Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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Gefühlsachterbahn bei Jakub Kaminski? Zwischen dem Aus seines Befürworters und der WM-Hoffnung

Am Abend trifft Jakub Kaminski mit Polen in den WM-Playoffs auf Albanien. Das Ziel ist die WM-Teilnahme. Für den 23-Jährigen ist es wohl auch die Chance, auf andere Gedanken zu kommen, weit weg vom 1. FC Köln: Was bedeutet das Kwasniok-Aus für Jakub Kaminski?

Zwei Siege ist Jakub Kaminski noch von der WM im kommenden Sommer entfernt. Darauf liegt der Fokus, während in Köln der größte Befürworter des Polen die Koffer packen musste.

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Die Reise mit der Nationalmannschaft dürfte für Jakub Kaminski gerade recht kommen. Der 23-Jährige wird im Kreise der polnischen Auswahl ganz sicher auf andere Gedanken kommen. Beim FC läuft es bekanntlich nicht rund, zwei Siege in 18 Spielen sind eine verheerende Bilanz. Und möglicherweise wird die Entlassung von Lukas Kwasniok den „Allrounder“ unter den Spielern mit am meisten getroffen haben. Kaum ein Akteur hat so von dem 44-jährigen Trainer profitiert wie eben Kaminski. Unter dem aus dem polnischen Gliwice stammenden Ex-Coach war „Kuba“ zum absoluten Leistungsträger avanciert. Kaum ein Spieler spult Woche für Woche ein ähnliches Programm auf konstant hohem Niveau ab. Kaminski betonte immer wieder, dass seine gute Leistung auch mit dem Vertrauen des Trainers zusammenhänge.

Noch lebt die WM-Hoffnung

Nun wird Kaminski René Wagner vorspielen. Dass der Pole einen herben Leistungsabfall einstecken wird, ist unwahrscheinlich. Genauso, dass Wagner auf den Schienenspieler in den kommenden Wochen verzichten wird. Sechs Tore und drei Vorlagen sind der beste Wert, den der Linksaußen je in einer Bundesliga-Saison erreicht hat. Er gehört damit zu den Topscorern beim FC, ist Teil der insgesamt doch erfolgreichen Offensive. Am Abend wird Kaminski auf anderer Bühne, auf internationaler vorspielen. Mit Polen will der 23-Jährige im Sommer zur WM. Er ist wohl der einzige Kölner Kandidat, der sich sehr große Hoffnungen auf eine Teilnahme am Endturnier machen darf. Vorausgesetzt, Polen erreicht dieses. Dazu sind zwei Siege notwendig. Gegen Albanien am Abend und dann – wenn ein Sieg eingefahren wird – am kommenden Dienstag gegen den Sieger des anderen „Halbfinales“ zwischen der Ukraine und Schweden.

Wie es nach der möglichen WM für den Polen weitergeht, ist dieser Tage wieder ein wenig offener. Eigentlich wollen die Kölner unbedingt die Kaufoption für Kaminski ziehen. Das ist kein Wunder, der FC würde rund 5,5 Millionen Euro bezahlen, der Marktwert des Offensivspielers wird auf zwölf geschätzt. Zudem ist der sportliche Wert ein großer. Doch ist es kaum vorstellbar, dass der 23-Jährige im Fall der Fälle den Weg mit ins deutsche Unterhaus gehen würde. Beim Abstieg wird der FC Kaminski sicher nicht halten können. Zumal der 23-Jährige sich wohl eine Ausstiegsklausel in den Vertrag schreiben lassen will. Das auch, weil er noch ganz andere Ziele verfolgt.

Kaminski träumt von Barcelona

So gab Kaminski nun in einem Interview mit polnischen Medien bekannt, dass er sich durchaus mittelfristig einen Wechsel nach Barcelona vorstellen könne. Und in der Bundesliga? Da wäre Borussia Dortmund, jener Verein für den unter anderem schon Robert Lewandowski oder Jakub Błaszczykowski aufgelaufen sind, die erste Wahl. Vorerst wird der Kölner „Kuba“ erst einmal mit René Wagner weiter arbeiten. Und der hat schon angekündigt, dass er nicht nur die Spieler, die zuletzt weniger gespielt haben, abholen will. Nein, auch die bisherigen Stammspieler sollen an Bord geholt werden. Aber das ist für Kaminski in Zeiten der WM-Playoffs wohl eh noch eine andere Welt.


1 Gedanke zu „Gefühlsachterbahn bei Jakub Kaminski? Zwischen dem Aus seines Befürworters und der WM-Hoffnung“

  1. Für die Entlassung von Kwasniok habe ich keinerlei Verständnis, habe bisher noch keinen Trainer erlebt der sich
    so mit dem Verein idendifiziert hat, von seiner fachlichen Kompetenz mal ganz abgesehen. Bin mir ganz sicher
    das wir mit ihm das Ziel Klassenerhalt auch geschafft hätten. Ausser dem bisher fehlenden Spielglück muß man ja
    auch mal die unglaubliche Verletztenmisere sowie die oft katastrophalen Schir ( VAR ) – Entscheidungen
    berücksichtigen.
    Was Rene Wagner jetzt anders machen will und wo der neue Impuls herkommen soll, den man sich bei einem Trainerwechsel
    erhofft erschließt sich mir auch nicht. Als Co. Trainer ist er für die derzeitige Situation schließlich mit verantwortlich.
    Trotzdem wünsch ich ihm natürlich viel Erfolg.
    Was die Vereinsführung angeht kann ich nur sagen entgegen aller Versprechungen, wieder mal in alte Muster zurückgefallen, beim ersten Gegenwind
    „Trainer rauss“. Wie man es anders, besser macht, siehe Freiburg und Hoffenheim.
    Um eine neue Mannschaft aufzubauen braucht ein Trainer mal mindestens zwei Spielzeiten, und Kwasniok war auf
    einem guten Weg.
    Aber unser geliebter 1. FC Köln ist halt „spürbar anders“

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