Angeschlagen, gesperrt, nicht in Form – Droht gegen Frankfurt ein Sechser-Engpass beim 1. FC Köln?

Eric Martel und Tom Krauß beim 1. FC Köln
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Angeschlagen, gesperrt, nicht in Form – Droht gegen Frankfurt ein Sechser-Engpass beim 1. FC Köln?

Sperren, Verletzungssorgen und fehlende Alternativen zwingen möglicherweise auch Trainer René Wagner zu kreativen Lösungen. Wer rückt gegen Eintracht Frankfurt ins defensive Mittelfeld? Es droht ein Mittelfeld-Problem beim 1. FC Köln.

Keine Verschnaufpause am Geißbockheim: Nach dem emotionalen Derby gegen Mönchengladbach gerät das Herzstück der Kölner Mannschaft ins Wanken. Ausfälle und Unsicherheiten könnten auch René Wagner vor eine knifflige Personalfrage stellen und lassen offen, wer im Duell mit Eintracht Frankfurt im Zentrum die Kontrolle übernehmen soll.

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Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach liegt weniger als eine Woche zurück – und dennoch hat sich die Welt am Geißbockheim in dieser kurzen Zeit auf den Kopf gestellt. Die Konsequenzen der verlorenen Punkte im Rheinderby für die Position des Cheftrainers der Kölner sind weitreichend bekannt. René Wagner befindet sich mitten in den Vorbereitungen für das Aufeinandertreffen mit Albert Riera und seinen Frankfurtern. Für diese knifflige Aufgabe muss sich der 37-Jährige insbesondere in der Zentrale möglicherweise eine Lösung überlegen. Denn diese ist aus verschiedenen Gründen nicht mit dem Stammpersonal zu besetzen. Trotz der Länderspielpause wirft das Duell gegen Eintracht Frankfurt seine langen Schatten voraus und drängt die Frage auf: Wen lässt FC-Coach Wagner im Zentrum des FC starten?

Martels Gelb-Rot-Sperre kommt zur Unzeit

Es war eine der strittigsten Szenen im Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln. Erst wurde Martel zum Helden, als er nach einer Ecke von Florian Kainz per Kopf den 3:3-Endstand gegen die Fohlen erzielte. Nur wenige Augenblicke später kippte die Stimmung: Kurz nach der Fortsetzung der Partie sah Schiedsrichter Sören Storks ein Foul von Martel am Gladbacher Joe Scally als ahndungswürdig an und zeigte ihm die zweite Gelbe Karte des Abends. Martel konnte die harte Schiedsrichterentscheidung nicht nachvollziehen und bewertete die zweite Karte als leichtfertigen Eingriff in den Spielverlauf: „Das ist natürlich dann wieder ein Momentum, das vielleicht auf uns rübergegangen wäre. Wenn du hier kurz vor Schluss den Ausgleich schießt, hast du noch wahrscheinlich zehn Minuten zu spielen. Mit den Fans im Rücken, glaube ich, hätten wir schon gute Chancen gehabt, das Spiel noch zu drehen.“

Echte Alternativen sind rar

Martels Sperre könnte auch deshalb zu einem noch größeren Problem werden, weil ein Einsatz seines Mittelfeld-Partners Tom Krauß derzeit ungewiss ist. Dieser meldete sich beim Aufwärmen unmittelbar vor dem Derby mit Knieproblemen ab. Der 23-Jährige musste beim Trainingsauftakt unter Wagner noch pausieren, konnte bis einschließlich Freitag nicht mit der Mannschaft trainieren. Die Länderspielpause kommt dem Rekonvaleszenten demnach gerade recht. Krauß, der sich bei den jüngsten Auftritten unter Kwasniok noch als veritable Alternative auf der rechten Außenverteidigerposition empfohlen hat, wäre, wenn er fit wäre, durch die Rückkehr von Sebastian Sebulonsen Wagners erste Wahl für einen Startelfeinsatz.

Sollte Krauß gegen die Frankfurter nicht wieder fit sein, muss René Wagner gleich in seinem ersten Spiel notdürftige Lösungen auf der Sechserposition suchen. Mittlerweile wenig überraschend käme zur Not auch Jakub Kaminski infrage, der in dieser Saison nur im Spiel gegen den SC Freiburg neben Krauß den offensiven Part übernommen hat. Allerdings würde man den 23-Jährigen dann wieder um seiner Qualität in der Offensive berauben. Darüber hinaus könnte Isak Johannesson als Alternative im Mittelfeld infrage kommen. Beide Akteure haben jedoch ein offensives Profil und müssen als Notlösung betrachtet werden. Gleiches gilt für Florian Kainz und Denis Huseinbasic, deren Qualitäten nicht den Anforderungen von knallharten Aufräumern entsprechen, die gerne die sogenannte „Drecksarbeit“ verrichten. Zudem waren beide zuletzt eher zweite Wahl.


