Der nächste Konkurrent: Kommt es nun zum Dreikampf um Otto Rosengren?

Otto Rosengren steht wohl auf dem Zettel der Geißböcke
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Der nächste Konkurrent: Kommt es nun zum Dreikampf um Otto Rosengren?

Nach wie vor stehen erst zwei Neuzugänge auf der Liste der Geißböcke. Das soll sich in den kommenden Tagen und Wochen ändern. Schon ins Trainingslager sollen weitere Neuverpflichtungen fahren. Doch das startet schon in einer Woche. Möglicherweise gibt es einen Mittelfeldspieler für den 1. FC Köln: Kommt es zum Dreikampf um Otto Rosengren?

Die große Transfer-Offensive lässt beim FC noch auf sich warten. Doch hinter den Kulissen wird kräftig am neuen Kader geschraubt. Es stehen zahlreiche Namen auf der Liste.

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Dem Vernehmen nach eben auch Otto Rosengren von Malmö. Der Mittelfeldspieler bringt ein interessantes Profil mit, spielte in der abgelaufenen Saison zwar oft auf der Sechs, sieht sich aber selbst deutlich offensiver. Und die Daten geben der Auslegung des Spielers durchaus recht. Ein Blick auf die Wyscout-Daten der laufenden Saison zeigt, dass der Schwede eine Passmaschine ist – und das gerade bei den Bällen in Richtung letztes Drittel. „Seine größte Stärke ist nicht der tödliche Pass, sondern dass er Mitspieler ständig in bessere Positionen bringt“, sagte der schwedische Scout Harry Kruusval in dem Blog „The Football Analyst“. Die Werte sind durch die Bank weg beeindruckend und den Schweden hatte lange kein Topclub auf dem Radar. Und das, obwohl der Marktwert aktuell mit drei Millionen Euro durchaus niedrig angegeben wird. Auch deswegen wittern die Kölner ihre Chance bei Rosengren. In der vergangenen Woche haben Kölner Scouts den Spieler angeblich beobachtet. Dort setzte sich Malmö gegen Göteborg durch – 4:0 hieß es am Ende.

Birmingham steigt ins Buhlen um Rosengren ein

Doch schon am Montag berichtete die schwedische Zeitung „Expressen“, dass eben nicht nur der FC an dem Spieler interessiert sei. Der FC Middlesbrough habe sogar schon Kontakt zu Malmö aufgenommen, hat sein Kaufgesuch hinterlegt. Die Engländer wollen in dieser Spielzeit ein wenig mehr investieren, Rosengren passt perfekt ins Profil der Nordengländer. Und damit nicht genug. Wie das Online-Portal „ontheminute“ nun berichtet, ist auch Birmingham ins Buhlen um den Mittelfeldspieler eingestiegen. Die Blues wollen den Spieler ebenfalls verpflichten. Vorteil FC: Birmingham und Middlesbrough spielen beide in der Championship, Rosengren wird sich sicherlich lieber in das Schaufenster einer der höchsten Klassen Europas stellen. Denn für den selbstbewussten Schweden dürfte eine Station in Köln oder Middlesbrough nur als Zwischenstation eine Rolle spielen.


Taktgeber, Verbindungsspieler, Leader: Was Otto Rosengren dem 1. FC Köln bringen könnte

Otto Rosengren könnte gut zum 1. FC Köln passen
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Taktgeber, Verbindungsspieler, Leader: Was Otto Rosengren dem 1. FC Köln bringen könnte

Er ist ruhig abseits des Platzes, temperamentvoll auf ihm – Otto Rosengren ist einer der interessantesten Mittelfeldspieler Skandinaviens. Der 1. FC Köln soll den 23-Jährigen auf dem Zettel haben. Was den Malmö-Spieler ausmacht – und warum er ins Bild passt für den 1. FC Köln: Das ist Otto Rosengren.

Der FC arbeitet weiter an seinem Kader. Auf der Liste soll der Schwede Otto Rosengren stehen. Und der überrascht – in mehrerlei Hinsicht.

