Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

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Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

Mit Frankfurts Albert Riera steht ein Coach auf dem Platz, der dem entlassenen FC-Trainer Lukas Kwasnsiok in Stil, Auftreten und Risikofreude verblüffend ähnelt und für reichlich Unterhaltung sorgen wird im Duell seiner Frankfurter gegen den 1. FC Köln: Erstaunliche Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Albert Riera.

Auch wenn Lukas Kwasniok gegen Frankfurt nicht mehr auf der Trainerbank der Geißböcke Platz nehmen wird, wird im Duell gegen die Eintracht mit Albert Riera ein ganz ähnlicher Coach an der Seitenlinie stehen. Denn der Ex-Cheftrainer der Kölner und der aktuelle Frankfurter sind sich erstaunlich ähnlich.

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Auch wenn Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird, dürfte er gedanklich dennoch präsent sein. Für viele FC-Anhänger wird die Begegnung unweigerlich Erinnerungen an den geschassten Coach wecken. Das liegt nicht nur daran, dass sein früherer Co-Trainer und jetziger Chefcoach René Wagner in der Kürze der Zeit kaum die Möglichkeit haben wird, Kader und Spielidee grundlegend umzubauen. Die eigentliche Parallele findet sich vielmehr auf der Gegenseite, genauer gesagt ebenfalls an der Seitenlinie. Albert Riera, der vor wenigen Wochen auf Dino Toppmöller folgte, erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Kölner Kollegen.

Entertainer auf der Trainerbank

Und Kwasniok hielt sein Versprechen. Unter ihm wurde es am Geißbockheim nie langweilig, wenngleich sich die Chefetage das wohl gerne gewünscht hätte. Kwasnioks Selbstverständnis, ein Zahnrädchen in der Showmaschinerie Bundesliga zu sein, legt einen Vergleich mit Albert Riera nahe. Beide genießen es, ihre Botschaften in bildhafter Sprache zu vermitteln. „Im Vergleich zum Tennis haben wir den ersten Satz in dieser Saison vielleicht 7:5 gewonnen. Den zweiten haben wir 1:6 verloren. Aber wir sind in der Lage, zurückzuschlagen“, teilte Kwasniok etwa nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund vor drei Wochen mit und trug damit in der Öffentlichkeit dick auf, um seinen zu diesem Zeitpunkt wackeligen Cheftrainerposten zu verteidigen. Auch Riera bedient sich gerne bildhafter Sprache und zieht Vergleiche. Mal geht es um Spieler, die von Balkonen springen. Mal sind es Haie, die Blut riechen. Oder darum, dass seine Spieler die Schönsten in der Liga sein sollten.

Überforderung durch Variabilität

Die Parallelen gehen jedoch über die Rhetorik hinaus. Sowohl Kwasniok als auch Riera fordern ihre Teams mit einem hohen Maß an taktischer Variabilität. Häufige Wechsel in der Startelf und Positionsrochaden gehören bei beiden zum Alltag. Kontinuität ist selten, Anpassungsfähigkeit dagegen zwingend erforderlich. Beide stellen ihre Mannschaft durch extreme Variabilität hinsichtlich ihrer taktischen Vorgaben vor enorme Herausforderungen. Das Personal wird häufiger ausgetauscht und die Positionen einzelner Spieler regelmäßig verändert.

Kontinuierliche Einsatzzeit bekamen unter Kwasniok nur Torhüter Marvin Schwäbe und Allrounder Jakub Kaminski. Der Rest musste sich aus Verletzungsgründen oder aus anderen Gründen mit der Bank begnügen. In der Domstadt stand Kwasniok für die häufige Rotation der Anfangself in der Kritik. Auch in Frankfurt lässt Riera Spieler fernab ihrer nominellen Positionen starten. Nationalspieler Nathaniel Brown ist beispielsweise fast überall zu finden, ebenso wie Nnamdi Collins, der ebenfalls auf seiner vermeintlich schwächeren Seite spielt. Arnaud Kalimuendo spielte bereits als Rechtsaußen, Rechtsverteidiger und siegbringenden Mittelstürmer.

„Am Ende zählt die Qualität“

Zudem ist das komplizierte Verhältnis zwischen den Trainern und einigen ihrer Spieler nicht von der Hand zu weisen. Für Unverständnis sorgte am vergangenen Spieltag die Nichtberücksichtigung von Weltmeister Mario Götze für das Derby gegen Mainz, die Riera auf Nachfrage nicht plausibel begründen konnte. Nach der Niederlage gegen die Mainzer sprach der Spanier seinem Team dann auch noch die nötige Klasse ab: „Ich sage immer, dass wir Trainer den Spielern alles beibringen können, aber am Ende zählt die Qualität.“ Damit erinnert er stark an das überraschend deutliche und kontroverse Urteil von Kwasniok über seine Mannschaft, das dieser noch in der Saisonvorbereitung nach dem Spiel gegen Fortuna Köln geäußert hatte.

Auch wenn Kwasniok am Sonntag beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via comeon-fc.com) nicht mehr in der Coachingzone stehen wird, wird es durch Riera an Unterhaltung neben dem Platz kaum mangeln.


1. FC Köln zu Gast in Frankfurt: Zwischen Riederwald und Rhein – Wenn Vergangenheit auf Abstiegskampf trifft

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1. FC Köln zu Gast in Frankfurt: Zwischen Riederwald und Rhein – Wenn Vergangenheit auf Abstiegskampf trifft

Wenn der 1. FC Köln auf Eintracht Frankfurt trifft, geht es für die Geißböcke um weit mehr als nur drei Punkte. Mit einem neuen Trainergespann an der Seitenlinie und gleich mehreren Spielern mit Frankfurter Vergangenheit im Kader trifft Sentimentalität auf knallharten Abstiegskampf. 1. FC Köln: So viel Frankfurt steckt in den Geißböcken

Mit Spielern und Verantwortlichen, die einst selbst am Riederwald ausgebildet wurden oder den Sprung über Frankfurt in den Profifußball geschafft haben, bekommt die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln eine besonders emotionale Note.

