Starke Offensive, Überraschungen in der Defensive – Das sind unsere Gewinner der Saison beim 1. FC Köln

Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Starke Offensive, Überraschungen in der Defensive – Das sind unsere Gewinner der Saison beim 1. FC Köln

Der FC hat zwei Spieltage vor Saisonschluss den Klassenerhalt nach einer Saison mit Schwankungen eingetütet. Somit kann Thomas Kessler jetzt die nächste Saison in der Bundesliga planen und den Kader neu ausrichten. Dass der FC nicht einmal unter dem Strich lag, hängt auch mit einigen Starken Leistungen beim 1. FC Köln zu tun: Das sind unsere Gewinner der Saison 25/26.

Auch wenn die Leistungen gerade im Saisonfinale alles andere als optimal waren, hat der FC sein Saisonziel erreicht. Auch, weil die Offensive zur oberen Hälfte der Liga gehörte. Vor allem drei Angreifer wussten zu überzeugen. Aber auch in der Defensive gab es durchaus Gewinner.

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Said El Mala: Said El Mala ist die Entdeckung der Saison beim 1. FC Köln. Im Sommer 2025 kehrte der Offensivspieler von seiner vermeintlichen Leihe bei Viktoria Köln zum FC zurück und sofort waren die Hoffnungen auf ein neues Top-Talent im Kölner Kader geweckt. Und El Mala konnte diese Hoffnungen erfüllen. So entwickelte sich der 19-Jährige vom Einwechselspieler zu Saisonbeginn zum Stammspieler. Mit 13 Treffern und fünf Vorlagen sammelte El Mala die meisten Scorerpunkte im Kölner Kader und hatte somit einen großen Anteil am Klassenerhalt. El Mala begeisterte jedoch nicht nur mit Toren und Assists, sondern auch mit seinem frechen Spielstil. Die WM bleibt dem Talent aber verwehrt. Dass der Youngster in der kommenden Saison immer noch beim FC spielt, ist unwahrscheinlich. So sind bereits mehrere Vereine aus dem Ausland konkret an El Mala dran.

Der Königstransfer

Jakub Kaminski: Der Pole kann als echter Top-Transfer von Thomas Kessler bewertet werden. So stand Kaminski in jedem Pflichtspiel in der Startelf und verpasste in der gesamten Spielzeit lediglich 68 Minuten auf dem Feld. Der Offensivspieler steuerte in der Saison sieben Treffer und fünf Assists bei und war somit hinter El Mala gemeinsam mit Ragnar Ache der zweitbeste Scorer. Die große Stärke von Kaminski ist seine Polyvalenz. So agierte der 23-Jährige auf mehreren Positionen und zeigte auf jeder ordentliche Leistungen. Thomas Kessler verkündete nach dem Spiel beim St. Pauli, dass die Kölner die Kaufoption ziehen werden. Allerdings ist offen, ob Kaminski auch in der kommenden Saison für den FC spielt. Der Spieler selbst soll sich einen Wechsel vorstellen können und es soll auch bereits Interesse geben.

Ragnar Ache: Der Neuzugang aus Kaiserslautern kam nach einer schwierigen Hinrunde und der Rolle des Einwechselspielers immer besser in Fahrt. Auf einen Treffer in der Hinrunde folgten in der Rückrunde sechs. Besonders im Kopf bleibt dabei der Fallrückzieher gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Doch nicht nur bei den Toren, sondern auch im Spiel wurde Ache immer besser. So war Ache eine ständige Gefahr für die gegnerische Abwehr, arbeitete für die eigene Mannschaft und wirkte auch körperlich topfit. Leider verletzte sich der Angreifer beim Auswärtsspiel bei St. Pauli und musste dadurch die letzten Spiele der Saison von der Tribüne aus verfolgen. Allerdings konnte Ache beweisen, dass er die Bundesliga im Tank hat und für den FC in der kommenden Saison ein wichtiger Baustein werden kann. 

Überzeugende Leistung, aber keine feste Verpflichtung

Cenk Özkacar: Der Türke kann sicher als der Gewinner der Rückrunde bezeichnet werden. Nach einer eher durchwachsenen Hinserie, stand Özkacar seit dem 20. Spieltag immer in der Startelf und spielte dabei sogar zwölfmal durch. Der 25-Jährige zeigte von Woche zu Woche immer bessere Leistungen, blieb nahezu fehlerlos und agierte auch im Spiel mit dem Ball immer sicherer. Meist übernahm der Linksfuß die Position des linken Innenverteidigers in der Dreier- oder Viererkette. Doch die Leistungen reichten dem FC nicht für eine feste Verpflichtung.

Jahmai Simpson-Pusey: Der junge Engländer kam im Winter per Leihe zum FC und zeigte sofort, dass er Köln weiterhelfen kann. Simpson-Pusey ist ein moderner und entwicklungsfähiger Innenverteidiger. Der Abwehrspieler gab der Kölner Defensive Elemente, die vorher nicht vorhanden waren. So gehörte Simpson-Pusey sofort zum Stammpersonal, präsentierte sich stark im Spielaufbau sowie im Stellungsspiel und blieb nahezu fehlerlos. Ob Simpson-Pusey in Köln bleibt, ist aktuell noch unklar. Der FC besitzt eine Kaufoption im hohen einstelligen Millionenbereich. Hat der FC das Budget, sollten die Verantwortlichen alles daran setzen, den Abwehrmann fest zu verpflichten. Nur besitzt ManCity eine Rückkaufoption.

