Lukas Kwasniok freut sich aufs Heimspiel, schätzt aber die Auswärts-Odyssee

Lukas Kwasniok auf der PK vor dem Stuttgart-Spiel
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Lukas Kwasniok freut sich aufs Heimspiel, schätzt aber die Auswärts-Odyssee

Für den FC steht am Sonntag erst das zweite Heimspiel der Saison auf dem Spielplan. Köln ist die einzige Mannschaft, die erst einmal im eigenen Stadion ran durfte. Doch der Coach sieht darin einen Vorteil für den 1. FC Köln: Darum schätzt Lukas Kwasniok die vielen Auswärtsspiele.

Erst ein Heimspiel in vier Spieltagen, der FC durfte bislang eher in der Fremde ran. Doch ausgerechnet das gefällt dem Coach des 1. FC Köln: Darum schätzt Lukas Kwasniok die vielen Auswärtsspiele.

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Die Floskel-Bingo-Spieler unter den Pressekonferenz-Zuschauern dürften überrascht bis enttäuscht gewesen sein, als Lukas Kwasniok zum Fred-Feuerstein-Gedächtnis-Ruf ansetzte. „Yabba Dabba Doo! Endlich daheim“, sagte der Kölner Coach und freute sich dabei sichtbar. Allerdings war wiederum nicht ersichtlich, ob der verblüfften Gesichter der anwesenden Journalisten oder ob der Grund seines Strahlens dann doch eher das bevorstehende zweite Heimspiel der Saison war. Am Sonntag empfangen die Kölner den VfB Stuttgart im eigenen Stadion. „Du gehst raus, die Hymne kommt, du hast eine ganz andere ein anderes Feeling, es ist alles vertraut, du hast Bock den Menschen was zu zeigen“, schwärmte der Kölner Coach, der selbst erst bei einem Pflichtspiel in den Genuss des Stadions gekommen ist – zumindest als Trainer der Geißböcke.

„Wir haben auch ein bisschen was drauf“

Tatsächlich ist der FC vor dem Sonntagsduell gegen den VfB das einzige Team der Liga, das bislang erst einmal vor dem eigenen Publikum spielen durfte. Und gerade deswegen blickt der Kölner Coach auch deswegen zurzeit besonders gerne auf das Tableau. „Mit vier Punkten aus drei Auswärtsspielen als Aufsteiger in der Bundesliga, kannst du leben“, sagte der Trainer am Freitag. Tatsächlich hatte der 44-Jährige schon vor dem ersten Pflichtspiel erklärt, dass er gar nicht so traurig über das doch anspruchsvolle Auftaktprogramm gewesen sei. Die Rechnung ist ganz einfach: Hätten die Kölner aus jenen drei Spielen nur einen, vielleicht zwei Zähler geholt, der Coach hätte sicherlich noch nicht unter massivem Druck arbeiten müssen.

„Die Erwartungshaltung ist auswärts eine andere. Du hast von Beginn an einen Punkt. Und wenn du den mit allem, was du hast, verteidigst, dann akzeptiert das jeder. Daheim ist die Erwartungshaltung: Drei Punkte müssen her“, hatte der Coach noch vor der Niederlage in Leipzig gesagt. Doch die Erwartungshaltung schraubt der Trainer auch in der Fremde ein wenig nach oben. Denn in der Fremde hätten die Kölner auch gerne „einen fünften, sechsten, siebten“ Zähler gehabt. „So ticken wir auch mittlerweile, dass wir immer mehr haben wollen“, sagte der Coach, der sich vor dem VfB nicht verstecken will. „Wir haben auch ein bisschen was drauf. Mit den Fans im Rücken kann das ein durchaus wildes Spiel werden, weil beide Mannschaften nach vorne spielen wollen.“

Nun also sollen weitere Punkte in einem Heimspiel her. So wie gegen den SC Freiburg, mit einem ähnlichen Feuerwerk. Bei einer Wiederholung wäre der Fred-Feuerstein-Ruf vielleicht noch einmal drin.



Ache, Thielmann oder El Mala? Wer vertritt Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
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Ache, Thielmann oder El Mala? Wer vertritt Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Mit Marius Bülter fällt beim FC der bislang gefährlichste Stürmer für das Duell gegen den VfB Stuttgart aus. Und zwangsläufig stellt sich die Frage nach einem adäquaten Ersatz beim 1. FC Köln: Wer spielt für Marius Bülter?

Durch die Verletzung im Angriff muss der Köln Coach umstricken. Im Angriff wird es eine Veränderung geben beim 1. FC Köln: Wer spielt für Marius Bülter?