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Wenn Otto Rosengren nicht auf dem Fußballplatz steht, beschreiben ihn seine Mannschaftskollegen als ruhig, vielleicht ein wenig zurückhaltend. Doch auf dem Feld zeigt sich ein ganz anderer Spieler. „Sobald ich auf den Platz gehe, schaltet sich bei mir etwas ein“, sagte der Mittelfeldspieler im Frühling in einem Interview mit Aftonbladet. Hintergrund war eine Art Rangelei mit Gegenspieler Mohamed Bawa. Dieser riss den Spieler von Malmö zu Boden. „Ich spiele ihn aus und dann zieht er mich herunter. Er zieht mich am Nacken. Natürlich werde ich dann sauer“, sagte der Schwede. „Es wurde etwas hitzig, und dann hat er die Beherrschung verloren. Ich hatte auf Rot gehofft, musste mich aber mit Gelb zufriedengeben.“ Rosengren ist auf dem Platz eben alles andere als zurückhalten. Immer hochmotiviert, wie er sich selbst beschreibt. „Ich würde sagen, darin bin ich ziemlich gut. Ich bin einfach total motiviert, wenn ich auf dem Platz stehe, das ist etwas, das mich richtig anspornt“, so der Mittelfeldspieler, der in jenem Duell zum zwischenzeitlichen 3:0 traf und damit seinem Gegenspieler erst recht frustrierte. 

„Dort bin ich am besten“

Auf dem Platz strotzt Rosengren vor Selbstvertrauen. Das war nicht immer so. Gerade zu Beginn seiner Zeit in Malmö hatte der Spieler nach eigenen Aussagen „enorme Zweifel“, dem Druck gewachsen zu sein. Doch der Schwede ging voran und suchte nach Lösungen. Rosengren arbeitete mit dem Sportpsychologen des Vereins, suchte aber auch Hilfe bei einem ominösen geheimen „Engländer“, den der Spieler aber explizit nicht benennen will. „Ich möchte nicht genau erklären, wie ich gearbeitet habe. Aber es gibt einige gute Bücher da draußen, die helfen. Es geht um die Vorbereitung auf Spiele und Training, Visualisierung und solche Dinge“, so Rosengren in einem Interview von 2025. „Ich wusste, dass meine Qualität als Fußballspieler nicht das Problem war, sondern mein Kopf.“ Und der scheint nun nicht mehr das Problem zu sein. Der 23-Jährige ist in Malmö gereift, mental, aber auch sportlich. Nicht umsonst wurde er Stammspieler, ist mittlerweile einer der Leader der Mannschaft. Der zentrale Mittelfeldspieler ist Taktgeber, der Motor seines Teams.

Dass der FC, der gefühlt gerade an einem Überangebot im Zentrum arbeitet, an dem Spieler interessiert sein soll, hat Gründe. Der 23-Jährige sieht sich selbst nicht als Sechser. Auch, wenn er dort einige Male eingesetzt wurde. Ihm sei es lieber, „dass ich einen Sechser hinter mir habe, der aufräumt und mich dann zwischen den Linien in der Offensive findet. Ich bekomme mehr Freiheit und kann mich über große Räume bewegen. Dort bin ich am besten – und nicht als Sechser, wie gegen Sirius. Dort fühle ich mich längst nicht so sicher und wohl“, so Rosengren. Ein Blick auf die Wyscout-Daten der laufenden Saison zeigt, dass der Schwede vor allem mit seinem überragenden Passspiel überzeugt – und das gerade bei den Bällen in Richtung letztes Drittel. „Seine größte Stärke ist nicht der tödliche Pass, sondern dass er Mitspieler ständig in bessere Positionen bringt“, sagte der schwedische Scout Harry Kruusval in dem Blog „The Football Analyst“. In den schwedischen Medien wird vor allem das Timing bei seinen Pässen und die ständige Anspielbarkeit als besondere Qualität des 23-Jährigen hervorgehoben, genau wie die Pressing-Resistenz.

„Dann folgen die Leute von selbst“

„Er beschleunigt unser Spiel. Er braucht nur wenige Ballkontakte und trifft fast immer die richtige Entscheidung“, sagte Malmö-Coach Henrik Rydström über seinen Schützling. Der Mittelfeldspieler schaltet sich immer wieder in die Offensive mit ein. „Ich bewege mich in freie Räume und versuche, die anderen in gute Situationen zu bringen“, sagt Rosengren über sich selbst. Andere sagen über ihn, er habe ein beeindruckendes Stellungsspiel, eine feine Technik. Der 23-Jährige bezeichnet sich eher als Verbindungsspieler, sieht sich nicht als Spielmacher. Vielleicht auch, weil er durchaus auch den Rückwärtsgang kennt. Rosengren sucht oft Defensivaktionen, gewinnt viele von ihnen. Bei einer Körpergröße von 1,78 Metern allerdings nicht immer in der Luft. Doch durch seinen Einsatz macht er viel wett. Und das eben, ohne den Scheinwerfer zu suchen. „Es ist auch Führung, auf dem Platz alles zu geben. Dann folgen die Leute von selbst“, sagt Rosengren.