Verwirrung um angebliche Ausstiegsklausel: Kann Willem Geubbels die Downs-Alternative werden?

Willem Geubbels soll auf de rListe des 1. FC Köln stehen
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Verwirrung um angebliche Ausstiegsklausel: Kann Willem Geubbels die Downs-Alternative werden?

Gleich auf mehreren Positionen will der FC noch nachbessern. Auch im Angriff könnte es noch Verstärkung geben. Möglicherweise auch als Ersatz für Damion Downs, der beim Gold Cup weilt. Im Gespräch ist ein Franzose. Aber ist ein Transfer von Willem Geubbels für den 1. FC Köln realistisch?

Er ist schnell, robust und hat in der abgelaufenen Saison zu alter Stärke zurückgefunden. Nun soll der FC sein Interesse bekundet haben. Ist ein Transfer von Willem Geubbels für den 1. FC Köln aber überhaupt realistisch?

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Die ganz großen Transferziele wollte Thomas Kessler auf dem Mitgliederstammtisch zunächst nicht erklären, erst nach und nach sprach der neue Sportdirektor die vakanten Positionen an. Vor allem im Tor und in der Defensive sieht der 39-Jährige dringenden handlungsbedarf. Doch der ehemalige Keeper ließ sich dann doch noch zu weiteren Aussagen hinreißen. Eigentlich suche man ja ohnehin in allen Positionsgruppen noch Spieler, hatte er schon vorher angedeutet. Spätestens wenn Damion Downs die unterbreitete Vertragsverlängerung nicht unterschreiben wird und den Verein verlässt, wird der FC auch im Angriff noch einmal tätig werden müssen. Vermutlich auch so. Und so werden nach wie vor auch Stürmer in die Transfergerücht-Verlosung rund um den FC geschickt.

Wenn überhaupt nur bei Abschieden möglich

Ein Name, der gehandelt wird ist Willem Geubbels. Der Franzose galt mal als Ausnahmetalent, wechselte in jungen Jahren für rund 20 Millionen Euro zur AS Monaco, um dann aber ein langes Karrieretief zu erleben. Erst aktuell bei St. Gallen dreht der robuste Angreifer mal so richtig auf. Und spielt sich somit in den Fokus zahlreicher Clubs. In der Schweizer Super League erzielte der 23-Jährige 14 Tore, bereitete drei weitere vor. Der Knoten scheint geplatzt zu sein und in der Schweiz macht man sich Hoffnungen auf einen lukrativen Deal. Denn der Franzose hat noch Vertrag bis 2027 und befindet sich endlich in der einst erwarteten Form. Kein Wunder also, dass auch der FC seine Fühler nach dem schnellen Stürmer ausgestreckt haben soll. Geubbels würde zu dem intensiven, schnellen Spielstil von Lukas Kwasniok perfekt passen.

Wäre da eben nicht die horrende Ablösesumme, die der Schweizer Erstligist wohl fordern würde. Denn der Marktwert des Angreifers liegt laut transfermarkt.de bei rund zehn Millionen Euro. Also etwa die Summe, die der FC für die Neuverpflichtungen Ragnar Ache, Isak Johannesson sowie Trainer Lukas Kwasniok ausgegeben hat. Noch einmal zehn Millionen für einen weiteren Stürmer klingt aktuell mehr als unwahrscheinlich. Der FC hat von seinem eigentlichen Budget nur noch zwei Millionen Euro übrig. Es könnten noch gut zwei weitere Millionen aus dem Wechsel von Florian Wirtz dazukommen. Zu wenig für eine Verpflichtung des Stürmers. Und daran würde wohl auch der Verkauf einiger Spieler nichts ändern. Sollte Downs wirklich den Verein verlassen, wären vielleicht fünf Millionen Euro einzunehmen, würde wohl noch immer nicht reichen. Zumal die Kölner auch auf anderen Positionen noch Geld in die Hand nehmen müssen.

