Nebeneffekt der Verletzungsmisere: Der Kölner Nachwuchs bekommt unter Lukas Kwasniok eine echte Chance

Debütant Cenny Neumann im Duell mit Dortmunds Daniel Svensson
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Nebeneffekt der Verletzungsmisere: Der Kölner Nachwuchs bekommt unter Lukas Kwasniok eine echte Chance

Gegen Borussia Dortmund gab es beim FC gleich zwei Premieren: Youssoupha Niang stand das erste Mal in der Startelf und Cenny Neumann feierte sein Bundesliga-Debüt. Damit bekommen erneut Nachwuchsspieler ihre Chance beim 1. FC Köln: Kwasniok beweist weiter seinen Mut mit Talenten.

Auch durch den Ausfall von Alessio Castro-Montes gab es eine große Überraschung in der Startelf der Geißböcke gegen den BVB. Nicht die erfahrenen Marius Bülter oder Luca Waldschmidt rückten für den Belgier in die Anfangsformation, sondern Youngster Youssoupha Niang. Und auch Cenny Neumann gab in der Partie sein Debüt für die Profis des 1. FC Köln.

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Es hatte fast ein bisschen was von Jugend forscht am Samstagabend beim 1. FC Köln: Mit gerade mal 23,6 Jahren im Schnitt bot der FC die jüngste Startelf seit mehr als fünf Jahren auf. Zuletzt war die Anfangsformation am 16. Dezember 2020 bei einem 0:4 gegen Bayer Leverkusen so jung gewesen. Gegen den BVB bestand etwa die Kölner Flügelzange mit Said El Mala und Youssoupha Niang aus zwei 19-Jährigen. Für Letzteren war es nach zuvor vier Kurzeinsätzen das Debüt in der ersten Elf. Dabei bewies Kwasniok mal wieder, dass er sich nicht scheut, auf Talente zu setzen. Denn eigentlich hätte Alessio Castro-Montes als Rechtsverteidiger auflaufen sollen und Jakub Kaminski wohl eine Position weiter vorne. Da der Belgier aber nach Problemen im Abschlusstraining ausfiel, schob der Coach Kaminski nach rechts hinten. Anstatt aber als Rechtsaußen einen erfahrenen Spieler wie Luca Waldschmidt oder Marius Bülter zu bringen, entschied sich der Trainer bewusst für Niang.

Cenny Neumann der nächste Debütant in dieser Saison

Den Ausschlag für den 19-Jährigen gab letztendlich seine Laufstärke. Und der Rechtsaußen zahlte das Vertrauen mit einer engagierten Leistung zurück. So hatte der Youngster einige gute Aktionen, gab am Ende bis zu seiner Auswechslung in der 74. sogar vier Torschüsse ab – der Bestwert auf Seiten der Kölner. Neben Niang feierte außerdem ein weiterer FC-Nachwuchsspieler eine Premiere. Cenny Neumann kam kurz vor Schluss aufs Feld und damit zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz, konnte in der Zeit aber nicht mehr wirklich Einfluss nehmen. Trotzdem war er damit bereits der dritte Debütant aus dem Kölner Nachwuchs in dieser Saison. Denn auch Fynn Schenten kann bereits einige Einsatzminuten in der Bundesliga verzeichnen. So stand der Stürmer etwa beim ersten Spiel im neuen Jahr gegen den 1. FC Heidenheim sogar in der Startelf.

Damit zeigt sich, dass die Geißböcke ihre Philosophie, den Nachwuchs zu fördern, wirklich durchziehen. Und dass Kwasniok sich nicht scheut, die Talente ins kalte Wasser zu schmeißen. Gerade im Kampf gegen den Abstieg eine mutige Entscheidung. Aber auch eine, die dem Verein langfristig helfen kann. Denn durch die Einsatzminuten für die Nachwuchsspieler können die Kölner zum einen natürlich finanziell profitieren, wenn die Debütanten ihre Entwicklung fortsetzen. Zum anderen hilft es den Geißböcken, Jugendspieler zu überzeugen, zum FC zu kommen. Für sie gibt es dort eine realistische Perspektive auf Spielzeit. Neben Niang, Schenten und Neumann zeigt das ebenfalls die Entwicklung von El Mala. Der 19-Jährige, der vor anderthalb Jahren verpflichtet und wegen der Transfersperre erstmal an Viktoria Köln verliehen wurde, feierte schließlich diese Saison auch sein Debüt. Bei ihm erforderte wegen seiner starken Leistungen die Entscheidung des Trainer aber natürlich weniger Mut.

Chance für Talente durch Verletzungsmisere

Dass so viele Nachwuchsspieler zum Einsatz kommen, liegt allerdings nicht nur am Mut des Trainers. Die große Verletzungsmisere spielt dabei eine wichtige Rolle. So kam Niang gegen den BVB wie zuvor beschrieben wohl überhaupt erst durch den Ausfall von Castro-Montes zu seinem Startelfdebüt. Ähnlich ist der Fall bei Neumann, der ebenfalls von den vielen Ausfällen auf der rechten Seite profitierte. Denn neben dem Belgier standen auch Sebastian Sebulonsen und Jan Thielmann nicht zur Verfügung. Ohne die Verletzungen hätte das Talent, das im Sommer aus dem Nachwuchs von RB Leipzig in die Domstadt gekommen ist, womöglich nichtmal im Kader gestanden. Somit sind die Chancen für die jungen Spieler vielleicht der einzige positive Nebeneffekt der vielen Verletzungen.

Da die Geißböcke weiter von den Ausfällen gebeutelt sind, werden die Youngster wohl auch in den nächsten Wochen Einsatzzeit bekommen. Zumindest wird Kwasniok sich mit Sicherheit nicht scheuen, sie selbst in anspruchsvollen Situationen reinzuwerfen. Und damit haben die Talente die Chance, sich nachhaltig für mehr zu empfehlen. Wenn ihnen das gelingt, wird es bestimmt schon sehr bald wieder eine Startelf mit einem ähnlich geringen Altersdurchschnitt wie gegen den BVB geben – und nicht erst in fünf Jahren.


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Said El Mala gibt defensiv die richtige Antwort, kann in der Offensive aber mehr

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Said El Mala gibt defensiv die richtige Antwort, kann in der Offensive aber mehr

Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen den BVB lobte FC-Trainer Lukas Kwasniok Shootingstar Said El Mala für dessen Defensivarbeit. Tatsächlich war es in der Rückwärtsbewegung eine der besseren Partien des Youngsters des 1. FC Köln: Said El Mala überzeugt gegen den BVB auch defensiv.

Noch am vergangenen Wochenende hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann den Kölner Shootingstar für dessen Defensivarbeit kritisiert. Die richtige Antwort gab der 19-Jährige im Duell gegen den BVB, wenn auch gerade in der Offensive dem Youngster des 1. FC Köln nicht alles gelingen wollte.

