Rochade im Zentrum des 1. FC Köln: Ein Duo auf der Bank
Simon Bartsch
Auch durch die Leistungssteigerung von Tom Krauß hat es Bewegung in der Zentrale der Geißböcke gegeben. Zu den Leidtragenden gehört aktuell auch ein Duo des 1. FC Köln: Isak Johannesson und Denis Huseinbasic befinden sich aktuell zumindest im Hintertreffen.
Zu Saisonbeginn gehörte Isak Johannesson noch zu den Stammspielern, Denis Huseinbasic lief regelmäßig auf. Aktuell sind die beiden Mittelfeldspieler ein wenig außen vor. Auch, weil Jakub Kaminski immer mal wieder zentral ran darf.
Denis Huseinbasic und Isak Johannesson saßen zuletzt viel auf der Bank
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Dass Lukas Kwasniok ein Freund der großen Rotation ist, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Der Kölner Coach hat in 19 Ligaspielen 18 unterschiedliche Startaufstellungen gefunden. Dabei schreckt der Trainer auch nicht davor zurück, ab und an Spieler auf Positionen einzusetzen, die auf den ersten Blick eben positionsfremd erscheinen. So wie bei Jakub Kaminski. Der Pole ist für den 44-Jährigen der „beste Spieler“ des Kaders und zwischen den Zeilen machte Kwasniok keinen Hehl daraus, dass er für diesen „besten Spieler“ mitunter auch schon mal eine Position suchen müsse. Gerade wenn die linke Außenbahn anders besetzt ist. Und so lief der 23-Jährige gegen den SC Freiburg zum wiederholten Male im zentralen Mittelfeld als kreativer, offensiverer Sechser auf.
„Der eine mehr als der andere“
Kaminski selbst betonte schon mehrfach, dass es ihm primär darum ginge, zu spielen. Und das eben da, wo der Trainer ihn aufstelle. Jene Positionswechsel werden unter den Fans von der Frage begleitet, ob sich der Coach damit nicht selbst der Stärke des Offensivspielers beraubt. Immerhin hat Kaminski seit November keinen weiteren Scorer gesammelt, bis dahin waren es sechs. Doch der polnische Nationalspieler dürfte auch gegen Wolfsburg durchaus eine Option im Zentrum sein. Einen Teil des Plans verriet der Coach am Mittwoch. Eric Martel würde etwa wieder ein Kandidat für die Startelf sein, wenn sich Kwasniok für die defensive Doppelsechs entschiede, es könne aber auch eine offensive Variante für einen der beiden zentralen Spieler geben – dann wohl wieder mit Kaminski.
Dabei sind Denis Huseinbasic und Isak Johannesson offensichtlich ins Hintertreffen geraten. Huseinbasic schaute zuletzt drei Mal 90 Minuten nur zu (ein Mal krank). Johannesson, immerhin über Monate unumstrittener Stammspieler, kam im Jahr 2026 zu drei Kurzeinsätzen, spielte gegen Heidenheim gar nicht. Auf die Frage, wie nah die beiden Akteure denn vor einer Rückkehr in die Formation stünden, antwortete der Trainer „der eine mehr als der andere“. Welcher der beiden Akteure im Vorteil ist, ließ Kwasniok offen, deutete aber an, wo aktuell ein Problem liegen könnte. „Es ist ein dauerhafter Wettbewerb, in dem sich die Jungs befinden“, sagte der Coach. „Ich bin jemand, der Trainingsleistung gerne bewertet und die beeinflusst dann eben auch meine Entscheidungsfindung.“ Wichtig sei ihm „Körperhaltung, Körpersprache im Spiel, aber eben auch Reaktion auf die Nicht-Berücksichtigungen.“
Kwasniok betonte auch, dass die Spieler bei ihm eben nur die Chance hätten, sich über Leistung und Engagement zurück in eine gute Position zu kämpfen: „Wenig erzählen, viel liefern – das hat schon immer geholfen“. Eine klare Aufforderung an die Reservisten. Allerdings muss eine gute Reaktion auf die Nicht-Berücksichtigung nicht zwangsläufig zu einer Startelf-Position führen. „Weil manchmal die taktische Ausrichtung eben nicht passend ist, aber dann vielleicht die Woche drauf“, sagte der Coach. Dass es bei Kwasniok mitunter auch schnell mit einer Rückeroberung des erhofften Platzes gehen kann, ist ebenfalls hinlänglich bekannt. Allerdings hofft auch Eric Martel auf die Rückkehr in die Anfangsformation. Leicht wird es für das Duo aktuell nicht.
Ein guter Platz im Mittelfeld: Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln sehr trügerisch ist
Simon Bartsch
Mit 20 Punkten belegt der FC aktuell den 10. Tabellenplatz. Für einen Aufsteiger eine respektable Position. Doch so optimal ist die Ausgangslage dann auch wieder nicht. Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln trügerisch ist.
Eigentlich ist der Blick auf die Tabelle aktuell für die FC-Fans noch ein durchaus erfreulicher – zumindest für einen Aufsteiger. Doch der Schein trügt.
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Als die Anfangseuphorie um die Geißböcke in den vergangenen Monaten abgeebbt ist, da begann Lukas Kwasniok darauf hinzuweisen, dass ein Platz im Mittelfeld für einen Aufsteiger doch mehr als achtbar sei und die Kölner sich voll im Soll befänden. Das ist nach den Zahlen auf dem Tableau natürlich auch schwer von der Hand zu weisen. Die Kölner belegen aktuell Rang zehn, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt auch nach den ersten Nachholspielen fünf Punkte, der auf einen direkten Abstiegsplatz sogar sechs. Es ist also noch ein wenig Puffer da, wenngleich die Situation dann doch ein wenig brisanter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint. Und das nicht nur, weil die direkte Konkurrenz den Kölnern im Nacken sitzt.
Spannender Spieltag
Trügerischer Vorsprung: Tatsächlich liegen zwischen Rang zehn und Rang 15 gerade einmal zwei Punkte. Heißt: Mit einer Niederlage am Freitagabend könnten die Kölner am Sonntagabend rein rechnerisch auf Rang 15 liegen. Da aber zwei jener fünf Konkurrenten direkt gegeneinander spielen (Bremen vs. Gladbach) und der Hamburger SV es auch noch mit dem FC Bayern München zu tun bekommt, wird das auch bei einer Pleite sicher nicht passieren. Dennoch könnte es zu massiven Verschiebungen kommen – zumal die Konkurrenz mit dem Punkten begonnen hat. Mainz gewann zuletzt gegen Wolfsburg, Augsburg gegen die Bayern und St. Pauli trotzte RB Leipzig einen Zähler ab. Die Tabellensituation wird sich am Wochenende mit großer Sicherheit verschieben. Da es insgesamt gleich drei Keller-Duelle gibt – (wenn man die Begegnung der Geißböcke gegen Wolfsburg dazuzählt.)
Nur 20 Zähler: Zwar haben die Geißböcke mit 20 Zählern den zehnten Tabellenplatz erreicht und damit mehr Punkte eingesammelt als acht Konkurrenten, dennoch ist die Bilanz keine besonders gute. Denn eine schlechtere Punkteausbeute hatte ein Tabellenzehnter seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor genau 30 Jahren noch nicht. Nicht nur das: Es gab auch erst drei Teams, die mit 20 Zählern je einen zwölften Platz erreicht haben. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel waren die Geißböcke genau sechs Mal zum gleichen Zeitpunkt schlechter. Nur einmal verbesserten sich die Kölner durch eine beeindruckende Serie noch aus der kritischen Zone. In der Saison 10/11 lagen die Geißböcke nach dem 19. Spieltag auf dem 16. Rang, beendeten die Spielzeit aber als Zehnter. Der kommende Gegner kommt übrigens auf 19 Punkte, so schlecht war Wolfsburg in der eigenen Historie ebenfalls noch nicht.
