Gute Erinnerungen, schlechte Erinnerungen: Ein letztes Mal Deniz Aytekin – und das mit dem 1. FC Köln

Schiedsrichter Denz Aytekin mit Florian Kainz und Marvin Schwäbe
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Gute Erinnerungen, schlechte Erinnerungen: Ein letztes Mal Deniz Aytekin – und das mit dem 1. FC Köln

Am 34. Spieltag steht für die Kölner das letzte Spiel der Saison an, für den Unparteiischen wird es das letzte seiner Karriere. Schiedsrichter Deniz Aytekin pfeift am Samstag die Begegnung des 1. FC Köln beim FCB.

Mit der Begegnung der Geißböcke beim FC Bayern München endet am Samstag eine lange Karriere. Deniz Aytekin wird ein letztes Mal eine Begegnung der Geißböcke leiten. Die Erinnerungen sind nicht alle gut.

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Die Szene war schon besonders, der Anlass aus Kölner Sicht bitter. Der FC hatte gerade das Auswärtsspiel beim SC Freiburg 2:3 verloren. Unglücklich, mit einem Treffer in der Nachspielzeit. Bitter waren aber die Folgen. Denn nach der Pleite stand der Abstieg nach der Spielzeit 2017/18 fest. Deniz Aytekin ließ es sich nicht nehmen, den enttäuschten Dominique Heintz zu trösten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Schiedsrichter bei vielen Spielern einfach beliebt ist. Am Samstagabend könnte es zumindest in der Theorie die Revanche geben. Denn Deniz Aytekin beendet seine Karriere und das mit dem Spiel der Geißböcke beim FC Bayern München. Möglicherweise wird es also warme Worte von Heintz Richtung Schiedsrichter geben.

Kainz trifft doppelt, nur zählt es nicht

Es wird bereits die 32. Begegnung die Aytekin mit FC-Beteiligung leitet. Die erste liegt bereits 17 Jahre (!) zurück. Im November 2008 pfiff der Schiedsrichter die Begegnung der Geißböcke gegen Hoffenheim. Damals unterlag der FC im eigenen Stadion 1:3. Kevin McKenna sah die Rote Karte, den Kölner Treffer erzielte Petit mit einem direkt verwandelten Freistoß. Der Platzverweis gegen den Abwehrspieler ist bis heute der einzige, den Aytekin einem Kölner Spieler gönnte. Dagegen schickte der Unparteiische drei Gegner der Geißböcke frühzeitig zum Duschen. Der 47-Jährige sprach den Kölnern in der Zeit sieben Elfmeter zu. Und drei davon in Rheinischen Derbys. Im letzten dann aber auch zwei für die Fohlen.

Die Gesamtbilanz unter Aytekin ist leicht negativ. Von den 31 Begegnungen gewannen die Kölner elf, verloren 14. 2021 leitete der Schiesrichter das Relegations-Rückspiel gegen Holstein Kiel, bei dem sich der FC 5:1 durchsetzte und noch den Bundesliga-Klassenerhalt sicherte. Kurios: Der 47-Jährige pfiff bis heute erst neun Mal den FC Bayern München, darunter zwei Mal das Spitzenspiel zwischen dem Rekordmeister und Borussia Dortmund.

Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift den FC – da war doch was

Daniel Schlager im Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV
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Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift den FC – da war doch was

Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift am Samstag die Begegnung des 1. FC Köln bei Union Berlin. Die Bilanz unter dem Unparteiischen spricht für den FC. Die Erinnerungen an den 36-Jährigen sind aber nicht gerade die besten.

Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast beim 1. FC Union Berlin. Mit einem Erfolg würden die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, diesen mitunter sogar eintüten. Der Schiedsrichter ist kein Unbekannter: Daniel Schlager pfeift die Partie.

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Der 36-Jährige ist zum neunten Mal Schiedsrichter einer Begegnung des 1. FC Köln. Und die Bilanz spricht knapp für die Kölner. Der FC gewann vier Spieler, verlor zwei und spielte demnach auch zwei Remis. Besonders auffallend: In fünf Begegnungen fielen vier oder mehr Tore. So zum Beispiel beim Auswärtsspiel im April 2019 in Duisburg. Der MSV ging damals in der 2. Bundesliga im ersten Abschnitt gleich zwei Mal in Führung. Jhon Cordoba hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach dem Wechsel drehten Louis Schaub, erneut Cordoba und Simon Terodde innerhalb von sechs Minuten den Spielstand und stellten die Weichen auf Erfolgskurs. Eigentlich, denn Duisburg schlug ebenfalls mit zwei Toren in zehn Minuten zurück und glich spät aus.

