Zurück in der Startelf beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt findet auch gegen Augsburg nicht zur Form
Simon Bartsch
Eigentlich sollte er für ein spielerisches Element in der Kölner Offensive sorgen. Doch so wirklich wollte das nicht gelingen beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Luca Waldschmidt findet auch gegen den FC Augsburg nicht zur Form.
Seit Mitte Dezember stand Luca Waldschmidt gegen Augsburg mal wieder in der Anfangsformation. Allerdings wollte es bei dem Offensivspieler nicht rund laufen.
Luca Waldschmidt kam gegen Augsburg nicht so recht in Fahrt
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Es war in etwa eine Stunde gespielt als Luca Waldschmidt sich ein Herz nahm und aus gut 20 Metern einfach mal abschloss. Der Schuss wurde nicht so wirklich gefährlich, Waldschmidt kam auf einen gesamten xGoals-Wert von 0,05, vor allem aber war es der erste Versuch des Siegeners. Der Offensiv-Arbeitsbeweis las sich mit einem Abschluss, einer Vorarbeit sowie neun Pässen und 25 Ballkontakten. Wäre der 29-Jährige wie in den vergangenen Wochen als Joker eingewechselt worden, die Bilanz wäre insgesamt eine ordentliche gewesen. Nur stand Waldschmidt erstmals seit Dezember wieder in der Anfangsformation. Zuletzt hatte es für den ehemaligen Nationalspieler nur noch zum Edeljoker gereicht. In diesem Jahr stand Waldschmidt nie länger als 25 Minuten auf dem Platz, meist deutlich weniger.
Erneut eine eher schwache Leistung
Noch vor der Saison hatte Waldschmidt den Wunsch auf mehr Spielzeit geäußert, ihn gewisser Weise mit seiner Zukunft in Köln verbunden. Doch die ganz starken Bewerbungsunterlagen für mehr hat der Offensivspieler nicht abgegeben. Waldschmidt erwischte wieder einmal ein eher schwaches Spiel. Dem ehemaligen Nationalspieler fehlt die Konstanz. Dabei war die Idee seiner Aufstellung vermutlich, ein spielerisches Element zu bringen. Denn Augsburg stand bekanntlich tief, der FC brauchte spielerische Mittel und fand diese nicht. Dabei spulte der 29-Jährige wieder ordentlich Kilometer ab. Bis zu seiner Auswechslung nach gut 65 Minuten war Waldschmidt wieder am meisten von allen Spielern unterwegs, nicht das erste Mal in dieser Spielzeit. Und doch war der Ertrag eher ein mäßiger.
“Wir wissen, dass wir nicht mit Fußball glänzen müssen, sondern mit anderen Tugenden. Da mache ich mir aber keine Sorgen bei uns. Es hapert nie am Einsatz oder der Mentalität“, sagte Waldschmidt. „Wir müssen eng zusammenhalten und hart arbeiten, um da gemeinsam wieder Siege zu haben, ein gutes Gefühl zu bekommen und zu wissen, dass wir auch wieder gewinnen können.“ Ob der 29-Jährige gegen Dortmund dabei von Beginn an mithelfen kann, wird sich zeigen müssen.
Die Alarmglocken müssen schrillen: Denn mit einer solchen Leistung reicht es am Ende nicht – ein Kommentar
Simon Bartsch
Der FC war mit viel Selbstvertrauen nach Augsburg gefahren, kehrte aber mit leeren Händen zurück. Das durchaus verdient. Denn die Kölner boten eine besorgniserregende Leistung an. Die Abstiegsplätze kommen immer näher, die Lage spitzt sich zu beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zur 0:2-Pleite in Augsburg.
Nach den Erfolgen zum Jahresbeginn war der Februar für den FC eher Magerkost. Ein Punkt aus den vergangenen vier Spielen ist zu wenig. Die Geißböcke müssen sich dringend etwas einfallen lassen. Denn die jüngste Leistung war schon besorgniserregend.
Der 1. FC Köln gegen den FC Augsburg (Foto: Sebastian Widmann / Getty Images)
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Die Begegnung gegen den FC Augsburg war vielleicht gerade einmal 20 Minuten gespielt, da passierte etwas höchst Erstaunliches: Manuel Baum und oder seine Mannschaft entschieden sich, das Fußballspielen gegen den FC weitestgehend einzustellen. Der Gastgeber hatte die ersten zehn Minuten einen kleinen Sturmlauf abgefeuert, hätte vielleicht zu diesem Zeitpunkt schon in Führung gehen können, hatte mehr als 70 Prozent Ballbesitz und Marvin Schwäbe schon zwei Mal in arge Bedrängnis gebracht. Doch nach gut 20 Minuten war mit dem Sturmlauf Schluss. Augsburg verließ die eindeutig erfolgversprechende Linie und verschanzte sich in der eigenen Hälfte, um die Geißböcke anlaufen zu lassen. Eine ungewöhnliche Maßnahme, aber eine offenbar durchdachte.
Nur noch zwei Punkte zum Relegationsplatz
Zumindest darf man davon ausgehen, dass Baum bewusst war, wie schwer es die Kölner beim Spielaufbau haben würden. Das kann im Vertrauen in die eigene Mannschaft begründet sein, vielleicht wusste der Augsburger Coach aber auch, dass der FC nicht wirklich viel zu Stande bringen würde. Es war schließlich nicht das erste Mal, dass die Kölner mit dem Ball überfordert schienen. Noch vor wenigen Tagen hatte Lukas Kwasniok erklärt, dass er sich sicher sei, dass Performance dann irgendwann auch mit Punkten belohnt werden würde. Die Gegenthese gibt dem Trainer dann irgendwie recht. Eine schwache Performance bringt auf der anderen Seite eben keine Zähler. Nachdem die Kölner gegen die TSG noch gute 30 Minuten nah an der besten Saisonleistung spielten, gehörte der Auftritt in Augsburg wohl zu den schwächsten.