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Eigentlich war Lukas Kwasniok nach der 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen Borussia Dortmund nicht zum Lachen zumute. Der Trainer beschwerte sich zu recht über den nicht gegebenen Elfmeter in der Schussphase (der DFB räumte mittlerweile den Fehler von Daniel Siebert beziehungsweise VAR Benjamin Cortus ein). Doch zu einem Spaß ließ sich der Coach dann doch hinreißen. „Vielleicht muss der Bundestrainer jede Woche etwas sagen“, sagte der 44-Jährige bezogen auf die Leistung von Said El Mala. Denn Kwasniok hatte durchaus ein gutes Spiel des 19-Jährigen gesehen, war vor allen Dingen mit der Defensivarbeit des Shootingstars zufrieden. „Said El Mala gegen den Ball – unglaublich“, sagte Kwasniok.

El Mala arbeitet gegen den BVB mit zurück

Kein Wunder: Für den Offensivspieler geht es auch um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in den USA, in Mexiko und Kanada. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte am vergangenen Wochenende angedeutet, dass es für eine Nominierung für die kommenden Länderspiele eng werden würde. In dem gleichen Interview betonte der Bundestrainer aber auch, dass sich der kommende Kader nicht mehr großartig von dem WM-Kader unterscheiden werde. „Er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet“, sagte Nagelsmann. Ergo könnte es für El Mala mit der WM also sehr eng werden.

Auch Kwasniok hatte zuletzt mehrfach betont, dass El Mala seine Felder noch in der Defensivarbeit hat. Auch deswegen spielte der Kölner Topscorer häufiger als Joker nur in der Schlussphase. Gegen den BVB, der sich angeblich intensiv mit dem 19-Jährigen beschäftigt, zeigte der Kölner Shootingstar, dass er durchaus gewillt ist, gegen den Ball zu arbeiten. Der Youngster war des Öfteren in der eigenen Hälfte zu finden. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Offensivspieler im Angriff eben nur wenige Momente hatte. Noch in der ersten Halbzeit schloss El Mala einmal aus spitzem Winkel ab. Seine Flanken wirkten mitunter schon gefährlicher. So wie die Hereingaben auf Youssoupha Niang.


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„Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, nur bleiben die guten aus – Ein Kommentar

Lukas Kwasniok kann nicht mehr hingucken
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„Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, nur bleiben die guten aus – Ein Kommentar

Wieder haben die Kölner gegen eine Top-Mannschaft lange gut mitgehalten, an der Überraschung geschnuppert und das in Unterzahl. Am Ende steht der FC wieder mit leeren Händen da. Was bringt ein gutes Spiel, wenn man Woche für Woche den Abstiegsplätzen näher kommt? Nichts! Ein Kommentar zur 1:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Dortmund.

Auch im fünften Spiel in Folge ist der FC sieglos geblieben. Gegen den BVB vielleicht nicht die ganz große Überraschung. Dennoch kommt der Abstiegsplatz immer näher und näher. Und die Zweifel wachsen, ob die Kölner die Kurve noch kriegen werden.

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Lukas Kwasniok war ganz offensichtlich voller Überzeugung und doch klangen seine Worte auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage gegen den BVB auch ein wenig gequält. „Auch, wenn es der ein oder andere nicht mehr hören kann, wir werden dieses Ding drehen“, sagte der Coach der Geißböcke. Und alleine schon, weil das den Klassenerhalt bedeuten würde, darf man fein damit sein, wenn der 44-Jährige nach dem letzten Spieltag ein lautes „Siehste“ hinterherschicken wird. Doch die Situation, und das weiß auch der Trainer, wird von Woche zu Woche bedrohlicher. Denn nachdem am Sonntagnachmittag erst St. Pauli einfach und dann Werder Bremen dreifach gepunktet haben, sind es nur noch acht Gegentore, die den FC vom Relegationsplatz trennen.

In der Formtabelle unten angekommen

Lange hat Köln von einem Polster profitiert, das sich die Geißböcke wiederum angefressen haben, als sie in den ersten Spielen euphorisiert überperformt haben. Die Realität ist hart und schmerzhaft. Mit nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Spielen sind die Kölner in der Formtabelle ziemlich weit unten angekommen. Einzig Wolfsburg und Heidenheim sind noch schlechter, aber auch nur aufgrund der Torbilanz und das mit einem Treffer Unterschied. Aus den vergangenen 16 Begegnungen holten die Kölner zwei Siege – genauso wenige wie Schlusslicht Heidenheim. Der FC ist in diesem Zeitraum das zweitschlechteste Team. Dass der Trainer das Vertrauen vieler Fans ganz offensichtlich verloren hat, ist angesichts dieser Punkteausbeute absolut verständlich. Das ist nun einmal Teil der Maschinerie, genauso wie das Rückenstärken der Vereinsführung und die Durchhalteparolen des Trainers.

Dabei kann man Lukas Kwasniok sicher nicht vorwerfen, er habe keinen Plan für die Begegnung gegen den BVB gehabt. Trotz der anhaltenden Verletzungsmisere, die den FC ja auch an diesem Spieltag wieder heimgesucht und über die sich der 44-Jährige noch nicht einmal beschwert hat, schien der Kölner Coach sogar den richtigen Schlüssel gegen schwache Dortmunder gefunden zu haben. Die Geißböcke waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft, waren der Führung deutlich näher und spielten auch nach dem Rückstand aus dem Nichts weiter mit. Tatsächlich durften sich die FC-Fans lange Hoffnung auf die ganz große Überraschung machen. Die (berechtigte) Rote Karte von Jahmai Simpson-Pusey hat die Spieldynamik verändert, dem BVB natürlich in die Karten gespielt.

Fußball ist nun mal ein Ergebnissport

Und dennoch hat Köln weiter Gas gegeben, Moral bewiesen und am Ende an der Überraschung geschnuppert und sie wahrscheinlich sogar mit der klaren Fehlentscheidung in der Nachspielzeit genommen bekommen. Die Leistung der Kölner war gegen den Tabellenzweiten einmal mehr gut. In langer Unterzahl wäre ein Punkt möglich gewesen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie intakt ist und selbst in dieser schwierigen Zeit nicht auseinanderfällt. Der FC scheint gewappnet für den Abstiegskampf, hat die richtige Reaktion auf den trostlosen Auftritt gegen Augsburg eine Woche zuvor gezeigt. Man ist geneigt, Hoffnung aus der Leistung, der Moral, dem Willen zu ziehen – nur war man das in dieser Spielzeit schon viel zu oft. Es reicht nicht, immer nur nah dran zu sein.

Lukas Kwasniok brachte es am Samstagabend selbst auf den Punkt. „Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, sagte der Trainer – wenn auch zu Niko Kovac, um dem BVB-Coach zu den drei Punkten zu gratulieren. Recht hat Kwasniok. Die jüngsten Bilanzen offenbaren aber schonungslos, dass von den guten Ergebnissen in Köln zu wenige vorhanden sind. Auch, wenn der Trainer nichts davon wissen will: Die kommenden Begegnungen werden sicherlich auch über seine Zukunft entscheiden. Gewinnen die Kölner nicht mindestens eine der beiden Partien gegen den Hamburger SV oder Borussia Mönchengladbach, dann wird es für den Trainer eng werden. Und so langsam werden sich die Kölner auf einen Gedanken vorbereiten müssen: Dass das Ding am Ende vielleicht doch nicht gedreht wird.


