Vom erhofften Leistungsträger zum Wackelkandidaten: FC-Spieler auf dem Prüfstand?

Linton Maina und Jan Thielmann
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Vom erhofften Leistungsträger zum Wackelkandidaten: FC-Spieler auf dem Prüfstand?

Vor allem Linton Maina gehörte noch in der Aufstiegssaison zu den absoluten Leistungsträgern. Jan Thielmann ist als Eigengewächs seit Jahren ein erhofftes Zukunftsversprechen. Doch für beide lief es in der Saison nicht immer rund beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Jan Thielmann und Linton Maina?

Durch die Kaderumstrukturierung im vergangenen Sommer entstand auch für zwei langjährige FC-Profis eine neue Konkurrenzsituation. Auch in der kommenden Saison dürften die beiden es schwer haben.

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Wie heiß die Spur nach LA oder Venezuela wirklich ist, ist nicht so ganz überliefert. Der FC beschäftigt sich zweifelsohne mit David Martínez, doch so konkret wie Fernando Petrocelli den „bevorstehenden“ Deal beschreibt, ist es wohl noch nicht. Doch das Interesse ist durchaus auch ein Signal an den aktuellen Kader, die aktuellen Spieler. Martínez ist gelernter Rechtsaußen, macht über die rechte Seite sein Tempo und strahlt dabei auch eine ordentliche Torgefahr aus. Natürlich könnte der Spieler mit seinem Tempo und seinen Dribblings in das Profil eines Said El Mala passen, der ziemlich wahrscheinlich die Kölner schon bald verlassen wird. Doch seine Paraderolle ist eigentlich die auf der rechten Seite, nicht die des Kölner Shootingstars. Die Suche der FC-Bosse nach einem schnellen Spieler für die rechte Offensive erhöht den Druck auf einige Akteure, die gerne die Rolle des Leistungsträgers übernehmen würden, das aber in der Saison viel zu selten taten.

Starke Konkurrenz für Linton Maina

Linton Maina hatte dabei durchaus das Pech mit Jakub Kaminski und Said El Mala gleich zwei Offensivkräfte vor die Nase gesetzt zu bekommen, die in ihrer vollen Leistungsentwicklung in dieser Spielzeit geradezu unerwartet explodierten. Selbst Kaminski hatte es mitunter schwer, sich an El Mala vorbeizumogeln, wurde auf zahlreichen Positionen eingesetzt und war doch über die gesamte Saison der komplettere Spieler. Maina blieb nur die Rolle des Jokers und das mit der Bewerbung des Top-Scorers der Vorsaison. Der gebürtige Berliner hatte seinen Vertrag aber sicherlich in der Absicht verlängert, auch in der Bundesliga voll anzugreifen. Erst zu Beginn des Jahres änderte sich seine Rolle, seine Leistungen stimmten, ein Rippenbruch bremste Maina bekanntlich aus. Es folgten meist Begegnungen in der Rolle des Jokers. So wirklich zufrieden dürfte der Spieler also mit seiner Einsatzzeit nicht gewesen sein.

Aber auch die Kölner Verantwortlichen dürften die Leistungen des Offensivspielers in dieser Saison kritisch betrachten. Lukas Kwasniok hatte zu Beginn der Saison immer wieder betont, dass das Tempo des Spielers durchaus eine Waffe sein könne. Nur ist es eine stumpfe, wenn daraus am Ende zu selten Torgefahr entsteht. Zwar stehen sowohl El Mala als auch Kaminski auf der Liste möglicher Abgangskandidaten, der Weg wäre in der Theorie für Maina frei. Doch die Lücke, die bei den Abgängen entstehen würde, wäre eine kaum zu schließende. Auf der anderen Seite scheiden sich die Geister an Jan Thielmann. Der 23-Jährige kommt mittlerweile auf 185 Pflichtspiele für den FC, absolvierte für die Kölner mehr als Lukas Podolski, Toni Polster oder Thomas Häßler. Trotz der vielen Spiele hat sich bei vielen Fans der Eindruck verfestigt, dass dem Spieler der letzte Punch fehlt.

Auf der Suche nach einem Nachfolger?

Zweifellos steht Thielmann für Leidenschaft und Willen, ist einer der Akteure, die sich voll und ganz für den Verein zerreißen. Der Föhrener ist sich auch nicht zu schade, Positionen zu bekleiden, die sicher nicht zu seinen Lieblingsrollen gehören und ihm sportlich offensichtlich auch nicht besonders liegen. Und doch ist auch der Ertrag des Eigengewächses, das in dieser Saison den Großteil der Spiele in der bevorzugten Offensiv-Position bestritt zu gering. Gut möglich also, dass bei den zahlreichen Analysen, die im Zuge der Trainerfindung auf dem Programm standen, auch Personalien, die spielerische eben in der Bundesliga nicht immer überzeugten, diskutiert wurden. Das Gerücht David Martínez könnte also durchaus ein Zeichen in diese Richtung sein. Ob der 20-Jährige dann bei einer Verpflichtung auch das Zeug zum Stammspieler hätte, steht natürlich auf einem anderen Blatt.


Linton Maina: Ausgerechnet zum Jubiläum wieder in starker Form beim 1. FC Köln

Linton Maina traf gegen die Bayern
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Linton Maina: Ausgerechnet zum Jubiläum wieder in starker Form beim 1. FC Köln

Nach einer schweren Phase mit wenig Einsatzzeit bei den Geißböcke läuft es für den 26-Jährigen aktuell rund beim 1. FC Köln: Linton Maina erhält zum Jubiläum die Einsatzgarantie.

