„Natürlich hätte das großen Einfluss“ – Ulf Sobek zur Bedeutung des möglichen El-Mala-Transfers

Said El Mala vom 1. FC Köln im Duell gegen Bayer Leverkusen
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„Natürlich hätte das großen Einfluss“ – Ulf Sobek zur Bedeutung des möglichen El-Mala-Transfers

Die Kaderumstrukturierung ist beim FC in vollem Gange. Vor allem auf der Abgangsseite stehen schon sechs Kandidaten fest. Bei den Zugängen hängt viel vom Ausgang eines möglichen Verkaufs des Kölner Shootingstars ab beim 1. FC Köln: Das sagt Ulf Sobek zum möglichen El-Mala-Transfer.

Die Nachrichten über das Interesse verschiedener Clubs samt möglicher angebotener Summen sind schon seit Wochen ein heißes Thema rund um den 1. FC Köln. Kein Wunder, denn von der Entscheidung im El-Mala-Poker hängt auch die weitere Kaderplanung von Geschäftsführer Sport Thomas Kessler ab.

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Am Donnerstag vermeldete der FC gleich zwei wichtige Personal-Entscheidungen. Tom Krauß hat einen Vertrag bis 2029 unterschrieben, die Kaufpflicht greift, der 24-Jährige wird also erwartungsgemäß auch weiterhin für die Kölner auflaufen. Im Gegensatz zu Kristoffer Lund, der wiederum mitgeteilt bekommen hat, dass die Kölner die Kaufoption nicht ziehen werden. Der Kader nimmt also weiter Konturen an. Das aber vornehmlich auf der Abgangsseite. Bei den Zugängen haben die Geißböcke noch nicht so viel zu vermelden. Das liegt auch an der unklaren Situation um Said El Mala. Der Offensivspieler ist heiß begehrt, doch die Kölner haben eine klare Preisvorstellung. Und sollte die nicht annähernd erreicht werden, werden die FC-Bosse keinen Grund sehen, das Kölner Talent frühzeitig abzugeben. El Mala hat noch Vertrag bis 2030 und es gibt keine Ausstiegsklausel, die Kölner haben die Hand auf dem Deal.

13 Tore und fünf Assists

Immerhin erklärte Thomas Kessler unlängst, dass er durchaus gesprächsbereit sei, nachdem ein offenbar doch interessantes Angebot für den Youngster auf dem Tisch läge. Die Wahrscheinlichkeit erscheint recht groß, dass die Offerte aus dem Westen Londons kommt. Der FC Brentford soll ein Paket in Höhe von 45 Millionen Euro geschnürt haben. Laut englischen Medien wartet Brentford nun auf eine Reaktion aus Köln. Allerdings berichtet die „Bild“, dass ein Zeitlimit von den Bees gesetzt wurde. Auf die Kölner Verantwortlichen steigt der Druck und das in doppelter Hinsicht. Denn eigentlich bräuchte der FC Klarheit, wenn er sich auf Spielersuche macht. „Natürlich hätte das aber einen großen Einfluss darauf, in welchen Regalen man einkaufen könnte. Kleinere Sachen kann man jetzt schon machen, für den Rest müssen wir schauen, wie sich das entwickelt“, sagte FC-Vizepräsident Ulf Sobeck am Donnerstag. Eine Entscheidung über Abgang oder Verbleib ist noch nicht gefallen.

Fakt ist: Der Verkauf von El Mala würde den Kölnern auf dem Transfermarkt einen ganz anderen Spielraum geben. Schon vor knapp zwei Wochen hatte Geschäftsführer Philipp Türoff erklärt, dass man einen Großteil der Transferlöse wieder ins Sportliche reinvestieren könne. „Wenn man einen Transfer realisiert, hätte man mehr Geld zur Verfügung, müsste aber die Torquote verbindlich einkaufen“, sagte nun Sobek. Heißt: Die Kölner müssten also adäquaten Ersatz verpflichten. Denn der 19-Jährige war mit seinen 13 Toren und fünf Assists eine Art Lebensversicherung der Geißböcke im Abstiegskampf. Einen Eins-zu-Eins-Ersatz in ähnlichem Alter, mit ähnlichen Fähigkeiten wird der FC sicherlich nicht so einfach finden. Dafür war die Entwicklung des Youngsters in der abgelaufenen Saison zu beachtlich, einmalig. Und doch ist der finanzielle Aspekt eines Abgangs am Ende wohl ein ausschlaggebender.

Zwar kehren Kristoffer Lund und Cenk Özkacar, voraussichtlich auch Felipe Chavez, dem Verein den Rücken. Doch die Verpflichtungen von Tom Krauß und Jakub Kaminski kosten den Verein schon rund neun Millionen Euro. Sollte der FC die Kaufoption bei Jahmai Simpson-Pusey ziehen, kämen noch einmal acht Millionen dazu. Für weitere Verpflichtungen blieben also nicht die ganz großen Summen. In Köln wartet man laut „Sky“ darauf, dass Brentford das Angebot noch einmal nachbessert. Die kolportierte Wunschmarke von 50 Millionen Euro ist nicht mehr weit.


So überzeugte René Wagner Thomas Kessler und das Gremium

René Wagner und Thomas Kessler sprachen am Dienstag über die kommende Saison
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So überzeugte René Wagner Thomas Kessler und das Gremium

Am Dienstagvormittag äußerte sich FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler zu den Hintergründen der Trainerentscheidung. Und auch der ehemalige Co- und Interimstrainer sprach über seine Pläne beim 1. FC Köln: So machte sich René Wagner zum Chefcoach.

Nein, die Bilanz sprach nicht wirklich für den Trainer, die Leistung gerade in den letzten beiden Saisonspielen sicherlich auch nicht. Und doch wurde René Wagner am Ende des Tages zum Cheftrainer befördert. Das warf bei vielen Anhängern in den Sozialen Medien Fragen auf. Und die Antwort versuchten Coach und Geschäftsführer am Dienstag zu geben.

