Personal-Update vor Frankfurt: Zwei Spieler kehren wieder zurück
Simon Bartsch
Mit einer doch dickeren Personaldecke startet der FC in die Vorbereitung auf das Duell gegen Frankfurt. Es gibt ein positives Personal-Update beim 1. FC Köln: Zwei Rückkehrer vor Frankfurt.
In der zweiten Woche im Amt als Cheftrainer stehen René Wagner weitere Optionen zur Verfügung. Mit Alessio Castro-Montes und Joel Schmied kehren zwei Spieler wieder zurück ins Mannschaftstraining.
Alessio Castro-Montes und Joel Schmied wieder im Training
Weiterhin befinden sich vier Spieler auf Länderspielreise mit den Nationalmannschaften und doch hat sich die Personalsituation beim FC ein wenig entspannt. Denn es kehren gleich zwei zuletzt verletzte Spieler wieder zurück ins Mannschaftstraining. Joel Schmied hatte sich nach dem Hoffenheim-Spiel im Februar krank gemeldet, Alessio Castro-Montes sollte eigentlich in der Begegnung gegen den BVB seine Startelf-Rückkehr feiern, erlitt dann aber einen Rückschlag und fiel erneut einige Wochen aus. Schon in der vergangenen Woche trainierten die beiden mit Ball auf dem Platz, allerdings noch individuell. Nun gibt es die Rückkehr. Ob beide Spieler bereits für die Startelf am Sonntag in Frage kommen, ist nach der langen Verletzungspause eher fraglich.
Jahmai Simpson-Pusey kehrt zurück
Immer fraglicher wird damit auch ein Einsatz von Tom Krauß. Der Kölner Sechser hatte unmittelbar vor dem Spiel gegen Gladbach über Kniebeschwerden geklagt und kam dann nicht zum Einsatz. Cenny Neumann wurde wie berichtet ins kalte Wasser geworfen. Krauß konnte auch am Montag nur individuell trainieren. Für den bisherigen Leistungsträger könnte es somit eng werden. Und damit könnte es tatsächlich zu einem Problem in der Kölner Zentrale kommen (come-on-fc.com berichtete). Denn Eric Martel fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte im Rheinderby gesperrt. Nach abgesessener Rotsperre kehrt Jahmai Simpson-Pusey wieder zurück und wird damit wieder zu einer Option für René Wagner. Der Abwehrspieler hatte gegen Dortmund die Rote Karte gesehen und seine Strafe nun abgesessen. Das gilt auch für Sebastian Sebulonsen, der nach seiner fünften Gelben Karte wieder dabei ist.
Weiterhin nicht dabei sind die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian. Der neue Cheftrainer René Wagner hatte der Mannschaft über das Wochenende frei gegeben. Nun heißt es mit breiterem Kader wieder auf das Spiel gegen Frankfurt vorbereiten. Erst im Laufe der Woche treffen dann auch die Nationalspieler ein. Said El Mala ist mit der deutschen U21 unterwegs, Rav van den Berg mit der niederländischen. Für Jakub Kaminski steht am Dienstagabend das alles entscheidende Spiel um die WM-Teilnahme an. Isak Johannesson bestreitet mit Island Testspiele. Das Spiel bei der Eintracht findet am Sonntag um 17.30 (Liveticker bei come-on-fc.com) statt.
Personal-Update beim 1. FC Köln: Said El Mala fehlt krank, Jakub Kaminski angeschlagen
Simon Bartsch
Personalsorgen vor dem Derby beim 1. FC Köln: Said El Mala fehlt am Mittwoch krank, Jakub Kaminski ist indes angeschlagen. Die Vorbereitung auf das Duell gegen Borussia Mönchengladbach erleben den nächsten Dämpfer.
Keine Woche ohne nicht neue Hiobsbotschaften beim Kölner Personal: Am Mittwoch musste der FC bei der Trainingseinheit auf Said El Mala verzichten. Der Offensivspieler fehlte krank. Auch Jakub Kaminski trainierte nicht mit der Mannschaft.
Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels
Am Dienstag gab es die neuesten Spekulationen um einen Wechsel, am Mittwoch folgte aus Sicht von Lukas Kwasniok die nächste bittere Nachricht um seinen Shootingstar: Said El Mala musste die Einheit krankheitsbedingt absagen. Die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach erlebt damit einen herben Dämpfer. Denn die Begegnung gegen die „Fohlen“ wird als Schicksalsspiel für den Trainer wahrgenommen. Sollten die Kölner verlieren, wächst der Druck auf den Coach. Ob El Mala bis zum Derby rechtzeitig fit wird, darf mindestens hinterfragt werden. Auch Jakub Kaminski und Florian Kainz konnten nicht mit der Mannschaft trainieren. Die beiden Offensivspieler trainierten am Mittwoch jeweils individuell.
