Nachwuchsspieler als Alternative auf der rechten Seite? Lukas Kwasniok: „Sie sind eine Option“

Sebastian Sebulonsen und Lukas Kwasniok im Gespräch
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Nachwuchsspieler als Alternative auf der rechten Seite? Lukas Kwasniok: „Sie sind eine Option“

Mit Sebastian Sebulonsen, Jan Thielmann und Alessio Castro-Montes fällt nahezu die komplette rechte Seite bei den Geißböcken aus. Gegen Augsburg könnten auch Nachwuchsspieler die Lücke füllen beim 1. FC Köln: Neumann und Fürst sind für Kwasniok eine Option.

Enorm gebeutelt von Verletzungen tritt der FC die Reise zum FC Augsburg an. Gerade auf der rechten Seite müssen die Geißböcke viele Ausfällt verkraften. Das könnte eine Chance für zwei Nachwuchsspieler bedeuten beim 1. FC Köln: Neumann und Fürst sind für Kwasniok eine Option.

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Vor dem Spiel gegen den FC Augsburg am Freitag hatte Lukas Kwasniok einige schlechte Mitteilungen für die FC-Fans: „Es ist so, dass Joel Schmied, Alessio Castro-Montes, Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Linton Maina definitiv ausfallen werden.“ Zusätzlich stehen auch hinter Fynn Schenten, Said El Mala (Muskelverhärtung) und Denis Huseinbasic, der das Training am Mittwoch mit Hüftproblemen vorzeitig beenden musste, Fragezeichen. Extrem viele (potenzielle) Ausfälle. Besonders betroffen ist dabei die rechte Seite der Kölner. Durch die Muskelverletzungen von Thielmann, Sebulonsen und Castro-Montes steht fast das komplette Personal für die recht Schiene nicht zur Verfügung. Das stellt den Coach vor eine knifflige Situation. Die könnte aber gerade für einige junge Spieler zu einer Chance werden.

Chance für Neumann oder Fürst?

Denn der Trainer brachte für die rechte Schiene zwei Talente als Alternativen ins Spiel. „Cenny Neumann und David Fürst machen das gut. Lassen wir uns überraschen, sie sind auf jeden Fall eine Option“, so Kwasniok. Damit könnten einer der beiden nach Youssoupha Niang und Fynn Schenten der nächste Spieler aus dem Kölner Nachwuchs sein, der unter dem Coach sein Debüt in der ersten Mannschaft feiert. Dabei spielt ihnen in die Karten, dass der Trainer eigentlich nach den Leistungen der vergangenen Partien nicht so viele Änderungen vornehmen möchte. „Rein theoretisch könnte da ein Kaminski spielen. Oder ein Tom Krauß, einfach weil er diese physischen Voraussetzungen mitbringt. Aber du willst eigentlich nicht so viel verändern, weil du stabil warst. So spielt das auf jeden Fall eine Rolle und ist in meinen Gedanken jetzt nicht ganz weit hinten in der Schublade, dass wir einfach einen laufen lassen. Weil die Jungs das Potential mitbringen, sonst würden sie nicht bei uns trainieren“, stellte Kwasniok den Talenten eine Chance in Aussicht.

Auch physisch sieht der Coach Neumann und Fürst weit genug für die Bundesliga. Ein wichtiger Aspekt, wenn es um den Sprung vom Nachwuchs- in den Profifußball geht. Ein weiterer Vorteil für die beiden ist, dass es sich um eine Position auf der Außenbahn handelt. „Es ist nochmal was anderes, eine zentrale Position vielleicht einzunehmen. Wenn du einen zentralen Innenverteidiger mit 19 da reinwirfst, ist das ein bisschen was anderes als vielleicht auf der rechten Schiene, wo beide Tore nicht ganz so nah an deinen Aktionen sind und Fehler eher verziehen werden. Weil die natürlich in der Aufregung passieren können“, meinte der Trainer. So haben Neumann und Fürst eher weniger Druck auf der rechten Seite. Dabei hat Kwasniok „vollstes Vertrauen in die Jungs“.

Bisher in der zweiten Mannschaft und U19 aktiv

Damit können sich die beiden Talente durchaus Hoffnung machen, dass einer von ihnen am Freitag in Augsburg seine Premiere im Profifußball feiern darf. Neumann, der im Sommer aus dem Leipziger Nachwuchs nach Köln gekommen war, kommt bisher in dieser Saison auf zwölf Einsätze bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga. Dort hat sich der 19-Jährige zuletzt auf der rechten Schiene festgespielt. So stand er in den vergangenen acht Partien immer in der Startelf, spielte häufig auch durch. Fürst dagegen kam bisher nur in der U19 zum Einsatz. Dort durfte der Rechtsverteidiger unter anderem auch in vier von fünf Youth-League-Spielen ran. Beide konnten so schonmal Kwasniok auf sich aufmerksam machen. Und zumindest im Kader wird angesichts der vielen Ausfälle sehr wahrscheinlich ein Platz für mindestens einen der beiden frei sein.

