Das Dilemma im Fall Tim Lemperle – Gefangen zwischen Moral und maximalem Erfolg

Tim Lemperle nach einem Tor 1. FC Köln
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Das Dilemma im Fall Tim Lemperle – Gefangen zwischen Moral und maximalem Erfolg

Wenn das Knie mitmacht, wird Tim Lemperle am Sonntag zum Einsatz kommen. Der FC setzt ganz offensichtlich alle Karten auf maximalen sportlichen Erfolg, viele Fans haben mit einer Sanktion gerechnet beim 1. FC Köln: Moralische Konsequenzen oder sportlicher Erfolg? – ein Drahtseilakt für den FC.

Kurz vor dem Saisonfinale steht für den FC verständlicherweise der Aufstieg an erster Stelle. Zu einem anderen Zeitpunkt der Saison hätte der vereinsinterne Umgang mit Stürmer Tim Lemperle möglicherweise andere Konsequenzen hervorgebracht. Doch es ist (hoffentlich) nur noch ein Duell zu spielen – der Auftieg ist greifbar für den 1. FC Köln: Moralische Konsequenzen oder sportlicher Erfolg? – ein Drahtseilakt für den FC.

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Friedhelm Funkel wusste natürlich, dass das Thema Tim Lemperle die Pressekonferenz vor dem Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitagmittag bestimmen würde. Kein Wunder, ein Fußballprofi, der stark alkoholisiert mit gebrochener Nase nach einer Schlägerei im Krankenhaus nächtigt – und das genau eine Woche vor dem wohl wichtigsten Spiel des Jahres – das ist wohl nicht die alltäglichste Geschichte, über die es sich zu berichten lohnt. Und so schlug der Vorfall bekanntlich recht hohe Wellen – auch international in Italien, Spanien oder England. Gefühlt jede zweite Frage drehte sich auf der PK um den Stürmer und die Vorkommnisse im Roxy. Anders als sein Kapitän unter der Woche, wich der Trainer dem Thema nicht aus, beantwortete stoisch auch das dritte und vierte Nachfragen.

Lemperle mit Spezialmaske

Die Diskussion, ob der 23-Jährige denn nach der Schlägerei überhaupt eine Option in Funkels Kader-Planungen spielen dürfe, beendete der Trainer mit einem ganz klaren Statement. „Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat und dass das nicht gut war. Er hat viel Reue gezeigt, das muss ich ganz klar sagen“, sagte Funkel. „Von daher ist das Thema für mich auch erledigt. Es geht jetzt darum, sich auf das Spiel zu konzentrieren.“ Das große Ziel sei nun mal der Aufstieg und nur darum würde es gehen, ließ der Coach anklingen. „Es ist jetzt die ganze Woche über den Fall gesprochen worden und irgendwann muss man dann mal einen Schlussstrich ziehen. Dann ist es vorbei und dann sollte man auch nur noch das eine Ziel haben, gemeinschaftlich aufzusteigen“, sagte Funkel. Dementsprechend trainierte der Stürmer am Freitag auch wieder mit der Mannschaft, mit Spezialmaske.

Zwar wollte Funkel sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, immerhin laboriert der 23-Jährige auch weiterhin an eine Knieverletzung herum, doch die Zweifel an einem Lemperle-Einsatz sind nur sehr kleiner Natur. Der nächtliche Vorfall hat jedenfalls keinen Einfluss auf die Kader-Nominierung. Eine Entscheidung, die der 71-Jährige zwar mit der Mannschaft und dem Staff besprochen, offensichtlich dann aber doch eigenmächtig getroffen habe. „Für die sportlichen Entscheidungen bin ich zuständig“, sagte der Coach bestimmt. Und unter dem sportlichen Gesichtspunkt ist die Entscheidung, auf Lemperle zu setzen, eine absolut nachvollziehbare. Der FC will um jeden Preis, muss vielleicht sogar aufsteigen und das mit allen Mitteln. „Ich glaube, wir alle wollen aufsteigen. Auch ich war verärgert über den Vorfall, aber es gibt nur ein Ziel: Das Spiel zu gewinnen. Dem ordnen wir alles unter“, sagte Funkel.

Moralische Konsequenzen oder sportlicher Erfolg? – Es bleibt ein Beigeschmack

Offenbar auch eine Entscheidung über mögliche Konsequenzen des 23-Jährigen. Der Erfolg der Mannschaft, der Wiederaufstieg sind schon alleine aus wirtschaftlicher Sicht wichtiger. Tim Lemperle ist tatsächlich aktuell der gefährlichste Angreifer der Geißböcke, zudem ständiger Stressor der gegnerischen Hintermannschaft. Und genau das hatte noch in der vergangenen Woche zur Entscheidung beigetragen. Aus sportlichen Gründen führt also kein Weg an dem Kölner Topscorer vorbei. Und das, obwohl der FC durchaus Alternativen hätte. Mit Damion Downs sogar eine sehr konkrete, die schon mehrfach bewiesen hat, in wichtigen Spielen entscheidende Dinge zu tun. Doch in der Vorwoche kam jene Alternative genauso wenig zum Einsatz wie Winter-Neuzugang Imad Rondic.

