Sondertraining am Mittwoch: Macht sich Thijs Dallinga bereits warm für Würzburg?
Matthias Wilhelm
Am heutigen Mittwoch stand der Neuzugang erstmalig auf dem Rasen beim 1. FC Köln: Thijs Dallinga schon im Training. Während die neuen Kollegen ihren freien Tag genießen, absolvierte der Niederländer bereits eine erste Trainingseinheit mit Fitnesstrainer Leif Frach. Am Donnerstag steigt der Neuzugang in das Mannschaftstraining ein und könnte schon am Montag in Würzburg debütieren.
Thijs Dallinga hat am Mittwoch das Training am Geißbockheim aufgenommen, während die Mannschaft noch frei hatte. Am Donnerstag gibt es dann ein gemeinsames Training.
Seit Wochen suchte der 1. FC Köln nach einer Verstärkung für das Sturmzentrum. Am Montag konnte diese dann endlich präsentiert werden. Die Kölner verpflichteten Thijs Dallinga vom FC Bologna. Der Deal umfasst eine einjährige Leihe inklusive Kaufoption. Beim FC soll der ehemalige niederländische Nationalstürmer Ragnar Ache herausfordern. „Das gibt René Möglichkeiten des Handelns an die Hand“, sagte Vize-Präsident Ulf Sobek im Podcast der „Thekenphilosophen“. „Es geht darum, die Konkurrenzsituation zu fördern. Es geht darum, ihn auch mal neben Ragnar zu stellen.“
Spannendes Profil
Seine Knipser-Qualitäten konnte Dallinga besonders in Frankreich unter Beweis stellen. Beim FC Toulouse erzielte er in der Ligue 1 in 69 Einsätzen 26 Treffer. In Köln freut man sich auf einen Abschlussstarken Strafraumstürmer, der weiß wo das Tor steht. Trotz seiner schweren Zeit in Italien sind die FC-Verantwortlichen vom wuchtigen Knipser überzeugt. „Mit seiner Erfahrung aus verschiedenen europäischen Top-Ligen und seinem Profil erweitert er unsere Möglichkeiten im Angriff und sorgt für zusätzliche Qualität sowie Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders“, sagte Thomas Kessler über den jüngsten Neuzugang. Am Donnerstag trainiert Dallinga erstmalig mit der Mannschaft von René Wagner, bevor am Montagabend das erste Pflichtspiel der Saison ansteht.
Aktuelle News, Spielberichte, Transfermeldungen und Analysen zum 1. FC Köln findest du auf come-on-fc.com.
Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?
Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.
Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?
Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.
Wer sind die Gewinner der Vorbereitung?
Neuzugang Luka Lochoshvili hat sich neben Tom Krauß, Linton Maina und Luca Waldschmidt in den Vordergrund gespielt. Aber auch Youssoupha Niang hat eine gute Vorbereitung absolviert.
Harter Arbeiter und „Strafraumräuber“ Thijs Dallinga – Die Marktmöglichkeit, die der FC nutzen musste
Elias Schnaubelt
Mit Thijs Dallinga hat sich dem FC nun eine Marktgelegenheit geboten, die sich als absoluter Transfercoup herausstellen könnte. Denn der 26-Jährige hat in seiner Karriere schon einige Eigenschaften gezeigt, die ihn sehr spannend machen für den 1. FC Köln: Das ist Thijs Dallinga.
Vor einer Woche ploppten die Gerüchte das erste Mal auf, schon kurz darauf verdichteten sich die Anzeichen und nun ist es offiziell. Thijs Dallinga verstärkt den FC. Damit bekommen die Geißböcke einen Stürmer, der sich in seiner Karriere schon einiges erarbeitet hat.