Zuletzt machte ein Artikel des St. Galler Tagblatt Hoffnung. Im Mai hatte die Zeitung von einer Ausstiegsklausel des Stürmers berichtet. Demnach würde Geubbels über eine Ausstiegsklausel in Höhe von 5,5 Millionen Euro verfügen. Das Onlineportal „fussballtransfers.com“ berichtet dagegen, dass die Klausel nur für den vergangenen Winter gegolten hätte. Nun wäre die Ablöse frei verhandelbar. Selbst 5,5 Millionen sind für den FC nur schwer stemmbar gewesen. Sollte es zu freien Verhandlungen kommen, wird es ein schweres Unterfangen den Stürmer nach Köln zu lotsen. Neben dem FC und Union Berlin sollen auch zahlreiche englische Clubs wie Wolverhampton Wanderers, Sheffield United, Leeds United und der FC Southampton an dem Stürmer interessiert sein. Und bei denen sitzt das Geld bekanntlich ein wenig lockerer.

„Talenteflucht“ beim 1. FC Köln? So will Sportdirektor Thomas Kessler in Zukunft agieren

Thomas Kessler vom 1. FC Köln.
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„Talenteflucht“ beim 1. FC Köln? So will Sportdirektor Thomas Kessler in Zukunft agieren

Aktuell wird wieder viel über Florian Wirtz gesprochen und das reißt alte Wunden auf. Der Abgang von jungen Talenten führt immer wieder zu Diskussionspotenzial beim FC. Zuletzt verloren die Geißböcke U17-Weltmeister Justin von der Hitz. Ein ärgerlicher Verlust. So will der 1. FC Köln eine Flucht der Talente vermeiden.

Mit Justin von der Hitz verlässt auch in diese Sommer ein großes Talent den FC. Und so musste sich Sportdirektor Thomas Kessler am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch der Frage nach dem Umgang mit jungen Talenten stellen. So will der 1. FC Köln die Nachwuchsarbeit in Zukunft angehen.

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Wie schmerzhaft die Causa Florian Wirtz für die Fans des 1. FC Köln nach wie vor ist, zeigte sich einmal mehr am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch. Selbst mehr als fünf Jahre nach dem Wechsel zu Bayer Leverkusen ist der Nationalspieler rund um das Geißbockheim noch immer ein schmerzhaftes Thema. „Wir hätten ihn alle gerne im FC-Trikot spielen sehen“, sagte Thomas Kessler. Wirtz ist auch deswegen wieder ein Thema, weil der Wechsel des Nationalspielers zum FC Liverpool auf dem Plan steht und dieser mit einem Solidaritätsbeitrag in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro verbunden ist, die der FC erhalten wird. Wirtz ist aber auch ein Thema, weil sich bei den Fans der Geißböcke hartnäckig das Gefühl hält, dass die FC-Bosse die jungen Talente unter Wert abgeben. Die Fallhöhe ist dabei – eben durch Wirtz – hoch. „Seit Florian Wirtz sind wir da alle getriggert“, sagte Kessler.

So will der 1. FC Köln die Talente-Flucht in Zukunft vermeiden

So sehr getriggert, dass auch Vergleiche herangezogen werden, die nicht ganz stimmig sind. Zum Beispiel Yann Aurel Bisseck, der mittlerweile für Inter Mailand und die Nationalmannschaft spielt und daher wahrgenommen den FC einst unter Wert verlassen hat. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es der Innenverteidiger es während mehreren Leihen nicht geschafft hat, sich durchzusetzen, dem FC somit finanziell möglicherweise weiter auf der Tasche gelegen hätte und ein Wechsel der logische nächste Schritt war. Jens Castrop, Justin Diehl, Meiko Wäschenbach – die Liste junger Spieler, die den FC in den vergangenen Jahren verrlassen haben, ist dennoch lang. Zuletzt reihte sich U17-Weltmeister Justin Von der Hitz ein, der künftig für den 1. FC Nürnberg spielen wird.

