Estland und Deutschland. Mathias Olesen kam mit Luxemburg zu einem 4:1-Sieg über Bosnien-Herzegowina sowie einem knappen 1:0 gegen Liechtenstein. Und Eric Martel und Jan Thielmann feierten mit der U21 sowohl gegen Estland als auch gegen Polen jeweils einen 3:1-Erfolg und machten damit einen großen Schritt Richtung EM. Und nicht nur das: Eric Martel traf im Duell gegen die Polen zum ersten Mal im U21-DFB-Trikot und leitete damit die Wende gegen die starken Polen ein.

Frust bei Florian Kainz?

Auch Mathias Olesen erzielte sein Premieren-Tor für Luxemburg. Jan Thielmann bereitete immerhin einen Treffer vor, meldete sich aber mit starken Offensivaktionen auch im Nationaldress beeindruckend zurück. Einzig für Kainz dürfte die Länderspielreise mit ein wenig Frust verbunden gewesen sein. Beim 2:0-Erfolg über das Land seines Heimatklubs kam der FC-Kapitän nicht zum Einsatz, schmorte auf der Bank. Der Frust nach der 0:2-Pleite der DFB-Kicker, die am Freitag für München auflaufen, dürfte allerdings deutlich höher sein. Ob das am Ende ein Vorteil ist, wird man dann am Freitag sehen.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore

Leihspieler, Youngsters, Abgänge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken würde

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader
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Leihspieler, Youngsters, Abgänge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken würde

In den vergangenen Tagen wurde schon heftig über einen möglichen Transfer von Youssoufa Moukoko spekuliert, in Köln befindet man sich auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Dabei steht über allem noch die drohende Transfersperre und die hätte erhebliche Auswirkungen auf den Kader.

Hinter den Kulissen des 1. FC Köln dürfte aktuell fleißig gearbeitet werden, der kriselnde Bundesligist will im Winter noch einmal nachjustieren, den Kader verbessern, um dann in der Rückrunde noch einmal angreifen zu können. Gerade für die Offensive werden bereits die ersten Namen gehandelt. Dabei scheint die Sanktion der Fifa allerdings ein wenig in Vergessenheit zu geraten. Wie ginge es weiter nach einem CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader

Schon jetzt wird die drohende Strafe Auswirkungen auf die Transferideen der Kölner Verantwortlichen haben, eine sichere Perspektive kann der FC keinem Spieler aufzeigen. Das macht die Verhandlungen zumindest nicht leichter, wie FC-Sportdirektor vor rund zehn Tagen im Sport1-Doppelpass erklärte. Über genau dieses Problem stolperten die Kölner im Frühsommer mindestens bei Benedict Hollerbach, dem Vernehmen nach aber auch bei einem Sechser, der wie der Angreifer kurz vor Toreschluss noch abgesprungen sein soll. Im besten Fall spricht der internationale Sportgerichtshof in Lausanne also sein Urteil, den FC frei und die Kölner könnten tatsächlich an den richtigen Stellschrauben im Kader drehen. „Ich glaube schon, dass der FC dahingehend optimistisch sein kann, dass das Urteil reduziert wird. Dahingehend, dass die Sperre komplett aufgehoben wird, das würde ich mir für Köln zwar wünschen, aber diesen Optimismus würde ich nicht teilen“, sagt Sportrechtler Dr. Gregor Reiter.

Acht Verträge laufen im Sommer aus

Der Experte geht also davon aus, dass der FC „nur“ in diesem Winter mit der Sperre belegt sein wird. Ein Nachjustieren gerade an den Kaderschwächen wäre dann nicht möglich. Denn die Sperre bedeutet ein Registrierungsverbot. Neue Spieler könnten demnach beim Verband nicht registriert werden, hätten keine Spielerlaubnis. Der Kader würde sich also auf der „Haben“-Seite nicht verändern. Abgaben sind von einer möglichen Transfersperre laut Experten dagegen nicht betroffen. Schließlich soll eine Sperre gegen den Verein nicht auf den Schultern der Spieler ausgetragen werden, die den Klub möglicherweise verlassen wollen. Der FC müsste in diesem Fall mit dem aktuellen Kader bis zum Saisonende weiter arbeiten.

Genauso ist es im Worst-Case-Szenario allerdings auch möglich, dass der Gerichtshof bei der ausgesprochenen Sperre von zwei Transferperioden bleibt. Ein herber Schlag für den FC. „Ein Sommer ohne Transfers wäre sportlich wesentlich schwerer zu verkraften, als ein Winter“, sagt auch Fachanwalt Gregor Reiter. Das zeigt ein Blick auf die aktuelle Vertragssituation in Köln. Stand jetzt verfügen 23 FC-Profis über einen Kontrakt über das kommende Jahr hinaus. Heißt, bei zahlreichen Spielern, darunter auch Stammspielern oder Akteuren, die zum erweiterten Kreis des Stamms gehören wie Benno Schmitz oder Dominique Heintz, läuft der Vertrag im kommenden Sommer aus. Das gleiche gilt für die Leihspieler wie Luca Waldschmidt oder Rasmus Carstensen, die ebenfalls nur bis zum Sommer geliehen sind. Sollten diese Spieler den Verein verlassen und der FC dürfte den Kader nicht nachbessern, wären die Kölner in einer besonders misslichen Lage. Die ohnehin schon kritisierte Breite des Kaders würde empfindlich leiden. Sollten die Kölner zudem noch absteigen, würden sich mit Sicherheit einige Leistungsträger verabschieden. Köln könnte auch hier nicht nachbessern.