Und doch bleibt da ein Beigeschmack. Nicht wenige Fans fordern eine Sanktion, sogar eine Suspendierung. Und auch diese Meinung ist absolut nachvollziehbar. Einen jugendlichen Leichtsinn, das Verlangen nach Spaß in jungen Jahren vorzuschieben, ist in diesem Fall wohl viel zu einfach. Lemperle ist 23 Jahre alt, Fußballprofi und eine Person der Öffentlichkeit. Die Folgen eines solchen Ausflugs, mögliche Provokationen, aber auch der mediale Rattenschwanz sollten durchaus bekannt sein. Das Störgeräusch kam für den FC zum absolut falschen Zeitpunkt. Zu einem Zeitpunkt, in dem der volle Fokus auf dem Aufstieg liegen sollte. Nicht wenige Fans sprechen in den Sozialen Medien davon, dass Lemperle der Mannschaft, dem Verein geschadet habe. Vermeintlich neutrale User wundern sich über die nicht ergriffenen Maßnahmen, ausbleibenden Folgen.

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„Wir wollen alle gemeinsam aufsteigen“

„Moralisch ist es für mich überhaupt kein Problem, Tim womöglich Spielzeit zu geben. Er hat in den letzten Tagen genügend berechtigte Kritik einstecken müssen. Irgendwann muss es auch mal gut sein“, sagte Funkel. Es ist sehr gut möglich, dass der Verein zu einem anderen Zeitpunkt in der Saison anders reagiert hätte. Es ist genauso gut möglich, dass es noch eine Sanktion geben wird, vielleicht sogar hinter den Kulissen schon gab. Funkel versuchte mit einem Appell selbst den gewünschten Schlussstrich unter die Angelegenheit zu setzen. „Auch ich habe das nicht gutgeheißen, auch ich war verärgert. Aber den Aufstieg des 1. FC Köln müssen wir uns jetzt alle als Ziel setzen, das ist mein Appell auch an alle im Stadion: Nehmt diese Situation an, wie sie ist, und dann wollen wir alle gemeinsam aufsteigen.“

„Ich habe von allen den geringsten Anteil daran“ – Friedhelm Funkel über den Aufstieg, Respekt und Emotion

Friedhelm Funkel, Interimstrainer vom 1. FC Köln (Foto: Yuliia Perekopaiko/Getty Images)
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„Ich habe von allen den geringsten Anteil daran“ – Friedhelm Funkel über den Aufstieg, Respekt und Emotion

Zwei Saisonspiele vor Ende der regulären Liga-Spielzeit hat der 71-Jährige die Geißböcke als Interims-Trainer übernommen. Die Rückkehr an alte Wirkungsstätte ist für den Coach sowohl emotional als auch neu. Seine Aufgabe ist klar definiert – Aufstieg für den 1. FC Köln: Friedhelm Funkel spricht über den Reiz und die heutige Spielergeneration.

Die erste Hürde zum Aufstieg ist mit dem 2:1-Sieg in Nürnberg bereits genommen. Nun steht das Duell im eigenen Stadion gegen Kaiserslautern auf dem Programm. Zuvor äußert sich der Interims-Trainer im Interview des 1. FC Köln: Friedhelm Funkel spricht über den Reiz und die heutige Spielergeneration.

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Lange überlegen musste Friedhelm Funkel laut eigener Aussage nicht, als die Anfrage zur Übernahme der Mannschaft an ihn herangetragen wurde. „Der 1. FC Köln ist eine sehr emotionale Adresse für mich“, beschreibt Funkel seine Beziehung zum FC im vereinseigenen Interview auf fc.de. Doch nicht nur die Verbundenheit zum Verein hat den 71- Jährigen zusagen lassen. „Die Chance, es in zwei Spielen in die Bundesliga zurück zu schaffen, was für den FC sehr wichtig wäre“, sei ebenfalls Anreiz gewesen. Doch neben den rein erfolgsbasierten Gründen schwangen auch persönliche Interessen mit. „Für mich persönlich ist es die Möglichkeit, zwei Spiele in ausverkauften Stadien zu erleben. Denn als ich 2021 hier war, fanden die Spiele wegen Corona im leeren Stadion statt“, gab der Trainer zu.

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Friedhelm Funkel über den Reiz der Aufgabe

Bereits in der Saison 2020/21 übernahm der Neusser die Geißböcke und verhalf ihnen in acht Spielen unter seiner Leitung zum Verbleib in der 1. Bundesliga. Kein Wunder also, dass die Rückkehr ans Geißbockheim für den 71-Jährigen durchaus eine vertraute gewesen ist. Der Wandel der vergangenen Jahre ist aber auch Funkel nicht verborgen geblieben. „Im Geißbockheim ist viel getan worden in den vergangenen Jahren. Da war ich erstaunt und erfreut über die besseren räumlichen Möglichkeiten“, lobt Funkel. „Die Funktionsräume und Kabinen sind umgebaut worden, es gibt eine große Fitnesshalle mit einem schönen gemütlichen Besprechungsraum, das eine Art Kino ist. Das waren Dinge, die für mich positiv waren, die ich noch nicht kannte und die für mich neu waren.“

Es gäbe aber immer noch Optimierungsmöglichkeiten, räumte der Trainer ein. Ein Ausbau der Plätze „wäre sicher gut, was aber aktuell leider noch nicht erlaubt ist. Die Plätze, die wir haben – allen voran das Franz-Kremer-Stadion, wo von den Frauen bis zum Nachwuchs viele Teams darauf spielen – sind aber sehr gut in Schuss“, beschrieb Funkel die Arbeitsbedingungen am Geißbockheim. Und nicht nur die Infrastruktur gefiel dem Coach. Auch personell sieht der 71-Jährige Potenzial. Die Mannschaft sei in „einem sehr guten Zustand, da muss ich Gerhard ein großes Kompliment machen. Die Mannschaft war und ist intakt. Sie ist in einem sehr guten körperlichen Zustand. Das ist gerade am Ende der Saison sehr wichtig, weil du da als Trainer nicht mehr viel machen kannst“, lobte der Neusser.

