Warum die 17 Millionen Kaminski-Einnahmen nicht 17 Millionen Spieler-Ausgaben sind

Jakub Kaminski soll ein Angebot aus England vorliegen
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Warum die 17 Millionen Kaminski-Einnahmen nicht 17 Millionen Spieler-Ausgaben sind

Mit Jakub Kaminski hat der FC den zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte zu vermelden. 17 Millionen Euro haben die Geißböcke für den Spieler erhalten. Doch Eins-zu-Eins werden die nicht in neue Spieler fließen beim 1. FC Köln: Warum Millionen-Einnahmen nicht gleich Ausgaben sind.

Zwar nicht die erhofften 20, aber immerhin 17 Millionen Euro hat der FC für Offensivspieler Jakub Kaminski aus Lissabon erhalten. Die sollen wieder in den Kader gesteckt werden. Doch es werden eben nicht 17 Millionen sein. Denn Einnahmen sind nicht gleich Ausgaben.

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Der Name ist klangvoll: Edson Álvarez – zumindest ist der Mexikaner in seiner Heimat eine Art Volksheld. Mehr als 100 Begegnungen hat der Mittelfeldspieler für sein Land bestritten, wurde einst für knapp 40 Millionen Euro nach West Ham verkauft. Und jener Edson Álvarez hat es nun in das Notizbuch von Thomas Kessler geschafft. Die Gespräche laufen, doch eine Einigung wird nicht leicht zu erreichen sein. Das hat zwei Gründe: Zum einen dürften die Gehaltsvorstellungen dann doch sehr weit auseinanderklaffen, zum anderen erscheint zumindest ein Kauf bei einem Marktwert von 15 Millionen Euro schwierig. Zumal West Ham eben 38 Millionen für den Spieler bei Ajax auf den Tisch gelegt hat. Nun steht auch eine Leihe im Raum. Und dann gibt es da die Idee, dass der FC doch gerade für Jakub Kaminski 17 Millionen kassiert hat, die könnte man doch nun gut in den neuen Kader stecken und plötzlich erscheint zumindest der Kauf von Álvarez gar nicht mehr utopisch. Oder doch? Mal ganz abgesehen davon, dass die Kölner gleich mehrere Baustellen zu schließen haben, bedeuten 17 Millionen Euro Einnahmen eben nicht 17 Millionen Euro für neue Spieler.

„Fallen die jetzt einfach in die Kasse? Die Antwort ist Nein!“

Das erklärt Philipp Türoff auch im aktuellen Podcast bei fc.de. Allerdings an einem Beispiel um einen (sich nicht anbahnenden, beispielhaften) Transfer von Said El Mala. „Die einfache Vorstellung, so ein Transfer würde zustande kommen und der 1. FC Köln bekommt jetzt mal 40 Millionen Euro. Fallen die jetzt einfach in die Kasse? Kann ich die einfach ausgeben? Die Antwort ist erst einmal: Nein“, sagt Türoff. „Wenn ich für einen Spieler, den wir für ein deutlich geringeres Geld gekauft haben, für eine solche Summe verkaufe, dann haben wir erst einmal als Unternehmen einen außerordentlichen Gewinn in unserem Geschäftsjahr erwirtschaftet und auf diesen Gewinn guckt als aller erstes Mal das Finanzamt.“

Die Rechnung 40 Millionen Euro für einen Spieler erhalten und die direkt in neue Spieler zu investieren, um auf eine Plusminus-Null-Bilanz vor dem Finanzamt zu kommen, sei auch nicht gegeben. „Wenn wir beispielsweise einen El Mala für 40 Millionen verkaufen und ich kaufe einen Spieler für 40 Millionen und gebe ihm einen Vierjahresvertrag, dann kostet er mich in den kommenden vier Jahren zehn Millionen bilanziell. Für die 30, die dann übrig bleiben, will das Finanzamt Steuern“, sagt Türoff. Eins-zu-eins können die kompletten Einnahmen aus rein steuerlichen Gründen schon gar nicht ausgegeben werden. Türoff unterscheidet dabei zwei Perspektiven, die im öffentlichen Diskurs regelmäßig vermischt werden. Auf der Liquiditätsebene kann ein Transfer tatsächlich nahezu neutral verlaufen — Geld kommt rein, Geld geht raus. Auf der steuerlichen Ebene sei das jedoch eine völlig andere Rechnung.

Verschiedene Faktoren nach Verkauf

Hinzu kommen weitere Faktoren, die den tatsächlichen Spielraum eines Transfers erheblich einschränken: Weiterkaufsbeteiligungen für den abgebenden Verein, Beraterkosten, Gehaltspakete für neu verpflichtete Spieler. Jeder Vertrag, den der FC abschließt, ist nicht nur eine einmalige Ausgabe — er ist eine langfristige Verpflichtung. „Mit jedem Vertrag lege ich fest, dass wir das Gehalt in den Folgejahren stemmen müssen.“ Und auch der Solidaritätsbeitrag, von dem die Geißböcke in der Vergangenheit immer mal wieder profitierten, ist ein Faktor. Im Fall von Jakub Kaminski erhalten Lech Posen, Szombierki Bytom und selbst der VfL Wolfsburg 800.000 Euro. Zudem betonte Türoff, dass die aktuellen Verkäufe ja auch in eine Zeit fallen, in der größere finanzielle Projekte wie der Bau des Leistungszentrums anstehen.

Nichtsdestotrotz hat der FC nun eine stolze Summe kassiert. Dem Vernehmen nach soll das Budget vor dem Abschied von Kaminski bei rund zehn Millionen Euro gelegen haben, nun kommt ein zweistelliger Millionenbetrag dazu. Der FC kann sich durchaus ein Regalfach höher anschauen. Eine Ausgabe von 15 Millionen Euro für einen Edson Álvarez macht das nicht wahrscheinlicher. Dort werden die Kölner nach einer anderen Lösung suchen.

Für die Anhänger, die sich also fragen, warum der 1. FC Köln nach dem Kaminski-Verkauf nicht sofort mit großen Neuverpflichtungen aufwartet, lautet die nüchterne Antwort: Weil Fußball-Transfers Unternehmenstransaktionen sind — mit Steuerpflicht, Bilanzregeln und langfristigen Verpflichtungen. Die Millionen, die ankommen, sind nicht dieselben Millionen, die ausgegeben werden können.


Kaminski auf Rang zwei – Das sind die teuersten Abgänge der Vereinsgeschichte

Anthony Modeste und Jakub Kaminski
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Kaminski auf Rang zwei – Das sind die teuersten Abgänge der Vereinsgeschichte

Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln — und hinterlässt nicht nur eine Lücke im Kader, sondern auch einen Rekord in den Vereinsbüchern. Der Pole ist der zweitteuerste Abgang der Kölner Vereinsgeschichte. Und das nach nur einer Saison für den 1. FC Köln: Das sind die teuersten Abgänge der FC-Geschichte.

Seit Dienstagabend steht es fest. Jakub Kaminski verlässt die Geißböcke und schließt sich Lissabon an. Gleichzeitig avanciert der Spieler zum zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte.