Voll im Soll?
Punkteschnitt: Aktuell erreichen die Kölner einen Punkteschnitt von rund 1,05 Zählern pro Spiel. Das ist wie man an der Tabelle unschwer erkennen kann aktuell eine mittelmäßige Ausbeute. Doch eine, die ebenfalls auf die gesamte Saison, vielleicht auf die Bundesliga-Historie betrachtet, eine kritische ist. Geht man davon aus, dass der FC die 40-Punkte-Marke knacken will, so benötigten die Geißböcke einen Schnitt von 1,17 Punkten. Nun brauchten die Bundesligisten jene 40 Zähler noch nie, um die Klasse zu halten. Tatsächlich reichten seit der Jahrtausendwende immer 37 Punkte, für den Klassenerhalt. Bei 36 wurde es mitunter kritisch – das wäre wiederum ein Punkteschnitt von 1,05. Allerdings gehört zu der Wahrheit auch, dass gerade in den vergangenen Jahren deutlich weniger Zähler ebenfalls immer gereicht haben.
Jakub Kaminski beim 1. FC Köln: Ein ziemlich perfekter Transfer – wenn auch nicht für alle Parteien
Redaktion
Der 23-Jährige ist ob seiner Leistungen eine feste Größe in den Spieltags-Planungen von FC-Trainer Lukas Kwasniok. Und so wird der Pole wohl auch am kommenden Freitagabend wieder in der Startelf stehen beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski ein ziemlich perfekter Transfer.
Nahezu die volle Spieldauer absolvierte der polnische Nationalspieler in der Bundesliga für die Geißböcke. Gegen seine Ex-Teamkollegen wird der 23-Jährige nun am 20. Spieltag sicher auch auflaufen. Ein Transfer, der sich ausgezahlt hat, wenn auch nicht für alle Parteien.
Jakub Kaminski trifft am Freitagabend auf den VfL Wolfsburg
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Vier Minuten – Minuten, die zwar nicht nach viel klingen, die aber dennoch eine deutliche Sprache sprechen – eine sehr deutliche. Denn nur vier Minuten stand Jakub Kaminski an den 19 Spieltagen der aktuellen Bundesliga-Saison nicht auf dem Platz, wurde eben nur dieses eine Mal gegen Union Berlin vorzeitig von Trainer Lukas Kwasniok vom Feld geholt. Und das kommt nicht von ungefähr. „Er bringt Tempo, gute fußballerische Fähigkeiten und eine hohe Durchsetzungsfähigkeit mit, besonders im letzten Drittel. Mit seiner Dynamik und Zielstrebigkeit verleiht er unserem Offensivspiel neue Impulse und passt mit seiner ehrgeizigen Art sehr gut zu unserem Weg“, sagte Thomas Kessler im Sommer 2025 über den Neuzugang des 1. FC Köln – nach gut der Hälfte der Saison kann diese Aussage unterschrieben werden.
Aktivposten und Leistungsträger beim FC
Unterschrieben hat Kaminski im Sommer 2025 seinen Leihvertrag bei den Geißböcken. Und dieser soll mit einer Kaufoption ausgestattet sein, die bei rund fünf Millionen Euro liegt und offenbar bis Ende Juni gültig ist. Es bleibt also noch ein wenig Zeit, bis sich Geschäftsführer Kessler beim VfL Wolfsburg melden muss. Dass die Kölner die Option ziehen, gilt als sicher. Denn der Schienenspieler ist bei den Geißböcken ein absoluter Aktivposten und Leistungsträger, kommt in der aktuellen Saison bereits auf fünf Treffer und einen Assist. Und das, obwohl FC-Trainer Kwasniok den 23-Jährigen aus den vorderen Reihen auch schonmal gerne auf andere Positionen gestellt hat.
Aber eben auch dort wusste Kaminski zu überzeugen. „Er ist – und das habe ich von Anfang an gesagt – der beste Spieler, den wir haben“, sagte Kwasniok schon Anfang November. „Jakub kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne. Er ist ein Offensiv-Allrounder und darüber hinaus demütig, extrem lernwillig“, so der Coach weiter. Seine Qualitäten durfte der Pole bei seinem Heimatverein, dem VfL Wolfsburg, zuletzt nicht mehr so häufig unter Beweis stellen. Denn nach einer ersten starken Saison bei den Niedersachsen liefen die folgenden zwei Spielzeiten nicht mehr ganz so rund. In der Saison vor seiner Leihe zum FC kam Kaminski bei den Wölfen auf nur zwölf Startelf-Einsätze und zehn Einwechslungen.
Eine Win-Win-Situation? Nicht für alle
Die insgesamt 1123 gesammelten Bundesliga-Minuten aus der Saison 24/25 hat der Pole bei den Geißböcken mit über 1700 Spielminuten bereits nach dem 19. Spieltag locker überboten. Nicht nur das, Kaminski ist der läuferische Motor der Kölner, zieht die meisten Sprints an, spult mit am meisten Kilometer ab. „Ich glaube einfach, dass es diese Fälle immer mal wieder gibt, dass ein Spieler nach einer tollen ersten Saison bei einem Verein dann vielleicht nicht mehr diese Einsatzzeiten, diese Minuten bekommt, vielleicht nicht ganz so performen kann, weil die Gesamtkonstellation sich dann auch ändert“, sagte Kwasniok. Dies kann dann bei einem neuen Verein tatsächlich anders aussehen.
Und so hat sich der Wechsel an den Rhein, um durch die Leihe zu mehr Spielzeit zu kommen, für Kaminski schon bezahlt gemacht. Aber nicht nur der Pole profitiert. Denn die Geißböcke haben im polnischen Nationalspieler einen der unter Kwasniok durchaus seltenen Stammspieler dieser Saison gefunden. Eine Neuverpflichtung, die ihren Marktwert laut transfermarkt.de seit dem Wechsel von zehn auf zwölf Millionen Euro hochschrauben konnte. Kaminski ist für den FC ein sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg – eine Win-Win-Situation für alle Seiten also. Alle? Der Gewinn dürfte zumindest auf Seiten der Wolfsburger dann doch fraglich sein. Für den Polen überwiesen die Niedersachsen 2022 rund zehn Millionen Euro an Lech Posen. Sollten die Kölner die Option ziehen, macht Wolfsburg also rein nach den Ablösesummen ein sattes Minus, während die Kölner auf einen Gewinn hoffen dürfen.
Am Freitag geht es gegen den Heimatclub
Nun gilt es, diese positive Entwicklung weiterzuführen. „Wir hoffen einfach, dass er nach einer tollen ersten Saison hier beim 1. FC Köln vielleicht auch noch eine zweite gute folgen lassen kann“, so der Trainer. „Das ist unser aller Ansinnen, aber dass er Qualitäten hat, hat er auch schon in Wolfsburg bewiesen.“ Eben diese Qualitäten kann Kaminski am Freitagabend nun auch gegen Wolfsburg beweisen. Weitere Spielzeit sammeln wird der Pole sicherlich und damit auch seine Einsatzminuten weiter in die Höhe schrauben. Einzig die Scorer-Ausbeute ließ zuletzt zu wünschen übrig. Seit November ist nichts mehr dazugekommen. Die Begegnung gegen Wolfsburg wäre sicherlich der richtige Zeitpunkt, damit wieder anzufangen.
Jakub Kaminski im Interview: „Am Ende sind wir alle happy mit der Entscheidung“
Simon Bartsch
Der Offensivspieler fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 23-Jährige über seine Ziele, die „polnische Connection“ mit Trainer Lukas Kwasniok und die bisherige Zeit beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski im Interview.
