1. FC Köln Abgänge und Zugänge 2026/27 – diese Kader-Entscheidungen stehen fest
Simon Bartsch
Mit der Leistungsdiagnostik hat am Freitag die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Das aber nicht mit der finalen Mannschaft der Geißböcke. Es gibt zwar zahlreiche Abgänge, die Neuzugänge lassen aber noch auf sich warten beim 1. FC Köln: Das sind die Kader-Entscheidungen 2026/27.
Beim FC geht es wieder los. Erst die Leistungsdiagnostik, am Montag das Auftakttraining. Und das mit einem kleinen Kader. Zehn Abgänge haben die Geißböcke zu verzeichnen, erst zwei wirkliche Neuzugänge. Das wird noch etwas passieren müssen. Wir haben den Überblick über Zugänge und Abgänge.
Gideon Mensah wechselt zum 1. FC Köln (Foto: 1. FC Köln)
Gideon Mensah, LV
Der Linksverteidiger wechselt von AJ Auxerre ablösefrei nach Köln. Bei den Franzosen war der Vertrag ausgelaufen. Mensah schließt damit die Lücke auf der linken Defensivseite. Der Ghanaer hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.
Mit dem Innenverteidiger haben die Kölner eine wichtige Baustelle in der Innenverteidigung geschlossen. Für rund fünf Millionen Euro kommt der Georgier vom 1. FC Nürnberg. Beim Club war der Abwehrspieler absoluter Stammspieler. Lochoshvili ist bisher der einzige externe Zugang.
Jahmai Simpson-Pusey bleibt bis 2030 beim 1. FC Köln
Jahmai Simpson-Pusey, IV
Der Engländer hat in der vergangenen Spielzeit wahrlich überzeugt. Der Innenverteidiger kam im Grunde ohne Spielpraxis im Winter als Leihspieler. Nun wurde „JSP“ fest verpflichtet. Rund sechs Millionen Euro soll den FC der Deal gekostet haben.
Dass die Kölner den Mittelfeldspieler verpflichten würden, lag in erster Linie eben an Krauß. Denn durch das Erreichen einer bestimmten Anzahl an Spielen sowie dem Klassenerhalt griff die Kaufoption. 4,5 Millionen Euro hat den FC der Deal gekostet.
Der Wechsel ist durch. Jakub Kaminski wird in der kommenden Spielzeit bei Benfica spielen. Der FC kassiert 17 Millionen Euro und erhält eine Weiterverkaufsbeteiligung. Kaminski wiederum hat erneut eine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert.
Der Mittelfeldspieler hatte zuletzt unter René Wagner keine Rolle mehr gespielt. Der Wechsel hatte sich also angebahnt. Und das auch Richtung Portugal. Huseinbasic wechselt nach Braga. Schon in der vergangenen Saison gab es das Interesse des Clubs. Nun hat es geklappt.
Recht früh stand fest, dass der Abwehrspieler die Kölner verlassen würde. Der Vertrag von „Heintzi“ ist ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Nun geht es für den Routinier zum Rheinrivalen aus Düsseldorf in die 3. Liga.
Der Sechser wollte den nächsten Karriereschritt gehen und geht den in Mainz. Martel wechselt ablösefrei zu den Rheinhessen. Der Mittelfeldspieler war einer der Stammspieler in Köln. Die vergangene Saison gehörte aber nicht zu seinen besten.
Florian Kainz vom 1. FC Köln (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
Florian Kainz, Karriereende, OM
Während der WM war Kainzi bereits als Experte im TV oder bei Vodcasts zum Einsatz. Vielleicht eine Zukunft, die sich der Mittelfeldspieler vorstellen kann. Die Karriere als aktiver Fußballer hat der Österreicher beendet.
Cenk Özkacar und Jakub Kaminski jubeln nach dem Spiel
Cenk Özkacar, ?, IV
Der FC hat die Kaufoption nicht gezogen. Özkacar geht damit erstmal zurück zum FC Valencia. Doch stand jetzt gibt es bei dem spanischen Club gerade keine Verwendung für den Abwehrspieler. Dem Vernehmen nach gibt es einige türkische Interessenten für den Spieler.
Kristoffer Lund ist nicht länger Spieler des 1. FC Köln
Kristoffer Lund, ?, LV
Wirklich überraschend kam due Ausbootung des US-Amerikaners mit dänischen Wurzeln nicht. Auf die gesamte Saison betrachtet war man beim FC nicht komplett zufrieden mit dem Spieler. Für Lund geht es zurück nach Palermo. Allerdings ist der Linksverteidiger in Palermo nicht für den Kader vorgesehen. Dem Vernehmen nach kann sich das jederzeit ändern.
Der Spieler des FC Bayern München kam bei den Kölnern kaum zum Einsatz. Sein Abschied war daher nur folgerichtig. der FC hat die Kaufoption nicht gezogen. Wie es mit Chavez weitergeht, steht noch nicht fest.
Rasmus Carstensen wurde beim 1. FC Köln nicht so richtig glücklich
Rasmus Carstensen, Aarhus, RV
Der Däne war beim FC nicht so wirklich glücklich geworden. Schon bei Posen lief es besser. Nun holte er nach dem Meistertitel mit den Polen auch mit Aarhus den Meistertitel. es folgte die feste Verpflichtung. Und die soll dem FC knapp eine Millionen Euro eingebracht haben.
Kaminski auf Rang zwei – Das sind die teuersten Abgänge der Vereinsgeschichte
Simon Bartsch
Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln — und hinterlässt nicht nur eine Lücke im Kader, sondern auch einen Rekord in den Vereinsbüchern. Der Pole ist der zweitteuerste Abgang der Kölner Vereinsgeschichte. Und das nach nur einer Saison für den 1. FC Köln: Das sind die teuersten Abgänge der FC-Geschichte.
Seit Dienstagabend steht es fest. Jakub Kaminski verlässt die Geißböcke und schließt sich Lissabon an. Gleichzeitig avanciert der Spieler zum zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte.
In der Pressemitteilung zum Abgang von Jakub Kaminski gab sich Thomas Kessler durchaus zufrieden mit dem Transfer. „Jakub hat in der vergangenen Saison bei uns auf ganzer Linie überzeugt – sowohl sportlich als auch menschlich. Wir sind stolz darauf, dass wir ihm ein Umfeld bieten konnten, in dem er sein Potenzial wieder konstant abrufen konnte“, wurde der Geschäftsführer zitiert. „Gleichzeitig wecken solch gute Leistungen auf dem Markt natürlich Begehrlichkeiten, weshalb wir immer mit einem Abgang von Jakub rechnen mussten. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz in der vergangenen Saison und wünschen ihm für seine Zukunft sportlich und privat das Beste.“ Vermutlich wird die Gefühlswelt des Ex-Keepers der Geißböcke dann doch deutlich diffuser gewesen sein. Kessler hat mit der Verpflichtung von „Kuba“ ganze Arbeit geleistet. Die Kaufoption von 5,5 Millionen Euro hat sich nach wenigen Wochen vollends gelobt. Der Geschäftsführer wird beim Ziehen der Kaufoption wohl geahnt haben, dass er gleichzeitig das nötige Kleingeld für den Kaderausbau eingestrichen hat.