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In der Pressemitteilung zum Abgang von Jakub Kaminski gab sich Thomas Kessler durchaus zufrieden mit dem Transfer. „Jakub hat in der vergangenen Saison bei uns auf ganzer Linie überzeugt – sowohl sportlich als auch menschlich. Wir sind stolz darauf, dass wir ihm ein Umfeld bieten konnten, in dem er sein Potenzial wieder konstant abrufen konnte“, wurde der Geschäftsführer zitiert. „Gleichzeitig wecken solch gute Leistungen auf dem Markt natürlich Begehrlichkeiten, weshalb wir immer mit einem Abgang von Jakub rechnen mussten. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz in der vergangenen Saison und wünschen ihm für seine Zukunft sportlich und privat das Beste.“ Vermutlich wird die Gefühlswelt des Ex-Keepers der Geißböcke dann doch deutlich diffuser gewesen sein. Kessler hat mit der Verpflichtung von „Kuba“ ganze Arbeit geleistet. Die Kaufoption von 5,5 Millionen Euro hat sich nach wenigen Wochen vollends gelobt. Der Geschäftsführer wird beim Ziehen der Kaufoption wohl geahnt haben, dass er gleichzeitig das nötige Kleingeld für den Kaderausbau eingestrichen hat.

Poldi gleich zwei Mal in der Top-Ten

Köln hatte am Ende keine Handhabe, was die Zukunft des Spielers angeht. Hat nun aber die Handhabe, an der Zukunft des Kaders zu feilen. Wie hoch die Ablösesumme am Ende ausgefallen ist, ist nicht ganz klär. Sie liegt bei 17 Millionen Euro, plus hoher Weiterverkaufsgebühr. Und damit haben die Kölner innerhalb von einer Saison den zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte aufgebaut. Nur selten hat ein Spieler der Geißböcke eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung erfahren. In der jüngeren Vergangenheit wohl nur Said El Mala. Kaminski hat etwas von „zero to hero“. Als Abgang teurer war bekanntlich nur Anthony Modeste, der in der Saison 18/19 für unglaubliche 29 Millionen Euro ins chinesische Tianhai wechselte. Damals lag der Marktwert des Franzosen bei 16 Millionen Euro. Wenn man so will die größte Diskrepanz zwischen Wert und Preis. Und dann folgt eben Kaminski. Bemerkenswert: Kuba ist in der Top-Vier-Abgänge der einzige Spieler, der nicht als Mittelstürmer geführt wurde. Denn Platz drei teilen sich Lukas Podolski und Jhon Cordoba mit jeweils 15 Millionen Euro.

Podolski taucht in der Top-Ten dann noch einmal auf Rang sieben mit zehn Millionen Euro auf. Vor 20 Jahren ging es an die Säbener Straße. Die 15 Millionen gab es damals von den Gunners. Auf Platz fünf schafft es mit Sebastiaan Bornauw sogar ein Innenverteidiger, der für 14 Millionen Euro an Wolfsburg verkauft wurde. Ebenfalls zum VfL, allerdings für „nur“ 13 Millionen Euro, ging es für Yannik Gerhardt. Auf Platz acht landet ein Abgang der vergangenen Spielzeit. Damion Downs brachten den Kölnern immerhin acht Millionen ein und damit nur minimal mehr, als Thomas Häßler – selbst wenn das Geld oder Teile davon dem Volksmund nach ja verschwunden ist. Auch WM-Teilnehmer Ismail Jacobs gehört in die Liste der besten Zehn. Der Nationalspieler des Senegal wechselte für knapp sieben Millionen Euro zur AS Monaco. Für Kessler ist der Kaminski-Transfer zumindest schon jetzt ein großer Erfolg der jungen Karriere als Geschäftsführer. Sollte Said El Mala den Verein verlassen, wird sich die Tabelle auf allen Plätzen noch einmal verschieben.

Die teuersten Abgänge der Vereinsgeschichte

AnthonyModeste18/19Tianhai29 Mio
JakubKaminski26/27Benfica17 Mio
LukasPodolski12/13Arsenal15 Mio
JhonCordoba20/21Hertha15 Mio
SebastiaanBornauw21/22VfL Wolfsburg14 Mio
YannickGerhardt16/17VfL Wolfsburg13 Mio
LukasPodolski06/07Bayern10 Mio
DamionDowns25/26Southampton8 Mio
ThomasHäßler90/91Juventus7,8 Mio
IsmailJacobs21/22Monaco7,3 Mio
* transfermarkt.de

Transfer von Jakub Kaminski nahezu perfekt – oder? Portugiesische Medien verwirren mit Ausstiegsklausel

Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln
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Transfer von Jakub Kaminski nahezu perfekt – oder? Portugiesische Medien verwirren mit Ausstiegsklausel

Lange gab es Spekulationen, am Sonntag nahm das Thema Jakub Kaminski dann aber immer mehr Tempo auf. Und nun ist der Deal wohl durch. Zumindest laut Sky-Experte Florian Plettenberg. Der Pole soll kommende Saison europäisch spielen, allerdings nicht wie erwartet in England, sondern in Portugal. Der Transfer von Jakub Kaminski steht kurz vor dem Abschluss.

Als sich Jakub Kaminski vor einigen Wochen in einem polnischen Interview zu seinen Zukunftsplänen äußerte, da klangen seine Worte bereits nach Abschied. Allerdings war auch deutlich herauszuhören, dass der Pole seine Zukunft in England sieht. Schon im Interview mit come-on-fc.com im vergangenen Jahr hatte Kaminski erklärt, dass die Premier League die beste Liga der Welt und damit sein Wunschziel sei. Nun zieht es den 24-Jährigen aber offenbar nach Portugal Richtung Benfica.

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Am Sonntagnachmittag nahm Florian Plettenberg dem Transfergerüchte-Wind um Jakub Kaminski den Wind aus den Segeln. „Done Deal“ hieß es auf dem Insta-Kanal des Sky-Reporters. Jakub Kaminski hat sich mit Benfica geeinigt, der Transfer ist damit „beschlossene Sache“. Beim FC ist nach Informationen von come-on-fc.com noch nichts von Benfica eingetroffen. Noch nicht einmal der Wunsch der Verpflichtung. Das muss aber auch nicht. Die Kölner sind in diesem Fall das letzte Glied der Kette. Einigen sich Spieler und aufnehmender Verein, aktiviert dieser die Ausstiegsklausel, dann wird das Geißbockheim in den Deal mit eingebunden. Der „Done Deal“ kann also durchaus zwischen Spieler und Benfica Lissabon erfolgt sein. Für Kaminski geht es damit in den europäischen Wettbewerb – wenn auch nicht in die Königsklasse. Denn Benfica brachte das kuriose Kunststück fertig, als einzige Mannschaft der portugiesischen Liga nicht ein Spiel in der Saison zu verlieren, um dann doch „nur“ Dritter zu werden. Nun steht in der Qualifikation der Europa League das Duell gegen St. Gallen an.