Rote Karte zieht dem FC den Stecker? Nein! Aber die Belohnung bleibt den Kölnern verwehrt

Gleich in mehreren Situationen hatten die FC-Spieler gegen den BVB Redebedarf
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Rote Karte zieht dem FC den Stecker? Nein! Aber die Belohnung bleibt den Kölnern verwehrt

Über eine Halbzeit lang spielte der FC gegen Borussia Dortmund in Unterzahl. Trotzdem steckten die Geißböcke nicht auf und bewiesen Moral – wenn auch am Ende vergebens: Der 1. FC Köln belohnt sich für großen Kampf in Unterzahl nicht.

Es war eine unglückliche Niederlage am Samstagabend für die Geißböcke. Trotz der Roten Karte für Jahmai Simpson-Pusey kurz vor der Pause war der FC drauf und dran, gegen den BVB einen Punkt mitzunehmen. Doch wieder belohnen sich die Kölner nicht.

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Es war eine der beiden Schlüsselszenen am Samstagabend: Kurz vor der Halbzeit traf Jahmai Simpson-Pusey in der gegnerischen Hälfte Maximilian Beier von hinten mit offener Sohle an der Achillessehne. Auf einen Hinweis von Videoschiedsrichter Benjamin Cortus schaute sich Referee Daniel Siebert die Szene nochmal an. Und änderte seine Entscheidung von Gelb auf Rot gegen den Kölner Innenverteidiger. Für Thomas Kessler war es die Spiel entscheidende Szene. „Wenn man sich das im Video anschaut, Jahmai ist das ganze Spiel super fleißig gewesen und kommt einfach einen Schritt zu spät. Und wenn du jemanden dann so auf der Achillessehne triffst, dann brauchst du dich nicht beschweren, wenn der VAR kommt und sagt, dass das eine Rote Karte ist. Das ist natürlich bitter für uns, über eine Halbzeit in Unterzahl zu spielen“, so der Geschäftsführer.

Chancen für den FC, aber das Tor fällt für den BVB

Bitter war es für die Kölner auch deshalb, weil sie vorher eigentlich gut im Spiel waren. So hatten die Geißböcke gleich zu Beginn mehrere Chancen, in Führung zu gehen. Bereits nach fünf Minuten verzeichnete der FC zwei Abschlüsse durch Isak Johannesson und Youssoupha Niang. Und nach 15 Minuten hatten die Kölner bereits fünf Ecken. Direkt danach schlug jedoch der BVB im Anschluss an seine erste Ecke eiskalt in Person von Serhou Guirassy zu. „Du bist eigentlich gut im Spiel, musst vielleicht auch mit der ersten Chance des 1:0 machen. Kriegst dann wieder ein scheiß Gegentor, das muss man ehrlicherweise sagen“ regte sich daher Tom Krauß über den Spielverlauf auf. Denn bis zur Dortmunder Führung und bis zur Roten Karte hatten die Geißböcke hinten kaum etwas zugelassen.

Nach der Führung des BVB steckte der FC nicht auf und kam etwa durch Said El Mala in der 36. Minute oder kurz darauf erneut durch Niang per Kopf zu guten Chancen. Alleine der Treffer fehlte. Dann kam für die Geißböcke mit dem Platzverweis kurz vor der Pause jedoch der nächste Nackenschlag. „Mit der Roten Karte war das dann ein völlig anderes Spiel. Wir haben in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen oder einen Punkt zu holden, gering ist, aber sie da ist, wenn wir uns bis zum Schluss hier aufopfern“, erklärte Lukas Kwasniok nach dem Spiel.

Rote Karte zieht Köln nicht den Stecker

Damit fand der Coach anscheinend die richtigen Worte, denn seine Mannschaft ließ sich trotz Unterzahl nicht unterkriegen. „Das macht die Mannschaft aus, die versucht immer alles reinzuhauen. Natürlich funktioniert nicht immer alles so, wie wir uns das vorstellen, aber heute hat man – gerade in Unterzahl über diese lange Strecke – wieder gesehen, dass wir dem BVB so die Stirn bieten, dass ist top“, lobte daher Kapitän Marvin Schwäbe. Es passte aber zum unglücklichen Abend der Kölner, dass das 2:0 der Dortmunder unmittelbar nach der großen FC-Chance auf den Ausgleich für Jakub Kaminski, die Gregor Kobel im Dortmunder Tor gut vereitelte, fiel. Ebenso sinnbildlich dafür stand, dass Tom Krauß kurz vor dem Treffer der Westfalen wegrutschte. Dadurch konnte Maximilian Beier überhaupt erst nach innen ziehen und den Doppelpass mit Julian Brandt spielen.

Trotzdem verteidigten die Kölner in Unterzahl weiter gut und nutzten dann kurz vor Schluss ihre Chance auf den Anschluss. Mit in dem Fall mal etwas Glück, weil Waldemar Anton den Ball noch unhaltbar abfälschte, belohnte sich Jakub Kaminski für seine gute Leistung. Kurz danach verließ das Glück die Kölner aber direkt wieder, als in der Nachspielzeit Schiedsrichter Daniel Siebert den Kölnern nach einem Handspiel von Yan Couto keinen Elfmeter gab und auch Videoschiedsrichter Benjamin Cortus nicht eingriff. Sehr zum Unmut von Kessler: „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat. Der Ball ist lange unterwegs, er geht am Kopf vorbei, er berührt ihn mit der Hand und deswegen ist Linton Maina im Rücken, wo er sich verschätzt, nicht in der Lage, den Ball anzunehmen. Dann ist es eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vorm Tor steht.“

Nächste Topspiel am Samstagabend in einer Woche

So bleiben unterm Strich erneut eine engagierte Kölner Leistung in einem Topspiel, aber keine Punkte stehen. Auch wenn die Moral gestimmt hat und die Kölner selbst in Unterzahl nicht aufsteckten. Umso wichtiger ist es für die Geißböcke, diese positiven Aspekte mitzunehmen. Denn in einer Woche wartet direkt das nächste Topspiel um 18:30 Uhr auf den FC. Dieses Mal aber mit dem Hamburger SV gegen ähnlich starken Gegner. „Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an“, meinte daher auch Schwäbe. Ein Sieg wäre dabei enorm wichtig. Denn von zwar engagierten Leistungen, aber keinem Ertrag in Form von Punkten können sich die Kölner nicht viel kaufen im Kampf gegen den Abstieg.


Einer fällt deutlich ab, einer ragt erneut heraus – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Dortmund

Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln
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Einer fällt deutlich ab, einer ragt erneut heraus – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Dortmund

Bittere Niederlage für die Geißböcke: Der FC machte gegen die Schwarzgelben lange ein gutes Spiel. Die Rote Karte für Jahmai Simpson-Pusey veränderte die Spieldynamik. Dennoch hätte der FC den Ausgleich erzielen können. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Dortmund.

