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Und immer wieder Finkgräfe…

Einmal mehr deutete Max Finkgräfe im Testspiel gegen Porz seine Qualitäten an. Der Youngster drängt sich weiterhin für höhere Aufgaben auf.

Einer der Gewinner des Mittwochabends war wieder einmal Max Finkgräfe. Der Youngster schoss ein sehenswertes Tor, war an anderen Offensivaktionen beteiligt. Nicht umsonst, gilt er als erfolgversprechendes Talent beim 1. FC Köln: Max Finkgräfe drängt sich auf

Nein, ein großer Erkenntnisbringer ist ein Testspiel eines Bundesligisten gegen einen Mittelrheinligisten sicherlich nicht. Das dürfte auch für den souveränen 8:0-Erfolg des 1. FC Köln über Porz am Mittwochabend gegolten haben. Der deutliche Triumph kam jedenfalls alles andere als überraschend. Und dass die Kölner Abwehr zu Null spielte, war ebenfalls erwartbar gewesen. Porz war Köln in allen Belangen deutlich unterlegen, kam nicht mal annähernd in die Kölner Gefahrenzone. Ob Steffen Baumgart Spielabläufe einstudieren wollte, ist angesichts der durchmischten Mannschaften, die jeweils 45 Minuten spielten, ebenfalls eher unwahrscheinlich. Und so könnte man mit einer gehörigen Portion Galgenhumor auf der Such nach Erkenntnissen festhalten, dass der FC doch noch gewinnen und zu Null spielen kann und dass die zuletzt eher harmlosen Stürmer doch noch wissen, wo das Tor steht.

Finkgräfe erneut mit sehenswertem Tor

Zudem gab der Kölner Trainer aber einigen Spielern die Chance, sich für höhere Aufgaben zu bewerben. Spieler, die zuletzt wenig oder gar nicht mehr spielten. Denis Huseinbasic machte mit einem Doppelpack auf sich aufmerksam, auch Dimitrios Limnios war wieder ein Aktivposten und Noah Katterbach deutete nach langer Verletzung an, dass er durchaus auch wieder zu einer Kölner Option werden kann. Und dann blieb da doch wieder ein besonderer Eindruck. Nämlich der, dass der FC einen sehr besonderen Spieler in den Reihen der Talente hat. Max Finkgräfe. Wieder einmal Max Finkgräfe. Der 19-Jährige kam zur Halbzeit, spielte im linken Mittelfeld und hatte einen enormen Offensivdrang. Unter anderem legte er Luca Waldschmidt einige Dinge auf, die dieser aber nicht vollendete. Und dann schlug er mal wieder mit einer Art Seitfallzieher zu. Ein ganz ähnliches Tor hatte der Kölner Nachwuchsspieler erst vor gut drei Wochen für die U21 im Duell gegen den SC Wiedenbrück in der Regionalliga erzielt.

Die Unbekümmertheit des jungen Spielers ist beeindruckend. Denn der Sprung zu den Profis ein schwerer und gerade Finkgräfe blickt nicht auf das Paradebeispiel eines Nachwuchs-Musterschülers zurück. Wie berichtet, hatten die Kölner Verantwortlichen dennoch die Stärken des Youngsters schon länger auf der Liste, sahen ihn deutlich vorne im Kampf der Talente um einen Platz im Profikader. Und schon im ersten Ligaspiel der Saison gegen Dortmund feierte der 19-Jährige sein Profidebüt. Mittlerweile sind es vier Kurzeinsätze. Und wenn es nach vielen Fans ginge, dann wären es jetzt schon deutlich mehr. Kein Wunder: Das Talent des gebürtigen Gladbachers ist eindeutig, das Selbstbewusstsein, die Spielfreude machen Lust auf mehr und wecken gerade in der Krise Hoffnungen. Zudem ist Finkgräfe in der U21 ein Leistungsträger.

Der Youngster drängt sich auf

Doch es geht bei der Aufstellung bekanntlich nicht um die Meinung der Fans. Baumgart betonte zuletzt einmal mehr, dass er ja für die Aufstellung verantwortlich sei. Der Kölner Coach ist nach wie vor der Meinung, die Youngsters sind in erster Linie U21-Spieler, die lieber in der Regionalliga 90 Minuten als in der Bundesliga fünf Minuten spielen sollen. Eine These, die viele Sportwissenschaftler unterstützen. Bundesliga-Luft schnuppern auf jeden Fall, mehr aber auch nicht, lautet die These. Gerade die Phase nach der A-Jugend gilt als besonders fragil. Max Finkgräfe drängt sich dennoch für mehr auf. Das Spiel gegen Porz war ein weiterer Fingerzeig.


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