Momentan gibt es für FC-Coach Lukas Kwasniok kaum ein Vorbeikommen an dem schnellen Flügelflitzer der Geißböcke. Für den gebürtigen Berliner wird die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg sein 100. Bundeliga-Spiel. Und das bestreitet der 26-Jährige im Trikot des 1. FC Köln: Linton Maina erhält zum Jubiläum die Einsatzgarantie.

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Als Lukas Kwasniok zu Beginn des Jahres im spanischen La Nucia andeutete, dass er nicht ausschließen könne, dass gegen Ende Januar vielleicht der ein oder andere Spieler mit wenig Spielzeit noch einen Wechselwunsch an ihn herantragen könne, da werden sicherlich einige FC-Fans auch den Namen Linton Maina im Kopf gehabt haben. Denn die Entwicklung war zu jenem Zeitpunkt für den gebürtigen Berliner eine besonders bittere. In der vergangenen Spielzeit noch Stammspieler, Leistungsträger und Topscorer, in dieser Edelreservist. Im Mai die Verkündung der Vertragsverlängerung, im Dezember Bank-Tristesse. „Ich war in meiner Karriere noch nicht in einer solchen Phase. Ich habe es aber geschafft, gut damit umzugehen“, sagte Linton Maina bei „FC.de“. „Ein paar Jahre früher wäre das anders gewesen, da wäre ich nicht so geduldig geblieben.“

„Im Moment fühle ich mich gut“

Doch in 2026 haben sich die Vorzeichen für den 26-Jährigen verändert. Zuletzt stand der Offensivspieler drei Mal in der Anfangsformation, sammelte in den drei Begegnungen nahezu so viele Spielminuten wie bei den zehn Einsätzen zuvor. „Die Spielzeit ist auch immer ein Indikator dafür, wie man gerade persönlich dasteht, in welcher Verfassung man ist“, sagte Maina. „Im Moment fühle ich mich gut, das sieht dann auch das Trainerteam. Jetzt will ich dranbleiben und so viel spielen wie möglich.“ Danach sah es lange nicht aus. „Manchmal tut eine Winterpause auch ganz gut, um ein bisschen Abstand zu gewinnen und alles Revue passieren zu lassen. Vor ein paar Jahren hätte ich wahrscheinlich mehr Selbstzweifel gehabt.“

Eine weitere Chance bekommt der Flügelflitzer bereits am Freitagabend und das von Beginn an. „Am liebsten wäre mir natürlich, dass alle immer 34 Spiele performen und die gesamte Saison über an ihrem Peak sind“, erklärte Kwasniok. „Das ist aber nicht die Realität. Wir hoffen einfach, dass Linton diese Phase so lange wie möglich eben aufrechterhalten kann, weil er mit seinem Tempo und auch so seiner Quirrligkeit jedem Gegner Probleme bereiten kann. Wir wollen einfach dieses Momentum auch nutzen und er wird auch am Wochenende wieder beginnen.“ Und an den VfL hat der 26-Jährige gute Erinnerungen, erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer 2018 gegen die Niedersachsen.

Und dieser Kreis schließt sich für Maina in gewisser Weise am Freitag. Denn für den Flügelspieler steht das 100. Bundesliga-Spiel an. Und den Großteil hat er für die Kölner absolviert. „Der FC ist inzwischen ein Stück weit Heimat geworden. Ich hab’ in kurzer Zeit sehr viel erlebt – Höhen und Tiefen, einen Aufstieg und einen Abstieg – und sehr viele Spiele bestritten. Das erleben andere in einer ganzen Karriere nicht.“ Die Geduld des 26-Jährigen hat sich also wohl ausgezahlt. Und so bekommt Maina am Freitagabend die Chance, sein Jubiläum von 100 vielleicht sogar mit einem weiteren Treffer zu vergolden. Dass er gegen die Wölfe treffen kann, bewies der Flügelflitzer bei seinem ersten Liga-Tor – mit der aktuellen Form werden wohl auch noch einige Scorer hinzukommen.


Starke Defensiv-Leistung des 1. FC Köln: Aber Eric Martel und Rav van den Berg kehren zurück

Lukas Kwasniok gibt Rav van den Berg Anweisungen
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Starke Defensiv-Leistung des 1. FC Köln: Aber Eric Martel und Rav van den Berg kehren zurück

Lange hielt die Kölner Defensive dem Druck des Rekordmeisters stand. Auch deswegen fand FC-Trainer Lukas Kwasniok positive Worte. Doch nun wird es wieder Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Eric Martel und Rav van den Berg kehren zurück.

Sehr zufrieden zeigte sich Lukas Kwasniok mit der Defensiv-Leistung seiner Mannschaft gegen den FC Bayern München. Und dennoch wird es am Samstag sicher eine andere Elf geben beim 1. FC Köln: Eric Martel und Rav van den Berg kehren zurück.

