Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Said El Mala im Duell des 1. FC Köln gegen den BVB
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Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Zuletzt feierten der FC St. Pauli und Union Berlin überraschend Siege gegen Champions-League-Anwärter, der FC offenbart dagegen Probleme. Vier Zähler holten die Geißböcke gegen Mannschaften aus der Top-6. Der 1. FC Köln hat Schwierigkeiten gegen die Top-Teams. Doch das Problem haben andere Abstiegskandidaten auch.

Im Podcast von Radio Köln sprach Tom Krauß die schwache Leistung gegen Augsburg an und verwies darauf, dass die Konkurrenz eben nicht schlafe und nun punkte. Und das zuletzt sogar gegen die Favoriten. Das fällt dem FC bislang schwer. Die Bilanz ist nicht gut, sie ist aber im Vergleich zur direkten Konkurrenz dann vielleicht doch nicht so schlimm wie befürchtet.

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Als der 1. FC Köln vor seinem letzten Topspiel an einem Samstagabend stand, da hatte Lukas Kwasniok überraschende Worte parat. Der Kölner Trainer gratulierte dem damals kommenden Gegner bereits zum Erfolg, da war die Kugel noch nicht einmal auf den Platz gelegt. Zu vernichtend ist die Samstagabend-Bilanz in dieser Spielzeit für die Geißböcke. Sechs Topspiele, sechs Niederlagen, dazu noch eine Partie am ungeliebten Karnevalssamstag und gegen eine Mannschaft aus der Top-6. Es brauchte keine besonders hellseherischen Fähigkeiten, um zu erahnen, dass die Glückwünsche – dem Galgenhumor zum Trotz – durchaus ihre Berechtigung hatten. Tatsächlich setzte sich der VfB Stuttgart dann bekanntlich auch nicht unverdient gegen die Kölner durch.

Einige Teams erst mit einem Punkt

Nun steht mit dem BVB das nächste Topspiel gegen eine Mannschaft aus der Top-6 an und Kwasniok könnte zumindest aufgrund der genannten Bilanzen die nächsten Glückwünsche verfassen. Die Bilanz gegen die Mannschaften, die sich Hoffnungen auf die Königsklasse machen, ist in der Tat mau. Vier Punkte gab es bislang in neun Begegnung – diese Zähler alle gegen Hoffenheim. Und da zuletzt der ein oder andere direkte Konkurrent eben die vermeintlichen Großen überraschte, wurden die Forderungen nach einem Erfolg gegen die Favoriten lauter. Dabei ist der FC im Kampf gegen die Topteams wahrlich nicht die schlechteste Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Die Kellerkinder Bremen, Heidenheim und Wolfsburg holten in ihren Begegnungen gegen die ersten Sechs der Liga jeweils nur einen Punkt.

Auch die Borussia liegt mit drei Zählern aus acht Spielen hinter dem FC. Allerdings hört es dann auch schon wieder auf. Der Hamburger SV hat nach dem Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen fünf Zähler in geholt, die Mannschaft der Stunde aus Augsburg sechs. Am besten kommt Union Berlin mit den Teams aus dem oberen Tabellendrittel zurecht. Die Mannschaft von Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart sammelte schon elf Punkte gegen die Teams von oben ein. Der FC hat am Samstagabend gegen Dortmund also die Chance, diese Bilanz ein wenig aufzupolieren. Allerdings wird das bekanntlich nicht leicht. Selbst, wenn Lukas Kwasniok die Vision hat, den Negativtrend der Samstagabendspiele ausgerechnet gegen den BVB zu brechen.

Vielmehr geht es für die Kölner in der näheren Zukunft dann darum, die Duelle gegen die direkte Konkurrenz zu gewinnen. Und da ist die Bilanz auch nicht die beste. Gegen Bremen, Union Berlin, St. Pauli, Heidenheim und Gladbach gab es jedenfalls keinen Sieg.


Ansage von Tom Krauß: „Wir können uns nichts davon kaufen“ – der 1. FC Köln muss „punkten, punkten, punkten!“

Tom Krauß im Spiel gegen den FC St. Pauli
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Ansage von Tom Krauß: „Wir können uns nichts davon kaufen“ – der 1. FC Köln muss „punkten, punkten, punkten!“

Gegen Leipzig bewiesen die Kölner einmal mehr Moral, zeigten eine ordentliche Leistung gegen einen Top-Gegner. Doch auf dem Konto steht eben kein Zähler mehr. Und das vor den kommenden schweren Aufgaben. Der 1. FC Köln muss auch gegen Top-Teams punkten.

Am Tag nach der Karnevalssitzung im Maritim beginnt für den FC die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart. Die Marschroute ist klar: Es muss auch mal gegen die Top-Teams gepunktet werden. Das ist in dieser Saison „nur“ gegen Hoffenheim gelungen.

