„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln sind in Nürnberg in die Erfolgsspur zurückgekehrt und gewannen nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder in der Bundesliga. Von Trainerin Britta Carlson gab es Anerkennung für die Leistungen.

Trainerin Britta Carlson lobte ihre Mannschaft für die Anpassung an einen oftmals destruktiven Gegner – und freute sich für die beiden Kölner Torschützinnen.

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Das Duell im Max-Morlock-Stadion war kein fußballerischer Leckerbissen für die rund 1000 Zuschauer sowie die Fans vor den TV-Bildschirmen. Die Partie war zerfahren und von vielen Unterbrechungen geprägt. „Das Spiel ist genauso gekommen, wie wir es erwartet haben, dass du gegen einen sehr destruktiven Gegner spielst, der immer wieder gefährlich ist durch seine schnellen Offensivkräfte. Wir wussten, dass es schwer wird, hier Fußball zu spielen. Wir haben uns darauf vorbereitet und gut darauf eingestellt“, analysierte Kölns Trainerin Britta Carlson.

Lob von Carlson

Die Fußball-Lehrerin ärgerte sich, dass ihre Mannschaft nach der 2:0-Führung nicht nachlegte und so früh für klare Verhältnisse gesorgt hat: „Wir müssen eigentlich das 3:0 machen, vielleicht auch das 4:0 und kriegen durch eine Unachtsamkeit bei einem schnell ausgeführten Freistoß, bei dem wir nicht präsent sind oder nicht alle den Ball anschauen, ein unnötiges Gegentor.“ Die Trainerin freute sich insbesondere für die beiden Kölner Torschützinnen Laura Donhauser und Sandra Jessen: „Laura ist eine Spielerin, die sich immer komplett fürs Team einsetzt, immer Gas gibt. Sie hatte sich schon sehr viele Möglichkeiten in dieser Saison erarbeitet, aber nicht genutzt.“

Sandra Jessen beendete ihre Torflaute in Nürnberg nach 520 Minuten. „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat, weil sie immer wieder fleißig ist“, konstatierte Carlson, „heute hat sie auch ganz viele Wege vorne mit Pauline Bremer gemacht und sich das Tor hart erarbeitet.“ Jessen ist mit nunmehr zehn Saisontreffern immer noch in den Top Ten der Torjägerliste der Bundesliga.

Frauen jetzt mit 28 Punkten

Die FC-Frauen verbesserten ihr Punktekonto mit dem Sieg am Dutzendteich auf 28 Zähler auf, sind auf dem achten Platz allerdings auch wie festzementiert. Das wiederum wird am Geißbockheim jedoch niemanden stören, denn im vergangenen Sommer hätte man diese Zwischenbilanz fünf Spieltage vor dem Saisonende sofort unterschrieben. Am Wochenende winkt den FC-Frauen die ganz große TV-Bühne: Das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wird aufgrund der Länderspielpause der Herren-Bundesliga live in der ARD übertragen. Die Partie beginnt mit Blick auf die 20-Uhr-Tagesschau deswegen zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr. Dieser Rahmen dürfte zweifellos für eine Extra-Motivation bei der Mannschaft sorgen.

2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Die FC-Frauen jubeln nach dem Sieg
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2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Der 1. FC Köln hat seine Ergebniskrise beendet und nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier in der Bundesliga gelandet. Die FC-Frauen gewannen beim 1. FC Nürnberg mit 2:1 (2:0).

Zusätzlich zum Sieg gab es noch eine erfreuliche Begleiterscheinung: Im Duell mit dem Club endete die Torflaute von FC-Stürmerin Sandra Jessen nach 520 Minuten.

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Kölns Trainerin Britta Carlson vertraute in der Startelf wie erwartet wieder auf Marina Hegering. Sara Agrez und Weronika Zawistowska fielen kurzfristig aus, ebenso konnten Martyna Wiankowska, Sylwia Matysik, Merle Hokamp, Taylor Ziemer, Dora Zeller und Paula Hoppe nicht dabei sein, womit gleich acht Spielerinnen ausfielen. Der Aufsteiger wäre beinahe in Führung gegangen: Irina Fuchs verlor den Ball im Sechzehner nach einem Rückpass von Feiersinger leichtfertig im Zweikampf gegen Nürnbergs Emöke Papai, der Ball trudelte Richtung Torlinie, doch Amelie Bohnen klärte in letzter Sekunde und schlug die Kugel aus der Gefahrenzone (14.).