Poldi gleich zwei Mal in der Top-Ten
Köln hatte am Ende keine Handhabe, was die Zukunft des Spielers angeht. Hat nun aber die Handhabe, an der Zukunft des Kaders zu feilen. Wie hoch die Ablösesumme am Ende ausgefallen ist, ist nicht ganz klär. Sie liegt bei 17 Millionen Euro, plus hoher Weiterverkaufsgebühr. Und damit haben die Kölner innerhalb von einer Saison den zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte aufgebaut. Nur selten hat ein Spieler der Geißböcke eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung erfahren. In der jüngeren Vergangenheit wohl nur Said El Mala. Kaminski hat etwas von „zero to hero“. Als Abgang teurer war bekanntlich nur Anthony Modeste, der in der Saison 18/19 für unglaubliche 29 Millionen Euro ins chinesische Tianhai wechselte. Damals lag der Marktwert des Franzosen bei 16 Millionen Euro. Wenn man so will die größte Diskrepanz zwischen Wert und Preis. Und dann folgt eben Kaminski. Bemerkenswert: Kuba ist in der Top-Vier-Abgänge der einzige Spieler, der nicht als Mittelstürmer geführt wurde. Denn Platz drei teilen sich Lukas Podolski und Jhon Cordoba mit jeweils 15 Millionen Euro.
Podolski taucht in der Top-Ten dann noch einmal auf Rang sieben mit zehn Millionen Euro auf. Vor 20 Jahren ging es an die Säbener Straße. Die 15 Millionen gab es damals von den Gunners. Auf Platz fünf schafft es mit Sebastiaan Bornauw sogar ein Innenverteidiger, der für 14 Millionen Euro an Wolfsburg verkauft wurde. Ebenfalls zum VfL, allerdings für „nur“ 13 Millionen Euro, ging es für Yannik Gerhardt. Auf Platz acht landet ein Abgang der vergangenen Spielzeit. Damion Downs brachten den Kölnern immerhin acht Millionen ein und damit nur minimal mehr, als Thomas Häßler – selbst wenn das Geld oder Teile davon dem Volksmund nach ja verschwunden ist. Auch WM-Teilnehmer Ismail Jacobs gehört in die Liste der besten Zehn. Der Nationalspieler des Senegal wechselte für knapp sieben Millionen Euro zur AS Monaco. Für Kessler ist der Kaminski-Transfer zumindest schon jetzt ein großer Erfolg der jungen Karriere als Geschäftsführer. Sollte Said El Mala den Verein verlassen, wird sich die Tabelle auf allen Plätzen noch einmal verschieben.
Abgänge beim 1. FC Köln? Es winken Rekordablösen, es droht ein Offensiv-Problem
Simon Bartsch
Thomas Kessler gab unlängst zu, dass ein Angebot für seinen Shootingstar vorläge, bei dem er gesprächsbereit sei. Der Abgang von Said El Mala wird damit wahrscheinlicher. Doch es droht noch ein weiterer Abschied beim 1. FC Köln: Thomas Kessler und das Dilemma mit Jakub Kaminski.
Der Abgang von Said El Mala ist wahrscheinlich, der von Jakub Kaminski wird wahrscheinlicher. Die Spekulationen über den Kölner Scorer deuten jedenfalls an, dass die Offensive zum großen Problem werden kann. In dieser Spielzeit gehörte diese zu den besseren der Liga.
Thomas Kessler, Said El Mala und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
Jakub Kaminski weilt gerade bei der polnischen Nationalmannschaft und bereitet sich auf die Freundschaftsspiele gegen die Ukraine am Abend und Nigeria am kommenden Mittwoch vor. Der Wert der Begegnungen ist für die polnische Nationalmannschaft natürlich ein überschaubarer. Denn das Team um den Kölner Offensivspieler und Superstar Robert Lewandowski hat die Weltmeisterschaft bekanntlich verpasst, verlor das entscheidende Playoff-Spiel gegen Schweden. Da aber auch Nigeria und die Ukraine das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada verpassen, handelt es sich tatsächlich um reine Freundschaftsspiele.
Für Kaminski ist jedoch auch noch einmal eine Chance, sich ins Schaufenster zu stellen – wenn der 23-Jährige das überhaupt noch nötig hat. Denn der Pole hat eine überragende Saison abgerissen, war gefühlt auf jeder Position zu Hause, erzielte sieben Tore, bereitete fünf vor und hatte damit großen Anteil am Klassenerhalt der Geißböcke.
Zukunft in der Premier League?
Nicht umsonst wurde der Marktwert vom Online-Portal transfermarkt.de zuletzt auf 17 Millionen Euro geschätzt. Eine stolze Summe für einen Spieler, den die Kölner für rund fünf Millionen Euro unter Vertrag nehmen werden. Die Kaufoption wird sicher gezogen, das hat Thomas Kessler bereits mehrfach erklärt, alle Parteien sind informiert. Wenn die Unterschrift noch nicht erfolgt ist, ist sie nur Formsache. Und das ist durchaus als großer Transfercoup zu betrachten.
Allerdings einer mit einem kleinen Makel. Denn der Vertrag ist wie berichtet mit einer Ausstiegsklausel versehen. Ist ein Club bereit, die kolportierte Ablöse von 20 Millionen Euro zu bezahlen, haben die Kölner keine Handhabe – gar keine. Und so dürften die Meldungen, die am Samstag vor allem in Polen die Runde gemacht haben, vielleicht dann doch für ein wenig Nervosität bei Thomas Kessler verursacht haben. Denn wie vermeldet, berichtete Journalist Mateusz Borek von einem konkreten Angebot aus England, das Kaminski vorläge.
Nach Informationen von come-on-fc.com ist der FC über diese Offerte noch nicht unterrichtet worden, muss er aber auch nicht zwingend. Das Vorgehen ist in diesem Fall in der Regel, das zunächst Interessent und Spielerseite sprechen. Bei einer Einigung würde dann das Gespräch mit den Kölnern gesucht werden. Tatsächlich kann es nun schneller gehen, als es dem ein oder anderen FC-Fan lieb ist. Kaminski hat bereits mehrfach angedeutet, dass er seine Zukunft in der Premier League sieht. Die Clubs aus jener sind wiederum eher bereit, die Ablösesumme dann auch zu überweisen. Und tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit nach der vergangenen Spielzeit recht groß, dass genau das passieren wird. Kessler sind in dem Fall dann die Hände gebunden und die 20 Millionen Euro Ablöse aus rein sportlicher Sicht ein schwacher Trost. Denn den Geißböcken droht ein massives Offensivproblem.
Schmerzhafter Aderlass
Wenn auch ein lukratives. Neben Kaminski mit zwölf Scorerpunkten steht schließlich mit Said El Mala der Topscorer und potenzielle Kölner Rekord-Transfer ganz oben auf der Liste der möglichen Abgänge. 50 Millionen Euro will Kessler für den Shootingstar haben und wird diese wohl annähernd bekommen. Zwar hat der FC die Hand auf einem möglichen Deal, da der 19-Jährige eben keine Ausstiegsklausel im Vertrag stehen hat, doch das macht eine weitere Saison mit dem Geißbock auf der Brust nicht wahrscheinlicher. El Mala wird sich einen Wechsel nach England vorstellen können, es winken ein hohes Gehalt sowie Spielzeit in der wohl besten Liga der Welt. Und da sich die Geißböcke personell noch einmal verstärken wollen, ein Großteil des vorhandenen Budgets aber in die Optionen der Leihspieler fließen soll, wird frisches Geld benötigt.