Sollte Martel den 1. FC Köln verlassen: Diese Mittelfeldspieler könnten interessant sein

Lucas Tousart im Zweikampf
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Sollte Martel den 1. FC Köln verlassen: Diese Mittelfeldspieler könnten interessant sein

Zahlreiche Baustellen haben die Geißböcke bekanntlich noch zu schließen. Und der FC arbeitet mit Hochdruck daran. Auch im Zentrum soll noch mindestens ein Spieler folgen. Zumal mit Eric Martel noch ein Kandidat wackelt. Diese Mittelfeldspieler könnten für den 1. FC Köln interessant sein.

Während Trainer und Mannschaft die Akkus für die bevorstehende Bundesliga-Saison aufladen, wird am Geißbockheim die Kaderplanung weiter vorangetrieben. Mit Ragnar Ache und Isak Johannesson hat Sportdirektor Thomas Kessler schon ordentlich zugeschlagen. Doch eine ganz wesentliche Baustelle ist nach wie vor offen. Es droht der Abgang von Eric Martel, einem der absoluten Leistungsträger der abgelaufenen Spielzeit. Die Kölner scheinen schon vorzubauen, denn zahlreiche Namen werden gehandelt. Neben diesen Gerüchten gibt es aber möglicherweise aber auch andere interessante Namen: Diese Bundesliga erfahrenen Mittelfeldspieler könnten für den 1. FC Köln interessant sein. Es handelt sich nicht um Gerüchte!

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Janik Haberer: Der klassische Abräumer der Eisernen würde sicherlich gut in das Mannschaftsgefüge der Kölner passen. Unscheinbar, aber effektiv. Dazu ein Leader auf dem Platz. Mit einem geschätzten Marktwert von 2,5 Millionen Euro auch absolut erschwinglich. Allerdings avancierte der 31-Jährige in der Rückrunde bei Union zum unverzichtbaren Stammspieler, galt als einer der Garanten für den Klassenerhalt. Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft noch bis 2027. Union würde den Spieler sicherlich nur abgeben, wenn gleichzeitig aufgerüstet wird.

Lucas Tousart: Die genaue Vertragskonstellation des Franzosen ist nicht bekannt. Dem Vernehmen nach will sich Union von dem 28-Jährigen aber trennen. Der einst auf einen Marktwert von 23 Millionen Euro geschätzte Mittelfeldspieler kam bei den Eisernen zuletzt nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus. Spielte in Baumgarts Überlegungen keine große Rolle. Und das wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern. Die Zeichen stehen auf Abschied. Aktuell wird der Marktwert ebenfalls auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Eine Ablöse könnte aber deutlich geringer ausfallen.

Alte Bekannte

Florian Grillitsch: Fast schon obligatorisch wird der Name des Österreichers in nahezu jeder Transferperiode in den Kölner Ring geworfen. So auch im vergangenen Winter. Doch an dem Gerücht war wohl gar nichts dran. Für die kommende Saison ist die Zukunft des Österreichers komplett offen. Der 29-Jährige war bekanntlich an Real Valladolid ausgeliehen und kehrt nun nach Hoffenheim zurück. Dort wurde dem Mittelfeldspieler mitgeteilt, dass er keine Zukunft in Sinsheim habe. Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft 2026 aus. Somit wird es auch keine weitere Leihe geben können. Da sich Spieler und Verein also trennen wollen, dürfte die Ablösesumme stemmbar sein. Der Marktwert wird auf drei Millionen Euro geschätzt.

Yannik Keitel: Der 25-Jährige dürfte sich den Wechsel zum VfB anders vorgestellt haben. Der ehemalige U21-Nationalspieler kommt angesichts der Konkurrenz nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Auf gerade einmal elf Einsätze kommt der Mittelfeldspieler, der bekanntlich auch schon auf der Liste der Geißböcke gestanden hat. Beim VfB hat Keitel Vertag bis Sommer 2028. Eine Leihe wäre also durchaus eine plausible Option. Allerdings sehen auch die Schwaben weiterhin großes Potenzial in dem Mittelfeldspieler. Der Marktwert wird auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Allerdings betonte Keitel zuletzt, dass er sich beim VfB durchsetzen wolle.

Arne Maier: Der ehemalige U21-Nationalspieler galt einst als der große Hoffnungsträger beim FCA. Zuletzt kam der 25-Jährige bei den Fuggerstädtern meist aber nur noch von der Bank. Der geschätzte Marktwert ist mittlerweile von 24 Millionen Euro auf vier eingebrochen. Die Zukunft in Augsburg scheint offen, denn der Mittelfeldspieler hat nur noch Vertrag bis Sommer 2026. Eine Verlängerung des Kontrakts ist dem Vernehmen nach fraglich. Somit käme eine Leihe auch nicht in Frage. Gut möglich, dass der Spieler auf mehr Spielpraxis hofft.