Nach wenigen Monaten sind die Sympathien, die dem Kölner Offensivspieler entgegenschlagen, in der Domstadt große. Der 23-Jährige ist bei den Geißböcken angekommen und fühlt sich wohl in Köln und beim FC. Mit come-on-fc spricht der polnische Nationalspieler über seinen WM-Traum, Teamkollege Said El Mala und seine Entscheidung für den 1. FC Köln: Jakub Kaminski im Interview.
Jakub Kaminski jubelt nach einem Tor
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Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Kaminski, wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Würden Sie lieber mit Polen im Sommer bei der WM starten oder mit dem FC in der kommende Saison Europa League spielen?
Jakub Kaminski: Am liebsten beides! (lacht) Mit Polen haben wir im März das Playoff-Spiel gegen Albanien. Und wenn wir das gewinnen, geht es gegen die Ukraine oder Schweden. Da ist etwas möglich für uns. Mit dem FC müssen wir schauen, dass wir weiterhin punkten. Dann wird das eine gute Saison.
Für den Traum mit dem FC in Europa zu spielen, müssten allerdings zwei Dinge zusammenkommen. Köln muss sich qualifizieren und Sie hier am Geißbockheim bleiben. Wie ist da aktuell der Stand? Hat Ihnen Thomas Kessler schon eine Einladung für ein Gespräch geschickt?
Jakub Kaminski: Nein, noch nicht. (lacht) Es ist ja noch sehr früh in der Saison. Aber wenn wir unsere Ziele erreichen, würde ich gerne hier bleiben. Ich fokussiere mich zurzeit erst einmal auf das nächste Spiel, auf das nächste Training. Momentan läuft es gut für mich. Ich bin gerade bei der Nationalmannschaft und hier in Köln in Topform. Aber ich bleibe auf dem Boden.
“Die Fans sind immer mit Feuer und Flamme dabei“
Verfolgen Sie die Entwicklung des VfL noch?
Jakub Kaminski: Ich habe schon noch viele Kontakte nach Wolfsburg. Und es gibt einige, die mir die Daumen drücken. Ich bin ja auch im Guten weggegangen. Auch, wenn es in Wolfsburg gerade nicht so gut läuft, drücke ich dem VfL natürlich auch die Daumen.
Was haben Sie in den ersten Monaten in Köln zu lieben gelernt?
Jakub Kaminski: Es ist schon eine große Stadt, ein großer Verein. Die Fans sind immer mit Feuer und Flamme dabei. Die Südkurve, das ganze Stadion ist immer voll. Die Unterstützung ist immens. Das ist natürlich schon ganz anders als in Wolfsburg. Meine Freundin und ich fühlen uns hier in der Stadt wohl und sind gut angekommen.
Den ersten Kulturschock haben Sie verpasst. Linton Maina als Michael Jackson, Tom Krauß als Obelix, der Trainer als Schlumpf – den 11.11. haben Sie aufgrund der Länderspielreise vor zwei Wochen nicht mitbekommen. Die Enttäuschung wird sich in Grenzen gehalten haben. Immerhin ging es mit Polen um das WM-Ticket…
Jakub Kaminski: Ich habe auf Instagram verfolgt, wie sich die Jungs verkleidet haben. Karneval ist für die Stadt und Köln offenbar sehr wichtig. Im Februar bin ich dann dabei – vielleicht sogar ja auf dem Wagen.
Sie haben die EM 2024 in Deutschland verpasst, weil Sie in Wolfsburg nicht mehr viel gespielt haben. War Ihnen der Tapetenwechsel vor der anstehenden WM daher auch noch mal wichtig?
Jakub Kaminski: Damals hatte ich eine schwierige Phase in Wolfsburg. Ich habe nicht so oft gespielt, deswegen war ich nicht bei der EM dabei. So ist der Fußball, so ist das Leben. Es geht mal auf, mal ab. Das muss man akzeptieren. Sportlich lief es nicht mehr. Darum habe ich mich für eine Veränderung entschieden. Ich freue mich, dass es jetzt wieder besser läuft. Nach den drei Jahren war es für mich einfach besser, den nächsten Schritt zu gehen. Am Ende sind wir alle happy mit der Entscheidung.
Sie haben sich ganz bewusst für den FC entschieden. Wie kam es dazu?
Jakub Kaminski: Mein Ziel war es, in der Bundesliga zu bleiben. Mein Berater hat damals gesagt, dass der FC als Aufsteiger eine interessante Idee wäre – gerade mit der Option der Leihe. Dann habe ich abgewartet, wer der neue Trainer wird. Die Gespräche mit Lukas Kwasniok über meine Person, meine Rolle in der Mannschaft, meine Position auf dem Platz waren so gut, dass mir die Entscheidung leicht gefallen ist.
“Mir gibt das Vertrauen“
Lukas Kwasniok hat zuletzt erklärt, dass er Ihnen die Position vorne links versprochen habe. War das ein Kriterium für den FC-Wechsel?
Jakub Kaminski: Das war ein Punkt, der mir wichtig war. Ich spiele gerne in der Offensive. Ich spüre das Vertrauen des Trainers und spüre dadurch auch wieder mehr Selbstvertrauen. Nicht umsonst habe ich jetzt fünf Tore erzielt. In den vergangenen beiden Spielzeiten habe ich gar nichts getroffen.
Es ist nun auch das erste Mal, dass Sie für einen Verein deutlich mehr Tore als Assists erzielt haben. Woran würden Sie das festmachen? An den Positionen kann es ja eigentlich nicht liegen, sie haben ja für jeden Verein gefühlt überall gespielt.
Jakub Kaminski: Auf dem Platz komme ich aktuell immer wieder in gute Positionen. Und natürlich spiele ich unter Lukas ein wenig offensiver. Dadurch komme ich öfter in Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem Torwart und in Aktionen im Strafraum.
Im Zusammenhang mit ihrer positiven Entwicklung wird immer wieder das spezielle Verhältnis zu Lukas Kwasniok genannt. Dass er Ihnen Vertrauen schenkt. Einen Freifahrtschein haben Sie aber nicht…
Jakub Kaminski: Es ist ja nicht so, dass ich zur Vorbereitung gekommen bin und der Trainer sofort gesagt hat, egal was er hier macht, Kuba spielt. Vom ersten Tag und vom ersten Training an wollte ich beweisen, dass ich die Qualität habe, Bundesliga zu spielen. Die Jungs sagen immer, dass der Trainer und ich eine polnische Connection hätten. (lacht) Unabhängig davon will ich meine Qualitäten für die Mannschaft einbringen und alles geben, egal auf welcher Position. Natürlich gibt es aber auch immer wieder Gespräche mit dem Trainer – alleine oder in der Gruppe. Das ist wichtig für die ganze Mannschaft. Mir gibt das Vertrauen, aber ich muss das dann auf dem Platz auch zurückgeben.
Sie sind beim FC unter den Feldspielern der absolute Dauerbrenner, standen in der Liga als einziger Feldspieler jede Minute auf dem Platz. Das ist doch auch ein unausgesprochenes Vertrauen des Trainers?
Jakub Kaminski: Klar, aber dafür muss ich hart arbeiten. Meine körperliche Form ist gut. 90 Minuten zu laufen, ist für mich kein Problem.
Was macht das mit einem, vom Trainer öffentlich als „bester Spieler“ des Kaders benannt zu werden? Erhöht das nicht gleichzeitig den Druck?
Jakub Kaminski: Ich freue mich natürlich, wenn der Trainer das in der Pressekonferenz sagt. Und natürlich erhöht das den Druck, aber ich kann damit umgehen. Umgekehrt nimmt es auch ein wenig den Druck von der Mannschaft. In schwierigen Momenten kann ich dann die anderen unterstützen und bin für das Team da.
