Wird das Duell gegen den HSV wieder ein Said El-Mala-Spiel?

Said El Mala trifft zum 1:1 gegen den FC Augsburg
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Wird das Duell gegen den HSV wieder ein Said El-Mala-Spiel?

Gegen den BVB zeigte er eine starke Leistung, blieb aber glücklos, gegen die Bayern war er abgemeldet. In der Begegnung mit dem Hamburger SV könnte er wieder eine entscheidende Rolle einnehmen beim 1. FC Köln: Steht Said El Mala gegen den HSV in der Startelf?

Das Duell gegen die Rothosen könnte wieder ein Spiel für den Kölner Shootingstar werden. Gegen den FCB war der 19-Jährige zwar unauffällig, dennoch ist der Angreifer eine Waffe beim 1. FC Köln: Steht Said El Mala gegen den HSV in der Startelf?

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So ein wenig hatte sich der Abend vielleicht wie ein Kampf allein auf weiter Flur angefühlt. Said El Mala war gegen Borussia Dortmund zumindest in der Offensive der absolute Aktivposten. Und der Shootingstar der Geißböcke hatte auch gleich zwei Mal die Chance, den FC gegen den Favoriten in Führung zu bringen. Einmal war es vielleicht sogar ein Muss. Dennoch zeigte der Dribbelkönig der Liga einmal mehr eine starke Leistung und begründete, warum er in dieser Spielzeit in aller Munde ist. Kein Wunder also, dass es gegen den FC Bayern dann die nächste Startelf-Berufung gab. Und nicht nur das, Lukas Kwasniok hatte diese ungewohnter Weise im Vorfeld schon angekündigt. Beim FCB muss man die Äußerung sicherlich nicht als Warnung verstanden haben.

Spiel gegen den HSV auf El Mala „zugeschnitten“

Denn auch in München weiß man um die Leistung und das Potenzial des Youngsters. Seit Wochen halten sich die Gerüchte, der Rekordmeister habe ein Auge auf den Kölner Offensivspieler geworfen. In Sozialen Medien gibt es selbst ernannte Vereinsinsider, die davon gehört haben wollen, dass El Mala eigentlich schon mit einem Bein an der Säbener Straße beheimatet ist. Demnach stünde ein Wechsel kurz bevor, El Mala solle direkt wieder nach Köln verliehen werden. Warum der FC diesen Schritt gehen sollte, ist allerdings vollkommen unklar. Schließlich hat El Mala Vertrag bis 2030, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Bei weiteren guten Leistungen würde der Marktwert steigen. Dass der 19-Jährige den FC bereits vor dem Ende des Kontrakts verlassen wird, scheint aber bei der Entwicklung unausweichlich.

Und zu dieser Entwicklung gehören auch Rückschläge und mal schwächere Auftritte. So wie der von El Mala gegen den FC Bayern München. Gegen den Rekordmeister fand der Angreifer so gut wie gar nicht ins Spiel, war aus dem Duell genommen. Symptomatisch sein Fehlpass in der zweiten Halbzeit, der zu einer Großchance für Luis Diaz führte, die der Kolumbianer fahrlässig vergab. Allerdings war das Duell gegen drückende Bayern auch nicht das für die schnellen Umschaltmomente des 19-Jährigen. Der FC sorgte meist durch Standards für Gefahr, suchte zudem immer wieder den Zielspieler Ragnar Ache, auf den die Begegnung laut Lukas Kwasniok „zugeschnitten“ war. Und dieser lieferte auch. Am Freitag deutete der Coach an, dass Ache wieder in der Anfangsformation stehen könne.

Und El Mala? Gegen den HSV könnte der Youngster schon wieder mehr in die Partie eingebunden sein – wenn er denn von Beginn an aufläuft. Dann würde es der 19-Jährige möglicherweise mit William Mikelbrencis und Nicolás Capaldo zu tun bekommen. Gerade ersterer ist ein besonders schneller Schienenspieler. Denn auch Mikelbrencis wurde schon mit 34,5 km/h geblitzt. Im Pokal kehrte Giorgi Gocholeishvili zuletzt wieder zurück. Das Duell gegen die Rothosen wird natürlich ein ganz anderes als das gegen die Bayern werden. Der FC wird mehr Ballbesitz haben, das Spiel eher machen. So oder so wird die Aufgabe für den Youngster sicher kein Selbstläufer.


1. FC Köln gegen den HSV: Ein Traditionsduell und ein Kampf gegen eine weitere Serie

Die Hamburger Spieler jubeln im Duell gegen den 1. FC Köln
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1. FC Köln gegen den HSV: Ein Traditionsduell und ein Kampf gegen eine weitere Serie

Auch wenn die ruhmreichen Tage der Clubs schon ein wenig zurückliegen, kommt es am Sonntag in Köln zu einem Traditionsduell. Es wartet eine schwere Aufgabe auf die Geißböcke. Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV und damit auch gegen eine weitere Serie.

Der 1. FC Köln spielt am Sonntag gegen den HSV und damit auch gegen eine weitere Serie. Denn die vergangenen Duelle verliefen alles andere als erfolgreich. Doch genau das kann dem FC auch Hoffnung machen.

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Geht es nach den Zahlen, dann ist das Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV ein besonders traditionelles. Zumindest standen sich die beiden Teams inklusive Meisterschaftskampf in der Oberliga bereits 110 Mal gegenüber. Beide Teams feierten Meisterschaften, holten bereits den Pokal, spielten europäisch. Der Glanz von einst ist bekanntlich ein wenig in die Jahre gekommen. Die großen Titel liegen lange zurück. Zwar gibt es wohl kaum zwei Meinungen, dass beide Vereine ins deutsche Oberhaus gehören, die vergangenen Jahre sprachen aber eine andere Wahrheit. Dementsprechend geht es trotz gutem Saisonstart erst einmal darum, die Klasse zu halten.