Kainz trifft doppelt, nur zählt es nicht

Besonders in Erinnerung ist aber eine bittere Entscheidung von Daniel Schlager geblieben. Eine bittere, wenn auch richtige. Vor viereinhalb Jahren pfiff der Schiedsrichter das Pokal-Achtelfinale der Kölner gegen den Hamburger SV. Nach einer Nullnummer in der regulären Spielzeit sah der HSV bereits wie der sichere Sieger aus, nachdem Robert Glatzel zu Beginn der Verlängerung getroffen hatte. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff entschied Schlager dann auf Foulelfmeter für die Kölner. Anthony Modeste blieb eiskalt. Beim anschließenden Elfmeterschießen hatten nur Salih Özcan und Sonny Kittel verschossen. Florian Kainz trat zum letzten Elfmeter an und verwandelte. Nur ließ Schlager den Treffer nicht zählen.

Und das absolut zu recht. Kainz hatte sich den Ball beim Schuss an das Standbein geschossen, ihn demnach zwei Mal berührt. Schiedsrichter Schlager gab den Treffer dementsprechend nicht, der Traum vom Pokal-Viertelfinale war ausgeträumt. Beim Hinspiel gegen die Rothosen in dieser Saison war der 36-Jährige erneut Schiedsrichter. Dieses Mal verteilte Schlager gleich zwei Ampelkarten an den HSV und verwehrte den Nordlichtern ein Treffer. Bereits 20 Mal leitete der Schiedsrichter Partien von Union Berlin. Zuletzt im Dezember, als sich die Eisernen überraschend 3:1 gegen RB Leipzig durchsetzten.

Wieder Schiedsrichter-Ärger für den 1. FC Köln: Hartmann räumt andere Entscheidung ein

Thomas Kessler mit dem Schiedsrichter Robert Hartmann
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Wieder Schiedsrichter-Ärger für den 1. FC Köln: Hartmann räumt andere Entscheidung ein

Nach der bitteren Niederlage gegen Leverkusen herrschte einmal mehr Frust beim 1. FC Köln: Und zwar Ärger über das vermeintliche Martel-Handspiel. Dass die Situation nicht so eindeutig war, wie sie Robert Hartmann wahrnahm, gestand der Schiedsrichter sich auch selbst ein.

Wieder einmal sorgt eine Entscheidung des Schiedsrichters für Frust bei den Geißböcken. Robert Hartmann hatte auf Elfmeter nach einem vermeintlichen Handspiel von Eric Martel entschieden. Zumindest keine klare Entscheidung, wie er später sagte.

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Möglicherweise wäre der Ärger gar nicht so groß gewesen, wenn die Kölner eine ihrer zahlreichen Offensivaktionen zu diesem Zeitpunkt schon genutzt hätten. Erst wenige Minuten zuvor hatte Said El Mala aus (sehr) spitzem Winkel den Ball an den Pfosten und nichts ins leere Tor geschossen, hatte Isak Johannesson dabei schon beeindruckend übersehen. Nun aber war es wieder so eine 50:50-Situation – nur auf der anderen Seite. Einen hohen Ball stoppte Eric Martel im Zentrum mit angelegtem Arm, eigentlich irgendwo Richtung Schulter, allerdings ging die schon verdächtig Richtung Boden. Wo genau der Sechser den Ball getroffen hatte, war auch in den Fernsehbildern nur ganz schwer zu erkennen. Doch für Schiedsrichter Robert Hartmann reichte der Kontakt zu einem Pfiff.

„Für mich ist das kein Elfmeter“

„Für mich ist das kein Elfmeter“, sagte René Wagner. „Am Ende gibt es ein paar Leute, die ihm in der Situation helfen können. Das ist nicht passiert. Und deswegen sind wir natürlich enttäuscht.“ Die Wiederholung musste sich der Unparteiische nicht mehr anschauen und so brachte Patrik Schick Leverkusen vor dem Wechsel glücklich in Führung. Glücklich, weil der FC bis dahin Spiel bestimmend war, glücklich, weil Schwäbe noch die Hand an der Kugel hatte und glücklich, weil wohl nicht jeder Schiedsrichter auf Strafstoß entschieden hätte. Möglicherweise also wieder einmal eine 50:50-Entscheidung. Aber eine gegen Köln. Noch gegen Bremen und auch gegen St. Pauli war das unter Lukas Kwasniok verloren gegangene Spielglück wiedergefunden worden. Gerade die 50:50-Entscheidungen waren da auf Kölner Seite. Unter dem Ex-Trainer gab es zahlreiche knifflige Entscheidungen wie etwa ein Handspiel von Yan Couto im Spiel der Geißböcke gegen Borussia Dortmund, die eben nicht pro FC ausfielen. Nun das vermeintliche Handspiel.