Verwirrung um Ausstiegsklausel

Auch deswegen soll Benfica im Buhlen um den Offensivspieler auf die Tube gedrückt haben. Denn die Begegnung gegen die Schweizer steht schon in weniger als drei Wochen auf dem Plan. Während also die Ex-Mannschaft des Polen den Test gegen Bergisch Gladbach bestreitet, geht es für Kaminski und Co. um nicht weniger als den europäischen Wettbewerb. Für den Polen bedeutet der Wechsel aber auch einen spannenden Konkurrenzkampf. Der 24-Jährige muss sich mit Andreas Schjelderup messen. Der 22-Jährige wird als großes norwegisches Talent gehandelt, hat einen Marktwert von 30 Millionen Euro und soll angeblich über eine Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro verfügen. Kaminski steht also beim Ex-Club von Luca Waldschmidt vor einer großen Herausforderung. Und Brighton? Die sollen nach Informationen von come-on-fc im Gegensatz zu Benfica durchaus das Gespräch mit dem FC gesucht haben und offenbar auch bereit sein, die 20 Millionen Euro Ablösesumme zu bezahlen. Am Ende des Tages hat der FC keinen Einfluss auf den aufnehmenden Verein.

Sollten wirklich Benfica und Brighton die Ablöse bezahlen wollen, entscheidet Kaminski selbst. Und das scheint passiert zu sein – entgegen seiner eigenen Wunschvorstellung wird es nicht England. Für ein wenig Verwirrung sorgten portugiesische Medien. So vermeldete unter anderem die Zeitung „a Bola“, dass Benfica rund 15 Millionen Euro für Kaminski bezahlen werde. Davon weiß man am Geißbockheim nichts. come-on-fc.com kann bestätigen, dass die Ablöse bei 20 Millionen Euro liegt. Darunter wird der Spieler nicht abgegeben werden.


Von wegen England: Gespräche laufen – Jakub Kaminski unmittelbar vor dem Absprung

Jakub Kaminski soll ein Angebot aus England vorliegen
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Von wegen England: Gespräche laufen – Jakub Kaminski unmittelbar vor dem Absprung

Geht jetzt alles ganz schnell? Es wird wohl in den kommenden Tagen einen weiteren Abschied geben beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski steht unmittelbar vor dem Abschied. Dabei scheint das Ziel aber überraschend nicht England zu sein.

Jakub Kaminski schwärmte von der Premier League, einige Clubs der Premier League begeisterten sich angeblich für den Polen. Doch aktuell deutet sich eine überraschende Wendung im Fall des Spielers der Geißböcke an. Demnach verlässt Kaminski den Verein Richtung Portugal.

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Immer wieder wurde in den vergangenen Wochen ein Wechsel des Polen zu Brighton & Hove Albion als das wahrscheinlichste Szenario beschrieben. In den polnischen und englischen Medien war davon allerdings recht wenig zu lesen – zumindest nie etwas konkretes. Und die Seagulls scheinen auch nicht das Rennen um den Linksaußen der Kölner zu machen. Vielmehr deutet aktuell viel auf einen Wechsel nach Portugal hin. Das kommt überraschend. Denn Kaminski machte nie einen Hehl daraus, dass er seine Zukunft in England sieht. Erst vor wenigen Wochen erklärte er in einem polnischen Interview, dass er seine Zukunft auf der Insel sehe. Dass er bereit sei für den nächsten Schritt. „In der Bundesliga zu spielen, war immer mein Traum. Aber nach 104 Spielen und vier Saisons ist die Premier League der nächste Traum. Sie ist die beste Liga der Welt. Ich würde mich dort gerne beweisen“, sagte Kaminski. Und der Nationalspieler wurde umgehend mit einigen Clubs der Premier League in Verbindung gebracht. Seine Spielweise passt auch nach England.

Benfica offenbar in der Pole-Position

Und doch scheint es nun eher Richtung Südwesteuropa gehen. Laut Tomasz Włodarczyk von Męskieki.pl steht der polnische Nationalspieler kurz vor einem Wechsel zu Benfica Lissabon. Der Journalist spricht von einem fortgeschrittenen Stadium. Tatsächlich laufen nach Informationen von come-on-fc.com die Gespräche bereits. Zwar liegt den Kölnern weiterhin kein konkretes Angebot vor. Doch das muss es auch nicht. Zunächst müssen sich Spieler und Verein einig werden, dann kann der aufnehmende Club die Ausstiegsklausel aktivieren und der FC müsste den Akteur abgeben, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Das hat man in Köln wohl ohnehin nicht mehr vor. Am Geißbockheim hat man schon lange mit einem Abgang des Polen gerechnet. Nicht nur das, er ist sogar in der Planung für den Kader für die kommende Saison fest eingeplant. Denn das Transferbudget würde sich umgehend um ein Vielfaches erhöhen. Geld, mit dem die Kölner bereits planen. Möglicherweise ist so der Fünf-Millionen-Euro-Transfer von Luka Lochoshvili auch zu interpretieren.

Die Kölner wollen noch auf mehreren Positionen nachbessern. Es besteht gleich an mehreren Stellen Bedarf. Dafür kann das nötige Kleingeld nun mal nicht schaden. Ein Wechsel des Polen wird wohl noch diese Woche finalisiert werden. Zum Trainingsauftakt am kommenden Montag wird Kaminski nicht mehr erwartet.


Medienbericht: Weitere Interessenten im Buhlen um Jakub Kaminski

Wie geht es weiter mit Jakub Kaminski?
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Medienbericht: Weitere Interessenten im Buhlen um Jakub Kaminski

Dass Jakub Kaminski den FC in diesem Sommer noch verlassen wird, gilt als recht wahrscheinlich. Doch wird es wirklich England? Angeblich muss das nicht sein. Nach einem Medienbericht gibt es weitere Optionen für den Spieler des 1. FC Köln: Leipzig und Benfica angeblich an Jakub Kaminski interessiert.

Wie geht es weiter mit Jakub Kaminski? Seine Zukunft liegt wohl nicht beim 1. FC Köln. Der Pole hat bekanntlich eine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert. Für 20 Millionen Euro ist der Außenbahnspieler zu haben und die Kölner haben keine Handhabe. Eigentlich galt England bislang als mögliches Ziel des Spielers. Nun will der Express erfahren haben, dass es noch andere Interessenten gibt.

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Demnach seien mit RB Leipzig und Benfica Lissabon zwei weitere Clubs an dem Spieler interessiert. Genauere Informationen gibt es über das Interesse nicht, auch keine Angabe, aus welcher Richtung das Gerücht kommt. Bislang galt England als einziger ernst zu nehmender Markt. Und das aus zwei Gründen. Zum einen sind die Engländer durchaus bereit über Marktwert zu bezahlen. Kaminski wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf einen Wert von 17 Millionen Euro eingeschätzt. Die Ablöse liegt bei 20 Millionen. Für einen Club wie Brighton & Hove Albion keine große Differenz. Zum anderen hat Kaminski mehrfach erklärt, dass er seine Zukunft in England sieht. Und das, möglichst sobald sich die Chance ergibt. Brighton wurde immer wieder als Haupt-Interessent genannt. Daran hat sich dem Vernehmen nach auch nicht viel geändert.

