Ragnar Ache gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her

Der FC verliert das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend mit 1:3 auswärts beim VfB Stuttgart und kann sich gegen die Schwaben trotz einer durchaus ordentlichen Auswärtsleistung nicht mit Zählbarem belohnen. Der 1. FC Köln schenkt beim VfB erneut Punkte her.

Neben der erschreckenden Karnevalsbilanz offenbarten sich auch gegen den VfB alte Probleme, die sich nun schon länger durch die Saison ziehen und die womöglich ein Hauptgrund dafür sein könnten, dass die Geißböcke auch weiterhin den Blick in den Rückspiegel richten müssen.

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Bereits vor dem Spiel gegen den Angstgegner aus Stuttgart hatte Kölns Trainer Lukas Kwasniok dem Gegner mit einem Augenzwinkern zum Sieg gratuliert und mit Blick auf die Ergebnisse aus den letzten Pflichtspielen an Karneval erklärt: „Eigentlich brauchen wir gar nicht anfangen. Karnevalsbilanz schlecht, gegen die Großen schlecht, Samstagabend noch schlechter. Insofern jetzt schon Glückwünsche an den VfB Stuttgart.“

Die Bilanz leidet weiter

Was nach Abpfiff und der 1:3-Niederlage nun auch klar ist: Das vom Cheftrainer eigentlich als Spaß Gemeinte und Gesagte trifft zu, die Bilanz ist nun noch schlechter beziehungsweise um eine Niederlage reicher als vor dem Spiel. Zudem bleibt die TSG 1899 Hoffenheim weiterhin das einzige Top-Team der Bundesliga, gegen das die Kölner in der laufenden Spielzeit punkten konnten. Mit weiterhin nur zwei Auswärtssiegen bleibt der 1. FC Köln auch nach dem 22. Spieltag auf einem zweistelligen Tabellenplatz, ein Sieg hätte den Sprung auf Rang neun bedeutet.

Auch wenn die Geißböcke gegen den VfB zwar bereits das siebte Mal in dieser Spielzeit einen Rückstand aufholen konnten, gelang es am Ende nicht, mindestens einen Punkt nach Köln mitzunehmen. Dabei wäre dies durchaus möglich gewesen, da die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß auf der Gegenseite wahrlich nicht ihren besten Tag erwischte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ragnar Ache gelang es dem Team außerdem wieder einmal nicht, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Der schnelle Gegenschlag (erneut durch Demirovic) im Anschluss an das eigene Tor bedeutete bereits den fünften Gegentreffer für den FC innerhalb von zehn Minuten nach einem eigenen Erfolgserlebnis. „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration. Wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern“, sagte Ache nach dem Duell.

Der FC bringt sich um den Ertrag

Die Kölner bringen sich so immer wieder selbst um den Ertrag und zerstören die Euphorie und die Sicherheit, die ein eigenes Tor auslösen kann. Gerade als Aufsteiger und Abstiegskandidat ein X-Faktor, der womöglich vor allem gegen Saisonende wichtiger denn je sein könnte. Dabei hatte man sich bereits am Donnerstag frühzeitig aus Köln verabschiedet, um dem Karnevalstreiben zu entgehen und sich professionell auf das Spiel gegen den Angstgegner vorzubereiten.

Vor Anpfiff hatte der Kölner Coach sich am Sky-Mikrofon zu seiner Aussage aus der Vorwoche geäußert, er könne „eben immer nur die Leistung beeinflussen und hoffen, dass andere nicht zu sehr das Ergebnis beeinflussen.“ Am Schiedsrichter hat es gegen den VfB Stuttgart nicht gelegen, dass der FC das Spiel verlor. Und auch wenn die Leistung – vor allem als Auswärtsteam – gestimmt haben mag, so ist Fußball am Ende doch ein Ergebnissport. Und nach eben Ergebnissen stehen nach zwei Siegen gegen Mainz und Wolfsburg nun erneut zwei Niederlagen in Folge zu Buche. Die Suche nach Konstanz bleibt also weiterhin bestehen, ebenso wie alte Schwächen. Der nächste Versuch, diese abzustellen, bietet sich den Rheinländern am kommenden Samstag. Dann empfängt man die TSG 1899 Hoffenheim – das einzige Team aus der Top-6, gegen das die Kölner in der laufenden Saison gewinnen konnten.


1 Gedanke zu „Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her“

  1. Leider verfällt der 1.FC Köln wieder in sein altes Muster zurück. Man redet sich wieder alles schön. Vergisst aber dabei,wie schwach viele Spieler spielen. Zum Beispiel Martel,er träumt von größeren Aufgaben,spielt aber seit Wochen schwach. So wie viele andere. Dann El Mala,auch er denkt schon an andere , größere Mannschaften,als seine Leistung zu bringen. Ein guter Stürmer muss Egoistisch sein, sagt man,aber er sollte auch seine Mitspieler im Auge haben. Leider hat er es nicht und vergibt eine Chance nach der anderen. Anstatt mal ab zu geben. Er ist noch ein junger Spieler aber er entwickelt sich diesbezüglich nicht weiter.
    In meinen Augen haben wir aber ein noch größeres Problem und das ist unser Trainer. Am Anfang, muß ich zugeben,war ich von ihm begeistert. Leider ist diese verschwunden. Wenn man ehrlich ist,er hat kein Konzept,keine gleich bleibende Startelf noch einen anderen Rhythmus. Da gelten auch unsere Verletzten nicht als Ausrede. Unsere Spieler müssen andauernd mit anderen Spielsituationen anfreunden, anstatt sich mal auf einer Position ein zu spielen. Unsere starke Hinrunde hat vieles überspielt. Jetzt sind es nur noch sechs Punkte Vorsprung auf Platz 17. In Köln sollte man schnell handeln und den Trainer entlassen. In den letzten 5-8 Spielen sehe ich keine Weiterentwicklung. Wir reden die Niederlagen schön. Da Gewinne ich doch lieber ein Spiel,wo man schlecht spielt als , angeblich gut gespielt zu haben und ich verliere. Punkte zählen im Fußball und nicht das schön reden.
    Das ist meine Meinung und ich glaube viele andere Köln Fans teilen meine Meinung.
    Wünsche unserem FC alles Gute.

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