Tim Lemperles Trainings-Comeback als Fingerzeig fürs Wochenende

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Tim Lemperles Trainings-Comeback als Fingerzeig fürs Wochenende

Am Donnerstag trainierte er noch geheim, am Freitag wieder mit der Mannschaft und das deutet ganz klar hin auf ein Blitz-Comeback beim 1. FC Köln: Tim Lemperle kann gegen Kaiserslautern wohl spielen.

Die obligatorische Pressekonferenz steht noch aus und damit auch einer Einschätzung des Trainers, doch aktuell deutet viel auf ein Blitz-Comeback beim 1. FC Köln: Tim Lemperle kann gegen Kaiserslautern wohl spielen. Der Stürmer trainierte am Freitag mit der Mannschaft.

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Er wird wohl doch zum Einsatz kommen. Tim Lemperle kann allem Anschein nach gegen den FCK ins große Saisonfinale eingreifen. Der Stürmer trainierte am Freitag wieder mit der Mannschaft – und das mit Spezialmaske. Am Sonntag war der Angreifer in eine Schlägerei verwickelt worden, erlitt einen Nasenbeibruch, zog eine Platzwunde und offenbar auch eine Gehirnerschütterung davon. Ein Einsatz gegen den FCK schien mehr als unwahrscheinlich. Doch das Training am Freitag deutet zumindest daraufhin, dass der FC alles dafür tut, den Stürmer für das Finale fit zu kriegen. Der FC benötigt mindestens einen Punkt, um aufzusteigen und dabei nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Lemperle soll den Kölner dabei ganz offensichtlich noch einmal helfen. In der kommenden Spielzeit wird der Angreifer für die TSG Hoffenheim auflaufen.

Lemperle wohl wieder im Kader

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Damit sind auch aktuelle disziplinarische Maßnahmen vorerst vom Tisch, zumindest wird der 23-Jährige ganz offensichtlich nicht suspendiert. Würde man nicht mit einer Rückkehr und einem Einsatz gegen Lautern liebäugeln, wäre Lemperle sicherlich zur Rekonvaleszenz aus dem Training rausgehalten worden. Friedhelm Funkel hatte bereits unter der Woche angedeutet, dass Lemperle im Kader stehen würde, wenn er denn fit sei. Der Trainer betonte aber auch, dass die bei dem Schlag erlittenen Verletzungen nicht ausschlaggebend für einen Einsatz seien. Vielmehr mache weiterhin das Knie der Stürmers Probleme. Lemperle ist bekanntlich einer der absoluten Leistungsträger und einer deer Topscorer in dieser Spielzeit. Ein Ausfall würde den FC schmerzlich treffen. Auch, wenn Funkel zuletzt Damion Downs als potenziellen Vertreter noch einmal besonders lobte.

Nicht alle Fans scheinen über einen möglichen Einsatz des Stürmers begeistert. Auch, weil es Gerüchte gibt, dass Lemperle sich am Sonntag vor der Auseinandersetzung abwertend über den FC geäußert haben soll. Andere User wollen den Vorfall schnellstmöglich abhaken, damit der Fokus auf dem Aufstiegskampf liegen kann. Ob der FC eine Strafe gegen den Spieler ausspricht, ist nicht bekannt. Strafrechtlich wird in den kommenden Wochen in dem Fall wohl ermittelt werden. Genauer Auskunft über einen möglichen Einsatz wird es wohl in den kommenden Stunden geben.


Wende im Fall Tim Lemperle? Anwalt der Gegenseite stellt bisherige Darstellung anders dar

Tim Lemperle vom 1. FC Köln
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Wende im Fall Tim Lemperle? Anwalt der Gegenseite stellt bisherige Darstellung anders dar

Die Schlägerei um Tim Lemperle erklimmt die nächste Stufe. Nachdem am Dienstagabend bekannt wurde, dass sich der vermeintliche Verdächtige stellen wolle, meldete sich am Abend dessen Anwalt zu Wort. Und plötzlich nimmt der Vorfall die nächste Wende. Der Anwalt der Gegenseite stellt Lemperle-Fall in anderem Licht dar.

Wer gehofft hat, der Eklat um Tim Lemperle würde nun ein schnelles Randthema werden, der dürfte sich getäuscht haben. Denn der Vorfall nimmt aus Vereinssicht immer ärgerlichere Züge an, es gibt bereits die nächste Wende. Denn der Anwalt der Gegenseite stellt den Lemperle-Fall in ganz anderem Licht dar. Rechtsanwalt Martin Bücher spricht sogar von einer „Notwehrsituation“. Der Anwalt der Gegenseite stellt Lemperle-Fall in anderem Licht dar.