Kuriosum zu Beginn der zweiten Halbzeit

Der FC-Führungstreffer entstand wenig später nach einem Kölner Einwurf in der eigenen Hälfte durch Carlotta Imping. Die Kölnerinnen schalteten blitzschnell um. Sandra Jessen spielte den Ball am Mittelkreis in den Lauf von Laura Donhauser, die frei aufs Tor zulief und den Ball an der machtlosen Keeperin Lourdes Grzondziel vorbei zum 1:0 für den FC einschoss (19.). Und die FC-Frauen legten schnell einen zweiten Treffer nach: Pauline Bremer wurde auf dem rechten Flügel per Foul gestoppt. Anna Gerhardt servierte den fälligen Freistoß aus dem Halbfeld hoch auf den ersten Pfosten, wo Jessen unbedrängt zum 2:0 für den FC einköpfte (28.). Für die Isländerin endete mit ihrem ersten Bundesligatreffer in 2026 eine persönliche Durststrecke nach 520 Minuten ohne Torerfolg.

Die zweite Hälfte begann mit einem Kuriosum. Die Partie musste unterbrochen werden, weil die Linienrichterin Katharina Kruse nach einem Sprint plötzlich muskuläre Beschwerden verspürte und ihre Tätigkeit trotz kurzer Behandlung der FC-Betreuer nicht fortsetzen konnte. Nach rund neun Minuten übernahm die bisherige vierte Offizielle Daniela Kottmann die Fahne auf der Linie vor den Trainerbänken. Die Partie war in der Folgezeit von vielen Unterbrechungen geprägt, sodass kein richtiger Spielfluss zustande kam. Den Nürnbergerinnen fehlten zudem die Ideen, um die Kölnerinnen, die sich weit in die eigene Hälfte zurückzogen, ernsthaft unter Druck setzen zu können.

Nürnberg kommt noch einmal ran

Die kurz zuvor eingewechselte Anna-Lena Stolze scheiterte mit ihrem strammen Schuss aus spitzem Winkel an Nürnbergs Torfrau (77.). Die vergebene Chance rächte sich kurz danach. Die Nürnbergerinnen führten einen Freistoß nach einem Handspiel von Hegering vor dem Sechzehner schnell kurz aus. Nastassja Lein kämpfte sich zwischen Bohnen und Gerhardt durch und verkürzte für den FCN per Flachschuss ins Tor auf 2:1 (80.). Danach passierte jedoch in zerfahrenen Schlussminuten trotz über 14(!) Minuten Nachspielzeit nichts Spannendes mehr. Für die FC-Frauen geht es am Samstagabend (17:55 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Hegering, Bohnen, Imping (90.+5 Degen) – Achcinska, Feiersinger, Vogt (76. Stolze), Donhauser – Bremer (87. Elsen), Jessen. Tore: 0:1 Donhauser (19.), 0:2 Jessen (28.), 1:2 Lein (80.).

Mit Hegering in der Startelf: Sieglos-Serie der FC-Frauen soll in Nürnberg enden

Marina Hegering vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Mit Hegering in der Startelf: Sieglos-Serie der FC-Frauen soll in Nürnberg enden

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln wollen am Sonntag (16 Uhr) die Serie von zuletzt fünf Bundesliga-Spielen ohne Sieg beenden: Beim Aufsteiger Nürnberg soll im Max-Morlock-Stadion der erste Dreier seit Ende Januar gelingen. Die Frauen des 1. FC Köln treffen auf den 1. FC Nürnberg.

Die Kapitänin dürfte dabei diesmal sogar von Anfang an mithelfen. Mit Marina Hegering in der Startelf wollen die FC-Frauen einen Dreier einfahren.

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Es scheint eine überraschend schnelle Rückkehr für Marina Hegering zu werden. Die 35-Jährige feierte kürzlich ihr Comeback als Einwechselspielerin im Testspiel gegen Mainz. Am vergangenen Wochenende folgte ein 45-minütiger Einsatz gegen Bayern München nach der Halbzeit. Das Resultat: Mit Hegering auf dem Feld kassierte der FC gegen den Branchen-Primus keinen weiteren Treffer mehr.

Kandidatin für die Startelf

Die zwangsläufige Konsequenz dürfte am Sonntag in Nürnberg Realität werden: Hegering kehrt nach über vier Monaten zurück in die Anfangsformation. Trainerin Britta Carlson deutete dies gegenüber come-on-fc.com jedenfalls bereits an: „Sie ist eine Kandidatin für die Startelf, da mache ich kein Geheimnis draus. Sie gibt der Mannschaft noch mal ein bisschen mehr Struktur und übernimmt auch noch mal gern Verantwortung. Gerade in der Situation, wenn man vielleicht nicht die Sicherheit und Kaltschnäuzigkeit hat, braucht man noch mal jemanden, der alle antreibt.“

