Früherer Saisonstart als der FC: So ging es für die Leih- und einige Ex-Spieler des 1. FC Köln los

Elias Bakatukanda und Rasmus Carstensen vom 1. FC Köln.
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Früherer Saisonstart als der FC: So ging es für die Leih- und einige Ex-Spieler des 1. FC Köln los

Der 1. FC Köln muss noch knapp zwei Wochen bis zu seinem ersten Pflichtspiel warten. Aber für mehrere mit dem FC verbundene Profis ging es bereits am Wochenende oder noch früher los: So starteten die Leih- und Ex-Spieler des 1. FC Köln in die Saison.

Einige Profis haben die Kölner in diesem Sommer bereits per Leihe oder endgültig verlassen. Für mehrere von ihnen ging es am vergangenen Wochenende wieder los: So starteten die Leih- und Ex-Spieler des 1. FC Köln in die Saison.

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Gleich vier Spieler hat der 1. FC Köln in diesem Sommer mit Elias Bakatukanda, Rasmus Carstensen, Jaka Cuber Potocnik und Chilohem Onuoha verliehen. Und alle hatten am vergangenen Wochenende bereits ihren Start in die neue Saison oder sind sogar schon etwas länger wieder am Spielen. Letzteres trifft auf Rasmus Carstensen zu. Sein Verein Aarhus GF hat in der ersten dänischen Liga bereits drei Spieltage geschafft. Diese verliefen aber mit zwei Unentschieden und einer Niederlage nicht sonderlich erfolgreich. Auch für den Rechtsverteidiger selber waren die bisherigen Partien bestimmt nicht zufriedenstellend, da er immer jeweils nur eingewechselt wurde. Allerdings bekam der 24-Jährige dabei immerhin von Mal zu Mal etwas mehr Einsatzzeit.

Durchwachsene Ergebnisse

Zumindest was die Einsatzzeit angeht war der nach Blau-Weiß Linz verliehene Bakatukanda erfolgreicher. Der Innenverteidiger spielte die vollen 90 Minuten in der ersten Partie seines Leih-Vereins. Die 0:1-Niederlage konnte jedoch auch er nicht verhindern. Trotzdem dürfte man beim FC froh sein, dass sich der 21-Jährige direkt zum Saisonstart durchsetzen konnte und in der Startelf stand. Das ist bei seiner zweiten Leihe in Folge zum SC Verl auch das Ziel von Onuoha. Bereits in der abgelaufenen Saison hatte er bei den Ostwestfalen gespielt, sich aber nicht durchsetzen können. Trotzdem verliehen in die Kölner erneut nach Verl, wo der Angreifer am ersten Drittliga-Spieltag 2025/26 auf knapp eine halbe Stunde Spielzeit kam. In dieser konnte der Stürmer seine Mannschaft aber nicht mehr zum Sieg schießen, es blieb beim 2:2 gegen den SV Waldhof Mannheim.

Ebenfalls unentschieden spielte Rot Weiß Essen, an die Potocnik ausgeliehen ist. Der konnte beim 1:1 gegen die TSV 1860 München wegen eines Muskelfaserrisses jedoch nicht mitwirken. Ganz im Gegensatz zu einem Ex-Kölner im Trikot des Vereins aus dem Ruhrgebiet: Marvin Obuz wurde kurz vor Schluss in der 87. Minute eingewechselt. Ein entscheidender Impuls für den möglichen Sieg gelang dem 23-Jährigen aber nicht. Allerdings war der Offensivspieler auch erst kurz vor dem ersten Spieltag fit geworden, nachdem er Teile der Vorbereitung wegen einer Verletzung der Bauchmuskulatur verpasst hatte.

Erfolgreiche Ex-Spieler

Erfolgreicher als die Leih-Spieler waren weitere Akteure neben Obuz, die den FC im Sommer verlassen haben. So spielte Mathias Olesen durch beim 3:2-Sieg der SpVgg Fürth gegen Dynamo Dresden und lieferte sogar die Vorlage zum entscheidenden 3:1. Ebenfalls mit einem Sieg ging es für Dejan Ljubicic und Dinamo Zagreb los. Beim 2:0-Erfolg startete der Österreicher und bekam über die vollen 90 Minuten das Vertrauen seines Trainers als offensiver Mittelfeldspieler. Somit können beider Ex-Kölner auf einen gelungenen Saisonstart schauen.

Der 1. FC Köln setzt weiter auf Leihen bei Talenten – das kommt nicht überall gut an

Jaka Potocnik hat gegen Oberhausen getroffen
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Der 1. FC Köln setzt weiter auf Leihen bei Talenten – das kommt nicht überall gut an

Der Zwischenschritt über Leihen soll den Spielern mehr Spielpraxis ermöglichen, sie weiterentwickeln. Dennoch stellen sich im Bezug auf diese Vorgehensweise mit jungen Talenten einige Fragen. Deswegen setzt der 1. FC Köln auf Leihen.

Der FC sieht sich auch weiterhin als Entwicklungsclub – und zum entwickeln brauchen die Akteure Spielpraxis. So zumindest die Auffassung der FC-Verantwortlichen. Deswegen setzt der 1. FC Köln auf Leihen.