Wieder einmal hat der FC eine gute Leistung gegen ein Topteam abgerufen, wieder einmal gehen die Kölner ohne Zähler raus. Auch, weil Jahmai Simpson-Pusey die Rote Karte sah und der Schiedsrichter in der Schlussphase einen Elfmeter nicht geben wollte.

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Schwierigkeiten in der Defensive

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Marvin Schwäbe

Hielt seine Mannschaft lange im Spiel und glänzte gegen Guirassy, als er brillant auf der Linie parierte. Bei den Gegentoren stand Kölns letzter Mann beide Male alleine gegen einen Dortmunder Spieler und war machtlos.


Kristoffer Lund Einzelkritik Note 4

Kristoffer Lund

War gegen das Dreiergespann mit Dortmunds Brand, Ryerson und Sabitzer defensiv unter Dauerstrom an der Linie gefordert und nicht immer glücklich. In Halbzeit Eins wühlte er im Verbund mit El Mala auch offensiv die linke Seite immer wieder auf und sorgte für gefährliche Flankensituationen, leitete zudem das 2:1 ein. Defensiv aber wieder einmal unsicher.


Jahmai Simpson-Pusey

Zwei unterirdische Momente kosteten dem Winterneuzugang seine ansonsten gute Leistung und die zweite Halbzeit. Zuerst rückte er zu spät auf und hob so das Abseits für Guirassy vor dem 0:1 auf. Traf dann ausschließlich die Achillesverse von Beier und kassierte die nachvollziehbare Rote Karte. Somit war nach der ersten Halbzeit Schluss.


Rav van den Berg Einzelkritik 4+

Rav van den Berg

Der Innenverteidiger kratzte an der beinahe 100 prozentigen Passquote. Der Niederländer kämpft sich zurück in die unverzichtbare Startelfoption. Räumte beinahe jeden Ball ab und warf sich in viele Schüsse rein. Stand beim ersten Gegentor aber einen Schritt zu weit von Guirassy entfernt. Hat Defizite im Tempo.


Tom Krauß

Startete überraschend in einer Viererkette auf der rechten Seite. Nahm die Rolle an, war aber, wahrscheinlich auch positionsgeschuldet, ungewohnt unauffällig. Glänzte aber mit 21 Sprints, dem stärksten Wert der Kölner Mannschaft. In Defensivaktionen oft unglücklich, wie auch beim Ausrutscher, der maßgeblich zur Einleitung zum zweiten Gegentor beitrug.


Ordentliche Vorstellung

Eric Martel

Der Sechser fiel nicht besonders auf, war aber in den entscheidenden Situationen meist zur Stelle. Seine solide Leistung zeigt, wie wichtig der Routinier als Motor im Mittelfeld der Kölner ist. Offensivaktionen blieben jedoch aus.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Isak Johannesson

Fügte sich bei seiner Startelf-Rückkehr mit der ersten Torchance des Spiels ein. Ließ anschließend aber krass nach. Nach dem Missverständnis mit Krauß hätte es klingeln müssen. Das tat es dann aus der daraus resultierenden Ecke. Wurde zur Pause erlöst.


Jakub Kaminski

Wieder einmal der beste Kölner. War eigentlich überall zu finden und spulte seine 12 Kilometer Laufstrecke ab. Belohnte eine gute Leistung mit seinem sechsten Saisontreffer.


Said El Mala Einzelkritik 4

Said El Mala

Blieb gegen die Dortmunder ohne Tor – kam nur auf einen nennenswerten Abschluss. Dafür glänzte er durch seine Hereingaben von der linken Seite, die gefährlich in den Dortmunder Strafraum kamen, aber keinen Abnehmer fanden. Ackerte defensiv auf die zweiten Bälle. Bis zu seiner Auswechslung war der Shootingstar in Halbzeit zwei praktisch unsichtbar.


Ragnar Ache, Einzelkritik 3-

Ragnar Ache

Ragnar Ache war auch gegen den BVB wieder Kölns Zielspieler, der sich die Bälle abholte, fest machte oder per Kopf direkt weiterleitete. Mit einer 85 Prozent-Quote gewonnener Zweikämpfe spricht die Statistik für sich. Der Stürmer war einer der auffälligen Geißböcke.


Youssoupha Niang, Einzelkritik Note 3

Youssoupha Niang

Wieder ein Youngster, der Spaß macht – mit vier Abschlussaktionen war Yousoupha Niang der auffälligste Kölner Offensivspieler. Der 19-Jährige bekam es bei seinem Startelf-Debüt mit Champions-League-Spielern zu tun. Mit Mut zum Eins-gegen-Eins und Zug zum Tor. In letzten Entscheidungsmomenten wirkte er etwas überhastet, aber insgesamt eine engagierte Leistung.


Cenk Özkacar Einzelkritik

Cenk Özkacar

Sollte Stabilität für die Unterzahl in Halbzeit zwei bringen. Beim zweiten Gegentreffer ließ der Defensivmann Julian Brandt aus den Augen, der den Ball ohne Bedrängnis zum Torschützen Beier weiterleiten konnte.  

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


„Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Marvin Schwäbe im Kasten des 1. FC Köln
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„Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Am Samstagabend empfing der FC den BVB im heimischen Stadion. Nach der 1:2-Niederlage in Unterzahl äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Die Partie in Müngersdorf startet stark für den FC. Dennoch kassieren die Geißböcke nach 16 Minuten das 0:1. Nach der Roten Karte für Jahmai Simpson-Pusey agierten die Kölner die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl.

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Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“

Marvin Schwäbe im Kasten des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe zur Unterzahl: „Das macht die Mannschaft aus, die versucht immer alles reinzuhauen. Natürlich funktioniert nicht immer alles so, wie wir uns das vorstellen, aber heute hat man – gerade in Unterzahl über diese lange Strecke – wieder gesehen, dass wir dem BVB so die Stirn bieten, dass ist top. Am Ende ist es natürlich schade, dass nichts dabei rumkommt.“

Zu den Toren durch Standards: Die letzten Wochen waren viel besser als noch die Hinrunde. Deswegen lassen wir uns von dem einen Gegentor nicht unterkriegen. Da müssen wir auf jeden Fall noch einmal drüber gucken und vielleicht enger am Mann sein. Der steht da komplett blank alleine vor mir. Das ist dann extrem schwer.“

Natürlich würden wir alle gerne ein bisschen weiter oben stehen und hätten gerne ein paar Punkte mehr. Am Ende muss sich jeder an die eigene Nase fassen und gucken, ob er immer 100 Prozent gegeben hat und ob er komplett da ist. Ich will niemandem den Willen absprechen, aber wir sind im Leistungssport, wir wollen immer alles reinhauen, wollen aber auch Punkte holen. Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an.“

Zur Trainerdiskussion: Für uns steht das jetzt gerade nicht zur Debatte.