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Auch im 17. Ligaspiel blieb sich der Trainer am Mittwochabend gegen den FC Bayern München treu, er wählte zum 16. Mal eine andere Aufstellung. Wieder rotierte Lukas Kwasniok und wird auch weiterhin für die Wechsel seiner Anfangsformationen Kritik einstecken müssen. Dass der Coach in dieser Saison der Meister der Rotation ist, ist nicht nur der Unberechenbarkeit geschuldet, die Kwasniok offenbar schätzt und immer wieder anbringt. Tatsächlich muss der Kölner Trainer immer wieder auf Ausfälle in der Defensive reagieren. So eben auch am Mittwoch. Zu den Dauerverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Joel Schmied gesellten sich noch Dominique Heintz sowie die gesperrten Rav van den Berg und Eric Martel. Auch deswegen hatten viele Fans Sorge, die Partie gegen den Rekordmeister könnte zu einem Debakel werden.

Zwei vermeintliche Stammspieler kehren zurück

Das tat es nicht, weil der zuletzt wenig berücksichtigte Cenk Özkacar gemeinsam mit der Neuverpflichtung Jahmai Simpson-Pusey sowie dem nominellen Schienenspieler Sebastian Sebulonsen die Aufgabe gegen den FCB gut löste. „Es ist sensationell, wie die Jungs sechs Ausfälle in der Innenverteidigung aushalten. Nach dem Spiel geht man runter und da stehen sechs Büffel in den Katakomben, die uns alle fehlen“, sagte Kwasniok. Und doch ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es auch am Samstag in der Begegnung gegen den 1. FSV Mainz 05 wieder eine neu formierte Defensivreihe geben wird. Denn mit Martel und van den Berg kehren zwei Abwehrspieler wieder zurück, die in den vergangenen Wochen immer wieder andeuteten, wie wichtig sie für die Mannschaft in der letzten Reihe sind.

Kwasniok steht also eher vor einem fast schon vergessenen – wenn auch kleinen – Luxusproblem. Der Kölner Coach hat drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung, dazu eben die Interims-Verteidiger Martel und Sebulonsen. Es wird sicherlich Verschiebungen geben, die sich auch auf den Rest des Teams auswirken werden. Martel ist unumstritten, es stellt sich nur die Frage nach der Rolle. Auch der teuerste Defensiv-Einkauf der FC-Historie ist ein Spieler für die Anfangsformation. Van den Berg wird wohl ebenfalls in die Innenverteidigung zurückkehren. Sollte Kwasniok an dem erstaunlich ruhig aufspielenden Jahmai Simpson-Pusey festhalten, dürfte Sebastian Sebulonsen wieder auf die Schienen ausweichen. So oder so dürfte Cenk Özkacar einmal mehr nur die Rolle des Bankdrückers bleiben.

Möglicherweise besteht für Martel pünktlich zum Ende der Hinrunde die Chance, sich wieder auf der Sechs zu beweisen. Der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft will wohl im Januar die Entscheidung zu seiner Zukunft treffen.

Wirklich neue Optionen beim 1. FC Köln? Die zweite Garde bewirbt sich für mehr

Linton Maina erzielt die Führung gegen die Bayern
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Wirklich neue Optionen beim 1. FC Köln? Die zweite Garde bewirbt sich für mehr

Im Duell gegen den FC Bayern München überzeugten mit Linton Maina und Cenk Özkacar zwei Spieler, die zuletzt nicht wirklich viel Einsatzzeit sammelten. Doch die Leistungen waren gut für den 1. FC Köln: Linton Maina und Cenk Özkacar bewerben sich für mehr.

Lange hatten sie nicht mehr begonnen, nun standen wie wieder in der Startelf beim 1. FC Köln: Linton Maina und Cenk Özkacar bewerben sich mit ihrer Leistung gegen Bayern München für mehr.

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Irgendwo muss es so etwas wie der pure Wille gewesen sein: Linton Maina eroberte im Duell gegen den FC Bayern in der eigenen Hälfte den Ball gegen Nationalspieler Serge Gnabry, zündete den Turbo, sprintete 60 Meter über den Rasen des Kölner Stadions und hatte dann auch noch die Kraft, die Kugel Manuel Neuer um die Fäuste zu ballern. Nicht nur das, mit einem weiteren Sprint ging es Richtung Fans. Auch, wenn keine Geste darauf schließen ließ, wird durch den Flügelspieler sicher ein Gefühl von „Siehste!“ geflossen sein. Die Hinrunde war für den Topscorer der Vorsaison alles andere als erfreulich. Maina hatte im Frühling als einer der Leistungsträger der Geißböcke seinen Vertrag verlängert. Aber sicher nicht in der Erwartung nur noch zweite Wahl zu sein.

„Ich habe mich gefreut, wieder spielen zu dürfen“

Auf zehn Einsätze kam der schnelle Offensivspieler in dieser Saison in der Liga, gerade einmal 300 Minuten. Am Mittwochabend stand Maina das erste Mal seit dem HSV-Spiel, dem letzten Sieg der Kölner, wieder in der Anfangsformation und sprühte vor Spielwitz. Schon nach zwei Minuten hätte sein Schnittstellenpass auf Said El Mala einen Scorerpunkt verdient gehabt. Maina spulte bis zu seiner Auswechslung nach einer guten Stunde die meisten Kilometer aller Spieler ab, zog fast 20 Sprints an. „Ich habe mich gefreut, wieder spielen zu dürfen und mich mit einem Tor zu belohnen. Natürlich wäre der Abend mit einem Sieg noch schöner gewesen“, sagte der Torschütze. Tatsächlich wurde bereits über einen Abgang spekuliert, doch der gebürtige Berliner will sich dem Vernehmen nach beim FC durchsetzen.