Königsdörffer wird zum FC-Schreck

Von einer Weichenstellung wollte Lukas Kwasniok daher im Vorfeld der Partie auch nichts wissen. „Es geht darum, einfach am Ende genügend Punkte zu haben, um überm Strich zu stehen“, sagte der Trainer. Den HSV wähnt der Kölner Coach als Mitaufsteiger wohl zu recht auf Augenhöhe. Dabei fiel die Bilanz in den vergangenen Jahren wahrlich nicht gut aus für die Geißböcke. Keine der jüngsten fünf Begegnungen hat der FC gegen den HSV gewonnen, nur eine von den vergangenen neun. Die vergangenen vier Spiele in Köln gingen drei Mal an den Gast, das vierte endete Unentschieden. In der Aufstiegssaison avancierte Ransford Königsdörffer zum FC-Schrecken. Der Stürmer erzielte die drei Hamburger Treffer bei den beiden HSV-Siegen gegen den FC.

Besonders bitter auch das Pokal-Aus 2022. Damals hatte sich Florian Kainz bekanntlich im Elfmeterschießen selbst angeschossen, der verwandelte und vermeintlich Sieg bringende Elfer galt nicht. Zudem hat der HSV in dieser Saison keins seiner drei Sonntags-Duelle verloren. Für den FC wird das Duell also einmal mehr auch ein Kampf gegen eine Serie. Und das könnte durchaus ein gutes Omen sein. Denn schlechte Serien hatte der FC auch gegen Freiburg, Wolfsburg und Hoffenheim aufzuweisen. Die Bilanz aus diesen Spielen beträgt bekanntlich sieben Punkte und acht Tore. Auch, wenn die Begegnung keine Weichenstellung für den FC wird, mit einem Sieg würde das Polster auf die Abstiegsränge noch einmal anwachsen.


Hohe Erwartungshaltung an Luca Waldschmidt: Es braucht mehr als Momente

Luca Waldschmidt beim 1. FC Köln und als junger Spieler beim Hamburger SV
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Hohe Erwartungshaltung an Luca Waldschmidt: Es braucht mehr als Momente

Auch in dieser Saison ist Luca Waldschmidt beim FC kein Stammspieler. Dass er die qualitative Klasse dazu hat, steht aber außer Frage. Das hat er schon zu Karrierebeginn beim Hamburger SV bewiesen. Nun will der Angreifer ebenfalls punkten beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt will den nächsten Moment nutzen.

Wenn der FC am Sonntag auf den HSV trifft, dann kommt es nicht nur zum Duell der beiden Aufsteiger. Es gibt auch ein Wiedersehen für Luca Waldschmidt mit einem seiner Ex-Clubs. Für den Angreifer wird es sicher eine besondere Begegnung mit dem 1. FC Köln: Luca Waldschmidt will den nächsten Moment nutzen.

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Der Moment zeigte einmal mehr die große Klasse. Mit der Hacke legte Luca Waldschmidt Außenbahnspieler Linton Maina die Kugel auf. Der gebürtige Berliner legte den Ball an den Innenpfosten, der FC verkürzte gegen die Bayern nicht mehr, es blieb beim 1:4. Dass Waldschmidt über eine besonders feine Technik verfügt, steht außer Frage. Dass der ehemalige Nationalspieler diese aber zu selten abruft, wohl auch. Nicht umsonst kommt der 29-Jährige in dieser Spielzeit nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Ganze drei Mal schaffte es Waldschmidt in der Liga in die Anfangsformation, ganze drei Mal saß der Offensivspieler in der Liga aber auch 90 Minuten auf der Bank. Auch in seinem dritten Jahr bei den Geißböcken will es noch nicht so rund laufen.

„Mir ist es wichtig, auf dem Platz zu stehen“

Als der gebürtige Siegener im Frühling gefragt wurde, ob er beim FC bleiben würde, da knüpfte Waldschmidt seine Zukunft in Köln an eine Bedingung. „Ich habe schon mal gesagt: Mir ist extrem wichtig auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft zu helfen“, sagte der 29-Jährige damals und betonte, dass er nun mal auf den Platz gehöre. Würde der FC so mit ihm planen, dann könne er sich einen Verbleib vorstellen. Ein halbes Jahr später scheint ein Stammplatz in der Offensive in weiter Ferne – zumindest wenn alle Spieler fit sind. „Am Ende steht der Erfolg des Teams über allem. Natürlich bin ich nicht zufrieden, wenn ich nicht spiele. Ich möchte jedes Spiel auf dem Platz stehen. Dafür arbeite ich im Training und am Wochenende im Spiel“, hatte Waldschmidt im September im Interview mit dem „Kicker“ gesagt.

Dabei tut der Offensivspieler auf dem Platz viel für den Erfolg. Seinen eigenen und den der Mannschaft. Waldschmidt gehört immer zu den laufstärksten Spielern der Mannschaft und das auf einer dafür eher untypischen Position. Die Arbeit im Dienst der Mannschaft fällt aber nicht immer und jedem auf. Möglicherweise, weil Fans und von dem ehemaligen Nationalspieler, der einst über eine 80-Millionen-Ausstiegsklausel verfügte, anderes erwarten. „Manchmal haben wir (Angreifer, Anm. d. Red.) einfach nicht so viele Aktionen im Spiel. Früher bin ich in solchen Phasen ungeduldig geworden und habe versucht, mich auf Krampf ins Spiel zu bringen. Viel wichtiger ist es, die Ruhe zu bewahren – für genau die eine Situation, die das Spiel entscheiden kann.“

Keine leichte Situation

Und die hat Waldschmidt bekanntlich schon geliefert. In dieser Saison beispielsweise nach seiner Einwechslung in Mainz, als er Marius Bülter die Entscheidung auflegte. Aber auch zu Beginn seiner Karriere. Unter anderem erzielte Waldschmidt für den Hamburger SV einen nicht ganz unwichtigen Treffer. Im Mai 2017 war Waldschmidt gerade erst eingewechselt worden, als er gegen den VfL Wolfsburg zum 2:1-Siegtreffer einnickte. Der HSV vermied dank des Offensivspielers die Relegation. Für Waldschmidt war die Zeit in Hamburg eine „wilde und emotionale“ wie er einst in einem Interview erzählte. Die sportliche Situation sei damals nicht leicht gewesen, die Erwartungshaltung hoch. Waldschmidt spielte nicht so oft wie von ihm selbst erhofft. Es folgte der Wechsel nach Freiburg und dort ein großer Karriereschritt.

