FC-Neuzugang Luka Lochosvilli: „Manchmal verstehen Fußballspieler nicht, wie viel das für die Fans bedeuten kann“

Luka Lochoshvili machte im Trainingslager des 1. FC Köln einen sehr guten Eindruck
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FC-Neuzugang Luka Lochosvilli: „Manchmal verstehen Fußballspieler nicht, wie viel das für die Fans bedeuten kann“

Ein Monat in Köln, und Neuzugang Luka Lochoshvili fühlt sich schon sehr wohl. Nur bei der Hymne hakt es beim Neuzugang noch. 1. FC Köln: Neuzugang Luka Lochoshvili gerät ins Schwärmen

Beim Autogrammeschreiben während der Saisoneröffnung am Samstag kam der 28-Jährige ordentlich ins Schwitzen. Beim Mitsingen der Hymne hat er eigener Aussage nach noch Nachholbedarf.

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Es ist rund einen Monat her, dass Luka Lochoshvili in Köln seine Zelte aufgeschlagen hat. Der Georgier wechselte aus der zweiten Bundesliga vom 1. FC Nürnberg ins Rheinland und soll die Defensive der Geißböcke verstärken. Geschäftsführer Thomas Kessler legte rund fünf Millionen Euro für den 28-Jährigen auf den Tisch, der wie die Neuzugänge Gideon Mensah (Ghana) und Paul Okon-Engstler (Australien) Nationalspieler ist. In den Trainingseinheiten, Testspielen und im Trainingslager in Kitzbühel hat der Abwehrspieler seinen Anspruch auf einen Platz in der Startelf von Trainer René Wagner unterstrichen und gezeigt, dass er beim FC eine Führungsrolle in der Abwehr übernehmen kann. Anlässlich der Saisoneröffnung am vergangenen Samstag sprach der 28-Jährige über seinen Eindruck von den Anhängern und der Wucht des Vereins.

Lochoshvili: „Manchmal verstehen Fußballspieler nicht, wie viel das für die Fans bedeuten kann.“

Mit Lochoshvili hat Kesseler einen erfahrenen Spieler verpflichtet. Vor seiner Zeit in Köln spielte er bei Vereinen in der italienischen Serie A, in der österreichischen Bundesliga und in der Slowakei. In Nürnberg schaffte er schließlich den Durchbruch in der 2. Bundesliga. Die Clubberer ließen ihn nur ungern gehen. Auch Lochoshvili fühlte sich bei den Unterfranken wohl, aus deren Fanlager er viele Sympathien erhält. Umso erfreuter ist er, dass beim FC die Unterstützung von den Rängen ebenfalls einzigartig ist: „Beide sind traditionsreiche Vereine mit einer großen Fangemeinde. Ich finde, beide haben großartige Fans. Davon werde ich in Zukunft im Stadion noch mehr erleben. Was ich heute gesehen habe, war einfach fantastisch.“

Sympathiepunkte sammelte der Abwehrhüne bei der Autogrammstunde am Samstag. Zusammen mit einigen seiner Mannschaftskollegen und einer Auswahl der Frauen des 1. FC Köln verschaffte er den Fans mit einer Unterschrift glückliche Momente. Er selbst sagte dazu: „Für meinen Rücken war es ein bisschen anstrengend. Aber es hat sich gelohnt, denn ich glaube, die Fans sind glücklich, und das bedeutet ihnen sehr viel. Manchmal verstehen Fußballspieler nicht, wie viel das für die Fans bedeuten kann. Deshalb hoffe ich, dass sie glücklich sind und den Tag genossen haben.“

Leidenschaft für Verein und Stadt

In einem Punkt tut sich Lochosvilli allerdings noch schwer: Beim Mitsingen der Hymne hat er eigenen Aussagen zufolge noch Nachholbedarf. „Einiges davon kann ich nachvollziehen, ich bin ja noch dabei, dazuzulernen. Aber ich sehe, mit wie viel Gefühl die Leute singen. Wie viel Liebe sie da hineinstecken. Das ist das Wichtigste. Ich sehe es in ihren Augen. Sie haben so viel Leidenschaft für diesen Verein und diese Stadt. Deshalb hoffe ich, sie jeden Tag glücklich zu machen.“ Bereits am kommenden Samstag hat der Neuzugang die nächste Gelegenheit, den überaus positiven Eindruck seiner ersten Wochen beim FC in der Generalprobe der Kölner gegen Real Sociedad San Sebastián auf heimischem Rasen zu bestätigen. Vielleicht läuft es dann auch mit der Hymne schon ein wenig besser.


Die Verpflichtung von Luka Lochoshvili verspricht einen spannenden Konkurrenzkampf

Rav van den Berg und Jahmai Simpson-Pusey
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Die Verpflichtung von Luka Lochoshvili verspricht einen spannenden Konkurrenzkampf

Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili haben die Kölner eine zentrale Baustelle bei der diesjährigen Kaderplanung geschlossen. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen etwas für den internen Wettbewerb getan beim 1. FC Köln: Luka Lochoshvili erhöht den Konkurrenzkampf.

