1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus

Der Podcast zum 1. FC Köln
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1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus

Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus. Der Podcast zum 1. FC Köln.

Im Podcast sprechen Simon, Simon und Hendrik von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus.


Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.


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Folge #8:

In Folge acht gibt es natürlich vor allem ein beherrschendes Thema: Denn nach der schwachen Leistung gegen den FC St. Pauli, bei der der FC aber immerhin einen Punkt gerettet hat, ist die Lage im Kampf um den Klassenerhalt für die Geißböcke trügerisch. Das finden zumindest Simon Bartsch, Hendrik Broschart und Simon Hense in der neuen Folge 1948. Die drei sprechen darüber, was für sie gegen St. Pauli gefehlt hat, wie man mit dem Ausfall von Ragnar Ache umgehen kann und wie die Situation der Kölner vier Spieltage vor Saisonende aussieht. Aber sie richten den Blick auch schon voraus auf den Sommer: Bei Jakub Kaminski zieht der FC die Kaufoption und es gibt Gerüchte über ein Interesse der Geißböcke an verschiedenen Spielern aus der zweiten und dritten französischen Liga.

Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.

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Das Restprogramm der Abstiegskandidaten und die komplizierte Jagd nach dem Zehn-Siege-Ziel

Lukas Kwasniok will noch vier Siege mit dem FC einfahren
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Das Restprogramm der Abstiegskandidaten und die komplizierte Jagd nach dem Zehn-Siege-Ziel

Nur elf Punkte holten die Kölner aus den vergangenen 17 Spielen. Der Druck steigt auf den FC, die Abstiegsplätze scheinen immer näher zu rücken. Es wird noch einmal spannend für den 1. FC Köln: Das Restprogramm der Abstiegskandidaten.

Geht es nach Lukas Kwasniok brauchen die Kölner noch vier Siege in den ausstehenden acht Spielen, um die Klasse zu halten. Heißt, jedes zweite Spiel muss ab jetzt gewonnen werden. Dass das wiederum nicht leicht wird, zeigt ein Blick auf das Restprogramm.

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Lukas Kwasniok hat schon relativ früh in der Saison eine aus seiner Sicht einfache Rechnung aufgestellt. Der Kölner Coach erklärte bereits im Dezember, dass zehn Punkte nötig seien, um die Klasse sicher zu halten. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 20 Begegnungen zu spielen, viel Zeit für die damals noch ausstehenden sechs Siege. Mittlerweile haben die Geißböcke zusätzliche Erfolge gegen Wolfsburg und Mainz eingefahren. Für die restlichen vier geplanten Dreier bleiben aber nur noch acht Begegnungen. Und dort lauern noch einige vermeintliche Großkaliber wie Bayern München, Bayer Leverkusen und eigentlich auch Eintracht Frankfurt. Geht es also um die Siege gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe, bleiben noch fünf Spiele. Nach der reinen Statistik werden die Chancen, das Ziel zu erreichen, mit jedem nicht gewonnen Spiel immer kleiner.

Werder Bremen mit schwerem Restprogramm

Dabei haben die Kölner unterm Strich noch ein vermeintlich leichtes Restprogramm erwischt. Denn neben den drei Spielen gegen die möglichen Top-Teams spielt der FC noch gegen die aktuellen Plätze 15 (Bremen), 16 (St. Pauli) und 18 (Heidenheim). Zudem stehen noch die Partien gegen Mönchengladbach (12) am Samstag und gegen Union Berlin (9) an. Im Schnitt belegen die ausstehenden Gegner den Platz 10,5. Nach allen Rechnungen sollte der FC wohl am letzten Spieltag durch sein, dann geht es eben gegen den Rekordmeister. Allerdings sind die Kölner nicht das einzige Team, das noch auf die Bayern trifft. So bekommt es auch Mainz noch mit dem Team von der Säbener Straße zu tun. Zudem spielen die Rheinhessen ebenfalls noch gegen die Eintracht und es warten mit Hoffenheim, Union Berlin und Freiburg weitere schwere Gegner.