Möglicherweise bekommt der Offensivspieler am Sonntag einmal mehr die Chance, seine große Klasse unter Beweis zu stellen – und wenn es „nur“ der Moment ist, der das Spiel zu Gunsten der Geißböcke entscheidet.


Der 1. FC Köln steht vor einer schweren, aber lösbaren Aufgabe

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln steht vor einer schweren, aber lösbaren Aufgabe

Der 1. FC Köln empfängt am Sonntag den Hamburger SV. Nach den „Kracherspielen“ gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern will der FC vor heimischem Publikum wieder Zählbares mitnehmen. So will der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV punkten.

Es ist die Begegnung der Traditionsclubs, die in der vergangenen Saison den Weg zurück in die Bundesliga gefunden haben. Für den FC ist es an der Zeit, im Aufsteigerduell wieder Punkte einzufahren. So will der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV punkten.

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Die Kölner stehen mit elf Punkten aktuell auf dem achten Tabellenplatz und könnten mit einem Erfolg den Vorsprung auf das untere Tabellendrittel ausbauen. In den bisherigen Spielen waren die Leistungen über weite Strecken mindestens stabil, die Ergebnisse zuletzt aber ärgerlich. Das 0:1 in Dortmund fiel erst in der Schlussminute. Auch beim 1:4 gegen den FC Bayern im DFB-Pokal am Mittwochabend überzeugte der FC gerade in der ersten Halbzeit über Phasen hinweg mit Präsenz, Aggressivität und klaren taktischen Abläufen. Trainer Lukas Kwasniok sieht einen klaren Entwicklungsschritt: „Wir haben in allen vier Topspielen jetzt unterm Strich keinen Punkt geholt und da versuchen wir, die Lücke einfach durch gute Arbeit nach und nach zu schließen.“ Für die Kölner gilt es nun gegen den HSV das Spiel nicht nur temporär zu kontrollieren, sondern die Dominanz über eine gesamte Spielzeit abzurufen.

Standards als Mittel?

Eine deutliche Steigerung zeigten die Kölner zuletzt bei den Standardsituationen, die vor dem Spiel gegen die Bayern noch als die große Schwachstelle galten. „Wir waren extrem gefährlich bei Standards, Spiele um den zweiten Ball, das hat die Bayern gestresst und das gibt uns ein gutes Gefühl“, sagte Lukas Kwasniok. Der FC erzielte gegen die Münchener sein erstes Standardtor der Saison. Eine Option, die  gegen vermutlich tiefstehende Hamburger ebenfalls ein Schlüssel zum Torerfolg werden kann.

Die personelle Lage bei den Kölnern ist bis auf die Langzeitverletzten stabil. Kwasniok betonte am Freitag, dass die Mannschaft trotz der Belastung unter der Woche „eine gute Basis“ habe. Die Englische Woche mit Spielen am Samstag, Mittwoch und am kommenden Sonntag sehe er als gut dosiert an. Im Tor kehrt Marvin Schwäbe nach dem Pokaleinsatz von Ron-Robert Zieler in die Startelf zurück. In der Abwehr bleibt abzuwarten, ob Eric Martel wieder in die Innenverteidigerposition rückt und zusammen mit Kristoffer Lund und Joel Schmied in der Dreierkette agiert. Ansonsten bieten Dominique Heintz und Cenk Özkacar mögliche Alternativen.

Fokus auf die Offensive

Gegen den HSV gilt es wohl, den Fokus von der Defensive wieder eher auf die Offensive zu richten. Nach dem Bayern-Duell spricht vieles für Ragnar Ache auf der Stürmer-Position. Der Angreifer traf im Pokal und zeigte eine enorme körperliche Präsenz. Genau das hatte der Trainer zuvor immer wieder gefordert. Nun sei es wichtig für ihn, dieses Niveau aufrechtzuerhalten, sagte der Coach. Am Sonntag bekommt der 27-Jährige die Chance, seine Leistungen zu bestätigen. „Er macht einen guten Eindruck und dann ist die Wahrscheinlichkeit schon auch relativ hoch, dass er beginnt, um dann zu schauen, wie lange er durchhalten kann“, sagte Kwasniok.

Natürlich bleibt in der Offensive Said El Mala ein potenzieller Faktor. Dieser konnte seine Leistungen bisher aber meist eher in der Jokerrolle bestätigen. Mit zwei Toren und einer Vorlage in 173 Minuten ist er in der Bundesliga der bisher wirkungsvollste Einwechselspieler. Nach zwei Startelfeinsätzen in Dortmund und gegen Bayern ohne Torerfolg könnte er gegen Hamburg wieder zu einem späteren Zeitpunkt ins Spiel kommen.

Der Hamburger SV reist mit acht Punkten als Tabellendreizehnter nach Köln und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Im Sommer überzeugte der HSV mit vielversprechenden Transfers, wie Rayan Philippe von Eintracht Braunschweig oder Nicolai Remberg von Holstein Kiel. „Mit den Verpflichtungen haben sie extrem an Qualität dazugewonnen“, betonte Kwasniok. Er sieht im System der Hamburger eine klare Struktur. Die Variante mit einer Dreierkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern ermögliche es dem HSV, „recht schnell eine Spieldominanz“ aus einer defensiven Kompaktheit aufzubauen. Grund für zusätzliches Selbstvertrauen ist der 1:0-Pokal-Erfolg in Heidenheim am Dienstagabend. Mit Jean-Luc Dompé kehrt zudem ein wichtiger Offensivspieler nach kurzer Verletzungspause zurück.

