1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #6: Zwischen Kwasnioks Entlassung und Wagners ersten Tagen
Simon Bartsch
Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #6: Zwischen Kwasnioks Entlassung und Wagners ersten Tagen. Der Podcast zum 1. FC Köln.
Im Podcast sprechen Simon, Hendrik und Simon von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #6: Zwischen Kwasnioks Entlassung und Wagners ersten Tagen.
Podcast zum 1. FC Köln
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Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.
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Folge #6:
In Folge Sechs gibt es natürlich vor allem ein beherrschendes Thema: Die Entlassung von Lukas Kwasniok nach dem Rheinderby. Und bei so einem großen Thema trifft es sich gut, dass es eine Premiere bei 1948 gibt: Neben der doppelten Simon-Kombi von der vorherigen Folge bestehend aus Simon Bartsch und Simon Hense gibt Hendrik Broschart aus dem come-on-fc-Team seine Premiere. Zusammen diskutieren sie, ob die Entlassung die richtige Entscheidung war, was sich Kwasniok (nicht) vorwerfen lassen muss und wie die Ernennung des vorherigen Co-Trainers René Wagner zu bewerten ist. Zum Schluss machen sie dann noch einen kleinen Abstecher in Richtung Nationalmannschaft, wieso sich Said El Mala wieder (nur?) bei der U21 zeigen darf. Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.
Erneuter Ergebnis-Frust beim 1. FC Köln: Gegen Gladbach ist der FC wie vom Pech verfolgt
Hendrik Broschart
Trotz engagierter Leistung und einem wilden Derby gegen Gladbach bleibt der 1. FC Köln erneut unter seinen Möglichkeiten. Verletzungspech, bittere Einzelschicksale und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen summierten sich zu einem Abend, an dem einfach alles gegen den FC und den Trainer lief. 1. FC Köln: Glücklos-Derby gegen Gladbach führt womöglich zum Trainer-Aus.
Im wilden Rheinderby zeigt der 1. FC Köln gegen Gladbach Moral und Comeback-Qualität, steht am Ende aber wieder mit zu wenig da. Verletzungen, unglückliche Aktionen und strittige Entscheidungen fügen sich zu einem Spiel, in dem dem FC schlicht alles gegen den Strich lief.
Auch gegen Borussia Mönchengladbach konnte die Sieglosserie nicht gebrochen werden beim 1. FC Köln (Photo by Christof Koepsel/Getty Images)
Zaghafter Applaus hallte gestern Abend durch das sich rasch leerende RheinEnergieStadion. Die Geißböcke überzeugten zwar wieder mit ihrer Leistung in einem wilden Spiel, doch die Bilanz mit einem Punkt gegen Gladbach fällt erneut unzufriedenstellend aus. Sollte der FC St. Pauli am Sonntagnachmittag zu Hause gegen den SC Freiburg gewinnen, stünde der 1. FC Köln sieben Spieltage vor Saisonende erstmals unter dem Strich. Coach Lukas Kwasniok suchte hierfür gestern nach den richtigen Worten: „Ich weiß, dass in der Öffentlichkeit in erster Linie Ergebnisse als Argumente herangezogen werden und glaube aber, als Vereinsverantwortlicher schaut man in erster Linie darauf, wie die Jungs gemeinsam mit dem Trainer arbeiten und welche Überzeugung vorhanden ist“, äußerte der 44-Jährige gegenüber Sky. Im Duell gegen Gladbach habe man ihm Hindernisse in den Weg gelegt. „Egal ob es dann Unparteiische sind oder Verletzungen, wo wir heute einfach einen 19-Jährigen reingeworfen haben. Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln.“
Cenny Neumann: Ein Startelfdebüt zum Vergessen
Und in der Tat: Ein Blick auf die 90 Minuten zeigt, wie viel an diesem Abend gegen den FC lief. Es begann mit der Hiobsbotschaft, dass der Aushilfs-Rechtsverteidiger Tom Krauß das Aufwärmen aufgrund von Knieproblemen abbrechen musste. Ersatzspieler Jan Thielmann war nach seiner Muskelverletzung noch nicht fit genug für einen Einsatz in der Startelf, schon gar nicht in einem intensiven Derby. So fiel die Wahl auf einen 19-jährigen Nachwuchsspieler, der vorwiegend in der Regionalliga West spielt und erst vor zwei Wochen gegen Borussia Dortmund seine ersten Schritte auf der ganz großen Bühne machen durfte. Für vier Minuten stand bis Cenny Neumann dahin auf dem Rasen in Müngersdorf.
Die Fohlen hatten seine Seite schnell als schwächstes Glied ausgemacht. So kam es, wie es kommen musste. Neumann war am 0:1 nach nur 28 Sekunden maßgeblich beteiligt, ließ sich obendrein vor dem 2:3 austanzen. Angesichts der enormen Erwartungshaltung und des Drucks kann man Neumann sicherlich keinen Vorwurf machen. Vielmehr ist es einmal mehr die Verletzungsproblematik, die dem FC in dieser Sache einen Strich durch die Rechnung machte.
Ex-Kölner Castrop wie entfesselt
Gegen seinen Ausbildungsverein wirkte Neumanns Gegenspieler Castrop wie entfesselt. Der Außenbahnspieler brach gegen den FC seinen Torbann, traf erstmals seit dem fünften Spieltag wieder und erzielte zudem zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Karriere zwei Tore in einer Partie. Die beiden Treffer schmecken ihm umso süßer, da er keine guten Erinnerungen an seine Zeit im Geißbock-Trikot hat. Denn bei den Profis bekam das Kölner Eigengewächs damals nicht die erhoffte Chance. „Ich war ein sehr ehrgeiziger junger Spieler und wollte so schnell wie möglich mein Debüt geben. Dann habe ich alle Spieler in meinem Jahrgang um mich herum gesehen. Ich habe gesehen, wie die ganzen Talente in ihren Mannschaften zu ihren ersten Spielen kamen. Und ich stand irgendwie auf der Stelle, kam nicht weiter. Das ist kein Vorwurf an Köln, es gibt kein böses Blut, aber natürlich war es enttäuschend für mich. Deshalb habe ich mir einen anderen Weg gesucht“, so der Gladbacher gegenüber Sky.
