„Werfen Prinzipien nicht über Bord“: Sbonias sieht nur ein Manko nach WSV-Pleite der U21 des 1. FC Köln

Evangelos Sbonias: Trainer der U21 des 1. FC Köln
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„Werfen Prinzipien nicht über Bord“: Sbonias sieht nur ein Manko nach WSV-Pleite der U21 des 1. FC Köln

Es war ein brutaler Nackenschlag für eine junge Kölner Mannschaft, die den Punktgewinn schon vor Augen hatte: Die U21 verlor in Wuppertal in letzter Sekunde mit 0:1. Trainer Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln sieht ein Manko.

Beim Duell gegen den Wuppertaler SV gab es Sorgen um ein Offensiv-Talent, dem die nächste Zwangspause droht. Dafür feierte ein weiterer U19-Spieler seine Premiere in der Regionalliga West.

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Nach dem Schlusspfiff sanken die Kölner enttäuscht zu Boden. Trainer Evangelos Sbonias eilte aufs Feld und leistete erste Aufbau-Arbeit. Seine talentierten Schützlinge hatten sich lange gut geschlagen bei widrigen Bedingungen im Stadion am Zoo, doch zum Schluss gab es noch das bittere Ende mit dem entscheidenden Gegentor in letzter Sekunde. „Wenn du in Überzahl in der 96. Minute so einen Nackenschlag mit so einem Traumtor kassierst, ist es natürlich bitter“, äußerte ein enttäuschter Sbonias kurz nach dem Schlusspfiff gegenüber come-on-fc.com und stellte fest: „Heute ist viel von dem eingetroffen, was wir vorher gesagt haben. Das hat nichts mit einer Ausrede zu tun, aber es war klar, dass wir unser Spiel hier nicht werden aufziehen können. Es ist aber auch klar, dass wir innerhalb einer Woche nicht unsere kompletten Prinzipien über Bord werfen und dann eine andere Fußballmannschaft werden.“

„Das ist das einzige, was wir uns vorwerfen können“

Im Dauerregen waren auf dem holprigen Untergrund beim Abstiegskandidaten andere Tugenden als fußballerische Qualitäten gefragt. Und da schlug sich die junge Kölner Mannschaft durchaus achtbar, verpasste aber insbesondere in der Schlussphase in Überzahl, zumindest den Punkt abzusichern. „Ich glaube, dass wir es in der ersten Hälfte nach zehn Minuten ordentlich gemacht haben. Wir können da vielleicht auch in Führung gehen. Nach der Überzahl war klar, dass du gegen einen tiefstehenden Gegner und einem Rasen, der nicht bespielbar ist, nicht großartig in die Situationen reinkommst, die wir uns dann vorstellen. Dann musst du halt 0:0 spielen. Das haben wir nicht geschafft. Das ist das einzige, was wir uns vorwerfen können. Du musst 0:0 spielen“, resümierte Sbonias.

Sorgen gab es nach dem Spiel zudem um Etienne Borie. Das Offensiv-Juwel humpelte kurz vor der Pause von zwei Betreuern gestützt in die Kabine. Die ärztlichen Untersuchungen werden zeitnah ergeben, ob Borie die nächste Zwangspause einlegen muss. Luis Hauer durchlebte derweil ein durchwachsenes Comeback nach fast drei Monaten im U21-Tor. Der Torwart verschuldete erst einen Elfmeter, konnte diesen aber direkt parieren. „In der Situation war er unglücklich, aber es freut mich für ihn, dass er nicht bestraft worden ist“, äußerte Sbonias.

Fokus auf der Ausbildung der Talente

Seine Mannschaft versäumte es, den Abstand zum oberen Tabellendrittel nochmals zu verkürzen und verharrt so auf dem achten Platz. Ohne Abstiegssorgen und ohne Aussicht Richtung vordere Plätze kann die U21 somit die Saison entspannt zu Ende spielen und den Fokus ohne Ergebnisdruck auf die Ausbildung der eigenen Talente richten. Mit Jonathan Friemel feierte der nächste U19-Spieler sein Regionalliga-Debüt. Maik Akumu besaß in der Schlussphase beim Stand von 0:0 zwei gute Chancen zum Siegtreffer. Mikolaj Marutzki musste derweil kurzfristig erkrankt pausieren.