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Am Dienstagabend veröffentlichte der „Express“ eine Stellungnahme von Martin Bücher, Fachanwalt für Strafrecht (Birkenstock Rechtsanwälte Köln). Sein Mandant habe sich mit Lemperle gestritten. Martin Bücher bestätigte die Stellungnahme auch gegenüber come-on-fc.com. Der Anwalt betont darin, dass sich Lemperle am Sonntag auf einer Veranstaltung im stark alkoholisierten Zustand befunden habe, der sich wiederum durch „aggressive Wortgefechte“ mit anderen Gästen geäußert habe. „Hintergrund soll seine erkennbar hohe Alkoholisierung, sein Verhalten und seine Einstellung gegenüber dem bevorstehenden Saisonfinale gewesen sein“, heißt es in der Stellungnahme, in der Bücher auch betont, dass sein Mandant zu diesem Zeitpunkt noch nicht in die Diskussionen involviert gewesen sei. Der FC trifft am Sonntag auf den 1. FC Kaiserslautern und kann mit einem Punkt den Aufstieg sichern.

Offenbar hoher Promillewert

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Lemperle soll sich dann „mitunter auch gegenüber zwei weiblichen Gästen aus dem Lager meines Mandanten verbal und auch körperlich unangemessen verhalten haben“, heißt es weiter, so dass der Mandant eingeschritten sei und aufgrund des bevorstehenden Spiels Lemperle gebeten habe, die Party zu verlassen. Der Kölner Stürmer sei aber geblieben und „sprach weiterhin dem Alkohol zu und provozierte“ den Mandanten. Später sei es dann außerhalb der Location zu einem „zufälligen Zusammentreffen“ beider Seiten gekommen. „Nachdem Herr Lemperle meinen Mandanten erblickt hat, hat Herr Lemperle nicht nur seine verbalen Provokationen von der Veranstaltung fortgesetzt, sondern sodann ein Verhalten an den Tag gelegt, das meinen Mandanten in eine Notwehrsituation versetzte, aus der er sich mit einem einzigen Schlag befreit hat. An dieser Situation war auch ein Begleiter von Herrn Lemperle beteiligt. Mein Mandant wurde ebenfalls verletzt und erlitt zudem Sachschaden“, heißt es in der Stellungnahme.

Laut Bücher gibt es für diese Darstellung auch Zeugen. „Der weitere Gang der Ermittlungen wird nun zeigen, wer sich in dieser Sache tatsächlich strafrechtlich zu verantworten hat“, heißt es abschließend. Tatsächlich passen die Aussagen nicht zu der bisherigen Berichterstattung. Bislang war die Erzählweise ein wenig anders. Fakt ist, dass der 23-Jährige einen Nasenbeinbruch, eine Platzwunde und möglicherweise eine Gehirnerschütterung davongetragen hat, Lemperle soll durch den Schlag zu Boden gegangen sein. Vernehmungsfähig war der FC-Angreifer am Montag wohl noch nicht. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, soll der im Krankenhaus gemessene Promillewert bei 2,4 gelegen haben. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Körperverletzung – zunächst gegen Unbekannt – auf.

Den genauen Tathergang werden wohl erst die Ermittlungen offenlegen. So oder so hat Lemperle dem FC so kurz vor dem Saisonfinale einen Bärendienst erwiesen. Von Lemperles Seite gab es bislang keine Stellungnahme. Auch der FC hat bislang nur ein kurzes Statement von Thomas Kessler abgegeben. Allerdings war Lemperle als Privatperson unterwegs. Ob sich der Verein zu möglichen Sanktionen äußern wird, ist offen. Dem Vernehmen nach soll aber durchaus darüber nachgedacht werden, wie man beim FC mit dem Vorfall umgehe.


Medienbericht zur Lemperle-Schlägerei: Tatverdächtiger will sich offenbar stellen

Tim Lemperle 1. FC Köln
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Medienbericht zur Lemperle-Schlägerei: Tatverdächtiger will sich offenbar stellen

Der Fall um Tim Lemperle hat den FC und seine Fans erschüttert. Der Kölner Stürmer zog Verletzungen davon, wird gegen den FCK wohl nicht spielen. Die Polizei fahndete zuletzt nach dem Verdächtigen. Nun gibt es eine neue Entwicklung im Eklat um Tim Lemperle: Der Verdächtige will sich offenbar stellen.

Die Nachricht kam zur Unzeit, denn der FC schwimmt eigentlich nach dem 2:1-Erfolg über Nürnberg auf einer Euphoriewelle. Die Schlägerei um den FC-Stürmer ist ein unnötiges Störgeräusch vor dem großen Endspiel gegen Lautern. Nun gibt es eine neue Wende im Eklat um Tim Lemperle: Der Verdächtige will sich stellen.

