Urteil noch am selben Tag: Geißbockheim-Streit des 1. FC Köln geht in die nächste Runde

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Urteil noch am selben Tag: Geißbockheim-Streit des 1. FC Köln geht in die nächste Runde

Im Rechtsstreit um den Ausbau des Geißbockheims geht es in die nächste Runde: Denn am 11. Juni steht die Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster an. Und dann soll alles ganz schnell gehen. Die Urteilsverkündung der Entscheidung ist noch für den selben Tag geplant. Dann steht der nächste Schritt an für den 1. FC Köln: Neue Entscheidung zum Ausbau des Geißbockheims.

Nach bereits jahrelangen Auseinandersetzungen im Streit um die Nutzung der Gleueler Wiese steht nun die Entscheidung des OVG an. Und diese könnte für den 1. FC Köln richtungsweisend sein.

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In wenigen Tagen ist es nun so weit – die langwierigen Auseinandersetzungen um den Ausbau des Trainingsgeländes des 1. FC Köln gehen in eine neue Runde. Dann soll Bewegung in die bereits lange andauernde Hängepartie kommen. Im Frühjahr 2024 hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Entscheidung des OVG Münster aus 2022 aufgehoben und die Angelegenheit zurück nach Münster gegeben. Dort soll es in einer erneuten Verhandlung nun zu einem Urteilsspruch kommen. Gegenstand der Verhandlung ist der von der Stadtverwaltung Köln bereits 2020 genehmigte Bebauungsplan „RheinEnergieSportpark in Köln-Sülz“. Ob dieser rechtsmäßig ist, soll nun geprüft werden. Seit Jahren verfolgt der FC das Ziel, seine Trainings- und nachwuchsbedingungen am Geißbockheim zu verbessern und das Gelände auszubauen.

Wegmarke im ewigen Streit um den Ausbau steht nun an.

Zusätzlich dazu ist neben dem Ausbau der bereits bestehenden Anlagen auch die Errichtung weiterer Spielflächen. Als Ausgleichsmaßnahme sollen auf der Gleueler Wiese im Kölner Grüngürtel mehrere öffentlich nutzbare Kleinspielfelder entstehen. Doch genau hier liegt das Problem. Seit Jahren gibt es zu den Plänen Widerspruch von Naturschützern und Ausbaugegnern. Sie sehen in den Plänen einen Eingriff in eine unter Denkmal- und Landschaftsschutz stehende Grünfläche und kritisieren die mit den Spielfeldern einhergehende Versieglung von freien Flächen. Im November 2022 gab das OVG Münster der Klage der Umweltverbände Recht, der FC ging gegen die Entscheidung vor und bekam vor dem Bundesverwaltungsgericht recht. In Leipzig begründeten die Richter ihre Entscheidung 2024 so: „Die Versiegelung eines geringfügigen Teils dieser Gesamtfläche ist mit ihrem Charakter als Grünfläche vereinbar“.

Das Urteil 2024 beruft sich darauf, dass das OVG den Bebauungsplan mit rechtlich nicht tragfähigen Erwägungen verworfen habe. Vor allem hielt das Gericht die Bewertung der geplanten Kleinspielfelder auf den Grünflächen für fehlerhaft und verwies das Verfahren zurück nach Münster. Am 11. Juni um 9 Uhr kommt es dort nun zu einer Entscheidung. Das Urteil in Leipzig war für die Geißböcke zwar ein Teilerfolg, dennoch steht die endgültige Urteilssprechung noch aus. Die Wegmarke im ewigen Streit um den Ausbau steht nun an. Sollte das OVG Münster den Bebauungsplan nun bestätigen, könnte der FC seinem Ziel ein Stück näher gekommen sein.

Ausbau des Geißbockheims lässt weiter auf sich warten – Prozess erst im Sommer 2026

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Ausbau des Geißbockheims lässt weiter auf sich warten – Prozess erst im Sommer 2026

Eigentlich hatte der FC mit der Wahl des neuen Präsidiums und des neuen Kölner Oberbürgermeisters auf eine baldige Lösung gehofft. Es sollte voran gehen für den 1. FC Köln: Der nächste Dämpfer beim Ausbau des Geißbockheims.

Nach bereits jahrelangen Auseinandersetzungen im Streit um die Nutzung der Gleueler Wiese gerät das Vorhaben erneut ins Stocken beim 1. FC Köln: Der nächste Dämpfer beim Ausbau des Geißbockheims.

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Gefühlt war es eine der ersten Amtshandlungen. Der neue Vorstand des 1. FC Köln und der designierte Bürgermeister der Stadt Köln Torsten Burmester waren erst wenige Tage gewählt, da gab es am Geißbockheim bereits das erste Treffen. Und damit die Hoffnung vieler FC-Fans, dass der jahrelang Kampf um den Ausbau eben jenes Geißbockheims endlich schneller voran geht. „Der 1. FC Köln ist tief in der Stadtgesellschaft verwurzelt. Umso mehr freut es uns, dass Torsten Burmester als neuer Oberbürgermeister den FC als ersten offiziellen Termin ausgewählt hat. Wir wollen diesen guten Austausch fortsetzen und die gemeinsame Verantwortung für unsere Stadt aktiv wahrnehmen“, hatte FC-Präsident Jörn Stobbe Anfang Oktober gesagt. 

Prozess erst im kommenden Sommer

Tatsächlich hat der künftige Oberbürgermeister im Wahlkampf zum FC und dessen Ausbauplänen am Geißbockheim gestanden. Der FC würde auch weiterhin gerne seine drei Trainingsplätze auf den Gleueler Wiesen bauen. Doch wie der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Samstagsausgabe berichtet, wird es zumindest eine juristische Entscheidung über die Gültigkeit der beiden Bebauungspläne nicht so schnell geben. Das OVG Münster teilte dem Stadt-Anzeiger auf Nachfrage mit, dass die Verhandlung erst für kommenden Juni anberaumt ist. Ein Urteil könnte sogar noch am gleichen Tag erfolgen. Das OVG hatte 2022 die Pläne für den Umbau wegen eines Formfehlers für unwirksam erklärt. Das Urteil wurde später gekippt, nun gibt es im Juni die nächsten Verhandlungen.

FC-Geschäftsführer Philipp Türoff sagte dem Stadt-Anzeiger am Freitag: „Wir sind enttäuscht, dass es so spät ist, aber wir stellen uns darauf ein und sind bereit.“ Zuletzt hatte man sich eigentlich auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser vom Verein und dem Bündnis aus Grünen, CDU und Volt erwirkte Kompromiss, zwar das Leitstungszentrum auf dem Gelände des bisherigen Fußballplatzes zu bauen, die drei weiteren Plätze allerdings nicht auf der Gleuler Wiese zu errichten, scheint gescheitert. Denn die Verwaltung der Stadt sollte neue Flächen für den Breitensport und den FC finden, die lassen aktuell aber noch auf sich warten.

Der FC kann sich auch bei gewonnenem Prozess auf neuen Ärger einstellen. Denn selbst wenn die Pläne vom OVG für wirksam erklärt würden und der FC die Baugenehmigung beantragen könnte, steht dem Bau noch einiges im Wege. Ein neuer Bebauungsplan soll die Gleueler Wiese als Grünflache schützen, der Aufstellungsbeschluss ist vom Rat seit vergangenem Jahr beschlossen. Sollte der FC nach gewonnenem Prozess den Bauantrag stellen, gäbe es aufgrund des Aufstellungsbeschlusses eine Veränderungssperre und dem Vorhaben wäre erneut erst einmal ein Riegel vorgeschoben.