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Die Kritik bei Instagram und Co. war schon heftig. René Wagner spürte als Trainer unter den Kölner Anhängern mächtig Gegenwind, aber auch Thomas Kessler musste einige verbale Spitzen einstecken. Mit nur sechs Punkten aus den sieben Spielen seiner Amtszeit blieb Wagner im Punkteschnitt unter dem von Lukas Kwasniok und gerade die Leistungen gegen die Mannschaften auf Augenhöhe wie Heidenheim und St. Pauli waren alles andere als ein starkes Bewerbungsschreiben. Seit vergangener Woche ist aber klar, dass René Wagner das Rennen gemacht hat und den FC in die kommende Saison führen wird. „Wir haben uns natürlich lange damit auseinandergesetzt. Am Ende ist die Wahl auf René gefallen, weil wir eine Vorstellung vom dem hatten, was im vergangenen Jahr passiert ist und Dinge gesehen haben, die nicht funktioniert haben und Dinge, die gut waren“, fasste Thomas Kessler die Analyse der vergangenen Tage zusammen.

„Er hatte die Möglichkeit vorzustellen, wie er die Arbeit sieht…“

Unter Dinge, die gut gelaufen und nicht so gut gelaufen sind, dürften auch Entscheidungen des Vorgängers gefallen sein. Mit dem war man am Ende nicht zufrieden. Nun aber hat der 37-Jährige offenbar das richtige Gehör beim Kölner Gremium, das über die Zukunft entschied, gefunden. „René hat ganz klar erklärt, wie er sich die Dinge vorstellt und zwar mit einer ordentlichen Vorbereitung und mit einer Kaderkonstellation, die wir dann versuchen umzusetzen“, sagte Kessler. Tatsächlich hatte der gebürtige Dresdner nicht so wirklich viel Eingewöhnungszeit, konnte nicht mehr viel an Stellschrauben drehen, hatte einen Kader vor der Brust, an dessen Gestaltung er nicht mitarbeiten konnte. Das soll nun anders laufen. Wagner wird in die Planung des Kaders mit eingebunden, wird seine Vorstellungen äußern. „Er hatte die Möglichkeit vorzustellen, wie er die Arbeit sieht, um den FC ein Stück nach vorne zu bringen“, so Kessler.

Der Geschäftsführer macht aber keinen Hehl daraus, dass er sich durchaus auch mit anderen Trainern beschäftigt, Gespräche geführt hat. Am Ende „hat René die Mitarbeiter und das Gremium überzeugt“, so Kessler weiter. Sicherlich werden aber auch andere Kandidaten gute Ideen präsentiert haben. „Für René hat natürlich gesprochen, dass er den Club und das Umfeld kennt. Er kennt die Gegebenheiten. Er kennt die Spieler sehr gut und hat uns skizziert, mit welchen Schritten er den Club nach vorne bringen will. Wir haben sehr tief analysiert, mit welchem Fußball wir die vergangenen Jahre gespielt haben. Das was René analysiert hat, war extrem deckungsgleich.“ Kessler galt allerdings in den vergangenen Wochen ohnehin als Befürworter des Trainers. Eine Entscheidung war zwar zum Finale der Saison noch nicht gefallen, Tendenzen gab es aber wie berichtet durchaus.

Wagner scheint daran gelegen, ein nun anderes Bild als in den vergangenen Wochen zu präsentieren. Nicht nur vom Fußball, auch von sich selbst. „Jetzt geht es auch darum, dass ich mich als Person zeige. Das habe ich in den vergangenen Wochen nach hinten geschoben“, sagte der Chefcoach, der aber die kommenden Wochen erst einmal in Urlaub fahren wird. Einen sportlichen Matchplan gab er aber schon einmal mit. „Ich will vor allem zu Hause immer ein aktives Bild zeigen. Wir wollen nach vorne spielen, Mannschaften unter Druck setzen, Spiele gewinnen. Unser Anspruch muss es sein, ein Bild wie gegen Leverkusen zu Hause häufiger zu zeigen“, so Wagner. „Wir wollen schauen, dass sich der Verein kontinuierlich entwickeln kann. Wir wissen, dass das ganz schwer wird.“ Über allem – und da waren sich Trainer und Geschäftsführer einig – steht am Ende ohnehin nur der Klassenerhalt.


Der Poker um Said El Mala beginnt: Ein Spagat zwischen Wettbieten und möglichst früher Entscheidung?

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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Der Poker um Said El Mala beginnt: Ein Spagat zwischen Wettbieten und möglichst früher Entscheidung?

Die Nachricht von der Nicht-Nominierung dürfte am Geißbockheim für Enttäuschung gesorgt haben. Interessenten gibt es für den Spieler dennoch einige, der FC ist bereit, den Spieler abzugeben. Nicht um jeden Preis. Doch ein Transfer hätte Auswirkungen auf den gesamten 1. FC Köln: Ein Wettbieten um Said El Mala birgt Risiken.

Für Said El Mala stellen sich gerade wichtige Zukunftsweichen. Zum einen wurde der Spieler dann doch nicht in den WM-Kader berufen und dann geht es auch um den künftigen Verein.

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Nun also doch nicht. Said El Mala wurde nicht für die WM 2026 nominiert. Am Dienstag hattes es mehrere Medienberichte gegeben, die von der Nominierung erfahren haben wollten. El Mala wäre der erste Kölner A-Nationalspieler seit Jonas Hector, der 2018 bei der WM in Russland mit von der Partie war. Für den FC eine Ehre. Viel wichtiger aber: Eine WM-Nominierung von Julian Nagelsmann wäre dem FC gerade recht kommen. Denn der Poker um den begehrten Spieler dürfte in den kommenden Wochen beginnen. Und eine Berufung hätte noch einmal Einfluss auf dessen Marktwert gehabt.

Rekordinvestition möglich

Dennoch wird über einen Abgang weiter spekuliert werden. El Mala kann den Kölner ordentlich Geld in die Kassen spülen. Da der FC das Heft des Handelns mit dem Vertrag (ohne Ausstiegsklausel) in der Hand hält, könnte sich Thomas Kessler eigentlich zurücklehnen, die WM genießen und schauen, welche Angebote auf seinen Schreibtisch flattern. Eigentlich. Denn da ist noch die andere Seite des Transfers. Auf einen möglichen Abgang muss der FC personell natürlich reagieren. Den Kölnern würde ein immens wichtiger Teil der Offensive, ein Teil der diesjährigen Lebensversicherung wegbrechen. Einen Eins-zu-Eins-Ersatz für El Mala wird es bei den Geißböcken in dieser Form nicht geben können.