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Das berichtet die „Bild“ am Dienstagabend. Demnach habe sich der Anwalt des Verdächtigen bei der Polizei gemeldet und erklärt, dass sich sein Mandant stellen werde. Zuvor hatte die Polizei nach dem Täter gefahndet. Demnach sollte der Mann etwa 1,70 Meter groß und muskulös gewesen sein und dunkle kurze Haare gehabt haben. Zur Tatzeit soll er eine kurze Jeans sowie ein orangenes T-Shirt getragen haben. Am Sonntagnachmittag hatte sich der Stürmer der Geißböcke mit Freunden auf einem Partyschiff zum „Daydrinking“ befunden. Also einer Party am Nachmittag. Dabei soll Lemperle alkoholisiert an einen anderen Feiernden geraten sein. Es kam zu Pöbeleien. Eigentlich soll sich die Lage wieder ein wenig beruhigt haben. Doch nachdem Lemperle das Schiff gegen 21 Uhr verlassen hat, kam es am Rheinufer zu einem tätlichen Angriff.

Tim Lemperle wird wohl ausfallen

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Dabei erlitt der Kölner Stürmer einen Nasenbeinbruch sowie eine Platzwunde. Auch der Verdacht einer Gehirnerschütterung habe nach dem Angriff vorgelegen. Lemperle blieb wohl über Nacht in der Uniklinik. Die Polizei traf gegen 21:45 Uhr ein. Lemperle soll nach Informationen von come-on-fc.com nicht vernehmungsfähig gewesen sein. Ein Einsatz am Sonntag gilt als unwahrscheinlich. Möglicherweise wäre der Angreifer aufgrund anhaltender Knieprobleme ohnehin nicht zum Einsatz gekommen. Dennoch hätte Lemperle wohl auf eine Party eine Woche vor dem großen Aufstiegsfinale in Köln verzichten können, wenn nicht müssen. Zu gerne hätten die Kölner die von Friedhelm Funkel entfachte Euphorie geräuschlos mit in das alles andere als einfache Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mittransportiert.

Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Für die Kölner kommt der Vorfall zur Unzeit. Denn der FC wollte eigentlich den vollen Fokus auf das Spiel am Sonntag und den Aufstieg in die Bundesliga richten. Ob Lemperle eine Strafe von Vereinsseiten kassiert, ist bislang unklar. Der Stürmer war an seinem freien Tag unterwegs, professionell scheint er sich dennoch nicht verhalten zu haben. In Sachen Körperverletzung scheint jedenfalls Bewegung in die Sache zu kommen.


Essen, Bielefeld oder doch ein anderer Club? Das Buhlen um Marvin Obuz hat begonnen

Marvin Obuz beim Spiel des 1. FC Köln
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Essen, Bielefeld oder doch ein anderer Club? Das Buhlen um Marvin Obuz hat begonnen

Nach dem Abschied von Gerhard Struber richten sich die Blicke am Geißbockheim nun auf den neuen Coach Friedhelm Funkel. Der 71-Jährige wird sicherlich die ein oder andere Veränderung im Gepäck haben. Die kommunizierten Abgänge bleiben aber bestehen beim 1. FC Köln: Wie geht es jetzt weiter mit Marvin Obuz?

Durch den neuen Trainer wird vielleicht der ein oder andere Spieler, der unter Gerhard Struber noch ausgemustert war, wieder Spielzeit erhalten. Der kommunizierte Abschied wird wohl dennoch weiterhin Bestand haben beim 1. FC Köln: Wie geht es jetzt weiter mit Marvin Obuz?

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Er kam mit einer beeindruckenden Scorerquote. 14 Vorlagen und sieben Tore standen auf dem Konto – und das in 34 Spielen. Kein Wunder, dass die Hoffnung beim FC, aber auch beim Spieler groß war, gerade in Zeiten der Transfersperre den Durchbruch am Geißbockheim feiern zu können. Für diese Spielzeit fällt das Guthaben eher mau aus. Der gebürtige Kölner kommt auf fünf Kurzeinsätze, kein Tor, keine Vorlage, keine erinnerungswürdige Chance. Zweifelsohne ist Marvin Obuz einer der ganz großen Verlierer der aktuellen Zweitliga-Saison. Dass der FC den Vertrag mit dem Offensivspieler nicht verlängern wird, kommt also nicht so richtig überraschend. Und daran wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch die neue Konstellation in Köln nichts mehr ändern können und wollen. Auch gegen den FCN gehörte Obuz nicht zum Kader.

Verschiedene Clubs an Obuz interessiert

Und so hat die Suche nach einem neuen Club bereits begonnen. Und wie seit seinem Intermezzo in Essen immer, wird der Traditionsverein auch in dieser Transferphase als heißer Kandidat gehandelt. Zunächst sah es so aus, als habe der Drittligist keine Chance auf die Rückkehr, weil sich Obuz dem Vernehmen nach selbst mindestens in der 2. Bundesliga sehe. Tatsächlich soll es Interessenten aus dem Bundesliga-Unterhaus geben. Aber eben nicht nur. Auch Clubs aus dem benachbarten Ausland sollen vorsichtig angeklopft haben. Eine Entscheidung ist wohl noch nicht gefallen. Möglicherweise, weil die Angebote auch noch nicht wirklich konkret sind. Das Interesse aus Essen ist nach wie vor ungebrochen. Kein Wunder, Obuz galt an der Hafenstraße als einer der Erfolgsgaranten der vergangenen Spielzeit.