Sein Weg führte ihn im Januar 2022 nach Nürnberg und im letzten Winter schließlich an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach. Für ihn schloss sich gestern mit dem Beinschuss an Schwäbe aus gut 13 Metern und dem Traumtor in den rechten Winkel der Kreis.
Schiedsrichterentscheidungen, die Fragen aufwerfen
Als ob das nicht schon genug wäre, verschaffte der Unparteiische Sören Storks den Geißböcken dann auch noch einen gravierenden Nachteil. Eric Martel holte sich in zwei nahezu identischen Aktionen die Gelb-Rote Karte ab. Zunächst traf der Ellbogen des Mittelfeldspielers Haris Tabakovic (73.), dann Joe Scally (86.) nach dessen Kopfballtreffer zum 3:3. Schiedsrichter Storks und seine Assistenten vergaben die zweite Karte damit in einer entscheidenden Phase der Partie. Thomas Kessler bewertete dies im Anschluss mit großer Enttäuschung. „Ich fand, dass wir heute viele Situationen hatten, bei denen ich mich wirklich gewundert habe, warum er so entschieden hat. […] Weil am Ende, in der Phase, in der du das 3:3 machst, winkt er Abseits und gibt dann noch eine Gelb-Rote Karte. Im Laufe des Spiels gab es viele gelbe Karten, bei denen ich mir wirklich Fragezeichen gesetzt habe.” Irritierend war sicherlich auch der Fakt, dass Storks und sein Team einen Ellbogencheck von Gladbachs Joey Scally gegen Martel, durch den der 23-Jährige Mitte der ersten Hälfte zu Boden ging, nicht ahndeten.
Stehen die Zeichen auf Abschied?
Alles in allem standen die Sterne über Müngersdorf für Lukas Kwasniok und seine Mannschaft maximal ungünstig. Die Verletzung von Krauß, Castrops Remontada und die fragwürdigen Entscheidungen von Sören Storks haben womöglich das Aus von Kwasniok in Köln besiegelt. In seinem womöglich letzten Interview nach einem Spiel ließ er es sich allerdings nicht nehmen, noch einmal eine Kampfansage loszuwerden.: „Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln, und ich glaube, eins spürt man sehr wohl: Ich mache das mit Hingabe, mit Liebe für den Verein, für die Mannschaft, und das werde ich bis zum Schluss tun.“ Nun liegt es bei Geschäftsführer Kessler zu entscheiden, ob Kwasniok bereits vor der Länderspielpause seine Sachen packen muss. Darüber wird just in diesem Moment diskutiert. Kwasniok war schon am Geißbockheim, brach aber kurz danach wieder auf.
Die Wende nach der Wende? Im Schicksals-Derby könnte sich für den 1. FC Köln ein Kreis schließen
Redaktion
Der 1. FC Köln hat beim 1:1 gegen den Hamburger SV zwar eine solide Leistung gezeigt, ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb aber aus. Während FC-Trainer Lukas Kwasniok derzeit weiterhin die Rückendeckung vom Kölner Sportchef Thomas Kessler genießt, könnte nun ausgerechnet das 100. Bundesliga-Derby gegen Borussia Mönchengladbach zum Schicksalsspiel werden. Gelingt dem 1. FC Köln im Derby der Turnaround?
Nach dem Remis gegen den HSV in der Vorwoche brauchen die Geißböcke unbedingt Punkte. Am liebsten schon am Wochenende im Derby. Ausgerechnet das leitete eigentlich die Wende in der Hinrunde ein – mindestens emotional.
Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
Gladbachs Trainer Eugen Polanski rührte mit seiner Mannschaft erstmal Beton an und überließ dem FC weitestgehend das Feld. Vermutlich ein wenig aus Respekt vor dem starken Saisonstart des kölschen Kontrahenten. Eventuell aber auch, weil der VfL-Übungsleiter zuvor beim Gegner bereits ein Problem ausgemacht hatte, das sich wie ein roter Faden durch den weiteren Verlauf der Saison zieht. Den Geißböcken fehlt es gegen defensiv agierende Teams meist an spielerischer Kreativität und Durchschlagskraft. Und so kam die 1:3-Derby-Niederlage nach einer der schwächsten Saisonleistungen des 1. FC Köln auch nicht völlig überraschend, hatte aber weitreichende Folgen.
Denn während Gladbach mit dem Erfolg einen wichtigen Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld machte, wendete sich das Blatt mit diesem Spiel aus FC-Sicht zum Negativen. In den folgenden 16 Partien holte die Truppe von Köln-Coach Kwasniok nämlich gerade einmal elf Punkte. Berechnet man das Derby in der Hinrunde mit ein, sind es also elf Zähler in quasi einer Halbserie. Und damit eine zweifellos abstiegsreife Bilanz.
Kwasniok zwischen soliden Leistungen und fehlenden Punkten
Zum Rückrunden-Derby schließt sich nun gewissermaßen der Kreis, wenn auch unter veränderten Vorzeichen. Die Borussia aus Mönchengladbach holte nach dem Hinrundenspiel gegen die Kölner noch 19 weitere Zähler und hat sich aktuell immerhin vier Punkte Vorsprung auf Platz 16 erspielt. Unterdessen ist die Distanz des FC zum Relegationsrang auf ein mageres Pünktchen geschmolzen. Und so abgedroschen der Begriff des „Schicksalsspiels“ auch klingen mag: Genau zu diesem könnte das anstehende rheinische Duell (Samstag, 15:30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com) nun werden.