Zwei Spieler aktuell gesperrt
Kaminski und El Mala kommen bei den Geißböcken insgesamt auf 15 Tore und sechs Torbeteiligungen, sind also an 21 Treffern unmittelbar beteiligt gewesen. Ausfälle würden die Geißböcke empfindlich treffen. Zumal auch noch zahlreiche weitere Spieler fehlen. So wie der gesperrte Sebastian Sebulonsen. Der Norweger hatte sich eine unnötige Gelbe Karte abgeholt, die fünfte und wird am Samstag somit nur zuschauen. Weiterhin fehlt auch Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer hatte im Duell gegen den BVB die Rote Karte gesehen und wurde vom DFB für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen (come-on-fc.com berichtete). Erst nach der Länderspielpause wird der Engländer wieder eingreifen können. Ebenfalls im Reha-Bereich trainierten am Mittwoch Timo Hübers und Luca Kilian. Fynn Schenten fehlt weiterhin erkrankt.
Die beiden folgenden Einheiten am Donnerstag und Freitag finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, bevor am Samstag um 15:30 Uhr der Anpfiff im Kölner Stadion zu hören sein wird. Nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende, steht Lukas Kwasniok bereits mächtig unter Druck. Sollten die Kölner das Derby verlieren, dürfte es für den FC-Trainer langsam eng werden.
Personal-Update beim 1. FC Köln: Die nächsten Rückkehrer vor dem Derby
Simon Bartsch
Am Dienstagnachmittag startet der FC in die Vorbereitung auf das Duell gegen Gladbach. Und pünktlich zum Derby gibt es gute Nachrichtigen beim 1. FC Köln: Jan Thielmann und Denis Huseinbasic kehren zurück.
Nach einem freien Tag am Montag nehmen die Geißböcke nun das Derby in den Fokus. Am Samstagnachmittag steht das Duell gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. Personell gibt es ein wenig Entspannung. Denn gleich zwei Spieler kehren ins Mannschaftstraining zurück. Allerdings fehlt auch ein weiterer Akteur.
Jan Thielmann beim Training des 1. FC Köln. Das Eigengewächs kann wieder eingreifen
Der FC ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15:30 Uhr, im Liveticker bei come-on-fc.om) gestartet. Und für Trainer Lukas Kwasniok gab es zwei positive personelle Nachrichten. Denn Jan Thielmann und Denis Huseinbasic nahmen wieder am Mannschaftstraining teil. Die beiden Profis hatten am vergangenen Freitag bereits ihre Runden absolviert, als die Mannschaft gerade zum Auswärtsspiel nach Hamburg aufgebrochen ist. Auch Joel Schmied war mit auf dem Platz. Der Schweizer wird aber weiterhin fehlen, trainierte am Dienstag individuell. Mit Thielmann bekommen die Geißböcke eine weitere Option auf der rechten Seite. Denn dort ist die Personallage weiterhin angespannt.
Zwei Spieler aktuell gesperrt
So fehlt der angeschlagene Alessio Castro-Montes genauso wie der gesperrte Sebastian Sebulonsen. Der Norweger hatte sich eine unnötige Gelbe Karte abgeholt, die fünfte und kann somit nur zuschauen. Weiterhin fehlt auch Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer, der bis zu diesem Zeitpunkt abermals eine überzeugende Leistung abgerufen hatte, hatte im Duell gegen den BVB die Rote Karte gesehen und wurde vom DFB für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen (come-on-fc.com berichtete). Erst nach der Länderspielpause wird der Engländer wieder eingreifen können. Ebenfalls im Reha-Bereich trainierten am Dienstag Timo Hübers und Luca Kilian. Fynn Schenten fehlt aktuell erkrankt.
Nach dem Trainingsstart am Dienstag sind für die FC-Profis noch drei weitere Einheiten geplant. Am Mittwoch stehen die Kölner ab 10:30 Uhr auf dem Platz am Geißbockheim. Die beiden folgenden Einheiten am Donnerstag und Freitag finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, bevor am Samstag um 15:30 Uhr der Anpfiff im Kölner Stadion zu hören sein wird. Nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende, steht Lukas Kwasniok bereits mächtig unter Druck. Sollten die Kölner das Derby verlieren, dürfte es für den FC-Trainer langsam eng werden.
Trotz Gegentor in Hamburg: Cenk Özkacar und Rav van den Berg überzeugen erneut
Simon Bartsch
Beim 1:1-Unentschieden in Hamburg am Samstagabend präsentierten sich die Rheinländer in der Offensive mit Ausnahme des Tores von Said El Mala zwar nur wenig torgefährlich, konnten sich aber bis auf einen Ausnahmemoment von Fabio Vieira auf ihre Defensive verlassen. Vor allem das Innenverteidiger-Duo bestehend aus Rav van den Berg und Cenk Özkacar deutete viel Potenzial an beim 1. FC Köln: Innenverteidiger-Duo überzeugt beim HSV.