Das war für mich ein ganz klares Handspiel

Tom Krauß überzeugt zunehmend

Tom Krauß:
Das war für mich ein ganz klares Handspiel. Und wenn das ein 50/50-Ding ist, muss man rausgehen und sich das wenigstens anschauen. Klar, der Schiedsrichter hat es vielleicht nicht gesehen, aber die im Keller. Und es bringt am Ende nichts, dass du sagst, wir haben wieder Pech. Jetzt kommen die entscheidenden Phasen. Dann musst du vielleicht auch mal ein bisschen Glück haben mit so einer Handsituation. Für mich ist das ganz klar Hand und deswegen ist es unfassbar bitter.“

„Am Ende musst du es leider hinnehmen, weil am Ende die entscheiden. Die stehen da auf dem Platz und sind die Schiedsrichter. Wir sind auch nur Menschen, wir geben auch alles jede Woche, um irgendwie hier die Punkte zu holen. Am Ende brauchen wir jetzt Punkte, ganz klar.“

Zur Roten Karte: Es ist natürlich unfassbar bitter. Du bist eigentlich gut im Spiel, musst vielleicht auch mit der ersten Chance das 1:0 machen, kriegst dann wieder ein scheiß Gegentor, das muss man ehrlicherweise sagen. Dann gehst du mit 1:0 in die Halbzeit und mit der Roten Karte natürlich, kriegst dann das 2:0. Aber am Ende siehst man trotzdem, dass wir uns irgendwie zurückkämpfen wollen, das 2:1 noch schießen wollten. Und das haben wir erreicht. Dann hat man gesehen, was dann in den letzten Minuten los war. Und eigentlich spielst du ja 2:2 mit der Entscheidung, wenn dann natürlich der Schütze den Elfmeter trifft. Aber ja, normalerweise hast du dann einen Elfmeter.“

Zum VAR im Fußball:Uns bringt das gerade wenig. Du weißt gar nicht mehr, was sie für eine Linie haben. Und das ist in der Phase, wo wir gerade sind, absolut bitter.“


„Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln

Thomas Kessler: „Es ist natürlich eine sehr große Enttäuschung jetzt nach dem Spiel. Das ist sehr unglücklich gelaufen für uns. Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, haben gerade in der ersten Viertelstunde ein paar gute Aktionen gehabt.“

Zum VAR: „Ich glaube, der VAR war ja heute sehr wachsam. Die Spiel entscheidende Szenen aus unserer Sicht ist natürlich die Rote Karte gegen Jahmai. Wenn man sich das im Video anschaut, Jahmai ist das ganze Spiel super fleißig gewesen und kommt einfach einen Schritt zu spät. Und wenn du jemanden dann so auf die Achillissehne triffst, dann brauchst du dich nicht beschweren, wenn der VAR kommt und sagt, dass das eine Rote Karte ist. Das ist natürlich bitter für uns, über eine Halbzeit in Unterzahl zu spielen.

Zum Handspiel: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat. Der Ball ist lange unterwegs, er geht am Kopf vorbei, er berührt ihn mit der Hand und deswegen ist Linton Maina im Rücken, wo er sich verschätzt, nicht in der Lage, den Ball anzunehmen. Dann ist es eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vorm Tor steht. Dass da keiner von Außen eingreift… Ich will da auch ehrlicherweise keine Erklärung hören. Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance. Dass man das nicht sieht, dafür habe ich absolut kein Verständnis.“


Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok zum Handspiel: „Ich brauche mir die Situation nicht öfter anschauen, ich muss ja nur einmal hinschauen. Da gibt es für mich nicht so viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie man die Szene bewerten kann. Ich habe da keine Erklärung für. Ich möchte, ich weiß gar nicht wer verantwortlich ist, dem DFB oder der DFL den Gefallen nicht tun, und losledern. Denn dann müsste ich dafür bezahlen. Das macht kein Sinn. Den Elfmeter bekommen wir nicht mehr gepfiffen.“

“Ich fand, dass wir die erste Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen sind. Wir haben die ersten 15 Minuten auf ein Tor gespielt, hatten fünf, sechs Eckbälle. Dann schenken wir dem Gegner einen Eckball, den wir eigentlich auf den ersten Ball sehr sehr gut verteidigen, dann aber nicht schnell genug rausrücken. Guirassy ist dann knapp nicht im Abseits und auf einmal steht es 0:1 und keiner weiß in dem Moment so recht, warum. Die Mannschaft hat sich davon aber auch nicht unterkriegen lassen und hat dann zumindest bis zur 25 Minute den Gegner immer wieder gestresst. Wir hatten keine hochkarätigen Torchancen, aber es waren schon Einschussmöglichkeiten da.“

„Mit der Roten Karte war das dann ein völlig anderes Spiel. Wir haben in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen oder einen Punkt zu holen, gering ist, aber sie da ist, wenn wir uns bis zum Schluss hier aufopfern. Leider kassieren wir dann das 2:0 – ein bisschen zu früh mit der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit. Tom Krauß, der ein gutes Spiel auf der rechten Position als Notnagel gemacht hat, rutscht in dem Moment weg und ruckzuck waren es dann nicht nur einer weniger, sondern zwei. Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren.“

“Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Dortmunder uns an die Wand gespielt haben. Sie hatten den Ball, aber uns war schon klar, wenn eine Aktion mal im Netz landet, dass das Stadion dann nochmal explodiert. So war es dann. Am Ende meint es der gute Mann da oben nicht ganz so gut mit uns.“

Zum anstehenden Duell beim HSV und der Trainerfrage: „Aktuell bin ich erstmal mit dieser Niederlage sehr beschäftigt. Ich glaube, das aller Wichtigste im Leben ist, sich auf die Dinge zu fokussieren, die man beeinflussen kann. Wenn man die Mannschaft heute hier gesehen hat, dann glaube ich nicht, dass es zwei Meinungen gibt im Bezug auf Leistung und Aufopferungsbereitschaft. Das ist uns als Trainer ganz ganz wichtig. Grundsätzlich liegt dein Schicksal nie in deinen eigenen Händen.“

Der “Topspiel-Fluch” bleibt bestehen: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund mit 1:2

Eric Martel und Jakub Kaminski beim Duell des 1. FC Köln gegen den BVB
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Der “Topspiel-Fluch” bleibt bestehen: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund mit 1:2

Der FC hatte sich viel für das Heimspiel gegen Dortmund vorgenommen, am Ende steht aber trotz großem Kampf in Unterzahl wieder eine Niederlage. Der 1. FC Köln unterliegt Borussia Dortmund mit 1:2.

Der FC kann den “Topspiel-Fluch” auch im siebten Anlauf nicht ablegen und schlittert nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund tiefer in den Abstiegskampf. Der 1. FC Köln unterliegt Borussia Dortmund mit 1:2.