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Die Begegnung des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt ist eine besonders spannungsgeladene. So lechzen die Geißböcke nach langer Durststrecke endlich wieder nach einem Sieg. Im ersten Spiel von Interimscoach René Wagner an der Seitenlinie der Kölner soll das zuletzt stagnierte Punktekonto im Abstiegskampf aufgebessert werden. Helfen soll Wagner dabei der jüngst verpflichtete Co-Trainer Armin Reutershahn, der eine lange gemeinsame Geschichte mit der Eintracht hat.

Reutershahn blickt auf viele prägende Jahre in Frankfurt zurück. Insgesamt war er über ein Jahrzehnt in zwei Etappen dort tätig. Von 2004 bis 2009 arbeitete er als Assistent von Friedhelm Funkel und erlebte in dieser Zeit den Aufstieg in die Bundesliga hautnah mit, auch der Einzug ins DFB-Pokalfinale in der Saison 2005/06 fällt in diese Phase. Später folgte der vielleicht größte Moment in Reutershahns langer Karriere, als die Eintracht 2018 im DFB-Pokalfinale überraschend den FC Bayern München besiegte. Die Frankfurter Spur zieht sich jedoch nicht nur durch das Trainerteam, sondern auch durch den Kölner Kader, in dem mehrere Spieler eine Vergangenheit am Main haben.

Luca Waldschmidt mauserte sich in Frankfurt zum Profi

Für Luca Waldschmidt ist die Fahrt nach Frankfurt ein Reise ganz an den Anfang seiner Karriere. So holte die Eintracht den Mittelstürmer bereits 2010 aus dem mittelhessischen Wieseck in ihre Jugend und bildete ihn über Jahre hinweg aus. Zuvor hatte Waldschmidt bei kleineren Vereinen wie dem SSV Oranien Frohnhausen, dem SSC Juno Burg und der TSG Wieseck gespielt. In Frankfurt durchlief er die Nachwuchsteams, unterschrieb 2014 seinen ersten Profivertrag und sammelte erste Erfahrungen im Bundesligateam. Insgesamt kam er auf 14 Pflichtspieleinsätze, sein einziges Tor erzielte er im DFB-Pokal.

Den endgültigen Durchbruch schaffte Waldschmidt bei der Eintracht jedoch nicht. Unter Trainer Niko Kovac erhielt er nur begrenzt Spielzeit und entschied sich deshalb 2016 für einen Wechsel zum Hamburger SV, um seine Entwicklung voranzutreiben. Viele Jahre später führte ihn sein Weg schließlich zum 1. FC Köln, wohin er in der letzten Saison von Steffen Baumgart geholt wurde. Dort musste er allerdings auch den Gang in die 2. Bundesliga mit antreten.

Keeper Marvin Schwäbe lernte bei den Adlern fliegen

Ein ähnlicher roter Faden zieht sich durch die Karriere von Marvin Schwäbe: Auch er hat eine Vergangenheit im Nachwuchs der Eintracht. Seine ersten Schritte im Fußball machte Schwäbe beim SC Hassia Dieburg, bevor er über Kickers Offenbach ins Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt kam. Dort spielte er von 2009 bis 2013 und empfahl sich früh für höhere Aufgaben. Noch während seiner Zeit in der A-Jugend gehörte er bereits zum Kader der zweiten Mannschaft und sammelte 2012 in der Regionalliga Südwest seine ersten Einsätze im Herrenbereich.

Nach dieser prägenden Phase zog es ihn zur TSG Hoffenheim, wo er unter Trainer Markus Gisdol den Sprung in den Bundesligakader schaffte. Anschließend führte ihn der Weg zum etablierten Profi über mehrere Stationen im deutschen Fußball, darunter Osnabrück, Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden und Nürnberg. Seinen Durchbruch schaffte Schwäbe schließlich beim 1. FC Köln. In der Saison 2021/22 entwickelte er unter Steffen Baumgart sich zum ernsthaften Konkurrenten von Timo Horn und erkämpfte sich den Stammplatz im Tor der Geißböcke.

Denis Huseinbašićs Vergangenheit in Offenbach

Ein weiterer Geißbock mit Frankfurter Vergangenheit ist Denis Huseinbašić, dessen Werdegang die Bedeutung der Nachwuchsarbeit in der Region einmal mehr unterstreicht. Dabei verbindet ihn nicht nur etwas mit Eintracht Frankfurt, sondern auch mit deren Erzrivalen Kickers Offenbach. Über den SV Darmstadt 98 wechselte er bereits als Kind zur Eintracht und durchlief dort die Akademie, bis er im Alter von 16 Jahren den Verein verlassen musste. Eine neue sportliche Heimat fand er ausgerechnet bei Kickers Offenbach, wo er sich weiterentwickelte und schließlich auf sich aufmerksam machte.

Von dort gelang ihm der große Sprung aus der Regionalliga in die Bundesliga. Der 1. FC Köln sicherte sich seine Dienste für gerade einmal 50.000 Euro, ein Transfer, der sich im Nachhinein als echter Glücksgriff erwies. Unter Trainer Steffen Baumgart wurde Huseinbašić zunächst offensiv auf dem Flügel eingesetzt. Diese mutige Entscheidung zahlte sich aus. In seiner Premierensaison im Trikot der Kölner sorgte der Bosnier direkt für Aufsehen. Den emotionalen Höhepunkt setzte er mit seinem ersten Treffer für den FC, der ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach fiel und ihm einen besonderen Platz in den Herzen der Fans sicherte.