Der Raketenstart des Newcomers, der in der vergangenen Saison noch 3. Liga spielte und nun offenbar hauchdünn an einer WM-Nominierung vorbeirauschte, ist beeindruckend und einzigartig. Die Entdeckung, Verpflichtung und vor allem die Vertragsverlängerung zu eben jenen Konditionen sind schon als Masterpiece zu betrachten, das seinesgleichen nicht so einfach finden wird. Und gerade deswegen wird sich Kessler schon lange seine Gedanken machen, wird genauso lange Spieler im Fokus haben. Zumal auch die Zukunft von Jakub Kaminski nicht vollends geklärt ist. Doch eine Richtung in der Kaderplanung steht und fällt mit einem möglichen El-Mala-Transfer. Zwar betont die FC-Geschäftsführung, dass der Verein auch ohne den zu erwartenden Verkauf handlungsfähig sei, doch alleine die Transfereinnahmen von den kolportierten 50 Millionen Euro würden eine ganz andere Basis schaffen. Der FC könnte im Sommer wie nie zuvor investieren.

„Transfererlöse sind ganz wichtig“

Zum Vergleich: Die rund 25 Millionen im Vorjahr waren schon die zweithöchste Investition in einem Transfersommer der Vereinsgeschichte. „Es werden da Dimensionen spekuliert, die wir in der Vergangenheit nicht hatten. Wenn man die Jahre zurückschaut, dann war das Thema Transfererlöse beim 1. FC Köln verglichen mit anderen wirklich unterentwickelt. Wir haben verhältnismäßig wenig Transfererlöse erzielt“, sagte Geschäftsführer Philipp Türoff am Montag. „Jetzt bin ich als Finanzer erst einmal happy, dass es im Kader Spieler gibt, für die es einen Markt gibt.“ Der FC kann also Spieler verkaufen, Erlöse erzielen und die dann wieder in den Sport investieren. „Transfererlöse sind daher ganz wichtig, um handlungsfähig zu sein“, so der Geschäftsführer weiter. Diese Handlungsfähigkeit hat allerdings natürlich auch eine zeitliche Komponente. Gerade in England kommt der Transfermarkt gerne spät ins Rollen, die WM beschleunigt Prozesse sicher auch nicht.

Der Poker um El Mala könnte also erst im Spätsommer noch einmal so richtig Fahrt aufnehmen. Heißt, die potenziellen Transfererlöse eines El-Mala-Verkaufs stünden aber auch erst dann zur Verfügung. Bis dahin werden wohl schon einige Gespräche gelaufen, möglicherweise Transferziele an anderer Stelle untergekommen sein. Und es ist eben auch nicht fix, dass der 19-Jährige den Verein verlassen wird. Zwischen „handlungsfähig“ und einem Erlös von 50 Millionen Euro, der zum Großteil reinvestiert werden kann, liegt eine doch erhebliche Differenz. FC-Präsident Jörn Stobbe erklärte am Montag, dass es nun genau darum gehe, den Handlungsspielraum zu umreißen, was man sich mit und was man sich ohne Verkauf der Leistungsträger leisten könne. !Wir haben das Heft des Handelns in vielen Bereichen in der Hand. Und wir haben Alternativszenarien“, stimmte Vize-Präsident Ulf Sobek zu.

Wie diese angesichts der Spanne aussehen können, ist unklar. Am Ende gehe es nur darum, „eine tolle Truppe zusammenzustellen“, so Stobbe. „Da habe ich volles Vertrauen in Thomas.“ Ein Selbstläufer wird es nicht.


Der Text wurde nach der Nicht-Nominierung von Said El Mala noch einmal angepasst und verändert


Thomas Kessler lässt Wagner-Zukunft offen: „Es liegt in meiner Verantwortung“

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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Thomas Kessler lässt Wagner-Zukunft offen: „Es liegt in meiner Verantwortung“

Mit fünf Punkten aus den vergangenen drei Spielen hat René Wagner die Geißböcke auf Kurs Klassenerhalt gebracht. Dennoch ist seine Position als Chefcoach für die kommende Spielzeit nicht gesichert beim 1. FC Köln: Thomas Kessler lässt Zukunft von René Wagner offen.

Trotz oder Dank des Remis gegen St. Pauli bleibt der Vorsprung auf den Relegationsplatz bei fünf Zählern. Und das bei nur noch vier ausstehenden Spielen. Doch die Frage nach dem künftigen Trainer ist noch offen.

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Die Bilanz ist insgesamt keine schlechte. Fünf Punkte holte René Wagner aus den drei Spielen, in denen der 37-Jährige mittlerweile als Cheftrainer der Geißböcke fungiert. Der FC hat vier Spieltage vor dem Saisonfinale fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wagner hält mit den Geißböcke ganz klar den Kurs Klassenerhalt. Es gibt jedenfalls gleich mehrere Teams, die sich deutlich mehr Gedanken angesichts der Tabellenkonstellation machen müssen – auch, wenn es unten wieder einmal eng zugeht. Wie groß die Veränderungen des Interimscoachs sind, ist auch nach einem knappen Monat Amtszeit noch schwer zu beantworten. Fakt ist: Sollte der FC den Klassenerhalt schaffen, hat Wagner das vorgegebene Ziel erreicht und damit rein statistisch die in ihn gesetzte Hoffnung gerechtfertigt. Allerdings wäre damit nicht automatisch gesagt, dass der gebürtige Dresdner auch in der kommenden Spielzeit weiter den Hut auf hat.