In erster Linie für Lukas Kwasniok. Dem Kölner Cheftrainer kann man auf der einen Seite zugutehalten, dass seine Mannschaft sich nach wie vor ordentlich präsentiert und bislang in keinem Spiel auseinanderfiel. So kann der FC auch weiterhin das beste Torverhältnis der Tabellenkeller-Teams vorweisen. Zudem haben die Kölner noch einige Gegner auf Augenhöhe vor der Brust (Come on FC berichtete). Und es damit selbst im Fuß, den drohenden Abstieg in diesen ‚Sechs-Punkte-Spielen‘ zu verhindern.
Auf der anderen Seite spricht die Punkteausbeute der letzten Wochen aber gegen Kwasniok. Zwar ist dessen Verhältnis zu Kölns Sportboss Thomas Kessler offenbar weiterhin intakt – und es gibt zudem zumindest kein öffentlich verkündetes Ultimatum für den Chefcoach. Es gilt allerdings als wahrscheinlich, dass das Schicksal Kwasnioks als FC-Trainer eng an den Ausgang der Partie gegen Mönchengladbach geknüpft ist. Sollten die Geißböcke das Derby nicht gewinnen, wäre Kwasniok vermutlich nur noch schwer zu halten.
Schicksalsspiel als große Chance im Abstiegskampf
Die Begegnung mit dem alten Rivalen kann man aber durchaus auch als Schicksalsspiel für den FC selbst sehen. Denn trotz eines Kaders, der grundsätzlich das Zeug für einen gesicherten Mittelfeld-Tabellenplatz haben sollte, sowie stets ansprechenden Leistungen gegen die Top-Mannschaften der Liga, ist die Lage prekär. Das Kölner ‚Projekt Bundesliga‘ läuft nach nur einer Saison Gefahr, schon wieder beendet zu werden.
Ein Derby-Sieg könnte also dazu beitragen, genau dieses Szenario vorerst abzuwehren. Ähnlich wie für Borussia Mönchengladbach in der Hinrunde könnte die Partie nun in der Rückrunde auch für den 1. FC Köln zum Wendepunkt werden. Ein Wendepunkt, durch den die Geißböcke den Negativ-Trend stoppen, sich eine solide Ausgangsposition für die restlichen Spiele im Abstiegskampf verschaffen. Und womöglich auch einen in solchen Situationen branchenüblichen Trainerwechsel verhindern können.
Lukas Kwasniok will mit dem 1. FC Köln gegen den HSV dem steigenden Druck und der schweren Aufgabe trotzen
Simon Bartsch
Auf Lukas Kwasniok steigt der Druck. Vor dem Duell gegen den HSV scheint der Trainer angezählt und in Hamburg wartet auf die Geißböcke wahrlich keine leichte Aufgabe. Der Kölner Coach ist dennoch zuversichtlich, Punkte aus der Hansestadt mitzunehmen: So will der 1. FC Köln beim HSV punkten.
Nach der Niederlage gegen den BVB trotz der ordentlichen der Kölner Mannschaft hat sich die Tabellensituation des FC zugespitzt. Am Samstagabend will sich das Team bei den Rothosen wieder etwas Luft verschaffen und einen Dreier gegen den HSV einfahren.
Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen den HSV (Foto: Lars Baron / Getty Images)
Endspiel oder kein Endspiel – darin scheiden sich aktuell in Köln die Geister rund um das Geißbockheim. Während gerade in den Sozialen Medien viele Fans die Ablösung des Trainers fordern, hat Lukas Kwasniok ganz offensichtlich eine andere Vision. Der Trainer ist guter Dinge, die Wende noch zu schaffen und prophezeit dem Verein sogar noch mehr. „Ich glaube, dass dem Verein einfach auch eine gute und gesunde Zukunft bevorsteht“, sagte der 44-Jährige. „Und ich glaube, je fokussierter wir jetzt auf die Dinge sind, die wir beeinflussen können, desto schneller werden die Ergebnisse kommen und desto wunderbarer wird die Zukunft aussehen.“ Allerdings sprach der Coach nicht davon, dass es dabei um eine gemeinsame Zukunft gehe.
Zwischen Vision und Druck
Fakt ist, der FC hat aus den vergangenen 16 Spielen gerade einmal zehn Punkte geholt, ist in der Formtabelle (der vergangenen fünf Spiele) auf Rang 16 angekommen, punktgleich mit den Plätzen 17 und 18, liegt ebenfalls punktgleich auf dem Relegationsrang. Die Ergebnisse blieben zuletzt aus, auch, wenn die Leistung oft stimmte. Zur Wahrheit gehört auch, dass in diesen Spielen der FC aber selten als unverdient Geschlagener vom Platz ging. Dass die Geißböcke sich in einer Krise befinden, ist also alles andere als von der Hand zu weisen. Und so wirken die Visionen des Trainers wohl nicht für Jedermann überzeugend. Auch wenn sich die Anhänger sicherlich eine wunderbare Zukunft ihres Vereins wünschen würden.
Für einen Lichtblick oder einen Hoffnungsschimmer würde sicherlich eine gute Leistung und vor allem drei Punkte in Hamburg sorgen. Der FC, vor allem aber Lukas Kwasniok würden sich wieder ein wenig Luft verschaffen, mit Selbstvertrauen in das Derby gegen Gladbach starten und vor allem den HSV wieder mit in die Abstiegs-Verlosung reißen. Doch die andere Seite der Medaille wäre dann ein doch schon ordentlicher Druck auf der Kölner Brust. Denn auch wenn Lukas Kwasniok am Donnerstag sicher schien, dass die Performance auch über seine Situation mit entscheide, wird es am Ende dann doch um Punkte gehen. Heißt: Verliert Köln in Hamburg, sind die Rothosen wohl gesichert, der FC könnte aber auf den Relegationsplatz abrutschen, zum ersten Mal in dieser Spielzeit.
