Pauline Bremer vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Laubbläser-Einsatz im Schnee-Gestöber: Frauen des 1. FC Köln ergattern Punkt in Bremen

Die Fußballerinnen des FC haben in der Schneeschlacht am Osterdeich einen Punkt ergattert. Das Duell bei Werder Bremen endete nach zwischenzeitlichem Laubbläser-Einsatz auf dem verschneiten Rasen mit 1:1. Die Frauen des 1. FC Köln spielen remis gegen Werder Bremen.

Die Kölnerinnen haben die Chance verpasst, den Rückstand auf die Europapokal-Ränge zumindest bis Montagabend sogar auf nur noch zwei Zähler zu verkürzen. Dafür sprang Bremen selbst zumindest über Nacht auf den dritten Platz. Die Frauen des 1. FC Köln spielen remis gegen Werder Bremen.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startelf im Vergleich zum enttäuschenden Pokal-Aus sieben Tage zuvor beim SC Sand (2:3) auf drei Positionen. Die Kapitänin Marina Hegering fiel kurzfristig verletzungsbedingt aus, wie der FC im Vorfeld mitteilte. Carlotta Imping und Laura Donhauser rutschten auf die Bank. Dafür starteten Sara Agrez, Adriana Achcinska und Weronika Zawistowska. Carlson entschied sich für das Duell auf dem Nebenplatz 11 im Schatten des Weserstadions am Osterdeich überraschenderweise für eine Dreierkette in der Abwehr statt der gewohnten Viererkette – flankiert von den beiden Polinnen Weronika Zawistowska und Martyna Wiankowska auf den Flügeln.

Kölnerinnen wollten Reaktion zeigen

Und das taktische Experiment ging auf: Die Kölnerinnen machten von Anfang an deutlich, dass sie nach dem ernüchternden Aus im DFB-Pokal eine Reaktion zeigen wollten. Es waren gerade einmal 37 Sekunden gespielt, als Pauline Bremer scharf schoss, doch Bremens Torfrau Mariella El Sherif wehrte den Ball zur Ecke ab (1.). Kurz danach hätte Anna-Lena Stolze die Führung erzielen müssen, traf die Kugel nach einem Querpass von Bremer am Fünfer aber nicht richtig (4.).

Wenig später servierte Wiankowska einen Freistoß von der rechten Seite hoch in den Strafraum, wo die einlaufende Sandra Jessen von Bremens Larissa Mühlhaus an der Schulter gehalten wurde und zu Boden ging. Die Schiedsrichterin Julia Boike zeigte direkt auf den Elfmeterpunkt (7.). Die Kapitänin Laura Feiersinger scheiterte mit ihrem Strafstoß an El Sherif, die den Ball zur Seite abwehrte. Pauline Bremer reagierte schnell und drosch den Ball aus spitzem Winkel zum verdienten Kölner 1:0 ins Tor (9.).

Bremen wird selbstbewusster

Die FC-Frauen verpassten im einsetzenden Schneetreiben weitere Treffer. Wiankowska verfehlte mit ihrem Schuss das Tor und nur wenige Sekunden später scheiterte Bremer erneut an El Sherif (17.). Plötzlich wurde Bremen allerdings deutlich selbstbewusster. Nach einem Einwurf umklammerte Adriana Achcinska Mühlhaus im Sechzehner und die Bremerin ging zu Boden. Boike gab abermals Elfmeter und die Gefoulte trat selbst an, scheiterte allerdings an Irina Fuchs, die die Ecke ahnte und den Ball ins Seitenaus abwehrte (27.).

Die Gastgeberinnen schienen mit dem immer schlechter bespielbaren Untergrund im Schneetreiben besser zurechtzukommen und drückten in der Schlussphase des ersten Durchgangs auf den Ausgleich. Mitten in dieser Drangphase landete ein wohl als Flanke gedachter Ball von Zawistowska am Bremer Außenpfosten (45.). Der Schneefall wurde nach dem Seitenwechsel noch dichter – und die Bremerinnen blieben weiter am Drücker. Irina Fuchs entwickelte sich zur besten Kölnerin, parierte stark aus kurzer Distanz gegen Mühlhaus (53.). Keine Minute später war die FC-Torfrau machtlos: Ein Bremer Einwurf landete bei Mühlhaus, die sich zwischen Feiersinger und Achcinska hindurch in den Sechzehner drehte und per unhaltbarem Schlenzer ins lange Eck zum hochverdienten 1:1 traf (54.).

Schneesturm: Partie wurde unterbrochen

Der grüne Untergrund wurde derweil zunehmend winterlich weiß eingefärbt, weswegen sogar der weiße Ball gegen einen gelben ausgetauscht werden musste. In der 71. Minute wurde es kurios: Die Schiedsrichterin unterbrach die Partie im Bremer Schneesturm, offenbar weil sie die weißen Markierungs-Linien auf dem Spielfeld nicht mehr erkennen konnte. Die Gastgeber reagierten blitzschnell und sorgten mit Laubbläsern für die passende Sicht auf die Linien. Nach der rund fünfminütigen Zwangspause konnte gelbe Ball aber wieder rollen. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr.

Unterm Strich war das Unentschieden leistungsgerecht und die Kölnerinnen können damit sicher gut leben, auch wenn sie damit den Sprung weiter nach vorne in der Tabelle verpasst haben. Für den 1. FC Köln geht es nach der Länderspiel-Pause erneut im Norden weiter: Die FC-Frauen sind am 8. Dezember montagabends (18 Uhr) zu Gast beim Aufsteiger Hamburger SV. Die Partie findet im Volksparkstadion statt. Dort wird es eine Rasenheizung geben, sodass eine erneute Schneeschlacht nicht droht.

1. FC Köln: Fuchs – Zawistowska, Vogt, Degen, Agrez, Wiankowska – Feiersinger, Achcinska, Stolze (70. Leimenstoll) – Bremer (84. Hasenauer), Jessen.

Tore: 0:1 Bremer (9.), 1:1 Mühlhaus (54.). Besonderes Vorkommnis: Fuchs hält Foulelfmeter von Mühlhaus (28.).


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