Thijs Dallinga soll beim FC auf der Liste stehen (Foto: Emmanuele Ciancaglini/Getty Images)
Neben vielen Talenten, die heutzutage bereits in jungen Jahren auf den größten Bühnen des Weltfußballs auftauchen, gibt es auch diejenigen, die sich durch harte Arbeit Schritt für Schritt ihre Sporen verdienen. Thijs Dallinga galt laut niederländischen Medien in seinen ersten Jahren nicht gerade als absoluter Ausnahmekönner, doch der junge Niederländer machte das durch seinen Arbeitseifer wett. Dadurch gelang ihm der Durchbruch in der zweithöchsten niederländischen Spielklasse, bei Excelsior. Dallinga erzielte 36 Tore und legte neun weitere vor, womit er maßgeblich zum Aufstieg in die Eredevise beitrug. Danach ging es für ihn in die Ligue 1 zum FC Toulouse, wo er seinen Torriecher unter Beweis stellen konnte und 37 Tore sowie acht Vorlagen in zwei Spielzeiten verbuchte. Dabei halfen ihm einige Eigenschaften, die sein ehemaliger Jugendtrainer Be de Jonge 2024 im Interview mit „Tutto Bologna Web“ besonders betonte. Dallinga sei sehr lernbegierig sowie bescheiden und bodenständig.
„Strafraumräuber“ Dallinga
Werte, die auf all seinen Stationen angepriesen wurden. Sobald ein Spieler zu einem neuen Club wechselt, liest man oft positive Worte seitens des aufnehmenden Vereins. Viel aussagekräftiger sind jedoch die Worte des abgebenden Vereins. Dallingas Ex-Verein Toulouse spricht in den höchsten Tönen vom Mittelstürmer, lobt insbesondere dessen Engagement und Professionalität. Und auch Riccardo Orsolini, Mitspieler bei Bologna, hob gegenüber „Bologna Sport News“ vor allem den Lern- und Arbeitswillen des Niederländers hervor. Gleichzeitig bezeichnet er ihn als „rapace d’area“, einen „Strafraumräuber“.
Spannenderweise wurde der Angreifer in seiner Zeit bei Toulouse in einem Interview mit dem Medienteam der Ligue 1 nach seiner Vorstellung eines perfekten Stürmers gefragt. Laut Dallinga müsse er sich mit Ball am Fuß wohlfühlen und in der Lage sein, am Spiel seiner Mannschaft teilzunehmen. Des Weiteren sollte er auch in der Lage sein, hinter der gegnerischen Abwehr in die Tiefe zu gelangen. Ständig müsse er die Aufmerksamkeit der Verteidiger beanspruchen. Kurz gesagt: Ein Angreifer, der ein bisschen alles kann. Sein Vorbild sei diesbezüglich Erling Haaland. Auf die Rückfrage, was ihm selbst noch zu diesem Spielertyp fehle, zeigte sich der 26-Jährige selbstkritisch. Er wolle noch besser in der Luft werden, zudem aggressiver in den direkten Duellen.
Kein Erfolg bei Bologna
Diesen Spielertyp, der alles ein bisschen kann, hat man sich in Bologna von ihm erhofft. Im Sommer 2024 hinterließ Joshua Zirkzee dort mit seinem Wechsel zu Manchester United eine klaffende Lücke. Der Landsmann von Dallinga schaltete sich unter Thiago Motta extrem häufig in den Spielaufbau ein, eine große Stärke von ihm. Diese hoffte man mit dem Transfer von Dallinga aufzufangen. Hier zeigt sich jedoch, dass die Bezeichnung als „Strafraumräuber“ durch seinen Teamkollegen Orsolini auch ein Problem mit sich bringt.
Denn es stellte sich nach kurzer Zeit in Bologna heraus, dass der Stürmer den mitspielenden Part des abgewanderten Zirkzee nicht auf einem ähnlichen Niveau ausfüllen konnte. In der anspruchsvollen Spielweise von Thiago Motta sowie später Vincenzo Italiano konnte der Stürmer nicht wie erhofft glänzen. Zudem spielte im Verein ein weiterer vielversprechender Mittelstürmer. Es dauerte nicht lange, bis Konkurrent Santiago Castro den Stammplatz für sich gewinnen konnte. Der junge Argentinier entwickelte sich bemerkenswert gut. So gut, dass in diesem Sommer der teure Wechsel zur AS Roma folgte. Im Gegenzug sicherten sich die Italiener leihweise die Dienste von Rom-Stürmer Artem Dovbyk – folglich ist erneut kein Platz für Dallinga.