Funkel habe „den geringsten Anteil“ am Aufstieg

Und ergänzte: „Die Stärke der Mannschaft hat mich überzeugt. Ich habe vor der Saison schon gesagt, dass der HSV und der FC die individuell besten Kader der Liga haben und beide Mannschaften aufsteigen werden“, so Funkel. Eine Prognose hat sich derweil bewahrheitet. „Der HSV hat es schon umgesetzt und wir können es am Sonntag im eigenen Stadion auch schaffen. Diese Möglichkeit hat mich gereizt“, erklärte der Trainer seine Beweggründe. Um das Ziel zu erreichen wolle er Ruhe bewahren, Selbstbewusstsein ausstrahlen, der Mannschaft vertrauen und auch eine gewisse Lockerheit reinbringen.

„Wenn der Aufstieg nun gelingen sollte, habe ich aber von allen den geringsten Anteil. Ich habe nur zwei Spiele gemacht. Vielleicht habe ich das eine oder andere an Spielfreude und guter Laune wieder reingebracht, taktisch eine kleine Veränderung vorgenommen. Aber Gerhard hat 32 Spiele gemacht und stand auf Platz zwei. Er hat mit der Mannschaft und dem Trainerteam den allergrößten Anteil daran“, erkannte der 71-Jährige die Arbeit seines Vorgängers an.

„Das Stadion wird richtig gut mitgehen“

Einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Anteil an einem möglichen Aufstieg könnte am Sonntag die Tatsache ausmachen, dass Funkel den Gegner kennt, wie kaum ein anderer. „Sie hatten am Sonntag acht Spieler auf dem Platz, die vergangene Saison bei mir auch gespielt haben. Ich kenne die Mannschaft sehr gut. Das sind gute Spieler und auch gute Jungs“, lobte Funkel die Lauterer Spieler. Vor allem, was die Gefahrenstellen angeht: „Bei Standards sind sie sehr gefährlich. Sie haben viel Erfahrung mit Spielern wie Jean Zimmer, einen guten Torwart. Das wird eine schwere Aufgabe. Trotzdem bin und bleibe ich optimistisch.“ Auch Stürmer Ragnar Ache hat der Kölner Trainer im Visier. Allerdings ist bisher offen, ob der Top-Scorer des FCK am Sonntag überhaupt auflaufen wird.

Ein anderer Teil, der den Kölnern im Kampf um den Aufstieg helfen wird ist laut Funkel der Rückhalt, den die Mannschaft erfährt. „Das Stadion wird richtig gut mitgehen und der Mannschaft Halt geben. Unsere Mannschaft muss versuchen, Leidenschaft zu zeigen, aber auch ruhig zu bleiben. Wir dürfen nicht zu gierig sein, warnt der 71-Jährige. „Wenn man zu gierig ist – auch in anderen Lebenssituationen – das ist nie gut. Leidenschaft von der ersten bis zur letzten Sekunde zeigen, sich in jeden Zweikampf werfen, sich aber trotzdem an die Vorgaben halten. Dann steigen wir am Sonntag auf.“

“Die heutige Generation ist anders als wir“

Die Entscheidung, ans Geißbockheim zu kommen, scheint Funkel bisher nicht zu bereuen. Die Zusammenfassung seiner ersten Woche beim FC ist zwar kurz, aber aussagekräftig: „Schön. Spannend. Erfolgreich.“ Die Grundlage seines Erfolgs mag vielleicht an der Art und Weise des Umgangs mit der jüngeren Generation liegen. Denn zusammengefasst besteht dieser aus Verständnis, klaren Regeln und Respekt. „Die heutige Generation ist anders als wir. Sie ist offener, sie ist fordernder, selbstbewusster“, charakterisiert Funkel die heutigen Spieler. „Trotzdem habe ich gewisse Prinzipien, mit denen ich durchs Leben gegangen bin und die mir heute auch noch sehr wichtig sind. Die versuche ich, den jungen Spielern auch zu vermitteln.“

Seine Worte sind nicht nur leere Hülsen, denn Funkel benennt die Grundprinzipien des Umgangs deutlich. „Wichtig ist für mich der Respekt untereinander, egal gegenüber welchen Menschen, egal welcher Job, egal welche Herkunft“, so der Trainer. Pünktlichkeit sei ihm ebenfalls sehr wichtig, gerade auch in einer großen Gruppe. Und auch banale, eigentlich selbstverständliche Verhaltensweisen fordert der Coach von seinen Spielern. „Dass man ordentlich mit den Mitspielern umgeht, die Kabine ordentlich verlässt. Diszipliniertes Verhalten in der Gruppe und auf dem Platz. Diese Dinge sind für mich unverhandelbar.“ Die klare Haltung scheint bei der Mannschaft anzukommen, denn die Resonanz auf den neuen Trainer ist durchweg positiv.