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Die Nachricht kam dann doch etwas überraschend: Marius Bülter wird dem 1. FC Köln im Duell gegen den VfB Stuttgart nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer leidet unter einer Achillessehnen-Reizung. Ein Einsatz „hätte keinen Sinn“ gemacht, sagte Lukas Kwasniok am Freitag. Das ist schon alleine insofern bitter, weil Bülter einer von fünf Spielern ist, die immer in der Anfangsformation gestanden haben. Kwasniok wird nicht müde zu betonen, dass er keine Stammelf besitze, Stammspieler ist Bülter im noch jungen Saisonverlauf allemal und dazu noch mit zwei Toren und zwei Vorlagen der gefährlichste Akteur bei den Kölnern. Einen so erfolgreichen Auftakt hätten dem 32-Jährigen wohl nur die wenigsten Experten zugetraut, aktuell führt für den Kölner Coach kein Weg an dem Stürmer vorbei.

„Wir haben die Qual der Wahl“

Eigentlich, denn nun bremst die Achillessehne Bülter aus. Der Stürmer wird also zum ersten Mal gar nicht zum Einsatz kommen und reißt damit eine doch große Lücke in die Achse, die Kwasniok in seinem System vorsieht. Die Antwort auf die Frage nach dem möglichen Ersatz wollte der Coach nicht liefern. Sicherlich, weil er sich nicht in die Karten schauen lassen wollte, sicherlich aber auch, weil sein System so variabel, auch der Einsatz seines Stürmers so unterschiedlich bislang war, dass es einfach gleich mehrere Optionen gibt. Auf der Hand läge nominell wohl, dass Ragnar Ache den Stürmer vertreten könne. „Oder Linton Maina. Oder Said El Mala. Wir haben die Qual der Wahl, das ist doch das Schöne. Darum geht es im Mannschaftssport“, sagte Kwasniok. „Wenn einer ausfällt oder wenn zwei ausfallen, dass dann andere in die Bresche springen.“

Auf den Außenpositionen wären sicherlich Maina oder El Mala eher die Vertretung als Zielstürmer Ache. Der Kölner Coach hob die Leistungen der beiden Joker einmal mehr hervor. Denkbar wäre auch wieder eine wechselnde Variante mit Jakub Kaminski, Jan Thielmann und Luca Waldschmidt, der nun doch zur Verfügung steht. Ob es allerdings für einen Platz in der Anfangsformation reicht, werden wohl die nächsten Stunden zeigen. Allerdings würde sich so auch die Spieldynamik voraussichtlich verändern. Denn Bülter bringe nun mal eine körperliche Wucht mit sich. Dann wäre man doch wieder schnell bei Ache. „Eine gewisse Körperlichkeit, die durch den Ausfall von Bülti wegbricht, müssen wir wettmachen“, sagte Kwasniok. Und die bringt der Stürmer einfach mit. „Er hat ja auch schon dazu beigetragen, dass wir im Pokal weitergekommen sind, aus Wolfsburg einen Punkt mitgenommen haben und deswegen glaube ich schon auch, dass er sich das verdient hätte“, sagte der Coach.

Auffallend: Bislang wurde Ache erst einmal für Bülter eingewechselt. Genauso wie Said El Mala am vergangenen Samstag. Wer übernimmt denn nun die Rolle im Sturm? „Lassen wir uns überraschen“, betont Kwasniok.



Starker Saisonauftakt des 1. FC Köln: Erfolg mit spielerischen Mitteln statt Mauern

Jan Thielmann bei seinem Tor gegen RB Leipzig (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Starker Saisonauftakt des 1. FC Köln: Erfolg mit spielerischen Mitteln statt Mauern

Sieben Punkte aus vier Spielen – das als Aufsteiger und gegen Teams, die sich selbst auf dem Weg Richtung Europa sehen. Der FC ist nahezu perfekt in die Saison gestartet und das nicht mit einer möglicherweise erwarteten defensiven Ausrichtung. Im Gegenteil: Der 1. FC Köln sucht den Erfolg mit spielerischen Mitteln.

Der FC tritt in der aktuellen Saison durchaus couragiert auf. Das Spiel der Gegner lediglich zu zerstören und den Bus zu parken ist für Lukas Kwasniok und seine Mannschaft bisher keine Option. Der 1. FC Köln sucht den Erfolg mit spielerischen Mitteln.