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Vor dem Samstagabendspiel gegen Borussia Dortmund sprach Trainer Lukas Kwasniok über eine besondere Motivation seiner Mannschaft.  „Es ist immer ein erstes Mal. Irgendwann sprichst du dein erstes Wort, fährst das erste Mal mit dem Rad in die Schule. Wir haben in dieser Saison noch kein Spiel am Samstagabend gewonnen“, sagte Kwasniok. „Und dann wird es irgendwann auch einfach Zeit. Es ist ja nicht so, dass wir uns aufs Fahrrad setzen, obwohl wir es gar nicht können. Wir können das.“ Im Verlauf der Trainingswoche habe der Trainer gespürt, dass seine Spieler fest daran glauben, den Fluch der Samstagabendspiele zu beenden und zugleich einen großen Gegner zu schlagen.

Personell gab es dafür jedenfalls Bewegung im Vergleich zum Duell gegen den FC Augsburg. Cenk Özkacar, Marius Bülter und Luca Waldschmidt mussten auf der Bank, für sie rückten Isak Johannesson, Said El Mala und Youssoupha Niang in die Startelf. Für Letzteren war es das Debüt in der Startformation. Der Youngster sollte den Kölnern mit seiner Geschwindigkeit helfen. Ein angekündigter Wechsel konnte jedoch doch nicht stattfinden: Alessio Castro-Montes, dem Kwasniok zwei Tage vor der Partie noch einen Platz in der ersten Elf versprochen hatte, stand nicht im Kader. Der Schienenspieler hatte im Abschlusstraining kleinere Beschwerden und blieb vorsichtshalber außen vor. Wieder im Kader war dagegen Linton Maina, musste aufgrund eines Trainingsrückstands zunächst aber mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen.

Starker Kölner Start

Und zu Beginn legten die Geißböcke direkt mutig los. Schon in der ersten Minute hatten die Kölner die erste gute Chance. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf brachte Jakub Kaminski den Ball von der Grundlinie nach innen. Johannessons Volley, bei dem der Isländer den Ball nicht voll erwischte, konnte Ramy Bensebaini aber blocken und die Dortmunder den Ball klären. Nur ein paar Minuten später flankte dieses Mal El Mala von links. Niangs Kopfball-Aufsetzer lenkte Gregor Kobel jedoch über die Latte. Kurz darauf kam auch der BVB zu den ersten Offensivaktionen: Nach einem geblockten Abschluss von Daniel Svensson zielte Marcel Sabitzer aus gut 20 Metern aber zu hoch (9.). Auf der anderen Seite konnte wiederum Maximilian Beier einen Schuss von Kristoffer Lund von der Strafraumkante nach einer Ecke gerade noch blocken.

Nach einer Viertelstunde leistete sich dann Johannesson in der Kölner Defensive einen schlimmen Aussetzer. Serhou Guirassy fing einen schwachen Pass des Isländers ab und steckte auf Beier durch. Dessen Abschluss entschärfte Tom Krauß auf Kosten eines Eckballs. Und bei diesem schlug die Borussia eiskalt zu: Ragnar Ache köpfte die Hereingabe zu kurz raus, sodass Beier den Ball mit einem Kopfball über die gesamte Kölner Abwehr hinweg wieder in den Sechzehner brachte. Dort lenkte Guirassy die Kugel gerade so mit der Sohle an Schwäbe vorbei ins Tor zum 0:1 (16.).

Rote Karte kurz vor der Pause

Und die Führung zeigte Wirkung. Bis auf einen Abschluss ans Außennetz kam der FC erstmal kaum noch nach vorn. Dortmund kontrollierte das Spiel und hatte in der 33. Minute die Chance, die Führung auszubauen – van den Berg konnte jedoch noch blocken. Im Gegenzug kamen dann die Geißböcke aber dann mal wieder zu einer Chance – und die hatte es in sich. Eine Flanke aus dem Halbfeld rutschte zu El Mala auf den zweiten Pfosten durch. Der Youngster zog aus spitzen Winkel aber zu hektisch ab und verfehlte das Tor. Eigentlich hätte der 19-Jährige noch Zeit gehabt, sich den Ball besser zurecht zu legen und an Julian Ryerson vorbeizuziehen. Ebenfalls zu unpräzise war kurz danach Niangs Hereingabe von der Grundlinie, die in den Rücken vom einlaufenden Kaminski kam. In der 39. verfehlte Niang dann selber per Kopf nach einer El-Mala-Flanke das Tor.

Auf der anderen Seite klärte Lund eine Dortmunder Hereingabe im Strafraum direkt auf Guirassy. Dessen Volley-Abnahme hielt Schwäbe jedoch stark. Trotzdem mussten die Kölner kurz vor der Pause einen herben Rückschlag hinnehmen. Jahmai Simpson-Pusey kam in der gegnerischen Hälfte gegen Beier zu spät und trat diesem mit offener Sohle von hinten. Nach VAR-Einsatz änderte Schiedsrichter Daniel Siebert seine Entscheidung von Gelb auf Rot, die Kölner waren also fortan nur noch zu zehnt (44.). Darum musste Kwasniok in der Pause umstellen, Cenk Özkacar kam für Johannesson.

Köln vergibt in Unterzahl den Ausgleich

Aufgeben taten sich die Geißböcke aber nicht. So konnte Lund nach einer Dortmunder Klärung ein paar Minuten nach dem Seitenwechsel aus gut 20 Metern abschließen, stellte Kobel aber vor keine große Herausforderung. Anders sah es etwas später aus. Kaminski zog nach Zuspiel von El Mala aus elf Metern ab, Kobel musste sich lang machen, um an den Ball zu kommen. Den Nachschuss von Niang konnte Ryerson noch blocken. Eiskalter zeigten sich dagegen die Dortmunder in der 60. Minute: Beier zog von links am ausrutschende Krauß vorbei nach innen, spielte einen Doppelpass mit Julian Brandt und behielt frei vor Schwäbe die Nerven: das 0:2. Und es wäre fast noch schlimmer gekommen für die Geißböcke: Einen Abschluss vom eingewechselten Fabio Silva wehrte Schwäbe in der 66. Minute nach vorne ab. Beim Nachsetzen traf Özkacar zuerst den Ball und danach den Dortmunder Angreifer. Darum nahm Siebert den Strafstoß, den er zuerst gegeben hatte, zurück.

In der Folge flachte die Partie weiter ab. Dortmund ließ die Kölner laufen. Diese schafften es in Unterzahl wiederum nicht, Nadelstiche zu setzen, verteidigten aber mit großem Einsatz. Die Chancen blieben dennoch auf Seiten der Dortmunder, auch wenn die wirklichen Hochkaräter ausblieben. Felix Nmecha brachte die Kugel aus dem Rückraum nicht aufs Tor (75.). Silva wiederum bekam aus spitzem Winkel keinen Druck hinter den Ball, sodass Schwäbe diesen sicher aufnehmen konnte. Ebenfalls nicht genau genug zielte Bensebaini aus gut 14 Metern nach einer Ablage von Silva.