„Die Arbeit mit jungen Leuten macht mir einfach Spaß“

Dies mag eben auch daran liegen, dass Funkel seine Prinzipien auch für sich zu Grunde legt. „Die Jungs haben heute eine andere Lebensart, die ich nicht immer gut finde und auch nicht gut finden muss – die ich aber akzeptiere. Die Klamotten, die sie manchmal anhaben, die Musik, die sie hören. Tätowierungen sind auch nicht mein Ding“, erklärt Funkel, ergänzt jedoch: „Jeder muss für sein Leben verantwortlich sein. Wir haben auch Dinge gemacht, die ältere Leute nicht gut gefunden haben.“ Eine letzte Regel stellt Funkel bei allem Verständnis aber auf – und die ist nicht diskutabel: „Wenn wir eine Besprechung haben, dann ist das Handy aus und es darf nicht bimmeln.“

Am Ende zeigt sich der Respekt und damit wohl auch Funkels Erfolgsrezept in der Wertschätzung und Einbindung der jüngeren Generation – teils scheinbar sogar auf Augenhöhe. „Es ist ganz wichtig, dass man auch von jungen Leuten etwas lernen kann. Die Arbeit mit jungen Leuten macht mir einfach Spaß.“

Lemperle-Anwalt meldet sich zu Wort: “Diese Darstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen“

Tim Lemperle beim 1. FC Köln
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Lemperle-Anwalt meldet sich zu Wort: “Diese Darstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen“

Die Entwicklungen im Fall um den Kölner Stürmer nehmen eine weitere Wendung. Am Donnerstag meldete sich nun auch der Anwalt des Spielers zu Wort. Der Fokus sollte eigentlich jedoch ein anderer sein beim 1. FC Köln: Tim Lemperles Anwalt äußert sich nun zum Vorfall.

Eigentlich sollte kurz vor den Duell gegen Kaiserslautern der Fokus rein auf das Sportliche gerichtet sein. Doch die Nachrichten im Fall Tim Lemperle ebben nicht ab. Keine einfache Lage für den 1. FC Köln: Tim Lemperles Anwalt äußert sich nun zum Vorfall.

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So ein bisschen ist es wie die Ruhe vor dem Sturm. Für den Donnerstag haben die Spieler noch einmal Trainingsfrei bekommen, um sich dann ab Freitag den Feinschliff für das Saisonfinale am Sonntag zu holen. Der freie Donnerstag ist vielleicht auch mit der Hoffnung verbunden, dass die Wellen im Vorfall um Tim Lemperle nicht mehr allzu hoch schlagen. Doch der tätliche Angriff von Sonntagabend ist noch immer Gesprächsthema rund ums Geißbockheim. Kein Wunder: Der Casus kommt für den FC mitten in den Vorbereitungen auf den Aufstieg zur Unzeit. Denn nach dem 2:1-Erfolg über Nürnberg hatte sich gerade wieder eine Euphoriewelle in Köln breit gemacht. Eigentlich sollte der Fokus nun wieder komplett auf Kaiserslautern gerichtet werden.

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Lemperle-Anwalt meldet sich zu Wort

Doch am Donnerstag meldete sich dann auch das erste Mal der Anwalt von Tim Lemperle zu Wort. Gegenüber der DPA wies Anwalt Mathias Huse einige Vorwürfe zurück. Wie berichtet war der Stürmer am Sonntagabend nach einem „Daydrinking-Event“ tätlich angegriffen worden. Der 23-Jährige sei erheblich angetrunken gewesen und habe auf dem Partyschiff bereits verbale Auseinandersetzungen gehabt. „Es ist zutreffen, dass mein Mandant an dem Tag stark alkoholisiert war“, so Huse gegenüber der DPA. „Mein Mandant ist Opfer einer Straftat geworden und wurde nicht unerheblich verletzte.“ Lemperle trug einen Nasenbeinbruch, eine Platzwunde und möglicherweise auch eine Gehirnerschütterung davon. Ein Einsatz gegen den 1. FC Kaiserslautern ist damit fraglich.

Bereits am Dienstagabend hatte sich der Anwalt der Gegenseite zu Wort gemeldet. Gegenüber come-on-fc.com bestätigte Martin Bücher eine Stellungnahme im Express. Darin schilderte er den vermeintlichen Tathergang, sprach von einer „Notwehrsituation“ und, dass sich sein Mandant befreit habe. „Im Laufe der Veranstaltung soll sich Herr Lemperle mitunter auch gegenüber zwei weiblichen Gästen aus dem Lager meines Mandanten verbal und auch körperlich unangemessen verhalten haben, die entsprechenden Daten der Zeuginnen liegen hier vor. Dies hat meinen Mandanten veranlasst, Herrn Lemperle daraufhin aufzufordern, dies zu unterlassen. Mein Mandant, der selbst Fan des 1. FC Köln ist, hat ihm empfohlen, die Veranstaltung zu verlassen, da er sich mehrfach auffällig unangemessen verhalten habe. Er solle besser schlafen gehen und sich auf das Saisonfinale konzentrieren“, so Bücher weiter.

“Diese Darstellungen sind falsch“

Dem widerspricht Lemperles Anwalt. „Diese Darstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen“, sagte Huse und betonte, dass sein Mandant kein Beschuldigter des Verfahrens sei, sondern als Verletzter geführt werde. Angesichts des laufenden Verfahrens würde es keine weitere öffentliche Stellungnahme geben. Aus dem gleichen Grund wird es auch von Vereinsseite keine weitere Stellungnahme geben. Thomas Kessler hatte am Montag ein kurzes Statement abgegeben. Die Polizei Köln verwies auf Anfrage ebenfalls auf das laufende Verfahren.

Wie die „Bild“ berichtet, trainierte Lemperle bereits am Donnerstag wieder. Das allerdings hinter verschlossenen Türen.