Hauers Elfer-Parade reicht nicht: U21 des 1. FC Köln verliert trotz Überzahl in letzter Sekunde beim WSV

Etienne Borie von der U21 des 1. FC Köln
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Hauers Elfer-Parade reicht nicht: U21 des 1. FC Köln verliert trotz Überzahl in letzter Sekunde beim WSV

Bitterer Nachmittag für die FC-Talente: Die U21 des 1. FC Köln kassierte in Überzahl beim letzten Angriff des Spiels weit in der Nachspielzeit noch den Gegentreffer zur 0:1-Niederlage beim Wuppertaler SV.

Für die U21 war es die erste Niederlage in 2026 und das Ende der Serie von zuletzt vier ungeschlagenen Spielen. Die U21 des 1. FC Köln kassierte 0:1-Niederlage beim Wuppertaler SV.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 zuhause gegen Lotte eine Woche zuvor auf drei Positionen. Luis Hauer stand erstmals seit dem 3:5 Ende November gegen Dortmunds U23 wieder zwischen den Pfosten. Mikolaj Marutzki fehlte diesmal im Kader. Der U19-Kapitän Jonathan Friemel feierte wie erwartet seine U21-Premiere. Auch Bernie Lennemann erhielt diesmal das Mandat für die Startelf. Youssoupha Niang und Marvin Ajani rutschten aus dem U21-Kader.

Etienne Borie vorzeitig vom Platz

Die Kölner hätten beinahe einen Traumstart erwischt, als Etienne Borie einen hohen Ball in die Spitze zu Bernie Lennemann schlug. Der Stürmer schoss aus spitzem Winkel, bedrängt von Dominic Duncan, doch Wuppertals Torwart Ngemba Luyambula parierte aufmerksam (3.). Im Duell zweier Fünferketten in der Abwehr entwickelte sich danach im Regen und auf holprigem Untergrund die erwartet zähe Partie zunächst ohne weitere Highlights. Das änderte sich, als Wuppertals Josue Santo nach einem Pass in die Schnittstelle der Abwehr frei vor Hauer auftauchte und vom Kölner Schlussmann unsanft abgeräumt wurde (23.). Der Schiedsrichter Yannick Sager zeigte direkt auf den Elfmeterpunkt.

Hauer behielt danach gegen Aldin Dervisevic aber die Nerven, ahnte die vom Schützen aus gesehen rechte untere Ecke und wehrte den Strafstoß zur Seite ab (24.). Für den FC wurde es noch vor der Pause bitter, als Etienne Borie bei einem Zuspiel im Mittelfeld ohne Gegner-Einwirkung zu Boden sank und nach einer kurzen Behandlungspause von zwei Ordnern gestützt in die Kabine humpelte. Für das von bereits in der Vergangenheit von vielen Verletzungen gebeutelte Talent kam Nilas Yacobi ins Spiel (40.).

Wuppertal in Unterzahl

Und nur wenige Sekunden später entwischte Wuppertals Santo seinem Gegenspieler Luc Dabrowski, doch sein scharfer Flachschuss zischte am langen Kölner Eck vorbei (40.). Auf der Gegenseite tauchte die U21 nach langer Zeit wieder gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Yacobi schlug die Flanke von der rechten Seite ins Zentrum, aber Luyambula wehrte den Kopfball-Aufsetzer von Lennemann stark zur Ecke ab (41.). Den Zuschauern im Stadion am Zoo im Wuppertaler Dauerregen bei Wind und immer schlechter werdendem Untergrund bot sich in der zweiten Hälfte ein kampfbetontes Duell. Bis zum ersten Aufreger dauerte es, Luis Hauer parierte aus kurzer Distanz stark gegen Wuppertals Levin Müller (61.).