Gerade aufgrund der Verletzungsmisere war die Kölner Innenverteidigung lange eine Baustelle der Geißböcke. Doch gegen den Hamburger SV erwies sich die Abwehrzentrale bis auf wenige Ausnahmen wieder einmal als sehr sicher. Trotz der vielen Verletzten scheint die Innenverteidigung beim FC zu stehen.
Rav van den Berg im Duell mit Damion Downs (Foto: Start Franklin/GettyImages)
Denn die Kölner agierten wie schon in der vergangenen Woche beim 1:2 gegen Borussia Dortmund auch in Hamburg wieder mit einer Viererkette, für den rot gesperrten Jahmai Simpson-Pusey rückte Cenk Özkacar an die Seite von Rav van den Berg. Zwar geriet die Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok durch einen Geniestreich von Fabio Vieira zum dritten Mal in Folge in Rückstand, dennoch leisteten sich die beiden Neuzugänge in den defensiven Zentrale ansonsten wenig bis keine Fehler und könnten so auch gegen Gladbach Seite an Seite auflaufen.
Wenig gemeinsame Spielzeit, viel Stabilität
Gerade gegen die körperlich robusten Hamburger Angreifer bewiesen sowohl der Niederländer als auch der Türke immer wieder ein gutes Timing im Zweikampf und ein sauberes Stellungsspiel. Während van den Berg mit einer Zweikampfquote von 66 Prozent und einer Passquote von starken 97 Prozent überzeugte, erwies sich Nebenmann Özkacar mit 71 gespielten Pässen (die meisten alle Feldspieler der Partie) im Verbund mit Eric Martel im defensiven Mittelfeld immer wieder als Aufbauspieler und Impulsgeber auf dem Weg in die gegnerische Spielhälfte. Insgesamt wirkte die Abstimmung bei dem Duo, das in dieser Konstellation noch relativ wenig gemeinsame Spielzeit gesammelt hat, bereits erstaunlich stabil.
Lukas Kwasniok wechselte für seine Verhältnisse erstaunlich wenig, setzte auf die gleiche taktische und eine ähnliche personelle Formation. Vor allem den vielen Ausfällen geschuldet. Dennoch könnte es nun ein wenig mehr Kontinuität geben. Kristoffer Lund hat sich auf der linken Abwehrseite festgespielt und bestritt gegen den HSV seine fünfte Partie in Folge über die vollen 90 Minuten. Auf der anderen Seite lieferte auch Tom Krauß einmal mehr eine solide Leistung ab. Die durchaus beachtliche Leistung der Hintermannschaft dürfte den Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen noch einmal befeuern. Nach und nach werden einige Verletzte wie Joel Schmied oder Alessio Castro-Montes dann aber zurückkehren, auch Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen müssen „nur“ noch das Derby pausieren.
Trotz der vielen Ausfälle kann sich Kwasniok dennoch aktuell auf eine gewisse Stabilität verlassen. Eine Stabilität, die es vor allem jetzt bei noch acht ausstehenden Spielen dringend braucht, um am Saisonende über dem Strich zu stehen und den Klassenerhalt zu erreichen.
Jeder Punkt ist zurzeit wichtig – Nicht, dass die liegen gelassenen am Ende den Unterschied machen
Simon Bartsch
Mit dem 1:1-Remis gegen den Hamburger SV hat der FC einen Punkt hinzugewonnen – aber eben auch zwei liegen gelassen. Am Ende ist jeder Zähler entscheidend im Abstiegskampf – jeder. Gegebenenfalls auch die, die man in Duellen, in denen man eigentlich die bessere Mannschaft gewesen ist, nicht eingefahren hat. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln beim Hamburger SV.
Die Kölner wurden vor der Partie in der Hansestadt nicht müde, zu betonen, dass nun die Spiele kämen, in denen man punkten müsse. Das ist den Geißböcken beim HSV auch gelungen. Jedoch fuhr der FC nur einen statt möglich gewesenen drei Zähler ein – am Ende zu wenig?
