Lukas Podolski und der 1. FC Köln? „Nein, aktuell ist der FC kein Thema“

Lukas Podolski bei einem Spiel des 1. FC Köln.
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Lukas Podolski und der 1. FC Köln? „Nein, aktuell ist der FC kein Thema“

Zurzeit gibt Lukas Podolski in einer Doku Einblicke in sein Leben als Sportler, als Unternehmer und als Familienvater. Auch der FC kommt natürlich vor. Und doch gibt es auch weiterhin noch keine Annäherung zwischen Lukas und dem 1. FC Köln.

Er ist nun Ex-Fußballer, Unternehmer, Vereinsinhaber – Lukas Podolski ist sehr umtriebig. Zum Abschluss seiner sportlichen Karriere äußerte sich der 40-Jährige auch noch einmal zu seiner Beziehung zum FC.

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Es sind schon besondere Einblicke, die Lukas Podolski dieser Tage in der Netflix-Doku „Poldi“ offenbart. Das Bild eines emotionalen Weltmeisters, des Familienmenschen, des Unternehmers, der dabei immer unheimlich nahbar, aber auch extrem bestimmt wirkt. Natürlich sind auch Bilder vom FC zu sehen. Dort erlebte er seine Anfänge, emotionale Momente, die am Ende in seinem Abschiedsspiel vor zwei Jahren gipfelten. Doch der Beziehungsstatus zu seinem Heimatverein, dem Club, bei dem diese beeindruckende Karriere begann, ist maximal kompliziert. Podolski und der FC sind auf unterschiedlichen Wegen unterwegs. Ob diese irgendwann noch einmal zusammenführen, ist derzeit offen. Erst vor wenigen Wochen hatte FC-Vizepräsident Ulf Sobek erklärt: „Marketingseitig gibt es auch Ideen für mögliche Projekte. Der Austausch ist da so gut, wie lange nicht mehr.“ Konkret wollte sich Sobek über mögliche Projekte nicht äußern. Allerdings auch, weil diese nicht in seinen Aufgabenbereich fallen.

„Der Kontakt ist jetzt absolut da“

Konkret wurde Podolski zu dem Thema FC nun in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Darin wurde er nach einer Zusammenarbeit mit Köln gefragt: „Nein, aktuell ist der FC kein Thema. Es gab so viele Möglichkeiten, mich näher an den Verein zu binden. Aber durch die vielen Wechsel im Verein – im Management, im Umfeld – verschwimmt das immer irgendwo. Es kam nie wirklich etwas Konkretes, nichts Ernsthaftes“, sagt der Weltmeister von 2014. „Ich hatte nie das Gefühl, dass es ein echtes Wollen vom 1. FC Köln ist. Daher bin ich die letzten Jahre einen anderen Weg eingeschlagen. Und Stand heute bin ich für diesen Weg glücklich.“ Das kann der ehemalige Nationalspieler durchaus sein. Podolski hat mehrere Geschäftszweige für sich entdeckt, spielte bis zuletzt bei seinem Heimatverein Gornik Zabrze und ist nun Besitzer des Clubs. 86 Prozent der Anteile hat der Ex-Spieler für weniger als eine Millionen Euro gekauft. Eine beeindruckende Karriere, während der Fußball-Karriere. „Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich auch als Unternehmer, als Klubbesitzer, etwas bewegen kann.“

Und dann folgen Worte, die vielleicht nicht allen FC-Fans gefallen dürften. „Dasselbe hätte ich auch beim FC machen können – mit genauso viel Herzblut, vielleicht sogar mehr. Aber die Leute und der Verein wollten es nicht wirklich. Das ist schade, aber es ist so“, so Podolski, der das Thema damit aber nicht abgeschlossen hat. „Die Tür zum FC mache ich jetzt allerdings nicht zu. Denn heute sind andere Leute am Geißbockheim am Werk und andere Voraussetzungen, der Kontakt ist jetzt absolut da.“ Sportlich ist der ehemalige Offensivspieler mit dem FC allerdings nicht so richtig zufrieden gewesen. Podolski hatte sich durchaus mehr versprochen. „Das war für mich als Fan am Ende ein bisschen enttäuschend, weil man wieder gezeigt hat, dass man trotz guter Voraussetzungen da unten reinrutscht“, so der 40-Jährige. Der schleichende Prozess des Geißbockheim-Ausbaus mache den Weltmeister von 2014 sogar richtig „wütend“ – weil zu wenig passiere. Dennoch: „Ich wünsche dem FC nur das Beste. Dass man das Potenzial, das in diesem Verein und dieser Stadt steckt, irgendwann mal so nutzt, dass es für mehr reicht, als immer gegen den Abstieg zu spielen.“