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Der Wille war den Geißböcken am vergangenen Sonntag sicher nicht abzusprechen. Die Kölner bewiesen gegen RB Leipzig einmal mehr Moral, kämpften sich gegen den Champions-League-Anwärter nach Rückstand zurück und hätten mit ein wenig mehr Fortune und vielleicht anderer Ansicht des VAR auch ein zweites Mal ausgeglichen. Unterm Strich blieb durchaus das Gefühl einer ordentlichen Leistung, aber eben auch ein leeres Punktekonto. Der FC hatte sich wieder einmal nicht für viel Aufwand belohnt – ein bekanntes Problem in dieser Spielzeit. „Wir können uns nichts davon kaufen, wenn wir sagen, dass wir wieder sehr gut gespielt, gut mitgehalten und Leipzig gestresst haben“, sagte Tom Krauß. „Das kann uns vielleicht ein bisschen Selbstvertrauen für die nächsten Wochen geben, aber am Ende steht das Ergebnis.“

„Die unteren Mannschaften schlafen nicht“

Und da sich die Geißböcke am Ende der Spielzeit nicht viel für gute Leistungen, dafür aber umso mehr für Zähler kaufen können, hat der Mittelfeldspieler am Sonntag das Ziel für die kommenden Wochen vorgegeben: Sein Team müsse „punkten, punkten, punkten“, sagte der 24-Jährige. Der Blick auf die Tabelle zeigt die Not und unterstreicht die Worte von Kölns Coach Lukas Kwasniok, der erst unlängst erklärte, dass es in der Bundesliga eigentlich nur ein Zwei-Team-Mittelfeld mit Frankfurt und Freiburg gebe, dahinter der Abstiegskampf im Grunde beginne. Heißt, ab Rang neun startet der Fight um den Klassenerhalt und tatsächlich hat eben jener Neunter, der 1. FC Union Berlin, gerade einmal sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Für die Geißböcke sind es nach dem Wochenende vier Zähler auf Rang 16. „Die unteren Mannschaften schlafen nicht“, hatte Krauß am Sonntag erkannt und wollte damit wohl auch betonen, dass die Konkurrenz das Punkten angefangen hat und damit der Kampf um den Klassenerhalt mal so richtig Fahrt aufnimmt. Vor allem die Leistungsexplosion des 1. FSV Mainz 05 ist beeindruckend. Die Rheinhessen holten aus den vier Spielen der Rückrunde neun Punkte, unterlagen eben nur dem FC. Die Mannschaft von Urs Fischer ist die zweitbeste der zweiten Saisonhälfte. Auch andere Teams „schlafen“ nicht, sorgten wie der FC St. Pauli zuletzt für Überraschungen, der gegen Stuttgart drei Mal und gegen Leipzig einfach punktete. Bis auf den abgeschlagenen 1. FC Heidenheim ist die Liga in der unteren Tabellenhälfte extrem nah zusammengerückt.

Große Herausforderungen

Und das vor besonders schweren Wochen. Auf die Begegnung gegen Leipzig folgt nun also die Partie gegen den VfB Stuttgart und damit eine Mannschaft, die den Kölnern in den vergangenen Jahren nun wirklich nicht gelegen hat. Dann kommt Hoffenheim nach Köln und nach dem Auswärtsspiel gegen Augsburg ist der BVB zu Gast. Vier Champions-League-Anwärter in fünf Begegnungen sind schon eine große Herausforderung, wenn die Konkurrenz sich zum Teil dann doch eher mit der unteren Tabellenregion beschäftigt. Augsburg etwa hat es an jenen fünf Spieltagen mit vier direkten Konkurrenten zu tun, Heidenheim immerhin mit drei. Die Tabelle wird in den kommenden Wochen ganz sicher weiter zusammenrücken. Von daher werden gute Leistungen am Ende nicht reichen, der FC muss „punkten, punkten, punkten“ – am besten schon gegen Stuttgart.


Manchmal ist weniger mehr, manchmal aber auch nicht

Die Spieler des 1. FC Köln freuen sich nach ihrem Sieg über den SSV Ulm.
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Manchmal ist weniger mehr, manchmal aber auch nicht

Beim 2:0-Erfolg über den SSV Ulm hat der 1. FC Köln weniger Spektakel als zuletzt geboten, dafür aber einen wichtigen Sieg, wichtige drei Punkte eingefahren. Ob die Kölner aber so schnell die erhoffte richtige Balance gefunden haben, ist nach dem Spiel gegen einen schwachen Gegner nicht abzusehen. Ein Kommentar zum 2:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen Ulm.