FC will ein klares Zeichen im Aufsteigerduell setzen

Trotz all dieser Faktoren will Lukas Kwasniok das Spiel nicht überhöhen. Von einer entscheidenden Weichenstellung spricht er bewusst nicht. Es gehe vielmehr darum, über die Saison hinweg konstant zu punkten, Serien mitzunehmen, Rückschläge auszuhalten und den Abstand nach unten Schritt für Schritt zu vergrößern. Trotzdem sei es wichtig, ein Statement zu setzen, um sich klar in der Liga zu etablieren. Es ist ein Duell zweier Aufsteiger, für die Ähnliches auf dem Spiel steht. Es ist zwar kein „Alles-oder-Nichts-Spiel“, aber ein Prüfstein für Stabilität und Zukunftsrichtung. Die Duelle der vergangenen Zweitliga-Saison hat jeweils der HSV knapp gewonnen. Am Sonntag wird sich zeigen, wer in der Bundesliga die Nase vorne hat.


1. FC Köln vs. HSV: Ein Duell auf Augenhöhe? Ähnlichkeiten und Unterschiede

Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln im Zweikampf
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1. FC Köln vs. HSV: Ein Duell auf Augenhöhe? Ähnlichkeiten und Unterschiede

Die Begegnung zwischen dem FC und dem HSV könnte am Sonntag zu einem Duell auf Augenhöhe werden. Tatsächlich gibt es viele Parallelen zwischen den Teams. Aber auch eben viele Unterschiede. Dennoch wird es wohl ein packendes Pari-Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem HSV.

Es gibt viele Parallelen und viele Unterschiede, wenn die Aufsteiger am Sonntag aufeinandertreffen. Deswegen erwartet Lukas Kwasniok auch ein Pari-Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem HSV.

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Für Lukas Kwasniok gab es am Freitagmittag wenig Zweifel, was den FC gegen den HSV am Sonntagnachmittag erwarten werde. Ein „Pari-Spiel“, nannte es der Kölner Trainer. Alleine seine Erfahrungen aus der Vorsaison geben der Aussage des 44-Jährigen recht. Der damalige Coach des Mitkonkurrenten SC Paderborn musste schließlich hautnah miterleben, wie die beiden Teams nahezu im Gleichschritt Richtung Bundesliga marschierten. Auch wenn die Liga bekanntlich sehr eng war, ab dem 19 Spieltag lagen nur einmal nicht die beiden Aufsteiger gemeinsam auf den Rängen eins oder zwei. Ab dem 24. Spieltag hatten die Teams die Dauerkarte für die Plätze – wenn auch im stetigen Wechsel – gebucht. Dass eine Begegnung der Traditionsvereine also eine spannende werden könnte, war wohl schon mit dem 34. Spieltag der Vorsaison beschlossene Sache.

Stabile Defensiven

Einige Wochen später scheint sich diese Tendenz zu bestätigen, wenn auch anders, als erwartet. Denn zumindest aktuell begegnen sich die beiden Teams nicht im gröbsten Abstiegsfight. Sowohl der HSV als auch der FC sind stark in die Saison gestartet und haben schon einige Gegner überrascht. Dabei verlief der Auftakt ein wenig gegenläufig. Der FC punktete zu Beginn gleich mehrfach, der Kölner Motor geriet zuletzt auch angesichts der starken Gegner ein wenig ins Stottern. Der HSV hatte zunächst ein paar Findungsprobleme, fand sich zuletzt immer besser zurecht, auch wenn es zuletzt zwei Niederlagen in Folge gab. Laut Lukas Kwasniok habe Hamburg eine „gute Mischung“ gefunden und nur unglücklich gegen den Wolfsburg und Leipzig verloren.

So belegen die Teams aktuell die Ränge acht und 13, aber nur drei Punkte trennen die Rothosen von den Geißböcken. Der HSV könnte also am Sonntag gleichziehen. Ein Schlüssel des Erfolgs scheint bei beiden Mannschaften die konsequente Defensive zu sein. Sowohl der FC als auch der HSV kassierten erst elf Gegentreffer, nur die vier Top-Teams der Liga weniger. Die Kölner haben sich erst drei Tore aus dem Spiel heraus gefangen, Hamburg hat erst sechs gegnerische Großchancen zugelassen. Einen Konter hat sich noch keine der beiden Mannschaften gefangen. Zudem gehören der HSV und der FC zu den Teams mit den meisten gewonnenen Luftzweikämpfen und Kopfballduellen. In Sachen Defensivleistung begegnen sich die Mannschaften auf Augenhöhe.

Kaum Gefahr bei Standards

Das gilt auch für den ruhenden Ball. Zumindest strahlten die Mannschaften in der Liga bislang keine große Gefahr bei Standards aus. Hamburg war erst einmal erfolgreich, die Kölner noch gar nicht. Allerdings bewies der FC erst am Mittwoch im Pokal, dass es durchaus geht. Ragnar Ache traf nach einem Eckball von Isak Johannesson. „Wir waren extrem gefährlich bei Standards“, stellte am Freitag der Kölner Coach fest. Auf der anderen Seite erzeugen die Gegner aber auch jede Menge Gefahr bei den Geißböcken. Der FC fing sich bereits acht Tore nach Standards, der HSV gerade einmal zwei. Dafür beweisen die Kölner im Gegensatz zu den Rothosen wiederum eine beeindruckende Kaltschnäuzigkeit.

Während der FC mehr Tore erzielt hat, als es der xGoals-Wert erwarten lässt, ließ der HSV zu viele und zu gute Möglichkeiten liegen. Und das, obwohl Hamburg zu den Teams mit den meisten Abschlüssen gehört. Auch deswegen kommt die Mannschaft von Merlin Polzin erst auf sieben Saisontore. Bei den Kölnern scheint die Intensität deutlich höher zu liegen. Der FC gehört zu den laufstärksten Mannschaften der Liga, der HSV zu den schwächsten. Hamburg gewinnt dafür erstaunlich viele Zweikämpfe (53 Prozent), der FC viel zu wenig (48 Prozent). Einen ähnlichen Erfolg verzeichneten die Teams auch bei ihren Sommer-Transfers. Die Aufsteiger vollzogen jeweils einen Umbruch mit zwölf neuen Spielern, von denen jeweils acht zum erweiterten Kreis der Stammspieler gehören.

In der Summe dürfte sich Lukas Kwasniok bestätigt sehen, dass es am Sonntag durchaus ein Pari-Spiel geben kann.


