Keiner kann Derby so wie Florian Kainz

Florian Kainz jubelt im Duell gegen Borussia Mönchengladbach
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Keiner kann Derby so wie Florian Kainz

Pünktlich zum Rheinischen Derby ist Florian Kainz in Form. Pünktlich, weil der Österreicher gegen die Borussia offenbar besonders gerne spielt. Der Routinier hat einige Geschichten gegen Gladbach und für den 1. FC Köln: Wird Florian Kainz erneut zum Derbyheld?

Gegen Borussia Mönchengladbach spielt er offenbar besonders gerne, zumindest mit dem 1. FC Köln: Wird Florian Kainz erneut zum Derbyheld?

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Die Erleichterung war Florian Kainz anzusehen. Der Mittelfeldspieler rannte mit dem breitesten Lächeln über den Rasen des Kölner Stadions. Kainz bestätigte später, dass das 2:0 gegen den Hamburger SV für den Routinier im Kölner Team der erste direkt verwandelte Freistoß überhaupt gewesen sei. Die Erleichterung dürfte aber auch groß gewesen sein, weil Kainz zum ersten Mal in dieser Saison die Chance von Beginn an bekam und diese offenbar um jeden Preis nutzen wollte. Schon im ersten Abschnitt ging Kainz auf das Tor zu, hätte vielleicht früher passen können, das Tor fiel trotzdem. Nach dem Wechsel machte er es mit dem ruhenden Ball besser. Der Österreicher scheint pünktlich zum Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach mal so richtig in Form zu kommen. Vielleicht einen Tick zu früh?

Vier Tore, vier Vorlagen gegen die Fohlen

Denn in den vergangenen Derbys nutzte Kainz das Duell gegen den ungeliebten Rivalen gerne, um wieder in Form zu kommen. Vor ziemlich genau zwei Jahren empfingen die Geißböcke die Fohlen im Kölner Stadion. Der FC war in der Liga noch ohne Sieg. Sieben Spiele, sechs Niederlage lautete die bittere Bilanz. Nur ein müder Zähler war bis dahin drin. „In der Situation mit einem Punkt aus sieben Spielen wird natürlich sehr viel geschrieben und hinterfragt“, sagte Kainz damals. Dabei war es vor allem der Kapitän, der hinterfragt wurde. Die falsche Position, die falsche Form, die falsche Leistung waren damals Themen. Doch ausgerechnet gegen Gladbach platzte der Knoten. Mit zwei (eigentlich drei, einer wurde wiederholt) verwandelten Elfmetern brachte Kainz den FC auf Erfolgskurs.

Ein Jahr zuvor kamen die Kölner zwar nicht über ein torloses Remis hinaus, der Mittelfeldspieler war aber auch einer der besseren Geißböcke und zeigte nach zuvor eher durchwachsenen Leistungen eine starke Form. Zuletzt trafen die Teams im April 2024 aufeinander. Kainz hatte wieder den Faden verloren. Es wurde über die Bürde der Kapitänsbinde diskutiert. Gegen Leverkusen saß der Kapitän auf der Bank, gegen die Fohlen kehrte er zurück und fand erneut die richtigen Schlüssel. Beim 3:3 bereitete der Österreicher gleich zwei Tore vor. Insgesamt stand Kainz für den FC gleich acht Mal im Derby auf dem Platz. Von den jüngsten sechs verlor der Mittelfeldspieler mit Köln nur eins, gewann immerhin drei. Mittlerweile kommt Kainz auf vier Tore und vier Vorlagen gegen Gladbach.

„Es wird ein sehr spezielles Spiel. Ich habe schon einige Geschichten in Derbys gehabt – gute wie schlechte“, sagte Kainz am Sonntag nach dem HSV-Spiel. Zu den schlechten gehört sicherlich das 2:5 in der Spielzeit 21/22. Damals sah der Österreicher nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Zuvor hatte Kainz noch per Elfmeter den Ausgleich erzielt. Am Samstag steht das nächste Kapitel an. In Form befindet sich der 33-Jährige ganz offensichtlich.