Als Ausgleich zur Erfahrung der 35-Jährigen könnte Carolin Elsen in Nürnberg wieder zum Einsatz kommen. Die 21-Jährige feierte just gegen Bayern ihr Bundesliga-Debüt im FC-Trikot als Einwechselspielerin. „Sie hat Dinge, die wir sonst in unserem Spiel nicht so haben“, charakterisierte Carlson die 21-Jährige, „sie ist eine mutige, junge Spielerin, die vielleicht noch nicht so viel nachdenkt, ins Eins-gegen-Eins gehen kann mit einem gewissen Tempo. Das Debüt hat sie sich erarbeitet über die letzten Wochen im Training. Sie hat schon lange gezeigt, was sie kann. Vielleicht ist sie jetzt auch wieder eine Kandidatin, die man durchaus bringen kann.“

FC in Favoritenrolle

Spannend wird es zu beobachten, wie die FC-Frauen in Nürnberg mit ihrer Favoritenrolle umgehen werden. Bislang blieben die Punkte zu häufig aus, wenn die Erwartungshaltung an den FC groß war, zuletzt etwa bei Union Berlin (1:2) oder gegen Essen (0:0). „Das ist eine Rolle, die für ins in dieser Saison immer mal wieder neu war“, blickte die Trainerin Britta Carlson auf ebenjene Partien zurück, in denen ihre Mannschaft zu viele Zähler hat liegenlassen. Dennoch betonte Carlson: „Ich denke, dass wir es trotzdem auch in den Spielen, in denen wir nicht die Punkte geholt haben, angenommen hatten. Das waren sicher nicht unsere besten Spiele, aber natürlich hätten wir auch diese gewinnen können. Wir müssen die Intensität hoch halten und noch mehr dafür tun, dass wir unser Tor verteidigen.“

Der 1. FC Nürnberg steht als Aufsteiger derzeit mit 19 Punkten auf dem elften Rang und hat mit sieben Zählern ein beruhigendes Polster auf die Abstiegszone. Sollte der Club gegen den FC jedoch gewinnen, hätte der Aufsteiger plötzlich sogar Sicht-Kontakt zu den Kölnerinnen, die aktuell sechs Zähler voraus auf dem achten Platz liegen. Schon allein aus diesem Selbstverständnis heraus dürften die Kölnerinnen am Sonntag entschlossen sein, den Dreier am Dutzendteich einzufahren.

Last-Minute-Schock: Die Frauen des 1. FC Köln verpassen Sieg gegen Frankfurt

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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Last-Minute-Schock: Die Frauen des 1. FC Köln verpassen Sieg gegen Frankfurt

Die Fußballerinnen des FC haben den nächsten Dreier knapp verpasst: Die Frauen des 1. FC Köln spielen in Frankfurt 1:1. Die Kölnerinnen boten dabei über weite Phasen eine starke Vorstellung und fingen sich kurz vor Spielende den Ausgleich.

Die Frauen des 1. FC Köln spielen in Frankfurt 1:1, verpassen nur hauchdünn die Überraschung. Die Führung durch Sandra Jessen glich Nicole Anyomi in der Nachspielzeit aus.

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Der Aufwärtstrend der Kölner Fußballerinnen hält weiter an. Nach dem 3:0-Erfolgüber Nürnberg spielten die Kölnerinnen in Frankfurt 1:1-Unentschieden. Dabei war allerdings auch mehr drin. Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 3:0-Erfolg über Nürnberg auf drei Positionen. Celina Degen, Weronika Zawistowska und Adriana Achcińska ersetzen Pauline Bremer, Marina Hegering und Laura Donhauser. Die Gastgeberinnen starteten beherzt in die Partie, übernahmen zunächst die Kontrolle. Doch die erste Chance gehörte dem FC. Adriana Achcińska versuchte es aus der Distanz, doch Frankfurts Keeperin konnte klären. Für die Kölnerinnen ein Weckruf. Denn fortan war der FC das bessere Team. Laura Vogt probierte es aus der Drehung, traf den Ball aber nicht richtig.

FC führt zur Halbzeit knapp

Auch Sandra Jessen probierte es in der Box, die Kugel rauschte aber am langen Pfosten vorbei. Dann machte es die Stürmerin aber besser. Vogt probierte es aus der Distanz, Lina Altenburg konnte den Ball zwar abwehren, den Nachschuss verwertete Jessen aber sicher. Und der FC hätte nachlegen können, wenn nicht müssen. Unter anderem traf Adriana Achcińska aus 25 Metern nur die Latte. Kurz vor dem Seitenwechsel bekam Jessen erneut die Chance, traf aber die Kugel nicht richtig. Nach dem Wechsel wurden die Gastgeberinnen besser. Auch, weil die Kölnerinnen nun tief standen und sich weitestgehend auf die Defensive konzentrierten.