Beim FC zurück zur alten Stärke?
Es ist jedoch keine Schande, nicht die Spielmacher-Fähigkeiten eines Joshua Zirkzee zu besitzen. Dagegen verfügt „Strafraumräuber“ Dallinga über die Fähigkeit, Tore mit dem ersten Kontakt zu erzielen. Im Interview mit Ligue 1 äußerte er sich, übersetzt ins Deutsche, so dazu: „Es ist nicht etwas, das ich explizit suche, aber es ist der schnellste Weg, eine Aktion zu beenden. Es lässt den Verteidigern oder dem Torhüter wenig Zeit, um zu antizipieren. Es ist schwieriger für sie.“
Unter dem Strich ergibt sich das Bild eines vielversprechenden Torjägers, der seine Treffsicherheit schon vermehrt unter Beweis gestellt hat. Bei Bologna scheiterte Dallinga an den hohen Anforderungen bezüglich der Einbindung ins Kombinationsspiel und sah sich gleichzeitig mit einem hochveranlagten Konkurrenten konfrontiert. Beim 1. FC Köln hingegen wird wohl nicht zu erwarten sein, dass der Mittelstürmer allzu viele Aufgaben im Aufbau übernehmen muss. Substrahiert man diesen Punkt von den Anforderungen an Dallinga, so könnte sich der Niederländer als potente Option für den Sturm erweisen, zumal Ragnar Ache in der Vergangenheit öfter mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Das Modell einer Leihe mit Kaufoption minimiert außerdem das Risiko des Transfers, was Dallinga zu einer Marktmöglichkeit macht, die der FC kaum ausschlagen kann. Und sollte es Dallinga gelingen, an seine erfolgreichen Saisons anzuschließen, so könnten sich bald viele Vereine fragen: Warum haben wir den eigentlich nicht geholt?
Aktuelle News, Spielberichte, Transfermeldungen und Analysen zum 1. FC Köln findest du auf come-on-fc.com.
Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?
Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.
Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?
Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.
Gibt es aktuell realistische Transfergerüchte beim 1. FC Köln?
Vor allem ein Wechsel von Mikey Moore erscheint aktuell sehr wahrscheinlich. Spieler und Verein sollen sich einig sein. Allerdings hält man in Tottenham große Stücke auf den Spieler. Trainer Roberto di Zerbi trifft offenbar die finale Entscheidung. Zudem werden nach wie vor Ellyes Skhiri und Rani Khedira für die Position auf der Sechs genannt. Und auch Marcel Regula könnte eine Option werden,
Der gesuchte Stürmer ist gefunden: Der 1. FC Köln verpflichtet Thijs Dallinga
Simon Hense
Am vergangenen Dienstag hatte es die ersten Gerüchte gegeben, keine Woche später ist der Deal also offiziell: Der 1. FC Köln verpflichtet Thijs Dallinga vom FC Bologna. Damit schließen die Geißböcke die Vakanz im Sturm neben Ragnar Ache und verfügen über eine echte Konkurrenz.
Vor zwei Jahren wechselte Thijs Dallinga für 16 Millionen Euro Ablöse zum FC Bologna. Dort wurde der Angreifer jedoch nicht glücklich. Jetzt wagt der Niederländer einen Neustart beim 1. FC Köln.