Ragnar Aches Verhältnis zur SGE ist komplex

Mit Ragnar Ache reiht sich ein weiterer Spieler in die Liste der Kölner mit Frankfurter Vergangenheit ein, dessen Geschichte eng mit der Region und der Nachwuchsförderung verbunden ist. In der Mainmetropole geboren, trug er zeitweise selbst den Adler auf der Brust und steht nun für die Domstädter auf Torejagd. Seine Zeit bei Eintracht Frankfurt verlief jedoch alles andere als geradlinig. Nach seinem Wechsel von Sparta Rotterdam im Jahr 2020 galt Ache als vielversprechendes Talent, konnte sich aber nicht nachhaltig durchsetzen.

Zwar feierte er früh sein Bundesliga-Debüt, doch schon kurz darauf wurde er von Verletzungen zurückgeworfen. Oberschenkelprobleme sorgten dafür, dass er den Großteil seiner ersten Saison verpasste. Sein Treffer am letzten Spieltag blieb ein kurzes Highlight in einer insgesamt schwierigen Phase. Auch in der darauffolgenden Spielzeit kam Ache nur sporadisch zum Einsatz. Obwohl er mit der Eintracht 2022 den Gewinn der Europa League feiern konnte, spielte er sportlich nur eine Nebenrolle. Entsprechend deutlich fällt heute sein Fazit aus. „Was habe ich zwei Jahre da gemacht? Nicht wirklich gespielt“, erklärte der Angreifer vor dem Hinspiel in dieser Saison. Um wieder Spielpraxis zu sammeln, wurde Ache zunächst an Greuther Fürth verliehen, ehe er über den 1. FC Kaiserslautern schließlich seinen Weg zum 1. FC Köln fand.

SGE-ht um alles für den 1. FC Köln

So unterschiedlich die Wege von Waldschmidt, Schwäbe, Huseinbašić und Ache auch verlaufen sind, in einem Punkt dürften sie sich einig sein. Die Erinnerungen an ihre Zeit in Frankfurt werden an diesem Spieltag nur eine untergeordnete Rolle spielen. Mindestens für die Dauer der Partie müssen persönliche Verbindungen in den Hintergrund rücken, auch wenn sie die eigene Karriere geprägt haben. Denn beim 1. FC Köln zählt im Saisonendspurt vor allem eines: der sportliche Erfolg. Im Abstiegskampf ist kein Platz für Sentimentalität, denn die Lage ist zu ernst. Jeder Punkt kann entscheidend sein, jeder Zweikampf richtungsweisend.


„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln konnten eine Woche nach dem Sieg in Nürnberg den Hinspiel-Coup gegen Frankfurt nicht wiederholen. Trainerin Britta Carlson vom 1. FC Köln erklärte hinterher ihre Unzufriedenheit – und nahm den Pechvogel des entscheidenden Gegentors in Schutz.

Mit der Leistung ihres Teams war Britta Carlson gegen Eintracht Frankfurt nicht zufrieden. Die Trainerin benennt die Probleme im Nachgang deutlich.

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„Die Eintracht hat mehr fürs Spiel getan“, konstatierte Kölns Trainerin Britta Carlson und gab zu: „Wir haben uns schwergetan, den eigenen Rhythmus zu finden. Wir haben sicherlich kompakt gestanden in der ersten Halbzeit, damit war ich zufrieden. Trotzdem war ich nicht damit zufrieden, wie wir mit dem Ball agiert haben. Da haben wir zu schnell und zu einfache Ballverluste, die dann auch immer wieder anstrengend sind. Da haben wir uns einen anderen Matchplan vorgenommen, anstatt immer nur den Ball lang zu hauen. Das ist nicht unser Ziel gewesen“, so die 48-Jährige.

„Das hat nicht gleich funktioniert“

Carlson reagierte mit einem Doppelwechsel zur zweiten Hälfte, stellte in deren Verlauf ihr System vom 4-4-2 in ein 5-3-2 um. „Das hat nicht gleich funktioniert“, merkte die Trainerin an. Das Tor zum 1:1 sei deswegen unnötig gewesen, weil ihr Team „nicht die Intensität hatte in der Rückwärtsbewegung und viel zu einfach durch drei Pässe ein Tor zugelassen haben. Wenn wir gegen einen starken Gegner bestehen wollen, dann darf uns diese Intensität und am Limit zu spielen nicht fehlen. Das hat uns in den gewissen Situationen einfach gefehlt. Dann ist es schade, dass man sich nicht zumindest mal mit einem Punkt belohnt.“

Die Trainerin nahm Amelie Bohnen, den Pechvogel vor dem entscheidenden Frankfurter Siegtreffer, in Schutz: „Da mache ich gar keinen Vorwurf, sowas kann passieren, dass man mal über den Ball haut. Amelie hat wieder eine super Leistung gebracht wie auch schon in Nürnberg.“ Bemerkenswert war an diesem Abend, dass Carlson nach der Pause mit Sandra Jessen auch die bisher torgefährlichste Kölnerin der Saison vorzeitig vom Platz nahm. „Sandra hatte in dem Spiel wenig Aktionen“, erklärte die Trainerin auf Nachfrage von come-on-fc.com, „sie hat weder Bälle mal festmachen können, noch ist sie in die Aktionen reingekommen, die wir uns vorgestellt haben. Dann ist es manchmal wichtig, dass du eine bestimmte Umstellung hast. Auch Sandra darf mal einen schlechten Tag haben, um Gottes Willen. Dafür haben wir auch einen Kader, dass wir dann andere Spieler in die Position bringen können.“

Zwei Testspiele sind geplant

Mit der Partie hat es der 1. FC Köln zudem erstmals live ins öffentlich-rechtliche Fernsehen geschafft. Das Spiel wurde von der ARD-Sportschau übertragen. „Das haben wir uns auch verdient aufgrund der Leistungen der Saison“, merkte Carlson an. Für die Mannschaft sei die Bühne vor Millionen Zuschauern „eher eine besondere Motivation“ gewesen und kein zusätzlicher Rucksack auf den Schultern.