Das gilt wohl auch für Cenk Özkacar. Zumindest hatte der Innenverteidiger das im Herbst vergangenen Jahres mehrfach betont. Auch für den Abwehrspieler läuft die Saison bislang alles andere als glücklich. Gegen Heidenheim saß der Türke trotz der massiven Innenverteidiger-Not 90 Minuten auf der Bank. Nun kehrte Cenk gegen die Bayern in die Startelf zurück und löste seine Aufgabe weitestgehend gut. Der ein oder andere Wackler war sicher im Spiel, doch so wirklich viel passierte über seine Seite nicht, obwohl er mit Spielern wie Michael Olise schon die geballte Qualität vor der Brust hatte. „Es ist schon sensationell, wie die Jungs sechs Ausfälle in der Innenverteidigung verkraften“, sagte Lukas Kwasniok.

Nächster Anlauf am Samstag?

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Begegnung gegen die Bayern mit den Umschaltmomenten auf Maina zugeschnitten war. Schon im DFB-Pokalspiel vor einem Jahr gegen Bayer Leverkusen bewies der Flügelspieler mit ähnlichen Aktionen, wie wichtig er im Umschaltspiel sein kann. So auch gegen die Bayern. Im Duell gegen Mainz am Samstag könnte die Rolle also wieder eine andere sein. Und das gilt wohl auch für Cenk Özkacar. Vor der Begegnung gegen den Rekordmeister hatte Kwasniok angedeutet, dass die Körperlichkeit des Abwehrspielers von immenser Bedeutung sein würde. Nun kehren aber mit Rav van den Berg und Eric Martel zwei Spieler wieder zurück, die zuletzt in der Innenverteidigung die Nase vorne gehabt haben.

So deutet aktuell viel daraufhin, dass es erst einmal weiterhin fließende Rollen bei den beiden Spielern bleiben werden.

Pyro-Unterbrechung: Dem 1. FC Köln drohen erneut saftige Strafen

Pyrotechnik im Spiel des 1. FC Köln gegen Bayern München
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Pyro-Unterbrechung: Dem 1. FC Köln drohen erneut saftige Strafen

Zu Beginn des Spiels der Geißböcke gegen den FC Bayern München sorgte eine Pyro-Choreo für eine Spielunterbrechung. Die Choreo war zwar beeindruckend, wird aber ein Nachspiel haben. Die Pyro-Show wird den 1. FC Köln sechsstellig kosten.

Nach wie vor sorgt Pyrotechnik unter den Fans für Diskussionen. Am Mittwoch setzten die Ultras ein emotionales Zeichen. Doch das wird mal wieder ein Nachspiel für den Verein haben. Die Pyro-Show wird den 1. FC Köln aufgrund der langen Spielunterbrechung vermutlich sechsstellig kosten.

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Für Sky-Experte Lothar Matthäus gab es eine ganz einfache Antwort: Windmaschinen hätte der Weltmeister von 1990 gerne gegen den Nebel im Kölner Stadion eingesetzt. Auch dem ein oder anderen FC-Fan dauerten die Rauchschwaden im Duell der Geißböcke gegen den FC Bayern München wohl ein wenig zu lange. Denn bis Schiedsrichter Patrick Ittrich die Partie unterbrach, schien der Rekordmeister noch nicht so richtig wach und der FC war am Drücker. Doch der Nebel ließ nun einmal ein Spiel unter regulären Bedingungen nicht zu, zumal durch den Rauch vor der Kamera wohl auch der VAR seine Probleme bei der Kontrolle der Szenen gehabt hätte. Fast zehn Minuten dauerte die Unterbrechung in Köln. Vorausgegangen war eine beeindruckende Pyro-Choreo, die bekanntlich aber heiß diskutiert ist.

Strafe im sechsstelligen Bereich droht

Und die Kritiker werden schon bald Wasser auf die Mühlen bekommen. Denn dem FC droht einmal mehr eine saftige Strafe. Für das Abbrennen eines Pyro-Artikels kassiert der DFB bekanntlich 1000 Euro. Tatsächlich werden die einzelnen Feuer gezählt. Es wurden Pyros im höheren zweistelligen Bereich abgebrannt. Kommt es aber zu einer Spielunterbrechung steigt die Strafe. Dauert diese beispielsweise länger als eine Minute kommen noch einmal 50 Prozent dazu, dauert diese länger als fünf Minuten sind es 100 Prozent. Der FC wird nach der Unterbrechung von zehn Minuten also das doppelte – einen Betrag im sechsstelligen Bereich berappen müssen.

Nebel im Kölner Stadion

In der vergangenen Spielzeit mussten die 56 Clubs aus den drei höchsten deutschen Spielklassen rund 12 Millionen Euro Strafe bezahlen, fast eine Millionen fiel dabei auf die Geißböcke – der Primus des Tableaus. Alleine für die Begegnung gegen Hertha BSC Berlin waren 300.000 Euro fällig. Und nun folgt also die nächste Strafe, die sich gewaschen hat. Damit dürften sich die Kölner auch in dieser Saison wieder an die Spitze der Strafentabelle setzen.

Vom Topscorer zum Joker: Eine bittere Hinrunde für Linton Maina – gibt es die ersten Interessenten?

Linton Maina kam schon gegen Frankfurt nicht zum Einsatz
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Vom Topscorer zum Joker: Eine bittere Hinrunde für Linton Maina – gibt es die ersten Interessenten?