Am liebsten mit Tim Lemperle – Beim 1. FC Köln liegt der Fokus nun wieder auf Kaiserslautern

Tim Lemperle vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Am liebsten mit Tim Lemperle – Beim 1. FC Köln liegt der Fokus nun wieder auf Kaiserslautern

Der Vorfall um Tim Lemperle ist rund ums Geißbockheim noch immer Gesprächsthema. Beim FC ist man um Ruhe bemüht, der Fokus soll auf das große Finale gerichtet werden. Alles für den Aufstieg heißt es beim 1. FC Köln: Tim Lemperle könnte zur Option gegen den FCK werden.

Am Sonntag geht es für den FC im Kölner Stadion um den Aufstieg. Dabei ist der Fokus trotz des Eklats um den Kölner Stürmer bei Trainer und Mannschaft lediglich auf das Spiel gerichtet – mindestens ein Punkt muss her, egal wie. Ausschließen will man daher einen Einsatz des 23-Jährigen bei körperlicher Fitness nicht beim 1. FC Köln: Tim Lemperle könnte zur Option gegen den FCK werden.

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Die Euphorie war groß nach dem 2:1-Erfolg über den 1. FC Nürnberg. Der Wechsel von Gerhard Struber auf Friedhelm Funkel hat zumindest gefühlt für eine andere Stimmung rund um den FC gesorgt. Doch dann hat der Vorfall um Tim Lemperle einen gewaltigen Schatten über das Geißbockheim gelegt. Nach wie vor gibt es unterschiedliche Erzählweisen, Ungereimtheiten. Wie berichtet war Lemperle mit Freunden auf dem „Roxy“ zu einem „Daydrinking“, stark alkoholisiert kam es offenbar zu Provokationen, abfälligen Äußerungen und körperlichen Übergriffen. Am Ende steht ein Krankenhausaufenthalt, offenbar mit Nasenbeinbruch, Platzwunde und Gehirnerschütterung sowie einer Anzeige wegen Körperverletzung. Die Gegenseite widerspricht, spricht von Notwehr. Die ganze Wahrheit wird so schnell wohl nicht auf den Tisch kommen.

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„Das war nicht in Ordnung“

Vermutlich auch deswegen ist der FC aktuell um Ruhe bemüht. Der Fokus soll nun endlich wieder auf dem Endspiel am Wochenende liegen. „Ich sage heute nichts zu Tim Lemperle. Wir können aufsteigen am letzten Spieltag. Also tut mir den Gefallen und stellt mir Fragen zum Sport“, sagte Kapitän Timo Hübers am Mittwoch in der Mixed Zone, angesprochen auf den Vorfall. Vom FC gab es nach dem Statement von Interims-Sportdirektor Thomas Kessler am Montag auch keine weiteren Informationen. Und auch Friedhelm Funkel wollte dem Thema nicht zu viel Beachtung schenken. „Die Mannschaft beschäftigt das überhaupt nicht! Wir haben natürlich am Anfang darüber gesprochen, das ist ja völlig normal. Ansonsten wird da relativ wenig drüber gesprochen. Ich kann Ihnen versichern: Was mit Tim passiert ist, hat auf das Spiel am Sonntag Nullkommanull Einfluss. Das war nicht in Ordnung, aber er ist weder von der Mannschaft noch von mir verurteilt worden“, sagte der Coach der „Bild“.

Der Kölner Trainer ist bekannt für seine teils strikten Entscheidungen. So war Dejan Ljubicic am vergangenen Wochenende kein Kader-Thema. Es geht nur um den Aufstieg. Und auch die Causa Lemperle wird so zumindest vorerst dem Maximal-Ziel untergeordnet. „Es gibt Dinge, die kann man klären. Dann muss es auch gut sein. Ob er vom Verein bestraft wird? Das wissen wir noch nicht. Wir haben jetzt Ruhe, das ist das Allerwichtigste“, sagte Funkel. Und deswegen ist es auch alles andere als ausgeschlossen, dass Lemperle am Sonntagnachmittag dann noch einmal mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen wird. Zumindest, wenn er rechtzeitig fit wird. „Von seinen davongetragenen Verletzungen sieht es ganz gut aus. Die sind nicht das Schwerwiegendste. Er hat aber immer noch Probleme mit seinem Knie.“

Tatsächlich hatte sich der Stürmer schon vor der Begegnung gegen Nürnberg eine Knieverletzung zugezogen und hätte ohnehin kürzer treten, individuell trainieren sollen. Ob es für Sonntag reicht, scheint komplett offen. In der Startelf wird der Angreifer sicherlich nicht stehen. Dafür dürfte Damion Downs beginnen. Ob Lemperle bei einem Kaderplatz dann auch wirklich noch einmal auf den Platz kommen wird, hängt wohl vom Spielverlauf ab.

„Man spielt nie auf Unentschieden“ – Jusuf Gazibegovic über den Trainerwechsel und Kaiserslautern

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„Man spielt nie auf Unentschieden“ – Jusuf Gazibegovic über den Trainerwechsel und Kaiserslautern

Am vorletzten Spieltag der laufenden Saison hat der Bosnier sein Comeback gegeben. Nun will er die Begegnung gegen den FCK unvergesslich machen für den 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic spricht über den Trainer und Kaiserslautern.

So wirklich viel Ruhe ist am Geißbockheim dieser Tage wohl nicht zu erwarten. Die Vorbereitung auf das Duell gegen Kaiserslautern läuft, Transfergerüchte machen die Runde und die Causa Lemperle trägt ganz sicher nicht zu einer ruhigen Woche bei. Für den 25-jährigen Winter-Neuzugang lief es jedoch rund in den vergangenen Tagen beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic spricht über den Trainer und Kaiserslautern.