Zwar gab die Eintracht nun den Ton an, so richtig gefährlich wurde es aber nur selten. Auf der anderen Seite hatte die eingewechselte Pauline Bremer die große Chance. Den Schlenzer Richtung langes Eck fischte Altenburg aus dem Winkel. In der Schlussphase drückte Frankfurt auf den Ausgleich. Aber sowohl Nicole Anyomi als auch Remina Chiba scheiterten an der starken Kölner Keeperin Irina Fuchs. Und als es schon nach dem vierten Saisonsieg aussah, schlug die Eintracht doch noch zu. Nicole Anyomi nutzte Verwirrung im Kölner Strafraum zum späten, wenn auch letztlich verdienten Ausgleich.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen, Agrez, Wiankowska – Achcinska (46. Bremer), Zawistowska (72. Andrada; 90.+3 Imping), Vogt, Feiersinger – Jessen (90. Leimenstoll), Stolze (72. Donhauser); Tore: 0:1 Jessen (25.), 1:1 Anyomi (90.+2)


    „Haben als Team den Unterschied gemacht“: Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter

    Die Frauen des 1. FC Köln jubeln nach ihrem Sieg
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    „Haben als Team den Unterschied gemacht“: Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter

    Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich mit der bis dahin wohl besten Saison-Leistung aus der Länderspiel-Pause zurückgemeldet. Das Team dürfte mit dem Abstiegskampf in diesem Jahr nichts zu tun haben. Die Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter.

    Die kommende englische Woche bietet für die Fußballerinnen des FC die Chance, schon den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Die Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter.

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    Zu gruseliger Stimmung bestand am Freitagabend kein Grund im Franz-Kremer-Stadion – zumindest nicht bei all denen, die es mit dem 1. FC Köln hielten. Die FC-Frauen zeigten an Halloween eine souveräne Vorstellung und lieferten die bislang wohl beste Saisonleistung ab. Der Auftritt der Kölnerinnen wurde verdient mit drei Punkten belohnt. Entsprechend strahlte auch die Trainerin Britta Carlson nach dem Spiel: „Ich bin sehr zufrieden, wie das Spiel gelaufen ist. Gerade nach einem Tag Vorbereitungszeit mit der gesamten Mannschaft.“

    „Das hat die Mannschaft auch gut umgesetzt“

    Wobei Sandra Jessen sogar beim Abschlusstraining nicht dabei sein konnte. Die Stürmerin spielte noch am Mittwochabend mit Islands Nationalmannschaft in Reykjavík und kehrte erst am Donnerstag nach Köln zurück. Knapp 24 Stunden stand die Angreiferin bereits wieder in der Startelf für den FC: „Ich habe mit Sandra gesprochen. Sie hatte mir gesagt, wie die zehn Tage abgelaufen sind“, berichtete Carlson, „die waren vergleichsweise wenig intensiv, sonst hätten wir es mit ihr auch nicht gemacht. Sie ist eine Spielerin, die 30 Jahre alt ist und es damit entscheiden kann. Wenn sie mir sagt, sie fühlt sich bei hundert Prozent, dann vertraue ich ihr da.“

    Grundsätzlich ärgerte sich die Kölner Trainerin jedoch, dass nach einer Länderspiel-Pause überhaupt freitagabends bereits in der Bundesliga gespielt wird. „Alle Trainer, alle Vereine würden sich wünschen, dass dieser Freitagsspieltag nicht da ist nach einer Abstellung“, äußerte Carlson, „aber man kann es auch nicht verändern, also haben wir es so angenommen. Und ich glaube, das hat die Mannschaft auch gut umgesetzt.“

    „Sie ist immer ein bisschen unberechenbar“

    Pauline Bremer erwischte dabei ein Traum-Debüt in der Startelf, gekrönt mit einem schönen Heber-Tor zum 1:0, dem Dosen-Öffner des Abends: „Sie ist immer ein bisschen unberechenbar, man weiß nicht genau, was sie macht“, beschrieb Carlson die Vorzüge ihrer Stürmerin, „das ist manchmal nicht ganz so einfach für uns Trainer, aber auch für die Mannschaft. Aber das zeichnet sie auch aus. Sie arbeitet fürs Team, hat aber sicherlich noch Dinge, die sie besser machen muss. Das weiß sie auch und sie ist noch nicht bei hundert Prozent. Aber sie hat heute gezeigt, wie wertvoll sie schon sein kann.“

    Die Trainerin unterstrich jedoch auch die Team-Leistung: „Es ist eine Mannschaftsleistung heute wieder gewesen, wo keiner herausgestochen ist. Alle haben gemeinsam an diesem 3:0 geschraubt. Klar machen die einen immer die Tore, aber alle anderen haben die auch gut in Szene gesetzt. Das zeichnet uns auch gerade aus, dass wir keine einzelnen Spielerinnen haben, die den Unterschied machen, sondern dass wir als Team heute auch den Unterschied gemacht haben. Dieser Zusammenhalt auch neben dem Platz, den sieht man auch, der ist extrem wichtig für die Saison und das freut mich extrem.“