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Diese Saison lief es bei RWE zwar nicht rund, der Klassenerhalt ist aber sicher. Und anscheinend stehen Essen und die Spielerseite im Austausch. „Ich habe mit Personen an der Hafenstraße telefoniert und man hat mir bestätigt, dass man mit Marvin im Kontakt stehe“, sagte RevierSport-Redakteur Krystian Wozniak vergangene Woche im hauseigenen Podcast. Man wisse aber, wie schwer der Deal sei. Auch, weil Obuz in das aktuelle taktische System des Drittligisten nicht so richtig passe. Vor allem aber, weil das Buhlen um den gebürtigen Kölner bereits begonnen hat. So berichtet Sky-Reporter Patrick Berger, dass Arminia Bielefeld „großes Interesse“ an einer Verpflichtung des gebürtigen Kölners habe. Demnach gäbe es auch Gespräche zwischen Spielerseite und Verein. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.


Tim Lemperles Sonntagsausflug: Ein unnötiger Eklat zur Unzeit – ein Eklat, der Fragen aufwirft

Tim Lemperle stürmt für den 1. FC Köln
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Tim Lemperles Sonntagsausflug: Ein unnötiger Eklat zur Unzeit – ein Eklat, der Fragen aufwirft

Die Eurphorie hat in Köln durch den Sieg gegen den 1. FC Nürnberg Einzug erhalten. Doch genauso schnell, wie sie aufgekommen ist, hat sie auch wieder einen Dämpfer erlitten. Und das zum wohl unglücklichsten Zeitpunkt der gesamten Saison – kurz vor dem Endspiel um den Aufstieg in die erste Liga des 1. FC Köln: Tim Lemperles Ausrutscher kommt zur Unzeit.

Spaß am Spiel, Leidenschaft und eine positive Grundstimmung sind die Zutaten, mit denen FC-Caoch Friedhelm Funkel dieser Tage arbeiten kann. Nun wird die Stimmung jedoch von außen ins Wanken gebracht beim 1. FC Köln: Tim Lemperles Ausrutscher kommt zur Unzeit.

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Nein, alles wollte Tim Lemperle am vergangenen Freitag in Nürnberg sicherlich nicht gelingen. Und dennoch war der Stürmer einer der Matchwinner, sogar einer der besseren Spieler. In der Liga gibt es sicherlich nicht viel Stürmer, die auch nach 90 Minuten noch so aggressiv und hoch anlaufen, dass der gegnerische Torhüter offenbar vor Schreck den Ball herschenkt. Lemperle hatte also maßgeblichen Anteil an der „Friedhelm, Freude, Eierkuchen“-Stimmung, die der neue Trainer in wenigen Tagen in den Köpfen der Geißböcke implementiert und der FC mit dem 2:1-Erfolg über gefühlt ganz Köln ausgebreitet hat. Der Kölner Coach hat der Mannschaft Spaß, Optimismus und Selbstvertrauen vermittelt und damit eine ähnliche Euphorie ausgelöst, wie zuletzt vielleicht Steffen Baumgart, als der Harakiri-Fußball noch erfolgreich war.

Tim Lemperle wird wohl ausfallen

Zu gerne hätten die Kölner diese Euphorie geräuschlos mit in das alles andere als einfache Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mittransportiert. Die einhellige Meinung ist schließlich, dass dem FC mit großer Wahrscheinlichkeit eine Zitterpartie bevorsteht. Die Vorstellung einer geräuschlosen Woche hat Tim Lemperle mit einer überraschenden Härte eingerissen. Es ist ein unglücklicher, ein unrühmlicher Abgang, den der Angreifer da mit voller Wucht hingelegt hat. Eben nicht heimlich, still und leise durch die Hintertür. Vielmehr mit vollem Tempo gegen und dann durch die Wand. Und es ist ein fatales Signal, ein Eklat zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Eine Woche vor dem wichtigsten Spiel der gesamten Saison.