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Gegen den 1. FC Nürnberg stand Jusuf Gazibegovic das erste Mal seit seiner Verletzung wieder auf dem Spielfeld und schonte sich ganz offensichtlich nicht: Schnellster Spieler des Spiels – 33,4 km/h. Von Vorsicht also keine Spur bei dem Winter-Neuzugang der Kölner, der von Interimscoach Friedhelm Funkel nach einer guten Stunde ausgewechselt wurde. Dabei hätte der 25-Jährige „in Nürnberg auch noch ein bisschen länger spielen können. Die Auswechslung war eine Vorsichtsmaßnahme, weil ich in der ersten Hälfte schon einen Schlag auf meinen Fuß abbekommen hatte“, so Gazibegovic im Interview auf fc.de. Das in ihn gesetzte Vertrauen von Funkel, den Bosnier in die Startelf zu berufen, hat sich also ausgezahlt.

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„Friedhelm ist ein sehr cooler Typ“

Zuvor hatte der Trainer in der Vorbereitung intensive Gespräche mit seinen Spielern geführt. “Beim ersten Mal hat er mich einfach gefragt, wie ich mich fühle nach der Verletzung. Ich habe gesagt, dass ich mich gut fühle. Am nächsten Tag hat er mir gesagt, dass er mit dem Gedanken spielt, mich spielen zu lassen“, beschreibt Gazibegovic die Situation nach dem Trainerwechsel. „Das hat mich natürlich gefreut, dass er mir nach der langen Verletzung das Vertrauen schenken will. Das wollte ich unbedingt zurückgeben.“ Wie bereits mehrfach von den Spielern vernommen, scheint Funkel bei den Geißböcken einen Nerv zu treffen – die richtigen Worte zu finden.

„Man muss sagen: Friedhelm ist ein sehr cooler Typ. Er weiß, wie er mit der Mannschaft reden muss, wie man sie heiß macht. Er hat uns gesagt, dass wir an unsere Fähigkeiten glauben sollen, nichts Besonderes machen müssen. Wenn wir frei aufspielen, sind wir fußballerisch gut. Der Trainer hat ein gutes Gefühl für die Spieler“, sagte Gazibegovic. Am Sonntag steht für die Geißböcke dann das voraussichtlich und hoffentlich letzte Saisonspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern auf dem Plan. Für den Bosnier sei es auf jeden Fall eines der Top-drei-Spiele bisher, vielleicht sogar das größte mit der Kulisse und dem, was auf dem Spiel steht. „Ich habe in der Kürze der Zeit gemerkt, wie verrückt die Stadt nach dem Verein ist“, sagte Gazibegovic.

„Man spielt nie auf Unentschieden“

„Klar ist auch Druck da, wir wissen aber, dass wir alles in der eigenen Hand und die beste Ausgangssituation haben. Es ist nicht einfach für den Kopf, aber mit unseren Fans im Rücken werden wir das schaffen.“ Für den Aufstieg reicht dem FC am Sonntag ein Remis gegen die Roten Teufel. Bei einer Niederlage käme es auf den Ausgang der Spiele der direkten Konkurrenten an. “Man spielt nie auf Unentschieden, das wäre ein großer Fehler. Vielleicht kommt eine Phase im Spiel, wo man es über die Zeit bringen muss. Aber wenn du ins Spiel gehst und auf einen Punkt spielst, endet es meistens nicht gut. Wir gehen ins Spiel und spielen auf Sieg“.

„Für solche Spiele lebt jeder Fußballer“

Der 25-Jährige kann den Sonntag kaum erwarten: „Für solche Spiele lebt jeder Fußballer. Du nimmst Erfahrung mit als Spieler, das macht dich größer und besser, du lernst mit solchen Situationen umzugehen“. Gazibegovic beschrieb den Moment, wenn das entscheidende Tor fällt als „eines der geilsten Dinge, die es gibt.“ Den Gegner schätzt der Bosnier als durchaus gefährlich ein. Gerade, weil es für den FCK auch noch eine kleine Chance auf das Erreichen des Relegationsplatzes gibt. „Sie haben eine gute Mannschaft, sind sehr unangenehm und haben mit Ragnar Ache einen Stürmer, der viele Tore erzielt und aus wenig viel macht.“ Mit Ache kommt am Sonntag der Stürmer ins Kölner Stadion, an dem der FC wohl interessiert sein soll. Gespräche sollen aber erst nach dem Duell weitergeführt werden.

Für das große Saisonfinale bleibt den Kölnern nun nur noch, Ruhe zu bewahren und die von Funkel geforderte Lockerheit und den Spaß am Spiel auf den Platz zu bringen. Das Vertrauen in den Trainer hat die Mannschaft. “Er hat so viel Erfahrung. Ich habe selten einen Trainer gesehen, der in solchen Situationen so ruhig bleiben kann, der auch nach dem Rückstand immer an die Wende und an die Mannschaft glaubt. Er hat in der kurzen Zeit schon einen sehr guten Job gemacht“, so Gazibegovic. Wie gut der Job dann am Ende wirklich war, wird der Sonntag im Kölner Stadion zeigen.


