So erklärt Lukas Kwasniok das Problem mit den Standards: „Wenn du etwas nicht gemocht hast…“

Lukas Kwasniok im Duell gegen Leipzig
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So erklärt Lukas Kwasniok das Problem mit den Standards: „Wenn du etwas nicht gemocht hast…“

Elf Gegentore nach Standards, erst zwei nach einem ruhenden Ball erzielt. Der FC hat nach wie vor diese eine große Baustelle, die er nicht gelöst bekommt. Gegen St. Pauli will der Trainer besser performen mit dem 1. FC Köln: So will Lukas Kwasniok das Standard-Problem lösen.

Viele Baustellen ist der Kölner Coach bereits angegangen, einige bleiben noch offen. Vor allem die Situationen nach dem ruhenden Ball stehen im Fokus beim Trainer des 1. FC Köln: So will Lukas Kwasniok das Standard-Problem lösen.

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So ein wenig trügt der Schein der vergangenen Wochen. Mit nur einem Pflichtspielsieg in den vergangenen sieben Spielen ist die Tendenz der Geißböcke zumindest keine besonders positive. Gerade durch den starken Auftakt mit sieben Punkten aus drei Spielen, dazu noch gegen Mannschaften, die man wohl deutlich stärker eingeschätzt hatte, wurde der Aspekt des Aufsteigers vielleicht bei dem ein oder anderen Fan ein wenig vernachlässigt. Insofern ist die Bilanz nach dem zwölften Spieltag insgesamt betrachtet eine gute. 15 Zähler nach dem ersten Saisondrittel, ein Schnitt von 1,25 – das kann sich sehen lassen. Zumal die Kölner in vielen Statistiken wie der erspielten Torchancen, dem xGoals-Wert und auch den aus dem Spiel heraus gefangenen Gegentoren zur oberen Tabellenhälfte gehören. Und das eben als Aufsteiger.

„Es gab nur eine Möglichkeit…“

Natürlich hat auch der FC seine großen Schwächen. Damit haben die Verantwortlichen vor der Saison sicher auch gerechnet. Wie schwach die Kölner aber bei den Standards sind, dürfte Trainer Lukas Kwasniok und Sportdirektor Thomas Kessler überraschen. Nicht so, dass genau dieses Thema auch Woche für Woche aufploppt. Denn auch gegen Bremen kassierten die Kölner den Gegentreffer nach einem Standard, eigentlich noch einen zweiten, bei dem aber ein Bremer zuvor im Abseits gestanden hatte. Da beim ersten Treffer aber eine neue Situation vorgelegen hat, wird das Gegentor nicht in der Standard-Statistik geführt. Während Lukas Kwasniok zu recht stolz auf die Stärke der Kölner bei den Gegentoren aus dem Spiel heraus hinwies, sind elf Treffer nach dem ruhenden Ball einfach zu viele. Kein anderer Keeper musste nach Standardsituation so oft hinter sich greifen wie Marvin Schwäbe.

Auf der anderen Seite hat der FC aber auch erst zwei Tore mit dem ruhenden Ball selbst erzielt – einmal vom Punkt und einmal mit einem schönen direkten Freistoß. Und so ploppt auch wöchentlich die Frage nach dem Standardtraining auf. „Es war doch immer so, wenn du etwas nicht gemocht hast, dann warst du nicht gut darin. Es gab nur eine einzige Möglichkeit, wenn der Lehrer oder die Lehrerin irgendwie coole Typen waren, dann haben sie dir irgendwie diesen Gesprächsstoff ein bisschen näher gebracht“, erklärte Kwasniok nun. „Du kannst auch als Standardtrainer die Standards nicht interessanter machen, als sie sind. Aber sie sind Spiel entscheidend, sie sind extrem wichtig und ich glaube, du kannst nur besser werden, wenn du in dem, was du tust, auch explizit wirklich lernst und nicht implizit, nicht einfach nebenbei.“ Seine Spieler müssten daran Gefallen finden und sich damit auseinandersetzen.