Zurückhaltung, einem der beiden eine Chance zu geben, hat der Trainer nach eigener Aussage zumindest schonmal nicht. „Ich scheue mich nicht davor, die einfach reinzuwerfen, weil ich auch das Gefühl hab, dass die Mannschaft sehr stabil in sich ist“, erklärte der Coach. So können die erfahreneren Profis den potenziellen Debütanten Sicherheit geben. Ob Kwasniok das trotzdem vorhandene Risiko eingehen wird und einen der beiden bringt, wird sich zeigen. Hoffnung werden Neumann und Fürst nach den Aussagen des Trainers aber auf jeden Fall haben.


Vom Zettel ins Profitraining: Mit David Fürst bekommt das nächste Talent eine Chance

David Fürst im Kreise der U19 des 1. FC Köln beim Spiel gegen Inter (2. v. r.)
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Vom Zettel ins Profitraining: Mit David Fürst bekommt das nächste Talent eine Chance

Vor genau einer Woche erlebte David Fürst beim Youth-League-Spiel gegen Inter Mailand vor 50.000 Zuschauern sicherlich sein persönliches Karriere-Highlight. Nun wurde der 18-Jährige zum Training bei den Profis hochgezogen. Mit David Fürst steht das nächste Talent beim 1. FC Köln bereit.

Einige Spieler der U19 performen beim Rekord-Duell in der Youth League stark und spielten sich in den Fokus von FC-Coach Lukas Kwasniok. David Fürst trainierte am Mittwoch mit den Profis und kann seine Chance vielleicht nutzen.

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Es war sicherlich das Highlight der Kölner Youngster: Genau vor einer Woche rollte der Ball im „großen“ Stadion vor 50.000 Zuschauern – Flutlichtspiel in der Königsklasse des Nachwuchses, dann auch noch gegen Inter Mailand. Auch, wenn das Ergebnis am Ende eine Enttäuschung war, es war sicherlich ein einmaliges Erlebnis. Bislang – zumindest für den Großteil der Spieler. Denn nicht viele schaffen am Ende den Sprung zu den Profis. Einer, der einen richtig starken Eindruck gegen die Italiener hinterließ war David Fürst. Der 18-Jährige zeigte mit starken Grätschen, einem guten Stellungsspiel, dass er durchaus ein Hoffnungsträger der Kölner sein kann. Unter anderem Fürst scheint seine Chance sich zu zeigen, genutzt zu haben. Denn seine Leistung blieb wohl auch FC-Cheftrainer Lukas Kwasniok nicht verborgen.

„Zwei, drei Jungs auf dem Zettel“

Und so stand der Rechtsverteidiger am Mittwoch zusammen mit den FC-Profis auf dem Rasen am Geißbockheim und absolvierte gemeinsam mit der Mannschaft das Training zur Vorbereitung auf das Duell gegen den VfB Stuttgart. Der U19-Spieler ist mit seinen 1,85 Metern nicht nur als Rechtsverteidiger einsetzbar, Fürst kann ebenfalls Positionen im rechten oder linken Mittelfeld bekleiden. Seine Jugend verbrachte der Youngster bei Borussia Mönchengladbach, wechselte im Sommer 2022 zur U17 des 1. FC Düren. Nur ein Jahr später, im Sommer 2023 kam der heute 18-Jährige ablösefrei zum 1. FC Köln, spielte zunächst in der U17 und ist seit 2024 Teil der U19 der Geißböcke. Im Oktober vergangenen Jahres stand Fürst im Hinspiel der Zeiten Runde der Youth League gegen Racing Union YL noch nicht auf dem Platz.

Zum Rückspiel konnte sich der Youngster allerdings wohl empfehlen und wurde von Ruthenbeck für knapp 30 Minuten eingewechselt. Seitdem absolvierte Fürst in den folgenden drei Youth League Spielen alle Duelle über die gesamte Spieldauer. Auch in der U19 DFB-Nachwuchsliga scheint es rund zu laufen. Nur vier Mal war der 18-Jährige nicht Teil des Kaders, die restlichen neun Begegnungen stand Fürst in der Startelf. Nun durfte das Talent sich auch bei den Profis zeigen. Sicherlich auch, ob der starken Leistungen am vergangenen Mittwoch. Denn auch Kwasniok beobachtete die Partei gegen Mailand nicht nur privat. „Zwei, drei Jungs haben es auf meinen Zettel geschafft“, sagte Kwasniok zu seinen Beobachtungen während des Abends. Offenbar stand Fürst mit auf dem Papier. „Wie lange sie draufbleiben, hängt jetzt von ihnen ab“, so Kwasniok.

Für Fürst heißt es nun also, diese Chance gut zu nutzen. Ob es bereits am Samstag für den Kader reicht, wird sich morgen bei der Abfahrt der Profis zeigen.