Der FC leiht Thijs Dallinga aus (Foto: 1. FC Köln)
Lange hatten die FC-Verantwortlichen um Sportgeschäftsführer Thomas Kessler nach einem weiteren Zielspieler im Angriff neben Ragnar Ache gesucht. Dann ging es plötzlich ganz schnell. Nach den ersten Gerüchten am Dienstag steht nun fest: Thijs Dallinga füllt die Kaderlücke im Sturm der Geißböcke. Der Niederländer wechselt auf Leihbasis mit Kaufoption vom FC Bologna zum 1. FC Köln. Damit haben die Kölner nicht wie ursprünglich angenommen nur einen Back-up für Ache verpflichtet, sondern einen Konkurrenten, der den 28-Jährigen herausfordert. „Wir freuen uns sehr, dass sich Thijs für den FC entschieden hat. Er ist ein Stürmer, den wir intensiv beobachtet haben und der viele Eigenschaften mitbringt, die wir für unsere Offensive gesucht haben“, sagte Thomas Kessler. „Thijs verfügt über eine starke Präsenz im Strafraum, gute Bewegungen vor dem Tor und arbeitet gleichzeitig sehr mannschaftsdienlich gegen den Ball.“
„Ich hatte sehr gute Gespräche mit René Wagner“
Dallinga selbst möchte in Köln seiner Karriere, die in den vergangenen beiden Jahren in Bologna ins Stocken geraten war, wieder Schwung verleihen. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit René Wagner, der mich davon überzeugt hat, dass es die richtige Entscheidung ist, nach Köln zu kommen. Der FC ist ein richtig cooler Club mit großartigen Fans – und ich wollte schon immer in der Bundesliga spielen, darauf freue ich mich sehr. Ich möchte möglichst viele Tore machen, um dem Club damit zu helfen, seine Ziele zu erreichen“, so der Kölner Neuzugang.
Starke Zeit bei Toulouse
Dallinga wurde 2000 in Groningen geboren und durchlief die Jugend von FC Emmen, bevor er 2018 zu Jong Groningen wechselte. Nach ein paar Kurzeinsätzen bei den Profis folgte 2021 der entscheidende Schritt seiner Karriere: Ablösefrei wechselte er zu Excelsior Rotterdam — und explodierte förmlich. Mit bedruckenden 32 Toren und acht Vorlagen schoss der 1,90 Meter große, kopfballstarke Stürmer seinen Verein zum Aufstieg in die erste niederländische Liga. Dadurch wurde außerdem der FC Toulouse auf ihn aufmerksam und holte ihn für 2,5 Millionen Euro in die Ligue 1. Eine Investition, die sich auszahlen sollte. In zwei Jahren gelangen Dallinga in 86 Pflichtspielen 37 Tore und acht Vorlagen – unter anderem jeweils eins in zwei Partien in der Europa League gegen den FC Liverpool.
Tatsächlich hatte sich der Angreifer erneut für mehr empfohlen. 16 Millionen Euro war er daher dem FC Bologna im Sommer 2024 wert. Dort sollte der Niederländer den nach Manchester United abgewanderten Joshua Zirkzee ersetzen. „Mit seiner Erfahrung aus verschiedenen europäischen Topligen und seinem Profil erweitert er unsere Möglichkeiten im Angriff und sorgt für zusätzliche Qualität sowie Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders“, sagt Kessler. Den ganz großen Erwartungen konnte Dallinga aber nicht entsprechen. Gerade mal fünf Tore und sechs Vorlagen in 54 Spielen in der Serie A sprechen eine deutliche Sprache. Nun wagt der 26-Jährige einen neuen Anlauf beim FC in der Bundesliga.
Thijs Dallinga bereits beim Medizincheck – FC vor Verpflichtung des neuen Stürmers
Simon Bartsch
Nun nimmt das Füllen der nächsten Kader-Baustelle finale Züge an. Der Niederländer steht unmittelbar vor dem Transfer beim 1. FC Köln: Thijs Dallinga ist bereits beim Medizincheck. Der Spieler kommt auf Leihbasis zu den Geißböcken.
Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel der Saison haben die Kölner eine weitere Lücke gestopft. Mit Thijs Dallinga kommt der nächste Stürmer an den Rhein. Zwar ist der Deal noch nicht offiziell verkündet, doch nach Informationen von come-on-fc.com befindet sich der Spieler bereits bei der medizinischen Untersuchung. Sollte diese bestanden werden, hätten die Kölner ihren gesuchten Zielstürmer. Der Vertrag soll anschließend unterschrieben werden.