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Natürlich dauerte es beim Mitgliederstsammtisch am Dienstag nicht lange bis das Thema Nachwuchs, Leihen und Abgänge der Talente auf den Tisch kam. Souverän und gelassen beantwortete der Kölner Sportdirektor die Fragen nach Yann-Aurel Bisseck, Justin von der Hitz und Co. Ob Kessler sämtliche Fans mit seinen Ausführungen abholen konnte, ist natürlich fraglich. Doch die Logik hinter der Kölner Vorgehensweise scheint eindeutig. „Es ist besser, wenn er nicht 13 Mal zehn Minuten bei uns spielt, sondern im besten Fall 30 Mal 90 Minuten in Linz. Und dann im nächsten Sommer mit dem Rückenwind dieser Einsätze zu uns zurückkommt“, sagte Kessler beispielsweise über Elias Bakatukanda, der noch ein weiteres Jahr in Österreich Spielpraxis sammeln soll. Bakatukanda gilt als großes Innenverteidiger-Talent, dem die Zukunft beim FC gehören soll. Aber eben die Zukunft und nicht die Gegenwart.

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Hätte, wäre, könnte?

Es ist ein sich mittlerweile ständig wiederholendes Thema. Hätte man Justin von der Hitz nicht als Rechtsverteidiger einsetzen können, als der FC danach suchte? Wäre nicht Fayssal Harchaoui mal eine Option auf der Sechs gewesen? Und warum wurde mit Joel Schmied ein Innenverteidiger für 2,5 Millionen Euro verpflichtet, während die eigenen Abwehrspieler verliehen werden? Und warum bekommt Alessandro Blazic jetzt nicht die Chance, als Nummer zwei den Rücken von Marvin Schwäbe zu stärken? Zahlreiche Fragen, die durchaus verständlich sind. Die aber eben nicht der Denkweise der FC-Bosse entsprechen. Und so betonte Kessler am Dienstag, dass es da auch einer engen Absprache mit den jeweiligen Nachwuchstrainern bedarf. Denn gerade die können den Leistungsstand der Spieler am besten einschätzen.

Und in Köln verfolgen die Verantwortlichen eben die Linie, dass es den Nachwuchsspielern vielleicht besser tut, einen Zwischenschritt zu gehen. „Das soll der Weg sein: Wenn die Jungs gedanklich zu groß werden für das Franz-Kremer-Stadion, aber noch nicht bereit sind, jedes Wochenende um einen Kader- und Startelfplatz zu kämpfen, müssen sie höher als in der Regionalliga spielen“, so Kessler. „Wir können nicht Bundesliga spielen, in dem wir 15 junge Spieler auf den Platz lassen. Wir werden aber wie auch in dieser Spielzeit freie Plätze für junge Spieler haben“, sagte Kessler. Und so ist das Prinzip, den Akteuren eine Option zu bieten, Spielpraxis auf anderem Niveau zu sammeln. Eben durch Leihen. So wie Bakatukanda bei Linz. Aber auch so wie es die Kölner nun mit Jaka Potocnik vorhaben und mit Alessandro Blazic und möglicherweise auch mit Justin von der Hitz vor hatten.

„Er wird sich entwickeln“

Potocnik hatte sich im Winter dem Vernehmen nach gegen eine Leihe gewehrt. Jetzt könnte die Situation eine andere sein. „Er braucht einen klaren Hafen. Er wird sich entwickeln. Wir sind mit den Interessensvertretern im Austausch“, so Kessler. „Wir hoffen, dass wir ihn in einen Club verleihen, der höher ist als Regionalliga.“ Denn auch der junnge Slowene sei noch nicht so weit, um jetzt schon Bundesliga zu spielen. Auch bei Blazic wollten die Kölner diesen Weg gehen. Eine Leihe kam nicht zu Stande, die Zeichen stehen auf Abschied. Der FC verliert wieder ein Talent und wieder ablösefrei. Ein wiederkehrendes Thema, das bei dem ein oder anderen Youngster vielleicht in dem aufgezeigten Plan und der Idee einer Leihe begründet ist. Möglicherweise liegen Anspruch der Spieler und Idee des Vereins zu weit auseinander.

Ob der Weg über die Leihen der richtige ist, wird sich zeigen müssen. Die Causa Yann-Aurel Bisseck wollte Kessler aber nicht als Gegenbeispiel gelten lassen. Der Innenverteidiger war gleich mehrfach ausgeliehen und schließlich abgegeben worden. Mittlerweile spielt Bisseck für Inter Mailand und die DFB-Auswahl. Nur weil es einmal nicht wie gewünscht funktioniert habe, lasse er sich nicht von dem Weg abbringen, erklärte Kessler. Und so werden die Kölner den Weg der Leihen weitergehen. Potocnik ist ein Kandidat, es wird weitere geben. Denn auch das betonte Kessler, der FC werde nicht daran vorbeikommen, weiterhin ein Entwicklungsclub zu sein. Und Spielpraxis ist nun mal ein elementarer Teil der Entwicklung.