Finn Becker: Der 25-Jährige blickt auf eine schwierige Saison zurück. In der Hinrunde fiel der Mittelfeldspieler nach einem Meniskusschaden bei der TSG Hoffenheim lange aus. In der Rückrunde avancierte Becker zwischenzeitlich zum Stammspieler, um die Position dann wieder abzugeben. Der Vertrag des ehemaligen Junioren-Nationalspielers läuft im Sommer 2026 aus. Der Zeitpunkt für einen Wechsel wäre also ideal. Der Marktwert des Elmshorners liegt aktuell bei zwei Millionen Euro. Becker wäre also ein durchaus realistischer Kandidat.

Wechsel offiziell: Isak Johannesson wird neuer Mittelfeldspieler des 1. FC Köln

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Wechsel offiziell: Isak Johannesson wird neuer Mittelfeldspieler des 1. FC Köln

Der FC hat seinen neuen Mittelfeldspieler gefunden und nun ist es offiziell: Isak Johannesson wechselt zum 1. FC Köln. Das gab der Verein am Sonntagnachmittag bekannt. Der 22-Jährige kommt von Fortuna Düsseldorf ans Geißbockheim. Beim FC unterschreibt der Isländer einen Vertrag bis 2030.

Die Nachricht über den Wechsel sorgte seit Samstag für Aufruhr, nun ist es offiziell: Isak Johannesson wechselt zum 1. FC Köln. Das gab der Verein am ASonntagnachmittag bekannt. Die Verpflichtung des Isländers ist bereits der zweite Transfer dieses Sommers.

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Die Transfergerüchte über die Verpflichtung des Mittelfeldspielers der Fortuna machten am Samstag bereits die Runde. Der vermeintliche Wechsel von Isak Johannesson sorgte bei den Anhängern der Fortuna für Unmut, bei den FC-Fans für Vorfreude. Nun ist es dann auch amtlich. „Isak hat in den vergangenen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen und ist bereit für den Schritt in die Bundesliga. Er ist lauf- und spielstark, variabel im zentralen Mittelfeld einsetzbar und bringt die fußballerische Qualität mit, die wir für unseren Kader gesucht haben“, sagt Sportdirektor Thomas Kessler. „Wir freuen uns sehr, dass er sich für den FC entschieden hat.“ Der 22-Jährige wechselt ans Geißbockheim und kommt mit der Empfehlung von elf Toren und sechs Vorlagen aus der vergangenen Spielzeit nach Köln. Dem Vernehmen nach soll die feste Ablöse für den Isländer Johannesson bei 5.5 Millionen Euro liegen.

„Ich freue mich schon auf die großartige Stimmung“

Neben der Rückkehr aus der Leihe bei Viktoria Köln von Said El Mala und der Sturm-Verpflichtung von Ragnar Ache verstärkt sich der FC für die kommende Saison in der Bundesliga nun auch im zentralen Mittelfeld. Der Isländer Johannesson spielte in seiner Jugend beim isländischen Verein ÍA Akranes, wechselte danach über den IFK Norrköping 2021, bei dem er mit 16 sein Profidebüt feierte, zum FC Kopenhagen. In Dänemark wurde Johannesson gleich zwei Mal Meister, holte einmal den Pokal und sammelte auch Champions-League-Erfahrung, unter anderem in den Duellen gegen Manchester City und Borussia Dortmund. Von dort wurde er im Sommer 2023 zur Fortuna aus Düsseldorf ausgeliehen und ein Jahr später für eine Ablöse von zwei Millionen Euro übernommen. Der Marktwert des 22-Jährigen liegt aktuell laut dem Onlineportal transfermarkt.de bei sieben Millionen Euro. Johannesson unterschreibt einen Vertrag bis 2030.

Wie bewertet ihr die FC-Spieler in dieser Saison?

In der vergangenen Spielzeit stand Johannesson bei der Fortuna 32 Mal auf dem Feld – jedes Mal in der Startelf. Ein Duell verpasste der Mittelfeldspieler gelbgesperrt, eins wegen einer Grippe. Ansonsten kommt der in Sutton Coldfield Geborene in der Liga auf 2853 Minuten Spielzeit in der abgelaufenen Saison. Nun geht es für den Nationalspieler Islands (33 Einsätze) nach Köln. „Ich bin sehr glücklich, bei einem Club wie dem 1. FC Köln zu unterschreiben und in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen zu können“, so Johannesson. „Ich freue mich schon auf die großartige Stimmung im RheinEnergieSTADION bei unseren Heimspielen und darauf, der Mannschaft mit meinen Qualitäten zu helfen und bin sehr dankbar für das Vertrauen des Clubs und kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht.“

Für den FC könnte sich der Deal lohnen. Johannesson ist ein vielseitig einsetzbarer Box-to-Box-Spieler, deutlich offensiver ausgelegt als Eric Martel. Der 22-Jährige kann aber auch hinter den Spitzen spielen. Vor allem der linke Fuß ist technisch ein beeindruckender.