    Selbstbewusstsein und Selbstverständnis

    Der einstudierte Freistoß zum 2:0 freute die Carlson besonders, weil dies nicht vom Trainer-Team kam: „Wir haben immer wieder die Spieler dazu ermutigt, eigene Entscheidungen zu treffen. Das ist der nächste Schritt, es ist ein player’s game und kein Coaching-Game, dass sie noch mehr eigenständige Entscheidungen treffen. Jedes Spiel, das du gewinnst, steigert natürlich das Selbstbewusstsein und das Selbstverständnis im Spiel. Das ist heute eher aus dem Selbstverständnis entstanden, denn so haben wir die Ecke jetzt nicht trainiert.“

    Angesprochen auf die Zwischenbilanz am Freitagabend, vorübergehend plötzlich nur noch drei Punkte hinter einem Europapokal-Platz zu liegen, schmunzelte Carlson: „Ich sehe es so, dass wir ein Spiel gewonnen haben und die Serie zuhause hält. Jetzt müssen wir schnell regenerieren, auf die Tabelle gar nicht schauen. Das nächste Spiel ist Frankfurt und dann wollen wir auch versuchen, auswärts zu punkten. Aber ich glaube, wir haben uns jetzt in der Liga auch den Respekt erarbeitet, dass die auf jeden Fall wissen, dass da ein starker FC Köln kommt.“

    Mit dem Duell am Mittwochabend (19 Uhr) in Frankfurt und zum Abschluss der englischen Woche am Sonntag (16 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim hat das Team zwei Chancen, direkt die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen. Mit Punkten aus diesen Partien würden die Kölnerinnen weiteres Selbstbewusstsein sammeln – und den Respekt in der Liga vergrößern. Mit dem Abstieg, das kristallisiert sich immer mehr heraus, wird der FC in dieser Saison nichts zu tun haben.


    Deutlicher Heimsieg: Frauen des 1. FC Köln bezwingen Nürnberg

    Jubel bei den Spielerinnen des 1. FC Köln
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    Deutlicher Heimsieg: Frauen des 1. FC Köln bezwingen Nürnberg

    Die Fußballerinnen des FC sind mit Schwung aus der Länderspiel-Pause in die Englische Woche gestartet: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Nürnberg 3:0. Die Kölnerinnen ließen dem Aufsteiger 1. FC Nürnberg keine Chance.

    Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Nürnberg 3:0 und plötzlich rücken sogar die Europapokal-Ränge in Sichtweite.

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    Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 1:5-Niederlage in München vor der Länderspielpause auf drei Positionen: Martyna Wiankowska, Laura Donhauser und Pauline Bremer ersetzten Celina Degen, Adriana Achcinska und die gelb-gesperrte Carlotta Imping. Für Bremer war es der erste Startelf-Einsatz für die Kölnerinnen. Die FC-Frauen übernahmen nach den ersten Minuten des Abtastens das Kommando und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, ohne jedoch zunächst die Lücke in der gegnerischen Abwehr zu finden. Umso bemerkenswerter, dass die Kölnerinnen mit der ersten Chance direkt in Führung gingen: Anna-Lena Stolze spielte Bremer mit einem Heber in den Lauf frei. Die Stürmerin ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und chippte den Ball über die herausstürmende Torhüterin Larissa Rusek hinweg zum 1:0 ins Tor (23.).

    FC führt zur Halbzeit deutlich

    Danach dauerte es jedoch einige Zeit bis zum nächsten Aufreger: Stolze stürmte auf das Nürnberger Tor zur, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an Rusek (38.). Ein Querpass auf die mitgelaufene Jessen wäre in dieser Situation mutmaßlich die bessere Wahl gewesen. Doch die vergebene Chance war schnell vergessen: Keine zwei Minuten später spielte Laura Vogt von der linken Seite flach an die Sechzehner-Grenze. Martyna Wiankowska verwertete per schönem Schlenzer per Direktabnahme, die vom Innenpfosten zum 2:0 ins Tor prallte (40.). Die Kölnerinnen drückten vor der Pause aufs Tempo. Bremer traf mit einem Schuss nur den Außenpfosten (45.+1). Wenige Augenblicke später verwertete Sara Agrez eine Flanke von Anna Gerhardt per Kopf zum 3:0 (45.+1).