Man „müsste die Torquote verbindlich einkaufen“
Alleine der Verkauf der beiden Akteure würde dem FC also rund 70 Millionen Euro einbringen, von denen ein Großteil wieder in die neue Mannschaft fließen würde. Dass eine finale Entscheidung noch nicht gefallen ist, erklärte Vizepräsident Ulf Sobek am Donnerstagabend und lieferte direkt eine Erklärung mit, warum auch der Verbleib des Offensivspielers eine denkbare Option sein könnte. „Wenn man einen Transfer realisiert, hätte man mehr Geld zur Verfügung, müsste aber die Torquote verbindlich einkaufen“, sagte der 54-Jährige. Und genau da liegt ein großes Problem der Kölner. Denn eine Garantie für Scorerpunkte bringt kein Transfer mit sich. Und die Vergangenheit zeigt, dass der FC gerade in der Offensive gerne mal daneben gelegen hat.
Und selbst wenn nicht: Dass Kessler und Tim Steidten in diesem Sommer noch einmal solche Glücksgriffe landen, wie mit dem formerstarkten Kaminski und dem Ausnahme-Talent El Mala, ist mindestens sehr unwahrscheinlich. Eins-zu-Eins-Ersatze wird und kann es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben. So bleibt unterm Strich die Erkenntnis, dass sich der FC durch den Verkauf der zwei Offensivkräfte finanziell besser aufstellt, mehr Luft bei möglichen Transfers hat, sportlich wird der Aderlass aber immens und kaum auffangbar sein.
Auf diesen Positionen will Thomas Kessler nachlegen
Simon Bartsch
Für den Geschäftsführer Sport steht in den kommenden Wochen statt Urlaub viel Arbeit an. Denn es ist an der Zeit, die neue Mannschaft für die kommende Saison zu formen. Einige Abgänge sind bereits fix, weitere werden folgen – und dann muss Ersatz her beim 1. FC Köln: So plant Thomas Kessler den Kader.
Während die Spieler wie Timo Hübers oder Denis Huseinbasic Grüße von der Seiser Alm oder der kleinen bosnischen Stadt Fojnica über die Sozialen Medien schicken, ist für Thomas Kessler erst einmal Büro-Arbeit angesagt. Zumindest betonte der Geschäftsführer Sport am Dienstag, er werde vorerst am Geißbockheim anzutreffen sein. Kein Wunder, auf den Ex-Keeper der Kölner wartet auch in diesem Transfersommer viel Arbeit.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln spricht über seine Kaderplanung
Kessler wird seine Kader-Umstrukturierung weiter vorantreiben. Einige Spieler haben den Verein bereits verlassen, es ist davon auszugehen, dass ebenfalls einige folgen werden. Und das bedeutet, Kessler wird in den kommenden Wochen viele Gespräche und Verhandlungen führen. „Wir haben einen groben Plan“, sagte Kessler. „Wir haben uns sehr im Detail Gedanken dazu gemacht, wo wir Entwicklungspotenzial sehen.“ Dass in der abgelaufenen Saison auch spielerisch nicht alles optimal läuft, war Teil der ausführlichen Analyse, die am Geißbockheim in den vergangenen Tagen vollzogen wurde. Und dabei wird man zweifelsfrei zu der Einschätzung gekommen sein, dass Handlungsbedarf besteht. „Wir müssen die Spieler bewerten, die aktuell da sind: Auf welchem Entwicklungsstand sind sie? Wie passen sie zu dem, was wir vorhaben?“, so Kessler. „Und dann schauen wir uns auf dem Markt um, wie wir noch Qualität hinzufügen können.“
Auf gleich mehreren Positionen schaut sich der FC um
Namen wurden bereits viele in den Ring geworfen, einige sind wohl wärmer, als man es beim FC aktuell zugeben würde. Und so umschreibt der Geschäftsführer nur die Positionen, auf denen man nachlegen will oder muss. „Auf der Innenverteidigerposition schauen wir uns sehr intensiv um“, sagte Kessler. Spätestens mit dem Abgang von Cenk Özkacar, den Kessler ebenfalls nun offiziell bestätigte, ist klar, dass der FC einen erfahrenen Abwehrspieler verpflichten wird. Doch da es noch mehr Abgänge gab, wird es dabei ganz sicher nicht bleiben. „Im zentralen Mittelfeld schauen wir uns auch um. Dann schauen wir, ob wir Qualität in der Offensive dazubekommen.“ Die wird auf jeden Fall nötig werden, wenn es wie erwartet zum Abgang von Said El Mala und möglicherweise auch von Jakub Kaminski kommt. Die Kölner werden nachlegen müssen, wenn auch klar sein dürfte, dass es keinen qualitativen Eins-zu-Eins-Ersatz geben kann.
„Und als Linksverteidiger hatten wir in der ganzen Saison nur einen nominellen Profi, wo die Zukunft auch noch nicht final geklärt ist“, sagte Kessler. Kristoffer Lund gilt als möglicher Abschiedskandidat. Dem Wahl-Amerikaner unterliefen gleich mehrere Patzer, die Folgen mit sich zogen. Lund wirkte nicht so wirklich sattelfest, blickt auf eine durchwachsene Saison zurück. Immerhin gab es mit Alessio Castro-Montes einen Backup für beide Außenpositionen. Doch auch da besteht Handlungsbedarf. Zu Namen äußerte sich Kessler erwartungsgemäß nicht. Die werden in den kommenden Tagen und Wochen ohnehin genannt werden.
Der 1. FC Köln strebt den nächsten Kader-Umbruch an: Wer geht, wer bleibt, wer wackelt? Und wo sind Baustellen?
Simon Bartsch
Bereits im vergangenen Sommer hat FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler den Geißböcken ein neues Gesicht verliehen. Auch für die kommende Saison wird sich wohl einiges verändern beim 1. FC Köln: Wer geht, wer bleibt und wo muss nachgebessert werden?
Seit vergangenem Wochenende ist die Ausgangslage mit dem so gut wie sicheren Klassenerhalt eine andere am Geißbockheim. Thomas Kessler kann nun mit einer neuen Verhandlungsposition in die Kaderplanung starten. Und es gibt einiges zu tun.
Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln
Am Montag nach dem 2:2-Unentschieden bei Union Berlin herrschte am Geißbockheim eher wenig Betriebsamkeit. Trainer René Wagner hatte seinem Team freigegeben, erst am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Eine festliche Stimmung ob des erreichten Saisonziels wird aber auch dann nicht zu erwarten sein. Wagner hatte schon in der vergangenen Woche angekündigt, dass es nach dem Duell gegen die Eisernen zwei weitere Aufgaben gäbe, auf die man sich konzentrieren werde. Zudem sollte man im Profi-Sport erst dann jubeln, wenn der letzte Meter gegangen ist. Soll heißen: Zumindest offiziell erfolgt das große Aufatmen am Geißbockheim wohl erst, wenn auch in der Theorie die Klasse gehalten ist. Und dazu fehlt aktuell ein Punkt.