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Das Versprechen war vielleicht dann doch ein wenig hoch gegriffen. Schon bei seinem Amtsantritt hatte Steffen Baumgart 2021 klargemacht, dass er mit dem FC in die volle Offensive gehen werde – unabhängig von Gegner, Namen oder Wettbewerb. Der damalige Trainer versprach attraktiven Fußball. Der Plan sei ein Tor mehr zu schießen, als zu bekommen und einen Bus würde er im eigenen Strafraum ganz sicher nicht parken. Im Abstiegsjahr änderte Baumgart gegen den FC Bayern München damals erstmals diese Vorgabe, ließ sein Team erstaunlich defensiv auflaufen. Köln stand mit dem Rücken zur Wand, brauchte gefühlt jeden Zähler, wenn es sein muss eben auch ermauert. Beton anmischen, also lieber das gegnerische Spiel zerstören, als das eigene aufzuziehen, war in der Vergangenheit sicherlich immer mal wieder ein probates Mittel im Abstiegskampf.

FC gehört in zahlreichen Statistiken zur Spitze

Doch ob es das Heilmittel ist, ist alles andere als beantwortet. Und die Kölner zeigen gerade, dass die Flucht nach vorne durchaus eine erfolgversprechende Variante ist. Zumindest ist ein Weg ganz offensichtlich, spielerische Lösungen zu finden. „Wir hatten einen klaren Plan, den haben die Jungs auch über einige Strecken schon gut umgesetzt“, sagte Thomas Kessler am Samstag nach dem 1:3 gegen RB Leipzig. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass Marvin Schwäbe ein, zwei Mal stark parierte und es gerade bei Standards in der Box ab und an lichterloh brannte. Dennoch gibt es keine Zweifel, dass der FC äußerst couragiert auftrat und den Weg nach vorne vor allem spielerisch suchte. Wie beispielsweise vor dem 1:1 durch Jan Thielmann, eingeleitet durch Isak Johannesson, vorbereitet durch Eric Martel.

Die Kölner erspielten sich trotz der hohen individuellen Qualität des Gegners auch einige weitere Chancen. Dass Leipzig spielerisch die bessere Mannschaft sein würde, kam schließlich alles andere als überraschend. „Wir haben ja auch nicht gegen niemanden gespielt, wir haben gegen Leipzig gespielt, die normalerweise Champions-League-Anwärter sind, deswegen müssen wir da schon auch realistisch bleiben“, sagte Jan Thielmann dementsprechend. Zu diesem Realismus gehört auch, dass der FC noch immer Aufsteiger, das erste Ziel der Klassenerhalt ist, vielleicht aber eben nicht so spielt. Neun Tore nach vier Spieltagen hat der FC in der Bundesliga zuletzt vor 48 Jahren auf dem Tacho gehabt. Aktuell haben nur die Bayern (22) und Frankfurt (11) öfter getroffen.

Vorwärtsgang gegen Stuttgart

Die potenziellen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt Heidenheim und Hamburg waren beide erst zwei Mal vor dem Tor erfolgreich, davon jeweils nur einmal aus dem Spiel heraus. In dieser Statistik sind sogar nur die Bayern besser als der FC, der bislang alle Treffer herausgespielt hat. Zwar liegen die Geißböcke mit dem xGoals-Wert von 6,5 „nur“ im sicheren Mittelfeld (Platz 9), aber auch hier zeigen sich die Kölner deutlich gefährlicher als zahlreiche Mitbewerber. Das sicherlich auch, weil der FC bereits auf 56 Torabschlüsse kommt und damit auch einen Platz im oberen Tabellendrittel belegt, im Gegensatz zu Mitaufsteiger Hamburg auf Rang 17 (42) sowie Relegations-Team Heidenheim auf Platz 18 (39). Auffallend hoch sind auch die erfolgreichen Dribblings der Geißböcke (70 Prozent), nur Mainz weist einen besseren Wert auf (73 Prozent).

Natürlich wissen auch die Kölner Verantwortlichen, dass die Werte und der Tabellenplatz aktuell eine Momentaufnahme sind. „Wir sind gut und erfolgreich gestartet, aber ich finde es nicht in Ordnung, wenn wir uns etwas in die Tasche lügen. Wir haben eine gute Energie, einen unfassbar guten Geist, ein tolles Herz, eine Aufopferungsbereitschaft – aber im Spiel mit dem Ball ist schon noch Luft nach oben“, hatte Lukas Kwasniok vor dem Spiel gegen Leipzig gesagt. Natürlich genau wissend, dass bei den Sachsen noch einmal eine ganz andere Hausnummer warten würde. Einen qualitativ ähnlichen Gegner empfangen die Kölner nun auch mit Stuttgart. Auch wenn die Aufgabe keine leichte wird, Lukas Kwasniok wird sicherlich wieder den Vorwärtsgang einlegen. „Wir versuchen diesen Mal keine drei Gegentore zu bekommen und vorne vielleicht eins mehr zu schießen als der Gegner“, so der Trainer.