Kurz danach dezimierten sich die Gastgeber selbst: Der in der ersten Hälfte nach einem Schubser gegen Patrik Kristal verwarnte Josue Santo sah die Gelb-Rote Karte, weil er nach einem Pfiff des Schiedsrichters an der Mittellinie den Ball wegschoss (64.). Die Unterzahl war den Gastgebern kaum anzumerken. In der Schlussphase zitterte sogar das Kölner Gehäuse, als Jeremy Aydogan einen platzierten Distanzschuss an den Pfosten setzte (78.). Auf der Gegenseite schoss der eingewechselte Maik Akumu bei einem Konter am langen Eck vorbei und übersah den mitgelaufenen Yacobi in der Mitte (80.). Kurz darauf war es abermals Akumu, doch Luyambula wehrte den abgefälschten Schuss ab (82.).

Als alles bereits nach einer Punkteteilung aussah, schlugen die Gastgeber noch einmal zu: Beim letzten Angriff der Partie drang Amin Bouzraa über die linke Kölner Abwehrseite in den Sechzehner ein. Mikail Özkan ging nicht mit letzter Konsequenz in den Zweikampf, um eine Flanke verhindern zu können. Der Wuppertaler schlenzte stattdessen den Ball als Tor des Monats in den Winkel zum 1:0 für den WSV (90.+6). Unterm Strich wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen, denn auch der FC schnupperte zwischenzeitlich am Siegtreffer. Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die U21 des VfL Bochum weiter.

1. FC Köln U21: Hauer – Neumann, Mausehund, Dabrowski, Özkan, Friemel (80. Dürholtz) – Kristal (46. Elyazidi), Harchaoui – Borie (40. Yacobi), Lennemann (68. Akumu), Adamyan (80. Toure). Tor: 1:0 Bouzraa (90.+6). Zuschauer: 1059. Besondere Vorkommnisse: Hauer pariert Foulelfmeter (24.). Gelb-Rote Karte gegen Santo (WSV/64.).


„Andere Tugenden an den Tag legen“: U21 des 1. FC Köln tritt bei abstiegsbedrohtem WSV an

Evangelos Sbonias bei der U21
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„Andere Tugenden an den Tag legen“: U21 des 1. FC Köln tritt bei abstiegsbedrohtem WSV an

Das kommende Spiel der Reserve der Geißböcke dürfte nichts für Fußball-Ästheten werden: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias muss am Samstag (14 Uhr) zum Auswärtsspiel. Die U21 des 1. FC Köln tritt beim Wuppertaler SV an.

Am Samstagnachmittag kommt es zum Duell der U21 des 1. FC Köln und Wuppertal. Die Bergischen kämpfen um den Klassenerhalt in der Regionalliga West – und der Trainer zählte seine Mannschaft zuletzt öffentlich an.

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Es waren markige Worte, die Mike Wunderlich am vergangenen Wochenende wählte. Der 39-jährige gebürtige Kölner, der im Januar das Traineramt beim Wuppertaler SV antrat, nahm sich seine Mannschaft nach dem 1:5-Debakel bei Schalkes U23 am vergangenen Sonntag öffentlich zur Brust: „Wir haben keine Zweikämpfe geführt. Nicht nur, dass wir sie nicht gewonnen haben, wir haben sie gar nicht geführt“, zitierte der RevierSport den Trainer hinterher, „so kannst du kein Fußballspiel bestreiten, egal in welcher Position du bist. Aber noch weniger, wenn du da stehst, wo wir stehen.“

“Die Gemengelange ist gelinde ausgedrückt sehr kompliziert“

Aktuell stehen die Bergischen in der Tabelle auf dem viertletzten Platz, der am Saisonende je nach Konstellation den Abstieg bedeuten könnte. Kölns Coach Evangelos Sbonias sieht die Vorzeichen für das Gastspiel seiner Mannschaft im Stadion am Zoo daher nicht gerade vorteilhaft: „Die Gemengelange ist gelinde ausgedrückt sehr kompliziert“, sagte der Coach im Gespräch mit come-on-fc.com, „wenn man das Ergebnis und das Spiel von Wuppertal gegen Schalke und dann die Aussagen dazu nimmt, wird das eine sehr komplizierte Aufgabe für meine junge Mannschaft.“ Es gehe gegen einen Gegner, „der ums sportliche Überleben kämpfen und entsprechend auch diese Attribute auf den Platz bringen wird“.