Die Werte für die 2. Bundesliga sprechen eine beeindruckende Sprache. Nun muss Luka Lochoshvili im Oberhaus überzeugen. Nur für die Bank werden die Geißböcke den Spieler nicht verpflichtet haben.

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Die Kritik in den Sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten. Nach der Verpflichtung von Luka Lochoshvili gab es dann doch schnell die ersten Anhänger, die sich über die Verpflichtung eines Zweitliga-Spielers wunderten. Dabei sind die Daten, die der Georgier in der vergangenen Spielzeit abgeliefert hat, durchaus vielversprechend. Gerade in den defensiven Duellen gehörte der Innenverteidiger zu den besten Spielern der Liga, war für Nürnberg eine wichtige Säule bei den Standards. Natürlich ist es nicht möglich, eben jene Werte direkt für die Bundesliga zu adaptieren. Ob Lochoshvili das Zeug zu einem Bundesliga-Spieler hat, wird sich also erst in der Saison zeigen. Den Vergleich mit Kölns Nachwuchshoffnung Julian Pauli entschied der 28-Jährige zumindest klar für sich. Allerdings ist das angesichts des Entwicklungsstadiums der Spieler auch nicht sonderlich verwunderlich. So oder so wird die Verpflichtung intern für einen spannenden Wettkampf sorgen. Denn der FC ist nun in der Breite auf der Position in der Innenverteidigung dann sehr gut aufgestellt.

Bringschuld der Hoffnungsträger?

Rav van den Berg hat noch lange bei den Geißböcken Vertrag. Und er wurde für eine Rekordsumme verpflichtet. Die Erwartungen hat der Abwehrspieler noch nicht erfüllt. Doch der Niederländer hofft, sich in der bevorstehenden Vorbereitung beweisen und einen Stammplatz erkämpfen zu können. Dort dürfte Jahmai Simpson-Pusey aktuell die Nase noch ein wenig vorne haben. Der Engländer spielte eine hervorragende Rückrunde, etablierte sich, avancierte zum Stammspieler. Dass der FC den Spieler unbedingt fest verpflichten wollte, dürfte „JSPs“ Selbstvertrauen auch nicht geschadet haben. Der 20-Jährige wird sich sicherlich große Chancen auf einen Platz in der Startelf ausrechnen. Alleine aufgrund des Marktwerts sind die beiden Innenverteidiger in einer gewissen Bringschuld. Joel Schmied hatte eine kurze Hochphase in der vergangenen Saison, bevor sich der Schweizer verletzte und um den Anschluss wieder kämpfen musste. Nun geht es für Schmied darum, den Konkurrenzkampf in der Vorbereitung anzunehmen. Eine ordentliche Herausforderung.

Elias Bakatukanda und Pauli kehren wohl aus ihren Leihen zurück. Gerade zweiterer wird seine Chance ganz sicher erhalten. Thomas Kessler gilt als Befürworter des Youngster. In seiner Premieren-Saison bei den Profis hinterließ der in London geborene Innenverteidiger schon einen guten Eindruck. Nun will er bei den Profis den nächsten Schritt gehen, Bakatukanda dürfte es nach der komplizierten Vorsaison erst einmal schwer haben. Verletzungsbedingt kam das Kölner Eigengewächs in Linz nur selten zum Einsatz. Und dann ist da eben noch die Unbekannte Timo Hübers. Der Ex-Kapitän arbeitet mit Hochdruck an seinem Comeback. Vor der Rückrunde wird der Abwehrspieler nicht zurückerwartet. Dann wird Hübers sich aber auch erst einmal der Konkurrenz stellen müssen. Luka Lochoshvili wird es seinen neuen Mitspielern sicherlich nicht leicht machen.


Überragend im Zweikampf, gefährlich bei Standards – deswegen passt Luka Lochoshvili zum FC

Luka Lochoshvili gilt als kopfballstark und kompromisslos
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Überragend im Zweikampf, gefährlich bei Standards – deswegen passt Luka Lochoshvili zum FC

Mit Luka Lochoshvili haben die Kölner nun doch ihre erste Neuverpflichtung unter Dach und Fach gebracht. Bei wohl keinem potenziellen Neuzugang war das Anforderungsprofil im Vorfeld so genau definiert – zumindest öffentlich. Nun haben die Kölner zugeschlagen und viel Geld investiert.

Die Kölner haben nun also ihren ersten Spieler unter Vertrag genommen. Luka Lochoshvili soll die Kölner verstärken. Zwar hat der Georgier noch nie Bundesliga gespielt, doch die Werte sprechen für den Abwehrspieler.