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
Nach dem doch biederen Unentschieden beim Hamburger SV suchte Kölns Trainer Lukas Kwasniok mal wieder Worte, die den FC-Fans gefallen sollten. „Fakt ist: Lieber spiele ich 1:1 in Hamburg und gewinne zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt“, sagte der Kölner Coach. Grundsätzlich würden das wohl die meisten Anhänger der Geißböcke unterschreiben. Grundsätzlich wären den Fans aber auch Siege gegen Gladbach und (!) Hamburg lieber gewesen. Denn sechs Punkte hören sich besser an als vier (von denen erst einer geholt wurde) – zumal die FC-Protagonisten nach der zugegeben schweren Phase gegen die Top-Teams nicht müde wurden zu betonen, dass es nun gegen die Mannschaften auf Augenhöhe um nichts anderes als Zähler gehe. Nach dem Remis gegen Hamburg stellt sich wieder einmal die Frage: Punkt gewonnen oder zwei verloren?
Jeder Punkt ist wichtig – auch die verpassten
Die Wörter der Kölner Akteure ließen darauf schießen, dass der Punkt zum einen verdient gewesen und zum anderen gegen eine Mannschaft wie Hamburg durchaus als Erfolg zu werten sei. Verdient ja, aber ein Erfolg? Natürlich ist Hamburg nicht irgendwer. Die Rothosen holten aus den fünf Spielen vor dem Aufsteiger-Duell zehn Zähler. Also genau so viele, wie der FC in den vergangenen 16. Während die Kölner in der Formtabelle Rang 16 eingenommen hatten, belegte der HSV Platz vier. Gerade gegen die direkte Konkurrenz waren die Hanseaten zudem gerne erfolgreich. Es ist also nicht gesagt, dass man im Grunde im Vorbeigehen die Punkte aus dem Volksparkstadion einsammelt. Einen Selbstläufer gibt es in der Bundesliga nicht – zumindest nicht für die Teams, die anders als Bayern München heißen.
Zudem haben die Kölner im achten Anlauf das erste Mal an einem Samstagabend gepunktet. Eine gewisse Zufriedenheit ist also durchaus verständlich. Ob sie aber deswegen auch angebracht ist, darf wiederum durchaus hinterfragt werden. Jeder Punkt ist im Abstiegskampf wichtig, so das allgemeine Credo der FC-Akteure in der Mixed Zone nach dem 1:1. Und das ist absolut richtig. Das schließt aber auch die Punkte ein, die man hat liegen lassen. Und man darf nur hoffen, dass diese am Ende nicht noch wichtiger sind. Auch mit der Einordnung, dass der FC am Samstag die bessere Mannschaft war, liegen die Kölner richtig. Nur hätten es gerade da doch drei Punkte sein können. Am Ende der Saison wird keiner mehr fragen, wer in den Spielen denn besser war oder wer den Sieg einen Hauch mehr verdient hätte.
Zehn Siege werden immer unwahrscheinlicher
Am Ende zählen die Punkte. Und zum wiederholten Male muss man sagen, dass die Kölner gegen einen vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe trotz Überlegenheit nicht gewonnen haben, zu wenig Punkte geholt haben. Elf Punkte in 17 Spielen, heißt elf Punkte in einer Halbserie. Es sind nur noch acht Spiele zu gehen. Zieht man die Begegnungen gegen Leverkusen, Frankfurt und Bayern ab, bleiben noch fünf Spiele gegen Teams auf Augenhöhe. Für Kwasnioks Mit-zehn-Siegen-zum-Klassenerhalt-Rechnung fehlen noch vier Siege. Schon allein statistisch wird die Umsetzung dieser Vorgabe immer unwahrscheinlicher. Und das unabhängig davon, wie gut die Leistungen gewesen sind. Nah dran, reicht auch gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte nicht, wenn die Siege ausbleiben.
Am Samstag bietet sich die nächste Chance. Selbst, wenn der FC die bessere Mannschaft ist, das Derby seine eigenen Gesetze hat, die Kölner dann auch alles gegeben haben, weniger als drei Punkte sind dann ganz sicher zu wenig,
Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen
Tim Vrastil
Der FC hat sich im Kampf um den Klassenerhalt gegen den HSV nicht mit einem Sieg belohnt. Trotz ordentlicher Leistung gelang es der Mannschaft von Lukas Kwasniok auswärts nicht, die drei Punkte aus Hamburg mitzunehmen. Vor allem die harmlose Offensive gibt acht Spiele vor Saisonende Grund zur Sorge. Der 1. FC Köln verpasst gegen den HSV einen Befreiungsschlag.
Es hätte für den 1. FC Köln ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt und ein echter Mutmacher für die kommenden Aufgaben werden können. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg zeigten die Geißböcke über weite Strecken eine engagierte und ordentliche Leistung, mussten sich am Ende jedoch „nur“ mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Ein Ergebnis, das sich für viele Kölner mit Blick auf den Spielverlauf eher nach zwei verlorenen Punkten anfühlen dürfte.