Die Quittung ist eine schmerzhafte. Der FC hat im Februar genau einen Punkt aus vier Spielen geholt. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Zähler, mit ein wenig Pech und einem Wolfsburger Sieg ist es am Abend dann vielleicht nur noch ein Punkt. Jedem sollte mittlerweile bewusst sein, in welcher Lage sich die Geißböcke befinden. Der FC ist nicht etwa im Abstiegskampf angekommen, er befindet sich mitten drin. Und es ist alles andere als ausgeschlossen, dass die Kölner nach dem 25. Spieltag einen der untersten drei Plätze übernommen haben. Die Tabellensituation ist also durchaus ernst, wenn auch kein Grund, jetzt schon in Panik zu verfallen.
Schwierigkeiten mit dem Ball
Die Alarmglocken dürfen, nein sie sollten aber durchaus schrillen. Denn der Auftritt der Kölner war besorgniserregend. Dem FC fehlte eben wieder einmal mit dem Ball so ziemlich jede Idee, eine spielerische Komponente, die die Defensive des Gegners hätte aushebeln können. Das Spiel der Geißböcke war eindimensional, durchschaubar, harm- und zahnlos. Der ständige Versuch mit langen Bällen hinter die Kette zu kommen, scheiterte immer und immer wieder. Und die Frage wird durchaus erlaubt sein, warum man in Köln nicht früher auf mehr spielerische Komponenten gesetzt hat. Eine Frage, die nur Kwasniok beantworten kann und auf die der Trainer eine Antwort finden muss. Denn nach dem Duell gegen den BVB in der kommenden Woche warten gleich mehrere Gegner, die dem FC durchaus den Ball überlassen könnten. Der FCA hat den Kontrahenten gezeigt, mit welchen einfachen Mitteln die Kölner zu bezwingen sind.
Unterm Strich bleibt eine grauenhafte Bilanz, eine beängstigend schwache Leistung und eine wichtige Erkenntnis: Mit einem Auftritt wie gegen den FCA wird es am Ende nicht reichen – ganz sicher.
Erschreckend harmlos in der Offensive: Dem 1. FC Köln fehlten die spielerischen Lösungen
Hendrik Broschart
Der 1. FC Köln bleibt gegen Augsburg weitestgehend harmlos und verpasst ein „dreckiges“ 0:0. Dabei spielte nicht nur die Verletzungsmisere eine Rolle auf Seiten der Domstädter. Geißbock im Leerlauf: Der 1. FC Köln findet beim FCA den Vorwärtsgang nicht.
In einer enttäuschenden Begegnung finden die Kölner keine spielerischen Lösungen. Und darauf wird es in den kommenden Wochen ankommen.
Gegen Augsburg tat sich die FC-Offensive schwer (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images).
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Lukas Kwasniok machte keinen Hehl aus seiner Meinung zu der Offensivleistung seiner Mannschaft gegen den FC Augsburg: “Die Jungs arbeiten, die maschieren, aber heute waren wir – so ehrlich muss man sein – zu torungefährlich. Wir haben zwar die Kopfball-Aktion von Martel gehabt, aber ansonsten waren wir zu ungefährlich, um ein Tor zu erzielen. Dann musst du eigentlich ein dreckiges Null zu Null mitnehmen”. Die Geißböcke entwickelten Torgefahr, wenn überhaupt, nur durch Standardsituationen. Der angesprochene Martel-Kopfball war das Resultat einer cleveren Eckball-Variante, bei der der kopfballstarke Mittelfeldspieler mit kräftiger Mithilfe seiner blockenden Teamkollegen frei zum Abschluss kam – der Querbalken rettete für die Augsburger. Tief in der Nachspielzeit hatten die Kölner erneut Pech: Diesmal war es Cenk Özkacar, dessen Kopfball durch den Augsburger Innenverteidiger in höchster Not von der Linie gekratzt wurde. Ein „dreckiges 0:0“, so Kwasniok später, wäre angesichts der Chancenarmut im Spiel sicherlich angemessen gewesen.
Strippenzieher Simpson-Pusey: Bemüht, jedoch ohne Aussicht auf Erfolg
Der Matchplan der Geißböcke war leicht zu durchschauen. Jahmai Simpson-Pusey, der für Joel Schmied in die Anfangself rotiert war, hatte die anspruchsvolle Aufgabe, Augsburgs seit der Hinrunde wiedererstarkte Offensive mit dem neuverpflichteten portugiesischen Stürmer Rodrigo Ribeiro und dem torgefährlichen Franzosen Claude Maurice zu stoppen. Gleichzeitig kam den jungen Engländer auch ein Schlüsselpart für das Kölner Angriffspiel zu, denn Simpson-Puseys Vertikalpässe in die Spitze auf Ragnar Ache waren phasenweise das einzige offensive Element im Spiel des 1. FC Köln. Und dabei haperte es gewaltig: Der Großteil von Simpson-Puseys Anspielen verpuffte und Ache hatte es mit Noahkai Banks, Keven Schlotterbeck und Cedric Zesiger zu tun, die ihn bei seiner Paradedisziplin, dem Festmachen und Ablegen des Balls für die Nachrückenden Offensiven, empfindlich störten.