Rav van den Berg trainiert mit dem Team, Lukas Kwasniok bremst aber die Erwartungen

Rav van den Berg am Ball
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Rav van den Berg trainiert mit dem Team, Lukas Kwasniok bremst aber die Erwartungen

Am Freitag absolvierte Rav van den Berg wieder eine Einheit mit dem Team. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining will FC-Coach Lukas Kwasniok daraus aber noch nicht machen beim 1. FC Köln: Rav van den Berg arbeitet am Comeback.

Seine Rückkehr wird laut Lukas Kwasniok „herbeigesehnt“. Dennoch ist auch weiterhin Geduld gefragt beim 1. FC Köln: Rav van den Berg arbeitet am Comeback.

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Viele Fans hatten sich am Freitag nicht zum Training der Kölner ans Geißbockheim aufgemacht. Die, die vor Ort waren, bekamen Rav van den Berg beim Fußballtennis mit seinen Mannschaftskollegen zu sehen. Der Niederländer machte die lockere Einheit mit dem Team mit und hatte sichtbar Spaß. Van den Berg hatte sich im Duell gegen den VfL Wolfsburg eine Schultereck-Verletzung zugezogen, musste operiert werden und fällt seitdem aus. Der teuerste Abwehrspieler der Kölner Vereinsgeschichte wird ohnehin vermisst, durch die schwere Verletzung von Timo Hübers ist eine schnelle Rückkehr der Wunsch des Trainers und wohl auch der Fans. Und diese dürften sich dann auch Hoffnung auf ein baldiges Comeback machen, immerhin ist der 21-Jährige wieder am Ball.

Kein Mannschaftstraining

Doch Lukas Kwasniok schob einer möglichen Euphorie um eine baldige Rückkehr sehr schnell einen Hebel vor. „Ich weiß nicht, ob man das als Mannschaftstraining titulieren kann, wenn man ein wenig Fußballtennis spielt“, sagte der Kölner Coach am Rande des Trainings. „Es war heute der zweite Tag nach der Schlacht gegen die Bayern. Die Jungs sind in keinem Spiel so viel gesprintet. Insofern war klar, dass wir heute nicht so viel machen. Ohne jeglichen Körperkontakt war es ein perfekter Tag, um ihn da einzubinden.“ So arbeitete der Abwehrspieler am Ball, ohne der Gefahr von Zweikämpfen ausgesetzt zu sein. „Es ist schon der Plan, dass er spätestens nach der Länderspielpause wieder alles absolvieren kann“, so Kwasniok weiter. „Die nächste Woche wird noch mit angezogener Handbremse stattfinden. Wir sehnen die Rückkehr grundsätzlich herbei.“

Damit würde sich der Engpass in der Hintermannschaft ein wenig verbessern. Aktuell stehen den Kölnern als nominelle Innenverteidiger Dominique Heintz, Joel Schmied und Cenk Özkacar zur Verfügung. Tom Krauß und Eric Martel spielten in dieser Saison schon häufig auf der Position, am Mittwoch wurde die Rolle von Kristoffer Lund übernommen. Dennoch sollen sich die Kölner Verantwortlichen auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger befinden. Timo Hübers und Luca Kilian fallen mit ihren Knieverletzungen bekanntlich noch monatelang aus. Eine Rückhol-Aktion von Julian Pauli oder Elias Bakatukanda erscheint weiterhin sehr unwahrscheinlich. Mit Jan Thielmann soll auch ein weiterer Verletzter in der Länderspielpause wieder ins Training einsteigen. Der Offensivspieler hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen.


Dienstältester Profi des 1. FC Köln: Florian Kainz zwischen Akzeptanz und Ehrgeiz für mehr

Florian Kainz bekommt beim FC nur noch wenig Einsatzzeit
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Dienstältester Profi des 1. FC Köln: Florian Kainz zwischen Akzeptanz und Ehrgeiz für mehr

Vor zwei Spielzeiten Kapitän, in dieser Saison meist Joker beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle bei den Geißböcken akzeptieren. Das tut der Österreicher laut Trainer Lukas Kwasniok auch.

In der Vorbereitung gehörte der Offensivspieler zu den auffälligsten Kölnern. Doch aktuell gibt es eher wenig Einsatzzeit für den Spieler des 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle akzeptieren.

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Die Begegnung war längst entschieden, als Florian Kainz noch einmal an seiner Einsatzzeit-Uhr drehen durfte. Der Österreicher kam so aber in den Genuss, wieder einmal einen Flutlicht-Pokalfight auf dem Platz zu erleben und das auch noch gegen die wohl beste Mannschaft des Landes. Für Kainz sicherlich ein Highlight-Spiel, vielleicht generell ein Highlight. Denn so richtig viel Spielzeit bekommt der Ex-Kapitän der Geißböcke beim FC zurzeit nicht mehr. Angesichts der Neuverpflichtungen in der Offensive ein erwartbares Szenario. „Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß“, hatte Kainz im Sommer im Interview mit come-on-fc.com gesagt.

Große Konkurrenz für Kainz

Die Konkurrenz ist aktuell so groß, dass der 33-Jährige eben ein wenig hinten dran ist. Eine ganz neue Rolle für Kainz, die sich aber schon in der vergangenen Saison andeutete. Auch da gehörte der Mittelfeldspieler nicht immer zur ersten Wahl, kam aber immerhin auf 28 Einsätze, 16 von Beginn an. In dieser Spielzeit machte der Österreicher am Mittwoch die 100 Spielminuten voll, steht jetzt bei 109. „Die Kommunikation ist der wichtigste Part in der heutigen Zeit, in der heutigen Welt und wir haben sehr klar miteinander kommuniziert, dass diese Rolle für ihn jetzt erstmal angedacht ist, weil er der Mannschaft vor allem am Ende des Spiels Impulse geben kann“, sagte Lukas Kwasniok. „Bundesliga ist auch ein gewisser Abnutzungskampf. Da gibt es viel Physis.“ Mit zunehmender Laufbahn, sei es etwas schwieriger, Akzente zu setzen, fuhr der Trainer fort.