Direkte Duelle gibt es noch gegen St. Pauli, Heidenheim und Gladbach. Die Gegner belegen im Schnitt Rang neun. Noch schwerer hat es Werder Bremen. Zwar spielen die Hanseaten nicht mehr gegen die Bayern, es warten aber die Duelle gegen Dortmund, Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig. Auch die Begegnung gegen Augsburg wird kein Selbstläufer. In den direkten Duellen stehen neben dem FC-Spiel noch die Partien gegen Wolfsburg und Hamburg an. Der Gegnerschnitt beträgt 8,25. Deutlich leichter sehen die restlichen Begegnungen für St. Pauli und Wolfsburg auf dem Papier aus. Aus der Top-sechs haben die Kiezkicker nur noch die Bayern und Leipzig vor der Brust. Es stehen aber noch Spiele gegen Freiburg und Union an. Dazu gibt es noch die direkten Duelle gegen Köln, Heidenheim, Mainz und Wolfsburg.

Der VfL hat ein ähnliches Restprogramm wie der FC zu absolvieren. Der einzige Unterschied: Köln hat in den verbleibenden Spielen Heidenheim ausstehen, während die Wölfe noch zum SC Freiburg muss. Auch das Tabellenschlusslicht spielt noch gegen Leverkusen und die Bayern. Neben den Partien gegen Freiburg und Union warten noch die direkten Duelle gegen Gladbach, St. Pauli, Köln und Mainz.


Restprogramm auf einem Blick

12. Borussia Mönchengladbach 28 Punkte
1. FC Köln (A), 1. FC Heidenheim (H), RB Leipzig (A), 1. FSV Mainz 05 (H), VfL Wolfsburg (A), Borussia Dortmund (H), FC Augsburg (A), TSG Hoffenheim (H)

13. 1. FSV Mainz 27 Punkte
Eintracht Frankfurt (H), TSG Hoffenheim (A), SC Freiburg (H), Borussia Mönchengladbach (A), FC Bayern München (H), FC St. Pauli (A), 1. FC Union Berlin (H), 1. FC Heidenheim (A)

14. 1. FC Köln 25 Punkte
Borussia Mönchengladbach (H), Eintracht Frankfurt (A), SV Werder Bremen (H), FC St. Pauli (A), Bayer 04 Leverkusen (H), 1. FC Union Berlin (A), 1. FC Heidenheim (H), FC Bayern München (A)

15. SV Werder Bremen 25 Punkte
VfL Wolfsburg (A), RB Leipzig (H), 1. FC Köln (A), Hamburger SV (H), VfB Stuttgart (A), FC Augsburg (H), TSG Hoffenheim (A), Borussia Dortmund (H)

16. St. Pauli 24 Punkte
SC Freiburg (H), 1. FC Union Berlin (A), FC Bayern München (H), 1. FC Köln (H), 1. FC Heidenheim (A), 1. FSV Mainz 05 (H), RB Leipzig (A), VfL Wolfsburg (H)

17. VfL Wolfsburg 21 Punkte
SV Werder Bremen (H), Bayer 04 Leverkusen (A), Eintracht Frankfurt (H), 1. FC Union Berlin (A), Borussia Mönchengladbach (H), SC Freiburg (A), FC Bayern München (H), FC St. Pauli (A)

18. 1. FC Heidenheim 14 Punkte
Bayer 04 Leverkusen (H), Borussia Mönchengladbach (A), 1. FC Union Berlin (H), SC Freiburg (A), FC St. Pauli (H), FC Bayern München (A), 1. FC Köln (A), 1. FSV Mainz 05 (H)

Der 1. FC Köln will vier Siege in zehn Spielen: Machbar? Es ist eine sehr riskante Rechnung

Lukas Kwasniok beim Spiel gegen Bremen
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Der 1. FC Köln will vier Siege in zehn Spielen: Machbar? Es ist eine sehr riskante Rechnung

Schon vor einigen Wochen hat Lukas Kwasniok ein Zehn-Siege-Ziel für sein Team ausgegeben. Vier Erfolge in zehn Spielen erscheinen durchaus machbar. Zumal es oft gegen direkte Konkurrenten geht. Doch genau da liegt auch ein Problem. Für den 1. FC Köln werden vier Siege zur großen Hürde.