Ersatz für Diomande?

Aktuell ist bei RB Yan Diomande noch auf der linken Seite gesetzt. Der Ivorer soll sich aber bereits mit Paris Saint-Germain auf einen Wechsel geeinigt haben. Nur spielt Leipzig noch nicht mit und hat PSG einen ersten Korb erteilt. Ein Wechsel gilt aber durchaus als machbar. Ob dann aber Kaminski ein Ersatz für RB wäre, ist offen. Der Pole selbst würde zwar international spielen, aber eben nicht in seiner Wunschliga. Ein Wechsel nach England ist demnach weiterhin wahrscheinlicher. Für den FC geht es bei dem Transfer hauptsächlich um wichtige Erlöse. Die 20 Millionen Ablöse könnten die Geißböcke gut in den Kader investieren. Denn Baustellen gibt es genug. Dass Leipzig wirklich die Ausstiegsklausel bezahlt, ist eher unwahrscheinlich. Der Zusatz im Kontrakt läuft dem Vernehmen nach Mitte Juli aus. Dann wäre ein Abschied von allen Seiten frei verhandelbar.


Kurioser Deal des 1. FC Köln mit Jakub Kaminski: 5,5 Millionen-Transfer und doch wieder weg?

Jakub Kaminski darf auf die WM hoffen
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Kurioser Deal des 1. FC Köln mit Jakub Kaminski: 5,5 Millionen-Transfer und doch wieder weg?

Seit Mittwoch ist es offiziell: Jakub Kaminski wurde vom FC fest verpflichtet. Nach der Leistungsexplosion ein folgerichtiger Schritt. Allerdings einer mit einem großen „Aber“. Denn es wird wohl zu einem Kuriosum kommen. Jakub Kaminski wurde fest verpflichtet: Warum der 1. FC Köln dennoch leer ausgehen könnte.

5,5 Millionen Euro geben die Kölner offenbar für die feste Verpflichtung von Jakub Kaminski aus. Dabei ist alles andere als klar, ob der Pole noch jemals den Geißbock auf der Brust tragen wird.

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Während ein Teil der direkten Konkurrenz bereits die ersten Spieler unter Vertrag genommen hat, sind die ersten beiden „Neuzugänge“ der Geißböcke genau das eigentlich nicht. Der FC hat neben Tom Krauß nun auch Jakub Kaminski fest verpflichtet, nur haben beide schon in der abgelaufenen Saison für den FC gespielt. Bei Krauß war das eine Formalität, schließlich gab es eine Kaufpflicht, die durch das Erreichen einer bestimmten Anzahl an Spielen sowie den Klassenerhalt griff. Bei Kaminski bahnt sich ein Kuriosum am. Auch der neue Kontrakt des Polen ist keine Überraschung. Kaminski war der absolute Leistungsträger, hat seinen Marktwert vervielfacht und damit für den FC einen enormen sportlichen und wirtschaftlichen Impact. Früh zeichnete sich also auch bei dem 23-Jährigen der sichere Kauf ab. Für Thomas Kessler war zumindest schnell klar, „dass wir die Kaufoption ziehen möchten“, hieß es in der offiziellen Meldung der Geißböcke. 

Ausstiegsklausel für Kaminski liegt bei 20 Millionen Euro

So weit so gut. Die Verpflichtung des Offensivspielers ist eine gute Nachricht. Nur wird sie eben von diesem großen „Aber“ begleitet. Denn in dem Vertrag des Spielers ist eine Ausstiegsklausel verankert und die soll bei 20 Millionen Euro liegen. Wie berichtet wird der Marktwert des 23-Jährigen vom Online-Portal transfermarkt.de auf 17 Millionen Euro eingeschätzt. Die Lücke von drei Millionen Euro werden englische Clubs angesichts der Möglichkeiten in der Premier League, des Entwicklungspotenzials, der Polyvalenz und dem Wunsch des Spielers im Grunde aus der Porto-Kasse bezahlen können. Kaminski liegt bereits ein Angebot aus England vor und sollte der Außenbahnspieler seine Zustimmung geben, werden den Geißböcken die Klauen gebunden sein, wenn die 20 Millionen auf den Tisch kommen. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass Kaminski nun einen neuen Vertrag erhalten hat, diesen aber niemals erfüllen wird.

Dass in Köln Spieler verpflichtet wurden, die nie für den FC aufliefen, ist keine Seltenheit – schließlich gibt es zum Beispiel eine Reihe von zweiten oder dritten Torhütern, die ausschließlich auf der Bank saßen. Nun aber wurde der Vertrag mit einem Leistungsträger der Vorsaison festgeschnürt, der in der kommenden Spielzeit möglicherweise nicht für Köln aufläuft, am Ende aber eine hohe Ablöse mit sich bringen könnte. Und dennoch ist das Transfergeschäft in der Geschäftsführer-Vita von Thomas Kessler sicher als Erfolg zu werten. Denn vor der Saison war wahrlich nicht davon auszugehen, dass Kaminski so einschlagen würde. Die vergangenen Spielzeiten bei Wolfsburg ließen darauf zumindest nicht schließen. Eine Ausstiegsklausel von 20 Millionen Euro war zu diesem Zeitpunkt eine eigentlich unerreichbare Marke. Doch dann kam die Leistungsexplosion. Der Pole erzielte sieben Tore, bereitete fünf vor, war einer der absoluten Dauerbrenner. Und das, obwohl der 23-Jährige gefühlt jede Position in dieser Spielzeit mal ausprobieren durfte.

Sollte Kaminski den FC wirklich verlassen, hat Kessler den vierfachen Kaufpreis erreicht. Ein wirtschaftlicher Erfolg. Der Pole wäre dann der zweitteuerste Abgang der Vereinshistorie – zumindest bis zum möglichen Verkauf von Said El Mala. Der würde ziemlich viel in den Schatten stellen.


Rochade im Zentrum des 1. FC Köln: Ein Duo auf der Bank

Denis Huseinbasic und Isak Johannesson saßen zuletzt viel auf der Bank
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Rochade im Zentrum des 1. FC Köln: Ein Duo auf der Bank

Auch durch die Leistungssteigerung von Tom Krauß hat es Bewegung in der Zentrale der Geißböcke gegeben. Zu den Leidtragenden gehört aktuell auch ein Duo des 1. FC Köln: Isak Johannesson und Denis Huseinbasic befinden sich aktuell zumindest im Hintertreffen.

Zu Saisonbeginn gehörte Isak Johannesson noch zu den Stammspielern, Denis Huseinbasic lief regelmäßig auf. Aktuell sind die beiden Mittelfeldspieler ein wenig außen vor. Auch, weil Jakub Kaminski immer mal wieder zentral ran darf.