    Die Gäste wechselten zur zweiten Hälfte doppelt und fanden etwas besser ins Spiel. Doch mehr als eine Vielzahl an Eckbällen sprang an Ertrag nicht heraus. Die Fränkinnen blieben insgesamt zu harmlos im Offensivspiel. Die eingewechselte Weronika Zawistowska hätte beinahe den vierten Kölner Treffer erzielt, doch Rusek lenkte den strammen Schuss aus 16 Metern über die Latte (71.). Auch die ebenfalls eingewechselte Vanessa Leimenstoll scheiterte mit ihrem Kopfball an Rusek (84.). Lydia Andrade schloss ihren Solo-Lauf mit einem Schuss ab, der knapp am Tor vorbeiflog (90.+4).

    Der 1. FC Köln hat sich durch den dritten Saisonsieg in der Tabelle am 1. FC Nürnberg vorbeigeschoben und steht damit vorerst auf dem neunten Platz. Schöne Zwischenbilanz am Freitagabend zum Start ins Wochenende. Der Champions-League-Quali-Rang drei ist zumindest am Freitagabend nur noch drei Punkte entfernt. Allerdings ist der Weg in dieser Saison noch lang.

    1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Hegering (74. Bohnen), Agrez, Wiankowska – Donhauser (74. Leimenstoll), Vogt, Feiersinger (63. Zawistowska) , Stolze (63. Achcinska) – Bremer, Jessen (83. Andrade). Tore: 1:0 Bremer (23.), 2:0 Wiankowska (40.), 3:0 Agrez (45.+1). Zuschauer: 1335.


    FC-Frauen empfangen Nürnberg: „Haben uns Respekt unserer Gegner erarbeitet“

    Britta Carlson kassiert mit ihrem Team die zweite Niederlage
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    FC-Frauen empfangen Nürnberg: „Haben uns Respekt unserer Gegner erarbeitet“

    Die Frauen des 1. FC Köln wollen nach der Länderspiel-Pause den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen: Dafür ist am Freitagabend ein Heimsieg gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg Pflicht. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Nürnberg.

    Die Trainerin kann ihre Aufstellung für Freitag nur sehr kurzfristig festlegen. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Nürnberg.

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    In den vergangenen Tagen war es vergleichsweise ruhig, wenn die Trainerin Britta Carlson ihre Mannschaft zum Training am Geißbockheim um sich versammelte. Gleich acht Spielerinnen des Bundesliga-Teams waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs: Celina Degen und Laura Feiersinger (beide Österreich), Sandra Jessen (Island), Adriana Achcińska, Martyna Wiankowska und Weronika Zawistowska (alle Polen) sowie Irina Fuchs (Schweiz) und Sara Agrez (Slowenien) fehlten zwischenzeitlich. „Die Trainingsgruppe ist kleiner, aber alle arbeiten intensiv“, konstatierte Carlson und ergänzte: „Einige haben am Wochenende zusätzlich in unserer U21 gespielt. Die Nationalspielerinnen sind am Donnerstag wieder im Training.“ Ella Touon und Amelie Bohnen standen am Sonntag in der U21-Startelf beim 8:0-Erfolg in der Regionalliga West gegen Spoho Köln.

    „Du musst relativ kurzfristig reagieren“

    Wer am Freitag gegen Nürnberg zur Verfügung stehen wird, entscheidet sich somit erst nach der Rückkehr aller Spielerinnen von ihren Nationalmannschaften: „Du musst relativ kurzfristig reagieren, weil du auch nicht weißt, in welcher Verfassung die Spielerinnen zurückkommen. Es sind ja einige, die noch am Dienstag relativ spät spielen, wie zum Beispiel die Polen in Wales, aber das betrifft unseren Gegner genauso“, äußerte Carlson und betonte zugleich: „Bei Nürnberg kommt noch die Anreise hinzu. Wir haben natürlich immer für alle Fälle Plan A, B und C im Kopf. Die Gegneranalyse werden wir erst mit der gesamten Mannschaft durchgehen. In der Kürze der Zeit ist das schon eine besondere Herausforderung.“

    Die Wege mit dem 1. FC Nürnberg kreuzen sich in dieser Saison bereits zum zweiten Mal. Im Sommer gewannen die FC-Frauen im Trainingslager in Österreich klar mit 3:0 gegen den Aufsteiger. Das Duell will die Kölner Trainerin aber nicht als Maßstab nehmen: „Das Spiel ist schon ein bisschen her und ich finde, dass Nürnberg seitdem eine gute Entwicklung gemacht hat. Sie haben vor der Länderspielpause noch einen wichtigen Sieg gegen Freiburg eingefahren. Sie haben ihre Punkte geholt und es wird ein Duell, das uns auf jeden Fall fordern wird.“