„Keine Schwarz-Weiß-Szene“

Das es eben eher keins war, gestand sich dann auch Hartmann bei Sky ein. „Also mir ist zuerst mal wichtig zu erklären, wie es überhaupt zu der Entscheidung kam“, so der Unparteiische. „Ich stehe links von der Situation und nehme wahr, dass der Arm von Eric Martel ein Stück weit auch abgespreizt ist und er diesen Arm in die Flugbahn des Balles, der auch ein Stück weit erwartbar war, mitführt.“ Doch ganz so sicher war sich der Referee dann wohl doch nicht. „Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand nach dem Spiel auf die Bilder schaue, muss ich sagen, der Arm ist schon sehr, sehr nahe am Körper. Und wenngleich das für mich immer noch keine Schwarz-Weiß-Szene ist und damit der Videoassistent auch nicht die Möglichkeit hatte, mich da irgendwo in die Review-Area zu schicken, muss ich sagen, dass ich mich jetzt nach dem Spiel besser fühlen würde, wenn ich hier auf weiterspielen entschieden hätte“, so Hartmann.

„Ich frage ihn in der Halbzeit auch, er sagt, er steht vier Meter davor“, sagte Thomas Kessler. „Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird da nicht die Meinung der Schiedsrichter sein. Er stand daneben, ist dann nicht mehr in die Review-Area gegangen.“ Vor allem über das Nicht-Eingreifen des VARS ärgerte sich der Geschäftsführer. „Wir reden ja auch von Schwarz-Weiß-Situationen. Es ist schwer, da heute Grau zu finden. Ich finde es schon, dass er darauf hingewiesen werden muss, dass er offensichtlich eine falsche Wahrnehmung hatte“, sagte Kessler. „Schon alleine, wie er die Körperhaltung von Eric zeigt, mit so ein bisschen ausgespreitztem Arm. Und auch vor dem 2:0 durch Schick fühlten sich die Kölner benachteiligt. Jakub Kaminski hatte zuvor den Ausgleich auf dem Fuß, wurde unmittelbar nach dem Abschluss ziemlich hart von den Beinen geholt. Doch der VAR griff nicht ein. Am Ende verpassten die Kölner mögliche Punkte, verloren 1:2. Und es blieb einmal mehr Frust. Nicht nur aufgrund der Niederlage.


Eigentlich keine schlechte Erinnerung an Matthias Jöllenbeck – aber da war doch was…

Matthias Jöllenbeck im Spiel des 1. FC Köln gegen Darmstadt
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Eigentlich keine schlechte Erinnerung an Matthias Jöllenbeck – aber da war doch was…

Am Freitagabend ist Köln zu Gast beim FC St. Pauli. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter. In schlechter Erinnerung ist er aber auch aufgrund eines Spiels ohne FC-Beteiligung. Matthias Jöllenbeck pfeift den 1. FC Köln beim FC St. Pauli.

FC-Trainer René Wagner würde am Freitag gegen den FC St. Pauli nur zu gerne den zweiten Sieg in Serie holen. Dann würden die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Der Schiedsrichter der Begegnung ist für den FC kein Unbekannter.


Einen Grund für eine Beschwerde hatten die Kölner nun wirklich nicht. Eher das Gegenteil. Matthias Jöllenbeck pfiff den FC im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. Die Kölner setzten sich gegen desolate Niedersachsen auch in der Höhe verdient mit 5:0 durch. Dabei hätte der Führungstreffer möglicherweise gar nicht zählen dürfen. Leart Pacarada und Linton Maina standen damals beim Eckstoß. Der Kosovare tippte die Kugel an, führte den Eckball also eigentlich schon aus. Maina nahm das Spielgerät erneut in die Hand, legte es sich noch einmal zurecht und brachte die Hereingabe. In der Box verwertete schließlich Timo Hübers. Eigentlich ein klares Handspiel. „Es sieht schon so aus, als ob ich es bewusst mache. Ich kann sagen: Das war nicht so. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat“, sagte Pacarada später.

Leicht positive Bilanz

Kein Wunder, dass die Braunschweiger Spieler ein Handspiel monierten. Schiedsrichter Jöllenbeck erklärte später, er habe die Begegnung zuvor nicht angepfiffen. Glück für Köln. Der FC hatte – wenn man so will – bei einer anderen Entscheidungen das Nachsehen. In einem Spiel, in dem die Kölner noch nicht einmal dabei waren. Aber eben Jöllenbeck. In der Abstiegssaison 23/24 pfiff der Unparteiische die Begegnung des FSV Mainz gegen den VfL Bochum. Damals ging Jae-Sung Lee nach einem Zweikampf mit Bernardo zu Boden. Der Innenverteidiger, der auch schon auf der Liste der FC-Bosse gestanden haben soll, traf zwar Lee, spielte aber zuvor den Ball. Jöllenbeck blieb bei seiner Meinung, schaute sich das vermeintliche Foulspiel aber auch nicht noch einmal an. Bochum verlor und schickte den FC auf Rang 17.