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Wie sich das Kölner Stadion gut gefüllt anhört oder anfühlt, weiß Luka Lochoshvili bereits – wenn auch seine Erinnerungen an Köln vielleicht nicht die besten sind. Mit Georgien kassierte der Abwehrspieler eine derbe Niederlage im Achtelfinale der Europameisterschaft 2024 gegen Spanien. 1:4 hieß es nach 90 Minuten, in denen Georgien noch durch ein Eigentor in Führung gegangen war. Eine Runde später scheiterte Deutschland ebenfalls an der Furia Roja. Nun wird das Kölner Stadion zur Heimat für den 28-Jährigen, der einen Vertrag bis 2029 bei den Kölnern unterschrieben hat. Der FC hat bekanntlich einen weiteren Innenverteidiger gesucht, einen Linksfuß, erfahren, eine sofortige Hilfe. Und einen Abwehrspieler, der durchaus das Potenzial hat, zum Abwehrchef zu werden. Ob der 28-Jährige alle Erwartungen der Geißböcke erfüllen wird, wird sich erst zeigen müssen. Dem Vernehmen nach haben die Kölner rund fünf Millionen Euro für den erfahrenen Abwehrspieler bezahlt – eine hübsche Stange Geld, wenn man sie mit der Verpflichtung von Jakub Kaminski vergleicht.

Stark in den Zweikämpfen, gefährlich bei Standards

Der Blick auf die Zweitliga-Daten der vergangenen Spielzeit erscheint aufschlussreich. Lochoshvili gewann überragende 76,4 Prozent seiner Defensivduelle, das als unumstrittener Stammspieler der Nürnberger, der nur ein Spiel aufgrund einer Gelbsperre verpasste. Nur zwei Spieler waren in der vergangenen Spielzeit in der 2. Bundesliga besser. Geht der Abwehrspieler also ins Eins-gegen-eins, dann gewinnt er den Zweikampf in drei von vier Fällen. „Lochoshvili ist in der Defensive und vor allem im direkten Duell nur sehr schwer zu besiegen. Es gab kaum einen Angreifer, der im Eins-gegen-eins gut aussah“, sagt Julian Berce, Datenanalyst von ball-orientiert, der mit seinem Kollegen Christian Pöhlmann auch die Plattform „Clubfokus“ zum 1. FC Nürnberg betreibt. „Auch durchaus prominente Namen wie Ex-Nationalspieler Mergim Berisha prallten da schnell ab. Er ist sehr gut darin, seinen Körper zwischen Ball und Gegenspieler zu drücken und ist so oftmals früher am Ball.“ 

Mit einer Körpergröße von 1,92 Metern ist der Spieler auch in der Luft eine Bank, gewinnt zwei Drittel seiner Luft-Duelle. Lochoshvili ist kein Spieler, der bei Standards und hohen Bällen in Bedrängnis gerät. Für einen Bundesligisten, der in der vergangenen Saison genau in dieser Kategorie seine größten Schwächen zeigte, ist das ein konkreter Mehrwert. Vor allem, weil der Spieler auch bei Standards im Offensivbereich gefährlich wird. Lochoshvili erzielte in der vergangenen Saison fünf Tore für Nürnberg, drei nach Freistößen oder Ecken. Und das sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Fuß. „Er hat in der Jugend sogar Stürmer gespielt und für den FCN das ein oder andere offensive Ausrufezeichen gesetzt“, sagt Berce.

„Nicht gerade spektakulär“

Auch in Sachen Antizipation gehört der Abwehrspieler zu den besseren der Liga, fängt oft die Kugel ab. Doch die Defensivarbeit ist die eine Seite der Wahrheit. Den anderen Teil der Geschichte erzählt die Arbeit nach vorne. Ein überragender Aufbauspieler war Lochoshvili in der vergangenen Spielzeit nicht. Gerade bei den Vertikalpässen schlichen sich zu oft Fehler ein, der Georgier gehört zum unteren Durchschnitt sowohl bei der Anzahl der Pässe als auch bei der Genauigkeit. „Sein Spielaufbau ist jetzt nicht gerade unfassbar spektakulär. Er hat einen ordentlichen linken Fuß, kann andribbeln und auch mal über längere Distanz den Ball anbringen, aber er wird dir keine zehn perfekten diagonal flache Pässe in die Zwischenräume spielen“, so Berce. Mit 88,8 Prozent allgemeiner Passgenauigkeit und 54,4 Prozent bei langen Bällen ist er verlässlich genug, um nicht zur Schwachstelle im Aufbau zu werden. Er gibt den Ball sicher weiter – er gestaltet ihn nur nicht aktiv. Spannend: Lochoshvili kann auch auf der linken Außenbahn spielen, unter anderem bei der EM im Nationaldress. Als Backup für die linke Seite wäre der Georgier sicher eine Alternative.

Ob der Innenverteidiger das Zeug zum Bundesliga-Spieler hat, ist offen. Seine neun Karten und seine Foulstatistik lassen aber keine Zweifel daran, dass er mit Physis und Körperlichkeit das Duell sucht. „Ich traue ihm definitiv zu, in der Bundesliga zu spielen und dass er defensiv eine absolute Bereicherung für Köln sein wird“, sagt Berce. 
Die Werte sprechen aber eine klare Sprache pro Lochoshvili.

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