Thijs Dallinga soll künftig für den FC jubeln (Foto: Emmanuele Ciancaglini/Getty Images)
Zu Beginn der letzten Vorbereitungswoche und sieben Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison haben die Kölner ihren zweiten Mittelstürmer neben Ragnar Ache gefunden. Thijs Dallinga wird die Geißböcke auf Leihbasis unterstützten. Und der Spieler weilt nicht nur schon in Köln, der Niederländer absolviert nach Informationen von come-on-fc.com gerade seinen Medizincheck in Köln. Wie von come-on-fc berichtet wird Dallinga vom FC Bologna ausgeliehen. Der FC hat sich eine Kaufoption in den Vertrag schreiben lassen, diese soll laut übereinstimmenden italienischen Medien bei elf Millionen Euro liegen. Ein Batzen Geld, denn der Angreifer erlebte in Norditalien zuletzt nicht die beste Phase seiner Karriere. Dennoch ist man in Köln fest davon überzeugt, dass Dallinga die Wende schaffen und dem FC weiterhelfen kann. Nach dem Medizincheck soll die Unterschrift erfolgen.
Köln sucht noch weitere Puzzleteile
Seine beste Zeit erlebte der Angreifer wohl in Toulouse, als er in 69 Pflichtspielen 26 Tore erzielte und sich so für die Serie A empfahl. Zwar hat der FC damit eine weitere große Baustelle geschlossen, die Suche nach neuen Spielern ist aber weiterhin nicht beendet. Unter anderem steht Mikey Moore noch auf der Liste. Doch auch bei dem Engländer sind die Clubs an einer schnellen Lösung interessiert. Zudem soll noch ein weiterer Linksverteidiger verpflichtet werden. Eine Reaktion auf den Ausfall von Sebastian Sebulonsen ist zwar nicht zwingend, aber auch nicht ausgeschlossen. Das zentrale fehlende Puzzleteil ist aber weiterhin der Sechser. Aktuell deutet viel auf Rani Khedira hin, doch es gibt noch weitere Ideen. Vor allem bei einem Verkauf von Said El Mala könnten ganz andere Spieler in den Fokus geraten. Zudem würden die FC-Bosse dann wohl noch einen weiteren Offensivspieler verpflichten.
Einigung wohl erzielt: Der 1. FC Köln soll vor der Verpflichtung von Thijs Dallinga stehen
Simon Hense
Am Dienstagmorgen waren die ersten Gerüchte aufgekommen, nun soll es eine Einigung zwischen den Vereinen geben: Der 1. FC Köln steht wohl vor der Verpflichtung von Thijs Dallinga.
Beim FC Bologna wurde Thijs Dallinga nicht glücklich, nun versucht er wohl einen Neustart in Köln. Laut Transfer-Journalist Gianluca Di Marzio hat sich der 1. FC Köln mit dem FC Bologna über eine Leihe mit Kaufoption geeinigt.
Der 1. FC Köln soll vor der Verpflichtung von Thijs Dallinga stehen (Foto: Emmanuele Ciancaglini/Getty Images)
Lange hatten die FC-Verantwortlichen um Sportgeschäftsführer Thomas Kessler nach einem weiteren Zielspieler im Angriff neben Ragnar Ache gesucht. Nun scheint es plötzlich ganz schnell zu gehen. Denn laut Transfer-Experte Gianluca Di Marzio hat sich der 1. FC Köln mit dem FC Bologna über einen Transfer von Thijs Dallinga geeinigt. So solle der Stürmer per Leihe mit Kaufoption in die Domstadt wechseln. Damit würden die Kölner die Lücke im Angriff schließen und genau das Profil bekommen, dass sie gesucht haben. Denn mit 1,90 Meter bringt der Niederländer die nötige Physis für einen Zielspieler im Angriff mit und ist darüber hinaus auch kopfballstark.
Gute Quote bei Toulouse
Dallinga dürfte jedoch kein reiner Back-up für Ache sein, sondern eher ein Herausforderer. Immerhin war er dem FC Bologna vor zwei Jahren noch 16 Millionen Euro wert, hat heute immer noch einen geschätzten Marktwert von neun Millionen Euro. Zuletzt lief es in Italien aber nicht rund für den 26-Jährigen. Gerade mal fünf Tore und sechs Vorlagen in 54 Spielen in der Serie A sprechen eine deutliche Sprache.