Eric Martel vom 1. FC Köln im Duell mit dem HSV (Foto: Stuart Franklin / Getty Images)
In einer von Beginn an eher zähen Partie spielte sich in den ersten halben Stunde wenig ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, ohne sich dabei wirklich gute Gelegenheiten herauszuspielen. Wie so oft in dieser Saison agierte der FC mindestens auf Augenhöhe, geriet nach einem Geniestreich von HSV-Spielmacher Fabio Vieira aber wieder einmal in Rückstand (39.) – zum dritten Mal in Folge. Die Mannschaft von Kwasniok suchte im Anschluss aber noch vor der Pause nach einer Antwort und fand sie schließlich nach einer sehenswert einstudierten Eckballvariante in Form von Offensiv-Juwel Said El Mala, der per Kopf für den Ausgleich sorgte (45.) Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wieder zäher, viele Zweikämpfe zwischen den Strafräumen dominierten das Geschehen weitestgehend.
„Das ist schon ein Nackenschlag“
Die Rheinländer hatten zwar ein leichtes Übergewicht in Sachen Ballbesitz, konnten dies aber (bis auf einen Kopfball von Eric Martel in der Nachspielzeit) nicht mehr in gute Torchancen und somit den zweiten bzw. Siegtreffer ummünzen. Was am Ende bleibt, ist unterm Strich zwar immerhin ein Punkt – überwiegen dürfte aber die Enttäuschung über einen wieder einmal verpassten Dreier. Die Kölner warten nach dem Remis in Hamburg nunmehr seit sechs Partien auf einen Sieg und haben nach dem Wochenende und Spieltag 26 nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Der bittere Beigeschmack über die verpassten drei Punkte war auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler nach Abpfiff anzumerken: „Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft.“
Ähnlich äußerte sich auch Coach Kwasniok über das Spiel. „Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind.“ Am Ende des Tages stellte aber auch er nüchtern fest: „Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben.“
Ab jetzt zählen nur noch Ergebnisse
Während die Leistung der Mannschaft in vielen Spielen in dieser Saison stimmen mag, die Punkteausbeute entspricht diesen Leistungen in erschreckend großer Regelmäßigkeit nicht. Mit jetzt 25 Punkten ist der Aufsteiger nach wie vor mittendrin im Abstiegskampf, dazu verbleiben nur noch acht Ligaspiele bis Saisonende. Nachdem in den letzten Spielen gegen den VfB Stuttgart, die TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund wohl nicht unbedingt mit Punkten zu rechnen war, hätte man gegen den HSV im direkten Aufeinandertreffen zweier Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ein echtes Ausrufezeichen setzen können. Der mögliche Hallo-Wach-Effekt blieb aus, mit dem Remis bleiben die Norddeutschen fünf Punkte voraus und haben zudem weiter das (um ein Tor) bessere Torverhältnis.
Grund zur Sorge macht zudem die weitestgehend harmlose Offensive der Kölner in Hamburg. Auch wenn El Mala mit seinem neunten Saisontor weiter Eigenwerbung betrieb, blieb Mittelstürmer Ragnar Ache diesmal beispielsweise meist blass. Aus dem Mittelfeld heraus fehlte es sowohl an kreativen Pässen ins letzte Drittel als auch an guten Schussversuchen aus der Distanz. Vor allem mit Blick auf das kommende Ligaspiel, nämlich das Derby gegen den direkten Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach, kommt diese Negativ-Entwicklung in Sachen Torgefahr zur Unzeit. Nach dem HSV-Spiel ist das Derby gegen den ungeliebten Rivalen ein immens wichtiges Spiel, sowohl aus Prestige- als auch aus tabellarischen Gründen. Mit einem Sieg könnte der FC ein großes Zeichen setzen und würde die „Fohlen“ auch in der Tabelle überholen. Für die Geißböcke ist spätestens nach dem verpassen Sieg in Hamburg klar:
Jetzt beginnt die sogenannte „Crunch-Time“. Es müssen dringend Punkte her, egal wie. Ob die Mannschaft dabei dann am Ende des Tages auch gute Leistungen abruft und seine Gegner spielerisch beherrscht, dürfte so ziemlich jedem FC-Anhänger egal sein. Denn soviel ist sicher, am Saisonende zählt nur eins: nämlich der Klassenerhalt.
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Der 1. FC Köln kann Ecken, Said El Mala kann Kopfballtor – „Ich war auch überrascht“
Simon Bartsch
Beim 1:1 in Hamburg haben die Kölner mal wieder an einer der Schwachstellen gearbeitet und das erfolgreich. Der 1. FC Köln trifft mal wieder nach einer Ecke. Zudem erzielte Said El Mala sein erstes Kopfballtor.