    „Wir haben uns den Respekt unserer Gegner erarbeitet“

    Die Kölnerinnen wollen ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und den jüngsten 1:5-Ausrutscher in München vor der Länderspielpause vergessen lassen: „Wir haben gute Leistungen gezeigt und konnten auch in München eine Halbzeit mithalten. Ich glaube, wir haben uns den Respekt unserer Gegner erarbeitet.“

    Mit Blick auf die Entwicklung ihrer Mannschaft seit dem Saisonstart zog Carlson dieses Zwischenfazit: „Wir haben in der Tabelle drei Punkte zu wenig, finde ich. Das ist ein bisschen schade. Aber es ist ein Learning für uns gewesen und vom ersten Spieltag an ging es jeden Tag etwas mehr in die richtige Richtung, auch wenn die Ergebnisse anfangs nicht ganz gestimmt hatten. Wir brauchen sicherlich noch ein paar mehr, um das Selbstbewusstsein noch weiter zu stärken und die Entwicklung weiter mit Ergebnissen zu füttern. Am besten direkt am Freitag gegen Nürnberg.“


    1. FC Köln und Markus Rejek gehen ab sofort getrennte Wege

    Markus Rejek vom 1. FC Köln
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    1. FC Köln und Markus Rejek gehen ab sofort getrennte Wege

    Markus Rejek und der 1. FC Köln gehen ab sofort getrennte Wege. Das hat der Verein am Vormittag bestätigt. Schon im Dezember hatte Rejek angekündigt, den Verein auf eigenen Wunsch verlassen zu wollen. Der Zeitpunkt war allerdings noch offen.

    Führungswechsel bei den Geißböcken. Markus Rejek und der 1. FC Köln gehen ab sofort getrennte Wege. Das bestätigte der Verein am Vormittag. Die Trennung war schon im Dezember kommuniziert worden, der Zeitpunkt war allerdings nicht bekannt. Nun läuft die Suche nach einem Nachfolger.

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    Rejek, der zuvor unter anderem bei Arminia Bielefeld und Borussia Dormund tätig war, war seit 2022 einer von drei Kölner Geschäftsführern, der Vertrag des 56-Jährigen lief eigentlich noch bis zum kommenden Sommer. „Markus Rejek hat seine Aufgaben in den vergangenen Tagen in die Hände seiner Geschäftsführer-Kollegen Philipp Türoff und Christian Keller übergeben und wir als Vorstand sind bereits intensiv in die Suche nach einer geeigneten Nachfolge eingestiegen. Wir bedanken uns bei Markus, Philipp und Christian, dass sie die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, auch in dieser Phase gut aufgestellt zu sein, um dem Prozess den gebotenen Raum geben zu können“, erklärte FC-Präsident Dr. Werner Wolf. „Wir danken Markus für sein Engagement für den 1. FC Köln und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute.“ 

    Rejek: „Ich drücke beide Daumen“

    Unter anderem hatte der Verein im vergangenen Jahr bekannt gegeben, sich künftig selbst vermarkten zu wollen, der Vertrag mit dem bisherigen Vermarkter Infront sollte nicht verlängert werden. Dafür sollte der 56-Jährige eigentlich ein eigenes Team zusammenstellen. „Ich drücke beide Daumen, dass wir alle gemeinsam am Ende der Saison den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga feiern können. Als ich im November 2022 meinen Dienst beim FC angetreten habe, hatte ich nur eine ungefähre Vorstellung von dem, was dieses ‚spürbar anders‘ bedeuten kann. Viele Begegnungen mit Mitarbeitenden am Geißbockheim, Partnern und Fans haben dieses Jeföhl mit Leben gefüllt“, sagt Rejek.



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    Tim Lemperle vom 1. FC Köln

    Transfergerüchte

    Mehr Einsatzzeit für Marvin Obuz: Bewerbungschance oder Abschiedsgeschenk?

    Marvin Obuz im Trikot des 1. FC Köln
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    Mehr Einsatzzeit für Marvin Obuz: Bewerbungschance oder Abschiedsgeschenk?

    Marvin Obuz kam zum ersten Mal beim FC in zwei Spielen in Folge zum Einsatz. Die Zukunft des Youngsters ist beim FC noch nicht geklärt. Der Vertrag des 22-Jährigen läuft aus, die Chancen auf viel mehr Einsatzzeit halten sich bislang in Grenzen. Wie geht es weiter mit Marvin Obuz beim 1. FC Köln?

    Mehr als eine halbe Stunde stand der Youngster gegen den 1. FC Nürnberg auf dem Platz, wirklich in Szene setzen konnte sich der Akteur aber nicht. Und so stellt sich die Frage: Wie geht es weiter mit Marvin Obuz beim 1. FC Köln? Der Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, eine Leihe würde also eine Verlängerung des Kontrakts bedeuten. Doch wollen Spieler und Verein das überhaupt?