Auch beim letzten Einsatz des Schiedsrichters bei einer Begegnung mit Köln gab es erhitzte Gemüter. Im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart entschied Jöllenbeck nach Eingriff des VARs auf einen Strafstoß, nachdem Marvin Schwäbe VfB-Stürmer Ermedin Demirovic getroffen hatte. Das Spiel lief zunächst weiter. Schwäbe gab zu, dass man den Elfmeter geben könne. Allerdings herrschte Unstimmigkeit, ob der VAR überhaupt hätte eingreifen dürfen. Generell ist die Bilanz der Kölner unter Jöllenbeck komplett ausgeglichen. Zwölf Mal leitete der 38-Jährige Begegnungen des FC. Vier gewannen die Kölner, vier endeten remis, vier gingen demnach verloren. In bitterer Erinnerung ist ein anderes 0:5. Der Mediziner pfiff die derbe Klatsche der Geißböcke gegen Mainz als Luca Kilian mit der Ampelkarte vom Platz musste.


Wieder ein unterschiedliches Maß? Einmal mehr Schiri-Frust beim 1. FC Köln

Sören Storks schickt Eric Martel vom Platz
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Wieder ein unterschiedliches Maß? Einmal mehr Schiri-Frust beim 1. FC Köln

Nach dem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach ist die Diskussion um den Trainer beim FC beendet. Lukas Kwasniok steht nicht länger an der Seitenlinie der Geißböcke. Im Spiel sorgte aber ein anderer Protagonist für viel Unmut im Umfeld des 1. FC Köln: Schiri-Frust im Rheinderby.

Keinen Sieger gab es im Rheinderby – und damit das Aus von Lukas Kwasniok, der mit dem FC zum siebten Mal in Serie ohne Sieg blieb. Doch es gab noch weiteren Frust.

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Eigentlich hatte er das Zeug zum nächsten Derbyhelden zu werden. Leidenschaftlich schmiss sich Eric Martel in gefühlt jeden Zweikampf – und das sogar im vordersten Drittel. Kein Kölner Spieler bestritt mehr Zweikämpfe als der FC-Sechser, Martel gewann mehr als 60 Prozent der Duelle, spulte zudem neben Jakub Kaminski die meisten Kilometer ab. Immer wieder peitschte der 23-Jährige Fans und Mitspieler an. Und mit seinem zweiten Saisontor nährte Martel nur wenige Minuten vor Schluss die Hoffnung der Fans, das Derby sogar noch komplett zu drehen. „Das ist natürlich dann wieder ein Momentum, das vielleicht auf uns rübergegangen wäre“, sagte der Torschütze des 3:3. „Wenn du hier kurz vor Schluss den Ausgleich schießt, hast vielleicht noch zehn Minuten zu spielen – mit den Fans im Rücken, glaube ich, hätten wir schon gute Chancen gehabt, das Spiel noch komplett zu drehen.“

„Finde das ein bisschen hart“

Doch dann traf der Mittelfeldspieler in einem Luftduell seinen Gegenspieler Joe Scally mit dem Arm am Kopf. Schiedsrichter Sören Storks zögerte einen Moment und zeigte Martel dann die Gelb-Rote Karte. „Der Schiedsrichter kommt zu mir und sagt, das ist eine Abseitssituation und dann kann er für mich nicht das Foul danach bewerten. Wenn es eine Abseitssituation ist, dann darf er mir danach nicht Gelb-Rot geben. Ich finde das ein bisschen hart, muss ich sagen“, erklärte Martel. „Hart“ aus noch einem ganz anderen Grund. Denn bereits zuvor gab es exakt die gleiche Aktion. Nur, dass dort der Kölner Spieler mit dem Ellbogen niedergestreckt wurde. Nur ließ Storks in dem Moment die Gelbe Karte stecken. Erstaunlich, denn diese saß an dem Tag eigentlich ziemlich locker.

Inklusive des Platzverweises sprach der Schiedsrichter neun Verwarnungen aus. Für Thomas Kessler „viele Gelbe Karten auch im Laufe des Spiels, bei denen ich wirklich Fragezeichen hatte“. So zum Beispiel auch bei Marvin Schwäbe, der als Kapitän bekanntlich durchaus das Gespräch mit dem Schiedsrichter suchen darf und nicht gerade zu verbalen Entgleisungen neigt. Dennoch sah der Keeper wegen Meckerns Gelb. Und das, nachdem ein Gladbacher den Konter über Jakub Kaminski unterband. Ein taktisches Foul für das Jan Thielmann kurz zuvor den Karton gesehen hatte, der Gladbacher kam ohne den gelben Karton aus. Sieben Mal zeigte Storks den FC-Profis Karten. „Ich fand, dass wir heute viele Situationen hatten, wo ich mich wirklich gewundert habe, warum er entschieden hat, wie er entschieden hat“, sagte Kessler. 