Florian Kainz und seine neue Rolle beim 1. FC Köln

Florian Kainz vom 1. FC Köln im Duell gegen den VfB Stuttgart
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Florian Kainz und seine neue Rolle beim 1. FC Köln

Nachdem er in der Saison 2022/23 noch als Kölner Kapitän auf dem Platz stand, kommt der 32-Jährige unter FC-Trainer Lukas Kwasniok noch nicht so richtig auf viel Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Florian Kainz bleibt aktuell nur die Jokerrolle.

Der Österreicher ist in dieser Saison nicht die erste Wahl von Trainer Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln: Florian Kainz bleibt aktuell nur die Jokerrolle.

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Wenn die österreichische Nationalmannschaft diese Woche in den Qualifikationsspielen für die kommende Weltmeisterschaft gegen San Marino und Rumänien antritt, bleibt Florian Kainz nur noch die Rolle des Zuschauers. Keine unbekannte Rolle. Denn der Mittelfeldspieler war schon in den vergangenen Länderspielpausen nicht mehr für das Team von Ralf Rangnick nominiert, befand sich wenn überhaupt noch auf Abruf. Im Sommer 2024 nahm Kainz mit Österreich in seiner Wahlheimat Deutschland noch an der Europameisterschaft teil – zwar nur Edelreservist, dennoch war es nach eigenem Bekunden eine der schönsten Erfahrungen seiner Karriere.

Florian Kainz nur noch Edeljoker

Aktuell deutet nicht wirklich viel daraufhin, dass es eine Rückkehr in die Auswahl des ÖFB gibt. Zwar ist die Tür für den technisch starken Mittelfeldspieler sicherlich nicht geschlossen, die ganz großen Chancen sich zu beweisen, bekommt der 32-Jährige zumindest aktuell auch nicht. Kainz ist unter Lukas Kwasniok „nur“ noch Edeljoker. Das liegt auch an der Transferpolitik der Geißböcke. Der FC hat im Sommer gerade in der Offensive noch einmal richtig groß aufgetischt. Hat mit Jakub Kaminski einen neuen Stammspieler verpflichtet, mit Said El Mala einen großen Hoffnungsträger dazubekommen und auch Marius Bülter spielte schon auf der offensiven Außenbahn.

Viel Konkurrenz also für den Österreicher. Bereits im Sommer war sich der 32-Jährige über die Situation bewusst, bewertete die Zusammenstellung der Mannschaft mit Blick auf seine Zukunft durchaus realistisch. „Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann“, sagte Kainz im Interview mit come-on-fc.com im Zuge des Trainingslagers in Bad Waltersadorf. „Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß. Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben“, so Kainz weiter.

Wenig Einsatzzeit und offene Zukunft

Die Strategie des Trainers, dass der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft die Leistungen der einzelnen Akteure anfacht, scheint aktuell aufzugehen. Bisher gab es auch immer wieder Spieler, die sich – wie zuletzt Dominique Heintz – zurück in die Startelf von Trainer Lukas Kwasniok trainieren konnten. Kainz kam bis dato allerdings nicht über die Rolle des Jokers hinaus. In den bisherigen sechs Duellen kam der Österreicher auf vier Einsätze und insgesamt 63 Minuten Einsatzzeit. In keiner Begegnung stand er länger als 20 Minuten auf dem Platz. Gegen Freiburg wurde der Österreicher nicht einmal im Spieltagskader berücksichtigt.

Mit einem Vertrag bis Sommer 2026 ausgestattet wird sich Kainz unter diesen Umständen möglicherweise Gedanken über seinen Verbleib beim FC machen. „Es gab noch keine Gespräche. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat. Ich lasse das in Ruhe auf mich zukommen“, äußerte sich der 32-Jährige noch im Trainingslager zu seiner Zukunft. Ob Kainz sich in dieser Saison noch in die Startelf spielen kann, ist offen, bei Kwasnioks durchlässigem System aber sicherlich nicht gänzlich unmöglich.

Trotz wenig Einsatzzeit: Dominique Heintz und Florian Kainz füllen weiter eine relevante Rolle im Kölner Kader aus

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
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Trotz wenig Einsatzzeit: Dominique Heintz und Florian Kainz füllen weiter eine relevante Rolle im Kölner Kader aus

Bisher hatten Florian Kainz und Dominique Heintz wenig bis keine Einsatzzeit in dieser Saison. Trotzdem haben beide eine relevante Rolle beim 1. FC Köln: Heintz und Kainz sind mit ihrer Erfahrung wichtig.