Kwasniok weiß um die Stärke des Gegners
Dass die Aufgabe im Volksparkstadion keine leichte wird, weiß auch Kwasniok. „Sie haben noch relativ spät in der Sommer-Transferperiode etwas gemacht. Dadurch haben die Jungs ein bisschen gebraucht. Aber es ist keine Überraschung, dass sie sich dann einfach mit guter kontinuierlicher Arbeit da rausgearbeitet haben“, sagte der Trainer. „Sie haben dann echt zugeschlagen mit Vieira, Lokongo und vor allem dann auch Vuskovic, der einfach ein Gamechanger ist für sie. Es ist jetzt einfach so, dass sich die Vorzeichen so ein wenig geändert haben zum Hinspiel.“ Damals hatten die Kölner bekanntlich 4:1 gewonnen. Auch, weil der VAR dem FC damals wohlgesonnen war.
Dieses Mal wäre sicher ein knapper Sieg ebenfalls im Sinne des Trainers. „Ich glaube einfach, dass wir sehr wohl in der Lage sind, dort zu bestehen“, sagte Kwasniok und schränkte direkt ein: „wohlwissend um die Qualitäten vor allem in der Rotation ihrer Spielanlage, plus eine Defensive, eine Kompaktheit, die es einfach schwer macht, sie zu bespielen.“ Personell steht dem FC wieder Sebastian Sebulonsen zur Verfügung, Jahmai Simpson-Pusey fällt gesperrt aus. Für den Engländer wird Cenk Özkacar beginnen, sonst sind keine weiteren Wechsel im Vergleich zum BVB-Spiel zu erwarten. Die Leistung des Teams sei gut gewesen, sagt Kwasniok und deutet dann doch den Ernst der Lage der beiden kommenden Partien an. „Der Weg ist das Ziel und ein Weg führt uns jetzt nach Hamburg und der nächste dann zum Heimspiel gegen Gladbach, um am Ende dann das Ziel zu erreichen.“
Der Faktor Zufall: Warum der 1. FC Köln gegen Dortmund nicht chancenlos ist
Hendrik Broschart
Köln gegen Dortmund, Abstiegskampf gegen Champions-League-Ambitionen. Trotz Ergebniskrise glaubt FC-Trainer Lukas Kwasniok an seine Mannschaft. Denn im Fußball kann ein Faktor Spiele kippen, der den Geißböcken sogar in die Karten spielen könnte im Duell zwischen Dortmund und dem 1. FC Köln: Darum spielt der Zufall den Geißböcken in die Karten
„50 bis 60 Prozent“ – so hoch beziffert FC-Coach Lukas Kwasniok den Anteil, den er bei der Vorbereitung seiner Spieler für Spieltage hat. Welche Rolle spielt der Zufall für den 1. FC Köln und wie können die Kölner ihn sich zunutze machen?
Werden die Geißböcke beim Spiel gegen Borussia Dortmund wieder jubeln können? (Photo by Christof Koepsel/Getty Images)
Der 1. FC Köln hat eine schwere Aufgabe vor der Brust. Am Samstag empfangen die Kölner den Tabellenzweiten Borussia Dortmund im RheinEnergieStadion. Und das inmitten einer Ergebniskrise der Domstädter, die im Rennen gegen den Abstieg auf jeden Punkt angewiesen sind. FC-Trainer Lukas Kwasniok teilte am Donnerstag auf der Pressekonferenz vorab mit, weshalb er trotz der brenzligen Ausgangssituation einen kühlen Kopf bewahrt: „Wir versuchen, den Jungs einen ordentlichen Plan mit auf den Weg zu geben. Die Nächte rund um das Spiel sind grundsätzlich relativ kurz. Aber ich habe eins gelernt: Du bist für alles verantwortlich und kannst nur etwa 50 bis 60 Prozent beeinflussen. Das ist einfach so.“ Überlässt Kwasniok das Schicksal seiner Mannschaft demnach einfach ohne weiteres dem Zufall? Keineswegs. Denn letzterer spielt im Fußball nachweislich eine schwerwiegende Rolle und in mancher Hinsicht könnte er dem 1. FC Köln sogar in die Karten spielen.
Underdog 1. FC Köln: So können Sie sich den Zufall zunutze machen
Ein wesentlicher Grund für die große Rolle des Zufalls im Fußball ist, dass es sich um eine sogenannte Low-Scoring-Sportart, also eine Sportart mit vergleichsweise wenigen Treffern, handelt. Da in der Bundesliga im Durchschnitt nur etwa drei Tore pro Spiel fallen, haben Außenseiter deutlich bessere Chancen als in vielen anderen Sportarten, ein Spiel offen zu gestalten oder sogar Punkte zu holen – trotz eigentlich schlechterer Voraussetzungen. Wie eng die Spiele häufig sind, zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln zur englischen Premier League im Zeitraum von 2012 bis 2019: Von insgesamt 2 451 ausgewerteten Partien endeten mehr als 60 Prozent unentschieden oder mit nur einem Tor Unterschied. Bei nahezu jedem zweiten Tor (46 %) spielten Zufallseinflüsse eine Rolle.
Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei schwächeren Mannschaften sowie bei einem unentschiedenen Zwischenstand, also in Spielsituationen, in denen einzelne Ereignisse stärker ins Gewicht fallen. Gleichzeitig zeigte die Analyse, dass der Zufall seltener eine große Rolle spielte, wenn Tore aus dem offenen Spiel oder durch Elfmeter erzielt wurden. Treffer nach Standardsituationen wie Freistößen oder Ecken waren dagegen stärker von unvorhersehbaren Faktoren geprägt. Eine Möglichkeit für Mannschaften, die auf dem Papier unterlegen sind, den Zufall auf ihre Seite zu ziehen, sind ruhende Bälle, also Standardsituationen. Während es den Geißböcken bislang beeindruckend konsequent gelingt, Gegentreffer nach Standards zu verhindern, tun sie sich weiterhin schwer, daraus offensiv Kapital zu schlagen.