„Wir haben René die Verantwortung gegeben“

Vor dem Duell gegen St. Pauli zeigte sich Thomas Kessler mit der Arbeit des Trainers durchaus zufrieden. „Alles, was ich mir vorgestellt habe, setzt er um. Die Ergebnisse in den letzten beiden Spielen waren auch gut“, sagte der Geschäftsführer Sport. „Wir haben aber noch einige wichtige Spiele vor der Brust. Wir müssen uns extrem fokussieren und dann setzen wir uns zusammen und schauen, wie es weitergeht.“ Grundsätzlich kann man sich eine Zukunft mit dem aktuellen Interimscoach vorstellen. „Wir haben René die Verantwortung in dieser schwierigen und wichtigen Zeit gegeben, weil da eine Überzeugung hintersteckt. Ich war lange mit ihm im Austausch, seit seiner Zeit, als er den FC damals verlassen hatte.“ Wagner war bereits unter Steffen Baumgart Co-Trainer der Geißböcke. Kessler selbst soll sich im Sommer stark um die Rückkehr des Trainers bemüht haben, offenbar mit dem mittelfristigen Plan, Wagner irgendwann zum Verantwortlichen zu machen.

Gespräche mit anderen Trainern

Das ging dann vor vier Wochen schneller als geplant. Allerdings machte Kessler auch klar, dass er sich durchaus auch mit anderen Trainer beschäftige. Schon im vergangenen Jahr war beispielsweise Christian Eichner ein Thema. Der Ex-FC-Spieler und der Karlsruher SC werden im Sommer getrennte Wege gehen. Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok soll sich Kessler auch mit Dino Toppmöller beschäftigt haben. „Es liegt in meiner Verantwortung. Aber das weiß auch jeder Cheftrainer, der bei uns unter Vertrag steht, dass ich mich grundsätzlich immer auch mit anderen Cheftrainern auseinandersetze. Und wenn sich die Möglichkeit ergibt, auch mal das ein oder andere Gespräch führe“, so Kessler bei Sky. Man werde sich schon bald zusammensetzen. Bei den bevorstehenden Planungen gehe es aber nicht nur um den Trainer, sondern auch um den gesamten Kader für die kommende Spielzeit.

Zur Wahrheit gehört auch, dass der FC gegen St. Pauli eben nicht überzeugte, das Team den Matchplan nicht umsetzte. Kessler war mit der Leistung am Freitagabend nicht zufrieden. Das dürfte auch für die Einstellung des Teams und damit den Aufgabenbereich von Wagner gelten. In den kommenden vier Spielen hat also auch der 37-Jährige die Chance, Pluspunkte zu sammeln.


Noch stärkt Thomas Kessler Trainer Lukas Kwasniok den Rücken – doch der Ton wird rauer beim 1. FC Köln

Thomas Kessler bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Noch stärkt Thomas Kessler Trainer Lukas Kwasniok den Rücken – doch der Ton wird rauer beim 1. FC Köln

Ein Punkt aus den jüngsten vier Spielen, zwei Siege aus den vergangenen 15 Partien – die Bilanz der Geißböcke ist mau. Der FC schlittert Richtung Abstiegsplatz. Noch stärkt die Kölner Führung dem Trainer den Rücken. Der Ton wird aber rauer beim 1. FC Köln: Thomas Kessler fordert Punkte.

Die Leistung gegen den FC Augsburg am vergangenen Freitag war besorgniserregend, die Punkteausbeute der vergangenen Spiele alarmierend. Die Kölner schlittern den Abstiegsplätze entgegen. Dennoch stärken die FC-Verantwortlichen dem Coach den Rücken – die Frage ist nur wie lange.

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Der Mittwoch wirkte vielleicht so ein wenig wie die Ruhe vor dem Sturm. Die Profis des FC hatten noch einmal trainingsfrei bekommen, bevor es ab Donnerstag in die finale Vorbereitung auf das schwere Spiel gegen Borussia Dortmund geht. Doch über dem Geißbockheim brauen sich gerade dunkle Wolken zusammen. Der FC befindet sich sportlich mal wieder in einer kleinen Krise und der Kölner Trainer in der großen Kritik. Zumindest bei den Fans scheint bereits ein Urteil über Lukas Kwasniok als Coach der Geißböcke gefällt worden zu sein. Wenn es nach der Meinung vieler Anhänger geht, dann ist der 44-Jährige nicht mehr der richtige Mann, der mit dem FC die Wende schaffen wird. In der Führungsetage am Geißbockheim sieht man das dieser Tage anders. Dort bekam der Trainer nach dem 0:2 gegen Augsburg noch einmal den Rücken gestärkt.

„Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein“

Zunächst von Vizepräsident Ulf Sobek, nun auch von Geschäftsführer Sport Thomas Kessler. „Lukas und sein Team arbeiten äußerst akribisch, die Mannschaft zieht hier täglich mit. Wir haben die Qualität, unser Saisonziel zu erreichen. Das hat Lukas der Gruppe in dieser Woche noch einmal sehr deutlich vermittelt“, sagte Kessler dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „In Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim waren wir absolut konkurrenzfähig. Augsburg war unter unserem Anspruch, das haben wir intern klar aufgearbeitet. Jetzt geht es darum, bei den kommenden Aufgaben – schon am Samstag gegen Dortmund – diese Qualität mit maximaler Intensität und Konsequenz über 90 Minuten auf den Platz zu bringen.“ Nur reicht es eben nicht, gute Leistungen abzurufen. Denn gegen Leipzig und Stuttgart gab es eben keine Zähler. Viel zu oft haben sich die Geißböcke nicht für ihre guten Leistungen belohnt.

Und so stehen die Kölner nicht zu unrecht auf Tabellenplatz 13, mit zwei Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. „Die Situation ist uns sehr bewusst. Wir reden intern nichts schön, weil am Ende Ergebnisse zählen“, so Kessler weiter. „Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Wir wissen, was gefordert ist, und ich erwarte, dass wir das entsprechend umsetzen.“ Der Ton wird rauer rund ums Geißbockheim. Vermutlich auch, weil der jüngste Auftritt eher Sorge statt Hoffnung schürte. Das vor der Tür stehende Duell gegen den BVB macht die Situation nicht leichter. Aktuell spricht jedenfalls nicht viel dafür, dass die Geißböcke den freien Fall am Samstag ohne Weiteres werden stoppen können. Und dann ist es nun nur mal Teil der Maschinerie, dass ein Trainer in Frage gestellt wird.

