Isak Johannesson nach dem WM-Aus „geknickt“ – nun also ein gutes Eintracht-Spiel zum Vergessen

Isak Johannesson vom 1. FC Köln
, ,
Startseite » 1. FC Köln Schwächen

Isak Johannesson nach dem WM-Aus „geknickt“ – nun also ein gutes Eintracht-Spiel zum Vergessen

Mit dem bitteren WM-Aus im Nacken ist Isak Johannesson von der Länderspielreise nach Köln zurückgekehrt. Das gilt es schnell „abzuschütteln“, denn es warten schwere Aufgaben beim 1. FC Köln: Isak Johannesson will das Erfolgserlebnis gegen Frankfurt.

Zu Beginn der Woche das bittere WM-Aus gegen die Ukraine, nun wieder zurück beim 1. FC Köln: Und Isak Johannesson will dort das Erfolgserlebnis gegen Frankfurt einfahren.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal


Die Länderspielpause hätte für die FC-Profis wohl kaum unterschiedlicher laufen können. Said El Mala sollte bei der deutschen Nationalmannschaft mal reinschnuppern und „musste“ sich pflichtspieltechnisch unverrichteter Dinge zum deutschen Nachwuchs begeben, um dort wieder einen starken Auftritt abzuliefern. Rav van den Berg dürfte über seine 60 Minuten Einsatzzeit bei der niederländischen U21-Nationalmannschaft sehr glücklich gewesen sein. Jakub Kaminski fuhr mit Polen in der WM-Quali einen Achtungserfolg gegen die Niederlande (1:1) und einen tatsächlichen Sieg gegen Malta (3:2) ein und darf sich nun auf das Halbfinale um das WM-Ticket gegen Albanien freuen. Für Isak Johannesson platzte dagegen der Traum des Endturniers auf dramatische Art und Weise. Der Isländer dürfte also besonders geknickt nach Köln zurückgekehrt sein.

„Das sind alles Profisportler“

Bei Johannesson sei es schon so gewesen, „dass er zwei Tage ein wenig gebrochen war“, erklärte Lukas Kwasniok am Donnerstag. Kein Wunder, die Isländer hatten sich mit einem harten Stück Arbeit eine gute Ausgangslage für das Playoff-Endspiel gegen die Ukraine erarbeitet. Ein Remis hätte gereicht, das Aus und damit die Enttäuschung kam in der Schlussphase mit zwei späten Gegentreffern. „Das sind alles Profisportler und da gilt es das natürlich abzuschütteln“, so der Kölner Trainer weiter. Zumal Kwasniok auf den Mittelfeldspieler zählt. Johannesson gehört eigentlich zum vierköpfigen Stammpersonal. Eigentlich, weil der Mittelfeldspieler gegen Wolfsburg zunächst nur auf der Bank saß, nachdem sich der Isländer in der Länderspielpause zuvor eine leichte muskuläre Verletzung eingefangen hatte.

Nach dieser Länderspielpause bleibt eher ein mentaler Haken. „Er hat mir gegenüber kurz auch kommuniziert: ,Hey, zum einen ist es so im Fußball und zum anderen haben wir eine sehr junge Mannschaft“, sagte Kwasniok. „So ticken die Jungs, gleich mit dieser Aussage: Die junge Mannschaft hat das nächste Ziel die Europameisterschaft. Das eine Ziel nicht erreicht und das nächste Ziel einfach auch schon wieder ins Visier genommen. Deshalb mache ich mir da jetzt gar keine Gedanken.“ Kwasniok sei sich recht sicher, dass das auch am „Samstag keine Rolle spiele“. In den Planungen des Trainers spielt der 22-Jährige indes eine große Rolle. Allerdings gibt es auch bei Johannesson noch Felder, in denen sich der Isländer verbessern kann, wenn nicht muss. Zum Beispiel in Sachen Torgefahr.