Die Geschichte liest sich bislang so: Lemperle hat den Sonntag mit einigen Freunden auf einem Partyschiff in Rodenkirchen verbracht. Dort wurde der Kölner Stürmer offenbar zunächst provoziert, die Lage schien sich wieder entspannt zu haben, bis der 23-Jährige das Schiff gegen 21 Uhr verließ, dort wartete der Provokateur mittlerweile mit Verstärkung. Es kam zu einem körperlichen Angriff und zu den doch erheblichen Verletzungen. Nach Informationen von come-on-fc.com soll sich der Stürmer einen Nasenbeinbruch, eine Platzwunde und zumindest den Verdacht einer Gehirnerschütterung zugezogen haben. Die Nacht verbrachte der Angreifer jedenfalls im Krankenhaus. Natürlich hat es nicht lange gedauert, bis der Eklat in den Sozialen Medien mehr als nur thematisiert wurde. Nicht wenige User fühlen sich an einen FC vergangener Tage erinnert.

Vorgezogene Aufstiegsparty?

Zur richtigen Einordnung gehört, dass Lemperle am Sonntag wie der Rest der Mannschaft frei hatte, sich also die Nachmittagsgestaltung komplett selbst überlegen und auch ausüben durfte und konnte. Und dennoch wirft der Sonntag zahlreiche unschöne Fragen auf, mit denen sich auch der Verein nun rumschlagen muss. Eben wenige Tage vor dem packenden Finale. Schon am Samstag hatten die FC-Spieler bei Bier und Pizza zusammengesessen und die Zweitliga-Konferenz verfolgt. Ein gemeinsamens Beisammensein, das nach Ansicht einiger Fans aber nicht unbedingt Bier benötigt hätte. Zumal die Party ohne den Wirt, also in dem Fall Elversberg und Paderborn gemacht wurde, die dann ja auch anders als vielleicht erwartet, mindestens aber erhofft, ihre Begegnungen gewannen.

Auch, wenn die Spieler am Sonntag ebenfalls frei gehabt haben, muss die Frage durchaus erlaubt sein, ob ein Fußballprofi diese Zeit dem Vernehmen nach stark alkoholisiert auf einer Party-Location verbringen muss. Wohl gemerkt genau eine Woche vor dem Endspiel, das wiederum die wohl größte Sause der Saison mit sich bringen kann. Einem Fußballprofi sollte durchaus bewusst sein, dass der Konsum von zu viel Alkohol in der Öffentlichkeit nun vielleicht nicht als die beste Idee wahrgenommen wird – gerade, wenn man in der Generation von Smartphones aufgewachsen ist. Dass beim „Daydrinking“ Alkohol mitspielt, wird der 23-Jährige gewusst haben. Das Risiko, sich den ein oder anderen Spruch zu fangen, ist ebenfalls kein kleines. Das rechtfertigt weder die Pöbeleien noch den Übergriff, doch das Risiko sollte dem Sportler bewusst gewesen sein. Und ob ein Spieler am Tag nach einem „Daydrinking“ 100 Prozent Leistung bringen kann, ist auch nicht geklärt.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Störgeräusche zur Unzeit

Der FC muss sich wiederum fragen, warum bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit ein Spieler ganz offensichtlich über die Strenge schlägt. So hatte Linton Maina bekanntlich an Weiberfastnacht gegen die selbst auferlegte Partybremse verstoßen. Dem Vernehmen nach eben mit Tim Lemperle, der aber zu der Zeit verletzt ausfiel. Eine saftige Strafe soll die Folge gewesen sein. Ob es die auch für Lemperle gibt, ist unklar. Denn für den körperlichen Angriff kann er nun mal nichts. Ohnehin gibt es eben auch Fans, die anmerken, dass derjenige den ersten Stein werfen soll, der nicht schon mal vor einer wichtigen Prüfung über die Strenge geschlagen ist. Ein durchaus nachvollziehbarer Einwand. Nur geht es bei der Prüfung am Samstag eben um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Sollte der FC am Sonntag den Aufstieg trotz der guten Ausgangsposition verpassen, ist das ganz sicher nicht die Schuld von Tim Lemperle. Der 23-Jährige hat aber eine Unwägbarkeit mehr ins Spiel gebracht, die sich Köln gerne gespart hätte. Und damit ist nicht nur der sportliche Verlust durch den Ausfall des Toptorjägers gemeint. Lemperle bringt mitten in die Euphorie, den Optimismus, die positive Grundstimmung ein vollkommen unnötiges Störgeräusch. Und genau das ist die einzige Stellschraube, an der Friedhelm Funkel in den vergangenen Tagen drehen konnte, der einzige Einfluss, den der neue Trainer nehmen konnte. Geräuschlos wird die entscheidende Woche sicher nicht mehr ablaufen.


Nun offiziell: Justin von der Hitz verlässt den 1. FC Köln und wechselt zum 1. FC Nürnberg

Justin von der Hitz im Einsatz gegen den SC Verl
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Nun offiziell: Justin von der Hitz verlässt den 1. FC Köln und wechselt zum 1. FC Nürnberg

Es hatte sich in der vergangenen Woche schon angedeutet, nun ist es offiziell: Justin von der Hitz wechselt vom 1. FC Köln nach Nürnberg. Der Abwehrspieler soll beim Club einen Vertrag bis 2029 unterschrieben haben. Der U17-Weltmeister wechselt ablösefrei.