Kaminski mit dem Anschluss

Kurz vor Schluss kam dann aber doch nochmal Spannung auf. Eine Kölner Hereingabe konnten die Dortmunder nicht richtig klären, sodass Kaminski im Strafraum von links nach innen zog. Sein Abschluss schlug abgefälscht von Waldemar Anton zum 1:2 im kurzen Eck ein (88.). In der Nachspielzeit verpasste dann der eingewechselte Cenny Neumann eine scharfe Flanke von Marius Bülter knapp, setzte gegen Svensson aber auch sehr stark seinen Ellbogen ein. Kurz darauf konnte Kobel eine scharfe, flache Hereingabe von Linton Maina von der Grundlinie zur Ecke klären. In der Situation reklamierten die Kölner auch ein Handspiel von Yann Couto im Strafraum, das Siebert aber nicht pfiff – eine kontroverse Entscheidung. In der siebten Minute der Nachspielzeit wollten die Geißböcke nach einem Foulspiel im Sechzehner nach einem langen Freistoß erneut einen Elfmeter. Der von Sabitzer gefoulte Özkacar stand zuvor aber im Abseits.

Und so blieb es bei der Niederlage aus Kölner Sicht. Für die Geißböcke geht es in einer Woche direkt mit dem nächsten Topspiel am Samstagabend weiter. Um 18:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) ist die Elf von Trainer Kwasniok beim Mitaufsteiger Hamburger SV zu Gast.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Simpson-Pusey, van den Berg, Krauß (86. Heintz) – Martel, Johannesson (46. Özkacar), Kaminski – Niang (75. Maina), Ache (86. Bülter), El Mala (86. Neumann); Gelbe Karten: Bensebaini (45+5), Martel (86.); Rote Karte: Simpson-Pusey (44.); Tore: 0:1 Guirassy (16.), 0:2 Beier (60.); 1:2 Kaminski (88.)

Daniel Siebert, der 1. FC Köln und die Sache mit den Elfmetern

Daniel Siebert leitet die Begegnung zwischen Köln und Dortmund
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Daniel Siebert, der 1. FC Köln und die Sache mit den Elfmetern

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln Borussia Dortmund in Köln. Mit dem Schiedsrichter haben die Geißböcke nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Daniel Siebert pfeift den 1. FC Köln gegen Dortmund.

Für den FC steht am Samstagabend bereits das siebte Topspiel der Saison an. Die ersten sechs gingen allesamt verloren. Nun soll der Fluch ausgerechnet gegen den BVB gebrochen werden. Schiedsrichter der Begegnung ist Daniel Siebert. Kein Unbekannter für die Geißböcke.


Wirklich glücklich war der damalige FC-Trainer Steffen Baumgart mit der Leistung des Unparteiischen nicht, doch der Coach nahm die Entscheidungen dann doch irgendwie mit Humor. Hoffenheims Wout Weghorst war zuvor in einen Schussversuch von Florian Kainz gesprungen und hatte den Ball an den Stützarm bekommen. Einen Elfmeter gab es nicht. „Er hat die Hand hinterm Rücken und geht nicht mit Absicht dahin“, sagte Baumgart damals. „Es war trotzdem eine hervorragende Torwartparade, mit der er es sicherlich in die Elf des Tages gekommen wäre.“ Dennoch hätte der Coach nach eigener Auskunft gerne gehabt, dass sich Daniel Siebert die Szene noch einmal angeschaut hätte. Im weiteren Verlauf der Begegnung spielte dann der heutige FC-Profi Marius Bülter den Ball ebenfalls mit der Hand, zwar pfiff Siebert dieses Mal, allerdings ein vermeintliches Offensivfoul von Davie Selke.

Vier Strafstöße für den FC

Die Erinnerungen an den Unparteiischen sind also nicht die besten. Elfmeter, Köln und Siebert wollen irgendwie nicht so recht zusammenkommen. Auch vor etwas mehr als zwei Jahren hätten die Geißböcke gerne einen Strafstoß erhalten. Im Duell gegen Werder Bremen sprang Keeper Michael Zetterer Verteidiger Luca Kilian elfmeterreif in den Rücken. Doch Siebert gab den möglichen Strafstoß nicht. „Das ist ein ganz klarer Elfmeter und für mich vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschauen kann. Aber die dürfen ja machen, was sie wollen“, sagte Florian Kainz sichtbar aufgebracht. „Ich verstehe das nicht. Da muss ich aufpassen, was ich sage.“ Allerdings hat Siebert durchaus auch schon Elfmeter für die Kölner gepfiffen. Vier Strafstöße bekam der FC vom heute 41-Jährigen zugesprochen.

So beispielsweise beim 2:2 gegen Borussia Dortmund vor ziemlich genau fünf Jahren. Jude Bellingham hatte den Ball mit der Hand gespielt, Ondrej Duda sicher verwandelt. Insgesamt leitete der Unparteiische die Begegnung zwischen den beiden Mannschaften schon drei Mal. Zwei Mal gab es keinen Sieger, das dritte Duell gewann der BVB 6:1. Auch die Gesamtbilanz unter Siebert spricht nicht für den FC. Von 20 Spielen verlor Köln neun, gewann aber nur sechs. Dagegen leitete der Sportwissenschaftler schon 35 Spiele mit Dortmunder-Beteiligung. Die Westfalen gewannen 24, verloren nur sechs.

Qualität vorn und hinten, gute Standards, Intensität und Gefahr in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln im Duell mit dem BVB
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Qualität vorn und hinten, gute Standards, Intensität und Gefahr in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Nach der 0:2-Niederlage beim FC Augsburg am vergangenen Freitag steht für den 1. FC Köln das nächste Top-Spiel auf dem Programm. Am Samstagabend empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok den BVB. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Der 1. FC Köln ist am 25. Spieltag gegen Dortmund gefordert. Nach vier Spielen ohne Sieg wollen die Kölner endlich wieder einen Dreier einfahren und erstmals gegen ein Team in einem Samstagabendspiel punkten.

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Form: Borussia Dortmund hat in den vergangenen Wochen gleich zwei bittere Niederlagen hingenommen. Nach sechs Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten acht Ligaspielen im Jahr 2026 kassierte der BVB am vergangenen Wochenende die überhaupt erst zweite Pleite in der kompletten Saison. Gegen den FC Bayern München zeigten die Schwarzgelben eine gute Leistung, gaben sich am Ende dann jedoch knapp mit 2:3 geschlagen. Dennoch steht Dortmund aktuell mit 52 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz.

Stark in der Luft und bei Standards

Gute Offensive: Borussia Dortmund erzielte in dieser Saison bereits 51 Tore und damit die zweitmeisten der ganzen Liga. Nur der FC Bayern München ist mit 88 Treffern noch effektiver vor dem gegnerischen Kasten. Im Durchschnitt trifft der BVB ca. 2,1 Mal pro Partie.

Stabile Defensive: Mit lediglich 25 Gegentreffern kassierten die Schwarzgelben in dieser Saison hinter Bayern die zweitwenigsten Tore aller Bundesligisten. Gregor Kobel behielt dabei insgesamt elf Mal eine Weiße Weste und blieb damit als Torwart am häufigsten ohne Gegentor.