25 Minuten für Florian Kainz, noch keine einzige bei Dominique Heintz: Die beiden Stammspieler der vergangenen Jahre sind gerade eher außen vor. Trotzdem ist es gut für den Verein, dass sie im Kader stehen beim 1. FC Köln: Heintz und Kainz sind mit ihrer Erfahrung wichtig.

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27 Einsätzen, fünf Toren und zwei Vorlagen trug Florian Kainz in der abgelaufenen Saison zum Kölner Aufstieg bei. Vor allem zwei enorm wichtigen Treffer des 32-Jährigen blieben dabei in Erinnerung: In der ersten Partie unter Friedhelm Funkel gegen den 1. FC Nürnberg machte der Österreicher mit einem Doppelpack den Sieg für die Kölner klar und erhielt seiner Mannschaft damit die gute Ausgangsposition für den 34. Spieltag. Einen gehörigen Anteil am Aufstieg hatte auch Dominique Heintz. Der Innenverteidiger war mit 28 Einsätzen eine der Stützen in der Defensive. In der neuen Spielzeit in der Bundesliga sieht die Lage für beide jedoch anders aus. Kainz kam bisher nur in zwei der drei Begegnungen als Joker, Heintz wurde noch nichtmal für den Kader nominiert. Zu sagen, dass die beiden keine Rolle mehr beim FC spielen, wäre aber ein Trugschluss.

Sehr viel Erfahrung in der Bundesliga

Denn die Routiniers bringen eine sehr wichtige Facette in den Kader: Mit zusammengenommen 294 Bundesligaspielen sind die beiden durch ihre Erfahrung wertvoll für die Mannschaft der Kölner. Sie können Mitspielern, die noch nicht in der höchsten deutschen Spielklasse aufgelaufen sind, Tipps mitgeben und vermitteln, was es braucht, um bestehen zu können. Gleichzeitig kennen Kainz und Heintz den Abstiegskampf, speziell in einem emotionalen Umfeld wie Köln. Sollten die Geißböcke in den nächsten Monaten in der Tabelle weit unten stehen, können sie vorangehen und ihren Teamkollegen helfen, mit dem Druck umzugehen.

Gleichzeitig erfüllt Heintz insofern eine wichtige Rolle, dass die Kölner Verantwortlichen wissen, was sie an ihm haben. Sollte der Innenverteidiger gebraucht werden, wird er da sein. Solange jedoch kein Platz im Kader für den Routinier ist, akzeptiert der 32-Jährige das ohne Meckern. Mit seinem Verhalten ist der Verteidiger daher ein Faktor für eine gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Unzufriedene Bankspieler können die Stimmung im Team schnell negativ beeinflussen. Da Heintz aber seine Rolle annimmt, droht die Gefahr bei ihm nicht.

Große Konkurrenz für Kainz

Ähnliches dürfte für Kainz gelten. Der Linksaußen darf sich zwar mehr Hoffnung auf Einsatzzeit machen als Heintz, hat aber im Angriff große Konkurrenz, die sich bereits stark präsentiert hat. So gibt es auf seiner Lieblingsposition links in der Offensive mit Jakub Kaminski und Said El Mala gleich zwei Profis, die eher vor ihm stehen. Allerdings kann der 32-Jährige mit seiner Kreativität gerade als Joker eine Rolle spielen und sich empfehlen. Trotzdem muss sich wohl auch der österreichische Nationalspieler auf weniger Minuten als in der Vorsaison einstellen. Aber genau wie bei Heintz dürfte Kainz das wahrscheinlich akzeptieren und nicht für schlechte Stimmung im Team sorgen. So bleibt er dann trotz geringer Einsatzzeiten als Routinier weiter wichtig für den FC.


Florian Kainz im Interview – von Heimat, alten Fotos und bitteren Momenten

Florian Kainz im Interview Mit come-on-fc.com
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Florian Kainz im Interview – von Heimat, alten Fotos und bitteren Momenten

Florian Kainz geht in dieser Spielzeit in seine siebte komplette Saison beim FC. Mit come-on-fc.com sprach er im Interview während des Trainingslagers in Bad Waltersdorf über seine Zeit beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.