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    Für Marvin Obuz hatte der vergangene Sonntag gleich zwei Premieren parat. Der 22-Jährige kam gegen den 1. FC Nürnberg bereits nach 57 Minuten zum Einsatz. Für den Offensivspieler war es der erste Pflichtspiel-Einsatz im FC-Trikot, der mehr als eine halbe Stunde zählte. Viel wichtiger aber, denn die frühe Einwechslung war wohl auch der Verwarnung und einer drohenden Ampelkarte von Jan Thielmann geschuldet, für Obuz war es der zweite Einsatz in Folge. Schon gegen Jahn Regensburg hatte der gebürtige Kölner 17 Einsatzminuten gesammelt. Damit hat Obuz alleine in den vergangenen beiden Begegnungen nahezu doppelt so viel gespielt wie im bisherigen Saisonverlauf. Zwar kommt Obuz nun insgesamt auf fünf Einsätze bei den Profis, doch die Entwicklung beim FC hat sich das Kölner Eigengewächs sicherlich anders vorgestellt.

    Wie „nah dran“ ist Marvin Obuz?

    Obuz war im Sommer von der Leihe von Rot-Weiss Essen zurückgekehrt. In der 3. Liga gehörte der Offensivspieler zu den absoluten Leistungsträgern. Der Außenbahnspieler erzielte sieben Tore und bereitete 14 vor. Kein Wunder, dass man Obuz gerne noch länger an der Hafenstraße gesehen hätte. Doch die Kölner holten aufgrund der Transfersperre bekanntlich alle Spieler erst einmal zurück. Und Obuz war gewillt, den Durchbruch bei seinem Herzensverein zu schaffen. Eine Verletzung aus der Vorsaison bremste den Offensivspieler aus. Zwar ist der Kölner längst wieder fit, doch so richtig viel Vertrauen bekam der Youngster nicht. Und das, obwohl FC-Trainer Gerhard Struber die Qualität des „Burschen“ lobt. „Er ist natürlich ein Spieler, der in meinem Kopf schwirrt, wenn ich über die Spielzeit nachdenke. Ich habe es schon einige Male gesagt und es hat sich nicht verändert: Er ist sehr nah dran“, hatte der Coach nach dem Aachen-Testspiel gesagt.

    Offenbar befinden sich die Kölner bei Obuz in einem kleinen Dilemma. Denn der 22-Jährige ist so etwas wie ein Grenzfall bei den Geißböcken. Trotz den wenigen Spielminuten ist die Situation ganz anders gelagert als beispielsweise bei Steffen Tigges, Sargis Adamyan oder Florian Dietz. Der FC ist von den Qualitäten des Spielers absolut überzeugt, Struber würde ihm auch sicherlich gerne mehr Einsatzzeit einräumen, nur ist die Kölner Offensive quantitativ einfach gut besetzt. Aktuell gibt es die von Struber ausgerufene „Competition“ in der Offensive für mindestens sieben realistische Optionen auf drei Positionen und im Winter sollen weitere dazukommen. Obuz hat einige Kandidaten vor der Nase sitzen. Und die Situation wird mit Beginn des neuen Jahres nicht viel einfacher werden.

    Ist eine Leihe eine Option?

    Zuletzt schenkte Struber dem Youngster nun zwei Mal das Vertrauen. Dabei konnte sich Obuz nicht so wirklich in Szene setzen. Und so stellt sich die Fragen nach den Optionen des Youngsters. Fakt ist: Obuz hat nur noch bis zum kommenden Sommer Vertrag, könnte den Verein dann ablösefrei verlassen. Köln würde ein weiteres Talent verlieren. Auf der anderen Seite kann es sich auch der FC nicht leisten, auf den Durchbruch des Youngsters jahrelang zu warten. Eine weitere Leihe wäre möglicherweise eine Option, allerdings müssten die Kölner dafür den Vertrag verlängern und einen geeigneten Partner finden. Das soll dem Vernehmen nach nicht wie kolportiert Rot-Weiss Essen sein. Zwar soll sich ein Scout des Traditionsclubs die Testspiel-Begegnung der Geißböcke gegen Aachen angesehen haben, doch das Interesse an Steffen Tigges war dem Vernehmen nach ein größeres.

    Zudem stellt sich die Frage, wie sich die Kölner perspektivisch auf den offensiven Außenpositionen aufstellen wollen. Schließlich hat der FC im vergangenen Sommer in der Offensive trotz Transfersperre kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Darunter mit Mansour Ouro-Tagba, Chilohem Onuoha und Said El Mala drei Spieler, die alle schon als Rechtsaußen aufgelaufen sind. Schon die kommenden Tage könnten Aufschluss bringen.


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    Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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