Kainz ist beim FC mittlerweile der dienstälteste Spieler. Der Österreicher wechselte im Januar 2016 an den Rhein, kommt mittlerweile auf 196 Pflichtspiele für den FC. Kainz stand bei den Geißböcken öfter auf dem Platz als Lukas Podolski, Dirk Lottner oder Thomas Häßler. Dennoch ist die Rolle neu und für Kainz sicherlich nicht immer einfach. „Er hat dennoch diesen Ehrgeiz, uns auch von Beginn an helfen zu können und es wird Spiele geben, wo das der Fall sein wird. Genauso ist er dann auch enttäuscht, wenn er diese Rolle mal am Ende eines Spiels wie jetzt in Dortmund nicht bekommt“, sagte der Coach. „Wenn er das nicht mehr hätte, würde ich ihm raten, Beachfußball an der Copacabana zu spielen. Er ist aber ein Leistungssportler.“ Die Mischung zwischen Rolle akzeptieren und Ehrgeiz für ein bisschen mehr, sei laut Kwasniok die richtige.

Gegen den Hamburger SV wird es angesichts der starken Konkurrenz wohl auch erst einmal wieder der Bankplatz sein.


Lukas Kwasniok gibt Offensiv-Tendenz ab: „Wahrscheinlichkeit schon hoch, dass er beginnt“

Am Sonntag gemeinsam in der Startelf? Said El Mala und Ragnar Ache
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Lukas Kwasniok gibt Offensiv-Tendenz ab: „Wahrscheinlichkeit schon hoch, dass er beginnt“

Wer stürmt gegen den Hamburger SV? Mit seinem Treffer gegen die Bayern hat Ragnar Ache eine Bewerbung abgegeben. Doch auch andere Angreifer machen sich Hoffnung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok stellt Ragnar Ache erneut die Startelf in Aussicht.

Nicht nur aufgrund seines Treffers war er einer der auffälligsten Spieler beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok stellt Ragnar Ache auch daher die Startelf in Aussicht.

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Es war schon eine beeindruckende Bewerbung, die Ragnar Ache am Mittwoch gegen den FC Bayern München abgegeben hatte. Der Stürmer war an sechs Chancen der Geißböcke mit Abschlüssen oder Vorlagen zum Torabschluss beteiligt. Zudem gewann der Angreifer mehr als 60 Prozent seiner Zweikämpfe, rackerte und ackerte. Mit seinem Treffer zur Kölner Führung krönte Ache seine gute Leistung und erzielte gleichzeitig seinen ersten Pflichtspiel-Treffer für den FC. Kein Wunder, dass der 26-Jährige seinen Treffer aus ausgelassen feierte. Zwar hatte der Stürmer nach dem Spiel noch mit den Nachwirkungen eines Bayern-Fouls zu kämpfen, doch Ache betonte schon am Mittwochabend, dass er für seinen Trainer zur Verfügung stehen würde, wenn dieser in bräuchte.

„Er macht einen guten Eindruck“

Und ein Ache in dieser Form wird wohl gebraucht. Zumindest stellte Lukas Kwasniok seinem Torjäger einen Einsatz von Beginn an in Aussicht. „Grundsätzlich müssen wir nach wie vor auf die körperliche Gesamtkonstitution achten, aber ich finde, wir haben eine gute englische Woche. Wir haben Samstag gespielt, dann am Mittwoch und erst wieder am Sonntag. Du hast eigentlich genügend Zeit um zu regenerieren“, sagte der 44-Jährige am Rande des Freitagstraining. „Jetzt warten wir mal den morgigen Tag ab. Aber er macht einen guten Eindruck und dann ist die Wahrscheinlichkeit schon auch relativ hoch, dass er beginnt, um dann zu schauen, wie wie lange dann durchhalten kann.“ Kwasniok betonte auch, dass es bei der Neuverpflichtung für weitere 90 Minuten am Sonntag dann auch nicht reichen könnte.

Ache habe 45 Minuten im Tank und die Frage sei dann immer, ob die von Beginn an oder erst im Laufe der Halbzeit genutzt werden. „Wenn du die 45 Minuten in der ersten Halbzeit einfach absolvierst, dann hast du normalerweise mit 15 Minuten Pause auch noch mal eine gute Viertelstunde, vielleicht 20 Minuten im Tank“, so Kwasniok weiter. „Weil er einfach auch einen guten Job gemacht hat und auch eine andere Komponente mit ins Spiel bringt. Dass wir bei den Standards gefährlich waren, lag ja vor allem auch an ihm.“ Ache war zunächst noch mit einem Kopfball nach einer Ecke von Isak Johannesson an Jonas Urbig gescheitert. Der zweite Versuch in gleicher personeller Besetzung saß.

Am Mittwochabend hatte Kwasniok die Erwartungen noch ein wenig gebremst und betont, dass das Bayern-Spiel auch schon sehr auf Ache zugeschnitten war und es gegen den HSV eine andere Herangehensweise geben könne. Offenbar spielt der Stürmer dabei aber auch eine Rolle in den Gedanken des Trainers.

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Erfolg der Aufsteiger: Nicht nur der 1. FC Köln hat im Sommer clever investiert

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Erfolg der Aufsteiger: Nicht nur der 1. FC Köln hat im Sommer clever investiert

Trotz der beiden jüngsten Niederlagen blickt der FC auf einen erfolgreichen Saisonauftakt zurück. Dafür ist wohl vor allem die Einkaufspolitik von Thomas Kessler verantwortlich beim 1. FC Köln: Aber beide Aufsteiger profitieren von starken Transfers.

Am Sonntag empfängt der FC mit dem Hamburger SV einen Gegner auf Augenhöhe im eigenen Stadion. Die Kölner werden bemüht sein, weiterhin einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zu halten. Der bisherige Erfolg hängt wohl auch an der Einkaufspolitik des 1. FC Köln: Aber beide Aufsteiger profitieren von starken Transfers.

