Weltmeister, Pokalsieger, Eigengewächse: FC-Sparringspartner San Sebastián im Porträt

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Weltmeister, Pokalsieger, Eigengewächse: FC-Sparringspartner San Sebastián im Porträt

„La Real“ ist zu Gast in Müngersdorf: Mit Pellegrino Matarazzo, Weltmeister Mikel Oyarzabal und einer besonderen Vereinsphilosophie bringt Real Sociedad einiges mit zum Test gegen den 1. FC Köln: Sparringspartner San Sebastián im Porträt.

Mit Pellegrino Matarazzo steht ein Trainer an der Seitenlinie, der eine ganz besondere Geschichte mit den Geißböcken verbindet. Real Sociedad bringt mit Kapitän Mikel Oyarzabal zudem einen Weltmeister und eine in Europa einzigartige Vereinsphilosophie mit.

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Beim Testspiel im RheinEnergieStadion am Samstag lohnt es sich nicht nur, das Geschehen auf dem Rasen zu verfolgen. Auch in der Coaching Zone ist ein spannender Charakter zu Gast in Köln: Dort wird Pellegrino Matarazzo für Real Sociedad auf der Bank Platz nehmen. Die meisten dürften ihn noch aus seiner Zeit bei der TSG Hoffenheim und beim VfB Stuttgart kennen. Mit den Geißböcken verbindet Matarazzo eines der wohl prägendsten Spiele seiner Karriere: Nach einer verkorksten Saison 2021/22 musste der US-Amerikaner am letzten Spieltag gegen Steffen Baumgarts Kölner ran, die zu diesem Zeitpunkt bereits einen Platz in der Conference League sicher hatten. Aus Sicht der Matarazzo-Elf folgte eine der denkwürdigsten Begegnungen der Vereinsgeschichte: Wataru Endo köpfte die Schwaben in der Nachspielzeit zum sicheren Klassenerhalt. In der Folgesaison musste Matarazzo dann sein Büro in Stuttgart räumen – nach neun Spielen ohne Sieg stellte ihn Vorstandschef Alexander Wehrle frei.

Amtierender Copa-del-Rey-Sieger zu Gast in Müngersdorf.

Aus Sicht der deutschen Fans kam die Meldung Ende Dezember 2025 doch etwas überraschend: Nach Ablauf des 17. Spieltags wurde Pellegrino Matarazzo als neuer Trainer von San Sebastián vorgestellt. Mittlerweile ist die Überraschung gewichen. Denn unter Matarazzo hat sich „La Real“ prächtig entwickelt, der US-Amerikaner wird für seine Erfolge gefeiert. Unter seinem Vorgänger Sergio Francisco war die ambitionierte Mannschaft in der abgelaufenen Spielzeit in der Tabelle immer weiter abgerutscht, bei dessen Entlassung trennten San Sebastián nur zwei Punkte von den Abstiegsplätzen.

Matarazzo übernahm zum Jahreswechsel und führte die Basken mit neun Spielen ohne Niederlage zurück in die Spur. In La Liga sicherte er ihnen am Ende einen Platz im internationalen Geschäft. Inzwischen ist Real Sociedad zudem zum vierten Mal Pokalsieger. Dass die Mannschaft zu mehr in der Lage sein würde, als sie über weite Strecken der Hinrunde zeigte, liegt beim Blick auf den Kader auf der Hand. An erster Stelle ist Stürmer Mikel Oyarzabal zu nennen. Als Eigengewächs und Kapitän ist der 30-Jährige eine echte Identifikationsfigur. Oyarzabal ist auch in der spanischen Nationalmannschaft gesetzt, die sich unlängst in Amerika zum Weltmeister krönte.

Die Wohlfühloase aus dem Norden Spaniens

„Es fühlt sich an wie eine Bruderschaft. Dies ist ein ganz besonderer Ort zum Leben und Spielen“, verriet Mittelfeldspieler Mikel Merino, der von 2018 bis 2024 das Trikot der Basken trug, einmal in einem Interview mit ESPN. Merino ist damit nicht allein. Der Club aus dem Norden der iberischen Halbinsel gilt als stressfreies Umfeld, in dem regelmäßig in Sackgassen geratene Talente einen Kickstart für ihre Karriere finden. So geschehen bei Martin Odegaard, Alexander Isak oder Takefusa Kubo. Diese Feelgood-Philosophie liegt auch der Jugendarbeit des Vereins zugrunde.