Bis zum nächsten Kölner Bundesliga-Auftritt wird nun allerdings viel Zeit vergehen. Das nächste Spiel findet erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende auswärts bei der TSG Hoffenheim statt. Die exakte Terminierung durch den DFB ist noch ausstehend. „Das ist echt eine lange Zeit“, sagte Carlson am Samstagabend, „deswegen werden wir am Donnerstag ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den SC Freiburg absolvieren und dann noch ein weiteres in Eindhoven, sodass wir versuchen, im Rhythmus zu bleiben mit den Spielerinnen, die nicht unterwegs sind. Aber es wird sicherlich auch mal ein paar Tage über Ostern frei geben.“

Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Celina Degen und Anna-Lena Stolze vom 1. FC Köln
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Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Die FC-Frauen konnten den Coup aus dem Hinspiel (1:1) gegen Eintracht Frankfurt nicht wiederholen. Das Rückspiel im Franz-Kremer-Stadion endete mit einer Niederlage. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen Frankfurt 1:2. Dabei hatte Marina Hegering den FC nach 75 Sekunden in Führung geköpft. Ein individueller Fehler kostete am Ende den abermals möglichen Punktgewinn.

Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:1-Sieg in Nürnberg eine Woche zuvor auf zwei Positionen: Sara Agrez und Anna-Lena Stolze ersetzten Adriana Achcinska und Anna Gerhardt.

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Der Anpfiff war im Grüngürtel kaum verklungen, da ertönte auch schon das Trömmelche im Franz-Kremer-Stadion: Laura Vogt servierte eine Ecke von der linken Angriffsseite in den Sechzehner und Marina Hegering köpfte den Ball im Fünfer am ersten Pfosten ins lange Eck zum 1:0 nach 75 Sekunden (2.).

Chiba nutzt das Geschenk

Die frühe Führung spielte dem FC in die Karten und vergrößerte das Selbstbewusstsein sichtlich. Den Frankfurterinnen fehlten die Ideen, um einmal gefährlich in die Nähe des Kölner Strafraums zu kommen. Stattdessen suchten die Gastgeberinnen weiter den Weg nach vorne. Bei Pauline Bremers Flachschuss musste sich die Eintracht-Keeperin Lina Altenburg mächtig strecken, um den Ball am Pfosten vorbei zu lenken (23.).

Ansonsten bekamen die Fans im Stadion und auch die mutmaßlichen Millionen Zuschauer vor den Fernsehern der Nation – die Partie wurde auch live von der ARD-Sportschau übertragen – wenig Highlights geboten. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts, sodass der Frankfurter Ausgleich aus heiterem Himmel fiel. Etonam Anyomi legte den Ball im Sechzehner zentral fast vom Elfmeterpunkt zurück zu Laura Freigang, die von der Strafraumgrenze per Schlenzer in den Winkel zum 1:1 traf (58.).

Die Kölnerinnen brachten sich danach durch einen individuellen Aussetzer selbst in Rückstand: Amelie Bohnen trat bei einer eigentlich ungefährlichen hohen Hereingabe aus dem Mittelfeld in den Sechzehner über den Ball, Remina Chiba nutzte das Geschenk und vollstreckte vom Fünfer freistehend zum 1:2 (63.). Wenig später lenkte Irina Fuchs einen vermutlich als Flanke gedachten Ball von Nadine Riesen mit den Fingerspitzen über die Latte (69.). Die Gastgeberinnen gaben in der Schlussphase zwar nicht auf und versuchten auf den Ausgleich zu spielen, fanden jedoch keine Mittel, um die Eintracht-Abwehr unter Druck zu setzen. Stattdessen liefen die Kölnerinnen in einen Konter, doch Fuchs lenkte den strammen Schuss von Rebecka Blomqvist um den Pfosten (83.).

Erst Länderspielpause, dann Hoffenheim

Für die FC-Frauen geht es erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim weiter. An welchem Tag genau, hat der DFB bislang noch nicht offiziell verraten.

1. FC Köln: Fuchs – Imping, Bohnen, Hegering, Agrez (61. Degen) – Donhauser, Vogt (74. Andrade), Feiersinger, Stolze (46. Leimenstoll) – Bremer, Jessen (46. Achcinska). Tore: 1:0 Hegering (2.), 1:1 Freigang (58.), 1:2 Chiba (63.). Zuschauer: 2050.

Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Sandra Jessen vom 1. FC Köln im Duell gegen die SGS Essen
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Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Die Frauen des 1. FC Köln spielen am Samstagabend (17:55 Uhr) sehr wahrscheinlich vor einem Millionen-Publikum gegen Eintracht Frankfurt. Das Bundesliga-Heimspiel wird von der ARD-Sportschau zur besten Sendezeit live übertragen.

Stürmerin Sandra Jessen schöpft Motivation aus dem bitteren Ende des Hinspiels. Die Isländerin beendete zudem vergangene Woche gegen Nürnberg ihre Torlos-Serie.