„Jeder Gegner hat eine eigene Idee“

Das ist zeitintensiv und laut Kwasniok „auf dem Platz in der Einzelanalyse, in der Gruppenanalyse, in der Mannschaftstaktischen Analyse, ganz klar.“ Aber: „Das doofe an dem ganzen Thema ist nur, jeder Gegner hat ja auch eine Idee und St. Pauli schlägt die Ecken ganz anders als Werder Bremen. Das heißt, du hast jetzt diese eine chemische Reaktion aufgesaugt und hast eine gute Arbeit geschrieben und einen guten Test geschrieben und jetzt kommt aber der nächste Test und das nächste Thema“, so der Trainer weiter. „Es ist nicht so, dass du sagen kannst, jeder Eckball kommt gleich. Jeder hat nun mal andere Stärken und Schwächen, die ein spielen zum Tor, die anderen weg vom Tor, auf den ersten Pfosten, auf den zweiten Pfosten. Es ist nicht so, dass es ein Schema F ist, wie wir die Gegentore kassieren.“

Der Kölner Trainer erklärte, dass es unter dem Hauptthema Standards eben viele Unterthemen gäbe. „Deswegen geht es auch nicht von jetzt auf nachher. Die Jungs wollen, die wollen, die wollen, aber klar, das Thema ist da und das beschäftigt sie auch und das macht es nicht leichter“, sagte Kwasniok. „Wenn du mal ein Thema hast, dann macht es das ja nicht leichter. Dann gilt es einfach nur auch bisschen nach oben irgendwie auch zu beten in der Hoffnung, dass der Gegner auch mal ab und zu bisschen vorbeiköpft.“ Immerhin: Die ganz große Gefahr haben die Kiezkicker bei ihren Standards auch nicht immer ausgestrahlt – auf den ersten Blick. St. Pauli kommt bislang auf vier Tore nach einem ruhenden Ball. Bei insgesamt zehn Toren sind das aber immerhin 40 Prozent. Am Samstagabend würde Kwasniok sicher liebend gerne über ein anderes Thema philosphieren.

Warum das 1:4 gegen die Bayern dem 1. FC Köln viel Mut machen kann

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln um Duell gegen die Bayern
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Warum das 1:4 gegen die Bayern dem 1. FC Köln viel Mut machen kann

Mit dem 1:4 gegen die Bayern ist der FC durchaus verdient aus dem Pokal ausgeschieden. Der Rekordmeister war einfach die bessere Mannschaft. Das ist auch zu erwarten gewesen. Allerdings haben sich die Kölner teuer verkauft. Sehr teuer. Warum die Bayern-Pleite dem 1. FC Köln Mut machen kann.

Der Blick auf die Anzeigetafel war heftig. 1:4 stand dort nach 90 Minuten in großen Ziffern. Zwar ging das Ergebnis in Ordnung, der FC hat sich aber teuer verkauft. Warum die Bayern-Pleite dem 1. FC Köln Mut machen kann.

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Lukas Kwasniok hatte es vor dem Pokalfight gegen den FC Bayern München gesagt und der Trainer wiederholte es auch nach der 1:4-Pleite. Um die Bayern zu „stressen, muss ganz ganz viel zusammenkommen“, sagte der Kölner Coach etwa am Dienstag. „Du brauchst mehr als nur ein Quäntchen Glück. Du brauchst einen schlechten Tag der Bayern“, so Kwasniok weiter, der als zusätzliche Zutaten für das Bayern-Erfolgs-Rezept auch noch die Fans und einen aufopferungsvollen Kampf nannte. Den Kampf lieferten die Kölner, die Fans standen ohnehin als 12. Mann hinter den Geißböcken. Es fehlte aber das Quäntchen Glück und ganz offensichtlich auch der schlechte Tag des Gegners. So stand am Ende eine verdiente 1:4-Niederlage auf der Anzeigetafel und doch war Kwasniok der Meinung, dass alle „ein wenig zufrieden nach Hause“ gehen könnten – „zumindest mit der Leistung“.