Am Mittwoch berichtete die „Sport Bild“, dass Kwasniok ein Ultimatum auferlegt bekommen habe. Demnach würden die drei Spiele bis zur Länderspielpause entscheidend sein. Das Fachmagazin rechnet, dass Kwasniok vier Punkte aus den Partien gegen den BVB, Hamburg und Borussia Mönchengladbach holen müsse, um seinen Job zu retten. Ob es dieses Ultimatum wirklich gibt, ist natürlich nicht bestätigt. Doch sollten die Kölner aus den kommenden Spielen keine Punkte holen, würde die Situation für den Coach sicher ungemütlich werden. Kwasniok wird viel dafür tun, das Team wieder in ruhige Gewässer zu führen. Die dunklen Wolken über dem Geißbockheim dürften auf ihn jedenfalls bedrohlich wirken.


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Der 1. FC Köln verpflichtet offenbar Felipe Chávez

Felipe Chavez steht offenbar vor einer Verpflichtung in Köln
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Der 1. FC Köln verpflichtet offenbar Felipe Chávez

Schon am Morgen hat sich ein Wechsel angedeutet, nun scheint sich der Transfer abzuzeichnen. Felipe Chávez wechselt wohl zum 1. FC Köln. Der Mittelfeldspieler kommt vom FC Bayern München.

Am Morgen tauchten die ersten Gerüchte auf. Der FC habe ein konkretes Ziel vor Augen. Der Akteur soll am Vormittag schon zum Medizincheck in Köln aufgetaucht sein, hieß es unter anderem beim „Express“. Nun scheint klar, um wen es sich handelt: Felipe Chávez wechselt wohl zu den Geißböcken.

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Nachdem in den vergangenen Wochen einige Gerüchte rund ums Geißbockheim aufgekommen und genauso schnell wieder abgeflacht sind, scheint der FC nun nochmal nachzulegen. Noch gestern stellte sich ein Wechsel von Silas Andersen von BK Häcken als unwahrscheinlich heraus. Am letzten Tag des Winter-Transferfensters 2025/26 sollen die Kölnern nun doch fündig geworden sein. So deuten die Zeichen darauf, dass sich Thomas Kessler wohl beim FC Bayern München bedient. Felipe Chávez soll der Mittelfeldspieler sein, den die Kölner wohl unter Vertrag nehmen. Zunächst hatte Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet. Tatsächlich werden die Kölner den Spieler leihen. Der FC hat auch eine Kaufoption vereinbart. Die soll im einstelligen Millionenbereich liegen.

Medizincheck ist schon absolviert

Allerdings gibt es offenbar eine Rückkaufoption an der Säbener Straße. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern absolvierte bereits den Medizincheck im Kölner Mediapark. Noch am Nachmittag wird der Sechser wohl vorgestellt. Tatsächlich hatten sich die Kölner in den vergangenen Wochen verstärkt nach einem Mittelfeldspieler umgeschaut. Nach Dan Neil und Silas Andersen ist es nun eben Felipe Chávez und damit ein vielversprechendes Talent geworden. Der Mittelfeldspieler absolvierte erst kürzlich sein Debüt beim Rekordmeister. Der 18-Jährige spielt hauptsächlich in der zweiten Mannschaft der Bayern.  

Die Verantwortlichen wollen mit der Verpflichtung des Sechsers wohl im Voraus planen. Denn hinter der Zukunft von Eric Martel stehen auch Anfang Februar noch immer Fragezeichen. Der 23-Jährige wollte sich eigentlich nach der absolvierten Hinrunde entscheiden, wie es um einen Verbleib beim FC steht – so lautete zumindest der Plan vergangenen Sommer. Ob Martel seinen Vertag mit den Geißböcken nun verlängert oder nicht, ist aktuell noch offen.


Der 1. FC Köln steht unmittelbar vor einem weiteren Transfer

Thomas Kessler auf Spielersuche
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Der 1. FC Köln steht unmittelbar vor einem weiteren Transfer

Bislang gibt es erst eine Neuverpflichtung bei den Geißböcken in diesem Winter. Doch beim 1. FC Köln bahnt sich nun doch noch ein Transfer an. Tatsächlich soll ein zentraler Mittelfeldspieler verpflichtet werden.

Nun also doch. Der FC wird wohl doch noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Und dabei soll es sich um einen zentralen Mittelfeldspieler handeln.

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Bis zum Deadline Day haben die Kölner bislang eher überschaubar auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Jahmai Simpson-Pusey wurde zu Jahresbeginn unter Vertrag genommen. Und der Engländer hat bis zu seiner Verletzung die Erwartungen wohl noch übertroffen. Nun bahnt sich aber noch ein zweiter Transfer an. Express berichtete am Morgen, dass ein Spieler bereits den Medizincheck in Köln absolviere. Später berichtete auch Sky über den Akteur, der sich bereits beim FC aufhalte. Die Information deckt sich mit der von come-on-fc.com. Tatsächlich soll der Spieler den Medizincheck bestanden haben. Bei dem Akteur soll es sich um einen zentralen Mittelfeldspieler handeln.

Wer kommt zum FC?

Nach einem Sechser hatten sich die Kölner in den vergangenen Tagen und Wochen explizit umgeschaut. Dan Neil und Silas Andersen wurden bislang genannt. Neil ist mittlerweile bei Ipswich Town untergekommen, Silas Andersen soll bei Häcken bleiben. Der schwedische Erstligist soll sieben Millionen Euro für den Spieler verlangt haben, die Kölner wollten den Akteur für vier Millionen unter Vertrag nehmen. Bei dem bevorstehenden Transfer soll es sich aber nicht um Andersen handeln. Tatsächlich sind die Geißböcke quantitativ auf der zentralen Position gut aufgestellt. Möglich wäre also auch noch ein Abschied auf der Sechs. Allerdings ist fraglich, ob Interessenten so kurzfristig Schlange stehen.