Die Torgefahr hielt sich bei den Kölnern nach Standards in dieser Saison in Grenzen. Vor allem bei Ecken strahlte der FC nur selten Gefahr aus. Am Samstagabend gab es mal wieder einen Treffer nach einer Hereingabe. Und das mit einem Kopfball eines Torschützen, der sonst eher durch seine Schüsse auffällt: Said El Mala.
Die Kölner jubeln nach dem Ausgleich durch Said El Mala (Foto: Stuart Fraklin/Getty Images)
Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende wurde es dann wieder zum Thema: Die Standardschwäche der Kölner. Serhou Guirassy hatte nach einer Ecke auf den zweiten Ball gelauert und die Kugel dann tatsächlich gegen die unkonzentrierte Kölner Defensive über die Linie geschoben. 15 Gegentore haben sich die Geißböcke bereits nach ruhenden Bällen gefangen – absoluter Liga-„Bestwert“. Dabei hatte der FC in der Rückrunde die Schwäche lange in den Griff bekommen, 2026 bis zum BVB-Spiel nur ein Gegentor nach einer Standardsituation kassiert. Und auch nach dem HSV-Spiel ist die Statistik für dieses Jahr bislang eine recht ordentliche – trotz des Guirassy-Treffers. Auch, weil die Kölner wenige Minuten vor Schluss Glück hatten, dass Daniel Elfadli das Tor nach einer Ecke nur ganz knapp verpasste.
„Wir haben das trainiert“
Die Standardschwäche scheint dennoch nicht mehr die größte Baustelle – zumindest in der Defensive. In der Offensive hapert es beim FC nach wie vor nach dem ruhenden Ball. Erst drei Treffer hatten die Kölner nach Standards bis zum Duell am Samstagabend erzielt, davon einen nach einer Ecke. Diese Bilanz hat der FC verdoppelt. Denn gegen die Rothosen klingelte es mal wieder nach einer Hereingabe von der Grundlinie. Die wurde von Rav van den Berg verlängert, am langen Pfosten lauerte Said El Mala und vollendete zum verdienten Ausgleich. Zuvor hatte Fabio Vieira mit einem Lupfer die Hamburger in Führung gebracht. Schon zuvor hatten die Kölner so ziemlich jegliche Variante ausprobiert. Mal die kurze Ecke, die dann mit einer eher schwachen Hereingabe verpuffte, mal eine Ecke zum, mal weg vom Tor. Die ganz große Gefahr strahlten die Geißböcke aber nicht aus.
Eben bis zum verdienten 1:1 kurz vor dem Seitenwechsel. Der Treffer bedeutete gleichzeitig aber auch zwei Premieren. Denn für den HSV war es das erste Gegentor nach einer Ecke. Die Rothosen waren noch das letzte Team, bei dem die „Null“ stand. Nun trafen die Geißböcke. „Wir hatten da eine Thematik und haben dann leider handeln müssen – auch personell“, so Kwasniok. „Es ist einfach so, dass die Überzeugung da ist, dass man sich da verbessern kann. Wir haben ein Tor gemacht nach einem Standard. Wir hatten auch acht Ecken und sind keine Kopfball-Ungeheuer.“ So traf Said El Mala zum ersten Mal im Trikot der Geißböcke mit dem Kopf ins gegnerische Tor. „Wir haben das trainiert, weil wir wussten, dass die Hamburger am zweiten Pfosten nicht so stark verteidigen“, sagte Said El Mala. „Ich hatte das Glück dahin zu laufen. Dass der Ball dann auf den Kopf fällt, umso schöner – da musste ich nicht mehr viel machen.“
Der Kölner Youngster kommt mittlerweile auf neun Tore. Als Kopfball-Ungeheuer ist der 19-Jährige wahrlich nicht bekannt. „Ich war auch ein wenig überrascht, aber ich musste nicht viel machen.“
Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV: Köln spielt 1:1 gegen den HSV
Simon Bartsch
Am Samstagabend ist der FC in Hamburg zu Gast. Dann steht für die Geißböcke das 26. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV.
Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende müssen die Geißböcke auswärts gegen die Mannschaft von Merlin Polzin zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von Lukas Kwasniok, denn der Erfolgsdruck ist hoch.
Said El Mala vom 1. FC Köln
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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV. Personell wird Coach Lukas Kwasniok wohl wenige Veränderungen im Vergleich zur Begegnung mit dem BVB vornehmen. Sebastian Sebulonsen steht den Geißböcken wieder zur Verfügung, Jahmai Simpson-Pusey fällt gesperrt aus. Eine Einsatzgarantie gab der Trainer für Cenk Özkacar, der den Engländer ersetzen soll. Ansonsten sei Kwasniok mit den Leistungen der Mannschaft gegen Borussia Dortmund zufrieden gewesen.