“Das wäre schon ein Traum“
Viele Tore wecken Begehrlichkeiten. Sie haben schon gesagt, Sie würden gerne irgendwann in der Premier League spielen. Warum gerade England?
Jakub Kaminski: Es ist nun mal die beste Liga der Welt – mit hohem Tempo und hoher Intensität. Die Fans leben Fußball in England. Das wäre schon ein Traum. Aber aktuell liegt der Fokus auf dem FC.
Ein Traum könnte mit der Nationalmannschaft im Sommer wahr werden. Dort spielen Sie gemeinsam mit Robert Lewandowski. Sehen Sie ihn als absoluten Weltstar oder verblasst die Ehrfurcht irgendwann?
Jakub Kaminski: Es ist absolut besonders mit ihm zu spielen – sowohl als Mensch auch als Spieler kann ich richtig viel von ihm lernen. Lewa ist der beste und wichtigste Spieler in der Geschichte der polnischen Nationalmannschaft. Er ist 37 Jahre alt, spielt in Barcelona und ist körperlich topfit. Ich spiele wirklich gerne mit ihm zusammen und wir ergänzen uns gut. Deswegen sind wir auch viel im Austausch. Ich bin zwar noch ein junger Spieler, habe mit 27 Einsätzen in der Nationalmannschaft aber schon viel Erfahrung gesammelt. Auch da will ich Verantwortung übernehmen und versuche so, Lewa ein wenig zu unterstützen.
Auch in der Nationalmannschaft sind Sie mittlerweile Leistungsträger. Den Großteil Ihrer Karriere haben sie im Ausland, hier in der Bundesliga gespielt. Wie ist es dann für die Heimat aufzulaufen?
Jakub Kaminski: Es ist für mich immer eine große Ehre. Mein erstes großes Turnier war die Weltmeisterschaft in Qatar. Das wollen wir wieder nächstes Jahr wieder schaffen. In Polen sind wir sehr patriotisch und stolz, für die Nationalmannschaft zu spielen. Beim ersten Mal habe ich mich aber schon gefühlt, wie ein kleines Kind dessen Traum in Erfüllung geht.
Gegen die Niederlande haben Sie in der Quali zwei Mal 1:1 gespielt. Polen kann die Großen also offensichtlich ärgern. Sollte es mit der Quali klappen, kann Ihr Team bei der WM die große Überraschungsmannschaft werden?
Jakub Kaminski: Warum nicht. Seit September haben wir einen neuen Trainer, die Stimmung ist wirklich gut und es läuft bei uns. Bis März sind es noch dreieinhalb, vier Monate. Wir wissen nicht, wer dann in guter Form, gesund oder auch nicht einsatzbereit ist. Wir müssen erst einmal gegen Albanien zu Hause gewinnen und dann noch zum Gewinner des Duells Schweden gegen die Ukraine. Für Isak Johannesson und seine Mannschaft hat es gegen die Ukraine leider nicht gereicht, es wäre natürlich schön, wenn wir das schaffen.
Da „war ich schon genervt“
Der FC sah zu Beginn der Saison ebenfalls wie die große Überraschungsmannschaft aus. Zuletzt ist der Motor ein wenig ins Stocken geraten. Woran liegt das?
Jakub Kaminski: Wir machen aktuell zu viele individuelle Fehler. Aber das ist im Fußball schon mal so. Wir müssen als Mannschaft lernen, mit manchen Situationen besser umzugehen. Wir sind Aufsteiger, haben nach elf Spielen 14 Punkte – das ist okay. Trotzdem bin ich nicht zufrieden. Manchmal müssen wir cleverer sein, dann hätten wir jetzt vielleicht schon vier, fünf Punkte mehr auf dem Konto. Als wir zum Beispiel gegen Frankfurt die Führung abgegeben haben, war ich schon genervt.
Dennoch gab es zuletzt vier Niederlagen in fünf Spielen? Steigt der Druck, nun gewinnen zu müssen?
Jakub Kaminski: Das ist in der Bundesliga immer so. Manchmal verliert man eine Reihe von Spielen, manchmal gewinnt man Spiele in Serie. Es wäre schön, wenn wir wieder eine starten. Dafür werden wir alles tun, um in den kommenden vier Spielen möglichst viele Punkte zu sammeln.
Ihre Bilanz gegen Bremen ist mit zwei Remis und zwei Niederlagen nicht die beste, der FC hat auch seine Probleme im Weserstadion. Was macht Sie optimistisch, die Bilanz aufzupolieren?
Jakub Kaminski: Auswärtsspiele sind immer schwer. Werder hat jetzt 15 Punkte, daher ist das ein wichtiges Spiel für uns. Wenn wir gewinnen, dann können wir Bremen überholen. Ich kann nicht sagen, ob wir Favorit sind oder nicht. Fest steht, dass wir 90 Minuten dafür kämpfen werden, um das Spiel zu gewinnen.
Alle reden über Said El Mala. Sie auch? Gab es schon ein internes Wettrennen, wer schneller ist?
Jakub Kaminski: Für Said ist es die erste Saison in der Bundesliga und es läuft super für ihn. Ich drücke ihm die Daumen, dass es so weitergeht. Und wenn du so gut spielst, dann ist es im Fußball normal, dass andere Clubs aufmerksam werden und viel über ihn gesprochen wird. Und zum Wettrennen: Ich denke… wir sind beide einfach super schnell (lacht).
Können Sie uns sagen, ob Sie lieber mit Lewa oder Said spielen?
Jakub Kaminski: Nein, das kann ich nicht sagen. (lacht)
Oder wollen Sie das nicht sagen?
Jakub Kaminski: Nein, das will ich nicht sagen. (lacht)
Jakub Kaminski oder Said El Mala: Warum nicht beide? Die starke linke Schiene des 1. FC Köln
Simon Hense
Sehr oft stand Lukas Kwasniok beim FC vor einem Problem bei der Aufstellung: Setzt er Jakub Kaminski auf seiner Lieblingsposition Linksaußen ein, versperrt dieser Shootingstar Said El Mala den Weg in die Startelf. Aber es gibt auch Möglichkeiten für den Coach, beide zusammen zu bringen beim 1. FC Köln: So könnten Kaminski und El Mala als Duo wirbeln.
Es ist ein Kölner Luxusproblem: Mit Jakub Kaminski und Said El Mala hat der FC gleich zwei Topspieler für die linke Offensivseite. Dabei wäre es gut für die Mannschaft, wenn beide Spieler zusammen überzeugen können beim 1. FC Köln: So könnten Kaminski und El Mala als Duo wirbeln.
Jakub Kaminski und Said El Mala jubeln zusammen im Spiel gegen den HSV
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Es läuft die 92. Minute im Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt. Said El Mala kommt links außen an den Ball. Er passt zum leicht eingerückten Jakub Kaminski und startet selber direkt in die Tiefe. Kaminski dribbelt kurz an und spielt dann einen starken Steckpass in den Strafraum auf den eingelaufenen Kölner Shootingstar. Dieser schließt direkt ab, scheitert aber am Pfosten. Auch wenn aus der Szene vom vergangenen Wochenende kein Tor entstanden ist, könnte sie trotzdem eine mit Signalwirkung sein. Denn sie zeigt, wie es gelingen kann, dass mit El Mala und Kaminski zwei der bisher besten Kölner Profis zusammen spielen und dadurch den FC-Angriff auf ein noch höheres Niveau heben können.