Stark in der Luft: Der BVB erzielte in dieser Spielzeit bereits zwölf Treffer per Kopf und damit so viele wie keine andere Mannschaft. Eine besondere Gefahr strahlen dabei Serhou Guirassy und Nico Schlotterbeck aus.

Gute Flanken und Standards: Das Team von Trainer Niko Kovač ist die beste Mannschaft nach Flanken und Ecken. Überdies erzielte Dortmund mit 17 Toren die zweitmeisten Treffer nach Standards. Insgesamt ein Drittel der BVB-Erfolgserlebnisse resultierten aus ruhenden Bällen.

Intensität: Dortmund absolvierte hinter der TSG Hoffenheim und Bayern München die drittmeisten intensiven Läufe. Insgesamt spulten die Schwarzgelben 17161 Läufe mit hoher Intensität ab.

Im Fokus

Julian Ryerson hat sich in diesem Jahr zum Stammspieler beim BVB entwickelt. Der Norweger, der im Januar 2023 für fünf Millionen Euro von Union Berlin nach Dortmund gewechselt war, sammelte in seinen ersten zweieinhalb Jahren für die Westfalen 13 Scorerpunkte. Diese Zahl übertrumpft Ryerson in der bisherigen Saison. In wettbewerbsübergreifend 32 Pflichtspielen gelangen dem 28-Jährigen ganze 14 Vorlagen. Davon stammen neun aus dem Jahr 2026. Neben der Qualität als Vorbereiter gibt Ryerson dem Dortmunder Spiel Intensität, Dynamik und Robustheit. Gegen den FC steht der ehemalige Unioner dem BVB nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung.

3-4-2-1-System

Formation: Niko Kovač lässt seine Mannschaft in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Im Tor ist Gregor Kobel die klare Nummer eins. Vor dem Schweizer sind Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck gesetzt. Den dritten Platz in der Dreierkette machen Ramy Bensebaini, Luca Reggiani, Emre Can, Niklas Süle und Filippo Mane unter sich aus. Da Can, Süle und Mane aktuell jedoch verletzt sind, wird entweder Reggiani oder Bensebaini in der Abwehr beginnen. Auf der rechten Schiene hat Julian Ryerson im Duell mit Yan Couto die Nase vorn, während Daniel Svensson links ohne wirkliche Konkurrenz ist. Im Zentrum hat Felix Nmecha seinen Platz sicher.

Neben dem deutschen Nationalspieler wechseln sich meist Marcel Sabitzer und Jobe Bellingham ab. Hinter der Spitze, die vorwiegend Serhou Guirassy heißt, hat Kovač mit Julian Brandt, Karim Adeyemi, Carney Chukwuemeka und Maximilian Beier einige Optionen.

Mögliche Aufstellung Dortmund:
Kobel – Bensebaini, Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Sabitzer, Nmecha, Svensson – Brandt, Adeyemi – Guirassy

Ausfälle Dortmund: Niko Kovač muss in Köln auf Emre Can (Kreuzbandriss), Filippo Mane (Muskelverletzung) und Niklas Süle (Oberschenkel-Verletzung) verzichten.


Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Said El Mala im Duell des 1. FC Köln gegen den BVB
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Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Zuletzt feierten der FC St. Pauli und Union Berlin überraschend Siege gegen Champions-League-Anwärter, der FC offenbart dagegen Probleme. Vier Zähler holten die Geißböcke gegen Mannschaften aus der Top-6. Der 1. FC Köln hat Schwierigkeiten gegen die Top-Teams. Doch das Problem haben andere Abstiegskandidaten auch.

Im Podcast von Radio Köln sprach Tom Krauß die schwache Leistung gegen Augsburg an und verwies darauf, dass die Konkurrenz eben nicht schlafe und nun punkte. Und das zuletzt sogar gegen die Favoriten. Das fällt dem FC bislang schwer. Die Bilanz ist nicht gut, sie ist aber im Vergleich zur direkten Konkurrenz dann vielleicht doch nicht so schlimm wie befürchtet.

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Als der 1. FC Köln vor seinem letzten Topspiel an einem Samstagabend stand, da hatte Lukas Kwasniok überraschende Worte parat. Der Kölner Trainer gratulierte dem damals kommenden Gegner bereits zum Erfolg, da war die Kugel noch nicht einmal auf den Platz gelegt. Zu vernichtend ist die Samstagabend-Bilanz in dieser Spielzeit für die Geißböcke. Sechs Topspiele, sechs Niederlagen, dazu noch eine Partie am ungeliebten Karnevalssamstag und gegen eine Mannschaft aus der Top-6. Es brauchte keine besonders hellseherischen Fähigkeiten, um zu erahnen, dass die Glückwünsche – dem Galgenhumor zum Trotz – durchaus ihre Berechtigung hatten. Tatsächlich setzte sich der VfB Stuttgart dann bekanntlich auch nicht unverdient gegen die Kölner durch.

Einige Teams erst mit einem Punkt

Nun steht mit dem BVB das nächste Topspiel gegen eine Mannschaft aus der Top-6 an und Kwasniok könnte zumindest aufgrund der genannten Bilanzen die nächsten Glückwünsche verfassen. Die Bilanz gegen die Mannschaften, die sich Hoffnungen auf die Königsklasse machen, ist in der Tat mau. Vier Punkte gab es bislang in neun Begegnung – diese Zähler alle gegen Hoffenheim. Und da zuletzt der ein oder andere direkte Konkurrent eben die vermeintlichen Großen überraschte, wurden die Forderungen nach einem Erfolg gegen die Favoriten lauter. Dabei ist der FC im Kampf gegen die Topteams wahrlich nicht die schlechteste Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Die Kellerkinder Bremen, Heidenheim und Wolfsburg holten in ihren Begegnungen gegen die ersten Sechs der Liga jeweils nur einen Punkt.

Auch die Borussia liegt mit drei Zählern aus acht Spielen hinter dem FC. Allerdings hört es dann auch schon wieder auf. Der Hamburger SV hat nach dem Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen fünf Zähler in geholt, die Mannschaft der Stunde aus Augsburg sechs. Am besten kommt Union Berlin mit den Teams aus dem oberen Tabellendrittel zurecht. Die Mannschaft von Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart sammelte schon elf Punkte gegen die Teams von oben ein. Der FC hat am Samstagabend gegen Dortmund also die Chance, diese Bilanz ein wenig aufzupolieren. Allerdings wird das bekanntlich nicht leicht. Selbst, wenn Lukas Kwasniok die Vision hat, den Negativtrend der Samstagabendspiele ausgerechnet gegen den BVB zu brechen.

Vielmehr geht es für die Kölner in der näheren Zukunft dann darum, die Duelle gegen die direkte Konkurrenz zu gewinnen. Und da ist die Bilanz auch nicht die beste. Gegen Bremen, Union Berlin, St. Pauli, Heidenheim und Gladbach gab es jedenfalls keinen Sieg.