Zu den Verlierern unter Lukas Kwasniok gehört zum Jahresende ganz sicher auch Linton Maina. Der Schienenspieler kommt nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus beim 1. FC Köln: Wird sich Linton Maina noch durchbeißen?

In der vergangenen Spielzeit noch einer der Aufstiegsgaranten, in dieser Saison nicht mehr als Ergänzungsspieler. Und das wird sich wohl in naher Zukunft auch nicht ändern. Aktuell läuft es für den Offensivspieler nicht rund beim 1. FC Köln: Wird sich Linton Maina noch durchbeißen?

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Zwischen dem 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern und der 0:1-Pleite gegen den 1. FC Union Berlin am vergangenen Samstag liegen genau sieben Monate. Dem Gesichtsausdruck von Linton Maina nach handelte es sich aber um Welten. Nach dem Triumph gegen die Pfälzer im Frühling verkündete der Offensivspieler seine Vertragsverlängerung mit breitem Grinsen, nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie gehörte der gebürtige Berliner zum Frustkollektiv auf dem Kölner Rasen. Kein Wunder, der Trend der Geißböcke läuft seit einigen Wochen in die völlig falsche Richtung. Gerade im letzten Spiel des Jahres hatten sich die Geißböcke komplett etwas anderes vorgestellt – und es wäre gegen schwache Köpenicker auch möglich gewesen.

Vom Topscorer zum Bankdrücker

Der 26-Jährige dürfte aber nicht nur aufgrund der Entwicklung seines Teams enttäuscht sein, auch die persönliche sportliche Entwicklung lief in den vergangenen Monaten nun mal ganz anders, als es sich der Offensivspieler vorgestellt hat. In der Vorsaison mit 13 Treffern und fünf Assists war Maina einer der absoluten Leistungsträger der Kölner Aufstiegsoffensive. Der Traum, mit dem FC wieder Bundesliga zu spielen, ging auf. Nur hat sich Maina das sicher ganz anders vorgestellt. In 15 Ligaspielen kam der 26-Jährige sechs Mal gar nicht zum Einsatz, stand nur zwei Mal in der Anfangsformation. Zudem haben sich vor der Saison mit Leart Pacarada und Tim Lemperle zwei besonders eng verbundene Spieler aus Köln verabschiedet. Bei Pacarada war das so im Sommer nicht absehbar gewesen.

Maina betonte im Oktober im FC-Podcast von Radio Köln, dass die Situation nicht einfach sei, wirklich verbessert hat sie sich seitdem aber nicht und wird es wohl auch nicht. Mit Jakub Kaminski und Said El Mala ist die linke Offensivseite mehr als gut besetzt. Auf der rechten Bahn hat Jan Thielmann aktuell die Nase vorne, zuletzt spielte dort auch Luca Waldschmidt als „kongenialer Partner“ von El Mala, wie Lukas Kwasniok erklärte. Und so wird natürlich über die Zukunft des Schienenspielers spekuliert. Zumal es im vergangenen Frühling durchaus Interessenten gegeben hat. „Es gab einige andere Angebote, darunter auch lukrativere und bessere. Es war dennoch schnell klar für mich, dass ich in Köln bleibe“, hatte Maina im Sommer im Interview mit come-on-fc.com gesagt.

Union an Maina interessiert?

Zu den Interessenten hat dem Vernehmen nach der 1. FC Union Berlin gehört. Ex-FC-Coach Steffen Baumgart soll nach wie vor von Maina angetan sein. Vor allem aber ist Sportchef Horst Heldt ein Fan des gebürtigen Berliners. Damals soll sich Union für Dejan Ljubicic und Maina interessiert haben. Ljubicic war sich im Grunde schon einig, doch sagte dann die medizinische Untersuchung ab. Nun wird von der „Berliner Zeitung“ bereits über einen möglichen neuen Anlauf spekuliert. Maina würde die Offensive der Eisernen beleben, die bekanntlich noch nicht so richtig rund laufen will. Der Flügelflitzer würde auch zu gut zum Umschaltfußball seines Ex-Trainers passen. Allerdings ist das bislang nicht mehr als Spekulation. Wie und wo der Offensivspieler seine Zukunft aktuell sieht, weiß er am Ende ohnehin nur selbst.

Said El Mala: Dribbelkönig, Topscorer und nun Spieler des Monats November

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg
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Said El Mala: Dribbelkönig, Topscorer und nun Spieler des Monats November

So wirklich überraschend ist die Wahl des Youngsters nicht. Der 19-Jährige ist aktuell nicht aufzuhalten beim 1. FC Köln: Said El Mala wird Spieler des Monats November.

Das FC-Talent ist der Shootingstar der Liga und das Woche für Woche. Auch deswegen gab es eine weitere Auszeichnung beim 1. FC Köln: Said El Mala wird Spieler des Monats November.

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Wie jeden Monat haben die Fans beim 1. FC Köln den Spieler des Monats gewählt – und sie haben ihn gefunden. Said El Mala bekam am Mittwoch nach der Trainingseinheit zur Vorbereitung auf das Nachbarschafts-Duell in Leverkusen am kommenden Samstag den goldenen Geißbock überreicht. Mit 52 Prozent der Stimmen, also über der Hälfte aller Votings, ließ El Mala Marvin Schwäbe hinter sich. Der FC-Keeper kam auf 41 Prozent. Ein deutlicher Abstand – und das, obwohl Schwäbe den FC in den vergangenen Duellen durch seine Paraden oft im Spiel gehalten hatte. Ragnar Ache und Luca Waldschmidt belegten die Plätze hinter dem Kölner Torhüter und teilten sich die restlichen Prozente.