Die Rückkehr in die Steiermark freut den Österreicher besonders. Das diesjährige Trainingslager findet in Bad Waltersdorf statt – und der Routinier fühlt sich wohl – in der Heimat und beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.

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Herr Kainz, Sie scheinen keine großen Probleme mit Drehschwindel zu haben. In der ersten Trainingseinheit hier in Bad Waltersdorf mussten Sie sich einige Male um eine Stange drehen und dann aufs Tor schießen. Während die Kollegen zum Teil umgefallen sind, haben Sie den Ball in den Winkel genetzt…

Florian Kainz: Das war reines Glück (lacht). Es war eine unübliche Übung zum Start ins Trainingslager. Die hat natürlich jedem Spaß gemacht. Ich wollte einfach den Ball aufs Tor bekommen. Aber es ist cool, dass nicht immer die gleichen Sachen gemacht werden. Die Übung war aber eher dem geschuldet, dass wir noch das Spiel von Freitag in den Beinen und die Reise in den Knochen hatten. Deswegen haben wir nicht so viel trainiert. Die nächsten Tage werden wir richtig Gas geben.

„Das bedeutet etwas“

Im vergangenen Jahr hatten Sie in einem Interview angedeutet, wie sehr Sie sich auf das Trainingslager hier freuen. Sie kommen schließlich aus der Steiermark. Doch es kam anders. Eine Verletzung hat die Pläne durchkreuzt. Dieses Mal hat es geklappt.

Ich freue mich sehr, dass ich dieses Mal dabei bin. Das war letztes Jahr schon extrem bitter. Ich habe mich einen Tag vor dem Trainingslager im Testspiel verletzt, dann bin ich operiert worden. Ich hatte mich schon sehr gefreut. Denn ich war hier schon vor 15 Jahren mit Sturm Graz im Trainingslager. Auch hier im Hotel. Im Keller hängen noch Fotos von 2010 und 2011, auf denen ich zu sehen bin. Das ist schon lustig.

Löst so eine Rückkehr auch Wehmut aus. Immerhin sind Sie jetzt seit sehr langer Zeit aus der schönen Steiermark weg, Köln ist ein anderes Pflaster.

Ich freue mich einfach, dass wir hier sind und zum Testspiel dann auch ein paar bekannte Gesichter kommen – Freunde, aber auch Familie. Das ist sonst ja nicht so möglich. Für die Familie ist das schon cool, wenn sie sich das Training anschauen können.

Sie gehen beim FC nun in die siebte komplette Saison. Köln muss doch mittlerweile auch so etwas wie Heimatgefühle auslösen?

Es ist eine lange Zeit. Und ich fühle mich sehr wohl in Köln. Meine beiden Söhne sind in Köln geboren. Ich verbinde also sehr viel mit der Stadt. Im Fußballerleben ist ja fast schon außergewöhnlich, eine so lange Zeit bei einem Verein zu verbringen. Das bedeutet etwas.

Die siebte volle Saison, sechseinhalb Jahre FC. Europa, Ab- und Aufstieg – es gab Höhen und Tiefen. Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Viel. Wir sind zwei Mal Zweitliga-Meister geworden. Auf-, aber auch abgestiegen, die Relegation, die Conference League, Klassenerhalt – es ist schon sehr viel passiert. Gerade die Spiele in der Conference League, aber auch die Aufstiege bleiben einem sehr positiv in Erinnerung. Genauso wie besondere Spiele und Tore.

„Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden“

Es gab aber auch negative Erlebnisse. Gerade die vorletzte Saison war für Sie keine besonders schöne, obwohl sie mit dem Kapitänsamt doch recht gut begonnen hat. Wie haben Sie die Spielzeit persönlich erlebt?

Es war eine schwierige Saison, mit einem schlechten Ende. Ich habe es auch persönlich nicht geschafft, meine Leistung zu bringen und dann ist natürlich Kritik aufgekommen. Das ist so im Fußball. Ich habe versucht, mich da rauszukämpfen und wieder meine Leistung zu bringen. Das war in der vergangenen Saison eine andere Konstellation. Da war es aber auch schwierig für mich, in die Saison reinzukommen. Ich bin erst spät in die Vorbereitung eingestiegen, war dann lange raus wegen der Verletzung. Dann in die Mannschaft zu kommen, war nicht einfach. Aber so ist das im Fußball.