Beziehungsstatus kompliziert? Der 1. FC Köln und Lukas Podolski: „Es gibt Ideen für mögliche Projekte“

Lukas Podolski bei einem Spiel der Geißböcke
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Beziehungsstatus kompliziert? Der 1. FC Köln und Lukas Podolski: „Es gibt Ideen für mögliche Projekte“

Zuletzt äußerte sich Lukas Podolski durchaus kritisch zum Thema Zusammenarbeit mit dem FC. Darauf reagierte nun der Vizepräsident des 1. FC Köln: Ulf Sobek bestätigt mögliche Projekte mit Lukas Podolski.

Gibt es doch noch die Annäherung zwischen Lukas Podolski und dem 1. FC Köln? Zuletzt äußerte sich der Weltmeister von 2014 kritisch über den fehlenden Austausch mit den FC-Verantwortlichen. Das sieht FC-Vizepräsident Ulf Sobek anders.

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Die Worte von Lukas Podolski klangen dann doch schon ein wenig enttäuscht. Die Kölner Ikone hat in der vergangenen Woche seine Karriere offiziell beendet. Der 40-Jährige sprüht aber geradezu vor Tatendrang. Allerdings vornehmlich bei seinem aktuellen Club Gornik Zabrze. Dort hält der Unternehmer nun 86 Prozent der Anteile, hat wohl viel vor. Vor allem wird er den Verein finanziell unterstützen. Und beim FC? Auch dort würde er gerne helfen. Doch der Beziehungsstatus schein kompliziert. „Der FC ist der Verein, wo ich auch Bock hätte, was zu entwickeln. Aber das Problem ist, dass es die letzten Jahre immer die Möglichkeit gab, da irgendwie mit dem Verein was mitzugestalten. Da gab es aber einfach keine Annäherung“, sagte der Weltmeister von 2014 im Podcast Copa TS. „Irgendwie war die Tür immer nur so weit geöffnet, dass vielleicht nur eine Katze durchpasst. Daher ist es ein bisschen schade.“

„Das mache ich gerne“

Schon vor einigen Wochen hatte der Ex-Kölner in der WDR-Sendung „Kölner Treff“ angedeutet, dass es Menschen im Verein gegeben hätte, die eine Rückkehr – vielleicht als Spieler – blockiert hätten. So wirklich klingt das nicht nach Annäherung und Rückkehr des Idols. Das sieht FC-Vizepräsident Ulf Sobek allerdings ein wenig anders. Auf einer Medienrunde am Donnerstagabend wurde der 54-Jährige auf den Weltmeister von 2014 angesprochen. „Als ich ihn das letzte Mal bei seinem Kurzbesuch am Geißbockheim getroffen habe, haben wir uns nett unterhalten“, sagte Sobek. Podolski hatte damals unter anderem Lukas Kwasniok einen Kurzbesuch abgestattet, sich mit dem damaligen Coach auf dem Trainingsplatz unterhalten. Eine kurzfristige Zusammenarbeit entstand daraus aber nicht. „Marketingseitig gibt es auch Ideen für mögliche Projekte. Der Austausch ist da so gut, wie lange nicht mehr“, sagte nun Sobek.