Mittlerweile Stammspieler

Die Auszeichnung hatte sich El Mala durch seine starken Auftritte im November verdient. So kommt der 19-Jährige in diesem Monat trotz der Länderspielpause auf ganze vier Scorerpunkte. Im Schnitt holte der Youngster also einen Punkt pro Spiel. Zunächst agierte El Mala im Duell gegen den Hamburger SV noch als Joker und sorgte nach seiner Einwechslung für ordentlich Wirbel. Beim 4:1-Sieg gegen die Hanseaten traf der gebürtige Krefelder selbst und lieferte eine weitere Vorlage. In der Partie gegen Frankfurt ließ er den FC durch seinen Assist zu Waldschmidts 3:4-Treffer noch einmal an ein mögliches Remis glauben. Auch gegen Bremen und St. Pauli (das allerdings im Dezember) traf El Mala und sicherte dem FC zumindest das 1:1.

Innerhalb des Monats erkämpfte sich das FC-Talent einen Startelfplatz und wurde von Kwasniok in den vergangenen beiden Begegnungen von Beginn an auf den Platz geschickt. Laut Julian Nagelsmann eine Voraussetzung für die A-Nationalmannschaft. An El Mala kommt der Kölner Coach aktuell nicht vorbei, denn der Angreifer ist der torgefährlichste Teenager der Bundesliga. So erzielte er in dieser Saison bereits sechs Tore und drei Assists und ist damit der Kölner Topscorer. Eine Entwicklung, die dem 19-Jährigen nach dem Wechsel aus der 3. Liga ins Oberhaus so zunächst nur wenige zugetraut hätte. Der Offensivspieler glänzt als Joker und bescherte dem FC bereits sieben Zähler.

Aktuell ist El Mala so etwas wie die Kölner Lebensversicherung. Ligaweit ging der Kölner in die zweitmeisten Dribblings, entschied 62 Prozent für sich. Dazu ist El Mala für einen Offensivspieler erstaunlich zweikampfstark. Der gebürtige Krefelder gewinnt nahezu die Hälfte der direkten Duelle.

Kann Linton Maina gegen Leverkusen für den 1. FC Köln zum X-Faktor werden?

Linton Maina im Spiel gegen den VfB Stuttgart
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Kann Linton Maina gegen Leverkusen für den 1. FC Köln zum X-Faktor werden?

Der FC gastiert am kommenden Samstag am 14. Spieltag der Bundesliga beim Rhein-Rivalen Bayer 04 Leverkusen und hat nach zuletzt vier sieglosen Spielen die Chance, wieder mal drei Punkte einzufahren. Ein Akteur könnte dabei eine wichtige Rolle spielen beim 1. FC Köln: Ist Linton Maina der Überraschungsfaktor gegen Leverkusen?

Eine größere Rolle spielen könnte beim Duell gegen Leverkusen Linton Maina, der in der Vergangenheit gegen die Werkself bereits einen guten Eindruck hinterließ und daher nun bereit für die Startelf zu sein scheint beim 1. FC Köln: Ist Linton Maina der Überraschungsfaktor gegen Leverkusen.

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Für den 1. FC Köln geht es nach zuletzt vier sieglosen Partien in Folge gegen den rheinischen Rivalen aus Leverkusen darum, sich mit drei Punkten wieder in eine positive Stimmung zu bringen. Vor dem möglicherweise richtungsweisenden Duell mit Konkurrent Union Berlin um Ex-Coach Steffen Baumgart am letzten Spieltag vor Weihnachten wäre ein Sieg sicher hilfreich, um den zuletzt eher negativen Trend zu brechen und sich wieder ein kleines Polster auf den Relegations- und die Abstiegsränge zu verschaffen. Möglicherweise wird auf Seiten der Kölner dabei auch Linton Maina wieder eine größere Rolle spielen als zuletzt. Der schnelle Flügelspieler hinterließ gegen die Werkself in der Vergangenheit schon einen guten Eindruck und könnte daher am Wochenende wieder von Beginn an auflaufen.

Guter Auftritt im letzten Duell   

Auch wenn Maina nach seiner Einwechslung gegen den FC St. Pauli am letzten Wochenende noch immer nicht sein erstes Saisontor gelang, so dürfte er durchaus gute Karten auf einen Platz in der Startelf der Kölner haben für das Spiel gegen die Leverkusener. Nachdem Jungstar Said El Mala beim 1:1 gegen die Hamburger in der Sturmmitte auflief und seine Rolle mit dem einzigen FC-Tor durchaus ordentlich interpretierte, scheint ein Startplatz auf einem der beiden Flügel durchaus realistisch für den gebürtigen Berliner. Mit Blick auf seine Leistung beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten dürfte sich FC-Coach Lukas Kwasniok ernsthafte Gedanken über einen Einsatz des Offensivmannes von Beginn an machen.