Zeitweise kam die gesamte Mannschaft aus der eigenen Region, oft sogar nur aus der eigenen Provinz. Nachbar Athletic Club aus Bilbao pflegt dieses Erbe bis heute so streng, dass er ausschließlich Spieler mit baskischen Wurzeln, Geburtsort oder zumindest Kindheitsverein aufnimmt. Real Sociedad hingegen verpflichtete 1989 den ersten Ausländer und 2003 den ersten Profi aus einem anderen Teil Spaniens. „Unsere Philosophie basiert auf der Nachwuchsförderung, aber um in Europa mithalten zu können, braucht man Talente, die eine Provinz mit 700.000 Einwohnern nicht immer hervorbringen kann“, sagte der Leiter der Zubieta-Akademie, Luki Iriarte, im April der Zeitung El Comercio de Gijon.

Dennoch bleibt das Hauptaugenmerk auf der nahen Umgebung: In der Zubieta-Akademie gehen die Basken dabei einen besonderen Weg und bauten ein Netzwerk auf, in dem 70 Vereine aus der Region im direkten Kontakt mit La Real stehen, um Talente zu beobachten. „Unsere Botschaft lautet: Bleib in deinem Umfeld. Bleib bei deiner Familie. Bleib bei deinen Freunden. Und wenn du das Gefühl hast, dass du bereit bist, all das hinter dir zu lassen, dann kannst du zu Real Sociedad kommen“, sagte Iriarte einmal dem Guardian.

Wagner: „Freuen uns auf das Spiel“

Festzuhalten bleibt: Die Gäste der Geißböcke bringen alles mit, um dem FC als optimaler Sparringspartner in die letzte Phase der Saisonvorbereitung zu begleiten. FC-Coach Wagner kann den Test gegen Matarazzos San Sebastián kaum abwarten: „Ich glaube, jeder freut sich, dass es wieder losgeht. Vor allem in unserer Stadt. Alle sind verrückt nach dem 1. FC Köln. Alle freuen sich darauf, dass die Saison wieder losgeht. Wir freuen uns auf das Spiel. Wir freuen uns auf jeden, der am Samstag im Stadion steht.“ Auch aus den Zielen für die Tests am Wochenende machte Wagner keinen Hehl: „Wir als Staff, als Mannschaft, wollen schon ein bisschen in die Spieltagsabläufe kommen. Und dann geht es trotzdem darum, uns noch einmal gut zu präsentieren. Jetzt geht es auch zum ersten Mal wirklich darum, 90 Minuten Fußball zu spielen und uns am Samstag und am Freitag vor vielen Zuschauern gut zu präsentieren.


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Generalprobe des 1. FC Köln gegen Schwergewicht: San-Sebastián-Test soll letzte Fragen klären

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Generalprobe des 1. FC Köln gegen Schwergewicht: San-Sebastián-Test soll letzte Fragen klären

Auch in diesem Jahr empfängt der FC vor Saisonstart einen namenhaften Gegner zum Härtetest in Müngersdorf. Diesmal heißt der Gegner Real Sociedad San Sebastián. Gegen die Basken sollen sich letzte Fragen zu Personal und Spielanlage klären beim 1. FC Köln: Real Sociedad als letzte Generalprobe.

Die neu formierte Kölner Mannschaft kann sich dabei zwei Wochen vor dem Saisonstart noch einmal mit einem internationalen Topgegner messen.

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Wie bereits in den vergangenen Jahren testet der 1. FC Köln kurz vor Saisonstart noch einmal im RheinEnergieStadion gegen einen internationalen Topgegner. Nach Testspielen gegen den FC Nantes, dem AC Mailand und Atalanta Bergamo ist dieses Jahr Real Sociedad zu Gast in Köln. Am Samstag um 15:30 wird die Partie zwischen dem FC und den Basken mit dem aus der Bundesliga bekannten Trainer Pellegrino Matarazzo angepfiffen. Nach vierwöchiger Vorbereitung spielen die Kölner erstmals in dieser Saison in ihrem Wohnzimmer in Müngersdorf. Für einige Spieler zum ersten, für andere womöglich auch zum letzten Mal. Nach den bisherigen Testspielen gegen Rheinsüd Köln, Bergisch Gladbach und Hertha BSC steht dem FC am Samstag zum ersten Mal ein Schwergewicht von internationaler Klasse gegenüber.