Schwere Aufgabe im Heimspiel – Lukas Kwasniok erwartet gegen Stuttgart ein „wildes Spiel“

Linton Maina im Duell mit dem VfB Stuttgart
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Schwere Aufgabe im Heimspiel – Lukas Kwasniok erwartet gegen Stuttgart ein „wildes Spiel“

Nach der Mitgliederversammlung am Samstag steht am Sonntag das sportliche Highlight des Wochenendes im Kölner Stadion an. Den FC erwartet mit Stuttgart eine schwere Aufgabe. Doch FC-Trainer Lukas Kwasniok hat einen klaren Plan. So will der 1. FC Köln gegen Stuttgart punkten.

Lukas Kwasniok ist mit dem FC insgesamt gut in die Saison gestartet. Gegen den VfB erwartet die Kölner allerdings keine leichte Aufgabe. So will der 1. FC Köln gegen Stuttgart punkten.

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Gerade die Auswärtsspiele in Köln boten in den vergangenen Jahren meist Erfolgserlebnisse für den VfB Stuttgart. Möglicherweise hat sich bei den Feierlichkeiten in der Domstadt da schon eine gewisse Routine für die Schwaben eingestellt. Mal so richtig ausgelassen wurde vor allem bei einem Heimspiel gegen die Geißböcke gefeiert und das wird den Schwaben wohl noch ganz besonders in Erinnerung geblieben sein. Das am 34. Spieltag in der Saison 21/22. Der FC hatte sich für das europäische Geschäft qualifiziert, Stuttgart war durch einen Last-Minute-Treffer gerade noch der Relegation entgangen. Zwei Jahre später feierte der VfB die Vizemeisterschaft, qualifizierte sich für die Champions League, während der FC sang- und klanglos in die 2. Bundesliga musste.

„Wir versuchen aber unseren eigenen Weg zu gehen“

Eine rasante Entwicklung und eine Erfolgsgeschichte, die andere Clubs sicher zu gerne wiederholen würden. „Am Ende muss jeder seinen eigenen Weg gehen. Ich glaube nicht, dass die Stuttgarter damals, als es ihnen nicht ganz so gut ging, damit gerechnet haben, dass sie innerhalb so kurzer Zeit sich zu einem Topteam in der Bundesliga entwickeln“, sagte Lukas Kwasniok. „Sie haben sehr gute personelle Entscheidungen getroffen, insbesondere auf der Sportgeschäftsführer- und auf der Trainerposition. Dann hat man auch sehr gute personelle Entscheidungen in Bezug auf Neuzugänge, Abgänge getroffen, hungrige Spieler geholt, sie für viel Geld verkauft und das wieder reinvestiert.“ Der Weg klingt natürlich interessant, doch der Kölner Coach will mit dem FC seine eigene Geschichte schreiben.

„Man kann nur alle Hüte vor ihnen ziehen. Wir versuchen aber unseren eigenen Weg zu gehen, um uns dann auch irgendwann nachhaltig in der Bundesliga zu etablieren“, sagt Kwasniok. Die ersten Kapitel sind unterhaltsam, spannend und vielversprechend. Gegen Stuttgart soll das nächste folgen, gerne eins mit Happy End. Doch Kwasniok weiß um die Schwere der Aufgabe. „Sie haben eine brutale Qualität, eine brutale Mannschaft, einen Top-Trainer und verfolgen seit Jahren eine ganz klare Fußball-Philosophie“, so Kwasniok. „Sie versuchen einfach mit ihrem Ballbesitzspiel den Gegner zu dominieren. Du wirst leiden müssen, du wirst verteidigen müssen.“ Dinge, die die Kölner in der jüngeren Vergangenheit unter Beweis gestellt haben. „Sie können nicht nur kicken, sondern sie marschieren, malochen und versuchen, dich zu stressen.“