Schon seit Wochen hielten sich die Gerüchte über einen möglichen Wechsel. In der vergangenen Woche wurden die Spekualtionen konkreter und nun sind sie offiziell: Justin von der Hitz wechselt vom 1. FC Köln nach Nürnberg.

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Am Sonntagvormittag drehte der Rechtsverteidiger noch einmal so richtig für die Geißböcke auf. Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft der U19-Junioren erzielte der Kölner gegen Werder Bremen das zwischenzeitliche 1:1 und bereitete das 2:2 mit einem Kopfball-Ableger vor. Auch von der Hitz hatte damit großen Anteil am Erreichen des Endspiels um den Titel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Sonntag. Der FC setzte sich gegen Werder im Elfmeterschießen durch. Es wird vorerst der letzte Auftritt des U17-Weltmeisters im Kölner Trikot sein. Von der Hitz wird den FC verlassen und wie einst Jens Castrop zum 1. FC Nürnberg wechseln. Das allerdings ablösefrei. Beim Club soll der 18-Jährige einen Vierjahresvertrag unterschrieben haben.

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„Es ist ein großer Schritt für mich“

„Weg von meiner Heimat zum Club zu wechseln, ist für mich ein großer Schritt, auf den ich mich sehr freue. Die aktuelle Saison zeigt, dass sich junge Spieler wie ich hier gut entwickeln können und dass man auf sie setzt“, sagt von der Hitz. „Die Gespräche mit Joti Chatzialexiou und Miro Klose waren ausschlaggebend für meine Entscheidung und haben mit ein sehr gutes Gefühl gegeben. Ich freue mich darauf, ab Sommer hier auflaufen zu dürfen und Gas zu geben.“ Damit verlässt einmal mehr ein vielversprechendes Talent den FC. Dem Vernehmen nach sollen die Kölner sich ebenfalls um eine Vertragsverlängerung des Talents bemüht haben. Vergeblich. Der junge Spieler sucht eine neue Herausforderung und die bei den Mittelfranken. Anscheinend soll Miro Klose eine nicht unerhebliche Rolle bei dem Wechsel gespielt haben.

Offenbar auch die Bayern interessiert

Von der Hitz kam 2020 zum FC, spielte in dieser Saison hauptsächtlich in der U19, kam aber auch bei der U21 zum Einsatz. Bei den Profis spielte der Rechtsverteidiger allerdings nur im Testspiel gegen den SC Verl vor. Gerhard Struber lobte den Youngster anschließend, sprach aber auch davon, dass von der Hitz noch einen gewissen Weg vor sich habe. Eine Chance auf den Platz bei den Profis wurde dem Eigengewächs trotz Personalnot nicht eingeräumt. Möglicherweise auch ein Grund für den Wechsel zu den Mittelfranken. Neben den Nürnbergern waren offensichtlich auch der FC Schalke 04, Bayern München und Bayer Leverkusen an dem Talent interessiert. Das berichtet der in der Regel gut informierte Transfer-Spezialist Fabrizio Romano.

„Justin bringt ein sehr spannendes Profil mit, das vor allem für viel Tempo, Dribblings und Stärken im Abschluss steht“, sagt Joti Chatzialexiou, Vorstand Sport. „Mit seiner Verpflichtung kommt im Sommer ein weiteres spannendes Talent in unsere Reihen, von dem ich mir bereits während meiner Zeit beim DFB innerhalb der verschiedenen Nationalmannschaften einen umfangreichen Eindruck verschaffen konnte, der mir sehr positiv in Erinnerung geblieben ist.“


Tim Lemperle fällt wohl am Sonntag aus – Stürmer wurde tätlich angegriffen

Tim Lemperle beim 1. FC Köln
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Tim Lemperle fällt wohl am Sonntag aus – Stürmer wurde tätlich angegriffen

Der FC muss wohl auf seinen Top-Torjäger im großen Endspiel gegen den FCK verzichten. Eine Hiobsbotschaft für den 1. FC Köln: Tim Lemperle fällt wohl gegen Kaiserslautern aus. Der Angreifer wurde am Sonntag tätlich angegriffen und erlitt offenbar einen Nasenbeinbruch.

Hat der Stürmer sein letztes Spiel für den FC am vergangenen Wochenende schon bestritten? Zumindest gibt es eine Hiobsbotschaft beim 1. FC Köln: Tim Lemperle fällt wohl gegen Kaiserslautern aus, kann wahrscheinlich nicht mehr in das Finale eingreifen.