Weiterer Umbruch steht an
Intern wird man sich hinter verschlossenen Türen aber ebenfalls schon sehr sicher sein. Der Vergleich der Tordifferenzen, gepaart mit dem Restprogramm gerade der direkten Konkurrenz, lässt wohl kaum noch Rechenbeispiele zu, wie der FC doch noch in die Abstiegszone rutschen könnte. Und so werden die Kaderplanungen nun intensiviert. Die ersten Fragezeichen sind bereits angegangen worden, viele Positionen stehen ohnehin schon für die kommende Spielzeit fest, doch es gibt noch einige Baustellen, die Thomas Kessler und Co. wohl dringend angehen werden. Fakt ist, dass der Umbruch, den der Geschäftsführer in der vergangenen Spielzeit angestoßen hat, noch nicht abgeschlossen ist. Rund 25 Millionen Euro hatte Kessler damals investiert, nun folgen sicher weitere Millionen, die mit diversen Kaufoptionen zusammenhängen. Welche Baustellen dann noch geschlossen werden können, hängt unter anderem mit dem wohl angepeilten Verkauf von Said El Mala zusammen.
Sollten die Kölner den Offensivspieler tatsächlich für die erhoffte Ablöse von rund 50 Millionen Euro abgeben, könnten die Kölner wohl die angestrebten Kaufoptionen ziehen und hätten noch Geld in der Portokasse für weitere Transfers. Die werden je nach Position auch nötig sein. Denn rundum zufrieden ist man mit dem Kader noch nicht.
Keine Probleme gibt es aktuell auf der Keeper-Position. Mit Marvin Schwäbe haben die Geißböcke einen gestandenen Bundesliga-Keeper zwischen den Pfosten. Der Routinier strahlt viel Ruhe aus und überzeugt immer wieder mit starken Reflexen. Schwäbe ist in der jüngeren Vergangenheit zu einem wichtigen Aufbauspieler bei den Geißböcken geworden. Allerdings offenbart der Routinier ab und an Schwierigkeiten bei der Strafraumbeherrschung. Mit Ron-Robert Zieler gibt es zudem einen Weltmeister als Nummer zwei, der als starker Ersatz umgehend zur Verfügung stünde. Ob die Kölner einen weiteren Keeper in den Kader berufen, hängt wohl auch mit dem Trainer zusammen. Unter Steffen Baumgart füllte Matthias Köbbing etwa als Trainingskeeper ein Quartett auf, unter Lukas Kwasniok war „Köbbes“ die Nummer drei. Gut möglich, dass der FC im Fall der Fälle dann aber auf einen starken Keeper aus dem Nachwuchs, Spieler wie Mikolaj Marutzki zurückgreift. Große Not besteht nicht.
Veränderungen in der Innenverteidung
Veränderungen wird es ganz sicher in der Innenverteidigung geben. Die Abgänge von Dominique Heintz und Luca Kilian stehen fest. Timo Hübers wird wohl schon bald die Tinte unter einen neuen Kontrakt setzen. Allerdings ist nicht klar, wann der Ex-Kapitän wieder ins Spielgeschehen eingreifen wird. Auch deswegen schauen sich die FC-Bosse nach einem weiteren Routinier um. Die Kaufoption soll bei Cenk Özkacar gezogen werden. Der Innenverteidiger hat zuletzt mit konstant guten Leistungen überzeugt, die feste Ablöse soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Nicht ganz so einfach wie kolportiert scheint die Situation bei Jahmai Simpson-Pusey sein. Auch den zweiten Stamm-Innenverteidiger würde der FC zu gerne halten. Kein Wunder, der 20-Jährige hat seit seinem ersten Einsatz bei den Geißböcken überzeugt und anfängliche Skepsis früh zerstreut. Dem Vernehmen nach soll die feste Ablöse bei sieben bis acht Millionen Euro liegen.
Viel Geld, aber ein Invest, das sich ganz sicher lohnen würde. Schließlich dürfte der Marktwert bei einer entsprechenden Leistungsentwicklung weiter steigen. Das Problem: Manchester City hat die Hand auf dem Deal, verfügt über eine Kaufoption. Pep Guardiola gilt als großer Fan des Youngsters und wird die positive Entwicklung genau beobachtet haben. Auch Simpson-Pusey selbst sieht sich mittelfristig wieder in der Premier League, möchte aber auch auf Einsatzzeit kommen und fühlt sich in Köln wohl, wie er im Interview mit come-on-fc.com verriet. Ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen, heißt es aus England. Möglicherweise mit einer Rückkaufoption, die erst im kommenden Sommer greift, wie etwa bei Felipe Chávez. Auch Rav van den Berg sieht den Schritt nach Köln als Zwischenstation auf seinem Weg in die Premier League an. Allerdings wusste sich der Niederländer bislang nicht so recht durchzusetzen.
Joel Schmied hat noch Vertrag bis 2029 und will im Sommer wieder richtig angreifen. Der Innenverteidiger hatte sich in der Hinserie zum Stammspieler gemausert, war dann aber immer wieder aufgrund von Verletzungen ausgefallen und hat erst am vergangenen Wochenende sein Comeback gegeben. Komplettiert wird die Innenverteidiger-Riege von Julian Pauli und Elias Bakatukanda, die aus ihren Leihen vorerst zurückkehren. Wie es dann weitergeht, wird sich im Sommer entscheiden. Gerade bei Pauli ist die Chance, in Köln zu bleiben, durchaus gegeben.
Nachbesserungen auf der Schiene und auf der Sechs
Auf den Schienen haben die Kölner ebenfalls Handlungsbedarf. Kristoffer Lund wäre zwar für den FC relativ günstig zu haben. Doch der Wahl-US-Amerikaner weist doch noch einige Defizite auf. Den starken Eindruck zu Saisonbeginn konnte Lund nicht konstant bestätigen. Tatsächlich blieben die Wackler mitunter nicht immer ohne Folgen. Auf der linken Seite dürfte also sicherlich noch etwas passieren, möglicherweise auch auf der rechten. Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes sind bis 2028 fest an den FC gebunden, doch gerade letzterer wusste auch nicht immer zu überzeugen. Allerdings ist der Belgier ein auffällig guter Fußballer, der möglicherweise „nur“ seine Konstanz finden muss. Im zentralen Mittelfeld wird der FC Tom Krauß nun fest unter Vertrag nehmen. Denn mit dem Klassenerhalt greift die Kaufpflicht. Isak Johannesson soll sich beim FC weiterentwickeln. Denn trotz der durchwachsenen Spielzeit hält man in Köln große Stücke auf den Isländer.
Die beiden weiteren defensiven Mittelfeldspieler sind dagegen fraglich. Eric Martel hat seinen Kontrakt nach wie vor nicht verlängert. Das lukrative Angebot des vergangenen Sommers hat keine Gültigkeit mehr. Der FC ist auch weiterhin gewillt, Martel zu halten, doch nicht mehr um jeden Preis. Es wird sich schon nach Alternativen umgeschaut. Bei Denis Huseinbasic könnten die Zeichen auf Abschied stehen. Der 24-Jährige spielte zuletzt keine Rolle mehr, wäre am Samstag ohne die Verletzung von Rav van den Berg und die Sperre von Isak Johannesson möglicherweise zum dritten Mal in Serie nicht für den Kader nominiert worden. Schon in der vergangenen Saison gab es Interessenten, unter anderem aus Braga. Der Vertrag läuft noch bis 2027. Will Köln einen Gewinn einfahren, müsste der Spieler aktuell verkauft werden und wäre ein Vielfaches der einst investierten 50.000 Euro wert.
Wie geht es weiter mit Felipe Chávez?