Zumal die Flügelzange aus dem Pauli-Spiel bestehend aus Marius Bülter und Luca Waldschmidt nicht wirklich zu überzeugen wusste. Während Waldschmidt zuletzt immerhin eine aufsteigende Formkurve zeigte und gegen die Hamburger nach mehreren Spielen wieder mal in der Anfangsformation stand, läuft Bülter seiner Form aus den ersten Ligaspielen der Saison aktuell ein wenig hinterher. Das Tor bei der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt war für den 32-jährigen Neuzugang das einzige Erfolgserlebnis aus den letzten neun Ligapartien, auch gegen St. Pauli agierte der ehemalige Hoffenheimer und Schalker ziemlich glücklos.

X-Faktor Maina

Mit Maina steht einer der schnellsten und antrittstärksten Spieler im FC-Kader demnach in den Startlöchern. Zwar ist der 26-Jährige in der aktuellen Spielzeit noch ohne Tor oder Vorlage, dennoch scheint Gegner Bayer Leverkusen ihm zu liegen. Denn die letzte Begegnung des Kölner Flügelflitzers mit der Werkself spricht eine deutliche Sprache. Im Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC und den Leverkusenern im Februar dieses Jahres zeigte Maina, was er der Werkself entgegenzusetzen hat. So sorgte er mit seinen Tempoläufen für Entlastung und leitete zunächst das 1:0 ein, als er Dejan Ljubicic den Ball vorlegte, der Damion Downs damals den Führungstreffer ermöglichte. Maina bekam im Gegenzug von Downs das 2:0 aufgelegt und vollstreckte erstaunlich souverän.

Für seine starke Leistung im Pokal-Fight wurde er vom „Kicker“ mit der Note 2,0 sogar zum Spieler des Spiels ernannt. Und auch damals war der FC wahrlich nicht als Favorit in das Duell gestartet. Mit Blick auf die Rolle der Kölner als Außenseiter und klarer Underdog gegen den amtierenden Deutschen Meister könnte also gerade Maina für schnelle Umschaltmomente und Konteraktionen am Samstag deutlich besser geeignet sein als der eher wuchtig und langsamere Bülter. Zudem rechnet man in Kölner sicher mit deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner, umso mehr muss man die sich bietenden Gelegenheiten in der Offensive mit Tempo nutzen.

Für Kwasniok und seine Mannschaft könnte der frühere U21-Nationalspieler somit ein echter X-Faktor sein, zumal auch die Werkself durch die 0:2-Auswärtsniederlage beim FC Augsburg im jüngsten Bundesligaspiel zuletzt ein wenig ins Straucheln gekommen war. Der 1. FC Köln könnte mit einem Punktgewinn bei einem Top-Team der Bundesliga oder gar einem Auswärtssieg die Sieglos-Serie brechen und sich pünktlich vor dem Duell mit Union Berlin wieder in eine positiv vorweihnachtliche Stimmung bringen.

Die nächste Zuschauerrolle: Deswegen saß Linton Maina auch gegen Bremen nur auf der Bank

Linton Maina kam schon gegen Frankfurt nicht zum Einsatz
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Die nächste Zuschauerrolle: Deswegen saß Linton Maina auch gegen Bremen nur auf der Bank

Linton Maina saß wie schon gegen Frankfurt auch gegen Bremen 90 Minuten auf der Bank. Der gebürtige Berliner ist aktuell nur Ergänzungsspieler beim 1. FC Köln: Deswegen kam Linton Maina gegen Bremen nicht zum Einsatz.

Er wird von dem Kölner Coach gelobt wie kaum ein anderer, eine große Rolle spielt er aber aktuell nicht beim 1. FC Köln: Deswegen kam Linton Maina gegen Bremen nicht zum Einsatz.

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Die Antwort auf die Frage, ob Lukas Kwasniok im Duell gegen Werder Bremen lieber Said El Mala in vorderster Front von der Leine lassen oder doch lieber mit seinem besten Spieler Jakub Kaminski die Offensive antreiben lassen würde, beantwortete der Coach mit einer personellen Überraschung: Warum nicht beide. El Mala lief auf der linken Seite auf, Kaminski auf der rechten. Das Duell der beiden Offensivkräfte dürfte einmal mehr einen enttäuschten anderen Akteur zurückgelassen haben. Denn für Linton Maina blieb erneut nur die Rolle des Zuschauers. Schon gegen Frankfurt hatte der Leistungsträger und Topscorer der Vorsaison 90 Minuten auf der Bank gesessen, nun gegen Bremen zum zweiten Mal in Folge und zum vierten Mal in dieser Saison, plus zwei weitere Begegnungen, in denen er nicht zum Kader gehörte.

„Ich konnte daher nicht auch noch Linton Maina bringen“

Maina kann mit der aktuellen Rolle nicht zufrieden sein. In der Vorsaison noch einer der Kölner Aufstiegsgaranten, in dieser Spielzeit Ergänzungsspieler und zuletzt eben noch nicht einmal das. Da werden auch die positiven Worte von Lukas Kwasniok, der Maina in der Vergangenheit immer wieder über den grünen Klee lobte, nicht viel Aufwind oder Selbstvertrauen geben. Und es erscheint alles andere als unmöglich, dass der Offensivspieler den Verein verlassen könnte. Immerhin haben mit Leart Pacarada, Tim Lemperle und Jeff Chabot die engsten Mannschaftskollegen den Verein ebenfalls verlassen. Maina hatte seinen Kontrakt im Frühjahr sicherlich verlängert, in der Hoffnung Bundesliga zu spielen. Nur ist es mit dem Spielen eben aktuell so eine Sache.