Kwasniok: „Eine halbe Stunde war das Maximale der Gefühle“
Auch Said El Mala konnte in der Jokerrolle nicht überzeugen. Der Flügelstürmer hatte zwar vereinzelte Ballaktionen und seine berüchtigten Tiefenläufe, doch das Eins-gegen-Eins perlte an der Augsburger Hintermannschaft ab. Und das nicht ohne Grund. El Malas Einsatz war für die Partie fraglich gewesen, der Youngster war in der Vorbereitung auf den gestrigen Abend „am Anschlag“, so Kwansiok, und musste mit einer Muskelverhärtung pausieren. Mehr als dreißig El-Mala-Minuten gegen Augsburg waren für ihn einfach nicht drin: „Eine halbe Stunde war das Maximum. Er hat diese Woche einfach nicht trainiert. Er hat keinen Sprint gezogen.”
Wie schon unter der Woche hob der Cheftrainer der Geißböcke nach dem Spiel gestern Abend hervor, dass ihm das Wohl seiner Spieler am wichtigsten ist: „Unabhängig vom Ergebnis muss man sachlich und ruhig im Sinne des Spielers handeln. Das haben wir heute gemacht. Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich das wünscht, wenn man nicht in dieser Blase ist und keine Verantwortung trägt. Aber diesen Wunsch konnte ich mir selbst auch nicht erfüllen. Vergangene Woche hat er ein Tor und einen Assist gemacht, und ich hätte ihn auch gerne von Beginn an auf dem Platz gehabt. Aber es geht nicht um meine Wünsche, sondern um die Medizin.“
Die Tugenden sind gefragt
Die Zahnlosigkeit der FC-Offensive kann als Produkt mehrerer Faktoren verstanden werden. Dazu kommen tief stehende und disziplinierte Augsburger, ein überspielter Unterschiedsspieler und Pech bei den ohnehin schon raren Torgelegenheiten. „Wir wissen, dass wir nicht mit Fußball glänzen müssen, sondern mit anderen Tugenden”, meint Luca Waldschmidt, der im Übrigen gegen die Augsburger sein erstes Spiel von Anfang an in diesem Kalenderjahr bestreiten durfte. „Da mache ich mir bei uns aber keine Sorgen. Es hapert nie am Einsatz oder der Mentalität. Wir müssen eng zusammenhalten und hart arbeiten, um wieder Siege zu erzielen, ein gutes Gefühl zu entwickeln und zu wissen, dass wir auch wieder gewinnen können“, analysierte er weiter.
Harmlose Offensive, ideenlose Zentrale – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Augsburg
Simon Bartsch
Der FC kassiert in Augsburg eine verdiente 0:2-Niederlage. Die Kölner agierten zu harmlos und waren in der Rückwärtsbewegung anfällig. Das zeigt sich auch in den Noten. Die Einzelkritik des 1. FC Köln beim FC Augsburg.
Ohne Punkte kehren die Geißböcke aus Augsburg heim. In einer insgesamt sehr überschaubaren Partie setzte sich die etwas bessere Mannschaft 2:0 durch. Dabei lieferten einige Spieler wahrlich nicht ihre Best-Leistungen ab.
Cenk Özkacar war einer der besseren Kölner (Foto: Sebastian Widmann/GetyyImages)
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Musste früh gegen Ribeiro zupacken, war auch gegen Banks zur Stelle. Hatte anschließend wenig zu tun. Beim Gegentor wohl machtlos. Musste nach einer guten Stunde gegen Claude-Maurice erneut zupacken. Rückte für einen möglichen Ausgleich in der Nachspielzeit mit auf, kassierte den zweiten Treffer.
Kristoffer Lund
Fiel zunächst durch einige klärende Kopfbälle vor dem Tor auf. Hatte auch in der Offensive einen Kopfball, den er vielleicht sogar hätte verwandeln müssen. Beim Gegentreffer Beobachter, wie Banks Offensivspieler Bülter vernaschte.
Cenk Özkacar
Ein weiterer solider Auftritt des Innenverteidigers. Stand konsequent in der Dreierkette, gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe.
Jahmai Simpson-Pusey
Ordnete die letzte Kette, als würde er seit Jahren nichts anderes tun. Beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit der 20-Jährige dem Gegner den Ball abluchst und unter anderem mit der Hacke Situation spielerisch löst. Verlangsamte auffallend oft das Spiel der Geißböcke. Kam beim Gegentor einen Schritt zu spät.
Rav van den Berg
Insgesamt solide. Handelte aber Martel mit einem erschreckenden Fehlpass die Gelbe Karte ein. Seinen missglückten Dribbling-Versuch machte er selbst ganz stark wieder wett. Hatte Glück, dass Claude-Maurice die Einladung zum Strafstoß nicht dankend annahm.
Jakub Kaminski
Startete doch auf der rechten Defensivposition. Hatte mit Rieder auf seiner Seite viel zu tun und des Öfteren das Nachsehen. Wurde später besser.
Ideenlos in der Offensive
Eric Martel
Sein langer Ball auf Bülter war lange Zeit der Höhepunkt des Sechsers. Holte sich nach einem Fehlpass von van den Berg den gelben Karton ab. Verpasste mit einem tollen Kopfball an die Latte die Kölner Führung. Musste wohl auch aufgrund seiner Verwarnung zur Pause raus.
Stopfte wieder einige Löcher und scheute keinen Zweikampf. Fiel allerdings nicht so auf wie in den vergangenen Wochen, was allerdings auch an der Leistung der gesamten Mannschaft lag.
Marius Bülter
Fiel in der Offensive so gut wie gar nicht auf, dafür entscheidend in der Rückwärtsbewegung: War gegen Banks vor dem 0:1 nur Statist. Ging nach gut 60 Minuten vom Platz.
Ragnar Ache
Machte wieder einige Bälle fest. Wurde aber viel zu selten in gefährliche Positionen gebracht. Arbeitete viel mit zurück. So auch, als er in der Schlussphase einen Konter unterband.