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Auch die am Ende doch deutliche 1:4-Pleite im Pokal gegen den FC Bayern München sowie die knappe 0:1-Niederlage gegen Dortmund zuvor können nicht über den positiven Saisonauftakt der Kölner hinwegtäuschen. Wieso auch, gegen beide Topteams hielt der FC phasenweise mit, hätte gerade gegen den BVB mit einem Quäntchen Glück oder eben nicht so viel Pech mehr erreichen können. Unterm Strich haben sich die Geißböcke seit Saisonbeginn noch nicht einmal in der unteren Tabellenhälfte aufgehalten. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt sieben Zähler. Köln ist einfach gut in die Saison gestartet. Als einer der Väter des bisherigen Erfolgs wird neben Lukas Kwasniok vor allem Thomas Kessler angesehen. Der neue Sportdirektor hat im Sommer inklusive „Leihspieler“ Said El Mala zwölf Spieler ans Geißbockheim geholt.

Nicht nur in Köln gibt es eine starke Quote

Und der Großteil hat bislang einen starken Eindruck hinterlassen. Fünf Akteure sind Stammspieler, mindestens drei gehören zum Pool an Spielern, die über Rotation ebenfalls auf viel Spielzeit kommen. Da Ron-Robert Zieler als Nummer zwei an den Rhein geholt wurde und Rav van den Berg verletzt ist, hinken mit Cenk Özkacar und Alessio Castro-Montes gerade einmal zwei der verpflichteten Akteure den Erwartungen ein wenig hinterher. „Van den Berg, Johannesson, Ache, Sebulonsen, Bülter, Kaminski, Lund und El Mala – das sind absolute Top-Transfers und das sind von zwölf gleich acht. Das ist eine Wahnsinns-Quote“, hatte Eric Martels Berater Michael Reschke im FC-Podcast „Dreierkette“ gesagt. Der Ex-Sportchef gleich mehrerer Bundesligisten sprach sogar von „einem kleinen Fußballwunder“ und: „So eine Quote, wie Thomas sie mit seinem Team erzielt hat, die kannst du nicht erzielen.“

Wie erfolgreich die neuen Spieler eingeschlagen sind, spiegelte sich nur wenige Tage später bei den Marktwert-Einschätzungen des Online-Portals transfermarkt.de wider. Der FC steigerte den Kaderwert demnach um nahezu 40 Prozent. Doch nicht nur Kessler und Co. haben im Sommer auf dem Transfermarkt einiges richtig gemacht. Auch der Hamburger SV hat sich nach dem Aufstieg verändert, ein neues Gesicht bekommen. Und bei den Rothosen hat man offensichtlich im Sommer ebenfalls viel richtig gemacht. Der HSV hat auch ein Dutzend Spieler verpflichtet, von denen ebenfalls acht Akteure Stammspieler, zumindest zum erweiterten Kreis einer Stammformation gehören.

Luxusproblem im Mittelfeld

HSV-Coach Merlin Polzin hat ebenfalls mit dem ein oder anderen Luxusproblem zu kämpfen. Zuletzt musste der Hamburger Trainer gerade im Mittelfeld harte Entscheidungen treffen. Mit Nicolai Remberg, Nicolás Capaldo, Albert Sambi Lokonga und Fábio Vieira tümmeln sich gleich vier Neuzugänge im zentralen Mittelfeld, zwar auf unterschiedlichen, aber offenbar zu wenig Positionen für die gleiche Startelf. Auch in der Hintermannschaft hat sich der HSV mit Luka Vuskovic, Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili beeindruckend verstärkt. Die letzteren beiden fehlten zuletzt allerdings verletzt, Omari wird nach seiner Knieverletzung wohl noch lange ausfallen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich auch der vom FC ebenfalls umworbene Rayan Philippe beim HSV durchgesetzt.

Der Franzose gehörte zu den (mindestens) drei Spielern, die im Sommer wohl von beiden Clubs umworben worden sind. Neben Philippe setzte sich der HSV auch bei Jordan Torunarigha gegen die Kölner durch. Doch der Innenverteidiger erweist sich bislang als Transfer-Flop, kommt bei den Rothosen noch nicht an die erhoffte Leistung ran. Das gleiche gilt für Stürmer Yussuf Poulsen sowie Bayern-Keeper Daniel Peretz. Dabei hat man in Hamburg offenbar clever investiert. Für die Neuverpflichtungen gaben Stefan Kuntz und Co. knapp zehn Millionen Euro aus. Bei den Kölnern waren es rund 25 Millionen Euro. In dieser Statistik lässt der FC zehn Ligakonkurrenten hinter sich. Allerdings hat der FC im Sommer auch durch die Verkäufe von unter anderem Damion Downs und Max Finkgräfe viel Geld eingenommen.

Interessant: Trotz der Marktwert-Steigerung und den hohen Investitionen im Sommer schätzt transfermarkt.de den Kaderwert des HSV knapp wertvoller ein, als den des FC – allerdings um keine 200.000 Euro. Die Tabelle offenbart aktuell ein Zwischenfazit: Unterm Strich haben beide Aufsteiger im Sommer offensichtlich sehr clever investiert.


Vergleich der Aufsteiger: Wieso der 1. FC Köln besser gestartet ist als der HSV

Lukas Kwasniok musste unliebsame Entscheidungen treffen
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Vergleich der Aufsteiger: Wieso der 1. FC Köln besser gestartet ist als der HSV

In der vergangenen Saison waren der FC und der HSV fast gleichauf und stiegen am Ende beide auf. Trotz einiger Parallelen läuft der Saisonstart aus mehreren Gründen beim FC bis jetzt aber deutlich besser: Das unterscheidet den 1. FC Köln von Mitaufsteiger Hamburg.

Auf der einen Seite Platz drei und sieben Punkte aus drei Spielen, auf der anderen Rang 17 und nur ein Zähler: Der FC ist deutlich besser gestartet als der andere Aufsteiger Hamburg. Im Vergleich der beiden zeigt sich, was die Kölner vor der Saison wirklich gut gemacht haben: Das unterscheidet den 1. FC Köln von Mitaufsteiger Hamburg.