El Mala als Linksaußen vor Kaminski als Linksverteidiger
Denn in der Schlussphase gegen die Eintracht kamen die beiden Leistungsträger auf der gleichen Seite zum Einsatz. El Mala übernahm die Rolle des Linksaußen, während Kaminski eine Position nach hinten rückte. Eine Kombination, die sehr gut funktionierte. So waren beide Profis ein wichtiger Teil der schlussendlich ungekrönten Kölner Aufholjagd und sorgten für ein Menge Schwung auf ihrer Seite. In der kurzen Zeit in der Konstellation spielten der polnische und der deutsche U21-Nationalspieler auch sehr gut zusammen, wie sich zum Beispiel an der Szene in der 92. Minute zeigte.
Es ist eine Kombination, die Fantasien für mehr weckt. Denn bis jetzt lautete die Frage für Lukas Kwasniok immer eher, wer von beiden Linksaußen spielt und nicht, wie die beiden am besten zusammen spielen. Vor der Saison hatte der Coach Kaminski noch versprochen, dass er ihn dort auflaufen lässt, weil es die Lieblings- und wahrscheinlich auch beste Position des variablen Offensivspielers ist. Dieses Versprechen musste der Trainer allerdings schon einige Male wegen der starken Entwicklung von El Mala brechen. Dann war Kaminski allerdings meistens auf die andere Seite ausgewichen, sei es als Rechtsaußen oder als rechter Schienenspieler. Dadurch stand das Zusammenspiel der beiden eher weniger im Fokus. Wie gut dieses aber funktionieren kann, war schon vor ein paar Wochen gegen den HSV zu sehen, als sie sich gegenseitig jeweils ein Tor vorlegten.
Große offensive Gefahr
Dieses Kombination könnte Kwasniok nun weiter forcieren, indem er Kaminski und El Mala öfter in diesen Rollen auf der linken Seite zusammenspielen lässt. Das wäre für den Neuzugang aus Wolfsburg zwar nicht die Lieblingsposition. Einiges an Erfahrung hat der 23-Jährige trotzdem schon auf der linken Defensivseite, da er diese Rolle bei den Wölfen häufiger gespielt hatte. Und so würde Kwasniok zwei seiner gefährlichsten Spieler zusammen auf den Platz bekommen, die ihre Qualitäten gemeinsam ausspielen können. Gerade offensiv wäre das eine enorme Waffe für die Kölner.
Zu beachten ist dabei aber natürlich, dass Kaminski defensiv schwächer ist als ein klassischer Linksverteidiger. Allerdings fällt das weniger ins Gewicht, wenn der FC wie in vielen Partien in der bisherigen Saison mit einer Fünferkette spielt. Auch hat Kaminski gegen den HSV und Borussia Mönchengladbach, als der 23-Jährige auf der rechten Schiene auflief, bewiesen, dass er für diese Rolle defensiv stark genug ist. Gleichzeitig hat Kristoffer Lund, der sonst meisten als Linksverteidiger auflief, gerade in den vergangenen beiden Partien defensiv einige Schwächen gezeigt. So verursachte der Neuzugang aus der zweiten italienischen Liga gegen Gladbach zwei Strafstöße und sah auch gegen Frankfurt bei mehreren Treffern nicht gut aus. Und offensiv ist Kaminski deutlich stärker als der US-Nationalspieler, der im Vergleich bisher kaum im Angriff mit Vorlagen oder eigenen Abschlüssen in Erscheinung getreten ist.
Möglicher Fingerzeig im Training
Mit der Versetzung von Kaminski auf die linke Schiene wäre dann auch die Bahn frei für El Mala. Der Youngster hat bereits mehrfach gezeigt, dass er ein Unterschiedsspieler für den FC sein kann. Mit seinen Dribblings sorgt der 19-Jährige immer wieder für Gefahr und war schon an sechs Toren direkt beteiligt. Zusammen mit Kaminski, der ebenfalls auf sechs Scorerpunkte kommt, hätten die Geißböcke eine offensive Wucht, die jeden Gegner in der Bundesliga vor Probleme stellen kann. Einen Hinweis darauf, dass auch Kwasniok dieses Potential sieht, gab es diese Woche im Training. Denn am Mittwoch trainierte Kaminski bereits als linker Schienenspieler. Vielleicht bekleidet der 23-Jährige die Position also auch am Wochenende gegen Werder Bremen mit Said El Mala als kongenialen Partner vor sich.
Feste Verpflichtung oder Abgang im Sommer? So ist der Stand bei den Leih-Neuzugängen des 1. FC Köln
Simon Hense
Gleich vier Spieler hat der FC im Sommer per Leihe verpflichtet und sich bei allen eine Kaufoption gesichert. Bisher sind die Leih-Profis jedoch unterschiedlich gut eingeschlagen beim 1. FC Köln: Empfehlen sich die Leih-Zugänge für feste Transfers?
Um den Umbruch im vergangenen Sommer finanziell zu bewältigen, verpflichtete Sportdirektor Thomas Kessler auch einige Neuzugänge per Leihe. Bei allen gibt es jedoch nach dieser Saison eine Kaufoption für den 1. FC Köln: Empfehlen sich die Leih-Zugänge für feste Transfers?
Jakub Kaminski und Tom Krauß spielen bisher nur per Leihe beim 1. FC Köln
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Der Umbruch im Sommer war gewaltig beim 1. FC Köln: Neben zahlreichen Abgängen holte der FC ganze elf Neuzugänge ans Geißbockheim. Um diese Menge an Transfers finanzieren zu können, griff Sportdirektor Thomas Kessler auch auf Leihgeschäfte. So kamen mit Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Tom Krauß und Jakub Kaminski gleich vier Spieler vorerst nur für die aktuelle Saison zu den Geißböcken. Dabei sicherte sich der Verein jedoch bei allen Profis eine Kaufoption (im Fall von Krauß eine Kaufpflicht), mit der sie diese im kommenden Sommer fest verpflichten können. Ob die Verantwortlichen diese jedoch bei allen ziehen wollen, hängt natürlich von den Leistungen ab, die sie diese Spielzeit im Kölner Trikot zeigen. Und die unterscheiden sich schon relativ deutlich.
Volltreffer Jakub Kaminski
Voll eingeschlagen ist Jakub Kaminski. Die Entwicklung des Polen in der Domstadt ist überragend. Trainer Lukas Kwasniok adelte ihn zuletzt als seinen „besten Spieler“. So ist es auch nicht überraschend, dass der Offensivspieler einer der Dauerbrenner ist und alle zehn Liga-Partien durchgespielt hat, nur im Pokal in beiden Runden in der Schlussviertelstunde ausgewechselt wurde. Der 23-Jährige gab mit 25 Schüssen die viertmeisten der Liga ab und erzielte dabei schon vier Treffer. Auch eine Vorlage lieferte der Neuzugang. Es hätten allerdings schon mehr sein können, denn mit 1,63 Torschussvorlagen und 0,45 kreierten Großchancen pro 90 Minuten hat der Angreifer starke Offensiv-Werte.
Neben seinem offensivem Qualitäten passt Kaminski zusätzlich mit seinem Einsatzwillen perfekt zu Kwasniok. Der Linksaußen legte mit 117,8 Kilometern die zweitmeisten der Bundesliga zurück. Mit 211 Sprints und 763 intensiven Läufen befindet sich der polnische Nationalspieler in diesen Kategorien ebenfalls in den Top Zehn beziehungsweise Top Fünf. Außerdem überzeugte der 23-Jährige mit seiner Variabilität. Denn neben seiner Lieblingsposition Linksaußen kann der Angreifer nahezu auf allen Positionen in der Offensive auflaufen sowie als Schienenspieler. Diese Rolle füllte er auch in den vergangenen beiden Partien gegen den HSV und Borussia Mönchengladbach auf der rechten Seite mehr als zufriedenstellend aus. Daher dürfte eine feste Verpflichtung nur Formsache sein, wenn seine Entwicklung weiter geht wie bisher. Die Kaufoption von kolportierten fünf Millionen Euro wäre für den FC dann sogar ein Schnäppchen.