Hinzu komme der mutmaßlich nicht gut zu bespielende Rasen im altehrwürdigen Stadion am Zoo, sodass die FC-Talente ihre fußballerischen Qualitäten vermutlich eher nicht werden ausspielen können. „Ich hoffe es immer noch, dass es trotzdem irgendwie gehen wird“, sagte Sbonias auf den Umstand angesprochen, unterstrich aber auch: „Wenn das nicht geht, müssen wir andere Tugenden an den Tag legen.“ Sbonias nahm seinen Spielern bereits im Vorfeld ein mögliches Alibi: „Es geht nicht, dass man alles über Bord wirft, weil der Rasen nicht bespielbar ist. Man muss damit umgehen und Lösungen finden und das werden wir auch, darum geht’s morgen.“

“Wir werden nach dem Training entscheiden, wie es weitergeht“

Fragezeichen stehen im Vorfeld noch hinter den Einsätzen von Marvin Ajani und Malek El Mala. Während Ajani zuletzt mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, wird es beim Jungstürmer ein Wettlauf gegen die Zeit, ob er nach langer Verletzungszeit den Sprung zurück in den Kader schaffen kann. Mit Maik Akumu und Jonathan Friemel trainierten am Freitag zwei Spieler aus der U19 bei der U21 mit. Das Duo kommt grundsätzlich auch für eine Nominierung am Samstag in Betracht: „Wir werden nach dem Training entscheiden, wie es weitergeht“, berichtete Sbonias vor der Abschlusseinheit.

Die U21 gewann das Hinspiel gegen den WSV knapp mit 3:2. Damals saß Sebastian Tyrala bei den Bergischen noch auf der Trainerbank. Die FC-Reserve geht als Favorit in das Rückspiel – und nach zuletzt vier Regionalliga-Spielen ohne Niederlage auch durchaus mit Selbstbewusstsein.


Erst trifft El Mala, dann stechen die Joker: Kölner U21 stoppt Negativlauf

Malek El Mala und Fayssal Harchaoui vom 1. FC Köln
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Erst trifft El Mala, dann stechen die Joker: Kölner U21 stoppt Negativlauf

Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den Wuppertaler SV und hat ihren Negativlauf in der Regionalliga West gestoppt: Nach zuvor drei Niederlagen in Folge gewann die Reserve der Geißböcke am Montagabend gegen das Team von Sebastian Tyrala mit 3:2 (1:1). Die FC-Talente verließen dadurch das Tabellen-Ende und sprangen auf Rang elf.

Die Mannschaft von Evangelos Sbonias konnte ihren Negativlauf beenden: Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den Wuppertaler SV.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zur jüngsten 1:2-Niederlage in Lotte auf drei Positionen: Nicht gänzlich unerwartet stand Yannick Mausehund erstmals nach seiner monatelangen Verletzungspause in der Startelf. Zudem begannen Fayssal Harchaoui und Etienne Borie. Patrik Kristal fehlte dafür komplett im Aufgebot, Neo Telle und Nilas Yacobi rutschten auf die Ersatzbank. Bereits vor der Partie hatte Joao Pinto den Verein verlassen. Der eigentlich noch bis zum kommenden Sommer gültige Vertrag des portugiesischen Stürmers wurde vorzeitig zum 31. August 2025 aufgelöst. Wohin es Pinto zieht, ist derweil noch nicht bekannt.

Malek El Mala trifft

Beide Mannschaften tasteten sich derweil behutsam in die Partie. Die FC-Reserve hatte dabei zumindest gefühlt mehr Spielanteile, zwingende Torchancen sprangen aber nicht heraus. Entsprechend überraschend war es, dass die Gäste den ersten gefährlichen Torabschluss zu verzeichnen hatten. Levin Müller flankte auf Vincent Schaub, dessen Kopfball jedoch am Kölner Tor vorbeiflog (19.). Auf der anderen Seite prüfte Etienne Borie den Wuppertaler Schlussmann aus spitzem Winkel, doch Ngemba Luyambula behielt die Nerven und wehrte den Schuss ab (25.). Besser lief es wenig später: Arda Süne und Marvin Ajani zwangen den WSV mit einem starken Pressing auf dem rechten Flügel zu einem riskanten Fehlpass quer vor dem eigenen Sechzehner. Luca Dürholtz nahm die Kugel auf und legte direkt zu Malek El Mala ab. Der Stürmer legte den Ball mühelos am herausstürmenden WSV-Torwart vorbei ins Netz zum 1:0 (30.).