Köln bislang Bayerns größte Herausforderung

Angesichts des Ergebnisses und des Pokal-Aus hätte die Aussage überraschen können. Sie tat es nicht, weil der FC durchaus eine gute Leistung gezeigt hat. Eine Leistung, die Mut für mehr machen sollte. Denn der FC Bayern gewann in Köln auch sein 14. Pflichtspiel in dieser Saison. Egal, ob im DFB-Pokal, in der Liga oder der Champions League; egal, ob der FC Chelsea, Borussia Dortmund oder Eintracht Frankfurt – bislang konnte noch kein Team dem Rekordmeister das Wasser reichen. Im Gegenteil: Die Bayern springen auch in dieser Spielzeit wieder von Rekord zu Rekord. Acht Siege in der Liga mit einer Tordifferenz von 30:4 hat noch kein Bundesligist in der Historie abgerissen. Europaweit gibt es aktuell auch kein Team, das eben jene 14 Pflichtspiele gewonnen hat.

In der Liga ließen die Münchner bislang im Schnitt acht gegnerische Torschüsse zu, von denen wiederum nur zwei auch aufs Tor kamen, der gegnerische xGoals-Wert lag im Schnitt bei 0,6. Der FC schloss insgesamt 13 Mal Richtung gegnerischen Kasten ab, so viel wie noch kein Gegner in dieser Saison, brachte davon auch sieben Versuche aufs Tor und erreichte einen xGoals-Wert von 1,52. Eine halbe Stunde sah es so aus, als könne der FC im Pokal für die nächste Überraschung sorgen. Und das eben nicht nur durch Wille und Leidenschaft, also die Zutaten, die für eine Pokal-Sensation nötig sind. Der FC spielte mutig mit. Und das war auch der Masterplan. „Wenn du die Bayern nicht Mann gegen Mann anläufst, dann verteidigst du nur dein eigenes Tor. Und über 90 Minuten ist es dann nicht möglich, die Null zu halten“, sagte der Trainer. „Das ist unmöglich und du kommst gleichzeitig nicht in die Möglichkeit, ein Tor zu erzielen.“

Niederlage darf durchaus Mut machen

Und genau das darf dem FC auch Mut machen. Lukas Kwasniok hat wie am vergangenen Wochenende gegen Borussia Dortmund nun auch gegen den Rekordmeister einen taktischen Plan ausgeheckt, der mit eben jenem Quäntchen Glück, ein erfolgreicher hätte sein können. Der Kölner Coach hat in dieser Spielzeit schon mehrfach bewiesen, dass er mit seinen taktischen Kniffen richtig gelegen hat. Gegen die individuelle Klasse und Qualität der Top-Mannschaften ist es dann aber noch ein weiter Schritt. „Die vier Niederlagen sind alles Niederlagen gegen Mannschaften, mit denen wir uns noch nicht messen können“, sagte der Coach. Immerhin wäre gegen den VfB Stuttgart wohl durchaus ein wenig mehr drin gewesen. Gegen Leipzig, Dortmund und nun München setzte sich dann doch die qualitativ stärkere Mannschaft durch.