Als Lukas Kwasniok vor der Saison nach dem Ziel gefragt worden ist, antwortete der Kölner Trainer flapsig, man wolle vor dem Erzrivalen aus Mönchengladbach landen. Zum einen haben die Fohlen den FC am Wochenende überholt, zum anderen korrigierte der Trainer seine Aussage, strebt nun zehn Saisonsiege für den Klassenerhalt an. Doch genau damit könnte es am Ende sehr eng werden.

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Als Lukas Kwasniok vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim auf die jüngsten Leistungen seiner Mannschaft abgesprochen wurde, da erklärte der Coach, dass sein Team bislang ja noch keine „Grütze“ gespielt habe und sich Performance am Ende dann auch irgendwann mal bezahlt machen werde. Der Trainer zielte darauf ab, dass die Geißböcke gegen die Top-Teams immer nahe an einer Überraschung waren und die Leistung eigentlich durch die Saison eine recht ordentliche war. Und wie zum Beweis holten die Kölner gegen die Sinsheimer dann auch einen verdienten Zähler. Gegen den FCA zeigte Köln dann aber ein ganz anderes Gesicht und der ein oder andere Fan mag dann vielleicht doch das Wort „Grütze“ für den Auftritt der Kölner wählen wollen.

FC steht vor schwierigen Wochen

Der FC fand kein Mittel gegen die plötzlich tief stehenden Augsburger und in der Offensive viel zu wenig statt. Am Ende stand eine bittere und nach dem blutleeren Auftritt auch nicht unverdiente Niederlage. Klar ist, wenn die Kölner gegen die Top-Teams immer nur „nah“ dran sind, dann braucht es Punkte gegen die vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe. Tatsächlich kann man die Bilanz so lesen, dass es bis auf wenige Ausnahmen auch immer Punkte gegen die direkte Konkurrenz gegeben hat. Man kann sie aber auch anders lesen: Siege feierte der FC in jenen Duellen eben auch nur gegen Mainz (2), Wolfsburg und Hamburg. In den Partien gegen Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen, den 1. FC Heidenheim und Union Berlin war in dieser Spielzeit nicht mehr als nur ein Punkt drin.

Und das macht die Situation noch einmal schwerer. Kwasniok selbst hatte schon vor Wochen die Rechnung aufgemacht, mit zehn Siegen nicht abzusteigen. Bei diesem Grundsatz bleibt der Kölner Coach auch weiterhin. Das bedeutet aber, dass den Kölnern noch vier Siege fehlen. Bei zehn zu spielenden Begegnungen ein eigentlich realistisches Szenario. Nur ist in den Partien gegen Dortmund, Leverkusen, die Bayern und vermutlich auch Frankfurt nicht unbedingt mit einer Überraschung zu rechnen. Bleiben sechs Begegnungen gegen Mannschaften auf Augenhöhe. Davon müsste der FC vier gewinnen. Schon so eine schwere Aufgabe. Sie gewinnt aber noch einmal an Brisanz mit einem Blick auf die Hinrunde. Dort holten die Kölner aus jenen sechs Begegnungen gerade einmal sechs Zähler, gewannen eben nur eine dieser Partien.

Zudem zeigt die Formkurve von Teams wie dem FC St. Pauli, dem Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach zuletzt deutlich nach oben.


Dreier- oder Viererkette? Laut Statistik ist das beim 1. FC Köln gar nicht entscheidend

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Dreier- oder Viererkette? Laut Statistik ist das beim 1. FC Köln gar nicht entscheidend

Gegen Münster setzte Gerhard Struber erstmals seit Oktober wieder auf eine Viererkette. Und wieder wird über mehr Stabilität und die Frage der Balance diskutiert. Dabei zeigt die Statistik noch eine andere Wahrheit der Systemfrage: Beim 1. FC Köln gibt es ganz andere Erfolgsfaktoren.