Das Testspiel bietet den FC-Profis nicht nur die Gelegenheit, sich mit Spielern wie Takefusa Kubo oder Weltmeister Mikel Oyarzabal zu messen. Gleichzeitig können sie sich im Kampf um die Startplätze für den Saisonauftakt empfehlen. Während es auf einigen Positionen schon klar zu sein scheint, wer gesetzt ist, sind andere Positionen im Kölner Kader noch umkämpft. Eine davon ist die Innenverteidigung. Mit Joel Schmied, Rav Van den Berg, Sommerneuzugang Luka Lochoshvili und dem fest verpflichteten Jahmai Simpson-Pusey gibt es gleich mehrere Kandidaten für die erste Elf. Auch Leih-Rückkehrer Julian Pauli wird sich nach seiner erfolgreichen Zeit in Dresden in der letzten Saison wohl kaum mit der Rolle als fünfter Innenverteidiger zufrieden geben. Die Verteilung der Einsatzzeiten am Samstag könnte schon ein Indiz für die aktuelle Rangordnung sein. Gleiches gilt für die Offensive. Auch hier hat sich noch keine klare Angriffsformation herausgebildet.

Debüts und mögliche Abschiede

Voraussichtlich erstmals auf dem Müngersdorfer Rasen auflaufen werden die Sommerneuzugänge Gideon Mensah, Luka Lochoshvili, Reigan Heskey und Paul Okon-Engstler. Der Einsatz von Torwart Martin James, der kürzlich von PSG nach Köln gewechselt ist, wäre hingegen eher überraschend. Während der Vorbereitung hat Trainer René Wagner auch einigen Spielern aus dem Kölner Nachwuchs die Möglichkeit gegeben, sich zu beweisen. Am Ende standen sechs Younggoats im Kölner Aufgebot für das Trainingslager. Während Kristiyan Irmiev und Nilas Yacobi am vergangenen Wochenende schon wieder mit der U21 in der Regionalliga auf dem Platz standen, waren Jonathan Friemel, David Fürst, Patrik Kristal und Maik Akumu nicht im Einsatz. Ob sie am Samstag die Chance erhalten, sich gegen die Spanier zu präsentieren, oder doch am Freitagabend in der Regionalliga gegen die Amateure von Borussia Dortmund auflaufen, wird sich wohl erst im Laufe der Woche entscheiden.

Auch wenn der Saisonstart nicht mehr fern ist, hat das Transferfenster noch einige Wochen geöffnet. Es ist bekannt, dass der FC durchaus auf einigen Positionen noch weiteren Handlungsbedarf sieht und dementsprechend noch einmal aktiv werden könnte. Auf der Seite der möglichen Abgänge dominiert nach wie vor Said El Mala seit Wochen die Schlagzeilen. Borussia Dortmund gilt weiterhin als wahrscheinlichster Abnehmer, auch wenn sich die Clubs bisher noch nicht auf ein Ablösepaket einigen konnten. Auch bei weiteren Spielern wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina sollen die Kölner wohl grundsätzlich bereit sein, die Spieler ziehen zu lassen, sollte ein entsprechendes Angebot vorliegen. Bislang ist dies jedoch noch nicht der Fall. Endgültige Gewissheit über die Zukunft von El Mala und Co. gibt es jedoch erst am 01. September um 20 Uhr, wenn das Transferfenster endgültig geschlossen ist.

Ticketverkauf boomt

Dennoch bleibt es ein realistisches Szenario, dass das Spiel gegen San Sebastián am Samstag der letzte Auftritt von El Mala und Co. sein könnte. Vielleicht ist der große Ansturm auf die Tickets für den Test auch deshalb zu erklären: Am Dienstag verkündete der Verein, bereits 30.000 Tickets verkauft zu haben.


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