Gegen Hamburg stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der Druck auf den Trainer und das Team wächst im Kampf um den Klassenerhalt. Das weiß auch Kwasniok. „Der Weg ist das Ziel und ein Weg führt uns jetzt nach Hamburg und der nächste dann zum Heimspiel gegen Gladbach, um am Ende dann das Ziel zu erreichen“, so der Cheftrainer. Der Partie blickt der 44-Jährige zuversichtlich entgegen. „Ich glaube einfach, dass wir sehr wohl in der Lage sind, dort zu bestehen“, sagte Kwasniok und fügte hinzu: „Wohlwissend um die Qualitäten vor allem in der Rotation ihrer Spielanlage, plus eine Defensive, eine Kompaktheit, die es einfach schwer macht, sie zu bespielen.“
Fabio Vieira – Hamburg hat das spielerische Element, das der 1. FC Köln zurzeit braucht
Simon Bartsch
Gerade gegen die Teams auf Augenhöhe hatten die Kölner mitunter ihre Probleme. Auch, weil im Spiel mit dem Ball oft die Ideen, die Kreativität fehlt. Einen Spieler mit dieser Qualität gibt es derweil beim kommenden Gegner. Der 1. FC Köln braucht in der aktuellen Verfassung einen Spieler wie Fabio Vieira.
Im Hinspiel sah er die Gelb-Rote Karte und erwies seiner Mannschaft bei der 1:4-Pleite einen Bärendienst. Nun hofft der HSV, dass Fabio Vieira den Unterschied in die andere Richtung macht. Beim FC hätte man aktuell wohl gerne einen Spieler, mit diesen Qualitäten.
Fabio Vieira vom Hamburger SV (Foto Stuart Franklin / Getty Images)
Für einen Augenblick dürften sich Sorgenfalten auf der Stirn von Merlin Polzin sowie zahlreichen HSV-Fans ausgebreitet haben. Doch der Hamburger Trainer gab auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Geißböcke Entwarnung. Fabio Vieira hatte sich am Mittwoch verletzt, wird aber wohl gegen Köln spielen können. Für den HSV ein entscheidender Faktor, denn der vom Tabellenführer der Premier League, dem FC Arsenal, ausgeliehene Mittelfeldakteur ist bei den Rothosen ein absoluter Unterschiedsspieler. Die Leihe im Sommer wurde von nicht wenigen Experten als Transfer-Coup bis hin zum Geniestreich beschrieben. Tatsächlich brauchte der Portugiese aber eine Zeit lang, um bei den Hanseaten in Form zu kommen. „Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer, der uns sehr hilft. Sein linker Fuß ist exzellent. Wir sind froh über jeden Tag, den er da ist. Es ist einfach ein fantastischer Spieler für uns“, sagte HSV-Sportdirektor Claus Costa vor einigen Wochen.
HSV will Vieira behalten
Ein Akteur, der eben den Unterschied machen kann in einem Duell, bei dem es für beide Mannschaften um wichtige Punkte geht. Im Hinspiel avancierte der 25-Jährige im Kölner Stadion auch zum Unterschiedsspieler: Allerdings hat sich Coach Polzin seine Rolle damals wohl anders vorgestellt. Denn der ehemalige U21 Nationalspieler Portugals sah gegen die Geißböcke in Müngersdorf nach einer aus Hamburger Sicht „Kontaktaufnahme“ mit Schiedsrichter Daniel Schlager in der 83. Minute die Gelb-Rote Karte. „Fabio fragt, warum Schwäbe sich Zeit lassen kann. Dafür kriegt er Gelb-Rot. Ich muss aufpassen, was ich sage, da ich emotional bin“, sagte Polzin nach der Partie bei DAZN. Eine Entscheidung, die wohl auch ihren Anteil am Endergebnis hatte. Die Kölner setzten sich 4:1 durch.
Mittlerweile ist Vieira so in Form, dass die Hamburger den Spieler eigentlich unbedingt behalten wollen. Eigentlich, weil die Rothosen dafür eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro berappen müssten. Doch der Wunsch kommt nicht von ungefähr. Vieira hat in dieser Saison schon vier Tore erzielt, vier weitere vorbereitet. Mich acht Punkten ist der Portugiese damit der absolute Topscorer beim HSV. Zudem gab der 25-Jährige neben Ransford-Yeboah Königsdörffer die meisten Torschüsse der Hamburger ab, kommt auf den zweithöchsten xGoals-Wert der Rothosen und weist eine höhe Effizienz vorm Tor auf. Die Qualität ist unbestritten. Vieira bringt ein spielerisches Element mit, das beim HSV lange unentfaltet blieb, weil der Portugiese nicht so richtig in das Hamburger System passen wollte.