Viel wurde in den vergangenen Monaten über die taktische Ausrichtung in Köln diskutiert. Dreier- oder Viererkette? Mehr Balance, weniger Offensivkraft. Alles also eine Systemfrage: Die Statistik verrät aber beim 1. FC Köln gibt es ganz andere entscheidende Erfolgsfaktoren.

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Die nicht ganz unwesentliche Frage, ob Eric Martel wieder im Zentrum der Dreierkette oder doch auf der Sechs starten würde, beantwortete der Kölner Coach am Ostersonntag mit einer taktischen Umstellung. Zum ersten Mal seit dem bitteren 1:2 gegen Paderborn im Oktober vergangenen Jahres wartete der Trainer wieder von Beginn an mit der Viererkette auf. Einer flexiblen, bei der sich Martel immer wieder in die letzte Kette zurückfallen ließ, aber eben einer Viererkette. „Das hat uns gut getan. Wir haben viele gute Entscheidungen aus dieser Ordnung getroffen“, sagte der Kölner Trainer. Nach der Umstellung im Oktober war oft die Rede von mehr Stabilität in der Defensive. Der Eindruck aber: diese ging zu Lasten der Offensive und das führte wiederum zu Diskussionen über die vermeintlich fehlende Balance im Kölner Spiel.

Verletzte Spieler des 1. FC Köln kehren zurück und werden zu Hoffnungsträgern

Eine Unwucht ist tatsächlich zwischen den beiden taktischen Formationen zu erkennen. Zumindest spielte der FC in den ersten zehn Saisonspielen mit der Viererkette. Mit der Begegnung am Sonntag waren es nun elf Partien mit Viererformation. Die nackten Zahlen der Tabelle: In den elf Spielen mit Viererkette kassierten die Kölner 21 Gegentore, fuhren 15 Punkte ein, erzielten aber 25 Treffer. In den 19 Partien mit Dreierkette fingen sich die Geißböcke nur noch 14 Gegentore, sammelten 39 Zähler, trafen aber das Tor eben nur 21 Mal. Im Schnitt standen also in der Viererformation etwa zwei Gegentore, bei 2,5 erzielten Treffern und wiederum 1,4 Punkten. Dem gegenüber in der Dreierformation standen weniger als ein Gegentor pro Spiel, etwas mehr als ein erzieltes, dafür aber zwei Punkte im Schnitt.

Die Folgerung, der FC ist nach der Umstellung in der Offensive zwar bei weitem nicht mehr so gefährlich, dafür aber in der Defensive wesentlich stabiler, liegt also auf der Hand. Nur entspricht sie nicht der gesamten statistischen Realität. Die offenbart nämlich, dass andere Faktoren möglicherweise viel entscheidender sind. Zweifelsohne waren die Kölner im ersten Saisondrittel deutlich gefährlicher. In den elf Begegnungen mit Viererkette lag der xGoals-Wert bei 28. Heißt, im Schnitt ließ die Qualität der Kölner Chancen nahezu drei Tore pro Spiel erwarten. Der Wert in den Begegnungen mit Dreierformation lag bei 32, also bei etwa 1,5 zu erwartenden Toren pro Spiel. In dieser waren die Geißböcke also durchaus ungefährlicher. Ein deutlich größeres Problem lag aber in der Effizienz. So war der FC bei dem xGoals-Wert von 28 insgesamt 25 Mal erfolgreich, bei dem von 32 nur noch 21 Mal.

Blick auf die Defensive des 1. FC Köln überrascht

Und das könnte wiederum auch mit den Personalien im Angriff zusammenhängen. Denn da liefen seit Oktober Tim Lemperle und Damion Downs – also die beiden Kölner Top-Torjäger – bis zum Spiel gegen Münster von Beginn an eben nicht mehr gemeinsam auf. Auffallend: In der Zeit mit Doppelspitze benötigten die Kölner neun Torschüsse pro Treffer, in den weiteren Spielen 14. Dafür kamen die Kölner in den Begegnungen mit Viererkette zu 20 Abschlüssen pro Spiel, in der Dreierformation aber noch nicht einmal auf 14. Der Kölner Sturm war also gefährlicher und effizienter. Der Blick auf die Defensive überrascht dann aber doch – zumindest in diesen Zahlen. Denn wirklich stabiler standen die Kölner in der Dreierformation nicht. Egal, ob Dreier- oder Viererkette – der FC kassierte im Schnitt im zehn Torschüsse pro Spiel, fing sich im Schnitt 13 Flanken ein.