Johannesson der „Lieblingsspieler“

Bei Fortuna Düsseldorf war der Isländer im Schnitt in jedem zweiten Spiel an einem Tor direkt beteiligt. Aktuell kommt der Mittelfeldspieler auf einen Treffer in den zehn Liga-Spielen und einen xGoals-Wert von 0,6. Bislang stehen auch erst vier Torschüsse auf der Haben-Seite. Eine Vorarbeit gab es in der Meisterschaft auch noch nicht. Kwasniok hatte sich schon vor der Verpflichtung beim FC als Johannesson-Fan geoutet. „Wenn ich mir einen aussuchen könnte, würde ich mir bei Fortuna genau den aussuchen. Der linke Fuß hat etwas Kreatives, etwas Geniales. Er ist mein absoluter Lieblingsspieler in Düsseldorf“, sagte der Kölner Coach bei „At Broski“. Johannessons Stärken liegen tatsächlich bislang in seinen Spiel eröffnenden Pässen und zuletzt auch den Standards. Diese sollen am Samstag die Eintracht aus Frankfurt aushebeln. Dann würde die schmerzhafte Länderspielpause sicher schnell verblassen.

Standards, Zweikampfwerte und Balleroberungen: An diesen Baustellen muss der 1. FC Köln arbeiten

Denis Huseinbasic und Kristoffer Lund im Duell mit Giorgi Gocholeishvili
,
Startseite » 1. FC Köln Schwächen

Standards, Zweikampfwerte und Balleroberungen: An diesen Baustellen muss der 1. FC Köln arbeiten

Unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok zeigte der FC schon einige starke Auftritte. Aber noch nicht alles greift perfekt ineinander. So offenbarten die Geißböcke auch Schwächen: An diesen Baustellen muss Kwasniok beim 1. FC Köln arbeiten.

14 Punkte und Rang Neun nach knapp einem Drittel der Saison bedeuten einen guten Start für den FC. Trotzdem gibt es auch einiges an Verbesserungspotential: An diesen Baustellen muss Kwasniok beim 1. FC Köln arbeiten.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Am Donnerstagnachmittag fand Lukas Kwasniok mal wieder deutliche Worte. Mit klarer Kante gab der Trainer seine Marschroute für die finalen Spiele des Jahres vor. „Ich habe den Jungs einfach heute eins mit auf dem Weg gegeben. Wir sind jetzt viereinhalb Monate zusammen und jetzt geht’s darum, die nächsten vier Wochen den Schnabel zu halten, die Arschbacken zusammen zu kneifen und persönliche Befindlichkeiten hinten anzustellen. Was sie sowieso tun“, sagte Kwasniok. „Das was uns zu Beginn sehr erfolgreich gemacht hat und die ersten sechs Punkte gebracht hat, das ist jetzt das Credo und die Zielsetzung für die nächsten fünf Partien bis zur Winterpause.“ Doch es bleiben einige Schwächen, an denen der FC noch arbeiten muss.

Große Standardschwäche

Bei gegnerischen Standards offenbarte der FC bisher große Probleme. So fielen zehn der 15 Gegentore in der Liga durch Standards – vier davon nach Ecken sowie jeweils drei nach Freistößen und Elfmetern. Eine Schwäche, die auch Lukas Kwasniok schon länger bekannt ist. „Es gilt weniger Standards zuzulassen. Das ärgert mich schon am meisten. Es ist schon so, dass wir Eckbälle wegschenken. Das ist etwas, an dem wir arbeiten werden und es auch tun“, sagte der Coach etwa bereits nach dem Spiel gegen Leipzig am vierten Spieltag. Alleine abstellen konnte der Trainer diese Probleme, die den Geißböcken schon mehrere Punkte gekostet haben, bei seiner Mannschaft noch nicht.

Gleichzeitig nutzen die Kölner auch ihre eigenen Standardsituationen noch nicht. Bei 17 Ligatoren stehen ein direkt verwandelter Freistoß von Florian Kainz gegen den HSV und ein verwandelter Elfmeter von Luca Waldschmidt in Gladbach zu Buche. Dazu kommt noch ein Treffer nach einer Ecke im Pokal gegen Bayern München. Gerade als Aufsteiger sollten Standards ein wichtiges Element sein, um zu Torchancen zu kommen, da man diese am besten planen und eintrainieren kann. Bislang macht der FC aus diesen Situationen jedoch deutlich zu wenig und muss sich steigern.

