Der 1. FC Köln hat die Nachwuchsspieler, die am Freitag an einem schweren Autounfall beteiligt waren, vom Trainings- und Spielbetrieb vorerst freigestellt. Das teilte der Verein am Mittag mit. Mittlerweile ist bekannt, dass wohl vier Nachwuchsspieler des FC in den Unfallautos saßen.
Die Ermittlungen der Polizei zum Hergang des tragischen Unfalls am Freitagabend halten an. Am Dienstag äußerte sich der Klub zum Unfall auf der 555: Der FC stellt die Nachwuchsspieler vorerst frei. Am Abend wurde zudem bekannt, dass vier Nachwuchsspieler in den Unfallautos saßen.

Der Klub hat die Nachwuchsspieler, die am vergangenen Freitag an einem tödlichen Autounfall auf der A555 beteiligt waren, vorerst aus dem Spiel- und Trainingsbetrieb genommen. „Der 1. FC Köln hat die beiden Unfallbeteiligten, um seiner Fürsorgepflicht nachzukommen, bis auf Weiteres vom Trainings- und Spielbetrieb befreit und ihnen weitergehende Unterstützung angeboten. Für beide Spieler gilt zunächst die Unschuldsvermutung. In Gedanken ist der FC bei den Angehörigen der Unfallopfer und zutiefst betroffen über die Ereignisse“, heißt es in einer Meldung der Geißböcke am Dienstagmittag. In der Nacht zu Samstag war es auf der A555 in Höhe Wesseling zu einem folgenschweren Autounfall gekommen. Dabei waren zwei Autoinsassen ums Leben gekommen. In den Unfall waren auch Kölner Nachwuchsspieler verwickelt, wie der Verein am Wochenende bestätigte. Am Abend berichtete unter anderem der WDR, dass vier Nachwuchsspieler des FC in den Unfallautos saßen.
Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen
Die Staatsanwaltschaft Köln hatte nach dem Unfall die Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt wird wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen. Tatverdächtige sind ein 20-jähriger Audi-Fahrer sowie ein 20-jähriger Fahrer eines Mercedes. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft kennen sich die beiden Fahrer vom Fußballspielen. Nach ersten Erkenntnissen soll laut der Polizei ein VW Polo von hinten angefahren worden sein, sich daraufhin gedreht und dabei Feuer gefangen haben. Dies lassen zumindest die Spuren auf der Fahrbahn und die Schäden an den Fahrzeugen vermuten. So wird vermutet, dass sich die Autos, die sich in Fahrtrichtung Bonn befanden, touchiert haben. Im Verlauf des Unfalls sei ein Frontschaden am Audi verursacht worden. Laut Polizei lässt dies nach erster Bewertung auf einen Aufprall auf das Heck des Polos schließen. Die Ermittlungen richten sich gegen die beiden 20-jährigen Fahrer, nicht gegen die Beifahrer.
Fahrer und Beifahrer wurden von der Polizei bereits an der Unfallstelle zu den Geschehnissen befragt. Der Mercedesfahrer soll zunächst vom Unfallort geflüchtet sein, sich aber wenig später der Polizei gestellt haben. Einer der Beteiligten musste nach dem Unfall im Krankenhaus weiterbehandelt werden. Die drei Autos sowie die Mobiltelefone aller Beteiligten wurden sichergestellt und ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens zum Unfallhergang beauftragt. Auch die Rechtsmedizin ist in die Ermittlungen eingebunden. Bis zum Montagnachmittag konnten die Opfer noch nicht identifiziert werden.
Die Kölner Nachwuchsspieler befanden sich auf dem Rückweg vom Regionalliga-Spiel der U21 gegen Fortuna Köln (3:3).
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