In der offensiveren Kette wird es mindestens einen Abgang sicher geben. Florian Kainz hat bereits angekündigt, dass er seine Karriere beenden wird. Keine Entscheidung scheint bislang über die Zukunft von Felipe Chávez getroffen worden zu sein. Das Talent des FC Bayern München könnte per Kaufoption fest verpflichtet werden. Allerdings hat der junge Peruaner noch keinen großen Eindruck hinterlassen können, die Einsatzzeiten sind bislang überschaubar. Ein guter Fußballer ist Chávez zweifelsohne, aber ob er das Zeug hat, sich nächstes Jahr festzuspielen, darf hinterfragt werden. Die Bayern haben für die Jahre 27 und 28 eine Rückkaufoption im Vertrag verankert. Trotz der anteigenden Form ist auch die Zukunft von Luca Waldschmidt beim FC nicht sicher. Der ehemalige Nationalspieler hat sich oft über die mangelnde Einsatzzeit geärgert – auch öffentlich. Zudem fehlt dem gebürtigen Siegener die Konstanz. Ein Abschied ist möglich.
Wahrscheinlich ist dieser bei Said El Mala. Schon alleine, weil die Kölner Geld brauchen, um den Kader weiter umzukrempeln, die Kaufoptionen zu ziehen. Und der Verkauf könnte sehr lukrativ werden. Doch die Kölner werden Ersatz und dafür dann auch das nötige Kleingeld brauchen. Jakub Kaminski bleibt den Kölnern erhalten. Die Kaufoption wird gezogen, eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro wird wohl vereinbart. Der Pole ist sicher der große Gewinner dieser Saison – auch für den FC. Dagegen hatten Linton Maina und Jan Thielmann in dieser Spielzeit auf den Außen doch oft ihre Schwierigkeiten. Beide werden wohl in Köln bleiben, doch möglicherweise auch in der kommenden Spielzeit nicht immer erste Wahl sein. Das gilt auch für Marius Bülter. Der Routinier lief lange seiner Form hinterher, erzielte am Samstag immerhin ein Traumtor. Das kann aber nicht über die Leistung der Saison hinwegtäuschen.
Viele Leihspieler kehren nicht zurück
Ragnar Ache ist als einziger Stoßstürmer auch in der kommenden Saison gesetzt. Allerdings werden die Kölner ganz sicher auf der Position des Zielstürmers nachbessern. Das wollten sie bereits im vergangenen Sommer, doch es bleib bei Ache als einziger klassischer Mittelstürmer. Große Hoffnungen ruhen auf Youssoupha Niang und Fynn Schenten. Aber auch in der kommenden Saison? Mindestens genauso wahrscheinlich wären Leihkonstrukte, bei denen die beiden Youngster Spielpraxis sammeln, auf Einsatzzeit kommen. Davon gibt es aktuell auch einige. Doch die meisten werden wohl keine Zukunft mehr in Köln haben. Eine Rückkehr von Imad Rondic ist nahezu ausgeschlossen, die von Jusuf Gazibegovic und Rasmus Carstensen sehr unwahrscheinlich. Jaka Potocnik soll ein weiteres Jahr verliehen werden, müsste dafür aber seinen Kontrakt noch einmal verbessern. Für Mansour Ouro-Togba soll der VfB Stuttgart eine Kaufoption haben.
Mehrere Stammspieler, aber auch Enttäuschung: So schlagen sich die Sommerabgänge des 1. FC Köln
Redaktion
Neben vielen Neuzugängen haben auch zahlreiche Spieler den FC im Sommer verlassen und eine neue Herausforderung gesucht. So schlagen sich die Sommerabgänge des 1. FC Köln.
Einige Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Während sich für einige ihr Wechsel schon ausgezahlt hat, sind andere komplett außen vor. So schlagen sich die Sommerabgänge des 1. FC Köln.
Ex-FC Stürmer Tim Lemperle von der TSG 1899 Hoffenheim (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images)
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Tim Lemperle: Tim Lemperle blickt auf einen guten Start bei der TSG 1899 Hoffenheim zurück. Der Angreifer gehört unter Christian Ilzer zum Stammpersonal und zahlte dieses Vertrauen bislang mit guten Leistungen zurück. In wettbewerbsübergreifenden sieben Einsätzen erzielte Lemperle zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Am vergangenen Wochenende gewann Hoffenheim mit Lemperle in der Startelf mit 3:0 beim FC St. Pauli und steht dadurch mit zehn Punkten auf dem achten Tabellenplatz.
FC-Eigengewächse mit Problemen
Max Finkgräfe: Max Finkgräfe wartet weiterhin auf sein Pflichtspieldebüt für RB Leipzig. Nachdem der Linksverteidiger in den Vorbereitungsspielen immer wieder zum Einsatz gekommen war, stand der Linksfuß beim Pokalspiel in Sandhausen sowie zum Bundesligaauftakt gegen den FC Bayern München nicht im Kader der Roten Bullen. An den nächsten beiden Spieltagen saß der 21-Jährige wiederum 90 Minuten auf der Bank. Vor der Partie gegen den FC zog sich Finkgräfe eine Innenbandverletzung zu und fehlt RB seitdem.
Damion Downs:Der Wechsel von Downs zahlt sich bislang nicht aus. Der US-Amerikaner kam in acht von möglichen 13 Pflichtspielen zum Einsatz. Dabei stand Downs jedoch lediglich zweimal in der Startelf. Auch gelang dem Rechtsfuß noch kein eigener Treffer und erst eine Vorlage. Am vergangenen Wochenende musste der Stürmer das Unentschieden von Southampton gegen Swansea über die komplette Spielzeit von der Bank verfolgen.
Mehrere Stammspieler
Dejan Ljubicic: Der Österreicher gehört bei Dinamo Zagreb zu den absoluten Leistungsträgern. In wettbewerbsübergreifend 13 möglichen Pflichtspielen stand der 28-Jährige elfmal in der Startelf und spielte nur einmal gar nicht. Bei seinen Einsätzen gelangen dem Mittelfeldspieler bereits zwei Treffer und drei Vorlagen, womit Ljubicic einen großen Anteil daran hat, dass Zagreb in der Europa League noch ungeschlagen und in der Liga Tabellenführer ist. Am vergangenen Spieltag wurde der Mittelfeldspieler allerdings erst in der 69. Minute eingewechselt und feierte am Ende einen 2:1-Heimsieg.
Steffen Tigges: In seinem siebten Zweitliga-Einsatz für den SC Paderborn gelangen dem Stürmer am Wochenende endlich seine ersten Treffer. Mit einem Doppelpack entschied der Angreifer das Ostwestfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld. Damit ist der SCP nach neun Spieltagen auf einem starken dritten Platz.
Mathias Olesen: Der Luxemburger gehörte in den ersten Wochen zum Stammpersonal bei Greuther Fürth. Sowohl in der ersten Runde des DFB-Pokals als auch in den ersten sieben Ligaspielen stand der Mittelfeldspieler in der Startelf und sammelte dabei einen Treffer sowie einen Assist. Vor der Länderspielpause musste der 24-Jährige das Unentschieden von Fürth gegen Hannover aber 90 Minuten von der Bank verfolgen. Am vergangenen Wochenende verpasste Olesen dann die 0:6-Pleite in Elversberg aufgrund einer Sprunggelenksverletzung.