Gute Aussichten bei Kristoffer Lund
Ebenfalls gute Aussichten auf eine feste Verpflichtung hat Lund. Der Linksverteidiger ist auf der linken Schiene gesetzt und kam bis auf gegen Leipzig in allen Pflichtspielen zum Einsatz, meistens von Beginn an. Dabei zeigte der gebürtige Däne keine großen Anpassungsschwierigkeiten nach seinem Wechsel vom Palermo FC aus der zweiten italienischen Liga in die höchste deutsche Spielklasse. Zuletzt im Derby agierte der 23-Jährige zwar unglücklich und verursachte zwei Elfmeter. Ansonsten überzeugte der Leihspieler aber mit ordentlichen Leistungen und hat wahrscheinlich noch Potenzial für mehr. So sollte Lund seinen Einfluss in der Offensive verbessern, denn bisher kommt er noch auf keine Torbeteiligung und gab im Vergleich zu anderen Spielern auf seiner Position mit 0,54 pro 90 Minuten nur relativ wenig Torschussvorlagen. Ansonsten ist der Schienenspieler aber eine Konstante im Kölner Spiel und verleiht diesem mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35,11 km/h einiges an Tempo.
Schlechter als bei Lund sieht es bei Özkacar aus. Die Leihe in die Domstadt läuft für den Innenverteidiger durchwachsen. War er zu Beginn der Saison noch häufig außen vor, bekam der frühere türkische Nationalspieler zuletzt durch die Verletzungen von Timo Hübers und Rav van den Berg mehr Einsatzzeit. Wenn Letzterer bald sein Comeback gibt, dürften diese aber wieder abnehmen. Denn der 25-Jährige konnte seine Chancen nicht wirklich nutzen, zeigte höchstens durchschnittliche Leistungen und verursachte mit einem großen Fehler im Derby das zwischenzeitliche Gladbacher 3:0. Damit der FC die Kaufoption zieht, muss sich der Abwehrspieler noch steigern und im Konkurrenzkampf beweisen.
Spezialfall Tom Krauß
Etwas anders als bei Kaminski, Lund und Özkacar ist die Situation bei Krauß. Bei ihm wird aus der Kaufoption im Falle des Klassenerhalts eine Kaufpflicht. Bisher glänzte der eigentliche Sechser als „Defensiv-Allrounder“, wie ihn Kwasniok bezeichnete. So kam der 24-Jährige bereits im zentralen Mittelfeld, als Innenverteidiger und als Linksverteidiger zum Einsatz. Mit im Schnitt 1,58 pro Spiel gelangen ihm in diesen Einsätzen viele Balleroberungen. Auch blockte der Neuzugang viele Bälle und weißt mit 89,4 Prozent eine gute Passquote auf.
Vollends den Trainer überzeugen konnte Krauß jedoch offenbar noch nicht und saß daher schon mehrfach 90 Minuten auf der Bank oder wurde nur eingewechselt. Trotzdem gibt Krauß mit seinen Qualitäten dem FC-Kader bisher mehr Breite und spielt solide, wenn er gebraucht wird. Somit dürften die Kölner Verantwortlichen nicht unglücklich darüber sein, wenn am Ende der Saison die Kaufpflicht greifen sollte und der frühere deutsche U21-Nationalspieler fest in die Domstadt wechselt. Ob sie aber im Falle eines Abstiegs bei den bisherigen Einsatzzeiten die dann Kaufoption ziehen würden, ist zumindest fraglich.
Diese (mindestens) fünf Profis des 1. FC Köln dürfen sich Hoffnungen auf die WM machen
Simon Bartsch
Mit dem Achtungserfolg gegen die Niederlandehat Jakub Kaminski mit Polen einen großen Schritt Richtung WM-Playoffs gemacht. Auch Isak Johannesson will dieses Ziel mit Island erreichen. Und dann gibt es da noch weitere Hoffnungen. Diese Profis des 1. FC Köln hoffen noch auf die WM
Für Jakub Kaminski und Isak Johannesson sieht es aktuell nach Playoff-Turnier um das WM-Ticket aus. Said El Mala hofft erst einmal auf sein Debüt. Aber es gibt noch weitere Spieler, die das Ticket lösen wollen. Diese Profis des 1. FC Köln hoffen noch auf die WM.
FC-Spieler jubeln nach einem Tor
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Jakub Kaminski: Mit seinem Treffer gegen die Niederlande flammte sogar die Hoffnung auf das direkte WM-Ticket für den FC-Profi auf. Mit einem Erfolg über die Elftal wäre Polen punktgleich gewesen, allerdings mit einem deutlich besseren Torverhältnis. Selbst bei einem Sieg wäre die Mannschaft um Superstar Robert Lewandowski also auf Schützenhilfe aus Litauen angewiesen und hätte selbst gegen Malta gewinnen müssen. So läuft aktuell so ziemlich alles auf die Playoffs hinaus. Dort hat Polen sicherlich nicht die schlechtesten Chancen. Allerdings könnte es dort auch sehr unangenehme Gegner geben. Italien wird beispielsweise ebenfalls Playoffs spielen – und die DFB-Auswahl ist bekanntlich ebenfalls noch nicht durch. Kaminski wäre bei einer Quali als Stammspieler sicher gesetzt.
Kommt es zum FC-Finale um die WM?
Isak Johannesson: Theoretisch kann es auch zum Duell der FC-Profis kommen. Denn auch Island befindet sich auf Playoff-Kurs. Allerdings steht den Nordlichtern noch eine besonders schwere Aufgabe bevor. Am Sonntag kommt es zum Endspiel um das Playoff-Ticket in der Begegnung gegen die Ukraine. Die Partie wird in Warschau ausgetragen. Aktuell sind die Teams punktgleich. Sollte sich Island dann auch in den Playoffs durchsetzen, würde Johannesson ziemlich sicher in den Genuss seiner ersten WM kommen. Der Mittelfeldmann ist bei Island Stammspieler und Leistungsträger.
Said El Mala: Die DFB-Auswahl steht kurz vor dem direkten WM-Ticket. Dazu muss die Mannschaft von Julian Nagelsmann am Montag gegen die Slowakei mindestens Remis spielen. Ob der Offensivspieler dann aber auch persönlich das WM-Ticket löst, muss sich erst noch zeigen. Der Weg in die USA, nach Mexiko und nach Kanada ist für den 19-Jährigen zumindest noch sehr lang. Bislang wurde El Mala erst einmal für die Nationalmannschaft nominiert und das unter der Vorgabe eines Kennenlernens, eines Reinschnupperns. Eine Tendenz ist daher noch nicht abzugeben.
Rückkehr ins Nationalteam?
Kristoffer Lund: Die US-Boys sind als Gastgeber natürlich schon qualifiziert. Eine mühsame Qualifikation müssen die Vereinigten Staaten also nicht mehr spielen. Allerdings steht vor Lund dennoch eine hohe, aber nicht unüberbrückbare Hürde. Aktuell gehört der Schienenspieler nicht zum Kader von Mauricio Pochettino. Das heißt aber nicht, dass der gebürtige Däne aber keine Chance haben wird. im Gegenteil: Sollte Lund beim FC weiter solide Leistungen abrufen (abgesehen vom Pechvogel-Auftritt im Derby), ist eine Nominierung für die WM alles andere als ausgeschlossen.