Einen Abgang des Sechsers hatten die Kölner Verantwortlichen in diesem Winter ausgeschlossen. Tatsächlich will man sich erst nach dem Ende des Transferfensters zusammensetzen und über die Zukunft sprechen – zumindest nach außen ist das die Erzählweise. In Frage käme in der Theorie auch Denis Huseinbasic. Wirklich glücklich wird der Mittelfeldspieler mit seiner Situation nicht sein. Sicher gibt es aber im Kader auch noch ganz andere Baustellen. Dabei erscheint aber gerade die vermeintliche Problemzone Innenverteidigung aber nicht mehr die größte Not darzustellen. Schon in den kommenden Wochen wird es ein Überangebot geben. Gut tun würde dem FC wohl eher ein Spieler, der vor dem defensiven Mittelfeld die spielerische Verbindung zur vordersten Kette herstellt.

Die Kölner hatten zuletzt erklärt, dass es nur eine weitere Neuverpflichtung geben würde, wenn der Spieler den Kader auch wirklich verstärken würde.


Passiert beim 1. FC Köln noch etwas am Deadline Day?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Passiert beim 1. FC Köln noch etwas am Deadline Day?

Nahezu ein Dutzend Spieler hat Thomas Kessler im Sommer verpflichtet. Im Winter ist erst ein Akteur dazugekommen. Bis Montagabend haben die Geißböcke Zeit, die Bilanz noch ein wenig aufzupolieren. Dann endet der Deadline Day: Gibt es noch Transfers beim 1. FC Köln?

Überraschend ruhig ist es in den Tagen vor dem Deadline Day in Köln geblieben. Dabei kann es durchaus noch Veränderungen geben. Sowohl auf der Zu- als auch auf der Abgangsseite.

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Am Samstag brodelte die Gerüchteküche in Köln dann kurz vor dem Deadline Day am Montag doch noch einmal hoch. Silas Andersen wurde mit den Geißböcken in Verbindung gebracht. Der Mittelfeldspieler von Häcken würde sicherlich eine gute Alternative zu Eric Martel darstellen. Nur ist zum einen gar nicht geklärt, ob die Kölner wirklich eine Alternative jetzt schon brauchen, zum anderen haben sich die FC-Bosse laut dänischen Medien ohnehin eine Abfuhr geholt. Andersen soll vorerst in Schweden bleiben, heißt es. Zumindest vorerst. In diesem Winter würde nur etwas in Frage kommen, wenn denn dann schon etwas ganz Besonderes passiert, so der Tenor des schwedischen Erstligisten. Und dass die Geißböcke in diesem Winter zu ganz besonderen Mitteln greifen, scheint eher unwahrscheinlich.

In der Innenverteidigung gut besetzt

Dennoch scheinen die Kölner sich konkret nach einem Sechser umzuschauen. Denn vor Andersen stand Englands Dan Neil, vom Profil ein sehr ähnlicher Spieler, im FC-Fokus. Die Frage ist allerdings für wann. Tatsächlich erklärten zuletzt Lukas Kwasniok und Thomas Kessler, dass man durchaus noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden wolle. Die Voraussetzungen: Es muss finanziell möglich sein, es muss qualitativ Sinn machen und wenn dann auch noch die Option auf eine potenzielle Verbesserung (also auch eine wirtschaftliche Entwicklung) besteht, dann steigen die Chancen auf einen weiteren Transfer. Der Bedarf auf der Sechs ist eigentlich überschaubar. Gerade durch die Formsteigerung von Tom Krauß haben die Kölner Alternativen. Dass Kessler also noch bis Montagabend für einen defensiven Mittelfeldspieler tief in die Tasche greift, würde nur unter bestimmten Umständen Sinn ergeben.

Eigentlich nur, wenn noch ein Sechser dann auch abgegeben wird. Einen Abgang von Eric Martel hatten die Kölner Verantwortlichen in diesem Winter ausgeschlossen. Tatsächlich will man sich erst nach dem Ende des Transferfensters zusammensetzen und über die Zukunft sprechen – zumindest nach außen ist das die Erzählweise. Dass der FC sich nach Alternativen umschaut, ist richtig und wichtig. Dass er diese aber jetzt schon für diesen Winter verpflichtet, wäre eher untypisch – wenn auch nicht ausgeschlossen. In Frage käme vielleicht Denis Huseinbasic. Wirklich glücklich wird der Mittelfeldspieler mit seiner Situation nicht sein. Die Frage ist allerdings, ob es eine Nachfrage gibt. Das gilt auch für andere Spieler, die den FC vielleicht verlassen wollen.

Es gibt Baustellen

Sicher gibt es aber im Kader auch noch ganz andere Baustellen. Dabei erscheint aber gerade die Problemzone Innenverteidigung nicht die größte Not darzustellen. Im Gegenteil, schon in den kommenden Wochen wird es ein Überangebot geben, das den ein oder anderen Spieler enttäuscht zurücklassen könnte. Gut tun würde dem FC wohl eher ein Spieler, der vor dem defensiven Mittelfeld die spielerische Verbindung zur vordersten Kette herstellt. Möglicherweise aber auch ein weiterer Wingback, der den Druck auf Kristoffer Lund erhöht oder auf der rechten Seite eine Alternative wäre. Denn Sebastian Sebulonsen macht seine Rolle als Aufshilfs-Innenverteidiger recht gut. Auch im Angriff oder auf der rechten Offensivseite würden weitere Optionen durchaus Sinn ergeben.

Am Freitagabend deutete der neue Geschäftsführer Sport der Kölner an, dass er sich in Gesprächen befände. Das bedeutet aber nicht, dass es ganz sicher einen Transfer geben wird. In der jüngeren Vergangenheit wurde Kessler jedenfalls nicht müde zu betonen, dass der Winter-Transfermarkt ein schwerer sei und die Qualität des Kaders so aber reiche. Ungewohnt ruhig ist es zudem in der Kölner Gerüchteküche. Bis Montagabend 20 Uhr haben die Geißböcke dennoch die Chance, den Kader etwas auszuweiten. Das ganz große Transferrad wird Kessler sicher aber nicht drehen. Viel wird auch mit potenziellen Abgängen zu tun haben – wenn es diese überhaupt gibt.