Mit nur einem Treffer nach einem ruhenden Ball gehören sie zu den harmlosesten Teams der Liga. Auch nach Ecken warten die Kölner bislang noch auf ein Tor. Mit durchschnittlich nur vier Ecken pro Spiel erhält die Mannschaft von Lukas Kwasniok allerdings auch vergleichsweise wenige Gelegenheiten. Gleichzeitig muss sie im Schnitt etwa sechs gegnerische Ecken pro Partie verteidigen, und das gelingt den Domstädtern nach dem Jahreswechsel so gut wie keiner anderen Mannschaft in der Liga.
Warum Köln gegen Dortmund an seine Chance glaubt
Am Samstagabend gilt es für die Kölner, das Schicksal herauszufordern und den deutlichen Vorzeichen der Partie ein Schnippchen zu schlagen. Wer weiß, vielleicht gelingt den Geißböcken gegen die Schwarzgelben ja der Coup (Samstag, 18:30 Uhr, Liveticker auf come-on-fc.com). Sicher ist: Trainer Lukas Kwasniok glaubt an seine Mannschaft.
„Wir fokussieren uns auf uns und wissen, dass das möglich ist“, so der 44-Jährige. „Wir sind in der Lage, zwei, drei, vier Spiele am Stück nicht zu verlieren. Das ist nicht einfach so dahergebabbelt, sondern ich sehe, wie die Jungs arbeiten. Und wenn ich dieses Gefühl irgendwann nicht mehr habe, glaubt mir, ich weiß, wo die Büros der Verantwortlichen sind. Ich werde euch nicht damit plagen, dass die Mannschaft Grütze kickt und ich euch damit nerve. Solange ich diese Überzeugung habe, muss man sich keine Gedanken machen, denn die Mannschaft ist zu gut, um das Ziel am Ende nicht zu erreichen“, so Kwasniok weiter.
Am Samstagabend wird sich zeigen, ob seine Überzeugung auch gegen Niko Kovačs Dortmunder Bestand hat – und vor allem, ob die Geißböcke diesmal das Glück auf ihrer Seite haben.
Nach tragischem Unfall beim 1. FC Köln: Diskussionen um Lukas Kwasnioks Worte
Simon Bartsch
Das 2:2 der Geißböcke gegen die TSG Hoffenheim wurde von einem tragischen Unfall überschattet. Ein Fan war auf der Treppe gestürzt und musste reanimiert werden. Unglücklich äußerte sich an schließend der Trainer des 1. FC Köln: Diskussionen um Lukas Kwasnioks Worte nach dem tragischen Unfall.
Nach dem Duell der Geißböcke gegen die TSG Hoffenheim rückte das errungene 2:2-Remis in den Hintergrund. Aufgrund eines medizinischen Notfalls wurde während des Spiels wie üblich der Fan-Support eingestellt. FC-Trainer Lukas Kwasniok sorgt mit seinen Aussagen für Diskussionen.
Fans des 1. FC Köln stellen den Support nach dem tragischen Unfall ein
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Das Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim bot den Zuschauern im Kölner Stadion eigentlich genügend Grund für lautstarke Reaktionen. Ragnar Ache zum Beispiel mit seinem Traumtor und Said El Mala mit dem Treffer zum Ausgleich. Auch Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns sorgten für lautstarken Protest. Ansonsten blieb es still in Köln – sehr still. Zum Hexenkessel wurde das Stadion in Müngersdorf am Samstagnachmittag jedenfalls nicht. Und das aus ernsthaften Grund: Ein 90-Jähriger Fan war vor Anpfiff eine Treppe heruntergestürzt, musste laut Angaben des Vereins reanimiert werden. Beide Fanlager stellten daraufhin ihren lautstarken Support weitgehend ein. Nach übereinstimmenden Medienberichten, ist der 90-Jährige Fan verstorben.
„Es gibt Argumente dafür und dagegen“
Kritisch sind die Meinungen der Kölner Anhänger. Das aber nicht zum Verhalten der aktiven Fanszene, sondern vielmehr zu den im Anschluss an das Duell getätigten Äußerungen des Kölner Trainers Lukas Kwasniok. Denn während Tom Krauß nach der Partie äußerte, dass es wichtigere Sachen als Fußball im Leben gebe und die Mannschaft, den Punkt „heute für den Fan gewonnen“ habe, sprach der Coach über den fehlenden Fan-Support. „Es gibt Argumente dafür und dagegen. Wir haben das leider im Verlauf der Saison schon zum wiederholten Male erfahren müssen. Fans waren teilweise bei Auswärtsspielen nicht dabei oder die Unterstützung bei Heimspielen war nicht vorhanden, so wie wir uns das erhoffen“, so Kwasniok.
Dass der zwölfte Mann den Kölnern sicherlich noch einmal einen Extra-Schub gegeben hätte, ist unbestritten, die Diskussionen um Kwasnioks Aussage ist dennoch laut. Ein Heimspiel sei „in diesem Moment dann nicht mehr ein solcher Vorteil, wie es mit Support der Südkurve der Fall ist. Wir haben Verständnis für viele, viele Themen außerhalb des Fußballs. Deswegen ist es ein zwiespältiges Thema. Ich möchte das aber nicht im Detail auseinanderklabustern, weil es zu lange dauern würde“, schloss der 44-Jährige seine Erläuterungen inklusive einem zuvor schräg gezogenen Verweis auf die zwölfminütige Rassismus-Rede seines Kollegen Vincent Kompany. Ein Vergleich, der wohl mehr als nur hinkte. Mitleid oder Anteilnahme äußerte der Kölner Trainer jedenfalls nicht, obwohl er durchaus gewusst haben dürfte, dass es dem Fan schlecht ging.