Mit einem Sieg in die Länderspielpause zu gehen tut den Kölnern gut, gibt Ruhe und etwas Luft. In zwei Wochen stehen dann die Begegnungen mit den Mannschaften an, die ebenfalls zum größeren Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurden. Ob der FC die so wichtige Balance wirklich gefunden hat, wird sich dann zeigen. Ein Kommentar zum 2:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen Ulm.

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Auch wenn Gerhard Struber am Samstagnachmittag nach dem doch verdienten und ungefährdeten Sieg über den SSV Ulm von einem Zauberfuß in den Reihen seines Kaders sprach – mit Magie hatte das 2:0 gegen die harmlosen „Spatzen“ wirklich wenig zu tun. Nach dem vogelwilden 4:4 gegen den KSC am vergangenen Wochenende, mit der beeindruckenden Offensiv-Wucht auf der einen und der mehr als nur löchrigen Abwehr auf der anderen Seite, wirkte der Erfolg gegen den Aufsteiger durchaus so, als habe Struber unter der Woche den Zauberstab geschwungen. Der FC agierte kontrolliert, teils abwartend aus einer geordneten Defensive und kam selten in die Verlegenheit, Ball und Gegner in Umschaltmomenten nicht folgen zu können. Köln war in der Abwehr stabil und fand die nötige Balance.

Weniger Offensivspektakel, dafür mehr Punkte

Also all das, was sich Struber unter der Woche gewünscht hatte. Und das hatte sicherlich auch mit der taktischen Ausrichtung und mit personellen Veränderungen zu tun. Zum Beispiel, dass Denis Huseinbasic deutlich defensiver agierte, der FC nicht so hoch, nicht so aggressiv anlief, vielleicht auch nicht immer den direkten Weg ins letzte Drittel suchte. Für Struber war es im Nachhinein eine seriöse Leistung, für Eric Martel ein nicht so schönes Spiel, aber ein wichtiger Sieg und Timo Hübers vermisste das „offensive Trallala“ auch nicht wirklich. Soll wohl heißen: Manchmal ist ein bisschen weniger halt viel mehr. Weniger Offensivspektakel, dafür aber mehr Punkte, die der FC vor der Länderspielpause auch dringend benötigt hat. Denn mit einer weiteren Pleite oder vier sieglosen Spielen in Serie hätte es durchaus Fragen gegeben und in Köln ist die nach dem Trainer bekanntlich eine beliebte.

Das haben die Geißböcke mit einer „seriösen“ Leistung abgewendet. Man könnte also meinen, die Lernkurve zeigt durchaus nach oben. Tut sie möglicherweise auch. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass die Kölner Stabilität wohl auch mit der Qualität des Gegners zusammenhing. Und die war bei allem Respekt vor dem Aufsteiger am Samstag ziemlich bescheiden. Schon vor der Roten Karte gegen Max Brandt war Ulm nicht wirklich im Spiel, fand in der Offensive gar nicht statt. Selbst den fahrigen Auftritt von Max Finkgräfe wusste der Gegner nicht zu nutzen, um Gefahr zu erzeugen. Köln war in der Hintermannschaft auch so stark, weil der Gegner im Angriff einfach schwach war. Zumal Ulm lange in Unterzahl spielte und den „Spatzen“ zunehmend die Luft ausging.

Echter Gradmesser erst nach der Länderspielpause

Das soll den verdienten Erfolg der Kölner auf keinen Fall schmälern. Auch, wenn einige Fans sich gerade in Überzahl ein Feuerwerk erhofft hatten. Es fehlen aber Vergleichswerte, um einzuschätzen, ob die Geißböcke wirklich bereits ihre Balance zwischen Offensiv-Wucht und sicherem Defensiv-Spiel gefunden haben. Ein Gradmesser, wie Thomas Kessler das Spiel vorab bezeichnete, war die Begegnung in Bezug auf das erhoffte Gleichgewicht sicher nicht. Den wird es dann wohl erst nach der Länderspielpause geben. Dann treffen die Kölner bis zur nächsten Saisonunterbrechung im November mit Darmstadt, Paderborn, Hertha und Fürth gleich auf vier Teams, die ebenfalls mindestens zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurden, diesen Ansprüchen aber bis auf Paderborn ebenfalls hinterherhinken.

Dann wird sich gegen andere Kaliber, gegen zum Teil spielende Mannschaften durchaus zeigen, ob der FC die innere Mitte tatsächlich gefunden hat. Ob Spektakel oder nicht – am Ende zählen die Punkte. Die gab es gegen den SSV Ulm. Denn in der Tabelle gilt nach dem 34. Spieltag, dass weniger eben doch nicht mehr ist.


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