Ein gutes halbes Jahr nach seinem Kreuzbandriss hat Noah Katterbach bei der U21 sein Comeback gefeiert. In der Theorie könnte der Abwehrspieler schon bald eine Option für Steffen Baumgart werden. Allerdings ist die Konkurrenz groß.
Beim 2:0-Erfolg der Kölner Reserve stand Noah Katterbach ein halbes Jahr nach seinem Kreuzbandriss wieder auf dem Platz. Er trainiert wieder voll mit den Profis des 1. FC Köln: Wird Noah Katterbach wieder zur Option?

Mit einem unterm Strich doch verdienten 2:0-Erfolg über den SV Lippstadt ist die U21 des 1. FC Köln am Samstag auf den zweiten Platz der Regionalliga West gesprungen und darf sich damit weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die 3. Liga machen. Nach Vorarbeit von Emin Kujovic schob Florian Dietz den Ball Mitte der ersten Halbzeit unbedrängt am Lippstädter Keeper vorbei. Nach dem Wechsel erhöhte Justin Diehl mit seinem achten Saisontreffer auf 2:0. Die Kölner U21 war über weite Strecken die bessere Mannschaft, allerdings bekam auch Keeper Jonas Nickisch vor allem nach dem Wechsel gleich mehrfach die Chance, sich auszuzeichnen. Doch nicht nur die drei Punkte und der zweite Platz bereitete den Kölner Verantwortlichen Grund zur Freude – mit Noah Katterbach gab ein weiterer Langzeitverletzter sein Comeback unter Wettkampf-Bedingungen.
Steffen Baumgart: „Noah ist extrem gereift“
Katterbach hatte sich Ende April einen Kreuzbandriss zugezogen – damals noch im Dienste des Hamburger SV. Die Hanseaten verzichteten daraufhin auf eine feste Verpflichtung, Katterbach kehrte nach Köln zurück, obwohl er damals sein Interesse an einem Verbleib beim Zweitligisten deutlich machte. „Wenn du bei einem Klub erfolgreich bist, ist es doch verständlich, dass du bei einem Klub auch bleiben willst“, hatte Baumgart Mitte Oktober gesagt. Damals war Katterbach schon fünfeinhalb Monate nach der schweren Verletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen – eine erstaunlich schnelle Genesung. Baumgart bescheinigte dem Abwehrspieler eine enorme Entwicklung. „Noah ist extrem gereift. Als Spieler, aber auch als Mensch“, sagte der Kölner Coach damals und betonte, dass die Verletzung an diesem Prozess beteiligt gewesen sei. „Das ist keine einfache Situation, die aber zum Profifußball dazu gehört. So, wie er die Situation annimmt, merkt man, dass er als Persönlichkeit gereift ist.“
Und so könnte der zweimalige Gewinner der Fritz-Walter-Medaille doch wieder ein Kandidat für den FC werden – zumindest in der Theorie. Denn die Konkurrenz ist nicht klein. Eigentlich hat sich Leart Pacarada auf der linken Abwehrseite – Katterbachs Stammposition – festgespielt. Am Samstag erhielt der Kölner Neuzugang aber eine schöpferische Pause und Dominique Heintz stand in der Startelf. Der Routinier lieferte sicherlich keine überragende, aber eine ordentliche Leistung ab. Dennoch dürfte eher Pacarada die Nase in dem Duell vorne haben. Und dann ist da noch Max Finkgräfe, der am Samstag ebenfalls mal wieder im Kader der Profis stand, aber nicht zum Einsatz kam. Für den Youngster spielte eben Katterbach bei der U21, nach 45 Minuten war – wie abgesprochen – schon wieder Schluss.
Vertragsverlängerung noch offen
Katterbach galt lange als großer Hoffnungsträger des Kölner Nachwuchses. Der 22-Jährige fiel schon in jungen Jahren durch eine ruhige, routinierte Defensivarbeit auf. Ein Spieler, der unter hohem Druck einen sauberen Spielaufbau betreibt. Nicht umsonst durchlief Katterbach seit der U16 sämtliche DFB-Juniorenteams. Früh feierte der Linksverteidiger auch sein Profidebüt, der FC verlängerte den Vertrag. Unter Steffen Baumgart kam Katterbach aber nicht zurecht. Der Abwehrspieler bestritt damals gegen Hoffenheim sein einziges Spiel, genau 15 Minuten lang.
In der U21 machte der 22-Jährige ein ordentliches Spiel. Ob er nun eine Option für die Geißböcke wird, muss sich zeigen. Der aktuelle Kontrakt läuft nur noch bis zum kommenden Sommer. „Es ist zu früh, über eine Vertragsverlängerung zu sprechen. Er kommt gerade aus einer langwierigen Verletzung. Wir möchten uns Noah anschauen und ihm die Zeit geben, die er braucht. Wenn er eine Verstärkung für uns ist und seine Zukunft hier sieht: Was spricht dann dagegen, mit ihm über einen neuen Vertrag zu sprechen?“, hatte Sportdirektor Christian Keller im Oktober dem „Geissblog“ gesagt.
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