Die Frage, ob die wichtige und lautstarke Unterstützung tatsächlich eher im Mittelpunkt stehe, als die Rücksichtnahme auf einen Rettungseinsatz mit ungewissem Ausgang, ist mehr als berechtigt. Fakt ist, dass die Unterstützung der aktiven Fanszene nicht nur in Köln bei Rettungseinsätzen wie dem am Samstag weitestgehend eingestellt wird – ein übliches Szenario.
Gibt es doch noch Transfers beim 1. FC Köln? „Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen“
Simon Bartsch
Viele Namen werden gerade nicht gehandelt bei den Geißböcken, die Gerüchteküche bleibt beim FC erstaunlich kalt. Nun aber hat sich auch der Kölner Coach geäußert zu möglichen Veränderungen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok will Transfers nicht ausschließen.
Bislang ist auf dem Winter-Transfermarkt von Kölner Seiten eher wenig passiert. Mit Jusuf Gazibegovic ist ein aktueller Spieler verliehen worden. Neo Telle wechselte vom Kölner Nachwuchs zur Fortuna und der FC hat mit Jahmai Simpson-Pusey einen Innenverteidiger an den Rhein geholt. Zuletzt deutete auch nicht viel auf weitere Aktivitäten. Die schließt Kölns Trainer Lukas Kwasniok aber nicht aus.
Lukas Kwasniok und Thomas Kessler
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Während die direkte Konkurrenz auf dem Transfermarkt aufrüstet, kommt der FC in Sachen Neuverpflichtungen diesen Winter nicht so recht in Schwung. Wie berichtet gibt es dafür diverse Gründe. Zuletzt wurden hauptsächlich drei Namen beim FC gehandelt. Stefan Posch ist mittlerweile in Mainz gelandet, Dan Neil spielt künftig für Ipswich Town und Sebastiaan Bornauw wird wohl in Leeds bleiben. Mit Letzterem waren sich die FC-Bosse zu Beginn des Jahres eigentlich einig, doch der Verein legte sein Veto ein. So ist es zuletzt ruhig geworden in der Gerüchteküche am Geißbockheim – so richtig will aktuell kein Name aufbrodeln und sowohl Thomas Kessler als auch Lukas Kwasniok erklärten bereits, dass sie ohnehin nicht unbedingt Not am Mann sähen.
„Wir wollen nichts ausschließen“
Damit ist das Thema Transfers fünf Tage vor dem Deadline Day aber offensichtlich nicht vom Tisch. Denn FC-Trainer Lukas Kwasniok kann sich durchaus vorstellen, dass doch noch etwas bis zum kommenden Montag in Köln passiert. „Ganz schwer“, sagte der Coach am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. „Ich kann es ganz schwer einordnen, also wir gucken schon“, so der Trainer weiter. „Der Klassiker ist ja: Wir wollen nichts ausschließen. Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen, wenn was passieren würde auf der Zugangsseite. Was eventuell dann wieder dazu führen würde, dass es auch auf der Abgangsseite vielleicht Bewegung gibt.“ Festnageln wollte sich der Trainer auf der Aussage aber nicht.
Genauso wenig darauf, dass sich auch ohne Neuverpflichtung auf der Abgangsseite etwas tut. „Nachher geht einer, weil er dann vielleicht gegen Wolfsburg nicht spielt und dann auf die Idee kommt. Und wir haben keinen verpflichtet“, so der Coach weiter. „Geplant ist es nicht. Aber es ist halt Show-Business und das ist täglich veränderbar.“ Sicherlich gibt es durchaus noch ein paar Stellschrauben, an denen der FC drehen könnte. Auch wenn keine Not am Mann ist, gibt es durchaus Felder, auf denen die Qualität auch in der Breite gesteigert werden kann. Genauso wird es wohl den ein oder anderen Spieler geben, der sich aktuell mehr Spielzeit erhofft. Ob das aber einen Abgang bedeutet, wird sich dann wohl bis spätestens Montag entscheiden.
Ausfall beim 1. FC Köln: Dominique Heintz fehlt in Heidenheim – Chance für Jahmai Simpson-Pusey?
Simon Bartsch
Auch zum Jahresauftakt bleibt die Innenverteidiger-Misere dem FC treu. Am Samstagnachmittag fehlt ein weiterer Abwehrspieler des 1. FC Köln: Dominique Heintz fällt in Heidenheim aus.
Auch zum Jahresauftakt bleibt die letzte Abwehrreihe die Sollbruchstelle beim1. FC Köln: Dominique Heintz fällt in Heidenheim aus.
Dominique Heintz im Trainingslager in La Nucia
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Als Jahmai Simpson-Pusey am Montagabend das Hotel des 1. FC Köln in La Nucia endlich betrat, werden die Kölner Verantwortlichen möglicherweise ein wenig aufgeatmet haben. Durch die Verpflichtung des 20-Jährigen war ein Licht am Ende des Innenverteidiger-Fiasko-Tunnels der Hinrunde zu sehen. Timo Hübers und Luca Kilian fallen bekanntlich langfristig aus. Joel Schmied ist aktuell ebenfalls verletzt und Dominique Heintz und Rav van den Berg fehlten ebenfalls einige Male. Einzig Cenk Özkacar blieb vom IV-Fluch der Geißböcke verschont, konnte allerdings noch nicht die Leistung abrufen, die ihn zu einer starken Alternative machen würde. Mit Simpson-Pusey haben die Kölner sicherlich noch nicht die Soforthilfe gefunden, die sie benötigen, der Engländer ist aber sicherlich eine Alternative, die dem Kader mehr Breite verleiht.