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Dass Lukas Kwasniok ein Freund der großen Rotation ist, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Der Kölner Coach hat in 19 Ligaspielen 18 unterschiedliche Startaufstellungen gefunden. Dabei schreckt der Trainer auch nicht davor zurück, ab und an Spieler auf Positionen einzusetzen, die auf den ersten Blick eben positionsfremd erscheinen. So wie bei Jakub Kaminski. Der Pole ist für den 44-Jährigen der „beste Spieler“ des Kaders und zwischen den Zeilen machte Kwasniok keinen Hehl daraus, dass er für diesen „besten Spieler“ mitunter auch schon mal eine Position suchen müsse. Gerade wenn die linke Außenbahn anders besetzt ist. Und so lief der 23-Jährige gegen den SC Freiburg zum wiederholten Male im zentralen Mittelfeld als kreativer, offensiverer Sechser auf.

„Der eine mehr als der andere“

Kaminski selbst betonte schon mehrfach, dass es ihm primär darum ginge, zu spielen. Und das eben da, wo der Trainer ihn aufstelle. Jene Positionswechsel werden unter den Fans von der Frage begleitet, ob sich der Coach damit nicht selbst der Stärke des Offensivspielers beraubt. Immerhin hat Kaminski seit November keinen weiteren Scorer gesammelt, bis dahin waren es sechs. Doch der polnische Nationalspieler dürfte auch gegen Wolfsburg durchaus eine Option im Zentrum sein. Einen Teil des Plans verriet der Coach am Mittwoch. Eric Martel würde etwa wieder ein Kandidat für die Startelf sein, wenn sich Kwasniok für die defensive Doppelsechs entschiede, es könne aber auch eine offensive Variante für einen der beiden zentralen Spieler geben – dann wohl wieder mit Kaminski.

Dabei sind Denis Huseinbasic und Isak Johannesson offensichtlich ins Hintertreffen geraten. Huseinbasic schaute zuletzt drei Mal 90 Minuten nur zu (ein Mal krank). Johannesson, immerhin über Monate unumstrittener Stammspieler, kam im Jahr 2026 zu drei Kurzeinsätzen, spielte gegen Heidenheim gar nicht. Auf die Frage, wie nah die beiden Akteure denn vor einer Rückkehr in die Formation stünden, antwortete der Trainer „der eine mehr als der andere“. Welcher der beiden Akteure im Vorteil ist, ließ Kwasniok offen, deutete aber an, wo aktuell ein Problem liegen könnte. „Es ist ein dauerhafter Wettbewerb, in dem sich die Jungs befinden“, sagte der Coach. „Ich bin jemand, der Trainingsleistung gerne bewertet und die beeinflusst dann eben auch meine Entscheidungsfindung.“ Wichtig sei ihm „Körperhaltung, Körpersprache im Spiel, aber eben auch Reaktion auf die Nicht-Berücksichtigungen.“

Kwasniok betonte auch, dass die Spieler bei ihm eben nur die Chance hätten, sich über Leistung und Engagement zurück in eine gute Position zu kämpfen: „Wenig erzählen, viel liefern – das hat schon immer geholfen“. Eine klare Aufforderung an die Reservisten. Allerdings muss eine gute Reaktion auf die Nicht-Berücksichtigung nicht zwangsläufig zu einer Startelf-Position führen. „Weil manchmal die taktische Ausrichtung eben nicht passend ist, aber dann vielleicht die Woche drauf“, sagte der Coach. Dass es bei Kwasniok mitunter auch schnell mit einer Rückeroberung des erhofften Platzes gehen kann, ist ebenfalls hinlänglich bekannt. Allerdings hofft auch Eric Martel auf die Rückkehr in die Anfangsformation. Leicht wird es für das Duo aktuell nicht.


Ein guter Platz im Mittelfeld: Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln sehr trügerisch ist

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Ein guter Platz im Mittelfeld: Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln sehr trügerisch ist

Mit 20 Punkten belegt der FC aktuell den 10. Tabellenplatz. Für einen Aufsteiger eine respektable Position. Doch so optimal ist die Ausgangslage dann auch wieder nicht. Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln trügerisch ist.

Eigentlich ist der Blick auf die Tabelle aktuell für die FC-Fans noch ein durchaus erfreulicher – zumindest für einen Aufsteiger. Doch der Schein trügt.

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Als die Anfangseuphorie um die Geißböcke in den vergangenen Monaten abgeebbt ist, da begann Lukas Kwasniok darauf hinzuweisen, dass ein Platz im Mittelfeld für einen Aufsteiger doch mehr als achtbar sei und die Kölner sich voll im Soll befänden. Das ist nach den Zahlen auf dem Tableau natürlich auch schwer von der Hand zu weisen. Die Kölner belegen aktuell Rang zehn, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt auch nach den ersten Nachholspielen fünf Punkte, der auf einen direkten Abstiegsplatz sogar sechs. Es ist also noch ein wenig Puffer da, wenngleich die Situation dann doch ein wenig brisanter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint. Und das nicht nur, weil die direkte Konkurrenz den Kölnern im Nacken sitzt.

Spannender Spieltag

Trügerischer Vorsprung: Tatsächlich liegen zwischen Rang zehn und Rang 15 gerade einmal zwei Punkte. Heißt: Mit einer Niederlage am Freitagabend könnten die Kölner am Sonntagabend rein rechnerisch auf Rang 15 liegen. Da aber zwei jener fünf Konkurrenten direkt gegeneinander spielen (Bremen vs. Gladbach) und der Hamburger SV es auch noch mit dem FC Bayern München zu tun bekommt, wird das auch bei einer Pleite sicher nicht passieren. Dennoch könnte es zu massiven Verschiebungen kommen – zumal die Konkurrenz mit dem Punkten begonnen hat. Mainz gewann zuletzt gegen Wolfsburg, Augsburg gegen die Bayern und St. Pauli trotzte RB Leipzig einen Zähler ab. Die Tabellensituation wird sich am Wochenende mit großer Sicherheit verschieben. Da es insgesamt gleich drei Keller-Duelle gibt – (wenn man die Begegnung der Geißböcke gegen Wolfsburg dazuzählt.)

Nur 20 Zähler: Zwar haben die Geißböcke mit 20 Zählern den zehnten Tabellenplatz erreicht und damit mehr Punkte eingesammelt als acht Konkurrenten, dennoch ist die Bilanz keine besonders gute. Denn eine schlechtere Punkteausbeute hatte ein Tabellenzehnter seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor genau 30 Jahren noch nicht. Nicht nur das: Es gab auch erst drei Teams, die mit 20 Zählern je einen zwölften Platz erreicht haben. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel waren die Geißböcke genau sechs Mal zum gleichen Zeitpunkt schlechter. Nur einmal verbesserten sich die Kölner durch eine beeindruckende Serie noch aus der kritischen Zone. In der Saison 10/11 lagen die Geißböcke nach dem 19. Spieltag auf dem 16. Rang, beendeten die Spielzeit aber als Zehnter. Der kommende Gegner kommt übrigens auf 19 Punkte, so schlecht war Wolfsburg in der eigenen Historie ebenfalls noch nicht.

Voll im Soll?