Von Flügelflitzer bis Verletzungspech: Gewinner und Verlierer des Trainingslagers vom 1. FC Köln

Julian Pauli und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Von Flügelflitzer bis Verletzungspech: Gewinner und Verlierer des Trainingslagers vom 1. FC Köln

Am Samstag ist das Trainingslager der Kölner in Bad Waltersdorf zu Ende gegangen. Lukas Kwasniok hat seine Mannschaft sehr gefordert. Dabei konnten einige FC-Profis Duftmarken setzen, für andere lief es nicht so optimal beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner und Verlierer des Trainingslagers.

Nach einer Woche in Bad Waltersdorf lassen sich erste positive Tendenzen erkennen. Einige Akteure konnten sich in den Vordergrund spielen, andere waren eher Pechvögel beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner und Verlierer des Trainingslagers.

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In der Hotellobby des Spa Resorts Styria wirkte Jakub Kaminski fast schon unscheinbar, als er auf einen Gesprächspartner wartete. Nur wenige Tage zuvor hatte der polnische Nationalspieler aber selbstbewusst angekündigt, für FC-Trainer Lukas Kwasniok die erste Wahl sein zu wollen. Und Kaminski hat viel dafür getan, dass genau das auch eintreffen wird. In den Trainingseinheiten im Thermenstadion in Bad Waltersdorf war der 23-Jährige einer der Aktivposten, suchte in jeder Trainingsform das Dribbling oder das Eins-gegen-Eins und den schnellen Torabschluss. Seine gute Woche in der Steiermark krönte der Schienenspieler mit einem ganz starken Auftritt gegen Leicester City, bei dem er unter anderem Sebastian Sebulonsen das 1:0 auflegte.

Viel Konkurrenz

Dabei muss sich Kaminski gerade auf der linken Außenbahn großer Konkurrenz erwehren. Mit Shootingstar Said El Mala, Flügelspieler Linton Maina sowie Routinier Florian Kainz gibt es gleich drei Spieler, die auch ein Interesse an eben jeder Position haben. Mit den guten Eindrücken, die Kaminski hinterlassen hat, dürfte er mindestens Pluspunkte beim Kölner Coach gesammelt haben. Das gilt auch für Sebulonsen. Der Norweger war unmittelbar vor dem Trainingslager verpflichtet worden, reiste mit und fügte sich direkt in die Mannschaft ein. Nach außen wirkt der Rechtsverteidiger introvertiert, doch sportlich ist Sebulonsen voll da. Er erzielte gegen Leicester sein erstes Tor im FC-Trikot, bereitete weitere Großchancen vor und leitete einige Aktionen ein.

Den größten Hype löst aber nach wie vor Said El Mala aus. Der Offensivdrang des 18-Jährigen ist schon beeindruckend. El Mala sucht immer wieder das Eins-gegen-Eins, hat einen starken Abschluss, verpasst aber mitunter schon das rechtzeitige Abspiel. Wie gut sich der U19-Nationalspieler in der Bundesliga zurechtfinden wird, muss sich erst zeigen. Seine Chancen wird er aber bekommen. Ein Gewinn für den FC ist zweifelsohne der Verbleib von Eric Martel, der alleine schon aufgrund seiner Einstellung und Mentalität ein unheimlich wichtiger Faktor der Mannschaft sein kann. Martel kündigt an, die Entwicklung bis zum Winter abwarten zu wollen. Eine Vertragsverlängerung ist somit durchaus eine Option.

Verletzungen machen einen Strich durch die Rechnung

Eigentlich hätten es zwei Youngster noch in die Auswahl der Gewinner des Trainingslagers schaffen sollen. Doch Verletzungen machten den beiden einen Strich durch die Rechnung. So sind Youssoupha Niang und Julian Pauli mindestens die Unglücksraben des Trainingslagers. Dabei scheint die Verletzung von Niang deutlich schlimmer zu sein. Der Angreifer war auf die Schulter gefallen. Aktuell steht noch nicht fest, ob der Youngster operiert werden muss. Konservativ soll dagegen der Bänderriss von Pauli behandelt werden. Dennoch: beide Spieler werden dem FC wohl einige Wochen und damit wahrscheinlich auch zum Pflichtspiel-Auftakt gegen Regensburg fehlen.

Nicht so wirklich in Fahrt kam im Trainingslager auch Ragnar Ache. Der Stürmer blieb im Vergleich zu einigen anderen Offensivspielern blass und fiel kaum auf – war auch im Duell gegen Leicester City abgemeldet. Das aber sicher nicht nur aufgrund der eigenen Leistung. Ache soll beim FC eine Rolle spielen, die er so aus Kaiserslautern nicht kennt und die insofern mit einer gewissen Umgewöhnung einhergeht.