Und so machen auch die Aussagen des Trainers Sinn, dass nun die eigentlichen Highlight-Spiele kommen. Denn die bevorstehenden Aufgaben heißen nun einmal Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach. Teams, mit denen sich der FC durchaus auf Augenhöhe wähnt. Teams, gegen die die Kölner nun aber auch liefern müssen. Obwohl sich das Ergebnis doch deutlich anhört, kann der FC aus der 1:4-Pleite Selbstvertrauen mitnehmen. Und genau das ließ der Kölner Coach dann auch schnell wieder aufblitzen: „Die Bayern kommen im Januar nochmal nach Köln und dann versuchen wir, noch ein bisschen näher dranzusein.“


Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Köln überzeugt mit seinen Standards

Ragnar Ache, Eric Martel und Jonas Urbig gehen zum Ball
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Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Köln überzeugt mit seinen Standards

In der Liga warten die Kölner nach wie vor auf das erste Tor nach einem ruhenden Ball. Gegen die Bayern hat der FC diesen Bann im Pokal gebrochen: Der 1. FC Köln trifft nach einem Standard. Gegen den HSV soll das nun auch in der Liga gelingen.

In der Liga warten die Geißböcke noch darauf, im Pokal ist es gelungen: Der 1. FC Köln trifft nach einem Standard. Ragnar Ache verwertet eine Ecke von Isak Johannesson.

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In der Bundesliga ist die Statistik noch immer verheerend. Der FC ist nach wie vor die einzige Mannschaft der Liga, die noch nicht nach einer Standardsituation getroffen hat. Ein bitteres Zahlenwerk, denn auch Lukas Kwasniok weiß natürlich um die Bedeutung des ruhenden Balls. Und hob diese auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Bayern hervor. „Es gibt nur ganz wenige Teilbereiche in einem Fußballspiel, in dem du eine völlig überlegene Mannschaft auf dein Niveau heben kannst. Dazu gehören eben auch Standardsituationen“, hatte der Coach noch am Dienstagnachmittag betont. Und den Plan verfolgten die Kölner gegen die Bayern. Vor allem die Ecken von Isak Johannesson sorgten für ordentlich Gefahr.

Ache trifft nach einer Ecke

Und das auch schon gegen den BVB am vergangenen Wochenende. Da hatte der Isländer eine Ecke in die Box gebracht und Eric Martel war scheinbar so überrascht, dass er Nico Schlotterbeck den Vortritt ließ. Der Nationalspieler brachte den Ball unfreiwillig auf das eigene Tor. Nun kamen die Hereingaben ebenfalls so gefährlich vor das Tor, dass man sich über die bisherige Ausbeute von keinem Treffer, der aus einem ruhenden Ball resultiert, wundern durfte. So hätte Ragnar Ache bereits früh für den FC treffen können. Auch der Schussversuch von Johannesson, den Urbig aus dem Giebel kratzte, war die Folge eines Eckballs, genauso wie der Abschluss von Joel Schmied, den Jonathan Tah noch gerade so blockte. Abgesehen von dem Pfostenschuss von Linton Maina ging die größte Gefahr der Kölner tatsächlich von den Standards aus.

Und so war es auch eine Ecke, die dem FC die Hoffnung auf die Sensation gab. Ache setzte sich bei einer weiteren Hereingabe von Johannesson gegen Dayot Upamecano durch und nickte zur Führung ein. Auch, wenn die Statistik in der Liga bitter ist, haben die Kölner bewiesen, dass sie Standardsituationen doch können. Allerdings bestätigte der Pokalfight noch eine andere Statistik. Nämlich die der Kölner Anfälligkeit bei Standards. Auch bei den Gegentoren nach einem ruhenden Ball liegen die Geißböcke in der Liga auf dem letzten Rang. Und auch gegen die Bayern gab es im Pokal nach der Ecke den Treffer zum 1:3. „Der Ball auf den ersten Pfosten. Ich habe noch versucht hinzukommen, aber die Bayern haben einen Block gestellt und ich kam nicht mehr ran“, sagte Keeper Ron-Robert Zieler, der nicht die beste Figur machte.

Am Sonntag geht es nun gegen den Hamburger SV. Und auch die Rothosen sind in dieser Spielzeit alles andere als torgefährlich, wenn es um den ruhenden Ball geht. Erst einen Treffer hat der HSV nach einem Standard in der Liga erzielt. Der FC würde sicherlich gerne nachziehen.