„Ich suche nie nach Ausreden“

Das fand offenbar auch Ex-Trainer Lukas Kwasniok, der nach der Begegnung ein besonders emotionales Gespräch mit dem Schiedsrichter suchte. „Ich suche nie nach Ausreden und jammere nicht. Und trotzdem ist uns das Glück auch nicht hold“, sagte der 44-Jährige. „Wenn du als Trainer eine gute Perfomance hast, die du als Trainer beeinflussen kannst, dann brauchst du die Momente, die auf deiner Seite sind und ich weiß nicht, wie oft wir diese Situationen auf unserer Seite in Bezug auf Gelb-Rote Karten oder Elfmeter hatten.“ Auch daher habe man zu wenig Punkte eingefahren so der Tenor. „Klar, Erik erwischt den Gegner leider mit dem Ellbogen und die Situation ist mit Gelb-Rot zu bewerten. Aber wenn eine Sekunde früher gepfiffen wird, dann gehen weder Eric noch der Gegner zum Kopfball“, sagte Kwasniok.

Der ehemalige Trainer habe sich darüber echauffiert, weil „diese Dinge in Summe nicht auf unserer Seite sind“. Schon in den vergangenen Wochen hatte Kwasniok immer wieder über ein unterschiedliches Maß an Entscheidungen gesprochen.


Daniel Siebert, der 1. FC Köln und die Sache mit den Elfmetern

Daniel Siebert leitet die Begegnung zwischen Köln und Dortmund
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Daniel Siebert, der 1. FC Köln und die Sache mit den Elfmetern

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln Borussia Dortmund in Köln. Mit dem Schiedsrichter haben die Geißböcke nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Daniel Siebert pfeift den 1. FC Köln gegen Dortmund.

Für den FC steht am Samstagabend bereits das siebte Topspiel der Saison an. Die ersten sechs gingen allesamt verloren. Nun soll der Fluch ausgerechnet gegen den BVB gebrochen werden. Schiedsrichter der Begegnung ist Daniel Siebert. Kein Unbekannter für die Geißböcke.


Wirklich glücklich war der damalige FC-Trainer Steffen Baumgart mit der Leistung des Unparteiischen nicht, doch der Coach nahm die Entscheidungen dann doch irgendwie mit Humor. Hoffenheims Wout Weghorst war zuvor in einen Schussversuch von Florian Kainz gesprungen und hatte den Ball an den Stützarm bekommen. Einen Elfmeter gab es nicht. „Er hat die Hand hinterm Rücken und geht nicht mit Absicht dahin“, sagte Baumgart damals. „Es war trotzdem eine hervorragende Torwartparade, mit der er es sicherlich in die Elf des Tages gekommen wäre.“ Dennoch hätte der Coach nach eigener Auskunft gerne gehabt, dass sich Daniel Siebert die Szene noch einmal angeschaut hätte. Im weiteren Verlauf der Begegnung spielte dann der heutige FC-Profi Marius Bülter den Ball ebenfalls mit der Hand, zwar pfiff Siebert dieses Mal, allerdings ein vermeintliches Offensivfoul von Davie Selke.

Vier Strafstöße für den FC

Die Erinnerungen an den Unparteiischen sind also nicht die besten. Elfmeter, Köln und Siebert wollen irgendwie nicht so recht zusammenkommen. Auch vor etwas mehr als zwei Jahren hätten die Geißböcke gerne einen Strafstoß erhalten. Im Duell gegen Werder Bremen sprang Keeper Michael Zetterer Verteidiger Luca Kilian elfmeterreif in den Rücken. Doch Siebert gab den möglichen Strafstoß nicht. „Das ist ein ganz klarer Elfmeter und für mich vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschauen kann. Aber die dürfen ja machen, was sie wollen“, sagte Florian Kainz sichtbar aufgebracht. „Ich verstehe das nicht. Da muss ich aufpassen, was ich sage.“ Allerdings hat Siebert durchaus auch schon Elfmeter für die Kölner gepfiffen. Vier Strafstöße bekam der FC vom heute 41-Jährigen zugesprochen.

So beispielsweise beim 2:2 gegen Borussia Dortmund vor ziemlich genau fünf Jahren. Jude Bellingham hatte den Ball mit der Hand gespielt, Ondrej Duda sicher verwandelt. Insgesamt leitete der Unparteiische die Begegnung zwischen den beiden Mannschaften schon drei Mal. Zwei Mal gab es keinen Sieger, das dritte Duell gewann der BVB 6:1. Auch die Gesamtbilanz unter Siebert spricht nicht für den FC. Von 20 Spielen verlor Köln neun, gewann aber nur sechs. Dagegen leitete der Sportwissenschaftler schon 35 Spiele mit Dortmunder-Beteiligung. Die Westfalen gewannen 24, verloren nur sechs.