Zwischen Startelf und Bank
Marvin Obuz: Marvin Obuz wechselte im Sommer zu Rot-Weiß Essen. Beim Drittligisten kam der Offensivspieler bislang in 13 der 14 möglichen Pflichtspiele zum Einsatz und sammelte dabei zwei Treffer sowie zwei Vorlagen. Allerdings konnte sich Obuz noch nicht als absoluter Stammspieler durchsetzen. So pendelt der 23-Jährige immer wieder zwischen Startelf und Bank. Beim 1:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln am vergangenen Spieltag stand Obuz aber 90 Minuten auf dem Platz.
Florian Dietz: Im Sommer ging der Angreifer in die dritte Liga zu Jahn Regensburg. Dort kam Dietz zwar bereits auf acht Einsätze in neun Pflichtspielen, durfte jedoch nur selten länger als 45 Minuten ran. Auch gelang ihm noch kein einziger Treffer. So musste der Stürmer beim 1:2-Erfolg gegen den TSV Havelse das Spiel von der Bank aus verfolgen.
Jacob Christensen: Nach seinem Wechsel zu Molde FK kommt der Däne bislang erst auf einen einzigen Einsatz. Bei den vier vergangenen Partien seiner Mannschaft stand der Mittelfeldspieler nicht einmal im Kader. Den Wechsel hat sich der 24-Jährige definitiv anders vorgestellt.
Die ersten Transferbewegungen deuten sich beim 1. FC Köln langsam an
Simon Bartsch
Seit wenigen Wochen hat das Transferfenster wieder geschlossen und der FC scheint im Sommer viel richtig gemacht zu haben. Und dennoch tauchen nun die ersten Spekulationen auf rund um den 1. FC Köln: Diese Transferbewegungen deuten sich schon an.
Etliche Neuzugänge hat es beim FC in diesem Sommer gegeben, weitere sind im Winter wohl noch möglich. Und auch auf der Abgangsseite stehen noch einige Fragezeichen beim 1. FC Köln: Diese Transferbewegungen deuten sich schon an.
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Vor knapp fünf Wochen schloss das Transferfenster in Deutschland und der Blick auf die getätigten Bewegungen ist beim FC durchaus ein positiver. Zwölf Spieler hat Thomas Kessler in seiner neuen Funktion als Sportdirektor unter Vertrag genommen und das Gros von ihnen ist bei den Kölnern absolut eingeschlagen. Mindestens sieben Akteure gehören zum Kreis der Stammspieler. Bis auf Sargis Adamyan sowie die beiden potenziellen Leihspieler Emin Kujovic und Neo Telle haben die FC-Bosse auch die Spieler abgegeben, die als Wackel- oder Leihkandidaten gegolten haben. Der sportliche Erfolg gibt den Maßnahmen absolut recht. Der FC steht nach dem sechsten Spieltag auf dem sechsten Tabellenplatz und hat bereits gegen Teams gewonnen, bei denen man nicht unbedingt mit drei Zählern hätte rechnen müssen.
Wie geht es weiter mit Eric Martel?
Und obwohl die Saison noch sehr jung ist und der Transfersommer ein guter war, dürfte es hinter den Kulissen bereits die ersten Gedanken über mögliche Bewegungen, vielleicht sogar die ersten Gespräche geben. Zwar ploppte am Montagabend das Gerücht auf, der FC Bayern München sowie Borussia Dortmund hätten ihr Interesse an Said El Mala bekundet, ein Transfer in diesem Winter ist aber nach Informationen von come-on-fc.com aktuell kein Thema. Der erste Fokus der Kölner dürfte wohl auf einer Vertragsverlängerung von Eric Martel stehen. Der Kontrakt läuft im kommenden Sommer aus. Dementsprechend gab es in der vergangenen Transferphase auch Interesse anderer Clubs sowie einige Gerüchte. Martel entschied sich für einen Verbleib, allerdings ohne Vertragsverlängerung.
Aktuell gibt es noch keine Bewegung. „Wie gesagt, ich will die Hinrunde abwarten, um zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Der Start in die Saison war natürlich ein guter, erster Schritt. Aber wie gesagt: Das ist erst der Anfang. Die Hinrunde ist noch lang. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Es ist aber ein positiver Trend zu erkennen“, hatte Martel Mitte September im Interview mit come-on-fc.com gesagt. Daran hat sich bislang auch noch nichts geändert. Der Verein will natürlich dennoch lieber heute als morgen mit dem Kölner Leistungsträger verlängern. Die Zeichen stehen nach dem guten Saisonstart sicherlich gut, eine Entscheidung steht aber noch aus, und ist wohl komplett offen. Fakt ist, dass mit jedem Erfolg die Chance auf einen Verbleib des 24-Jährigen steigt.
Welche Spieler könnten den Verein verlassen?
Dass es aber schon in diesem Winter Abgänge geben wird, scheint ein durchaus realistisches Szenario. Immerhin steht Jusuf Gazibegovic aktuell unter Lukas Kwasniok gefühlt auf dem Abstellgleis, konnte sich bislang nicht wirklich beweisen. Kölns Trainer hat schon mehrfach betont und das dann auch durch Wechsel-Aktionen wie zuletzt bei Dominique Heintz untermalt, dass jeder Spieler generell die Chance bei ihm hat. Ob das aber auch für Gazibegovic zutrifft, ist aktuell fraglich. Der Nationalspieler Bosniens, im vergangenen Winter als erster Spieler nach dem Registrierungsverbot verpflichtet, dürfte es angesichts der aktuellen Konkurrenz mit Sebastian Sebulonsen sowie Alessio Castro-Montes schwer haben. Wie „Sky“ am Montagabend berichtete, soll es bereits interessierte Clubs geben.
Der FC würde in diesem Winter wohl auch gerne Adamyan, Kujovic und Telle abgeben oder verleihen. Adamyan geht aktuell für die Kölner Reserve auf Torejagd und war erst am vergangenen Spieltag erfolgreich. Ein Winter-Transfer wäre für die Kölner die letzte Chance, noch einmal Geld für den Armenier zu kassieren. Selbst wenn es nun noch zu einem Transfer kommen sollte, ist aber nicht gesagt, dass wirklich eine Ablöse fließt. Bei Telle müsste dagegen erst einmal der Vertrag verlängert werden. Dass genau das noch nicht passiert ist, spricht nicht unbedingt für einen Verbleib. Ob es unzufriedene Spieler beim FC gibt, die sich den Saisonverlauf anders vorgestellt haben, ist nicht gesagt, aber dennoch denkbar. Linton Maina, Florian Kainz oder Denis Huseinbasic dürften Profis sein, die vor dem Saisonstart vielleicht eine andere Erwartung gehabt haben. Das muss aber wiederum nicht bedeuten, dass die FC-Bosse weitere Abgänge einplanen.
Gibt es weitere Neuzugänge?
Und dann ist da noch die andere Seite des Transfermarkts. FC-Geschäftsführer Philipp Türoff hat erst auf der Mitgliederversammlung durchblicken lassen, dass Geld für weitere neue Spieler da sei. Aktuell ist der Kader intakt, der FC punktet – vielleicht sogar mehr als vor der Saison angenommen. Dennoch könnte es noch weitere Verstärkungen geben – aber vielleicht eher für die Breite. Die Verletzung von Marius Bülter hat zumindest gezeigt, dass es Alternativen gibt, diese aber nicht unbedingt die perfekte Lösung sein müssen. Dem Vernehmen nach soll Thomas Kessler durchaus bereit sein, noch einmal Geld in die Hand zu nehmen, wenn das Unterfangen Klassenerhalt in Gefahr gerät.
Ladehemmung, Bankdrücker, schwerer verletzt – Bei den Abgängen des 1. FC Köln läuft es nicht rund
Luca Kaiser
Zahlreiche Profis haben den Verein im Sommer verlassen und sind für neue Clubs im Einsatz. So schlagen sich die Abgänge des 1. FC Köln.
Einige Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Während einige auf ihre ersten Torbeteiligungen kommen, sind andere bis jetzt außen vor. So schlagen sich die Abgänge des 1. FC Köln
Bei Marvin Obuz läuft es noch nicht rund (Foto: Juergen Schwarz/Getty Images)
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Damion Downs: Der teuerste Abgang des Sommers blickt auf einen durchwachsenen Saisonstart bei seinem neuen Arbeitgeber, dem FC Southampton, zurück. Von den bislang möglichen acht Spielen kam der US-Amerikaner in sechs zum Einsatz. Dabei gehörte der Angreifer jedoch nur in zwei Partien zur Startelf und musste in den anderen vier Spielen zunächst auf der Bank Platz nehmen. Wirkliche Impulse konnte Downs dem Spiel des Absteigers aus der Premier League bis jetzt nicht geben. So gelang dem 20-Jährigen noch kein eigener Treffer und lediglich eine Vorlage. Auch bei seiner Mannschaft läuft es bislang nicht rund. Zwar gewannen die Saints beide Spiele im EFL-Cup, konnten in der Liga von sechs Spielen nur eins gewinnen und stehen damit mit sechs Zählern auf dem 19. Tabellenplatz und damit weit von den Aufstiegsplätzen entfernt.
Lemperle schießt Leverkusen ab
Max Finkgräfe: Nach seinem Wechsel zu RB Leipzig wartet der Linksverteidiger weiterhin auf sein Pflichtspieldebüt für die Roten Bullen. Nachdem Finkgräfe in der Vorbereitung fast in jedem Spiel zum Einsatz gekommen war, sah dies in den ersten Wochen der neuen Saison ganz anders aus. So stand der 21-Jährige beim Pokalspiel in Sandhausen und beim Bundesliga-Auftakt in München nicht einmal im Kader und musste die Siege gegen Heidenheim und Mainz von der Bank aus verfolgen. Das Spiel gegen den FC verpasste der Linksfuß kurzfristig aufgrund einer Knieverletzung. Wie lange Finkgräfe nun ausfallen wird, ist bislang nicht bekannt.
Tim Lemperle: Der Angreifer gehört in dieser Saison zum Stammpersonal der TSG 1899 Hoffenheim. Bei vier der fünf möglichen Pflichtspiele stand der 23-Jährige in der Startformation. Die Partie gegen den FC Bayern München am vergangenen Wochenende verpasste der Stürmer aufgrund einer Blessur. Mit seinen zwei Toren sowie einer weiteren Vorlage hatte Lemperle einen großen Anteil an den Siegen bei Bayer 04 Leverkusen und Union Berlin.
Erste Vorlagen und Treffer
Dejan Ljubicic: Der Österreicher spielt seit dieser Saison bei Dinamo Zagreb. Bei den Kroaten gehört der Mittelfeldspieler seit Saisonbeginn zum Stammpersonal. In bislang jedem Ligaspiel stand der 27-Jährige in der ersten Elf, absolvierte dabei drei sogar über die komplette Spielzeit und steuerte auch schon eine Vorlage bei. Mit 16 Zählern steht der gebürtige Wiener mit seinem Team aktuell auf dem ersten Platz. Beim Pokalspiel gegen Dinamo Predavac wurde Ljubicic geschont und sah sich den Erfolg seiner Mannschaft von der Bank an.
Steffen Tigges: Der Angreifer verließ den FC im Sommer und schloss sich dem SC Paderborn 07 an. Nachdem der ehemalige Dortmunder am zweiten Spieltag der Zweitligasaison sein Debüt für die Ostwestfalen gefeiert hatte, verpasste Tigges die erste Runde des DFB-Pokals sowie das anschließende Ligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf aufgrund einer Adduktorenverletzung. In den vergangenen drei Ligaspielen gehörte der 27-Jährige zur Startelf, zeigte sich gut integriert und erzielte auch einen Treffer in Nürnberg. Dieser wurde jedoch zurückgenommen, womit Tigges weiter auf sein erstes Tor für Paderborn warten muss.
Mathias Olesen: Der Wechsel des Luxemburgers zur SpVgg Greuther Fürth hat sich bislang ausgezahlt. Olesen gehörte in allen sechs Ligaspielen sowie in der ersten Runde des Pokals zur Startformation von Trainer Thomas Kleine. Dabei spielte der 24-Jährige dreimal durch und legte einen Treffer vor. Bei den Franken agiert Olesen als defensiver Sechser und versucht, das Spiel seiner Mannschaft mitzugestalten.
Keine große Rolle
Marvin Obuz: Als großer Hoffnungsträger kehrte der Offensivspieler zurück an die Hafenstraße. Nach einer Verletzung in der Vorbereitung hat es der gebürtige Kölner am Wochenende zum ertsen Mal in die Anfangsformation geschafft. Obuz spielte auch 90 Minuten durch. Beim 4:3-Erfolg über Wehen Wiesbaden brachte er sich aber nicht auf die Anzeigetafel. Insgesamt ist die Ausbeute ohnehin eher bescheiden. Bei RWE kommt der Offensivspieler bislang auf vier Spiele und eine Gelbe Karte.
Leart Pacarada: Der Linksverteidiger wechselte kurz vor Ende der Transferperiode zum Ligakonkurrenten Heidenheim. Beim ersten Spiel bei seinem neuen Arbeitgeber saß der Kosovare 90 Minuten auf der Bank. Nach der Länderspielpause feierte Pacarada dann sein Debüt für Heidenheim. Dieses verlief jedoch sehr unglücklich. Bereits nach sieben Minuten musste der Linksfuß verletzt ausgewechselt werden. Wie sich im Anschluss herausstellte, zog sich Pacarada einen Kreuzbandriss zu und wird somit mehrere Monate ausfallen.
Florian Dietz: Nach seinem Wechsel nach Regensburg kam Dietz in jeder Partie zum Einsatz. In der Liga wurde der Stürmer einmal eingewechselt und bekam dreimal die Chance, von Beginn an. Allerdings blieb der Angreifer in den Spielen ohne einen Scorerpunkt und musste mit seinem Team vier Niederlagen einstecken.
Jacob Christensen: Für den Dänen ging es im Sommer zurück in die Heimat. Der Mittelfeldspieler schloss sich fest dem Erstligisten Molde FK an. Im ersten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber stand der Däne sofort in der Startelf und absolvierte die erste Halbzeit. Im zweiten Spiel stand der 24-Jährige dann gar nicht im Kader.
Justin von der Hitz: Der Abgang des Rechtsverteidigers war bekanntlich mit viel Wirbel verbunden. Viele Fans hätten von der Hitz gerne weiter in Köln gesehen, der FC den Spieler auch gehalten. Der U17-Weltmeister entschied sich für einen Wechsel zum 1. FC Nürnberg, um dort den nächsten Schritt zu gehen. Der hält sich bislang aber in Grenzen. Beim Club läuft es überhaupt nicht rund. Von der Hitz hat bislang keine Minute gespielt.