Allerdings, das betonte der Vizepräsident auch, liege eine mögliche Zusammenarbeit im Aufgabenbereich von Geschäftsführer Philipp Liesenfeld. Auch Podolski zeigte sich durchaus gesprächsbereit. „Ich sage nicht, dass ich eine Abneigung gegen den FC habe. Ich bin immer offen und immer gerne da, bin gerne in der Kurve und freue mich, dass es gut aussieht. Jetzt kriegen sie Adidas, jetzt passiert was, sie sind finanziell besser aufgestellt“, sagt Podolski. „Ich hoffe, dass das Geißbockheim endlich ausgebaut wird und dass die komische Politik da in Köln endlich mal den Schalter umlegt und in Zukunft vielleicht das Stadion ausbaut, dass einfach in der Stadt und dem Verein etwas passiert. Und wenn ich da mithelfen kann, dann mache ich das gerne.“


„Man erfährt die Gründe ja auch nicht“: Said El Malas Nicht-Nominierung zur WM hinterlässt Unverständnis – auch bei Lukas Podolski

Lukas Podolski beim 1. FC Köln
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„Man erfährt die Gründe ja auch nicht“: Said El Malas Nicht-Nominierung zur WM hinterlässt Unverständnis – auch bei Lukas Podolski

Die Nicht-Nominierung von Said El Mala ruft nicht nur bei Kölner Fans Unverständnis hervor. Die Entscheidung des Bundestrainers sorgt für Diskussionen – und das auch bei Ex-Spielern des 1. FC Köln: Lukas Podolski äußert Kritik an Julian Nagelsmann.

Neben weiteren Akteuren versteht auch Lukas Podolski die Nicht-Nominierung zur WM von Said El Mala nicht.

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Die DFB-Elf ist heute in die Vorbereitung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko gestartet. Bekanntermaßen ohne den Top-Scorer der Kölner Said El Mala. Nationaltrainer Julian Nagelsmann hatte dem 19-Jährigen im vergangenen Herbst nach seiner Nicht-Einwechslung gegen Luxemburg und dem Wechsel zur deutschen U21 noch in Aussicht gestellt, nominiert zu werden, sollte der gebürtige Krefelder Stammspieler bei den Geißböcken werden. Dieses Ziel hat El Mala zweifelsohne in der Zwischenzeit erreicht, packte sogar noch weiterer Scorer auf sein Konto. Und so verwunderte die Nicht-Nominierung nicht nur die Anhänger des FC. Auch Ex-Spieler der Geißböcke meldeten sich zu Wort. So betonte Jonas Hector in seinem Podcast „Schlag und Fertig“, dass die deutsche Elf mit El Mala ein Element hätte, dass nun nicht dabei sei.

„Man erfährt die Gründe ja auch nicht“

Aber nicht nur Hector äußerte sich zu Nagelsmanns Entscheidung. Auch Ex-FC-und Ex-Nationalspieler sowie Weltmeister von 2014 Lukas Podolski fand deutlich Wort Richtung Nationaltrainer. Im Podcast „Copa TS“ tat das Kölner Idol seinen Unmut kund. „Am Ende weiß ich nicht, warum und weshalb. Man erfährt die Gründe ja auch nicht“, so Podolski. „Wir können diskutieren, warum er ihn nicht mitgenommen hat. Passt ihm die Frisur nicht? Hat er ein Problem mit dem 1. FC Köln? Ich bin schon der Meinung, dass er etwas hat, das dir einen Mehrwert geben kann. Dieses unbekümmerte Tempodribbling, einfach drauf. Das gibt es nicht so oft“, lobte der Ex-Kölner die Leistungen des FC-Shootingstars.

Podolski selbst war 2004 von Rudi Völler kurz vor der EM zum ersten Mal für den DFB-Kader nominiert worden und musste ins kalte Wasser springen. Den Aufschub des Bundestrainers kann der 40-Jährige daher nicht nachvollziehe: „Warum soll jetzt Einer zwei Jahre warten? Der hat ja seine Scorer gemacht. Da muss ja was anderes sein, nicht nur das rein Sportliche“, so Podolski. „Außer der Trainer sagt: Er passt nicht in mein Spielkonzept. Klar kann man sagen: Er wird in zwei Jahren bei der EM dabei sein. Aber warum noch warten?“

Das dürften wohl auch die Anhänger des 1. FC Köln so sehen, denn dass der Nationaltrainer die Leistungen El Malas mit einer Nominierung belohnt, hätte sich wohl eben nicht nur Podolski gewünscht.