Der FC wird Vieira aus dem Spiel nehmen müssen
Als klassischer Zentrumsspieler, meist hinter den Spitzen, aber auch schon mal auf der Acht, musste Vieira einige Male auf den Flügel ausweichen, blieb dort hinter seinen Möglichkeiten. „Ich bin da, um zwischen den Linien die letzte Entscheidung zu treffen. Ich kann den letzten Pass spielen und selbst abschließen“, sagte der Spieler selbst im Interview mit bundesliga.de. Beim FC sucht man nach spielerischer Qualität der Marke Vieira. Luca Waldschmidt fehlt beispielsweise die nötige Konstanz, Isak Johannesson sucht nach seiner Form oder Jakub Kaminski ist eigentlich auf der Schiene zu Hause, wird dort aber auch (zu oft) in der Defensive eingesetzt. Dabei sind die Kölner durchaus gefährlich, kommen auf starke 34 Tore in dieser Spielzeit. Doch gerade in den Partien, in denen der FC den Ball hat, das Spiel machen muss, fehlt die Kreativität – so wie gegen den FC Augsburg, aber auch gegen Bremen oder Union Berlin.
Beim FC sucht man zurzeit das spielerische Element, das eine kompakte Defensive, die Lukas Kwasniok auch in Hamburg erwartet, aushebeln könnte. Am Samstagabend wird es für die Kölner nicht nur darum gehen, diesen Unterschiedsspieler zu finden, vor allem den der Hamburger aus dem Spiel zu nehmen.
Startelfgarantie für Abwehrmann und wenig Änderungen: So könnte der 1. FC Köln beim Hamburger SV spielen
Luca Kaiser
Mit dem Spiel beim Hamburger SV steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok das nächste Spiel an einem Samstagabend vor der Tür. Wer im Topspiel im Volkspark von Beginn an auf dem Platz steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln beim Hamburger SV spielen.
So richtig hat sich die Personalsituation beim 1. FC Köln unter der Woche nicht entspannt. Zwar ist mit Sebastian Sebulonsen wieder ein Abwehrspieler dabei, dafür fehlt Jahmai Simpson-Pusey gesperrt. Lukas Kwasniok muss also wieder umbauen.
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin / Getty Images)
Der 1. FC Köln muss gegen Hamburg weiterhin auf die Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers sowie auf Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Joel Schmied verzichten. Auch Alessio Castro-Montes fehlt weiterhin. Überdies steht Jahmai Simpson-Pusey den Kölnern aufgrund seines gegen den BVB erhaltenen Platzverweises nicht zur Verfügung. Der Engländer verpasst durch seine Sperre nicht nur die Partie beim HSV, sondern auch das darauffolgende Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Allerdings kann der FC in Hamburg wieder auf Sebastian Sebulonsen zurückgreifen, der die vergangenen beiden Partien aufgrund einer Muskelverletzung verpasste. Dass der Norweger jedoch bereits eine Option für die Startelf darstellt, ist wohl eher auszuschließen. Lukas Kwasniok kündigte auf der Pressekonferenz an, nicht viele Wechsel an seiner Aufstellung vorzunehmen.
Wenige Veränderungen in der Startelf
Zwischen den Pfosten wird Marvin Schwäbe beginnen. Vor dem Schlussmann muss der FC Simpson-Pusey ersetzen. Wer die Lücke des Engländers füllt, steht bereits schon fest. „Cenk Özkacar wird spielen“, so Kwasniok. Damit werden Kristoffer Lund links und Cenk Özkacar sowie Rav van den Berg drei der vier Positionen in der Abwehr bekleiden. Auf der rechten Seite könnte wohl wieder Tom Krauß als Verteidiger aushelfen.
Im zentralen Mittelfeld dürfte dann wieder Eric Martel starten. Neben dem ehemaligen Leipziger gibt es verschiedene Varianten. So sind Isak Johannesson oder Jakub Kamiński Optionen. In der offensiven Dreierreihe hat Said El Mala seinen Platz auf der linken Außenbahn sicher. Hinter der Spitze dürfte erneut Jakub Kaminski spielen, sofern der Pole, der beim FC schon so gut wie jede Position besetzte, nicht ein Stück nach hinten gezogen wird. Rechts wird wohl die Entscheidung zwischen Linton Maina und Youssoupha Niang fallen. Aufgrund der höheren Erfahrung sowie des leicht besseren Tempos könnte Maina hier die Nase vorn haben. Spielt Kaminski allerdings neben Martel, könnten sowohl Maina als auch Niang von Beginn an auf dem Feld stehen. Auf der verbliebenen Position in der Sturmspitze wird es keine Überraschung geben. So wird wie bereits in den vergangenen Wochen Ragnar Ache als Mittelstürmer agieren und versuchen, mit Treffern für ein positives Resultat zu sorgen.