Denn Maina hat aktuell eben zwei Schwergewichte vor sich. „Wir mussten leider verletzungsbedingt einen Wechsel tätigen. Ich konnte daher nicht auch noch Linton Maina als weiteren Offensivspieler bringen. Es ist uns fast um die Ohren geflogen. Aber wenn du hinten liegst, brauchst du Spieler auf dem Feld, die Tore erzielen“, erklärte Kwasniok, der unter anderem El Mala 90 Minuten auf dem Platz ließ. Mit Erfolg. „Ich hätte ihn gerne gebracht, aber es war einfach nicht möglich. Kainz kann ein Tor erzielen, Waldschmidt, Kaminski und Thielmann – die können alle ein Tor erzielen – und Said eben auch.“ Dass Maina das auch kann, steht dabei außer Frage. Nur hatte der Kölner Coach schon zur Pause so in die Spieldynamik eingreifen müssen, dass eben nur noch zwei Wechsel in der Schlussphase möglich waren. Zumal der erste Wechsel schon nach zehn Minuten durch die Verletzung von Dominique Heintz nötig wurde.

Und da entschied sich der Trainer für Waldschmidt, der nach einer perfekten El-Mala-Flanke den Pfosten traf und Kainz, der sich mit einem haarsträubenden Ballverlust einfügte, anschließend aber um Ordnung bemüht war. Für Maina wird es auch in den kommenden Wochen nicht einfach, sich über eine gute Trainingsleistung für mehr zu empfehlen. El Mala dürfte spätestens nach seinem Auftritt gegen Bremen fest gesetzt sein. Und Kaminski ist auch weiterhin für Kwasniok der „beste Spieler“. Die Zeichen könnten also in der Tat auf Abschied stehen.

Kaminski vs. El Mala: Was wird nun eigentlich aus Linton Maina?

Linton Maina vom 1. FC Köln
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Kaminski vs. El Mala: Was wird nun eigentlich aus Linton Maina?

Said El Mala drängt sich in den Vordergrund, Jakub Kaminski soll wieder vermehrt in der vordersten Reihe ran. Das macht die Situation nicht leichter für einen anderen Spieler des 1. FC Köln: Linton Maina im komplizierten Konkurrenzkampf.

So hatte sich der 26-Jährige bei seiner Verkündung der Vertragsverlängerung die Saison sicherlich nicht vorgestellt beim 1. FC Köln: Linton Maina im komplizierten Konkurrenzkampf.

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Der Kontrast könnte wohl kaum größer sein: Vor sechs Monaten glich der Innenraum des Kölner Stadions einem Menschenmeer, als der FC hatte gegen Kaiserlautern die Rückkehr ins Oberhaus eingetütet hatte und Linton Maina glücklich verkündete: „Ich habe vor fünf, sechs Wochen bei einem Bundesligisten unterschrieben.“ Am Samstagabend schlich der Topscorer und Stammspieler der vergangenen Saison mit dem Team nach dem 3:4 gegen Frankfurt über den Rasen des Kölner Stadions und wirkte alles andere als glücklich.

Wenig Einsatzzeit und wechselnde Positionen

Denn im elften Liga-Duell spielte Maina zum fünften Mal überhaupt nicht. Dem gegenüber stehen lediglich zwei Startelf-Einsätze und weitere Einwechslungen. So saß Maina auch am vergangenen Samstag auf der Bank und musste zusehen, wie Jakub Kaminski und später Said El Mala auf seiner Stammposition den Vorzug erhielten. Die spielerische Stärke von Kaminski und die Forderungen nach dem Kölner Shootingstar El Mala verdrängen den vermeintlichen Stammspieler auf der linken Außenbahn auf Position drei. Zwar kann Maina auch auf dem rechten Flügel eingesetzt werden, dort sieht Kwasniok allerdings wohl eher Jan Thielmann als gesetzt.

Der gebürtige Föhrener verkörpert mit seiner Leidenschaft, dem Kampfgeist und der Intensität die Attribute, die der Kölner Trainer von seinen Spielern fordert. Bliebe also in der Offensive die Position hinter den Spitzen, die Maina im Duell gegen den Hamburger SV einnahm. Ein Spielsystem mit einem klassischen Zehner scheint bei Kwasniok allerdings wohl die Ausnahme zu sein. Die Rolle des linken Schienenspielers, die der Berliner während der Vorbereitung und dann auch im Pokal gegen Jahn Regensburg spielte, ist alles andere als die favorisierte. Zumal Maina seine Vorlieben bereits im Sommer im Interview mit come-on-fc.com deutlich formulierte: “Ich mag es, vorne meine Freiheit zu haben und trotzdem die Taktik nicht zu vergessen. Am Ende muss man sehen, was das Beste für die Mannschaft ist. Der Trainer wird das regeln“, so Maina im Sommer.

Gerüchte um Maina

Doch ob der Trainer den ambitionierten 26-Jährigen mit seinen Regelungen zufrieden stellen kann, ist fraglich. Und so wurde bereits spekuliert, ob Maina den FC möglicherweise verlassen woll, um an anderer Stelle mehr Einsatzzeit zu bekommen. So äußerte der gebürtige Berliner bereits mehrfach, wie schwer es ihm falle, nicht die Rolle zu haben, die er letzte Saison bekleidete. Mit jeder Minute, die der Außenbahnspieler außen vor ist, werden die Gerüchte um einen Wechsel wohl zwangsläufig wahrscheinlicher.