Nur zwei nominelle Innenverteidiger
Wie wichtig Verstärkungen im Defensivverbund sind, zeigt die aktuelle Situation. Denn Heintz wird den Geißböcken an der Ostalb nicht zur Verfügung stehen. Nach Informationen von come-on-fc.com plagen den Abwehrspieler muskuläre Probleme, ein Einsatz ist nicht möglich, der Routinier ist nicht mit der Mannschaft nach Memmingen gereist, sondern nach Weeze geflogen, da die Köln-Flüge alle ausgebaucht waren. Ebenfalls nicht in Heidenheim sind van den Berg und Schmied. Der Niederländer ist nach seiner Roten Karte gegen Union Berlin noch bis zur Partie gegen den 1. FSV Mainz gesperrt, Schmied wird nach Informationen von come-on-fc.com erst im Februar wieder richtig eingreifen können. Als nominelle Innenverteidiger stehen Lukas Kwasniok am Samstag also nur Cenk Özkacar und eben Simpson-Pusey zur Verfügung.
Eine Situation, die der Kölner Trainer rein quantitativ mittlerweile kennt. Kwasniok wird wieder improvisieren müssen. Eric Martel dürfte sicherlich ein Kandidat für die letzte Reihe sein, auch Sebastian Sebulonsen könnte eine mögliche Dreierkette verstärken, Tom Krauß hat die Position ebenfalls gespielt. Kommt es also direkt zum Startelf-Debüt des Neuzugangs? Ich hätte ihn schon gerne im Testspiel gesehen, da er nicht so viel Spielzeit hatte in der Hinserie. „Wir müssen ihn erst einmal ankommen lassen, er muss die Namen der Jungs lernen. Er ist mit im Kader, aber es ist unwahrscheinlich, dass er gleich beginnen wird“, sagte Kwasniok am Donnerstag. „Wenn wir in Köln sind, braucht er zwei, drei Tage, um die Stadt, den Verein kennenzulernen. Dann geht es schon weiter. Wir sollten ihm auch die Zeit geben.“
Dass der 20-Jährige nach erst drei Einheiten mit der Mannschaft tatsächlich beginnt, ist doch sehr unwahrscheinlich. Vielmehr deutet einiges auf den fünften Startelf-Einsatz von Özkacar. „Ich glaube, dass er sicherlich Spiele in dieser Saison hatte, wo er seine Qualität unter Beweis gestellt hat. Man hat auch im Trainingslager gesehen, dass er stetig arbeitet und der Mannschaft hilft“, hatte Thomas Kessler am Donnerstag gesagt.
Überraschung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader
Simon Bartsch
Überraschung zum Auftakt beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht offenbar Luca Waldschmidt aus dem Kader für die Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim.
Zum Auftakt in den zweiten Teil der Saison gibt es direkt mal eine überraschende Nachricht rund um den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader für die Partie am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim.
Luca Waldschmidt nicht im Kader des 1. FC Köln gegen Heidenheim
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So richtig festlegen wollte sich Lukas Kwasniok am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Spiel gegen den 1. FC Heidenheim noch nicht. Der Trainer deutete an, dass Fynn Schenten und Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey in den Kader rücken könnten, wer dafür aber nicht mit nach Heidenheim reisen würde, schien offen. „Es werden nicht alle mitfliegen. Diejenigen, die nicht im Kader sind, werden nach Köln fliegen und dort arbeiten. Wir müssen schauen, wie die Flüge sind und wo noch Plätze sind.“ Nun aber ist eine überraschende Entscheidung gefallen. Luca Waldschmidt wurde vom Kölner Coach aus dem Kader genommen. Der Offensivspieler wird die Reise nach Köln antreten, während der Großteil des Trainingslager-Trosses mittlerweile in Memmingen gelandet ist.
Interview nicht Grund für die Ausbootung
Das berichtet Sky. Das deckt sich mit Informationen von come-on-fc.com. Der Offensivspieler wird gegen Heidenheim nicht mit von der Partie sein. Das wurde dem Spieler in einem Gespräch mit dem Sportdirektor Thomas Kessler sowie Kwasniok mitgeteilt. In einem Interview mit dem „Express“ hatte der ehemalige Nationalspieler zuletzt betont, dass manche Entscheidungen des Trainers für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“
„Es war auch für mich manchmal schwer zu greifen. Vor allem in Wolfsburg hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Ich war gut im Spiel, habe ein Tor gemacht und musste dann trotzdem raus. Der Trainer wollte dort taktisch etwas verändern, das hat er mir auch so gesagt“, so Waldschmidt weiter. Nach Informationen von come-on-fc.com hat das Interview nicht zur Ausbootung geführt. Vielmehr soll es um ein Rollenverständnis zwischen den Parteien gegangen sein. Dennoch kommt die Nicht-Nominierung überraschend, immerhin hatte Kwasniok zuletzt mehrfach betont, dass es sich bei den Spielern Waldschmidt und Said El Mala um ein kongeniales Duo handle. Das ist für die Begegnung gegen Heidenheim nun gesprengt. Zudem hat Waldschmidt in dieser Spielzeit schon drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Und auch in La Nucia hatte Waldschmidt einen guten Eindruck hinterlassen.
Auch Dominique Heintz und Florian Kainz traten die Reise nach Memmingen nicht an und reisten zurück nach Köln.
Mit Herz und Mentalität: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten
Simon Hense
Zum Jahresauftakt wartet direkt ein potentiell wegweisendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt auf die Geißböcke. Beim Vorletzten Heidenheim sollen nach sechs sieglosen Partien endlich wieder drei Punkte her: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten.
Nach dem enttäuschenden Jahresabschluss 2025 braucht der FC zum Start ins neue Jahr wieder ein Erfolgserlebnis. Dafür fordert Trainer Lukas Kwasniok auch den nötigen Einsatz von seiner Mannschaft: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten.