Wieder eine „Kann-Szene“ beim 1. FC Köln? Hätte Kramarics Tor überhaupt zählen dürfen?

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Wieder eine „Kann-Szene“ beim 1. FC Köln? Hätte Kramarics Tor überhaupt zählen dürfen?

Die nächste folgenschwere Schiedsrichterentscheidung gegen den 1. FC Köln: Hätte Andrej Kramarics Treffer zum 1:2 überhaupt zählen dürfen? Schiedsrichter Robert Schröder lieferte eine plausible, wenn auch strittige Erklärung. Und die dürfte dem 1. FC Köln nicht passen: Strittiger Kramaric-Treffer zeigt Muster auf.

Gefühlt vergeht kein Spieltag ohne eine 50-50-Entscheidung gegen die Geißböcke. So auch am Samstag beim 2:2 gegen Hoffenheim.

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Beim Spiel gegen RB Leipzig gab es Unmut über ein nicht gegebenes Handspiel von Baumgartner. Am vergangenen Spieltag gegen den VfB Stuttgart hagelte es im Anschluss lautstarke Kritik über einen nicht gegebenen Elfmeter nach einem (eigentlich) eindeutigen Foul an Ragnar Ache. Und auch im Spiel gegen Hoffenheim avancierte das Schiedsrichtergespann zwischenzeitlich zur Streitfigur. Um diese Szene geht es: Die Geißböcke hatten sich lange gegen die wütenden Angriffe der Gäste gestemmt, insbesondere der Hoffenheimer Bazoumana Touré setzte der letzten Kette der Kölner ordentlich zu. In der 60. Minute brach besagter Touré über die linke Seite durch und schoss zum x-ten Mal auf den Kasten von FC-Keeper Marvin Schwäbe. Schwäbe lenkte seinen Schuss an die Unterkante der Latte, TSG-Stürmer Andrej Kramaric aber setzte per Kopf nach. Wieder war Schwäbe dran, erwischte den Ball aber eine Handbreite hinter der Linie.

Schiedsrichter Schröder: „Für mich absolut regulär“

Der FC-Keeper protestierte dennoch bei Schiedsrichter Robert Schröder, denn dem Treffer war ein offensichtlich irregulärer Einwurf vorausgegangen. Hoffenheims Albian Hajdari führte den entscheidenden Einwurf auf Touré aus, wobei er grenzwertig viel Bewegungsspielraum in seiner Ausführung offenbarte. Im Anschluss an das 2:2 ordnete Schröder die Szene mit etwas Abstand wie folgt ein und führte gleich mehrere Gründe an, warum die Unparteiischen so entschieden: „Es ist erst einmal ein Einwurf. Das kann zum Beispiel auch der VAR nicht überprüfen. Ich habe die Ausführung gesehen und für mich war sie absolut regulär. Der Spieler ist zwar in einer leichten Bewegung, was aber erlaubt ist. Wichtig ist, dass beide Beine am Boden sind beziehungsweise den Boden berühren, und das ist hier der Fall. Der eine Fuß steht auf dem Boden und der andere schleift darüber, also ist das für mich eine reguläre Ausführung und von daher ist alles okay“, erklärte Schröder am Sky-Mikrophon.

Ein Muster, dass sich durchzieht.

Was Schröder hier als „leichte Bewegung“ einschätzt, darüber lässt sich sicherlich streiten. Bemerkenswert war jedoch in erster Linie die unmittelbare Reaktion der Domstädter. Obwohl sie ein Gegentor kassierten, steckten sie nicht auf, sondern hielten an ihrem Matchplan fest und gingen die hohe Intensität der Gäste mit. So ermöglichten sie den unterm Strich wohlverdienten Ausgleich durch Said El Mala. Mit seinem Treffer zum 2:2-Endstand beendete er nicht nur seine Mini-Krise von sechs Spielen ohne Tor, sondern machte auch diese weitere (wenn auch streitbare) Schiedsrichterentscheidung zuungunsten der Geißböcke erträglicher. Bleibt zu hoffen, dass die Kölner im kommenden Spiel gegen den FC Augsburg ohne unglückliche Entscheidungen der Unparteiischen auskommen.


Schiedsrichter Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln: Gute Bilanz, aber nicht so gute Erfahrungen

Robert Schröder leitet die Begegnung des 1. FC Köln in Heidenheim
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Schiedsrichter Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln: Gute Bilanz, aber nicht so gute Erfahrungen

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim in Köln. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter, die jüngsten Erinnerungen waren aber nicht nur gute. Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln gegen Hoffenheim.

Für die Geißböcke steht am Samstag das Heimspiel gegen Hoffenheim auf dem Programm. Der FC dürfte in der Rolle des Underdogs stecken. Auch der Schiedsrichter der Begegnung steht natürlich schon fest: Robert Schröder pfeift die Partie.