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Die Kölnerinnen schnupperten bereits im Hinspiel an der Sensation, führten durch den Treffer von Sandra Jessen bis in die Nachspielzeit mit 1:0, ehe die Eintracht doch noch zum 1:1-Endstand traf. Die Torschützin von damals denkt ungerne daran zurück, schöpft aber zugleich auch Motivation, wie sie im Interview mit dfb.de verriet: „Wenn ich daran denke, ärgere ich mich immer noch. Dementsprechend wollen wir unbedingt punkten. Wir werden hochmotiviert in das Spiel gehen.“

“Ich glaube, das hat sie schon belastet“

Vielleicht kommt der Spielplan des Gegners den Kölnerinnen dabei auch entgegen, denn das Duell in Köln liegt für Frankfurt genau zwischen den beiden Halbfinal-Begegnungen des UEFA Women’s Europa Cup gegen BK Häcken. Die Hessinnen verloren das Hinspiel am Mittwochabend zuhause mit 0:3, das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag in Schweden. „Dass wir mehr Zeit zur Vorbereitung auf das Spiel haben, während die Eintracht die zusätzliche Belastung wegstecken muss, könnte sicherlich eine Rolle spielen“, vermutete Jessen entsprechend im DFB-Interview, „dafür müssen wir auf dem Platz vor allem schlau sein und unsere Chance suchen.“

Die isländische Stürmerin selbst dürfte auch wieder etwas unbeschwerter in das Duell gehen, immerhin beendete sie beim jüngsten 2:1-Erfolg in Nürnberg ihre Durststrecke nach 520 Minuten ohne Tor. Dem DFB verriet sie jedoch: „Andere Leute haben sich darüber mehr einen Kopf gemacht als ich selbst. Ich wusste, dass es irgendwann wieder funktioniert, wenn wir alle weiter hart arbeiten. Ich spüre die Unterstützung des Trainerteams und der Mannschaft. Das ist mir wichtig.“ Allerdings hatte auch Trainerin Britta Carlson kurz nach dem Abpfiff in Nürnberg gemutmaßt: „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat.“

Live-Übertragung bei der ARD

Wie dem auch sei: Mit einer treffsicheren Jessen steigen am Samstagabend jedenfalls auch die Chancen auf eine Überraschung der FC-Frauen. Die Partie beginnt zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr, weil diesmal auch das Erste live auf Sendung gehen wird und die Begegnung zur besten Sendezeit der Männer-Bundesliga-Sportschau live in die deutschen Wohnzimmer übertragen wird. Die Kölnerinnen spielen damit erstmals vor einem Millionen-Publikum kurz vor der 20-Uhr-Tagesschau. Auch dieser Umstand dürfte noch einmal für eine Extra-Motivation sorgen.

Die Eintracht steht aktuell mit 39 Punkten auf dem dritten Platz der Tabelle, der am Saisonende zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigen würde. Die Kölnerinnen könnten den Rückstand mit einem Dreier auf acht Punkte verkürzen. Freilich ist der dritte Platz für den FC selbst kein realistisches Ziel mehr, aber je kürzer der Abstand, desto besser wird am Saisonende das Fazit ausfallen. Zudem könnten die FC-Frauen mit einem überzeugenden Auftritt gegen eine Spitzenmannschaft die Werbetrommel für sich selbst rühren. Immerhin geht es im darauffolgenden Heimspiel nach Müngersdorf ins Rhein-Energie-Stadion gegen Werder Bremen am 2. Mai (13 Uhr).

Hier ist der 1. FC Köln weiterhin Spitze: Kwasnioks Plan sticht erneut, nur leider nicht ganz

Marius Bülter und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln
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Hier ist der 1. FC Köln weiterhin Spitze: Kwasnioks Plan sticht erneut, nur leider nicht ganz

Am Samstag erwischte der FC sicherlich nicht den besten Abend. Zu viele Fehler kosteten die Mannschaft von Lukas Kwasniok Punkte gegen die Eintracht. Doch einen Lichtblick gab es dennoch: Die Joker des 1. FC Köln sind erfolgreich gegen Frankfurt.

Bereits vor dem Duell hatte Lukas Kwasniok auf die besondere Bedeutung der Kölner Bank hingewiesen: Die Joker des 1. FC Köln sind erfolgreich gegen Frankfurt.

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„Abarbeiten“ sei erstmal die Hauptaufgabe seiner Startelf gegen Frankfurt, hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok am Samstagabend noch vor dem Duell gegen die Hessen im Interview bei „Sky“ erklärt. Er habe dann Joker auf der Bank, die das Spiel mit Qualität und Kreativität hinten raus noch einmal verändern könnten. Der Spielplan schien durchaus durchdacht, die Vorgehensweise sinnvoll. Immerhin hat der FC in dieser Spielzeit so schon den ein oder anderen Zähler eingefahren. Im Nachhinein erscheint Kwasnioks Aussage wie eine weise Vorahnung. Denn von den im Vorfeld benannten Jokern Florian Kainz, Marius Bülter, Luca Waldschmidt und Said El Mala gelang es gleich Dreien, Scorerpunkte zu sammeln.

„Die zwei stehen schon draußen ready…“

Das Einzige, das den Matchplan des Kölner Coaches durchkreuzte, waren dann wohl die zu schnell gefallenen Gegentore. Denn bereits nach der 63. Minute hatten die Hessen das anfängliche 1:0 in ein 1:4 umgewandelt. Gerade der Doppelpack von Jonathan Burkardt versetzte den Kölnern einen Schlag, denn der Frankfurter schraubte das Ergebnis innerhalb von drei Minuten um zwei Tore noch oben. Und das zu einem Zeitpunkt, als sich Kainz und El Mala schon für die Einwechslung bereit hielten. „Die zwei schnellen Gegentore in der zweiten Hälfte waren ausschlaggebend. Das zweite kriegen wir zu schnell, sind dann ein Stück weit nicht clever genug. Die zwei stehen schon draußen ready, wir müssen nur den Ball ins Aus schlagen“, sagte Torhüter Marvin Schwäbe.