Die Führung währte jedoch nicht lange: Mikail Özkan kam gegen Daiki Kamo nicht in den Zweikampf. Der Wuppertaler zog aus über 20 Metern ab und traf links unten vom Schützen aus flach ins Eck (35.). Bis zur Pause passierte nichts mehr, aber der WSV wurde stärker. Die zweite Hälfte startete mit einem Knalleffekt für den FC. Arda Süne hatte bei einem Angriff das Auge für den mitgelaufenen Etienne Borie. Dieser nahm den Querpass auf, ließ einen Gegenspieler stehen und vollstreckte nach 38 Sekunden flach ins lange Eck zum 2:1 (46.). Das Spiel blieb jedoch offen. Vincent Schaub stocherte den Ball zwar ins Tor, spielte den Ball aber zuvor mit der Hand – der Treffer zählte nicht und der Wuppertaler Jubel endete abrupt (55.). Nach einer Flanke von Levin Müller tauchte der eingewechselte Amin Bouzraa jedoch unbedrängt am Fünfer auf und vollstreckte am kurzen Eck eiskalt zum 2:2 (67.).

Auftrieb für die kommenden Wochen

Der Ausgleich beflügelte die Gäste sichtlich, die Bergischen drängten fortan auf den Siegtreffer. Die beste Chance hatte jedoch der FC: Zunächst wurde ein Schuss von Luca Dürholtz noch vor der Torlinie abgewehrt und wenige Sekunden später parierte Luyambula gegen Luiz Labenz (80.). Doch der FC durfte doch noch jubeln, zweier Joker sei Dank: Nilas Yacobi eroberte den Ball stark gegen Jeremy Aydogan und bediente Safyan Toure, der in der Mitte zum 3:2 einschob (82.). Die U21 behielt damit endlich einmal die Nerven in der kritischen Phase und drehte die Partie nicht ganz unverdient sogar noch einmal zu ihren Gunsten. Das dürfte für die kommenden Wochen Auftrieb geben.

Angesichts der Länderspielpause absolviert die U21 bereits am Donnerstagabend (19:30 Uhr) auf dem Rasenplatz 7 am Geißbockheim ein Testspiel gegen den Mittelrheinligisten Siegburger SV. Dabei dürften insbesondere die Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz kommen. In der Regionalliga geht es am 13. September (14 Uhr) bei der U21 des VfL Bochum weiter. Die Begegnung wird, wie alle Heimspiele der VfL-Reserve, im Ruhrstadion an der Castroper Straße ausgetragen.

1. FC Köln U21: Hauer – Ajani, Dabrowski, Mausehund (62. Telle), Özkan – Kujovic, Harchaoui (69. Zimmermann)  – Süne (62. Toure), Dürholtz, Borie (69. Labenz)  – M. El Mala (74. Yacobi). Tore: 1:0 M. El Mala (30.), 1:1 Kamo (35.), 2:1 Borie (46.), 2:2 Bouzraa (67.), 3:2 Toure (82.). Zuschauer: 1820.


Kellerduell gegen Wuppertal: U21 vor richtungsweisendem Heimspiel

Die U21 des 1. FC Köln startet in die neue Saison
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Kellerduell gegen Wuppertal: U21 vor richtungsweisendem Heimspiel

Das Duell der Regionalliga West mutiert am Montagabend (19 Uhr) zum Keller-Duell: Die U21 des 1. FC Köln geht als Tabellen-Letzter in das Duell gegen den Wuppertaler SV. Die Bergischen stehen auf dem viertletzten Platz.

Den FC-Talenten droht bei einer vierten Pleite in Folge ein ungemütlicher Herbst. Die U21 des 1. FC Köln geht als Tabellen-Letzter in das Duell gegen den Wuppertaler SV.