Sebastian Sebulonsen: Norwegen ist etwas überraschend auf dem besten Weg, direkt die WM-Quali perfekt zu machen. Dem Team um Superstar Erling Haaland führt die Tabelle drei Punkte vor Italien vor dem letzten Spieltag an. Eigentlich wäre es eine besondere Dramatik, dass die beiden Teams direkt aufeinandertreffen. Allerdings müsste Italien die Begegnung schon mit neun Toren Unterschied gewinnen. Selbst bei einem Sieg liegt vor Sebulonsen aber ebenfalls noch ein weiter Weg. Der Schienenspieler hat erst in der vergangenen Länderspielpause sein Debüt gefeiert, als Nachrückker. Dieses Mal ist er nicht nominiert worden. Die WM ist dennoch eine Option.
Überraschungen möglich?
Schwerer Stand: Cenk Özkacar spielte ebenfalls schon für die türkische Nationalmannschaft. Aktuell gehört Özkacar nicht zum Kader und ist wohl in seiner aktuellen Leistungskurve keine Option. Der Weg zurück ins Team ist ein weiter. Auch wenn die Türkei noch alle Chancen für eine WM-Teilnahme hat. Denis Huseinbasic und Jusuf Gazibegovic sind ebenfalls aktuell kein Thema beim bosnischen Unterfangen WM-Teilnahme. Und aktuell erhalten beide auch nicht die vielen Möglichkeiten, am Nationalteam-Status etwas zu ändern.
Mögliche Überraschungen: Springt noch ein Spieler auf den WM-Zug? Florian Kainz steht aktuell auf der Nachrück-Liste von Ralf Rangnick für Österreich. Ob das aber die Chancen auf die WM erhöht, ist fraglich. Ein Kandidat wäre eventuell Rav van den Berg, wenn der Innenverteidiger nach seiner Rückkehr noch einmal so richtig aufdreht. Auch Eric Martel wäre grundsätzlich ein Kandidat, der früher oder später das Zeug zum Nationalspieler hat. Aktuell wohl eher später. Denn das Zentrum ist in der DFB-Auswahl schon stark besetzt. Ein Hot Take wäre dann vielleicht sogar Joel Schmied, der sich beim FC durchaus in eine gute Position gespielt hat.
Jakub Kaminski trifft gegen die Niederlande und löst Playoff-Ticket
Simon Bartsch
Während Said El Mala vergeblich auf sein Länderspiel-Debüt wartete, hat ein anderer FC-Profi einmal mehr überzeugt. Jakub Kaminski trifft gegen die Niederlande und löst damit mindestens das Playoff-Ticket für die WM-Endrunde.
Zwar hat Polen die Überraschung gegen die Elftal verpasst, aber dennoch das Playoff-Ticket für die WM sicher. Und ein Kölner hatte großen Anteil daran: Jakub Kaminski trifft gegen die Niederlande zur Führung. Auch Isak Johannesson befindet sich mit Island auf Kurs. Rav van den Berg und Said El Mala blieb nur die Rolle der Zuschauer.
Jakub Kaminski spielte stark für Polen (Doto Dean Mouhtaropoulos/Getty Image)
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Nach der Begegnung blieb Said El Mala nur das Abklatschen seiner Mannschaftskollegen. Geduldig lief der 19-Jährige zu jedem Spieler. Das erhoffte Länderspiel-Debüt feierte der 19-Jährige beim 2:0-Erfolg der deutschen Auswahl nicht. Nick Woltemade hatte beide Tore gegen Luxemburg erzielt. Am Montag geht es gegen die Slowakei um das direkte Ticket zur WM. Einen starken Abend erwischte auch einmal mehr Jakub Kaminski. Der von Lukas Kwaniok zum „besten Spieler“ der Kölner geadelte Offensivspieler schnupperte mit Polen an der Überraschung gegen die Niederlande. Und Kaminski hatte großen Anteil daran. Der 23-Jährige war in einer temporeichen Begegnung von Beginn an ein Aktivposten. So kam der Kölner bereits früh zu einem ersten Abschluss, den Bart Verbruggen aber problemlos parierte. Immer wieder war der schnelle Angreifer durch, fand aber den Schlüssel nicht.
Kein Einsatz für van den Berg
Bis unmittelbar vor dem Seitenwechsel. Robert Lewandowski schickte den Kölner mit einem Vertikalpass auf die Reise und Kaminski blieb im Eins-gegen-Eins eiskalt. Nach dem Wechsel glich Memphis Depay für die Elftal aus. Die Partie verlor zunehmend an Tempo. Kaminski blieb aber weiterhin der polnische Aktivposten, wenn auch ohne die nötige Fortune. Ein weiterer Treffer fiel nicht mehr. Da Finnland überraschend gegen Malta verlor, hat das Team um Jakub Kaminski das Playoff-Ticket sicher, für den Gruppensieg wird es am letzten Spieltag nicht mehr reichen. Am Montag spielt Polen gegen Malta.
Bereits am Donnerstagabend hat Island mit Isak Johannesson einen großen Schritt Richtung Playoffs gemacht. Und am 2:0-Erfolg über Aserbaidschan hatte der FC-Profi Anteil. Johannesson legte die Führung mit einem Pass in die Tiefe auf. Am Sonntag geht es für Island im direkten Endspiel gegen die Ukraine dann um das Playoff-Ticket. Beide Teams liegen aktuell gleichauf. Rav van den Berg kam für die U21 der Niederlande derweil noch nicht zum Einsatz. Der Innenverteidiger soll beim Nachwuchs von Oranje wieder Spielpraxis sammeln. Gegen Slowenien gewann die Niederlande 2:0.
Harter Konkurrenzkampf: Neuer Nationalspieler vs. „Bester Spieler“ – Für Kwasniok kein Problem
Simon Bartsch
Noch in der vergangenen Woche bezeichnete Lukas Kwasniok seinen Schützling Jakub Kaminski als seinen besten Spieler und betonte, dass er dem Polen das Versprechen gegeben habe, vorne links zu spielen. Nun scheint sich Said El Mala auf dieser Position festgespielt zu haben beim 1. FC Köln: Kein Konkurrenzkampf zwischen Said El Mala und Jakub Kaminski.
Sie sind aktuell die erfolgreichsten Spieler bei den Geißböcken. Und eigentlich spielen sie auf der gleichen Position beim 1. FC Köln: Dennoch gibt es keinen Konkurrenzkampf zwischen Said El Mala und Jakub Kaminski.
Said El Mala und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Die Geschichte von Said El Mala ist eine so bemerkenswerte, die Entwicklung so eine rasante, dass der kolportierte Hype um den 19-Jährigen gar nicht mehr aufzuhalten ist. 2021 als 14-Jähriger bei einem Profiverein ausgemustert, 2024 der Weg zum Newcomer der 3. Liga, 2025 als 19-Jähriger Bundesligadebüt, Bundesligatorschütze und offenbar A-Nationalspieler. Seit Lukas Podolski hat der Begriff Shootingstar auf keinen FC-Spieler mehr so gut gepasst. Said El Mala ist das Thema des deutschen Fußballs und das spielt aktuell mitten in Köln. „Die Entwicklung von Said ist exorbitant“, sagt auch Lukas Kwasniok. Die Nominierung sei „der nächste Step in in seiner Entwicklungsstufe und die geht etwas schneller als bei anderen. Das gönnen wir ihm alle.“
„Er nimmt es an und entwickelt sich weiter“
Doch der Trainer erinnert sich auch noch an einen anderen Youngster und spricht von einem Gespräch vor dem Regensburg-Spiel zu Beginn der Saison. „Said, da erwarte ich einfach auch noch mal, dass du einen Zahn zulegst, ansonsten wird es irgendwann auch mal eng in Bezug auf den Kader“, habe Kwasniok seinem Schützling mit auf den Weg gegeben. „Das ist Said, der nimmt es dann einfach an und entwickelt sich weiter. Jetzt ist er eben mehr als nur in Anführungsstrichen dieser Unterschiedsspieler für die letzten 15, 20 Minuten, sondern er kann diese Dinge, wie man gegen Dortmund beispielsweise auch gesehen hat, schon von Beginn an abrufen.“ Und tatsächlich gibt Kwasniok dem Youngster im Grunde eine Startelfgarantie. Spricht davon, dass El Mala mehr „als eine Startelf-Option“ sei.