Der xGoals-Wert der Gegner lag in den elf Spielen mit Dreierkette bei 15, es wären also 1,4 Gegentore pro Spiel zu erwarten gewesen. In den 19 Begegnungen mit Dreierkette lag der Schnitt bei 0,9 – also nur geringfügig niedriger. Die Kölner ließen auch in etwa gleichviele Konter, Konterabschlüsse und Kontertore zu. Und doch gibt es erneut einen ganz deutlichen Unterschied, der aber wohl nicht mit der Formation zu erklären ist. In den elf Begegnungen mit Viererkette lag die Effizienz der Gegentore bei +5. Die Gegner erzielten fünf Tore mehr als zu erwarten waren. Nach der Umstellung lag der Wert bei -9. Die Gegner erzielten neun Tore weniger als zu erwarten gewesen sind. Und das ganz sicher auch, aufgrund der teils überragenden Leistungen des Keepers. Marvin Schwäbe gilt nicht umsonst als einer der besten Torhüter der Liga.

Am vergangenen Sonntag erspielte sich der FC wieder einige Chancen. Und in der Hintermannschaft? Da standen die Kölner sicher. Sehr sicher. Was aber wiederum auch an der Qualität des Gegners gelegen haben dürfte. „Es ist nicht immer eine Systemfrage, sondern auch eine Frage von Überzeugung und Mut“, sagte auch Gerhard Struber am Sonntag. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt aber ganz offensichtlich auch das richtige Personal.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?


Mit einem Bein schon aufgestiegen? Das spricht im Saisonfinale für den 1. FC Köln

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Pokalerfolg
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Mit einem Bein schon aufgestiegen? Das spricht im Saisonfinale für den 1. FC Köln

Beim FC will man von einer Vorentscheidung noch so gar nichts wissen. Dabei beträgt der Vorsprung auf die Konkurrenz vier Spieltage vor Saisonende fünf Zähler. Und nicht nur die Tabellensituation spricht für die Geißböcke im Aufstiegskampf: Deswegen wird der 1. FC Köln aufsteigen.

Noch vier Spieltag bis Saisonende und die Geißböcke stehen auf Platz eins der Tabelle. Zudem zeigt die Formkurve der Mannschaft von Gerhard Struber nach oben. Der FC befindet sich mitten im Aufstiegskampf: Deswegen wird der 1. FC Köln aufsteigen.

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Nein, von einer Vorentscheidung wollten die Kölner Verantwortlichen, aber auch Spieler nach dem 3:1-Erfolg über Preußen Münster nichts wissen. „Die Ausgangslage ist super, aber geschafft ist es noch nicht“, sagte beispielsweise Timo Hübers erst am Mittwoch nach dem Training und traf damit in etwa den Ton, den auch Christian Keller und Gerhard Struber am Wochenende angeschlagen hatten. „Am Wochenende ist wieder eine Chance, dass wir mit einem Sieg in Hannover ein Stück näher drankommen können. Dann wollen wir die letzten Schritte jetzt auch noch gehen“, führt der Kapitän der Kölner fort. Die Ausgangslage ist in der Tat eine gute. Fünf Punkte Vorsprung haben die Geißböcke vor dem Relegationsplatz. Heißt im Umkehrschluss, die Verfolger von Rang drei bis sechs müssten schon zwei Siege mehr einfahren, in wohl gemerkt vier ausstehenden Begegnungen.