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Geht es nach der Auswahl des Schiedsrichters wird es am Samstagnachmittag eine turbulente Partie geben – zumindest eine torreiche. Denn wenn Robert Schröder Begegnungen des 1. FC Köln pfeift, dann fallen im Schnitt mehr als vier Tore – auch, weil der Unparteiische die Partie der Geißböcke gegen Werder Bremen vor ziemlich genau drei Jahren leitete. Damals setzten sich die Kölner 7:1 durch. Doch auch in den anderen Begegnungen gab es zahlreiche Treffer. Rein von der Bilanz waren die Erfahrungen mit Schröder zuletzt recht gute. Von den bisherigen elf Liga-Begegnungen gewannen die Kölner fünf und die in den jüngsten acht Spielen. Seit fünf Jahren hat der FC nur eine Partie verloren, die Schröder gepfiffen hat. Zuletzt leitete der Unparteiische das 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim im Januar.

Als VAR gegen den HSV im Einsatz

Und das sind nicht die besten Erinnerungen. Denn der Schiedsrichter hatte gegen die Mannschaft von der Ostalb ein Foul an Alessio Castro-Montes übersehen. Im Gegenzug kassierten die Geißböcke einen Gegentreffer. In Erinnerung ist sicher auch noch die Rote Karte, die Schröder 2022 Dominick Drexler zeigte, der damals im Trikot des FC Schalke 04 gegen Jonas Hector austeilte. Und in dieser Spielzeit war der Unparteiische auch in einer Kölner Begegnung als VAR im Einsatz. Gegen den Hamburger SV trat Schröder vor allem vor dem vermeintlichen Ausgleich der Rothosen in Erscheinung, als er bei einem Treffer von Fabio Vieira ein Foulspiel monierte. Rayan Philippe hatte damals Eric Martel getroffen, Schiedsrichter Daniel Schlager gab Schröder recht.

Die Entscheidung sorgte später für Kritik – natürlich beim HSV. Acht Mal leitete der Unparteiische Begegnungen der Sinsheimer. Auf den Tag genau seit fünf Jahren hat die TSG kein Spiel mehr gewonnen, das der 40-Jährige pfiff. Damals gewann Hoffenheim gegen Werder Bremen 4:0. Auch in den Spielen mit Hoffenheim-Beteiligung fallen im Schnitt mehr als drei Tore.

Keine gute Bilanz unter Bastian Dankert – und da war doch was…

Bastian Dankert mit Spielern des 1. FC Köln
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Keine gute Bilanz unter Bastian Dankert – und da war doch was…

Am Sonntagnachmittag tritt der FC beim SC Freiburg an. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter, die Erinnerungen sind nicht die besten. Bastian Dankert pfeift den 1. FC Köln gegen den SC Freiburg.

FC-Trainer Lukas Kwasniok wird am Sonntag gegen Freiburg den nächsten Sieg holen wollen. Bastian Dankert pfeift den 1. FC Köln gegen den SC Freiburg.

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Für den FC geht es am Sonntag in Freiburg darum, die nächsten Punkte einzufahren. Denn in den kommenden Wochen warten einige schwere Aufgaben. Immerhin war den Kölnern nach dem 2:1-Erfolg am vergangenen Wochenende wieder nach Lachen zu Mute. Vor gut zehn Jahren stand in Köln ein Österreicher an der Seitenlinie, der für seinen Humor bekannt war und diesen bei einem Protagonisten des Ligapspiels vom Sonntag auch einmal mehr unter Beweis stellte. Der damalige FC-Coach Peter Stöger richtete im Oktober 2015 im Duell der Geißböcke gegen Hannover 96 seine Brille und hielt sie anschließend in Richtung Schiedsrichter Bastian Dankert.

Dankert übersah klares Handspiel

Kein Wunder, der Unparteiische hatte eine Spiel entscheidende Szene ganz offensichtlich falsch eingeschätzt. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Leon Andreasen den Ball mit ausgestreckten Arm ins Tor befördert. Dankert übersah das Handspiel offenbar und entschied auf Tor. Die Szene wurde oft als eins der klarsten Handtore der Bundesliga-Geschichte aufgeführt. Auch dem Dänen war die Situation unangenehm. „Ich spüre, dass mich etwas am Arm trifft“, sagte der Spieler später. „Ich bin eigentlich ein fairer Spieler, die Situation ist für mich jetzt nicht so lustig.“ Nicht so lustig fanden es wohl auch die Kölner, denn die Begegnung ging 0:1 verloren. Seit dem Volleyballtor von 2015 hat Dankert den 1. FC Köln noch weitere sieben Mal gepfiffen.