FC kassiert wieder Last-Minute-Ausgleich gegen Düsseldorf

Florian Kainz erzielt das zwischenzeitliche 1:0
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FC kassiert wieder Last-Minute-Ausgleich gegen Düsseldorf

Der FC hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst und das erneut durch einen Gegentreffer in letzter Minute sowie einen Strafstoß. Der 1. FC Köln spielt gegen Fortuna Düsseldorf 1:1.

Ein sehenswerter Treffer von Florian Kainz reicht dem FC nicht. Der 1. FC Köln spielt gegen Fortuna Düsseldorf 1:1 und verpasst den Sprung an die Tabellenspitze. Florian Kainz erzielte das 1:0, Ísak Bergmann Jóhannesson glich per Elfmeter aus.

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Gerhard Struber stellte seine Startelf erwartungsgemäß um. Alleine schon, weil Jan Thielmann gelbgesperrt ausfiel. Für den U21-Nationalspieler lief Jusuf Gazibegovic auf. Außerdem feierte Imad Rondic sein Startelf-Debüt. Der Winter-Neuzugang stand für Damion Downs in der Anfangsformation, der noch in der vergangenen Woche angeschlagen einige Trainingseinheiten verpasst hatte. Die erste Offensiv-Aktion gehörte aber Gazibetgovic, der es aus 20 Metern mal probierte, aber noch deutlich verzog (4.). Der FC machte das Spiel, ließ so aber Platz für Räume. Dženan Pejčinović spielte auf der linken Seite Myron van Brederode frei, der Marvin Schwäbe mit einem ersten Flachschuss prüfte, aber vor keine großen Herausforderungen stellte (9.). Der FC begielt aber weiterhin die Kontrolle, tat sich aber erwartungsgemäß im Schlussdrittel schwer.

Kastenmeier pariert Ljubicic-Schlenzer

Erst nach knapp 20 Minuten fand Linton Maina das erste Mal einen Abschluss, der auch das Tor erreichte, aber Florian Kastenmeier war da. Düsseldorf erarbeitete sich auch einige längere Ballbesitzphasen, doch die Kölner Defensive stand gut und sorgte selbst für Offensivmomente. Eine Flanke von Leart Pacarada landete bei Gazibegovic, der aber über das Tor köpfte (21.). Nur eine Minute später spielte Rondic Dejan Ljubicic frei, dessen Schlenzer von Kastenmeier pariert wurde (22.). Ljubiviv brachte anschließend eine scharfen Ball vors Tor, doch Mathias Olesen kam einen Schritt zu spät (23.). Der FC war kurzfrstig am Drücker, Düsseldorf fand nur noch selten Entlastung. Doch auch dem Gastgeber fiel nach dieser Druckphase zunehmend weniger ein. So war es eine Art Verzweiflungsversuch von Kainz kurz vor der Halbzeit, die es auf die Torschussstatistik schaffte (43.).

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Gerhard Struber reagierte schon zur Pause, brachte Luca Waldschmidt für den gerade in der Offensive unauffälligen Mathias Olesen, dafür rückte Ljubicic eine Kette zurück. Der FC spielte weiter munter nach vorne und eine Flanke von Waldschmidt kam gefährlich Richtung zweiten Pfosten, Maina einen Schritt zu spät (51.). Auch Düsseldorf bemühte sich, doch mehr als ein vollkommen verunglückter Versuch von Pejčinović war lange nicht drin (52.). Die Kölner strahlten weiterhin viel Dominanz aus, erhielten auch immer mal wieder Umschaltmomente, spielten diese aber nicht sauber zu Ende. So verpasste Ljubicic eine scharfe Hereingabe von Maina nur knapp (55.). So wirklich zwingend wurde es aber nicht. Florian Kainz versuchte es mal aus 20 Metern mit einem Direktschuss, der aber Kastenmeier nicht wirklich forderte (65.).

Kainz bringt den FC auf Erfolgskurs, Düsseldorf gleicht aus

Besser machte es Kainz nach einer ganz starken Hereingabe von Maina. Der Offensivspieler tankte sich auf der linken Seite durch, spielte clever zurück auf den Österreicher, der an der Sechzehnerlinie lauerte und überlegt einschob (68.). Düsseldorf tat fortan mehr für das Spiel, wollte sich nicht geschlagen geben und wurde gefährlich. Unter anderem retteten Gazibegovic und Timo Hübers im Verbund (72.). Der FC stand nun tief, ließ Düsseldorf kommen. Und die Fortuna kam. Unter anderem legte der eingewechselte Vincent Vermeij den Ball aus wenigen Metern über Schwäbe, aber auch über das Tor (82.). Und die Fortuna erhielt die Chance es präziser zu machen. Nach einer Flanke bekam Schmied den Ball an die Hand, Schiedsrichter Michael Bacher entschied auf Elfmeter. Allerdings war der aktion ein Foul an Maina vorausgegangen, das der Schiedsrichter necht gesehen hatte.

Ísak Bergmann Jóhannesson verwandelte gegen Schwäbe sicher. Der FC warf noch einmal alles nach vorne, doch der erhoffte Siegtreffer fiel nicht mehr. Am kommenden Samstag ist Köln zu Gast beim Karlsruher SC.


FC: Schwäbe – Heintz, Schmied (90. Tigges), Hübers- Pacarada, Olesen (46. Waldschmidt), Kainz, Gazibegovic (Telle) – Ljubicic, Maina, Rondic (56. Downs) – Tore: 1:0 Kainz (68.), 1:1 Jóhannesson (90.)