Ideen gegen tiefe Gegner

Schon in den ersten Pflichtspielen der Saison gegen Jahn Regensburg im Pokal und in der Liga gegen Mainz 05 hatte der FC Probleme, sich Chancen zu erarbeiten, wenn der Gegner tief stand. Das gleiche Bild gab es zuletzt im Derby erneut zu sehen. Die Kölner hatten zwar 64 Prozent Ballbesitz, wirklich zwingend wurden sie gegen kompakt verteidigende Gladbacher aber nur selten. So fehlte dem Kölner Spiel die Kreativität, um sich durch die gegnerischen Reihen zu kombinieren. Das könnte in den Partien bis zur Winterpause jedoch noch öfter zum Problem werden. Denn zum Beispiel in den Begegnungen mit St. Pauli oder Union Berlin ist es wahrscheinlich, dass beide Mannschaften dem FC mehr den Ball überlassen.

Ein Teil der Lösung für das Problem könnte Ragnar Ache sein. Mit seiner Präsenz im Strafraum und seiner Kopfballstärke gibt der Stürmer der Mannschaft neue Optionen über Flanken oder indem er Bälle festmacht. So verändert der Angreifer die Dynamik des Spiels. Das der 27-Jährige dem Team so helfen kann, hat er zum Beispiel mit zwei Vorlagen im Pokal gegen Regensburg bewiesen. Aber auch gegen Gladbach sorgte seine Einwechslung für mehr Gefahr. Alleine lösen kann Ache das Problem aber natürlich nicht. Dafür sind zusätzlich etwa Kreativspieler wie Isak Johannesson oder Denis Huseinbasic gefragt, die Ideen im Spielaufbau liefern müssen. Außerdem kann Said El Mala mit seinen Dribblings helfen, Lücken in der gegnerischen Defensive aufzureißen, auch wenn er dazu gegen die Borussia nicht in der Lage war und ein schwaches Spiel machte.

Schlechte Zweikampfwerte

Eine Problemstelle, die eher überraschen daherkommt, sind die Zweikampfwerte der Geißböcke. So führt der FC mit großem Abstand die wenigsten Bodenzweikämpfe der Liga mit gerade etwas mehr als 1300. Die zweitwenigsten führt der FC Bayern mit 1500, also schon einigen mehr als die Kölner. Anscheinend kommen die Spieler im Vergleich zum Rest der Liga nicht wirklich in die Zweikämpfe. Das kann natürlich gerade in der Defensive problematisch werden, wenn man den Gegner zu sehr gewähren lässt.

Aber nicht nur, dass die Domstädter wenig Zweikämpfe führen, von diesen gewinnen sie gleichzeitig nur unterdurchschnittlich viele. Gerade mal bei 47 Prozent liegt die Zweikampfquote, Platz 17 im Ligavergleich. Der Mannschaft fehlt in dieser Hinsicht noch die Durchsetzungskraft. Dazu passt auch, dass der FC selten Fouls zieht. Mit 90 liegen die Kölner ebenfalls im Schlussdrittel im Ligaverglich. Spitzenreiter ist Union Berlin mit 140. Gerade gegen ein Team wie Eintracht Frankfurt am kommenden Wochenende, das eine sehr starke Offensive hat und wahrscheinlich auch mehr den Ball haben wird, wird es für die Geißböcke wichtig, mehr Duelle für sich zu entscheiden und den Angriff der SGE gar nicht erst ins Rollen kommen zu lassen.

Zu wenig Balleroberungen

Eine Folge der schlechten Zweikampfwerte ist, dass den Kölnern nur wenig Balleroberungen gelingen. Nur 120 waren es bis jetzt in dieser Spielzeit. Das ist gerade dadurch schlecht für den FC, dass der Ansatz von Kwasniok auch darauf ausgelegt ist, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Gerade gegen stärkere Gegner sind die Geißböcke auf solche Situationen angewiesen. Wie gut das funktionieren kann, wenn die Domstädter mal den Ball erobern, zeigten sie gegen den FC Augsburg. Vor dem 1:1 gewann erst Huseinbasic den Ball im Mittelfeld. Über Marius Bülter und El Mala ging es dann schnell nach vorne, wo der Youngster den Ausgleich erzielte. Das Potential für diese Situationen ist also da, aber nur, wenn sich die Geißböcke in der Zahl der Ballgewinne steigern.