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Tim Lemperle wird möglicherweise den Geißbock nicht mehr auf der Brust tragen. Der Stürmer der Geißböcke fällt gegen den 1. FC Kaiserslautern mit großer Wahrscheinlichkeit aus. Nach Informationen von come-on-fc.com war der Stürmer mit einigen Freunden am frühen Sonntagabend in Rodenkirchen unterwegs. Dort soll der Kölner Profi provoziert und körperlich angegangen worden sein. Dabei erlitt Lemperle einen Nasenbeinbruch sowie eine Platzwunde am Kopf. Laut Informationen von come-on-fc.com kam es zu einer Auseinandersetzung, die von der gegnerischen Seite begonnen wurde. Diese endete in einem Angriff auf dem Kölner Stürmer. Dabei schlugen die Angreifer Lemperle unter anderem ins Gesicht. Die Polizei war nach dem Angriff vor Ort und wird die Ermittlungen aufnehmen. Ob die Geschädigten Strafanzeige stellen, ist noch offen.

„Wir sind über den Vorfall informiert“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

„Wir sind über den Vorfall informiert. Tim wurde am frühen Sonntagabend tätlich angegangen und hat dabei Gesichtsverletzungen erlitten“, bestätigte Thomas Kessler auf Anfrage. „Nach aktuellem Stand ist es unwahrscheinlich, dass er am kommenden Sonntag einsatzfähig sein wird.“ Der Zeitpunkt könnte wohl kaum bitterer sein für die Geißböcke. Wenige Tage vor dem 34. Spieltag der Saison, in der der FC um den Aufstieg in die 1. Bundesliga kämpft, wäre der Ausfall des Top-Scorers der absolute Supergau. Lemperle schoss für den FC in der Liga zehn Tore und bereitete sechs vor. Zuletzt im Duell gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende, als er zweimal auf Florian Kainz ablegte.

Ob Lemperle mit einer Spezialmaske spielen kann, wie einst Kylian Mbappé oder Ellyes Skhiri, scheint bislang unwahrscheinlich.


„In den letzten Minuten bin ich auch ein bisschen nervöser geworden“ -Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Nürnberg

Der FC gewann am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg 2:1. Nachdem zunächst ein Elfmeter nicht gegeben wurde, traf Florian Kainz doppelt und der FC nimmt drei Punkte mit nach Hause. Nach dem Spiel äußerten sich unter anderem FC-Interims-Trainer Friedhelm Funkel und Doppel-Torschütze Florian Kainz. Die Stimmen zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln gegen Nürnberg.

Liveticker des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln: Kainz macht es – 2:1 Endstand für den FC

Liveticker 1. FC Köln
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Liveticker des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln: Kainz macht es – 2:1 Endstand für den FC

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Jahn Regensburg am vergangenen Spieltag ist der FC am Freitagabend zu Gast in Nürnberg. Mit Interims-Coach Friedhelm Funkel soll der Aufstieg gelingen. Dafür wollen die Kölner drei Punkte einfahren. Alle Informationen gibt es im Liveticker der Begegnung des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln.

Vor dem 33. Spieltag steht der FC auf dem zweiten Tabellenplatz und hat einen Punkt Rückstand auf den HSV. Auf Platz drei und vier der Tabelle lauern die SV Elversberg und der SC Paderborn mit jeweils drei Punkten Abstand. Für Friedhelm Funkel heißt es in den letzten beiden Begegnungen, den FC über die Ziellinie zu bringen. Alle Informationen gibt es im Liveticker der Begegnung des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Köln. Mit Tim Lemperle und Jusuf Gazibegovic, dafür aber ohne Max Finkgräfe, der krankheitsbedingt in Köln blieb und Dejan Ljubicic, den Funkel aus dem Kader strich, wollen die Geißböcke am Freitagabend in Nürnberg punkten. Trotz der Tabellensituation keine leichte Aufgabe.






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Funkel setzt auf Funkel-Dinge: Motivation, Vertrauen und Selbstbewusstsein statt Klemmbrett und Taktik

Friedhelm Funkel will den 1. FC Köln zurück in die Bundesliga führen
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Funkel setzt auf Funkel-Dinge: Motivation, Vertrauen und Selbstbewusstsein statt Klemmbrett und Taktik

Zwölf Tage hat Friedhelm Funkel, um dem FC den direkten Aufstieg zu bescheren. Nicht wirklich viel Zeit. Auch deswegen dreht der Coach auch nicht am ganz großen Taktik-Rad und baut lieber auf seine altvertrauten Mittel beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel setzt auf den Motivationseffekt.

Bereits am Samstagnachmittag kann in der Theorie der Aufstieg der Kölner eingetütet sein. Dazu müssen die Kölner aber ihre Hausaufgaben gegen Nürnberg machen. Große Veränderungen gibt es eher nicht beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel setzt auf den Motivationseffekt.