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Linton Maina im Zweikampf mit Marcus Mathisen
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1. FC Köln erlebt 0:3-Debakel in Magdeburg

Bitterer Abend für die Geißböcke: Der 1. FC Köln unterliegt dem 1. FC Magdeburg 0:3 und dient dem Aufstiegskonkurrenten als Aufbaugegner. Bislang hatte Magdeburg kein Heimspiel gewonnen. Der FC könnte schon am Samstag auf Rang zwei abrutschen.

Magdeburg bleibt für den FC kein gutes Pflaster. Auch im dritten Spiel in Sachsen-Anhalt kann der FC nicht gewinnen. Der 1. FC Köln unterliegt dem 1. FC Magdeburg 0:3 und verpassst die Chance, den Abstand auf die Nicht-Aufstiegsplätze zu vergrößern. Daniel Heber, Mo El Hankouri und Samuel Loric trafen für den Gastgeber. Für den FCM war es der erste Heimsieg der gesamten Saison. Zumindest bis Samstag belegt die Mannschaft von Christian Titz den dirtten Tabellenplatz.

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Alleine schon aufgrund der Verletzung von Eric Martel war FC-Trainer Gerhard Struber am Freitagabend zu Umstellungen im Vergleich zur Vorwoche gezwungen. Kapitän Timo Hübers kehrte nach seiner abgesessenen Gelbsperre zurück in die Startelf, auf der Sechs startete dagegen Mathias Olesen, der auch vergangene Woche begonnen hatte. Doch Struber entschied sich für eine Sechs, flankierte diese mit Leart Pacarada und Jan Thielmann auf den Außen und brachte Dejan Ljubicic und Florian Kainz als Achter. Im Angriff setzte der Coach erneut auf die Doppelspitze Linton Maina und Damion Downs, Imad Rondic saß also erneut zunächst nur auf der Bank. Der FC begann schwungvoll, erarbeitete sich in der Anfangsphase ein Übergewicht und gleichzeitig auch ein deutliches Chancenplus. Den ersten Warnschuss gab Kainz nach fünf Minuten ab, aber erfolglos.

FC im Abseits-Glück

Nach einer Ecke kam dann Olesen gleich doppelt aus kurzer Distanz zum Abschluss, aber Reimann war mit starken Paraden zur Stelle. Doch die Spieldynamik änderte sich. Ein langer Ball hebelte die Kölner Abwehr aus, Livan Burcu brach auf der rechten Seite durch und legte die Kugel quer, Alexander Ahl-Holmström schob ein. Allerdings hatte sich Burcu zuvor hauchdünn im Abseits befunden. Doch Magdeburg wurde stärker (18.). Unter anderem schob Ahl-Holmström die Kugel aus kurzer Distanz knapp über den Giebel (21.). Auch Marcus Mathisen versuchte es nach einer Ecke, mit dem gleichen Ergebnis. (22.). Nach einer guten halben Stunde wechselte Gerhard Struber das erste Mal – allerdings verletzungsbedingt. Für Leart Pacarada war das Spiel früh beendet, Max Finkgräfe kam. Der FC steigerte sich wieder, übernahm die Kontrolle, wurde aber nicht so richtig zwingend. Der Gastgeber versuchte über Intensität die Kontrolle zurückzugewinnen. Oft über der Grenze des Erlaubten.

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Doch mit Erfolg – torlos ging es in die Kabine. Das Bild änderte sich aber auch in Halbzeit zwei nicht. Beide Teams waren bemüht, suchten das intensive Spiel, Strafraumszenen blieben in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts weiterhin Mangelware. Für die größte Gefahr sorgte Martijn Kaars mit einem Kopfball, den Schwäbe aber locker runterpflückte (56.). Maina und Downs kamen nicht so richtig zur Entfaltung. Wohl auch, weil sich kein Konterspiel entwickelte. Nach einer guten Stunde brachte Struber neue Kräfte, versuchte über Luca Waldschmidt mehr Offensivkraft ins Spiel zu bringen. Das gelang aber so gut wie gar nicht. Auf der anderen Seite hielt Finkgräfe den starken Burcu unnötig fest, zog das Foulspiel und damit den Gegentreffer. Baris Atik brachte den Ball von der rechten Seite, Daniel Heber setzte sich im Kopfball-Duell gegen Downs durch (74.): 1:0.

Magdeburger Doppelschlag

Struber reagierte umgehend, löste die Dreierkette auf und brachte Imad Rondic fürs Zentrum. Doch die Abwehr hatte sich noch nicht so recht organisiert, da schlug der Gastgeber erneut zu. Nach einem langen Ball war Kaars durch, der spielte Samuel Loric frei. Der gerade erst eingewechselte Franzose legte noch einmal quer und Mo El Hankouri schob ein (79.). Zwar mühten sich die Geißböcke, doch auch in den acht Minuten Nachspielzeit wollte im Angriff so gar nichts passen. Und so war es erneut der Gastgeber, der zuschlug. Nach einer verpazten Abwehr von Hübers nahm Loric die Kugel direkt und verwandelte mit dem Außenrist (90. +3). Am kommenden Sonntag empfängt der FC den Nachbarn aus Düsseldorf im eigenen Stadion. Dann möglicherweise nicht mehr auf einem direkten Aufstiegsplatz.


FC: Schwäbe – Heintz, Schmied (77. Rondic), Hübers- Pacarada (31. Finkgräfe), Olesen, Thielmann (67. Gazibegovic) – Kainz (67. Waldschmidt), Ljubicic – Maina, Downs – Tore: 1:0 Heber (74.), 2:0 El Hankouri (79.), 3:0 Loric (90.+3)


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