An diesen Baustellen müssen Kessler und Co. beim 1. FC Köln jetzt arbeiten

Thomas Kessler bei einem Spiel des 1. FC Köln
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An diesen Baustellen müssen Kessler und Co. beim 1. FC Köln jetzt arbeiten

Im Sommer wurde der Kölner Sportdirektor für seine starken Transfers gefeiert. Doch die Euphorie ist ein wenig verflogen. Nun folgt die Winterzeit und damit die kurzfristige Planung für die Rückrunde, aber auch schon für den kommenden Sommer beim 1. FC Köln: Diese Aufgaben warten jetzt auf Thomas Kessler.

Zwölf Neuverpflichtungen präsentierte Thomas Kessler im Sommer. Es gab auch zahlreiche Abgänge bei den Geißböcken. Nun stehen die nächsten Planungen an beim 1. FC Köln: Diese Aufgaben warten jetzt auf Thomas Kessler.

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Thomas Kessler war nach der 0:1-Niederlage der Geißböcke am Samstagabend bedient. „Es benötigt jetzt ein wenig Abstand. Wir sehen uns ein paar Tage nicht, aber wir können im Hintergrund weiter daran arbeiten, Themen nach vorne zu treiben“, sagte der Sportdirektor. Tatsächlich hat der Ex-Keeper der Kölner einige Aufgaben vor der Brust.

Der FC wird sich verstärken müssen

Kader-Baustellen: Nach den jüngsten Spielen – vor allem gegen St. Pauli, Werder Bremen und Union Berlin – gibt es wohl kein Zweifel, dass die Kölner auf einigen Positionen nacharbeiten müssen. Ein Innenverteidiger dürfte angesichts der dünnen Personaldecke noch die größte Stellschraube sein. Allerdings werden die Geißböcke einen Abwehrspieler benötigen, der sofort hilft. Durch den Ausfall von Timo Hübers fehlt den Kölnern ein Innenverteidiger, der nicht nur routiniert verteidigt, sondern auch in der Lage ist, das Spiel aufzubauen. Doch werden die Kontrahenten ihre defensiven Leistungsträger im Winter natürlich nicht einfach abgeben. Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Leihe wohl die wahrscheinlichste Option.

Zuletzt verstärkte sich aber immer mehr der Eindruck, dass es mit der Verstärkung der letzten Defensivkette nicht getan ist. Auf den von Lukas Kwasniok als besonders wichtig erachteten Positionen des Wingbacks läuft es beim FC eben doch nicht so rund wie zunächst angenommen. Vor allem Kristoffer Lund offenbarte zuletzt doch erhebliche Probleme, wirkte zunehmend verunsichert. Durch den Weggang von Jusuf Gazibegovic fehlt eine weitere Alternative. Alessio Castro-Montes hinkt den eigenen Erwartungen noch hinterher. Eine Verstärkung für die Schiene gilt ebenfalls als wahrscheinlich. Weiteren Bedarf könnte es bei einem kreativen Offensivspieler geben. Eine weitere Verstärkung in vorderster Front gilt aktuell eher als unwahrscheinlich.

Zehn Verträge laufen im Sommer aus

Auslaufende Verträge: Eine weitere Vakanz könnte im zentralen Mittelfeld entstehen. Denn nach wie vor gibt es noch keine Entscheidung zur Zukunft von Eric Martel. Der Sechser hat noch bis zum Ende der Spielzeit Vertrag. Sollte Martel diesen nicht verlängern, würden die Kölner nur noch in diesem Winter eine Ablöse kassieren können. Martel ist nicht die einzige Unbekannte in Köln. Inklusive der Leihspieler laufen neun Verträge 2026 aus. Der Kontrakt von Timo Hübers dürfte verlängert werden. Große Fragezeichen stehen aktuell hinter Dominique Heintz und Florian Kainz. Ersterer hat sich in dieser Spielzeit bereits mehrfach für eine Vertragsverlängerung beworben.

Allerdings ist die Situation in der Innenverteidigung gerade durch die Verletzung von Hübers sowie die Zukunft der Leihspieler Elias Bakatukanda und Julian Pauli recht undurchsichtig. An anderer Stelle verdichten sich die Hinweise: Die Kaufoption von Jakub Kaminski wird man in Köln ziehen wollen. Der Pole ist in dieser Saison einer der absoluten Lichtblicke. Bei Tom Krauß gibt es die Kaufpflicht, die beim Klassenerhalt greift. Die Fragezeichen hinter Cenk Özkacar und Kristoffer Lund dürften da schon größer sein. Der FC wird sich aber auch jetzt schon Gedanken über die Spieler machen, deren Verträge dann 2027 auslaufen. Darunter fallen Spieler wie Marvin Schwäbe, Marius Bülter und Luca Waldschmidt.

Youngster: Eine vermeintliche Talenteflucht wird sich Thomas Kessler sicherlich nicht nachsagen lassen wollen. In der jüngeren Vergangenheit haben die Kölner bekanntlich einige junge Spieler – oft ablösefrei, oft unter Wert – abgegeben. Auch aktuell gibt es wieder einige Spieler, deren Zukunft noch nicht geklärt ist. Bei Neo Telle könnten die Zeichen auf Abschied stehen. Der Innenverteidiger hat nur noch bis 2026 Vertrag. Bei den Profis erhielten zuletzt andere Nachwuchsspieler den Vorrang und auch bei der U21 ist der Abwehrspieler alles andere als gesetzt. Zudem wird sich Kessler mit den Kaderplanern überlegen, welche Spieler schon bald das Zeug zum Profi haben. Diesen werden die Kölner Verantwortlichen dann einen potenziellen Weg in Köln aufzeichnen. Ob die Youngster beim FC bleiben, liegt aber mitunter auch an den Erwartungen der Akteure oder deren Berater.


Wintertransfers: Was hat der 1. FC Köln im Winter noch vor?

Thomas Kessler arbeitet auch diesen Winter am Kader des 1. FC Köln
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Wintertransfers: Was hat der 1. FC Köln im Winter noch vor?