Kwasniok erwartet ein wildes Spiel

Kwasniok will aber dagegenhalten. „Das Gute ist, wir sind jetzt auch nicht auf der Wurstsupp` dahergeschwommen. Wir haben auch ein bisschen was drauf, deswegen glaube ich auch mit den Fans im Rücken, dass es ein durchaus wildes Spiel werden kann. Weil beide Mannschaften schon auch nach vorne spielen wollen“, sagt Kwasniok. Personell muss der Trainer auf zwei Leistungsträger verzichten. Neben Rav van den Berg kommt nun auch Marius Bülter dazu, der aufgrund einer Achillessehnen-Reizung nicht spielen kann. Alternativen hat der Trainer einige, auf welche er sich einlässt, verrät er noch nicht. „Lassen wir uns überraschen“, sagt der Coach. Und der Trainer hat auch schon einen klaren Plan, wie die Punkte in Köln bleiben sollen: „Wir versuchen, diesmal keine drei Gegentore zu bekommen und vorne vielleicht eins mehr zu schießen als der Gegner.“ Dann würde es zumindest keinen Grund für den VfB geben, einen weiteren Auswärtssieg in Köln zu feiern.



Die „Waffe“ Linton Maina: Mit Tempo zurück in die Startelf des 1. FC Köln?

Linton Maina im Spiel gegen Atalanta Bergamo
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Die „Waffe“ Linton Maina: Mit Tempo zurück in die Startelf des 1. FC Köln?

Verletzt, auf der Bank, nicht im Kader – für Linton Maina war es im bisherigen Saisonverlauf alles andere als einfach. Gegen Leipzig wurde der Topscorer der Vorsaison eingewechselt und drehte auf. Das sah auch der Trainer des 1. FC Köln: Ist Linton Maina ein Kandidat für die Startelf?

In der vergangenen Spielzeit war er einer der großen Leistungsträger, in dieser Saison will es bislang noch nicht rundlaufen beim 1. FC Köln: Ist Linton Maina ein Kandidat für die Startelf? Immerhin war die Leistung gegen RB Leipzig eine durchaus vielversprechende.

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Nach der Begegnung gegen Leipzig gab es in den Kreisen des 1. FC Köln durchaus die einhellige Meinung, dass der Doppelpack vor dem Seitenwechsel dem FC am Ende vielleicht doch den Stecker gezogen habe. Das 1:3 sei dann gegen eine individuell so starke Mannschaft wie RB schwer aufzuholen, so der Tenor. Dabei hatte der FC durchaus die richtige Reaktion in der zweiten Halbzeit gezeigt und auch das Spiel noch einmal belebt. Das vor allem durch die Einwechslungen. So war Linton Maina ein absolut belebendes Element. „Er hat mit seiner Einwechslung auf sich aufmerksam gemacht“, sagte Kwasniok am Freitag. Tatsächlich kam der Offensivspieler in den verbleibenden 30 Minuten auf zehn Sprints, eine Passquote von 95 Prozent und zwei Torschussvorlagen. „Linton Maina ist grundsätzlich mal eine Waffe“, betonte der Coach. „Und die versuchen wir, im richtigen Moment zu nutzen.“

„Er wird seine Möglichkeit bekommen“

Nur hatte der Trainer jene Waffe in dieser Spielzeit eben noch nicht oft hervorgeholt. Maina spielte zunächst im Pokal von Beginn an, fiel gegen Mainz aus, saß gegen Wolfsburg 90 Minuten auf der Bank und wurde gegen Freiburg nicht berücksichtigt. Bereits vor dem Duell gegen Leipzig hatte Kwasniok betont, dass er so bei Maina durchaus auch eine Reaktion erzielen wolle. „Mein Verhältnis zum Linton ist sehr warm, herzlich, weil er ein guter Mensch ist“, sagte der Trainer. „Linton musst du mal in den Arm nehmen und dann versuchst du aber, ihn wieder so ein bisschen zu kitzeln, ein bisschen anzustacheln. Ich glaube, dass er das tief im Inneren einem dankt, weil er jemand ist, der einfach zu seinen Höchstleistungen auch ein wenig angetrieben werden muss.“

Die Höchstleistung könnte es in einem so intensiven Spiel wie gegen den VfB Stuttgart am kommenden Sonntag wohl gut gebrauchen. „Mit seiner Geschwindigkeit hat er einfach eine Waffe, mit der er dem Gegner dann auch einfach wehtun kann“, so der Coach weiter. „Er wird im richtigen Moment seine Möglichkeit auch von Beginn an bekommen, wenn er das gleiche Mindset an den Tag legt, wie in den vergangenen Tagen.“ Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Marius Bülter wird ein Einsatz des Offensivspielers jedenfalls nicht unwahrscheinlicher. In der vergangenen Spielzeit hatte Maina seine Waffe durchaus erfolgreich eingesetzt, war nicht ohne Grund einer der Topscorer der Kölner. Nun soll es auch in der Bundesliga klappen.