Die Hände wären dem FC nicht gänzlich gebunden

Doch die Transfersperre bedeutet nicht, dass den Kölnern in Sachen Kaderplanung die Hände gänzlich gebunden sind. So dürfen die FC-Verantwortlichen auch nach oder während der ausgesprochenen Transfersperre die Verträge mit den eigenen Spielern verlängern. „Es geht ausschließlich um Neu-Registrierungen. Ein Vertrag kann ja auch außerhalb der Transferperiode verlängert werden“, erklärt Fachanwalt Reiter. Und auch die Kaufoption der Leihspieler dürfen die Kölner definitiv ziehen. „Dies sollte eigentlich nicht gehen, da bei Ablauf des Leihvertrages der Spieler zurück zu seinem alten Verein muss, bei dem er auch noch einen Arbeitsvertrag hat und der FC müsste diesen Spieler bei einem endgültigen Transfer auf Grundlage eines Transfervertrags neu verpflichten und damit auch neu registrieren“, so Reiter. Aber: „Allerdings sieht Art. 25 Abs. 3 FIFA-Transferstatuen genau für diesen Fall eine Ausnahme vor: Rechtlich ist es eine Neuregistrierung, aber sie ist trotz Transfersperre ausdrücklich erlaubt.“ Der FC könnte also Akteure wie Carstensen und Waldschmidt fest an den Verein binden.

Und dann wären da noch die Nachwuchshoffnungen, die Talente, auf die viele Fans schon heute gerne setzen würden. Auch die Kölner Youngsters dürfte der FC wohl zu der Profimannschaft hochziehen. „Das ist kein Transfer im klassischen Sinne. Das sind Spieler des Vereins. Da ändert sich primär die Rechtsgrundlage, auf der sie beschäftigt sind“, sagt der Fachanwalt. „Meiner Meinung nach könnte der FC die Akteure auch bei einer ausgesprochenen Transfersperre zu Profis machen. Das ist keine Frage einer Neu-Registrierung.“  

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U21-Erfolg: Martel überragt im Duell gegen Polen

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U21-Erfolg: Martel überragt im Duell gegen Polen

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat das Spitzenspiel der EM-Qualifikation gegen Polen 3:1 gewonnen. Eric Martel leitete mit seinem Treffer die Wende ein, Jan Thielmann kam in der Schlussphase.

Mit den beiden FC-Profis Eric Martel und Jan Thielmann hat die deutsche U21 das Spitzenspiel der Gruppe D in der EM-Qualifikation gegen Polen gewonnen und damit die Führung der Gruppe übernommen. Besonders erfreulich am U21-Erfolg: Eric Martel leitet die Wende gegen Polen ein. Ariel Mosór brachte die Gäste in Front (24.), bevor Martel (56.) und Nick Woltemade (79.) die Partie drehten. Wenig später erhöhte Merlin Röhl (82.) auf den 3:1-Endstand. 

Die U21 des DFB hat die Führung der Gruppe D in der EM-Quali übernommen. Im Spitzenspiel setzte sich die Mannschaft von Antonio Di Salvo gegen Polen mit 3:1 durch. Wie bereits in der vergangenen Woche beim 3:1-Erfolg über Estland wurde die Mannschaft von Eric Martel auf das Feld geführt. Und der Kölner Sechser hatte auch nach wenigen Minuten die erste Chance. Martel kam aus kurzer Distanz zum Kopfball, verfehlte das Tor aber deutlich. Allerdings begegneten sich die Teams zunächst auf Augenhöhe. Beide Mannschaften kamen zu ersten Möglichkeiten, die DFB-Auswahl wirkte dabei eigentlich zwingender. Eigentlich, weil Polen die Führung erzielte. Nach einem Eckball stand Ariel Mosór überraschend frei und schob zum 0:1 ein. Die Mannschaft von Di Salvo steigerte sich zwar, wirklich gefährlich wurde Deutschland bis zur Pause aber nicht mehr.

Martel trifft zum Ausgleich

Deutschland wirkte nach dem Wechsel deutlich zielstrebiger, aggressiver. Und die DFB-Auswahl belohnte sich. Ein Freistoß von Youssoufa Moukoko landete nach einer guten Stunde vor den Füßen von Eric Martel. Und der DFB-Kapitän schob zum Ausgleich ein, erzielte sein erstes Tor im DFB-Dress. Polen war in den folgenden Minuten die deutlich bessere Mannschaft, kam im Minutentakt zu weiteren Möglichkeiten. Nachdem der Druck nachgelassen hatte, drehte die DFB-Auswahl das Spiel. Der kurz zuvor eingewechselte Nick Woltemade traf nach 80 Minuten aus gut elf Metern. Und Deutschland machte den Deckel drauf. Woltemade leitete den nächsten Treffer mit einer starken Einzelaktion ein, Freiburgs Merlin Röhl vollendete problemlos. Zu diesem Zeitpunkt war auch Jan Thielmann auf dem Spielfeld. Der Kölner Youngster wurde in der Schlussphase genauso eingewechselt wie kurz zuvor Tim Lemperle.

Für die U21 geht es in der EM-Quali erst im kommenden März mit den Begegnungen gegen den Kosovo und Israel weiter. Bereits am Morgen hatte die deutsche U17 bei der Weltmeisterschaft in Indonesien das Viertelfinale erreicht. Die DFB-Auswahl setzte sich gegen die USA 3:2 durch. Zum deutschen Team gehören die beiden FC-Youngsters Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore