„Kinderfußball“ und die fehlende „richtige Einstellung für den Beruf“: Trainer Hartmann findet nach U21-Pleite des 1. FC Köln sehr deutliche Worte

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
,
Startseite » 1. FC Köln Bonner SC

„Kinderfußball“ und die fehlende „richtige Einstellung für den Beruf“: Trainer Hartmann findet nach U21-Pleite des 1. FC Köln sehr deutliche Worte

Es war eine gute Gelegenheit, um sich im Spitzenfeld der Regionalliga West festzusetzen. Doch die U21 des 1. FC Köln schafft es weiterhin nicht, konstant gute Leistungen abzurufen. Trainer Manuel Hartmann war entsprechend bedient nach dem 1:2 in Bonn und fand sehr deutliche Worte im Gespräch mit come-on-fc.com.

Am Freitag hat die Kölner Reserve gegen den Bonner SC eine Niederlage hinnehmen müssen. Nach dem Duell fand Trainer Manuel deutliche Worte.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Die U21 hätte – zumindest für eine Nacht – auf den zweiten Platz der Regionalliga West springen und sich im vorderen Bereich der Tabelle festsetzen können. Doch die FC-Talente schaffen es in dieser Saison weiterhin nicht, zwei Siege in Folge einzufahren. Drei Tage nach dem souveränen 4:0 bei der U21 des VfL Bochum setzte es eine knappe, aber hochverdiente 1:2-Niederlage beim Bonner SC. Für die Bundesstädter, die zuletzt dreimal in Folge unentschieden spielten, war es der erste Saisonsieg. Bemerkenswert: Obwohl der Trainer Manuel Hartmann in Bonn bis auf den Torwart – Martin James kam für Mikolaj Marutzki – derselben Startelf vertraute, die drei Tage zuvor Bochums U21 beim 4:0 dominierte, wirkte die Kölner Mannschaft wie ausgewechselt. Nichts war mehr zu sehen von der Leichtigkeit im vergangenen Spiel.

“Das ist ein Kopfthema“

„Das ist ein Kopfthema“, erklärte Hartmann kurz nach dem Abpfiff gegenüber come-on-fc.com, „das ist ganz klar. Auch letzte Saison schon. Immer wenn die Mannschaft sich in die vorderen Bereiche schieben kann, sind solche Aussetzer-Spiele. Das ist dieser Reife-Prozess, von dem ich spreche. Das sind die Spiele, in denen man sich die Punkte in der Regionalliga holt, um sich die Plätze vorne auch zu verdienen.“ Genau davon ist die U21 aber in diesen Wochen noch weit entfernt. Ein Platz in der Spitzengruppe war zwar formal auch nie das erklärte Saisonziel, dennoch ist der FC vom Potenzial her zweifellos weit oben in der Regionalliga anzusiedeln. Entsprechend ärgerte sich der Trainer: „Wenn man dann so agiert wie wir heute, ist das Kinderfußball, wenn man nicht um die zweiten Bälle kämpft.“

Hartmann wurde noch drastischer mit Blick auf die Bundesliga-Bühne: „Wenn man es manchmal sieht in der Alten Försterei, da wird gekämpft um die zweiten Bälle und dafür wollen wir sie vorbereiten. Das müssen die Jungs aber auch annehmen. Wenn ich aber den einen oder anderen Akteur sehe, dann weiß ich nicht, ob er die richtige Einstellung für seinen Beruf mitbringt.“ Echte Leidenschaft zeigten einige FC-Talente erst nach dem Schlusspfiff, als sie sich auf die Pöbeleien Bonner Zuschauer auf dem Weg in die Kabine einließen – zum Missfallen des Trainers: „Das Verhalten nach dem Spiel gefällt mir nicht, dass man sich mit dem Gegner ständig anlegen muss. Das ist peinlich für mich. Wir haben genug mit uns zu tun, da müssen wir besser werden.“

“Dann erwarte ich einfach…“

Hartmann deutete an, dass seine Schützlinge vom Kopf her nicht richtig auf das Spiel eingestellt gewesen seien: „Wir wussten, dass es regnen wird. Wir wussten, dass es auch ein sehr direktes Spiel wird von unserem Gegner. Dann erwarte ich einfach, dass man sich da als Spieler mental darauf vorbereitet.“ Nicht einmal die Führung, die den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf stellte, sorgte für Sicherheit: „Mir hat es als Trainer eine gewisse Sicherheit gegeben, meinem Trainer-Staff auch. Dann ist es halt ein schwieriges Spiel und da zeigt sich, wer an dem Tag eine breite Brust hat.“ Hier wiederum kam noch Gil Neves ins Spiel, der zweimal körperlich ein Zeichen setzte, beide Male verwarnt wurde und in der Summe vorzeitig vom Platz musste: „Das tut mir für Gil sehr leid, der für mich diese breite Brust heute gezeigt hat, der dann die Zweikämpfe annimmt. Solche Spielertypen finde ich super, die dann versuchen voranzugehen. Es waren heute einige, die sich versteckt haben und damit bin ich nicht einverstanden.“

Unterm Strich stehen für die U21 nach der englischen Woche nur vier von neun möglichen Punkten: „Es ist sehr ärgerlich, weil du einfach gut was hättest erreichen können und das haben wir nicht getan.“ Das Gesetz der Serie macht immerhin Mut: Genauso, wie auf ein gutes in dieser Saison stets ein schlechtes Spiel folgte, folgte andersherum auch stets ein gutes. Demzufolge dürfte die U21 am Sonntag gegen Bergisch Gladbach wieder punkten: „Es wird wieder ein ähnliches Spiel, in dem wir einen anderen Reifeprozess brauchen“, mahnte Hartmann abschließend.

Martin James patzt und Gil Neves sieht Gelb-Rot: U21 des 1. FC Köln verliert beim Bonner SC nach Führung

Die U21 des 1. FC Köln will beim BVB den nächsten Schritt machen
,
Startseite » 1. FC Köln Bonner SC

Martin James patzt und Gil Neves sieht Gelb-Rot: U21 des 1. FC Köln verliert beim Bonner SC nach Führung

Die Achterbahnfahrt der U21 geht weiter: Die FC-Reserve zeigte drei Tage nach dem glanzvollen 4:0-Sieg gegen die Bochumer Zweitvertretung eine erschreckend schwache Leistung. Die U21 des 1. FC Köln verliert in Bonn mit 1:2 (1:1). Martin James patzte dabei einmal und in der Schlussphase flog Gil Neves vom Platz. Das Siegtor erzielte ausgerechnet ein Ex-Kölner vor 1399 Zuschauern im Bonner Sportpark Nord.

Kölns Trainer Manuel Hartmann änderte seine Startelf im Vergleich zum deutlichen 4:0-Auswärtserfolg am Dienstagnachmittag bei der U21 des VfL Bochum nur auf einer Position. Martin James stand für Mikolaj Marutzki zwischen den Pfosten und absolvierte seinen zweiten Einsatz in der Regionalliga West.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Die Kölner taten sich bei kräftigem Regen im Sportpark Nord zunächst schwer und fanden kaum den Weg nach vorne. Erst als der Regen abflaute, kamen die Gäste erstmals gefährlich in den Strafraum. Der Ex-Kölner Marcel Damaschek grätschte dabei Luiz Labenz um. Nilas Yacobi nutzte die Chance und verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum 1:0 aus FC-Sicht (17.). Der Stürmer hatte dabei jedoch Glück mit dem flach geschossenen Strafstoß rechts unten ins Eck, denn Bonns Torwart Elias Bördner hätte ihn beinahe noch erwischt.

Am Spielgeschehen änderte sich danach jedoch nichts, die Partie spielte sich fast ausschließlich in der Kölner Hälfte ab. Die Bonner investierten deutlich mehr als die viel zu passiv agierenden FC-Talente, Martin James wurde im Tor dennoch nicht geprüft.

Unnötiges Dribbling des Kölner Keepers

Dafür stand der Keeper allerdings beim Ausgleich im Fokus: James ging nach einem Rückpass innerhalb des Sechzehners von Luis Stapelmann im Fünfer unnötig ins Dribbling, verlor dabei den Ball gegen den Bonner Kapitän Maximilian Pommer, der das Spielgerät eroberte und zurücklegte zu Luca de Meester. Der Angreifer hatte keine Mühe, den Ball zum 1:1 ins leere Tor zu schießen (39.).

Hartmann schien in der Halbzeit die passenden Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft präsentierte sich nach dem Seitenwechsel deutlich engagierter und drückte das Spiel in die Bonner Hälfte. Luiz Labenz traf aus spitzem Winkel nur den Bonner Pfosten und wenige Sekunden später parierte Börnder stark den scharfen Distanzschuss von David Fürst (55.).

In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber die gefährlicheren Torabschlüsse besaß. Das Tor gelang jedoch den Gastgebern: Die FC-Abwehr ließ sich mit einem Heber über die Abwehr aushebeln. Ausgerechnet der Ex-Kölner Simon Breuer ließ Luis Stapelmann im Sechzehner noch aussteigen und vollstreckte zum 2:1 für die Bonner (76.).

Neves holt sich die Ampelkarte

Kurz danach kam es noch bitterer: Der bereits verwarnte Gil Neves grätschte im Mittelkreis einen Bonner um und sah dafür die Gelb-Rote Karte (78.). Die Niederlage war über die gesamte Spielzeit betrachtet absolut verdient. Die Young Goats verpassten damit den Sprung zumindest über Nacht auf den zweiten Platz in der Tabelle. Für die U21 geht es am kommenden Sonntag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SV Bergisch Gladbach weiter.