Sie sind einer der routinierten Spieler. Wie gehen Sie mit Kritik um. Sind Sie da nach all den Jahren abgehärtet oder tut das dann doch noch irgendwie weh?

Jeder hat ja einen anderen Zugang zu Kritik. Ich kann das ganz gut einschätzen. Wenn ich weiß, dass es gerade nicht so gut läuft und auch mit meiner Leistung selbst nicht zufrieden bin, dann ist es ja ganz normal, dass Kritik aufkommt. Wenn ich weiß, dass ich gerade nicht so performe, dann lese ich mir auch nicht alles durch. Es ist einfach, Sachen zu lesen, wenn man ein Tor schießt oder gewinnt. Ich war aber nie der Spieler, der viele Kommentare gelesen hat. Vielleicht auch als Selbstschutz. Für mich habe ich da einen guten Weg gefunden, damit umzugehen.

Es wurde viel darüber gesprochen und geschrieben, dass Sie die Kapitänsbinde gelähmt haben könnte. War die Binde für Sie dann doch auch eine Bürde?

Es ist von Anfang an viel geschrieben geworden, auch dass die Binde vielleicht eine große Bürde ist. Ich bin nicht so der Lautsprecher, der war ich nie. Vielleicht ist das von mir erwartet worden. Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden.

Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln

„Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen“

Als Leader werden Sie im Team aber dennoch wahrgenommen. Die jungen Spieler haben doch bestimmt immer den Rat bei Ihnen gesucht.

Das war damals auch so. Das ist aber nichts, was von außen wahrgenommen wird – und auch nicht muss. Das mache ich weiterhin, obwohl ich kein Kapitän mehr bin. Das machen aber alle älteren Spieler.

Sie haben in der Vergangenheit einige Male eine Art offensive Sechs gespielt. Auch dort gab es Stimmen, die wussten, dass das nicht Ihre Position ist…

Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen. Da kommt es aber auch auf das System an. Ich habe in der Vergangenheit aber auch schon gezeigt, dass ich auf anderen Positionen gute Spiele machen kann und flexibel einsetzbar bin. Nur, wenn ich dann gute Spiele gemacht habe, ist das nicht so thematisiert worden.

“Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß“

Der FC hat mit Said El Mala einen Außenspieler bekommen, Jakub Kaminski ist dazugekommen, Linton Maina geblieben. Gerade auf den Außen wird die Konkurrenz nicht kleiner.

Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß. Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben.

Jetzt wird es wohl wieder um den Klassenerhalt gehen. Was erwarten Sie von der kommenden Saison?

Es wird eine harte Saison. Eine, in der wir von Beginn an direkt da sein müssen. Wir müssen die vier Wochen jetzt richtig gut nutzen. Es gibt einen neuen Trainer. Wir haben in den Testspielen gesehen, dass noch nicht alles funktioniert. Wir haben noch ein bisschen Zeit. Wir freuen uns alle auf den Saisonbeginn. Es sind viele Spieler dabei, die beim Abstieg und dann beim Aufstieg dabei waren. Wir freuen uns, wieder zurück zu sein.

Florian Kainz spricht über seine Zukunft

Ihr Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Wie geht es weiter? Hat es schon Gespräche gegeben?

Es gab noch keine Gespräche. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat. Ich lasse das in Ruhe auf mich zukommen.  

Gegen Leicester spielt der FC in der Merkur-Arena. Eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Wie wird das für Sie?

Das ist schon sehr cool, dass wir da spielen. Das ist das Stadion, in dem ich aufgewachsen bin. Das war das Stadion, in das ich als kleines Kind als Fan hingegangen bin. Ich hab da 14 Jahre gespielt. Das letzte Mal 2016. Ich freue mich, dass wir dort spielen. Das wird für mich ganz besonderes.

Das Gespräch führte Simon Bartsch

Noch ein Jahr Vertrag: Florian Kainz steht vor einer herausfordernden Saison

Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln
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Noch ein Jahr Vertrag: Florian Kainz steht vor einer herausfordernden Saison

Florian Kainz startet am Montag in seine siebte komplette Saison beim 1. FC Köln. Der Österreicher war im Januar 2019 zu den Geißböcken gewechselt. Die Situation könnte dennoch jetzt eine neue sein beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss sich harter Konkurrenz stellen.