Und der Wechsel des Deutschen U19-Meisters wiegt schwer. Denn die Formkurve des 18-Jährigen zeigt steil nach oben. Und so musste sich Kessler am Dienstag auch der Frage stellen, wie zukünftig vermieden werden soll, dass junge Talente den Verein ohne großen wirtschauftlichen Gewinn verlassen. Grundsätzlich sei die Situation laut Kessler mittlerweile eine andere als noch vor einigen Jahren, als Jugendspieler bis zur U19 blieben, man schaute, ob sie es zu den Profis schaffen und diese, falls dies nicht gelänge, erst dann weitergingen. Der Markt ist ein anderer geworden. „Wir müssen uns dem Wettbewerb stellen, wo andere Vereine, die finanziell vielleicht besser aufgestellt sind als wir, vielleicht auch in frühen Jahren recht aggressiv auf junge Spieler zuzugehen und versuchen die über die Berater oder Eltern unter Vertrag zu nehmen“, so der Sportdirektor der Geißböcke.

„Das sind halt Dinge, die sind super ärgerlich“

Konkret will der Verein attraktiv bleiben für die Akteure, eine Herausforderung anbieten. „Und das ist dann eben nicht nur die im sportlichen Bereich, sondern auch eine ganzheitliche Seite zur Verfügung stellen. Wir versuchen ein Rundum-Paket zu bieten, was aber darin münden muss, wenn die Spieler so talentiert sind, dass sie die Plattform bekommen, in Zukunft das Trikot im Stadion zu tragen“, so Kessler. In der Causa Von der Hitz könnte eben das Aufzeigen dieser Option nicht transparent genug transportiert worden zu sein. Der Verein habe sich nicht genug um den 18-Jährigen bemüht, lautet die Kritik unter anderem in den Sozialen Medien. Und auch für den neuen Sportdirektor des 1. FC Köln ist der Wechsel des Youngsters mehr als ärgerlich.

Denn gerade in den finalen Spielen habe Von der Hitz gezeigt, was er zu leisten im Stand ist. Ein Phänomen, das aber eben leider nicht neu ist beim 1. FC Köln. „In der Vergangenheit war es leider viel zu häufig so, dass wir Spieler im falschen Moment vom Hof haben gehen lassen. Das ist definitiv eine große Geschichte, die ich mir anheften lasse. Wir wollen die Spieler halten. Das klappt nicht immer“, räumte Kessler ein. Im Bezug auf den Rechtsverteidiger erläuterte der Sportdirektor, dass es durchaus sehr sehr lange Gespräche gegeben habe, man frühzeitig mit den Eltern zusammengesessen und ihnen „einen Weg aufgezeigt“ habe. „Die Vertragsgespräche sind dann nicht so fortgesetzt worden, dass es zu einem Ergebnis kam. Und er geht jetzt nach Nürnberg. Das sind halt Dinge, die sind super ärgerlich, weil der Junge einfach talentiert ist.“ Die Frage, warum die Gespräche nicht fortgesetzt wurden, darf allerdings durchaus erlaubt sein.

Am Ende zählt des Vertrauen

Die Situation, nicht allen talentierten Akteure eine Perspektive bei den Profis bieten zu können bedingt alleine die Tatsache, dass der FC gerade in der kommenden Spielzeit das gesteckte Ziel des Klassenenerhalts erreichen muss. „Wir können nicht Bundesliga spielen, indem wir 15 junge Spieler spielen lassen“, so Kessler. Dennoch habe man „freie Plätze für junge Spieler“. So wie in der vergangenen Saison, als unter anderem Julian Pauli sowie zahlreiche weitere Akteure der FC-Reserve ihr Profi-Debüt feiern durften. Zugegebenermaßen wohl auch ein wenig aus der Not heraus. Dennoch bot der Verein jungen Talenten die Möglichkeit, sich zu beweisen. Und das eben wenn möglich durch Leihen wie bei Elias Bakatukanda, der noch einJahr länger in Linz bleiben wird, um Spielpraxis zu erhalten. Kessler betonte, dass es für die Entwicklung nun mal wichtiger sei möglichst viel lange zu spielen, als wenn überhaupt ein paar Kurzeinsätze in wenigen Spielen.

Eone kolpoltierte Talentefliucht soll es jedenfalls nicht geben. „Ich verspreche aber hoch und heilig, dass wir alles dafür tun werden, das zu verhindern, dass es in dem Ausmaß nochmal passiert“, sagt Kessler. Eine Sache bleibt indes unbestritten: „Am Ende müssen die Jungs ein Vertrauen Richtung 1. FC Köln haben.“