Luca Waldschmidt
Stand zum ersten Mal seit Dezember wieder in der Startelf und sammelte nur wenige Argumente für weitere Einsätze von Beginn an. War bis zu seiner Auswechslung nach 66 Minuten wieder einmal am meisten unterwegs. Fiel aber bis auf einen Schuss in der zweiten Halbzeit so gut wie gar nicht auf.
Isak Johannesson
Kam zum zweiten Abschnitt für den verwarnten Martel. Brachte sich mit einer starken Flanke direkt ein. Danach war aber nicht mehr viel zu sehen.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben
„Alles andere wäre verantwortungslos gewesen“- Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Augsburg
Simon Bartsch
Am Freitagabend trafen die Geißböcke auf die Fuggerstädter. Der FC verlor 0:2 gegen die Mannschaft von Manuel Baum. Nach der Partie äußerte sich unter anderem Lukas Kwasniok: Stimmen zum Duell des 1. FC Köln beim FC Augsburg.
Mit einer schwachen Leistung und null Punkten müssen die Geißböcke die Rückreise nach Köln antreten. Nach dem Duell fand unter anderem Lukas Kwasniok deutliche Worte.
Lukas Kwasniok wirkt nicht sonderlich glücklich
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“Wir waren zu ungefährlich“
Luca Waldschmidt:„Generell wäre schon mehr drin gewesen, aber wenn man das Spiel sieht, dann eher nicht. Wir waren zu ungefährlich. Außer in den letzten fünf Minuten, wo hier und nochmal eine brenzliche Situation war, waren wir wenig zwingend.“
„Gefühlt haben wir uns vor allem im zweiten Drittel schwer getan. Wir haben den Ball viel bei den Innenverteidigern gehabt und sind von da nicht so richtig ins Spiel gekommen. Wir sind nicht in den Flow gekommen, um den Ball laufen zu lassen. Augsburg stand tief, das ist dann auch nicht immer so einfach. Am Ende haben wir den Gegner zu wenig bedroht und zu wenige Lösungen gefunden. Wir hatten viele einfache Ballverluste.“
Zum ersten Gegentor: „Ich habe es nicht mehr genau im Kopf, aber ich glaube, der (Noahkai Banks, Anm. d. Red.) läuft in der eigenen Hälfte los. Da müssen wir ihn besser stören. Er darf nicht bis zur Grundlinie kommen und spätestens da müssen wir die Flanke blocken.Da sind viele Themen, die man vorher abarbeiten kann, bis es zum Tor kommt.“
“Wir wissen, dass wir nicht mit Fussball glänzen müssen, sondern mit anderen Tugenden. Da mache ich mir aber keine Sorgen bei uns. Es hapert nie am Einsatz oder der Mentalität. Wir müssen eng zusammenhalten und hart arbeiten, um da gemeinsam wieder Siege zu haben, ein gutes Gefühl zu bekommen und zu wissen, dass wir auch wieder gewinnen können.“
„Das war unmöglich“
Lukas Kwasniok: „Wir haben da echt dran zu knabbern. Es ist ein sehr zerfahrenes Spiel gewesen. Es war nicht viel los. Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit ein, zwei Mal eingeladen. Ansonsten war es ein neutrales Spiel. Wir haben dann eine Kopfballchance nach dem Eckball von Martel. Da hatten wir auch ein bisschen Glück. Beim Eric war es schon eine Dunkelgelbe Karte, deswegen habe ich ihn dann auch runtergenommen. Als das Spiel dann tendenziell eher so in in unsere Richtung ging, ohne dass wir jetzt torgefährlich geworden sind, steht es dann 0:1. Das macht er gut (Rodrigo Ribeiro, Anm. d. Red.) und dann steht es 0:1, dann laufen wir hinterher, ohne die ganz klaren Chancen zu haben – bis dann zum Schluss das Quäntchen Glück eben auch fehlt. Das macht die Situation dann auch nicht einfach.“
„Wir haben immer das Gefühl, ein Spiel gewinnen zu können. De facto ist es so, dass wir zu viele nicht gewinnen. Wir holen zu wenig Punkte. Aus den vergangenen vier Spielen haben wir einen Punkt geholt. Das ist einfach zu wenig, wenn du dich von unten absetzten willst. Ansonsten bleibst du bis zum Schluss dabei. Das ist jetzt für einen Aufsteiger auch nicht ganz so überraschend, aber wenn du das Gefühl hast, du hättest auch ein, zwei, drei Punkte mehr haben können, dann musst du halt da sein. Das waren wir nicht. Ein Sieg wäre völlig vermessen gewesen, ich glaube aber schon, dass du hier einen Punkt entführen kannst. Dann darf aber das 1:0 nicht fallen. Das sind diese Momente, denen wir einfach hinterher laufen.“
Zu einer früheren Einwechslung von Said El Mala: „Das war unmöglich. Ich war happy, dass er uns heute zur Verfügung gestanden hat. Alles andere wäre verantwortungslos gewesen. Eine halbe Stunde war das Maximale der Gefühle. Er hat diese Woche einfach nicht trainiert. Er hat keinen Sprint gezogen. Unabhängig vom Ergebnis muss man sachlich-ruhig im Sinne des Spielers handeln. Das haben wir heute gemacht. Ich kann mir schon vorstellen, dass man – wenn man nicht in dieser Bubble ist und in der Verantwortung steht – dass man sich das wünscht. Aber diesen Wunsch konnte ich uns selber auch nicht erfüllen. Vergangene Woche hat er ein Tor und einen Assist gemacht und ich hätte ihn auch gerne von Beginn an auf dem Platz gehabt. Aber es geht nicht um meine Wünsche, sondern um die Medizin.“
“Jetzt ist klar, dass der Druck etwas größer wird. Das ist ganz logisch. Wir versuchen, unser Bestes zu geben. Die Jungs arbeiten, die maschieren, aber heute waren wir – so ehrlich muss man sein – zu torungefährlich. Wir haben zwar die Kopfball-Aktion von Martel gehabt, aber ansonsten waren wir zu ungefährlich, um ein Tor zu erzielen. Dann musst du eigentlich ein dreckiges Null zu Null mitnehmen. Das haben wir leider nicht geschafft. Nächste Woche kommt Dortmund, da hast du dann wieder nichts zu verlieren. Dann müssen wir irgendwann gegen einen der Großen punkten.“
Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den FC Augsburg: 2:0 Endstand
Simon Bartsch
Am Freitagabend ist der FC zu Gast bei den Fuggerstädtern. Dann steht für die Geißböcke das 24. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg.