FC trifft noch auf drei Krisenclubs

Und da unter jenen Kontrahenten noch drei direkte Duelle anstehen, sind die Vorzeichen gut bis sehr gut. Doch da ist auch weiterhin noch das kleine „Aber“. Das „Aber“ dieser verrückten Liga. Einer Liga, in der sich kein Team wirklich hervorgetan hat und selbst die vermeintlichen Kleinen die vermeintlichen Großen jederzeit schlagen können. Erst am vergangenen Spieltag überraschte Eintracht Braunschweig den 1. FC Kaiserlautern und der SV Darmstadt wiederum Hannover 96. Die ehemaligen Bundesligisten reagierten nur wenige Tage später und entließen jeweils die Trainer Markus Anfang und André Breitenreiter. Auch, weil der Aufstieg für Kaiserslautern ein Stück weit und für die Niedersachen in sehr weite Ferne gerückt ist. Ein fünf Punkte-Vorsprung ist dementsprechend alles andere als eine Sicherheit.

Und doch gibt es gleich mehrere Faktoren, die dem FC in dieser Phase der Saison durchaus Hoffnung machen sollten. Denn die Geißböcke treffen in den kommenden vier Spielen gleich auf drei Krisenvereine. Eben auf Hannover am Sonntag und Kaiserslautern am letzten Spieltag. Beide Teams haben die jüngsten drei Spiele verloren, sind nach der Pleite-Serie ordentlich abgerutscht, hatten sich durchaus mehr versprochen. In der Formkurve der vergangenen drei Spiele belegen die Traditionsvereine die Ränge 17 und 18. Dazu stehen noch die Begegnungen gegen Jahn Regensburg und den 1. FC Nürnberg auf dem Programm. Clubs, die aus den vergangenen drei Spielen einen Sieg, also drei Punkte holten. Regensburg muss mindestens die Relegation spielen, könnte aber schon im Duell gegen den FC mit dann möglicherweise neun Zählern Rückstand als (nahezu) sicherer Absteiger feststehen – denn die miserable Tordifferenz zählt wohl fast wie ein Punkt.

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Verletzte Spieler des 1. FC Köln kehren zurück und werden zu Hoffnungsträgern

Dagegen bekommt es die Kölner Konkurrenz in den verbleibenden Spielen noch mit dem ein oder anderen formstarken Gegner zu tun. Überhaupt könnte das Restprogramm aus Kölner Sicht durchaus schwerer sein. Der FC trifft auf Gegner, die im Schnitt auf Rang elf der Liga liegen. Magdeburgs und Düsseldorfs Gegner belegen im Schnitt Platz neun, Paderborns sogar Platz sieben. Die Ostwestfalen haben das wohl schwerste Restprogramm vor der Brust. Einen Fünf-Punkte-Vorsprung hat noch kein Club seit der Drei-Punkte-Regel verspielt. Zudem scheint das Momentum aktuell auf der Seite des FC. Die Kölner wissen, dass sie bereits im Heimspiel gegen Regensburg alles klar machen können. Allerdings nur, wenn in Hannover gepunktet wird und die Konkurrenz dann ebenfalls mitspielt.

Zudem kehren beim FC nach und nach die Verletzten zurück. Nach Tim Lemperle, Mark Uth, Julian Pauli, Timo Hübers und Damion Downs drängt sich nun auch Linton Maina ganz offensichtlich wieder auf. Für die Begegnung gegen Hannover wird es wohl noch eng werden, doch der Kölner Top-Scorer wird wohl noch einmal in den Saisonendspurt eingreifen können. Möglicherweise gilt das auch für Jusuf Gazibegovic, der am Donnerstag schon wieder auf dem Platz trainierte. Der Bosnier hatte sich bekanntlich das Syndesmoseband gerissen. Zudem scheinen die Kölner ausgerechnet auf der Zielgeraden dann doch den ein oder anderen Unterschiedsspieler gefunden zu haben. Marvin Schwäbe wächst seit Wochen über sich hinaus, Luca Waldschmidt war in den vergangenen sechs Spielen an sechs Toren beteiligt.

Für Unruhe sorgten zuletzt nur die Transfergerüchte um Dejan Ljubicic, der den Verein wohl sicher verlassen will. Der Aufstiegsstimmung am Geißbockheim wird das keinen Abbruch tun.