In dieser Spielzeit schon zwei Mal. Zuletzt im November beim 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen. Damals hatte Köln Glück, dass der Schiedsrichter einen Treffer von Keke Topp aufgrund einer Abseitsstellung nicht gab. Zuvor pfiff der Schiedsrichter die Begegnung der Geißböcke in Wolfsburg. Auch damals waren die Kölner alles andere als zufrieden mit dem Unparteiischen. Dankert überprüfte sechs Minuten lang ein Tor von Marius Bülter und entschied dann auf Offensivfoul. Tatsächlich hatte Joel Schmied seinen Gegner umgeschubst. Erstaunlich: Zuvor hatte der VfL einen Treffer erzielt, bei dem Timo Hübers nach einem Schubser sehr ähnlich zu Boden ging.

Noch ärgerlicher war aber das Foul von Lovro Majer an Rav van den Berg. Der Abwehrspieler fiel lange aus, könnte ausgerechnet am Samstag zurückkehren. Dankert gab Majer nur die Gelbe Karte. Von den bisherigen zehn Spielen unter Dankert konnte der FC nur zwei gewinnen. Freiburg pfiff der Schiedsrichter schon 20 Mal, das Team aus dem Breisgau gewann neun, verlor nur drei.


Gute Bilanz unter, aber nicht die beste Erinnerung: Felix Zwayer pfeift den 1. FC Köln gegen Mainz

Felix Zwayer hat schon viele Spiele des 1. FC Köln gepfiffen
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Gute Bilanz unter, aber nicht die beste Erinnerung: Felix Zwayer pfeift den 1. FC Köln gegen Mainz

Am Samstag empfängt der FC den 1. FSV Mainz zum Rückrundenauftakt. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter. Im Gegenteil: 31 Mal leitete der Unparteiische eine Begegnung der Kölner. Felix Zwayer pfeift den 1. FC Köln gegen Mainz.

Bereits zum 32. Mal wird Dr. Felix Zwayer am Samstag eine Begegnung der Kölner leiten. Die Bilanz ist eigentlich gut, doch es gibt auch negative Erfahrungen. Felix Zwayer pfeift den 1. FC Köln gegen Mainz.

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Eigentlich war der FC hochfavorisiert – trotz einer mehr als durchwachsenen Spielzeit. Doch gerade durch die späte Trainerentlassung und den Wechsel auf Friedhelm Funkel erlebten die Geißböcke im Mai 2021 einen sportlichen Aufschwung. Gegen Holstein Kiel schien im Hinspiel der Relegation ein Erfolg also doch sehr realistisch. Doch der FC tat sich gegen den damaligen Zweitligisten schwer. Und erschwert wurde die Begegnung für die Geißböcke auch durch zwei zumindest streitbare Situationen, in denen Dr. Felix Zwayer nicht gerade zu Gunsten den Kölner entschied. So gab der Unparteiische ein Tor von Jonas Hector nicht. Der Linksverteidiger soll beim Sprung zum Kopfball gefoult haben. Zudem wurde Ondrej Duda brutal von den Beinen geholt. Einen möglichen Platzverweis gab es nicht. Dass der FC die Begegnung vor allem aufgrund eines schlechten Spiels 0:1 verlor, steht allerdings außer Frage.

Positive Bilanz

Grundsätzlich kommen die Kölner unter Zwayer auf eine extrem positive Bilanz. Von den 31 Begegnungen unter der Leitung des Schiedsrichters gewannen die Kölner 15, verloren nur fünf. Zwischenzeitlich blieb der FC aber drei Mal in Serie erfolglos, alle Begegnungen in der Spielzeit 23/24. Zuletzt gab es einen 1:0-Erfolg über die TSG Hoffenheim. Drei Mal schickte Zwayer einen Kölner Spieler mit der Ampelkarte vom Platz, erst einmal einen Gegner mit glatt Rot. Zudem sprach der Schiedsrichter den Kölner Gegnern drei Elfmeter zu. Fast schon legendär: Vor etwas mehr als zwei Jahren entschied Zwayer zwei Mal auf Strafstoß für Karlsruhe und das innerhalb von vier Minuten. Beide vergab Dirk Orlishausen. Der FC gewann 2:1.

Es ist die dritte Begegnung zwischen Köln und Mainz, die der Immobilienkaufmann leitet. Vor 14 Jahren in gab es in Köln ein 1:1, vor fünf Jahren gewann der FC bei den Rheinhessen 1:0. 27 Mal pfiff der 44-Jährige Partien der 05er und die Bilanz fällt negativ aus. 14 Begegnungen verloren die Mainzer, gewannen „nur“ sieben. Drei Mal schickte Zwayer einen Mainzer Spieler frühzeitig vom Platz. Im Mai vergangenen Jahres leitete der Schiedsrichter das Europa-League-Endspiel zwischen Tottenham und Manchester United.