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Wird es beim 1. FC Köln noch weitere Abgänge geben?

In der vergangenen Woche hatte Christian Keller erklärt, es gäbe aktuell einen weiteren angedachten Abgang bei den Geißböcken. Doch es könnte noch weitere geben.

Trotz der Transfersperre könnte es beim 1. FC Köln noch Veränderungen geben. Plant der FC doch noch weitere Winter-Abgänge?

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Als Christian Keller in der vergangenen Woche zum Jahresauftakt vor die Presse trat, war der neue Trainer noch nicht gefunden, zumindest noch nicht final. Insofern erklärte der 46-Jährige die Auswahlkriterien und die Findungsphase für einen neuen Cheftrainer. Fast schon beiläufig erwähnte Keller, dass es durchaus die Überlegung eines weiteren Winter-Abgangs geben würde. So betonte der Sportdirektor, dass es da einen jungen Spieler gäbe, „für den eine Leihe gegebenenfalls Sinn macht, um ihm Spielzeit zu verschaffen, um ihn weiterzuentwickeln.“ Als ein potenzieller Abgang war schnell Mathias Olesen auszumachen. Auf den Nationalspieler Luxemburgs halten die Kölner Verantwortlichen große Stücke. Und das, obwohl der 22-Jährige unter Steffen Baumgart nicht wirklich zum Zuge kam.

Gespräche mit unzufriedenen Spielern

Die Konkurrenz auf seiner Position ist aktuell so groß, dass sich die Situation wohl auch unter Timo Schultz nicht grundlegend ändern wird. Tatsächlich würde die Leihe für alle Beteiligten durchaus Sinn machen. Olesen würde wie die weiteren fünf verliehenen Akteure Spielpraxis sammeln und in einem halben Jahr mit mehr Erfahrung zum FC zurückkehren. Am Donnerstag wurde Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, auf der Pressekonferenz zum Heidenheim-Spiel gefragt, ob es bereits einen neuen Stand in Bezug auf diesen Abgang gäbe. Der 37-Jährige verneinte, ohne den Namen des möglicherweise abgehenden Spielers zu nennen. Es könne aber schon sein, dass bald etwas passieren würde, betonte Kessler.

Bleibt es bei dem einen Abgang? „Es ist klar, dass wenn die Saison wieder losgeht und der ein oder andere Spieler dann merkt, dass es vielleicht nicht die Einsatzzeit gibt, die er sich erhofft, gerade bei einem neuen Trainer, dass man dann Gespräche führt“, sagte Kessler. Dass es auch unter Timo Schultz den ein oder anderen unzufriedenen Spieler geben wird, ist bei der Breite des Kaders wohl klar. Dass der FC aufgrund der Transfersperre aber keinen Leistungsträger, selbst wenn dieser außer Form spielen sollte, abgibt, ist ebenfalls Fakt. Das bestätigte Christian Keller erst am Mittwochabend beim FC-Stammtisch. Demnach würde kein Akteur eine Freigabe erhalten. Zumindest die, „die wir als Leistungsträger einplanen, auch wenn sie dem momentan vielleicht noch nicht gerecht geworden sind.“ Doch werden es unter dem neuen Coach auch einige Spieler schwer haben.

Gibt es weitere Kandidaten?

Nach wie vor wird beim Hamburger SV die Personalie Noah Katterbach gehandelt. Der Linksverteidiger erlebte eine gute Phase beim Zweitligisten, wollte eigentlich gar nicht nach Köln zurück. Der Kreuzbandriss kam dazwischen. Nun ist der Abwehrspieler wieder fit, machte ein ordentliches Spiel gegen RW Essen. Ob er aber mittelfristig eine Option für Schultz ist, ist offen. Zumal der neue Coach in Köln auf seinen alten Kapitän aus gemeinsamen Zeiten bei St. Pauli, Leart Pacarada, trifft. Schultz formte den 29-Jährigen zu einem der besten Linksverteidiger der 2. Liga, Pacarada war unter Schultz ein Leistungsträger bei den Kiezkickern. Auch Max Finkgräfe hatte unter Steffen Baumgart die Nase vorne und dürfte angesichts des Kölner Nachwuchsplans weitere Chancen erhalten.

Der gut dotierte Vertrag des 22-jährigen Katterbach läuft im Sommer aus. Eine Vertragsverlängerung gäbe es sicherlich nur zu geringeren Bezügen, der FC könnte bei einem Winter-Transfer noch eine geringe Ablöse einheimsen. Beim HSV ist man indes auf der Suche nach einem Linksverteidiger. Allerdings geistert der Name Steffen Baumgart als möglicher künftiger HSV-Coach durch die Gerüchteküche. Unter Baumgart erhielt Katterbach bekanntlich nie eine Chance. Aktuell fehlt zudem auch ein wenig die Fantasie, wie Sargis Adamyan noch eine Rolle im Kader der Kölner spielen kann. Der Armenier kommt auch im zweiten Jahr beim FC nicht in Form. Durch den offensichtlichen Kader-Nachrücker Justin Diehl könnte auch Florian Dietz wieder auf die Abgänge-Liste rutschen. Bislang viel Konjunktiv, nach den ersten Spielen unter Schultz werden sich die Sichtweisen vermutlicch konkretisieren.

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