Nach dem 2:2-Remis gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Wochenende will der FC im Auswärtsspiel gegen die Mannschaft von Manuel Baum punkten. Keine leichte Aufgabe für das Team von Lukas Kwasniok, denn der FCA ist aktuell die Mannschaft der Stunde.
Der 1. FC Köln im Duell gegen den FC Augsburg
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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg. Personell gibt es im Gegensatz zur vergangenen Woche keine guten Nachrichten für Coach Lukas Kwasniok. Der Kölner Cheftrainer muss erneut puzzeln. Für das Duell gegen den FCA fehlen den Geißböcken neben den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian auch Joel Schmied, Jan Thielmann, Linton Maina, Alessio Castro-Montes, Denis Huseinbasic und Sebastian Sebulonsen. Said El Mala, hinter dessen Einsatz bis kurz vor der Abreise ebenfalls Fragezeichen standen, stieg in den Mannschaftsbus und reiste mit dem Team nach Augsburg.
Zudem nahm der Kölner Trainer auch die drei Youngster Cenny Neumann, Fynn Schenten und Youssoupha Niang mit. Gegen die Fuggerstädter will der FC dreifach punkten, auch wenn die Aufgabe durchaus keine einfache ist. „Du fährst als Aufsteiger zu einem gestandenen Bundesligisten. Zu Beginn steht es 0:0“, so Kwasniok. „Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man sagt, wenn wir kein Tor kassieren, nehmen wir schonmal einen Punkt mit.“
Gegen Augsburg stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der FCA steht aktuell zwar „nur“ auf dem zehnten Tabellenplatz, hat allerdings eine beeindruckende Formkurve. Nur eins der vergangenen fünf Spiele verlor das Team von Manuel Baum. „Er hat die Mannschaft extrem stabilisiert“, so Kwasniok. „Die Heimspiele gegen direkte Mitkonkurrenten haben sie gewonnen und deshalb strotzen sie jetzt ein bisschen mehr vor Selbstbewusstsein.“ Der FC hat am Freitag laut Kwasniok die klare Rolle des Außenseiters.
Bittere Bilanz für den 1. FC Köln unter Tobias Welz und eine Strafanzeige
Simon Bartsch
Am Freitagabend kommt es für den FC in Augsburg zum Flutlicht-Spiel. Der Schiedsrichter der Begegnung ist für die Kölner kein Unbekannter und die Erinnerungen sind nicht die besten. Tobias Welz leitet die Partie des 1. FC Köln in Augsburg.
Nach dem Remis gegen Hoffenheim steht nun das nächste schwere Spiel für den FC auf dem Programm. Geleitet wird die Begegnung von Tobias Welz und die Erinnerungen an den Schiedsrichter sind nicht nur gute.
Tobias Welz leitet die Partie des 1. FC Köln gegen Augsburg
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Am Freitagabend startet die Bundesliga mit der Begegnung des FC in Augsburg in den 24. Spieltag. Der Unparteiische ist für die Geißböcke wahrlich kein unbekannter. Eine gute Bilanz mit dem Schiedsrichter aus Wiesbaden hat der FC allerdings nicht. Insgesamt pfiff der 48-jährige Polizeibeamte seit 2012 20 Spiele der Geißböcke. Dabei weist Tobias Welz eine aus Kölner Sicht negative Bilanz bei den Begegnungen des 1. FC Köln auf. Nur fünf Spiele konnte der FC unter seiner Leitung gewinnen, zwölf haben die Geißböcke verloren. Statistisch gesehen also kein Glücksbringer für die Kölner.
Strafanzeige von FC-Fan gegen Schiedsrichter Welz
Besonders bei einem Bundesligaspiel ist Tobias Welz bei den Geißböcken nicht in guter Erinnerung geblieben: Beim Spiel des FC am 12. Spieltag der Abstiegssaison 2017/18 bei Mainz 05 war Welz als Video-Assistent tätig. Die spielentscheidende Szene passierte in der 42. Minute: Pablo de Blasis zog mit dem Ball im Strafraum nach innen zwischen Konstantin Rausch und Frederik Sörensen. De Blasis kam zu Fall, Schiedsrichter Dr. Felix Brych zeigte sofort auf den Punkt. Sörensen sollte den Mainzer gefoult haben, obwohl keinerlei Berührung in der Zeitlupe zu erkennen war. Eine klare Schwalbe des Argentiniers. Dennoch griff Welz als VAR nicht ein. Der folgende Elfmeter von Daniel Brosinski brachte den Mainzern die 1:0-Führung ein, die letztendlich auch das Endergebnis darstellte. Der FC verlor das Spiel aufgrund einer Schauspieleinlage, die der Videoassistent Welz durch die Fernsehbilder belegen konnte, es aber nicht tat.