Punkteschnitt: Aktuell erreichen die Kölner einen Punkteschnitt von rund 1,05 Zählern pro Spiel. Das ist wie man an der Tabelle unschwer erkennen kann aktuell eine mittelmäßige Ausbeute. Doch eine, die ebenfalls auf die gesamte Saison, vielleicht auf die Bundesliga-Historie betrachtet, eine kritische ist. Geht man davon aus, dass der FC die 40-Punkte-Marke knacken will, so benötigten die Geißböcke einen Schnitt von 1,17 Punkten. Nun brauchten die Bundesligisten jene 40 Zähler noch nie, um die Klasse zu halten. Tatsächlich reichten seit der Jahrtausendwende immer 37 Punkte, für den Klassenerhalt. Bei 36 wurde es mitunter kritisch – das wäre wiederum ein Punkteschnitt von 1,05. Allerdings gehört zu der Wahrheit auch, dass gerade in den vergangenen Jahren deutlich weniger Zähler ebenfalls immer gereicht haben.


Jakub Kaminski beim 1. FC Köln: Ein ziemlich perfekter Transfer – wenn auch nicht für alle Parteien

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV
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Jakub Kaminski beim 1. FC Köln: Ein ziemlich perfekter Transfer – wenn auch nicht für alle Parteien

Der 23-Jährige ist ob seiner Leistungen eine feste Größe in den Spieltags-Planungen von FC-Trainer Lukas Kwasniok. Und so wird der Pole wohl auch am kommenden Freitagabend wieder in der Startelf stehen beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski ein ziemlich perfekter Transfer.

Nahezu die volle Spieldauer absolvierte der polnische Nationalspieler in der Bundesliga für die Geißböcke. Gegen seine Ex-Teamkollegen wird der 23-Jährige nun am 20. Spieltag sicher auch auflaufen. Ein Transfer, der sich ausgezahlt hat, wenn auch nicht für alle Parteien.

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Vier Minuten – Minuten, die zwar nicht nach viel klingen, die aber dennoch eine deutliche Sprache sprechen – eine sehr deutliche. Denn nur vier Minuten stand Jakub Kaminski an den 19 Spieltagen der aktuellen Bundesliga-Saison nicht auf dem Platz, wurde eben nur dieses eine Mal gegen Union Berlin vorzeitig von Trainer Lukas Kwasniok vom Feld geholt. Und das kommt nicht von ungefähr. „Er bringt Tempo, gute fußballerische Fähigkeiten und eine hohe Durchsetzungsfähigkeit mit, besonders im letzten Drittel. Mit seiner Dynamik und Zielstrebigkeit verleiht er unserem Offensivspiel neue Impulse und passt mit seiner ehrgeizigen Art sehr gut zu unserem Weg“, sagte Thomas Kessler im Sommer 2025 über den Neuzugang des 1. FC Köln – nach gut der Hälfte der Saison kann diese Aussage unterschrieben werden.

Aktivposten und Leistungsträger beim FC

Unterschrieben hat Kaminski im Sommer 2025 seinen Leihvertrag bei den Geißböcken. Und dieser soll mit einer Kaufoption ausgestattet sein, die bei rund fünf Millionen Euro liegt und offenbar bis Ende Juni gültig ist. Es bleibt also noch ein wenig Zeit, bis sich Geschäftsführer Kessler beim VfL Wolfsburg melden muss. Dass die Kölner die Option ziehen, gilt als sicher. Denn der Schienenspieler ist bei den Geißböcken ein absoluter Aktivposten und Leistungsträger, kommt in der aktuellen Saison bereits auf fünf Treffer und einen Assist. Und das, obwohl FC-Trainer Kwasniok den 23-Jährigen aus den vorderen Reihen auch schonmal gerne auf andere Positionen gestellt hat.

Aber eben auch dort wusste Kaminski zu überzeugen. „Er ist – und das habe ich von Anfang an gesagt – der beste Spieler, den wir haben“, sagte Kwasniok schon Anfang November. „Jakub kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne. Er ist ein Offensiv-Allrounder und darüber hinaus demütig, extrem lernwillig“, so der Coach weiter. Seine Qualitäten durfte der Pole bei seinem Heimatverein, dem VfL Wolfsburg, zuletzt nicht mehr so häufig unter Beweis stellen. Denn nach einer ersten starken Saison bei den Niedersachsen liefen die folgenden zwei Spielzeiten nicht mehr ganz so rund. In der Saison vor seiner Leihe zum FC kam Kaminski bei den Wölfen auf nur zwölf Startelf-Einsätze und zehn Einwechslungen.

Eine Win-Win-Situation? Nicht für alle

Die insgesamt 1123 gesammelten Bundesliga-Minuten aus der Saison 24/25 hat der Pole bei den Geißböcken mit über 1700 Spielminuten bereits nach dem 19. Spieltag locker überboten. Nicht nur das, Kaminski ist der läuferische Motor der Kölner, zieht die meisten Sprints an, spult mit am meisten Kilometer ab. „Ich glaube einfach, dass es diese Fälle immer mal wieder gibt, dass ein Spieler nach einer tollen ersten Saison bei einem Verein dann vielleicht nicht mehr diese Einsatzzeiten, diese Minuten bekommt, vielleicht nicht ganz so performen kann, weil die Gesamtkonstellation sich dann auch ändert“, sagte Kwasniok. Dies kann dann bei einem neuen Verein tatsächlich anders aussehen.

Und so hat sich der Wechsel an den Rhein, um durch die Leihe zu mehr Spielzeit zu kommen, für Kaminski schon bezahlt gemacht. Aber nicht nur der Pole profitiert. Denn die Geißböcke haben im polnischen Nationalspieler einen der unter Kwasniok durchaus seltenen Stammspieler dieser Saison gefunden. Eine Neuverpflichtung, die ihren Marktwert laut transfermarkt.de seit dem Wechsel von zehn auf zwölf Millionen Euro hochschrauben konnte. Kaminski ist für den FC ein sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg – eine Win-Win-Situation für alle Seiten also. Alle? Der Gewinn dürfte zumindest auf Seiten der Wolfsburger dann doch fraglich sein. Für den Polen überwiesen die Niedersachsen 2022 rund zehn Millionen Euro an Lech Posen. Sollten die Kölner die Option ziehen, macht Wolfsburg also rein nach den Ablösesummen ein sattes Minus, während die Kölner auf einen Gewinn hoffen dürfen.

Am Freitag geht es gegen den Heimatclub

Nun gilt es, diese positive Entwicklung weiterzuführen. „Wir hoffen einfach, dass er nach einer tollen ersten Saison hier beim 1. FC Köln vielleicht auch noch eine zweite gute folgen lassen kann“, so der Trainer. „Das ist unser aller Ansinnen, aber dass er Qualitäten hat, hat er auch schon in Wolfsburg bewiesen.“ Eben diese Qualitäten kann Kaminski am Freitagabend nun auch gegen Wolfsburg beweisen. Weitere Spielzeit sammeln wird der Pole sicherlich und damit auch seine Einsatzminuten weiter in die Höhe schrauben. Einzig die Scorer-Ausbeute ließ zuletzt zu wünschen übrig. Seit November ist nichts mehr dazugekommen. Die Begegnung gegen Wolfsburg wäre sicherlich der richtige Zeitpunkt, damit wieder anzufangen.