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Es sind zwei komplett unterschiedliche Gefühlswelten bei den Aufsteigern in die Bundesliga nach den ersten Spieltagen. Auf der einen Seite herrscht beim 1. FC Köln eine große Freude und gewisse Euphorie über die bisherigen Leistungen und den guten Start mit sieben Punkten aus drei Partien. Auf der anderen Seite ist die Stimmung beim HSV eher ernüchtert. Nur ein Zähler aus den ersten Begegnungen – die Bundesligarückkehr haben sich die Fans bestimmt anders vorgestellt. Wenn man die beiden Vereine vergleicht, ergeben sich einige Gründe für die Unterschiede zwischen den Klubs. Daran lässt sich auch erkennen, was der FC in diesem Sommer besonders gut gemacht hat.

Transfer schlagen in Köln ein

Denn eigentlich gibt es einige Parallelen zwischen den Hamburgern und Kölnern. Bei beiden Teams gab es im Sommer einen Umbruch und stark veränderte Aufstellungen im Vergleich zur jeweils letzte Partie der abgelaufenen Saison. So sollen gerade zu Beginn der Transferperiode der FC und der HSV häufiger an den gleichen Spielern interessiert gewesen sein. Die Hamburger machten dann bei Rayan Philippe und Jordan Torunarigha das Rennen. An dieser Stelle zeigt sich aber bereits der erste Unterschied. Denn beide Profis sind bisher noch nicht eingeschlagen bei den Hanseaten. Während Philippe bisher nur als Joker kam und noch keine Torbeteiligung vorweisen kann, hatte Torunarigha schon einige Wackler in seinem Spiel und kann die Abwehr noch nicht wie erhofft stabilisieren. Der Innenverteidiger ist sogar eher ein Unsicherheitsfaktor.

Anders ist es bei den Kölnern. Dort haben viele der Neuzugänge direkt eingeschlagen. So ist zum Beispiel Isak Johannesson im Zentrum gesetzt, Marius Bülter hat schon zwei Tore und zwei Vorlagen erzielt und Jakub Kaminski belebt mit seinen Sprints, Dribblings und Ideen die Kölner Offensive. Außerdem standen beim FC viele Verpflichtungen bereits spätestens zur Mitte der Vorbereitung fest, sodass Lukas Kwasniok genug Zeit hatte, seine Mannschaft einzuspielen. Alessio Castro-Montes füllte am Deadline Day nur noch eine Position auf, die noch nicht doppelt besetzt war. Der HSV hat dagegen am letzten Tag des Sommer-Transferfensters mit Sambi Lokonga und Fabio Vieira gleich zwei potentiell wichtige Transfers getätigt. Und auch Luka Vuskovic, auf dem in der Defensive einige Hoffnungen ruhen, kam erst recht spät zu den Rothosen.

Kwasnioks Handschrift bereits erkennbar

Aus den unterschiedlichen Transferzeitpunkten resultiert – zumindest zum Teil – ein weiterer Faktor dafür, warum es bei den Geißböcken momentan deutlich besser läuft als bei den Hanseaten. Beide Mannschaften wählten in dieser Spielzeit einen neuen taktischen Ansatz – bei Köln aufgrund des Trainerwechsels, beim HSV aufgrund der veränderten Rolle als Aufsteiger. Die Hanseaten können nicht mehr so dominant wie in der zweiten Liga auftreten, weil sie nun öfter Außenseiter sind. Darum stellte Trainer Merlin Polzin auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette um. Es soll mehr Stabilität statt Spektakel geben. Das funktionierte bisher aber nicht, weil die Mannschaft noch nicht so gut mit dem System zurechtkommt. Die Defensive stand gegen St. Pauli und die Bayern nicht stabil genug. Gleichzeitig taten sich die Hanseaten in der Offensive schwer, hatten nicht wirklich Ideen, wie sie gefährlich nach vorne kommen sollen. So erzielten sie in den ersten Partien kein einziges Tor.

Beim FC greift die neue Taktik, die Kwasniok implementiert hat, bereits deutlich besser – eben auch zum Teil weil die Neuzugänge schon relativ früh da waren. So gab es in der Defensive gegen Wolfsburg zwar noch Verbesserungspotential, in Mainz und beim Heimspiel gegen Freiburg verteidigten die Geißböcke aber schon recht gut und vor allem leidenschaftlich. Gleichzeitig gibt es in der Offensive klare Ideen. Die Kölner möchten schnell über die Flügel umschalten und durch gezielte Hereingaben zum Abschluss kommen. Dabei ist der Angriff sehr variabel, es gibt viele Positionswechsel. So spielte sich der FC bereits 43 Torschüsse heraus, Platz 6 im Ligavergleich. Die Hamburger kommen auf weniger als die Hälfte, nämlich 21, und stehen damit auf Rang 17.

Unterschiedliche Kaderbreite

Festzuhalten ist bei dem Vergleich aber auch, dass die Kölner deutlich mehr Geld in die Hand nahmen – knapp 24,5 Millionen Euro im Vergleich zu fast neun. Dadurch schafften es die Geißböcke jedoch, den Kader in der Breite gut aufzustellen. So machten schon mehrmals die Joker den Unterschied und sicherten dem FC Punkte in Mainz und Wolfsburg sowie das Weiterkommen im Pokal gegen Regensburg. In dieser Hinsicht sind die Kölner deutlich besser aufgestellt als die Hamburger. Auch konnte der momentane Dritte der Bundesliga so den Verlust wichtiger Spieler wie den von Damion Downs oder Tim Lemperle auffangen. Die Hanseaten dagegen konnten Führungsspieler wie Davie Selke oder Ludovit Reis noch nicht adäquat ersetzen.

Im Vergleich der beiden Vereine wird daher deutlich, dass die Domstädter gerade im Bereich Transferpolitik und beim Umstellen auf eine neue Taktik bis jetzt einen guten Job gemacht haben und darum deutlich besser dastehen. Trotzdem sind natürlich erst drei Spieltage gespielt und es kann sich noch eine Menge ändern. Die Ausgangslage nach diesen ersten Partien ist für die Geißböcke aber durch die starke Arbeit schonmal deutlich besser als die der Rothosen.