Das brachte insbesondere einen FC-Fan so sehr auf die Palme, dass dieser nach dem Spiel Strafanzeige gegen Tobias Welz erstattete. „Das war eindeutig Betrug von Herrn Welz. Es geht um Millionen, es geht um Wetteinsätze, es geht um hunderttausende Fans“, sagte ein FC-Fan damals dem Kölner Stadt-Anzeiger. Eine kuriose Seltenheit im Fußball, die Welz bestimmt auch nicht kommen sehen hat. Zuletzt leitete der Unparteiische die Begegnung gegen die Bayern in der zweiten Runde des DFB-Pokals – und übersah die Abseitsstellung vor dem 1:1-Ausgleich.
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Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Mögliche Ursachen und Prävention – das sagt ein Experte
Hendrik Broschart
Eine ungewöhnliche Verletzungsserie schränkt den 1. FC Köln vor dem Augsburg-Spiel stark ein. Trainerstab und Experten suchen nach Ursachen beim 1. FC Köln: Was läuft falsch am Geißbockheim?
Die Verletzungsprobleme beim 1. FC Köln spitzen sich zu. Eine ungewöhnlich hohe Zahl von Muskelverletzungen bereitet den Geißböcken Kopfschmerzen. Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Das sagt ein Experte.
Jan Thielmann zog sich vor dem Spiel gegen TSG Hoffenheim eine Muskelverletzung zu. (Foto: Bucco)
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Vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg steht Kölns Trainer Lukas Kwasniok vor einer kniffligen Aufgabe. Der 44-Jährige, bekannt für seine Rotationsfreude, ist mit der Frage konfrontiert, welche seiner Spieler für die anstehende Partie überhaupt zur Verfügung stehen. Die aktuelle Häufung von Verletzungen hat den Handlungsspielraum von Kwasniok spürbar eingeschränkt, der FC steckt mitten in der größten Verletzungswelle dieser Saison. Besonders die muskulären Probleme machen dem Team zu schaffen. „Eine so kuriose Situation habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Mittwoch. „Natürlich sind wir jetzt auf der Suche nach den Ursachen. Bis zum Spiel in Gladbach hatten wir keine einzige Muskelverletzung. Dann kam Jan Thielmann als Erster, bis zur Winterpause noch Joel Schmied. Seitdem häuft sich das Ganze extrem.“
Kwasniok: „Müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen“
Auf der Pressekonferenz bemühte sich der FC-Coach, Anhaltspunkte für die „kuriose Situation“ zu finden. „Wir müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen, wobei es in der Kürze der Zeit nicht ganz so einfach ist, das zu eruieren“, erklärte Kwasniok. Einen möglichen Grund sieht er in der hohen Intensität der Liga. „Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Intensität der Bundesliga und dass wir versuchen, in jedem Spiel voll dagegenzuhalten.“ Ganz überzeugt diese Erklärung jedoch nicht. Ausgerechnet Hoffenheim, der jüngste Kölner Gegner und statistisch das laufstärkste Team der Liga, blieb bislang ohne muskuläre Ausfälle. Offenbar liegt die Ursache also tiefer.
Um die Hintergründe besser einzuordnen, hat come-on-fc.com mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Potthast von der Deutschen Sporthochschule Köln gesprochen. Der Biomechanik-Experte forscht seit Jahren zu Belastungssteuerung und Verletzungsprävention im Leistungssport (unter anderem in Zusammenarbeit mit Hoffenheim) und warnt hinsichtlich der Verletzungen vor vorschnellen Schuldzuweisungen.
Fehler in der Trainingsbelastung?
Potthast betont, dass die aktuelle Misere beim FC schon ungewöhnlich sei, Muskelverletzungen aber nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen sind. „Es gibt eine ganze Reihe von Einflussgrößen, die solche Verletzungen begünstigen können“, erklärte er. Auch die Trainingssteuerung könne eine Rolle spielen. Hier könne man den Verantwortlichen allerdings nur schwerlich Vorwürfe machen. „Man muss den Trainern aber zugutehalten, dass die Wissenschaft bislang kaum Parameter kennt, mit denen sich eindeutig vorhersagen lässt, wann ein Spieler aufhören sollte zu trainieren. Es also von außen auf die Trainingssteuerung zu schieben, wäre anmaßend.“ Möglichkeiten, sich die Muskeln genauer anzuschauen, gibt es, diese seien aber sehr aufwendig. „Es ist sicher nicht wie bei einer Laktatleistungsdiagnostik, bei der man nach einer Laufeinheit eine Empfehlung über die Intensität des Trainings abgeben kann“, so der Experte.
Neben der Trainingsbelastung könnten weitere Faktoren eine Rolle spielen, die die Suche nach Antworten auf die Frage nach den vielen Spielern mit ähnlichen Verletzungen erschweren. „Dazu gehört etwa die Ernährung, auch wenn das im Profibereich eher selten ein Problem ist“, so Potthast. „Möglicherweise bestehen muskuläre Dysbalancen zwischen Agonist und Antagonist, oder es gibt Zusammenhänge mit der Wirbelsäule oder der neuronalen Ansteuerung.“
Dennoch sieht der Wissenschaftler einen Punkt, an dem die Clubs grundsätzlich ansetzen müssen: „Der Verein darf sich die Frage stellen, ob er präventiv genug gehandelt hat, etwa was die Diagnostik betrifft“, sagte der Experte. „Jetzt gilt es, jede einzelne Verletzung genau zu analysieren. Wann ist sie aufgetreten? Unter welchen Bedingungen? Welche Besonderheiten hatte der betroffene Spieler? Mit gezielten Untersuchungen lässt sich das systematisch aufarbeiten“, so der Experte weiter. „Auch wenn die Wissenschaft bisher keine vorgefertigten vollständigen Diagnostikverfahren zur Prophylaxe von Muskelverletzung anbietet, wäre ein engerer Austausch von Verantwortlichen mit Forschenden gegebenenfalls schon hilfreich. Ich denke durchaus, dass wir an bestimmten Stellen schon weiterhelfen können.“ Eine wissenschaftliche Begleitung, die es beispielsweise bei der TSG durchaus gibt.