Jakub Kaminski im Interview: „Am Ende sind wir alle happy mit der Entscheidung“

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Jakub Kaminski im Interview: „Am Ende sind wir alle happy mit der Entscheidung“

Der Offensivspieler fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 23-Jährige über seine Ziele, die „polnische Connection“ mit Trainer Lukas Kwasniok und die bisherige Zeit beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski im Interview.

Nach wenigen Monaten sind die Sympathien, die dem Kölner Offensivspieler entgegenschlagen, in der Domstadt große. Der 23-Jährige ist bei den Geißböcken angekommen und fühlt sich wohl in Köln und beim FC. Mit come-on-fc spricht der polnische Nationalspieler über seinen WM-Traum, Teamkollege Said El Mala und seine Entscheidung für den 1. FC Köln: Jakub Kaminski im Interview.

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Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Kaminski, wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Würden Sie lieber mit Polen im Sommer bei der WM starten oder mit dem FC in der kommende Saison Europa League spielen?

Jakub Kaminski: Am liebsten beides! (lacht) Mit Polen haben wir im März das Playoff-Spiel gegen Albanien. Und wenn wir das gewinnen, geht es gegen die Ukraine oder Schweden. Da ist etwas möglich für uns. Mit dem FC müssen wir schauen, dass wir weiterhin punkten. Dann wird das eine gute Saison.

Für den Traum mit dem FC in Europa zu spielen, müssten allerdings zwei Dinge zusammenkommen. Köln muss sich qualifizieren und Sie hier am Geißbockheim bleiben. Wie ist da aktuell der Stand? Hat Ihnen Thomas Kessler schon eine Einladung für ein Gespräch geschickt?

Jakub Kaminski: Nein, noch nicht. (lacht) Es ist ja noch sehr früh in der Saison. Aber wenn wir unsere Ziele erreichen, würde ich gerne hier bleiben. Ich fokussiere mich zurzeit erst einmal auf das nächste Spiel, auf das nächste Training. Momentan läuft es gut für mich. Ich bin gerade bei der Nationalmannschaft und hier in Köln in Topform. Aber ich bleibe auf dem Boden.

“Die Fans sind immer mit Feuer und Flamme dabei“

Verfolgen Sie die Entwicklung des VfL noch?

Jakub Kaminski: Ich habe schon noch viele Kontakte nach Wolfsburg. Und es gibt einige, die mir die Daumen drücken. Ich bin ja auch im Guten weggegangen. Auch, wenn es in Wolfsburg gerade nicht so gut läuft, drücke ich dem VfL natürlich auch die Daumen. 

Was haben Sie in den ersten Monaten in Köln zu lieben gelernt?

Jakub Kaminski: Es ist schon eine große Stadt, ein großer Verein. Die Fans sind immer mit Feuer und Flamme dabei. Die Südkurve, das ganze Stadion ist immer voll. Die Unterstützung ist immens. Das ist natürlich schon ganz anders als in Wolfsburg. Meine Freundin und ich fühlen uns hier in der Stadt wohl und sind gut angekommen.

Den ersten Kulturschock haben Sie verpasst. Linton Maina als Michael Jackson, Tom Krauß als Obelix, der Trainer als Schlumpf – den 11.11. haben Sie aufgrund der Länderspielreise vor zwei Wochen nicht mitbekommen. Die Enttäuschung wird sich in Grenzen gehalten haben. Immerhin ging es mit Polen um das WM-Ticket…

Jakub Kaminski: Ich habe auf Instagram verfolgt, wie sich die Jungs verkleidet haben. Karneval ist für die Stadt und Köln offenbar sehr wichtig. Im Februar bin ich dann dabei – vielleicht sogar ja auf dem Wagen.

Sie haben die EM 2024 in Deutschland verpasst, weil Sie in Wolfsburg nicht mehr viel gespielt haben. War Ihnen der Tapetenwechsel vor der anstehenden WM daher auch noch mal wichtig?

Jakub Kaminski: Damals hatte ich eine schwierige Phase in Wolfsburg. Ich habe nicht so oft gespielt, deswegen war ich nicht bei der EM dabei. So ist der Fußball, so ist das Leben. Es geht mal auf, mal ab. Das muss man akzeptieren. Sportlich lief es nicht mehr. Darum habe ich mich für eine Veränderung entschieden. Ich freue mich, dass es jetzt wieder besser läuft. Nach den drei Jahren war es für mich einfach besser, den nächsten Schritt zu gehen. Am Ende sind wir alle happy mit der Entscheidung.

Jakub Kaminski erzielte gegen den VfL Wolfsburg den bislang spätesten Bundesliga-Treffer jemals. (Foto: Bucco)
Jakub Kaminski vom 1. FC Köln freut sich über sein Tor. (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
Jakub Kaminski spielt für den 1. FC Köln
Jakub Kaminski und Said El Mala
Sie haben sich ganz bewusst für den FC entschieden. Wie kam es dazu?

Jakub Kaminski: Mein Ziel war es, in der Bundesliga zu bleiben. Mein Berater hat damals gesagt, dass der FC als Aufsteiger eine interessante Idee wäre – gerade mit der Option der Leihe. Dann habe ich abgewartet, wer der neue Trainer wird. Die Gespräche mit Lukas Kwasniok über meine Person, meine Rolle in der Mannschaft, meine Position auf dem Platz waren so gut, dass mir die Entscheidung leicht gefallen ist.

“Mir gibt das Vertrauen“

Jakub Kaminski: Das war ein Punkt, der mir wichtig war. Ich spiele gerne in der Offensive. Ich spüre das Vertrauen des Trainers und spüre dadurch auch wieder mehr Selbstvertrauen. Nicht umsonst habe ich jetzt fünf Tore erzielt. In den vergangenen beiden Spielzeiten habe ich gar nichts getroffen.

Es ist nun auch das erste Mal, dass Sie für einen Verein deutlich mehr Tore als Assists erzielt haben. Woran würden Sie das festmachen? An den Positionen kann es ja eigentlich nicht liegen, sie haben ja für jeden Verein gefühlt überall gespielt.

Jakub Kaminski: Auf dem Platz komme ich aktuell immer wieder in gute Positionen. Und natürlich spiele ich unter Lukas ein wenig offensiver. Dadurch komme ich öfter in Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem Torwart und in Aktionen im Strafraum.

Im Zusammenhang mit ihrer positiven Entwicklung wird immer wieder das spezielle Verhältnis zu Lukas Kwasniok genannt. Dass er Ihnen Vertrauen schenkt. Einen Freifahrtschein haben Sie aber nicht…

Jakub Kaminski: Es ist ja nicht so, dass ich zur Vorbereitung gekommen bin und der Trainer sofort gesagt hat, egal was er hier macht, Kuba spielt. Vom ersten Tag und vom ersten Training an wollte ich beweisen, dass ich die Qualität habe, Bundesliga zu spielen. Die Jungs sagen immer, dass der Trainer und ich eine polnische Connection hätten. (lacht) Unabhängig davon will ich meine Qualitäten für die Mannschaft einbringen und alles geben, egal auf welcher Position. Natürlich gibt es aber auch immer wieder Gespräche mit dem Trainer – alleine oder in der Gruppe. Das ist wichtig für die ganze Mannschaft. Mir gibt das Vertrauen, aber ich muss das dann auf dem Platz auch zurückgeben.