Nach dem Doppelwechsel und der Einwechslung von Bülter und Waldschmidt nur zehn Minuten später drehte sich das Kölner Spiel tatsächlich. Die Joker erfüllten die ihnen von Beginn an zugedachte Rolle und sorgten in der Schlussphase der Partie noch einmal für mächtig Wirbel – und Tore. Denn sowohl Bülter als auch Waldschmidt trafen für den FC und brachten die Geißböcke noch einmal an den Rand der Sensation. Auch El Mala trug sich mit seinem Assist auf Waldschmidt in die Scorerliste ein, hatte zuvor nur mit viel Pech den Pfosten nach einem schicken Schlenzer getroffen. „Am Ende muss man sagen, wir sind dann gut zurückgekommen und hätten vielleicht am Ende noch das 4:4 machen können“, so Thomas Kessler. „In Gänze haben wir heute auf Bundesliga-Niveau Lehrgeld bezahlt.“

“Eine tolle Bank“

Mit zwei Toren und einem Assist lieferten die Kölner Joker das positive Element der Begegnung gegen Frankfurt und untermauern den bisherigen Kölner Rekord. Denn mit sieben Toren und 14 Torbeteiligungen stehen die Einwechselspieler des FC ligaweit auf Platz eins. „Dadurch, dass wir extrem gute Joker haben, ist der Glaube immer da. Alle die reinkommen reißen sich den Arsch auf. Sie wissen, dass sie ihre Qualität und Kreativität auf den Platz bringen können, dass sie uns damit helfen. Da ist sich keiner zu schade für“, so Schwäbe. Doch zaubern kann die Kölner Bank dann eben auch nicht. „Wenn wir mit einem 3:1 am Ende dastehen, dann wissen wir, da können wir noch rankommen. Bei drei Toren Unterschied in der letzten Viertelstunde ist es einfach schwer“, erklärte Schwäbe weiter.

Und so gelang es dem FC eben nur bis auf ein Tor an die Hessen heranzukommen – das allerdings knapp. Dass Kwasniok bei den Einwechslungen ein glückliches Händchen beweist, zeigt der Ligavergleich. Dass der Kölner Coach auf der anderen Seite für seine wechselnden Aufstellungen kritisiert wird, sollte man aber nicht einfach abtun. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft für ihren Coach und die Fans bereit ist, das letzte Hemd zu geben. „Als wir nichts mehr zu verlieren hatten, hatten wir heute eine tolle Bank, die unabhängig vom Spielstand den Menschen zeigen will, dass es sich lohnt, ins Stadion zu kommen“, so Kwasniok. Ein Gut, das der FC in der Vergangenheit nicht immer sein Eigen nennen konnte.


Timo Hübers wieder im Stadion – „Wir werden mit ihm definitiv sprechen“

Timo Hübers noch guter Dinge im Kölner Stadion
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Timo Hübers wieder im Stadion – „Wir werden mit ihm definitiv sprechen“

Bei der 3:4-Niederlage der Kölner gegen Eintracht Frankfurt kehrte auch Timo Hübers wieder zurück ins Stadion des 1. FC Köln. Der Innenverteidiger wird wohl noch lange ausfallen. Die Zukunft ist noch nicht geklärt.

Am Samstagabend kehrte Timo Hübers wieder zurück ins Stadion des 1. FC Köln. Der Abwehrspieler hatte sich vor vier Wochen verletzt und wird weiterhin fehlen. Eine Rückkehr ist komplett offen. Zumal auch der Vertrag des Innenverteidigers im Sommer ausläuft.

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Die Bilder waren schockierend, die Schwere der Verletzung schon erwartbar. Umso schöner Timo Hübers am Samstagabend wieder im Stadion zu sehen. Der Abwehrchef der Geißböcke war mit seiner Freundin gekommen, um die Begegnung seines FCs live vor Ort zu verfolgen. Schon unter der Woche weilte der Innenverteidiger am Geißbockheim, wird dort behandelt. Hübers wird wohl bis zum Ende der Saison ausfallen. Der Ex-Kapitän hatte sich vor vier Wochen im Zweikampf mit Serhou Guirassy im Spiel gegen Borussia Dortmund verletzt, war vom Platz getragen und später operiert worden. Eine genaue Diagnose der Verletzung ist nicht bekannt, nur war immer wieder von der besonderen Schwere die Rede. Dafür spricht auch, dass Hübers sein Knie nicht oder zumindest nur teilbelasten darf, so wie es bei einer Meniskusnaht oder einer Kniescheiben-Verletzung ist.

„Wir werden mit ihm definitiv sprechen“

In dieser Saison wird Hübers wohl nicht mehr auflaufen. Ob er überhaupt noch einmal den Geißbock auf der Brust tragen wird, ist aktuell offen. Denn der Vertrag des 29-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus. Nach wie vor gilt es als wahrscheinlich, dass der FC dem Abwehrspieler eine Vertragsverlängerung anbieten wird, so wie es bei Luca Kilian im vergangenen Jahr der Fall war. Allerdings ist die Heilungsprognose sicherlich eine andere. „Die Knieverletzung ist sehr schwer. Er wird eine lange Zeit benötigen und auch einen steinigen Weg hinter sich legen müssen. Das werden wir gemeinsam tun“, sagte Thomas Kessler bei „Sky“. „Timo ist ein verdienter Spieler, ist jahrelang bei uns im Club, er war letztes Jahr unser Kapitän. Wir werden mit ihm definitiv darüber sprechen.“

Hübers hatte in der vergangenen Woche gegenüber der Bild gesagt, dass es ihm „den Umständen entsprechend gut“ gehe.

Ungewohnte Fehlerflut: 1. FC Köln zahlt gegen Frankfurt Lehrgeld

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Ungewohnte Fehlerflut: 1. FC Köln zahlt gegen Frankfurt Lehrgeld

Viele vermeidbare Fehler bescherten den Geißböcken am gestrigen Abend eine letztlich verdiente Niederlage im Aufeinandertreffen mit Eintracht Frankfurt. Gegen die Hessen offenbarten sich ungewohnte Problemfelder beim 1. FC Köln: Ein Abend voller verhängnisvoller Fehler.

Den Geißböcken steht eine arbeitsreiche Woche der Aufbereitung bevor. Denn beim Spiel gegen Frankfurt war die Fehlerliste beim 1. FC Köln länger als gewohnt: Ein Abend voller verhängnisvoller Fehler.