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Die Ausbildung der eigenen Talente und das Heranführen der jungen Spieler an den Lizenz-Bereich – das ist die wichtigste Aufgabe, die Evangelos Sbonias als Trainer der U21 beim 1. FC Köln zu erfüllen habe. Dies betont der Coach seit seinem Amtsantritt gebetsmühlenartig. Gleichwohl, das weiß selbstverständlich auch der 42-Jährige, ist Fußball ein Ergebnissport. Und die Ausbildung der eigenen Spieler fällt leichter, wenn sich das Team in der Regionalliga West ohne Druck bewegen kann und somit weniger auf die Ergebnisse geachtet werden muss. Diese Vorzeichen haben sich in den vergangenen Wochen jedoch deutlich verschoben. Die U21 steht nach vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen auf dem letzten Platz.

Eine richtungsweisende Bedeutung

Dem Keller-Duell gegen den Viertletzten Wuppertaler SV kommt daher am Montagabend richtungsweisende Bedeutung zu. Bei einer weiteren Niederlage gegen die Bergischen droht den Kölner ein ungemütlicher Herbst. So würden sie sich damit doch bis auf weiteres in oder an der Abstiegszone bewegen. Die Ausbildung würde entsprechend erschwert, weil der Blick verstärkt auch auf die Ergebnisse gehen müsste. Viele Talente spielen ihr erstes Jahr im Senioren-Fußball und würden direkt zu Beginn mit dem erbarmungslosen sportlichen Druck konfrontiert.

Sbonias selbst blende den aktuellen Zwischenstand in der Liga jedoch aktuell noch aus: „Das ist in meiner Ansprache mit der Mannschaft und auch im Dialog nicht so das Thema. Es geht darum, wie wir die Leistungen auf dem Platz beeinflussen können, um dann Ergebnisse zu erzielen.“ Ferner betonte der Trainer: „Wir werden jetzt hier nicht anfangen, die Entwicklung der Spieler in den Hintergrund zu rücken, weil gerade die Ergebnisse nicht stimmen.“

Flutlicht-Duell

Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Verantwortlichen am Geißbockheim aktuell noch keineswegs in Unruhe verfallen dürften. Ein Szenario wie beim Bonner SC, der nach ebenfalls vier Niederlagen in den ersten fünf Spielen den Aufstiegstrainer Sascha Glatzel entließ und Björn Mehnert engagierte, dürfte beim FC derzeit ausgeschlossen sein. Gleichwohl dürfte die sportliche Entwicklung in den kommenden Wochen nach diesem Fehlstart einen Einfluss darauf haben, wie es mit dem Trainer im kommenden Sommer weitergeht. Der Vertrag von Sbonias endet nach dieser Saison. Gelingt es dem Coach, seine extrem junge und bisweilen unerfahrene Mannschaft zurück in die Spur zu bringen, hat er für eine Vertragsverlängerung alle Argumente auf seiner Seite.

Das Heimspiel gegen Wuppertal, das wegen des Geißbock-Cups am Wochenende auf den Montagabend gelegt wurde, verspricht atmosphärisch derweil einiges: Da es kein Parallel-Spiel zu den FC-Profis ist, ist mit dem Besuch der aktiven Fanszene zu rechnen. Zudem wird der WSV erfahrungsgemäß von einem stimmgewaltigen Anhang begleitet. Die Rahmenbedingungen versprechen folglich unter Flutlicht einiges für das Duell.

Personalsituation

Der Kölner Trainer kann dabei fast auf den gesamten Kader zurückgreifen. Einzig Gabriel Miocevic und Youssoupha Niang fallen weiterhin verletzt aus. Ein Kandidat für die zuletzt löchrige Abwehr ist somit auch wieder Yannick Mausehund. Für den 19-Jährigen wäre der erste Startelf-Einsatz nach monatelanger Verletzungspause just gegen den Wuppertaler SV allerdings auch ein Sprung ins beinahe kalte Wasser, auch wenn Mausehund bisher bereits drei Kurzeinsätze als Joker in dieser Saison absolvierte.

Offen ist, ob Joao Pinto am Montagabend noch zum Kader der U21 zählen wird. Der portugiesische Angreifer hat aktuell keine Perspektive mehr am Geißbockheim und darf den Verein trotz eines noch bis 2026 gültigen Vertrags bei einem passenden Angebot vorzeitig verlassen.