1. FC Köln U21: James – Fürst, Stapelmann, Hoffmann, Friemel – Neves – Elyazidi (90. Okpodu), Yacobi – Labenz (81. Irmiev), Arweiler (61. M. El Mala), Ajani (61. Akumu). Tore: 0:1 Yacobi (17., Foulelfmeter), 1:1 de Meester (39.), 2:1 Breuer (76.). Zuschauer: 1399. Besonderes Vorkommnis: Gelb-rote Karte gegen Neves (78.).

Achterbahn soll anhalten: U21 des 1. FC Köln peilt in Bonn nächstes Ausrufezeichen an

Jonathan Friemel im Spiel der Geißböcke gegen Hoffenheim
,
Startseite » 1. FC Köln Bonner SC

Achterbahn soll anhalten: U21 des 1. FC Köln peilt in Bonn nächstes Ausrufezeichen an

Die Achterbahn geht weiter: Einmal mehr folgte bei der Kölner Reserve ein Ausrufezeichen nach einer schwachen Leistung. Das 4:0 bei Bochums U21 war eine starke Reaktion nach dem 2:2 gegen Lotte. Am Freitagabend ist die U21 des 1. FC Köln dann zu Gast beim Bonner SC.

Jonathan Friemel stand dabei erstmals in dieser Saison in der Regionalliga auf dem Platz – und erhielt hinterher ein Lob vom Trainer. Am Freitagabend (19.30 Uhr) geht es schon beim Bonner SC weiter.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Am Samstagnachmittag saß er noch im Rhein-Energie-Stadion auf der Bank und durfte sich vor 50.000 Zuschauern warmlaufen. Zum Einsatz kam Jonathan Friemel beim 3:2-Heimsieg in der Bundesliga gegen Hoffenheim zwar nicht, doch das Erlebnis dürfte für den 19-Jährigen unvergesslich bleiben. Am Dienstag-Nachmittag folgte ein anderes Extrem: Friemel lief vor gerade einmal 467 Zuschauern in Herne für die U21 auf – und stand damit zum ersten Mal in dieser Saison in der Regionalliga auf dem Platz.

„Der hat immer die Intention, die bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen“

Manuel Hartmann, Trainer der FC-Reserve, betonte aber hinterher, dass sein Linksverteidiger keinerlei Anpassungsprobleme an die deutlich kleinere Fußballbühne habe: „Jonny ist einfach ein Typ, den kannst du vor zwei Zuschauern hinstellen oder vor 80.000. Der hat immer die Intention, die bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen.“ Und Hartmann hat Expertise, kennt Friemel bereits seit dessen Zeit in der U15. Das FC-Eigengewächs lieferte auf der linken Außenbahn eine starke Vorstellung ab und ließ sich nichts zuschulden kommen.

Friemel war eine von mehreren personellen Veränderungen nach dem 2:2 gegen Lotte. Einen Wechsel nahm Hartmann jedoch gezwungenermaßen vor. Kurzfristig musste Maik Akumu nach der Aktivierung passen. Der Mittelfeldspieler habe leichte muskuläre Probleme in der Wade gehabt, verriet Hartmann und ergänzte: „Da wollten wir jetzt in der englischen Woche kein Risiko eingehen. Wir hoffen natürlich, dass er am Freitag wieder voll mit dabei sein kann.“ Auch Malek El Mala wurde aufgrund seiner Verletzungshistorie vorsichtshalber geschont. Viel Zeit zur Regeneration bleibt der U21 nicht. Bereits am Freitagabend (19.30 Uhr) gastiert die FC-Reserve beim Bonner SC. Hartmann unterstrich, dass dort eine unangenehme Aufgabe wartet: „Das nächste Spiel ist immer das schwierigste. Vor allem wissen wir, was so ein Spiel in Bonn, das fast ein Derby ist, bedeutet.“

“Wir müssen da hochmotiviert sein“

Dabei würden auch die Rahmen-Bedingungen eine Rolle spielen. In Bonn warte ein relativ kleiner Platz, dessen Qualität nicht immer optimal sei. Dazu komme ein Gegner mit viel Erfahrung und auch zahlreichen Spielern mit Vergangenheit im Kölner Nachwuchs. „Da weiß man schon, dass da eine sehr gute Qualität da ist“, urteilte Hartmann und mahnte: „Wir müssen da hochmotiviert sein, hochkonzentriert sein, wieder versuchen, die gleiche Intensität auf den Platz zu bringen. Und dann, glaube ich, können wir auch in Bonn da auf jeden Fall was für uns mitnehmen. Das ist auch der absolute Anspruch, im Idealfall sind es dann auch die drei Punkte.“

Mit einem Dreier in Bonn würde die U21 nicht nur endlich einmal konstant in zwei Spielen hintereinander starke Leistungen zeigen, sondern sich auch weit oben in der Tabelle der Regionalliga West festsetzen. Und dann wäre die Kölner Achterbahn gestoppt.