Er ist der Routinier unter den Geißböcken, hat von den aktiven Spielern die meisten Begegnungen runter gerissen. Nach zuletzt eher schweren Spielzeiten, will der Österreicher nun wieder durchstarten. Doch die Aufgabe wird nicht leicht beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss sich harter Konkurrenz stellen.

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Hände geschüttelt wurden viele. Hier eine Umarmung, hier ein Klaps. Das Standing in der Mannschaft ist ganz offensichtlich weiterhin unumstritten. Florian Kainz ist immer noch einer der Leader des Teams. Kein Wunder, kein anderer aktiver Spieler stand so oft für den FC auf dem Platz wie der Österreicher. 189 Mal lief der Mittelfeldspieler für die Geißböcke auf, in dieser Spielzeit steht also mit hoher Wahrscheinlichkeit das 200. Profi-Spiel auf dem Plan. Wie viele es dann am Ende aber werden, scheint dieser Tage offen. Denn Kainz wird sich zur Vorbereitung einer fast schon ungewohnten Konkurrenz stellen müssen. Im vergangenen Jahr freute sich der Österreicher auf das Trainingslager in Bad Waltersdorf, in der Nähe seiner Heimat und verletzte sich. Dieses Mal soll es gelingen und der Grundstein für möglichst viel Spielzeit gelegt werden.

Viel Betrieb auf der linken Seite

Dafür muss sich der Österreicher aber dann wohl auch strecken. Denn gerade auf seiner favorisierten linken Position wird es ordentlich Betrieb geben. Linton Maina wäre genauso ein Kandidat wie Said El Mala, der sich bei der U19-EM in den Vordergrund gespielt hat oder eben der neu verpflichtete Jakub Kaminski. Alle drei könnten auch auf der rechten Seite spielen, allerdings stellt sich auch dann die Frage, wo Platz für Florian Kainz wäre. Zumal es mit Jan Thielmann bekanntlich einen weiteren Offensivspieler für die Außen gibt. El Mala wird mit seinen 18 Jahren wohl erstmal die Rolle des Jokers einnehmen. Maina wird seinen Vertrag beim FC aber nicht verlängert haben, um auf der Bank zu sitzen, genauso wenig, wie Kaminski ihn deswegen in Köln erst unterschrieben hat.

Wie viel Spielzeit der 32-Jährige am Ende des Tages bekommen wird, hängt natürlich von zahlreichen Komponenten ab. Unter anderem von der Spielweise des neuen Trainers. Und da wiederum, ob Kwasniok mit eher defensiveren oder offensiveren Schienenspielern agieren wird. Das wird in der Regel vom Gegner abhängen. In der defensiven Variante werden Leart Pacarada und Jusuf Gazibegovic wohl eher ihre Chance erhalten. Sicher ist, dass der neue Coach nicht nur auf Umschaltmomente und hohes Pressing setzen wird. Gerade beim Spiel mit dem Ball hat Kainz dann wiederum seine Stärken. Und mit einem Zielstürmer wie Ragnar Ache könnten die Flanken des Ex-Kapitäns zu einer Waffe werden.

Die Konkurrenz ist nicht ohne

Zwar wurde Kainz in den vergangenen Spielzeiten bekanntlich auf verschiedenen Positionen im Mittelfeld eingesetzt und wäre insofern auch ein Kandidat für die Position hinter den Spitzen, seine besten Spiele machte der Österreicher aber zweifelsohne auf der linken Seite. Stand jetzt geht Kainz in seine letzte Saison beim FC, der Vertrag läuft im Sommer 2026 aus. Über eine Vertragsverlängerung wurde zuletzt nicht spekuliert. Es ist weder bekannt, ob Kainz noch ob der Verein verlängern wollen. So oder so wird sich der Mittelfeldspieler nochmal beweisen wollen. Der Grundstein soll in der Heimat gelegt werden – die Konkurrenz, zu der sicherlich dann auch Jan Thielmann gehören wird, ist aber nicht ohne.