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Friedhelm Funkel macht dieser Tage gar keinen großen Hehl daraus, dass die Zeit, die er in seiner dritten Amtszeit beim FC zur Verfügung gestellt bekommt, ein sehr geringes Gut ist. „Ich hab ja nur zehn bis zwölf Tage“, sagt der Trainer, dessen Mission im Idealfall keine zwei Wochen nach offizieller Vorstellung schon wieder erfüllt und abgehakt ist. Zwölf Tage nach Beginn seines Engagements kann Funkels Dienstzeit auch schon wieder beendet sein. Eine sehr kurze Zeit, angesichts diverser wissenschaftlicher Studien, die Vereinen bei einem Trainerwechsel eher zu einem langfristigen Engagement des neuen Coachs raten. Ein buntes Potpourri an taktischen Raffinnessen oder personellen Veränderungen ist also ganz sicher nicht zu erwarten – mal abgesehen von der Ausbootung von Dejan Ljubicic wird die erste Elf am Abend in Nürnberg sicher nicht das große Facelifting verpasst bekommen haben. Zumal der Kader viele Veränderungen auch nicht hergibt.

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Motivation als Schlüssel zum Erfolg?

Ganze drei Trainingseinheiten standen Funkel zur Verfügung. Zwar haben die Trainer mit dem Team auch Spielzüge ausprobiert, Spielformen einstudieren lassen, aber unter Zeitdruck eben nur auf Sparflamme. Die Taktik werde im Fußball doch ohnehin überwertet, ließ Funkel sinngemäß verlauten und deutete an, dass ein gestandener Fußballprofi ohnehin systemunabhängig funktionieren müsse. Kein Wunder, Funkel ist nicht der moderne Klemmbrettträger, der mit Notebook und Feldanalyse ums Eck kommt. „Fußball ist eine einfache Sache. Es ist keine Mathematik“, sagt der Coach und erinnerte an Karl-Heinz Rummenigge, der mit ähnlichen Worten die eher analytische Arbeitsweise seines damaligen Trainers Ottmar Hitzfeld bei den Bayern kritisierte.

„Ich versuche Einfachheit und Klarheit in die Abläufe zu bekommen. Auch, was das Auftreten auf dem Platz angeht“, sagt Funkel. Der Schlüssel – und auch das belegen Studien – ist in dieser kurzen Zeit ohnehin ein anderer. Einen positiven Effekt kann ein Trainerwechsel vor allem auf die Motivation der Spieler nehmen. „Negative Ergebnisse verbunden mit negativen Erlebnissen können das Selbstvertrauen beeinträchtigen und gleichzeitig Einfluss auf die Motivation nehmen. Das kann sich wiederum negativ auf die Leistung auswirken, da Zweifel und Ängste die Überzeugung an die eigenen Fähigkeiten erschüttern können“, erklärte der sportpsychologische Berater Thorsten Loch gegenüber come-on-fc.com nach dem Engagement von Timo Schultz. Die Gefahr einer Abwärtsspirale sei durchaus gegeben.

Funkel sucht die Gespräche

Zwar gab es für den FC zuletzt keine Niederlagsserie, doch die Leistungen, gepaart mit fünf Zählern aus fünf Spielen waren für den Aufstiegskandidaten sicherlich nicht erbaulich. Und tatsächlich kann genau dort der Motivationsschub durch eine Veränderung auf der Trainerebene einen positiven Effekt haben. Und deswegen ist der Ansatz von Friedhelm Funkel ganz offensichtlich – wie auch schon vor vier Jahren – ein anderer. Der Trainer sucht immer wieder das Gespräch mit den Spielern – will die Köpfe erreichen. Die Gespräche seien „mit dem einen ein bisschen länger, mit dem anderen ein bisschen kürzer“, ausgefallen berichtet Funkel und es würde nicht verwundern, wenn gerade den Routiniers der Mannschaft eine besondere Rolle in den kommenden Tagen zukommt.

Fast schon metaphorisch legte Funkel im Training seinen Spielern die Hand auf die Schulten, sprach ihnen gut zu, gab hier einen Tipp, fragte dort nach. „Ich glaube, dass in der Kürze der Zeit ein gutes Vertrauensverhältnis gewachsen ist“, sagt der 71-Jährige, der einen Schlüssel des Erfolgs im Selbstvertrauen sieht, das er dem Team wieder mit auf den Weg geben will. „Die Mannschaft steht auf Platz zwei. Das heißt, dass sie überwiegend sehr, sehr viele positive Ergebnisse erzielt hat. Sonst wäre man nicht mehr dabei. Und das muss der Mannschaft wieder vermittelt werden“, sagt der Coach. Ob ihm der Ansatz in der Kürze der Zeit gelingt, ist offen. Dass Friedhelm Funkel mit diesem Ansatz aber schon gut gefahren ist, hat er mehr als nur einmal bewiesen.