Und damit ist der Kölner Trainer eigentlich bei einem kleinen Luxusproblem angekommen. Nach dem 4:1-Erfolg über den HSV adelte der Kölner Coach Jakub Kaminski als seinen „besten Spieler“. Wie berichtet, hatte Kwasniok „Kuba“ das Versprechen gegeben, vorne links zu spielen. Dort macht sich aber nun nach und nach Said El Mala breit. Kwasniok sprach von einer Problemzone, in die er so langsam reinkomme, könnte damit den Konkurrenzkampf zwischen El Mala und Kaminski meinen. Auf der einen Seite der Shootingstar, der durch seine rasante Entwicklung plötzlich sogar die Chance hat, auf den WM-Zug zu springen. Auf der anderen Seite Kwasnioks Musterschüler, der sich in Sachen Intensität zum Leistungsträger beim FC entwickelt. Kaminski hat von allen Bundesliga-Spielern die meisten Kilometer abgespult, liegt auf Rang fünf der intensiven Läufe.
„Das ist der Unterschied zu Said“
Aus keinen der beiden Spieler kann und will der Trainer verzichten. Allerdings sieht Kwasniok da auch kein großes Problem. „Das Schöne ist ja, dass Kuba tatsächlich ein Offensiv-Allrounder ist. Das ist der Unterschied zu Said, der ein Spezialist ist“, sagte Kwasniok. „Ich muss Kuba jetzt nicht erklären, warum er auf welcher Position spielt, sondern er nimmt die Aufgabe an und denkt sich, ja gut, dann schieße ich halt ein Tor von der anderen Seite“, sagt der Kölner Coach. „Das macht ihn so wertvoll und uns gleichzeitig auch relativ unberechenbar“. Zum Einsatz werden sicherlich beide kommen. Und nach den jüngsten Aussagen wohl auch von Beginn an. „Das Wichtigste ist, dass wir gute Spieler nicht daran hindern, noch besser zu werden. Das ist unser Auftrag als Trainer“, sagte der Coach. „ich glaube, wenn ich ihn jetzt wenig spielen lassen würde, dann würde ich ihn daran hindern, besser zu werden und das werde ich nicht.“
Kwasniok: Jakub Kaminski der „entscheidende Mann“ und der „beste Spieler“ des 1. FC Köln
Simon Bartsch
Mit einem Tor und einem Assist trug sich der 23-Jährige doppelt in die Scorerliste ein. Und das, obwohl der polnische Nationalspieler auf eher ungewohnter Position unterwegs war. Daher gibt es keinen Zweifel für Lukas Kwasniok: Jakub Kaminski ist der „beste Spieler“ des 1. FC Köln.
Trotz ungewohnter Position gehörte der polnische Nationalspieler gegen den HSV zu den Leistungsträgern bei den Geißböcken. Auch deswegen gab es den Ritterschlag von Trainer Lukas Kwasniok Jakub Kaminski ist der „beste Spieler“ des 1. FC Köln.
Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV
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Lukas Kwasniok streckte die Daumen in die Höhe, um dann noch ein paar Kusshände hinterherzuschicken. Der Adressat stand nur wenige Meter entfernt und fiel dem Kölner Trainer schließlich in die Arme. Der Kölner Coach hatte eine gute Stunde vor dem Spiel gegen den Hamburger SV mit einem taktischen Kniff überrascht. Und dieser stellte sich als durchaus sinnvolle Aktion heraus. So lief Jakub Kaminski dieses Mal auf der rechten Seite als Schienenspieler auf. „Wir hatten in der Vergangenheit über die rechte Seite schon mal Schwierigkeiten, einen guten Spielvortrag dann auch an den Tag zu legen“, sagte Kwasniok. „Da haben wir noch Luft nach oben gehabt, das wollten wir heute tun. Und Kuba erfüllt dann diese Aufgabe.“ Tatsächlich arbeitete der Pole unermüdlich.
„Er war der entscheidende Mann“
Wenn auch im ersten Abschnitt noch nicht so richtig auffällig. „Ich habe noch nicht oft auf dieser Position gespielt. Aber das ist die Entscheidung des Trainers“, sagte Kaminski. „Das Wichtigste ist für mich, dass ich spiele. Die Position ist mir scheißegal.“ Dabei überzeugte der 23-Jährige auf ganzer Linie. Kaminski zog mit 28 die meisten Sprints an, spulte nahezu zwölf Kilometer ab und kam auf die meisten Torabschlüsse. Auch, wenn der Pole am Gegentreffer der Hamburger nicht unbeteiligt war, der Schienenspieler war ein absoluter Aktivposten, ein Leistungsträger. „Er ist und das habe ich von Anfang an gesagt, der beste Spieler, den wir haben. Es ist der beste Spieler“, sagte Kwasniok. „Er kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne. Er ist ein Offensiv-Allrounder und darüber hinaus demütig, extrem lernwillig und er war der entscheidende Mann am heutigen Tage, weil er unser Spiel verändert hat.“
Starke Worte vom Kölner Trainer und damit wohl auch ein Lob an Thomas Kessler und Co., die den Transfer ermöglicht haben. Kaminski kam bekanntlich im Sommer als Leihspieler vom VfL Wolfsburg. Nach einer ersten starken Saison bei den Niedersachsen liefen die nächsten zwei Spielzeiten nicht mehr ganz so rund. Daher war die Leihe wohl für Kaminski ein wichtiger Schritt und wie sich jetzt rausstellt, eine Win-Win-Win-Situation für alle Parteien. Denn die Geißböcke haben eine Kaufoption im Vertrag verankert, diese liegt dem Vernehmen nach bei rund fünf Millionen Euro und ist offenbar bis Ende Mai gültig. „Wir hoffen einfach, dass er nach einer tollen ersten Saison hier beim ersten FC vielleicht auch noch eine zweite gute folgen lassen kann. Das ist unser aller Ansinnen, aber dass er Qualitäten hat, hat er auch schon in Wolfsburg bewiesen.“
Erstaunliche Entwicklung
Nun beweist der 23-Jährige die Qualität beim FC, kommt mittlerweile auf vier Saisontore und hat damit seinen eigenen Bundesliga-Rekord aus der Spielzeit 22/23 in Wolfsburg eingestellt. Damals kam der polnische Nationalspieler zusätzlich noch auf drei Vorlagen, bislang steht Kaminski in Köln bei einem Assist. Das aber erst nach neun Spieltagen. Unterm Strich eine beeindruckende Entwicklung. „Ich glaube einfach, dass es diese Fälle immer mal wieder gibt, dass ein Spieler nach einer tollen ersten Saison bei einem Verein dann vielleicht nicht mehr diese Einsatzzeiten, diese Minuten bekommt, vielleicht nicht ganz so performen kann, weil die Gesamtkonstellation sich dann auch ändert“, sagte Kwasniok und deutete an, dass dann Clubs wie der FC von dieser Konstellation profitieren könnten. Das scheint der Fall zu sein. Und Kwasniok verriet mit einem Schmunzeln noch ein Geheimrezept: „Vielleicht hilft die polnische Kommunikation“, sagt der in Gliwice geborene Trainer.
Das Vertrauen des Trainers dürfte tatsächlich ein Grund für die positive Entwicklung sein.