Die besten Sprüche von Lukas Podolski – Die Ikone des 1. FC Köln beendet seine Karriere

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Die besten Sprüche von Lukas Podolski – Die Ikone des 1. FC Köln beendet seine Karriere

Am Freitagabend gab Lukas Podolski sein Karriereende bekannt. Der Weltmeister von 2014 ist eine der ganz großen FC-Ikonen. Und das nicht nur aufgrund seiner fußballerischen Qualitäten. Das sind die besten Sprüche von Lukas Podolski.

Als Lukas Podolski vor 30 Jahren dem 1. FC Köln beitrat, ahnte man bei den Geißböcken wohl nicht, welches große Talent ans Geißbockheim gekommen war. Nach einer bewegten Laufbahn gab der 40-Jährige nun sein Karriereende bekannt. Profi beim FC, Wechsel zu den Bayern, Rückkehr nach Köln, dann Arsenal, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Vissel Kobe, Antalyaspor und schließlich Gornik Zabrze. Podolski gewann Meistertitel, Pokale und natürlich die Weltmeisterschaft 2014. Und irgendwie war er während dieser ganzen Jahre doch immer noch ein Teil des 1. FC Köln – und kehrt möglicherweise in anderer Funktion auch wieder zurück ans Geißbockheim.

„Fußball ist einfach: Rein das Ding – und ab nach Hause“

Foto: Getty Images/Leon Kuegeler

„So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere“ 

Fußballspruch des Jahres 2006

„Ich überlege, mir die Zahl zu tätowieren“

Nach einer Torflaute von 1425 Minuten

„Das Gute an England ist: Wir haben viele englische Wochen“

„Ich werde Jogi Löw bitten, mich nur noch gegen die Top 20 der Welt einzusetzen.“

Nachdem Uli Hoeneß meinte, 80 Prozent der Länderspiele habe er gegen Mannschaften wie Liechtenstein gemacht
Lukas Podolski

„80 Prozent von Euch – und ich – kraulen sich auch mal an den Eiern“

Nachdem Jogi Löw bei der EM 2016 ins Spotlight geriet

„Mir ist egal, ob die schlechte Verlierer sind. Die fahren jetzt nach Hause.“

Nach dem Erfolg über Argentinien bei der WM 2006

„Es ist bitter, wenn jeder Ball, der reingeht, ein Tor ist.“

»Ansonsten möchte ich keinen Höhepunkt herauspicken, das wäre unfair den anderen Momenten gegenüber.«

Auf die Frage nach dem Highlight seiner Karriere

„Die Liebe zum Fußball ist wie zu Familie und Frau. Die ist immer da.“

Lukas Podolski 03/04

„Die Jungs haben ihre Sache eigentlich ganz gut gemacht und gezeigt, dass sie Qualität haben. Aber am Ende hat es nicht gereicht. Uns fehlt einfach die Qualität“

„Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch.“

Lukas Podolski wechselte 1996 vom FC Bergheim zum 1. FC Köln. 2003 feierte der Youngster sein Debüt bei den Profis, 2006 folgte der Wechsel zum FC Bayern München. Nur drei Jahre später kehrte Podolski wieder zurück zum 1. FC Köln. Für den FC lief der Stürmer insgesamt 181 Mal auf, erzielte dabei 86 Tore und bereitete weitere 46 Treffer vor. Im Juni 2004 wurde Podolski Nationalspieler und gewann mit der DFB-Elf 2014 den Weltmeistertitel. Bei seinem letzten Spiel für die DFB-Auswahl erzielte Podolski in einem Testspiel 2017 gegen England das 1:0 mit seiner unwiderstehlichen linken Klebe. Nach seiner Zeit als Offensivakteur für Gornik Zabrze in Polen beendet der 40-Jährige nun seine Karriere.