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Im Anschluss an die 4:3-Heimniederlage fand Thomas Kessler deutliche Worte zur Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben heute auf Bundesliga-Niveau Lehrgeld bezahlt. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir uns das Leben unnötig schwer gemacht. Wir haben 1:0 geführt und hätten es viel cleverer spielen müssen“, ordnete der Sportdirektor des FC ein und ergänzte: „Wir haben nach 30 Minuten unseren Matchplan verlassen und sind durch Ballverluste mit einem 1:2 in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit hat man die Qualität von Frankfurt gesehen. Am Ende ist es eine bittere Niederlage“, lautete die Analyse des 39-Jährigen. Nach dem furiosen Start der Hausherren, der bereits in der vierten Minute in die frühe Führung mündete, als Jakub Kamiński nach einer präzisen Vorlage von Ragnar Ache vollendete, übernahmen über weite Strecken des Spiels nur noch die Gäste das Kommando.

Unsauberer Aufbau, teure Folgen: Frankfurt schlägt zweimal zu

Immer wieder rückte Marvin Schwäbe in den Mittelpunkt und musste gleich mehrfach mit starken Paraden den Ausgleich verhindern. Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte war es schließlich so weit: Frankfurts Arthur Theate stieg nach einer Ecke am höchsten und erzielte den längst überfälligen Ausgleich. Dass Gegentore nach Standards kein neues Problem darstellen, überrascht angesichts des bisherigen Saisonverlaufs kaum, führen die Geißböcke diese Statistik im Ligavergleich an. Viel eher wirft erneut die Entstehung des Eckballs Fragen auf. Vorausgegangen war ein aggressives Pressing von Frankfurts Farés Chaibi, der Schwäbe derart unter Druck setzte, dass sich der Kölner Schlussmann zu einem unsauberen Pass auf Außenverteidiger Kristoffer Lund gezwungen sah.

Lund konnte nur in höchster Not den heraneilenden Kaminski erreichen, doch bei ihm war Endstation. Frankfurt setzte nach, erzwang den Ballverlust und holte so die Ecke heraus. Dieses Muster setzte sich fort und knapp zehn Minuten später wurde die Mannschaft erneut bestraft. Auslöser war wieder ein unkontrollierter Aufbau, diesmal mit Sebastian Sebulonsen über rechts als unglücklichem Protagonisten im roten-weißen Trikot. Frankfurt fing den Ball ab, schaltete schnell um und vollendete abgeklärt, sodass der Ball erneut im Kölner Tor einschlug. „In der ersten Hälfte spielen wir uns bei den Gegentoren auf den Außen fest, anstatt dann in der 45. + 5 den Ball einfach tief zu schlagen und uns nicht zu schade zu sein, dann raus zu rücken und den Ball weg vom Tor zu machen“, sagte Schwäbe.

Gefährliche Ansätze verpuffen: Köln zu unpräzise im Offensivspiel

Doch damit nicht genug: Während die Defensive also nicht ganz trittfest agierte, taten sich die Domstädter obendrein schwer, ihre Offensivansätze in klare Chancen umzumünzen. Zwar deuteten die Kölner immer wieder Gefahr an, vor allem durch schnelle Umschaltaktionen, doch die vielversprechenden Momente verpufften häufig wirkungslos. Besonders Isak Johannesson bot sich mehrfach in guten Positionen auf den Außenbahnen an, wurde von seinen Mitspielern jedoch übersehen.

Ragnar Ache tauchte immer wieder gefährlich im Frankfurter Strafraum auf, fand jedoch selten die optimale Lösung. In der 34. Minute etwa drehte er sich stark um die eigene Achse und suchte den Abschluss, doch die Frankfurter Defensive blockte ab und Zetterer sicherte den Ball. Dabei wäre Sebulonsen völlig frei gewesen. Kurz darauf setzte Ache Thielmann in Szene, dessen Abschluss aus zwölf Metern erneut an Zetterer scheiterte, während Lund unbedrängt mitgelaufen war und wahrscheinlich mehr Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Später fehlte erneut die nötige Präzision, als ein vielversprechender Konter in der 59. Minute über Ache ins Leere lief, weil er sich trotz gleich vierer verheißungsvoller Optionen in der Vorwärtsbewegung durch Frankfurts Robin Koch mühelos den Schneid abkaufen ließ.

Kölner Aufbäumen kommt zu spät

Die Liste der verhängnisvollen Fehlentscheidungen gegen Frankfurt war länger als in den Wochen zuvor. Letztlich zu lang, um gegen einen Champions-League-Teilnehmer etwas Zählbares einzufahren. Dennoch zeigten die Geißböcke bemerkenswerte Courage. Selbst als die Partie nach dem schnellen Doppelschlag von SGE-Stürmer Jonathan Burkardt in der 60. und 63. Minute und dem daraus resultierenden 4:1 scheinbar entschieden war, gab sich die Mannschaft nicht auf.

Angeführt von den in der zweiten Hälfte eingewechselten Impulsgebern Marius Bülter, Said El Mala und Luca Waldschmidt entwickelte sich die Begegnung zunehmend zu einem klassischen Alles-oder-nichts-Auftritt. Die Kwasniok-Elf warf in der Schlussphase noch einmal alles in die Waagschale und entfachte mit den zwei späten Treffern durch Bülter und Waldschmidt (83.; 90+3.) späte Hoffnungen, noch etwas aus dem verkorksten Auftritt mitzunehmen.