Jubel nach der Kölner Führung zum 1:0 im Testspiel gegen den FC Lugano
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Am Ende des Trainingslagers im spanischen La Nucia ließ sich die Sonne nach ein wenig Regen in den Tagen zuvor doch blicken: Bei angenehmen 15 Grad konnten Trainer Lukas Kwasniok und seine Mannschaft am Donnerstag die letzten Einheiten im Trainingslager absolvieren, bevor es am Freitag dann direkt nach Süddeutschland geht. Dort müssen sich die Spieler schnell auf ganz andere Begebenheiten einstellen. Denn beim Spiel am Samstag in Heidenheim werden die Temperaturen eher um den Gefrierpunkt herum sein. Kwasniok sieht in der Umstellung aber kein Problem: „Das sind alles Profisportler, die bei 15 und bei 0 Grad in der Lage sind, ihre Bestleistung abzurufen“, so der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel auf der Ostalb.
Einstellung für Kwasniok entscheidend
Damit neben den Temperaturen aber nicht bald auch die Stimmung rund ums Geißbockheim eisig wird, ist es für den FC sehr wichtig, nach sechs sieglosen Partien zum Jahresende beim FCH mal wieder drei Punkte zu holen. Dass das aber für die Geißböcke ein hartes Stück Arbeit wird, zeigt der Trend der vergangenen vier Spiele der Heidenheimer. Denn auch wenn der 17. der Tabelle seine letzten beiden Begegnungen vor der Winterpause verlor, gab es vorher zwei wichtige Siege gegen den SC Freiburg und Union Berlin. „Sie haben hinten raus besser gepunktet, aber im Summe haben sie weniger Punkte geholt als wir. Aber gefühlt stehen sie schon vor uns“, meinte darum Kwasniok.
Deshalb erwartet der Coach am Samstag ein umkämpftes Spiel – und vollen Einsatz von seinen Schützlingen: „Es wird kein Zuckerschlecken werden und dann musst du deinem Mann stehen. Aber ich glaube schon, dass wir auch Jungs haben, die sich genau auf diese Art von Spiel auch freuen. Fußball ist auch Herz, Mentalität, Zweikampf, sich mal einen Cut holen, mal eine Gelbe Karte holen.“ Mit dieser Einstellung soll dann die Trendwende gelingen. Die Mentalität hatte Kwasniok bei seiner Mannschaft jedoch noch zu Beginn des Trainingslagers kritisiert. Nach einer Ansprache habe es aber eine klare Steigerung gegeben. „Ich hatte da so ein bisschen eine andere Auffassung. Dann sagst du das denen und dann sind sie Profifußballer und liefern. Und da war schon ordentlich Schmackes dahinter. Insofern bin ich da sehr zufrieden“, erklärte er.
Gute Chancen für Castro-Montes
Dabei ist es gut möglich, dass der Trainer am Samstag auf einen Profi zurückgreift, der bisher in der Spielzeit sehr blass war. So ist Alessio Castro-Montes einer der Gewinner des Trainingslagers und drängte sich für mehr Einsatzzeit auf. „Er scheint jetzt angekommen zu sein“, sagte Kwasniok daher über den 28-Jährigen Sommerneuzugang, der seit seinem Wechsel bei 14 möglichen Einsätzen gerade mal auf insgesamt 90 Minuten Spielzeit kommt. In La Nucia überzeugte der Schienenspieler nun aber nicht nur mit dem von seinem Trainer gefordertem Einsatzwillen, sondern auch mit anderen Qualitäten. „Er hat natürlich eine gewisse Spielstärke, eine gewisse Kreativität von der Wing-Back-Position. Und deswegen haben wir ihn ja auch verpflichtet“, so sein Coach. Diese Anlagen kann Castro-Montes gegen Heidenheim dann vielleicht sogar von Beginn an zeigen.
Einen Hinweis darauf, dass eine Startelfnominierung für den 28-Jährigen durchaus wahrscheinlich ist, gab es bereits von Kwasniok. Demnach seien vor allem die Profis Kandidaten für die erste Elf, die im Testspiel gegen den FC Lugano in der ersten Halbzeit aufliefen. In dieser bekam Castro-Montes den Vorzug vor etwa Kristoffer Lund auf der linken Schiene. So ist es gut möglich, dass der Belgier seine Chance bekommt, dem bisherigen Stammspieler Lund den Platz streitig zu machen.
Kaderplatz für Talent Schenten
Ebenfalls im Testspiel in der Startelf stand mit Fynn Schenten eine Nachwuchshoffnung der Kölner. Und auch wenn es in der Bundesliga wahrscheinlich noch nicht für die Startelf reicht, sicherte ihm Kwasniok zum zweiten Mal einen Platz im Kader bei einem Pflichtspiel zu. Der Youngster ist für seinen Trainer „eine zusätzliche Option, die man reinwerfen kann und die einer Mannschaft in der Bundesliga situativ weh tun kann.“ So darf sich der Angreifer also Hoffnung auf ein baldiges Debüt machen.
Für den 18-Jährigen könnten Said El Mala oder Ragnar Ache beginnen. Noch keine Option für einen Einsatz von Anfang an wird dagegen Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey sein. „Ich glaube daran, ihn ankommen zu lassen, die Namen der Jungs zu lernen. Es ist ja nicht nur, dass du den Verein wechselst, sondern auch die Sprache lernen musst. Deswegen ist er auf jeden Fall mit im Kader, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er beginnen wird“, so Kwasniok. So müssen die Kölner erstmal ohne ihren bisher einzigen Zugang in dieser Transferperiode in eine vielleicht richtungsweisendes Begegnung gehen. Denn sollte den Kölnern auch gegen den 17. die Trendwende nicht gelingen, dürfte es rund um das Geißbockheim bald wirklich eisig werden.