Hartes Programm für ersatzgeschwächte Geißböcke
Lukas Kwasniok ließ hingegen keine Zweifel zu: „Ich habe das Glück, schon einige Vereine erlebt zu haben. Und die medizinisch-athletische Abteilung ist hier absolut top. Die Geräte werden immer besser, das heißt, wir werden immer vorsichtiger. Das ist auch gut so, damit keinem so richtig der Muskel zerfetzt wird.“ Tatsächlich lassen sich laut Experten in den aktuellen MRTs leichter Mikro-Läsionen darstellen. Das Vorgehen der Vereine ist daher oft ein besonders vorsichtiges. Eine Verbindung zwischen Verletzungen sowie dem Natur- und Hybridrasen am Geißbockheim und im Stadion sieht der Experte jedenfalls nicht.
Ungeachtet der Ursachenanalyse bleibt die sportliche Realität bestehen: Der 1. FC Köln muss in einer entscheidenden Saisonphase mit einem ausgedünnten Kader auskommen. Spiele gegen direkte und indirekte Konkurrenten – darunter das Derby gegen Borussia Mönchengladbach – gewinnen zusätzlich an Brisanz, wenn personelle Alternativen fehlen. Resignation ist dennoch kein Thema. Kwasniok versucht, der Situation auch mental etwas Positives abzugewinnen. „Schwund macht stärker“, habe er der Mannschaft mitgegeben. Ob dieser Leitsatz im Abstiegskampf trägt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Said El Mala und Talente dabei: Kader für Augsburg stellt sich beim 1. FC Köln im Grunde von selbst auf
Marie Reiners
Mit der Begegnung gegen den FC Augsburg eröffnet der FC am Freitagabend den 24. Spieltag der Bundesliga. Nach der Abschlusseinheit am Donnerstag brach die Mannschaft auf. Mit diesem Kader reist der 1. FC Köln nach Augsburg.
Mit Said El Mala und einigen Talenten fährt der FC zum Auswärtsspiel zum FC Augsburg. Am Freitagabend sind die Geißböcke zu Gast in der Fuggerstadt.
Der FC auf dem Weg nach Augsburg
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Der FC ist am Donnerstagnachmittag zum Auswärtsspiel nach Augsburg aufgebrochen. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok trifft dort am Freitag auf den FCA. Eine schwere Aufgabe, für die sich der Trainer sicherlich wieder einen Masterplan zu recht gelegt hat. Schließlich ist Augsburg so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Dementsprechend hatte der Coach auch die Favoritenrolle dem Gegner zugeschoben. Erschwerend kommt aktuell die personelle Situation beim FC dazu. Zahlreiche Spieler fallen aus, viele von ihnen aufgrund muskulärer Probleme. So war das Remis gegen Hoffenheim in der Vorwoche besonders teuer erkauft. Beim 2:2-Unentschieden verletzten sich mit Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Joel Schmied mindestens drei Spieler.
Drei Youngster dabei
Nach der Einheit am Donnerstag stieg das Team dann in den Bus und es gab dann doch auch eine positive Nachricht: Said El Mala fährt mit nach Augsburg. Der 19-Jährige hatte unter der Woche eine Einheit aufgrund einer Verhärtung abbrechen müssen. Anders als bei Sebulonsen, Thielmann und Schmied lag aber keine strukturelle Verletzung vor. Der Offensivspieler kann also mitreisen. Im Gegensatz zu Denis Huseinbasic, der aufgrund seiner muskulären Probleme ausfällt. Durch die vielen Ausfälle erhalten aber auch einige Youngster ihre Chance. Fynn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann sind mit von der Partie. Neumann darf sich aufgrund der Verletzungen auf der rechten Abwehrseite auch Hoffnungen auf einen Einsatz machen.
Diese Spieler sind für Freitag mit von der Partie
Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler Abwehr: Cenny Neumann, Jahmai Simpson-Pusey, Cenk Özkacar, Rav van den Berg, Dominique Heintz, Kristoffer Lund Mittelfeld: Isak Johannesson, Tom Krauß, Eric Martel, Said El Mala, Jakub Kaminski, Florian Kainz, Felipe Chávez Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt, Fynn Schenten, Youssoupha Niang
Verletzt oder nicht berücksichtigt: Joel Schmied, Linton Maina, Alessio Castro-Montes, Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen, Timo Hübers, Luca Kilian, Denis Huseinbasic
Wie gewonnen, so zerronnen? Das Offensiv-Trio aus El Mala, Kaminski und Ache droht wieder auseinanderzubrechen
Simon Hense
Am vergangenen Wochenende überzeugten Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache zusammen als Offensiv-Trio. Auf dieser Kombination würde Lukas Kwasniok bestimmt gerne aufbauen. Aber womöglich muss der Coach direkt wieder umplanen beim 1. FC Köln: Ein El-Mala-Ausfall würde das neue Offensiv-Trio sprengen.
Am Dienstag musste Said El Mala wegen einer Muskelverhärtung das Training beim 1. FC Köln abbrechen. Ein Ausfall gegen Augsburg droht. Dann müsste Lukas Kwasniok seine gegen Hoffenheim sehr erfolgreiche Offensive aus El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache erneut umbauen beim 1. FC Köln: Ein El-Mala-Ausfall würde das neue Offensiv-Trio sprengen.
Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Sie sind bisher die torgefährlichsten Spieler des 1. FC Köln: Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache erzielten 18 der 33 FC-Tore. Zusammen kommen sie auf insgesamt 28 Torbeteiligungen. Am vergangenen Wochenende gegen die TSG 1899 Hoffenheim zeigten die drei dann auch, wie gut sie zusammen als Offensiv-Trio funktionieren können. Denn zuvor waren sie nur einmal – zumindest nominell – als Dreier-Angriff aufgelaufen, nämlich gegen RB Leipzig. In dem Spiel war der Erfolg aber überschaubar: Das einzige Kölner Tor erzielte Jan Thielmann nach Vorarbeit von Isak Johannesson. Gegen die TSG sah es dann aber ganz anders aus. Alle drei Angreifer konnten mindestens eine Torbeteiligung verbuchen. Ache erzielte mit einem traumhaften Fallrückzieher nach einer El-Mala-Flanke die Führung für die Geißböcke. Und El Mala schaffte nach einem schönen Pass in die Tiefe von Kaminski den Ausgleich zum 2:2-Endstand.
El Mala droht auszufallen
Es war ein Auftritt, der Lust auf mehr vom Offensiv-Trio machte. Dann auch abgesehen von den Treffern war der Kölner Angriff fast das gesamte Spiel über gefährlich. Vor allem in der ersten halben Stunde lieferte der FC seine vielleicht beste Saisonleistung ab. Dabei harmonierte die Offensive um die drei Angreifer sehr gut. Da wäre es nur logisch, die drei gefährlichsten Kölner Offensivspieler auch gegen den FC Augsburg am Freitagabend wieder zusammen auflaufen zu lassen. Ein Plan, der aber eventuell nicht in die Tat umgesetzt werden kann.
Denn mit Said El Mala droht der Topscorer des Offensiv-Trios gegen den FCA auszufallen. Der Youngster musste am Dienstag das Training vorzeitig abbrechen. „Said hat gestern und auch schon nach dem Spiel, in dem er am Anschlag war, über eine Muskelverhärtung geklagt. Deswegen hat er dann auch das Training abgebrochen. Wir haben ihn heute drin gelassen. Auch da muss sich der Körper an dauerhaften Bundesliga-Fußball über 90 Minuten Woche für Woche gewöhnen“, erklärte Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. So sei ein Einsatz des 19-Jährigen „noch fraglich“.
Kwasniok vielleicht wieder zum Umbau gezwungen
Für den FC wäre ein Ausfall des Linksaußen gleich doppelt bitter. Denn zum einen ist El Mala mit zwölf Torbeteiligungen natürlich der Topscorer des 1. FC Köln und ein absoluter Unterschiedsspieler. Gerade gegen einen sehr kompakten Gegner wie den FCA kann der 19-Jährige mit seinen unwiderstehlichen Dribblings wichtig sein, um die gegnerische Defensive zu knacken. Zum anderen kann Kwasniok so nicht auf das Zusammenspiel des Offensiv-Trios gegen die TSG aufbauen. So hat der Coach gegen Hoffenheim mit den dreien gerade erst eine Konstellation gefunden, auf die er in Zukunft aufbauen könnte. Denn je öfter El Mala, Kaminski und Ache als Dreier-Angriff auflaufen, desto besser wird wahrscheinlich ihr Verständnis untereinander und damit ihr Zusammenspiel.
Nun droht das Offensiv-Trio aber direkt wieder fürs Erste auseinanderzubrechen. Wenn El Mala ausfallen sollte, muss der Coach mal wieder umstellen. Dabei hatte Kwasniok – auch mit Blick auf andere Ausfälle besonders auf der rechten Seite – noch betont, dass er eigentlich wenig wechseln möchte nach den guten Eindrücken seiner Mannschaft gegen die Kraichgauer. „Du willst eigentlich nicht so viel verändern, weil du stabil warst“, so der Trainer. Wegen der vielen weiteren Ausfälle muss der Coach sein Offensiv-Trio aber vielleicht auch trennen, wenn El Mala rechtzeitig fit wird. Denn bei den Geißböcken fehlen mit Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes fast alle Optionen für die rechte Schiene. Ein logischer Ersatz auf der Position wäre Kaminski, der die Rolle schön öfter in seiner Karriere und beim FC gespielt hat. Bei ihm hat Kwasniok die Gewissheit, dass der 23-Jährige die Position gut ausfüllen kann.
Kaminski auf den offensiven Außen stärker
Aber der Trainer weiß genauso, dass sich Kaminski auf den offensiven Außen wohler fühlt und da seine besten Leistungen für die Kölner gebracht hat. Und dort könnte der Pole, wenn El Mala einsatzbereit ist, eben mit dem Youngster und Ache das wohl beste Offensivtrio bilden, dass die Domstädter auf den Platz bringen können. Daher ist es für den Trainer eine Option, einem Talent wie Cenny Neumann oder David Fürst auf der rechten Schiene eine Chance zu geben. Dann könnte Kaminski wieder auf eine Position weiter vorne zum Einsatz kommen. Gerade gegen einen defensiv starken Gegner könnte das sehr wichtig für die Kölner sein. Denn der FCA wird es den Geißböcken gerade im Angriff nicht leicht machen. Umso wichtiger wäre es, wenn Kwasniok erneut auf sein starkes Offensiv-Trio aus dem Hoffenheim-Spiel bauen könnte. Aber damit das überhaupt möglich ist, muss es erstmal eine Entwarnung bei El Mala geben.