Auch am Samstag war FC-Trainer Lukas Kwasniok gegen den FC St. Pauli wieder gezwungen, zu basteln. Und so scheint es, als gäbe es bei den Geißböcken im kommenden Transferfenster Handlungsbedarf, allerdings nicht um jeden Preis. Vor allem die Defensive könnte allerdings nochmal verstärkt werden mit Wintertransfers: Bessert der 1. FC Köln noch einmal nach?

Auch in diesem Winter wäre der FC handlungsfähig, könnte aber wohl nicht die ganz großen Sprünge machen. Schnellschüsse wie vor einem Jahr will Thomas Kessler wohl nicht tätigen bei den Wintertransfers: Bessert der 1. FC Köln noch einmal nach?

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Wäre der späte Ausgleich am Samstagnachmittag im Duell gegen den FC St. Pauli nicht noch gefallen, der FC hätte nicht nur drei Punkte eingefahren, erst zum dritten Mal in dieser Serie hätten die Geißböcke zu Null gespielt. Zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten wohlgemerkt. Zumindest nach der offensichtlichen Statistik wäre das wohl ein Beweis für eine starke Defensivleistung gewesen – trotz Verletzungsmisere. Auch mit dem Gegentor, das die Geißböcke immerhin zwei Punkte kostete, hatte es die Kölner Verteidigung laut Statistik recht gut gemacht. Insgesamt kam St. Pauli auf einen xGoals-Wert von 0,2. Die Qualität der Chancen ließ also nur 0,2 Tore erwarten, während der FC auf zwei Tore zusteuerte. Der Treffer hatte am Ende eine Wahrscheinlichkeit von unter zwei Prozent – der niedrigste Wert des gesamten Spieltags.

„Da machen wir uns ganz in Ruhe Gedanken drüber“

Man könnte also meinen, dass es in der Kölner Hintermannschaft keinen großen Handlungsbedarf gibt. Nur entspricht das nicht so ganz der Realität. Zum einen spielten die Nordlichter in der Offensive erschreckend schwach, fanden eigentlich dort gar nicht statt. Oder anders: Die Kölner Defensive machte einen guten Job, nur stellte der Gast diese auch nicht vor die allergrößten Herausforderungen. Zum anderen musste Lukas Kwasniok am Wochenende einmal mehr „basteln“, wie er die Suche nach der perfekten Aufstellung im Vorfeld selbst nannte. Es wäre also schon fahrlässig aus dem Spiel von Samstag abzuleiten, dass es keinen großen Handlungsbedarf in Sachen Kaderplanung gäbe. „Es ist ja kein Geheimnis, dass uns in der Innenverteidigung Spieler verletzungsbedingt weggebrochen sind. Der Trainer ist schon gezwungen, auch ein bisschen zu basteln. Da machen wir uns ganz in Ruhe Gedanken drüber“, erklärte Thomas Kessler am Samstag bei „Sky“.  

Man hat also im Kader schon Stellschrauben gefunden, an denen man drehen könnte. Das hatte auch Ulf Sobek auf der Pressekonferenz am vergangenen Montag erklärt. „Das ist natürlich schon die Aufgabe des Sportdirektors gemeinsam mit den Trainern zu schauen, ob wir uns da im Winter noch punktuell und wenn auch auf welchen Positionen wir uns verstärken“, hatte der Vizepräsident erklärt. Und so sagte auch Kessler am Samstag, dann man den „Markt analysiere“. Sprich: Der FC schaut sich um. Wenngleich der Handlungsbedarf dann wohl keinen Schnellschuss mit sich bringen wird. Die Transfersituation hat sich beim FC im Sommer grundlegend verändert. Kessler investiert, doch bedeutet das sicher nicht, dass der Sportdirektor auf Teufel komm raus aus dem Bauch Spieler verpflichtet.

„Wer gibt im Winter gerne seine besten Spieler ab?“

Einen Winter wie im Vorjahr soll es nicht geben. Zur Erinnerung, der FC verpflichtete im ersten Transferfenster nach dem Registrierungsverbot vier Spieler. Anthony Racioppi kam als zweiter Keeper, verlor den Posten aber zwischendurch an den damals 39-jährigen dritten Keeper Philipp Pentke. Jusuf Gazibegovic wurde als Königstransfer gefeiert, spielt unter Lukas Kwasniok aber keine Rolle und wird den Verein möglicherweise nach nur einem Jahr wieder verlassen. Imad Rondic kam wiederum als Sturmhoffnung, wurde mittlerweile an Raków Częstochowa verliehen, wartet da nach wettbewerbsübergreifend 15 Spielen noch auf seinen ersten Treffer. Einzig Joel Schmied hat sich zu einer verlässlichen Größe bei den Kölnern entwickelt – allerdings auch mit reichlich Verspätung.

Beim FC war man im vergangenen Winter sehr darauf bedacht, gerade den Transfer von Rondic nicht als Notlösung zu verkaufen. Doch eigentlich gibt es wohl keinen besseren Begriff für die Verpflichtung. Denn ursprünglich hatten andere Namen als Stürmer auf der Kölner Liste gestanden. „Ich erzähle ja nichts Neues, dass es im Winter nicht immer ganz so einfach ist, da auch die Wunschkandidaten zu bekommen“, sagte Kessler am Samstag. „Wer gibt im Winter gerne seine besten Spieler ab?“ Wohl nur, wenn das nötige Kleingeld fließt. Große Sprünge werden die Geißböcke ohnehin nicht machen. „Ja, die finanziellen Möglichkeiten sind da. Wir sind handlungsfähig“, erklärte der Sportdirektor. „Aber es ist nicht so, dass wir jetzt aus dem Vollen schöpfen können und einfach irgendwelche wilden Dinge tun.“

Heißt: Die Kölner sehen schon Handlungsbedarf – nur eben nicht um jeden Preis. Vor allem auf den Positionen der Außen- und Innenverteidiger könnte noch etwas passieren. Ein Muss ist das aus FC-Sicht wohl nicht, ein Kann, wenn es sich um eine direkte Verstärkung handelt, die sich die Kölner auch leisten können.