Nun also doch? Imad Rondic steht unmittelbar vor Wechsel
Redaktion
Nun also doch: Ein weiterer aussortierter Spieler kommt offenbar doch bei einem neuen Club unter und verlässt den 1. FC Köln: Imad Rondic wechselt anscheinend nun doch zum Karlsruher SC.
Offenbar gibt es nun einen weiteren Abgang beim 1. FC Köln: Imad Rondic wechselt anscheinend doch zum Karlsruher SC. Das berichtet Sky-Reporter Marlon Irlbacher.
Imad Rondic wird den 1. FC Köln wieder verlassen
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Schon vor einigen Wochen hatte der Kölner Stadt-Anzeiger von einem Interesse des Karlsruher SC berichtet. Damals hatte Rondic dem Vernehmen nach aber das Angebot des Zweitligisten liegen gelassen. Nun gibt es anscheinend doch wieder Bewegung. So soll der Deal noch am Deadline Day rechtzeitig eingetütet werden. Laut „Sky“ wird sich Rondic nun also doch dem KSC anschließen und künftig für die Badener auflaufen. Damit endet der kurze Karriereschritt zum FC bereits nach einem halben Jahr wieder. Rondic war kurz vor Toresschluss aus Lodz an den Rhein gewechselt. Die Kölner hatten den Bosnier mit einem langen Vertrag ausgestattet. Rondic hatte bis 2029 unterschrieben. Auch wenn es anders kommuniziert wurde, sollte der Angreifer durchaus die Sturmflaute der Geißböcke beenden.
Wird der FC die aussortierten Spieler los?
Das gelang Rondic ganz offensichtlich nicht. Der Stürmer erzielte einen Treffer, den aber mit freundlicher Unterstützung von SCP-Abwehrspieler Felix Götze. Ansonsten konnte sich der Angreifer nicht in Szene setzen, blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Zuletzt hatte Rondic in bosnischen Medien erklärt, er wolle seine Chance beim FC doch noch nutzen. Die gab es zu diesem Zeitpunkt aber eigentlich nicht mehr. Denn die Kölner Verantwortlichen hatten dem Stürmer schon vor einigen Wochen mitgeteilt, dass er keine Rolle mehr im Kader spielen würde. Zuletzt wurde Rondic gemeinsam mit Jacob Christensen und Leart Pacarada ausgemustert. Pacarada spielt mittlerweile für den 1. FC Heidenheim, Christensen soll noch am Deadline Day nach Molde wechseln. Angeblich soll auch noch eine Lösung für Sargis Adamyan gefunden werden.
Allerdings wird es sich dabei wohl eher um eine Vertragsauflösung handeln. Mit der Verpflichtung von Alessio Castro-Montes sollten die Kölner auch auf der Zugangs-Seite ihre Transferbemühungen abschließen. Weitere Neuzugänge wären überraschend. Allerdings sprach Lukas Kwasniok erst kürzlich von „verrückten Dingen“, die am Deadline Day möglich seien.
Auf Pacarada folgt Pauli: Was die beiden Abgänge für den Kader des 1. FC Köln bedeuten
Simon Bartsch
Am Freitag soll wohl der Wechsel von Julian Pauli offiziell verkündet werden. Und das keine 24 Stunden nach dem Abgang von Leart Pacarada. Das Gesicht verändert sich weiter beim 1. FC Köln: Das bedeuten die Abgänge für den Kader.
In der vergangenen Spielzeit gehörten Leart Pacarada und Julian Pauli mindestens zum erweiterten Kreis der Stammkräfte. Auch wenn der Innenverteidiger Pauli lange verletzt ausfiel, hatten beide Spieler großen Anteil am Aufstieg der Geißböcke. Nun verlassen die Profis den FC. Das Profil wird ein anderes beim 1. FC Köln: Das bedeuten die Abgänge für den Kader.
Leart Pacarada und Julian Pauli im Trikot des 1. FC Köln
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Am Ende ging es dann doch erstaunlich schnell. Noch am Mittwochvormittag gab es Anzeichen, dass sich ein möglicher Transfer von Leart Pacarada ziehen könnte. Zumindest zitierte die „Sport Bild“ den Berater, dass man an einer Lösung arbeite, aber der Kosovare durchaus in Köln bleiben könne. Nur wenige Stunden später wurde der Linksverteidiger mit dem 1. FC Heidenheim in Verbindung gebracht. Der Vollzug wurde am Donnerstag kommuniziert. Ähnlich schnell scheint es nun mit Julian Pauli zu gehen. Der Innenverteidiger soll am Freitag offiziell bei Dynamo Dresden vorgestellt werden. Es kommt also auf der Abgangsseite nun doch noch einmal zu ordentlich Bewegung bei den Geißböcken – allerdings zu keiner sonderlich überraschenden. Und zu keiner, die für unnötig Schnappatmung bei den FC-Bossen sorgen wird.
21 Feldspieler im Kader
Denn beide Abgänge waren von den Kölner Verantwortlichen fest eingeplant. Bei insgesamt neun Spielern, die sich auf der Position des Innenverteidigers mindestens wohlfühlen, war es nur folgerichtig, dass mindestens ein Akteur aus der letzten Reihe die Geißböcke noch verlässt. Denn eigentlich ist der Plan eine Doppelbesetzung jeder Position. Das aus dieser Maxime erzielbare Maximum von sechs Innenverteidigern ist nach wie vor übertroffen. Allerdings soll auch Neo Telle noch verliehen werden und in die Rechnung fließt auch der rekonvaleszente Luca Kilian ein. Pauli war wie ein weiterer Innenverteidiger Dominique Heintz zuletzt bekanntlich im Kader kein Thema mehr. Lukas Kwasniok peilt ohnehin einen Trainingskader mit 22 bis 24 Feldspielern an. Mit den Abgängen von Julian Pauli (der noch nicht offiziell ist) und Leart Pacarada sind es nun 21 – wenn die Youngster nicht, dafür aber Kilian mitgerechnet werden.
Ein Kaderplatz frei geworden?
Durch die Abgänge sollte also mindestens ein Platz im Kader frei geworden sein. Es müsste also kein weiterer Spieler den Verein verlassen, wenn ein weiterer Spieler kommt. Und das soll nach wie vor Raphael Obermair sein. Denn während der Abgang von Pauli ein der Kadergröße betreffend folgerichtiger ist, dürfte der Abschied von Pacarada den FC unter einen gewissen Zugzwang setzen. Es fehlt die Alternative zu Kristoffer Lund auf der linken Defensivseite. In den Trainingseinheiten unter der Woche spielte einmal mehr Linton Maina diese Position. Der Schienenspieler wurde bekanntlich auch in den vergangenen Wochen in dieser Rolle eingesetzt. Allerdings hat Maina seine Vorteile definitiv in der Vorwärtsbewegung. Gerade in den ersten Vorbereitungsspielen gab es das ein oder andere Problem im Stellungsspiel. Probleme, die der gebürtige Berliner durch seine Geschwindigkeit wieder wettmachen konnte.
Kwasniok hatte vor einer guten Woche noch betont, dass die Position des Linksverteidigers noch nicht doppelt besetzt sei. Ob es aber einen Plan B neben Obermair gibt, ist aktuell offen. Der Kapitän des SC Paderborn gilt als absolute Wunschlösung. Und das, obwohl auch Obermair kein gelernter Linksverteidiger ist, diese Rolle aber schon oft gespielt hat. Inklusive dem Deadline Day bleiben dem FC noch vier Tage, den gesuchten Spieler zu finden.