Sie sind beim FC unter den Feldspielern der absolute Dauerbrenner, standen in der Liga als einziger Feldspieler jede Minute auf dem Platz. Das ist doch auch ein unausgesprochenes Vertrauen des Trainers?

Jakub Kaminski: Klar, aber dafür muss ich hart arbeiten. Meine körperliche Form ist gut. 90 Minuten zu laufen, ist für mich kein Problem.

Was macht das mit einem, vom Trainer öffentlich als „bester Spieler“ des Kaders benannt zu werden? Erhöht das nicht gleichzeitig den Druck?

Jakub Kaminski: Ich freue mich natürlich, wenn der Trainer das in der Pressekonferenz sagt. Und natürlich erhöht das den Druck, aber ich kann damit umgehen. Umgekehrt nimmt es auch ein wenig den Druck von der Mannschaft. In schwierigen Momenten kann ich dann die anderen unterstützen und bin für das Team da.

“Das wäre schon ein Traum“

Viele Tore wecken Begehrlichkeiten. Sie haben schon gesagt, Sie würden gerne irgendwann in der Premier League spielen. Warum gerade England?

Jakub Kaminski: Es ist nun mal die beste Liga der Welt – mit hohem Tempo und hoher Intensität. Die Fans leben Fußball in England. Das wäre schon ein Traum. Aber aktuell liegt der Fokus auf dem FC.

Ein Traum könnte mit der Nationalmannschaft im Sommer wahr werden. Dort spielen Sie gemeinsam mit Robert Lewandowski. Sehen Sie ihn als absoluten Weltstar oder verblasst die Ehrfurcht irgendwann?

Jakub Kaminski: Es ist absolut besonders mit ihm zu spielen – sowohl als Mensch auch als Spieler kann ich richtig viel von ihm lernen. Lewa ist der beste und wichtigste Spieler in der Geschichte der polnischen Nationalmannschaft. Er ist 37 Jahre alt, spielt in Barcelona und ist körperlich topfit. Ich spiele wirklich gerne mit ihm zusammen und wir ergänzen uns gut. Deswegen sind wir auch viel im Austausch. Ich bin zwar noch ein junger Spieler, habe mit 27 Einsätzen in der Nationalmannschaft aber schon viel Erfahrung gesammelt. Auch da will ich Verantwortung übernehmen und versuche so, Lewa ein wenig zu unterstützen.

Auch in der Nationalmannschaft sind Sie mittlerweile Leistungsträger. Den Großteil Ihrer Karriere haben sie im Ausland, hier in der Bundesliga gespielt. Wie ist es dann für die Heimat aufzulaufen?

Jakub Kaminski: Es ist für mich immer eine große Ehre. Mein erstes großes Turnier war die Weltmeisterschaft in Qatar. Das wollen wir wieder nächstes Jahr wieder schaffen. In Polen sind wir sehr patriotisch und stolz, für die Nationalmannschaft zu spielen. Beim ersten Mal habe ich mich aber schon gefühlt, wie ein kleines Kind dessen Traum in Erfüllung geht.

Gegen die Niederlande haben Sie in der Quali zwei Mal 1:1 gespielt. Polen kann die Großen also offensichtlich ärgern. Sollte es mit der Quali klappen, kann Ihr Team bei der WM die große Überraschungsmannschaft werden?

Jakub Kaminski: Warum nicht. Seit September haben wir einen neuen Trainer, die Stimmung ist wirklich gut und es läuft bei uns. Bis März sind es noch dreieinhalb, vier Monate. Wir wissen nicht, wer dann in guter Form, gesund oder auch nicht einsatzbereit ist. Wir müssen erst einmal gegen Albanien zu Hause gewinnen und dann noch zum Gewinner des Duells Schweden gegen die Ukraine. Für Isak Johannesson und seine Mannschaft hat es gegen die Ukraine leider nicht gereicht, es wäre natürlich schön, wenn wir das schaffen.

Da „war ich schon genervt“

Der FC sah zu Beginn der Saison ebenfalls wie die große Überraschungsmannschaft aus. Zuletzt ist der Motor ein wenig ins Stocken geraten. Woran liegt das?

Jakub Kaminski: Wir machen aktuell zu viele individuelle Fehler. Aber das ist im Fußball schon mal so. Wir müssen als Mannschaft lernen, mit manchen Situationen besser umzugehen. Wir sind Aufsteiger, haben nach elf Spielen 14 Punkte – das ist okay. Trotzdem bin ich nicht zufrieden. Manchmal müssen wir cleverer sein, dann hätten wir jetzt vielleicht schon vier, fünf Punkte mehr auf dem Konto. Als wir zum Beispiel gegen Frankfurt die Führung abgegeben haben, war ich schon genervt.

Dennoch gab es zuletzt vier Niederlagen in fünf Spielen? Steigt der Druck, nun gewinnen zu müssen?

Jakub Kaminski: Das ist in der Bundesliga immer so. Manchmal verliert man eine Reihe von Spielen, manchmal gewinnt man Spiele in Serie. Es wäre schön, wenn wir wieder eine starten. Dafür werden wir alles tun, um in den kommenden vier Spielen möglichst viele Punkte zu sammeln.

Ihre Bilanz gegen Bremen ist mit zwei Remis und zwei Niederlagen nicht die beste, der FC hat auch seine Probleme im Weserstadion. Was macht Sie optimistisch, die Bilanz aufzupolieren?

Jakub Kaminski: Auswärtsspiele sind immer schwer. Werder hat jetzt 15 Punkte, daher ist das ein wichtiges Spiel für uns. Wenn wir gewinnen, dann können wir Bremen überholen. Ich kann nicht sagen, ob wir Favorit sind oder nicht. Fest steht, dass wir 90 Minuten dafür kämpfen werden, um das Spiel zu gewinnen.

Alle reden über Said El Mala. Sie auch? Gab es schon ein internes Wettrennen, wer schneller ist?

Jakub Kaminski: Für Said ist es die erste Saison in der Bundesliga und es läuft super für ihn. Ich drücke ihm die Daumen, dass es so weitergeht. Und wenn du so gut spielst, dann ist es im Fußball normal, dass andere Clubs aufmerksam werden und viel über ihn gesprochen wird. Und zum Wettrennen: Ich denke… wir sind beide einfach super schnell (lacht).

Können Sie uns sagen, ob Sie lieber mit Lewa oder Said spielen?

Jakub Kaminski: Nein, das kann ich nicht sagen. (lacht)

Oder wollen Sie das nicht sagen?

Jakub Kaminski: Nein, das will ich nicht sagen. (lacht)