Kwasniok: „Sind heute der gebrochene Verlierer“

Diese Mentalitätsleistung veranlasste Trainer Lukas Kwasniok nach Spielende dazu, sich vor seine Schützlinge zu stellen: „Die Mannschaft ist heute wieder 130 Kilometer gelaufen. Sie versucht, die Menschen hier so gut es geht glücklich zu machen. Am Ende sind wir immer enttäuscht, weil wir verloren haben, aber es kommt immer auf die Art und Weise an. Die Jungs haben bis zum Schluss Gas gegeben. Wenn das dritte Tor vielleicht ein Ticken früher gefallen wäre, dann wäre hier richtig Halligalli gewesen. So sind wir heute der gebrochene Verlierer.“

Nach den Niederlagen gegen Gladbach und Dortmund blieb der Ertrag also erneut aus. Doch die Art und Weise des Aufbäumens zeigte zumindest, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt, wenn Struktur und Mut zusammenfinden.


Eine Fünf und eine Zwei: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Große Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln
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Eine Fünf und eine Zwei: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Der FC hat zwar Moral bewiesen, die Aufholjagd startete aber zu spät. 3:4 unterliegt der FC den Hessen. Auch, weil die Defensive zu anfällig war. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt.

In der Offensive zeigten sich die Kölner vor allem in der Schlussphase stark, in der Defensive ungewohnt anfällig. Zum ersten Mal kassierten die Kölner vier Gegentore in dieser Saison. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt.

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Der FC hat die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Pflichtspielen hingenommen. Dazu eine ärgerliche, weil der FC auch aufgrund von individuellen Fehlern zu anfällig war, zu leicht die Gegentore kassierten. In der Offensive waren die Kölner vor allem in der Schlussphase stark, vor allem die Joker.

Nur Schwäbe überzeugt in der Defensive

Marvin Schwäbe

Musste nach gut 20 Minuten nach einer scharfen Hereingabe von Knauff erstmals zu Boden. Aber kein Problem für die Nummer eins. Fischte einen Kopfball von Burkardt stark aus dem Winkel. War dann vor dem Wechsel gleich doppelt machtlos, obwohl er den ersten Versuch von Chaibi noch stark parierte. Hatte gegen Burkardt nach dem Wechsel ebenfalls keine Chance.


Kristoffer Lund, Einzelkritik 5

Kristoffer Lund

Startete eigentlich gewohnt sicher. Sah aber vor allem bei den beiden Burkardt-Treffern nicht wirklich gut aus. Ließ sich vor dem 1:3 von Doan vernaschen, rutschte vor dem 1:4 unglücklich weg.


Dominique Heintz Einzelkritik 3

Dominique Heintz

Stand überraschend wieder von Beginn an auf dem Platz. Rechtfertigte die Maßnahme bereits nach fünf Minuten mit einem starken langen Ball auf Ache, aus dem das 1:0 resultierte. Stand zuvor nicht sicher gegen Burkardt. Kam auf starke 70 Ballkontakte und eine Zweikampfquote vor mehr als 70 Prozent.


Joel Schmied

Ließ sich zu Beginn in der eigenen Box austanzen und landete auf dem Rücken, aber Heintz war zur Stelle. Wirkte nicht immer stabil. Wieder mit starker Passquote (96%) wichtig für das Aufbauspiel. Hatte das 2:1 unfreiwillig auf dem Rücken. Machte beim 1:2 zu viel falsch, sah auch beim 1:3 nicht gut aus. Musste verletzt raus.


Sebastian Sebulonsen Einzelkritik 4+

Sebastian Sebulonsen

Hatte mit Knauff auf seiner Seite ordentlich Betrieb und auch zu oft seine Probleme. Der Ballverlust vor dem 1:2 ging eindeutig Richtung katastrophal. Immerhin insgesamt mit der besten Zweikampfquote auf dem Platz (77%).


Eric Martel

Kehrte zurück auf die Sechserposition und ordnete das Zentrum. Das ging auch in der Anfangsphase recht gut. Verlor aber zunehmend den Zugriff zur Partie. Kehrte nach dem Wechsel in die Innenverteidigung zurück. Gewann im Schnitt nur jeden dritten Zweikampf. Für einen Spieler seiner Qualität zu wenig. Spulte aber wieder mehr als 13 Kilometer ab.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Isak Johannesson, Einzelkritik 4+

Isak Johannesson

Startete ungewohnt offensiv. War unter anderem zwei Schritte zu langsam bei einem langen Pass von Thielmann. Wurde aber auch gleich mehrfach von seinen Mitspielern in guter Position übersehen. War aber auch in seinen Offensivaktionen nicht immer sauber.


Denis Huseinbasic

Seltsamer Auftritt des Mittelfeldspielers. Gewohnt stark im Passverhalten, erstaunlich schwach in den Zweikämpfen. Suchte einmal den Abschluss, zielte aber zu hoch. Ansonsten zu wenig für die Offensive.


Einzelkritik Kaminski 2-

Jakub Kaminski

Spielte wieder in der vorderen Kette, ließ sich aber auch immer wieder zurückfallen. Wurde von Ache perfekt vor der Führung eingesetzt, bei der der Pole auch leichtes Spiel hatte und es dennoch stark machte. Blieb auch anschließend ein Unruheherd, wirkte aber nicht immer glücklich.


Ragnar Ache, Einzelkritik 3-

Ragnar Ache

Stand erwartungsgemäß in der Startelf. Das zahlte sich zunächst auch aus. Bereitete Kaminskis Führung stark vor. Wollte Kaminski auch mit einem langen Ball bedienen, traf aber nur die Beine des Polen. Verpasste auch ein Anspiel auf Johannesson, der in der Box freie Bahn gehabt hätte. Zu zaghaft gegen Theate beim Ausgleich.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Startete in der rechten Offensive. Seine Rolle schien allerdings sehr fließend, auch mal Spitze und dann sogar in der Tiefe eines Sechsers. Beeindruckende Leidenschaft. Hätte einen Nachschuss nach einer Ecke aufs Tor bringen müssen. Holte sich kurz vor der Halbzeit mit einer Grätsche zu recht Szenenapplaus ab. Dennoch zu wenig Impact.

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 60 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.