Die Leistungen in Italien dürften jedoch nicht der Grund für die wohl bevorstehende Verpflichtung des Niederländers sein. Eher die zwei vorherigen Spielzeiten beim FC Toulouse. Dort gelangen ihm in zwei Jahren in 86 Pflichtspielen 37 Tore und acht Vorlagen – unter anderem jeweils eins in zwei Partien in der Europa League gegen den FC Liverpool. Eine ziemlich gute Quote, bei der der FC hoffen wird, dass er in Köln wieder an diese alten Zeiten anknüpfen kann. Dabei bleibt das Risiko durch das Modell der Leihe mit Kaufoption vergleichsweise gering für die Geißböcke. Sollte Dallinga überzeugen, haben sie die Möglichkeit, ihn fest zu sich holen. Ansonsten, wenn die Wette darauf, dass der Stürmer wieder zu alter Form findet, nicht aufgehen sollte, ist der Angreifer nach einem Jahr nicht mehr auf der Gehaltsliste.
Erfahrung und Wette auf mehr statt eines weiteren Talents: Darum ergibt ein möglicher Transfer von Thijs Dallinga für den 1. FC Köln Sinn
Simon Hense
Einige Stürmer-Talente waren beim FC gehandelt worden, jetzt soll mit Thijs Dallinga ein schon erfahrenerer Kandidat sehr heiß sein. Und das ergibt durchaus Sinn für die Kölner: Darum setzt der 1. FC Köln mit Dallinga im Sturm nicht auf Talente.
Neben der Sechs sucht der FC schon lange nach einem weiteren Stürmer. Jetzt könnte mit Thijs Dallinga der passende Spieler gefunden sein. Dabei würden die Kölner mit dem Niederländer in ein höheres Regal greifen.
Thijs Dallinga ist ein Kandidat für den FC-Sturm (Foto: Emmanuele Ciancaglini/Getty Images)
Schon den gesamten Sommer über ist der 1. FC Köln auf der Suche nach einem Back-up für Stürmer Ragnar Ache. Denn neben dem 28-Jährigen fehlt den Geißböcken ein klassischer Zielspieler im Kader. So musste zum Ende der abgelaufenen Saison, als der Angreifer wie schon öfter in seiner Karriere verletzt war, Said El Mala als Mittelstürmer ran. Auch wenn der Youngster sich gut in die Rolle einfügte, kann er nicht das Profil von Ache ersetzen. Diese Kaderlücke wollen die FC-Bosse schließen. Daher wurden schon über einige Kandidaten für die Sturmspitze beim FC in diesem Sommer spekuliert. Darunter waren auch Talente wie etwas der als Wunderkind gehandelte Chido Obi von Manchester United. Jetzt scheinen die Kölner jedoch einen anderen Weg zu gehen.
Mehr Erfahrung statt junges Talent
Denn statt eines hochtalentierten, jungen Spielers soll jetzt Thijs Dallinga vom FC Bologna ein heißer Kandidat sein. Das berichtet zumindest der italienische Transfer-Experte Gianluca Di Marzio. So sollen die Geißböcke der Favorit im Buhlen um den Angreifer, an dem auch Werder Bremen Interesse zeige, sein. Dank seiner 1,90 Meter bringt der Stürmer die passende Physis für das Kölner Profil mit, gilt außerdem als kopfballstark. Mit dem Niederländer würden die Kölner in ein anderes Regal greifen als mit beispielsweise Obi. Denn mit 26 Jahren und 69 Spielen in der Ligue 1 und 54 Einsätzen in der Serie A verfügt Dallinga bereits über deutlich mehr Erfahrung. Damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der einmalige niederländische Nationalspieler den Geißböcken sofort weiterhelfen kann und weniger Anlaufzeit als ein Talent wie Obi braucht.
Auch wenn es dafür keine Garantie gibt. Denn der Stürmer dürfte gerade deswegen für den FC interessant sein, weil es bei ihm zuletzt nicht so gut gelaufen ist. Ganze 16 Millionen Euro ließ sich Bologna den Angreifer im Sommer 2024 kosten. Zuvor hatte der Niederländer mit 37 Toren in 86 Pflichtspielen beim FC Toulouse auf sich aufmerksam gemacht – inklusive vier Toren in acht Europa-League-Einsätzen. In Bologna sollte Dallinga dann den zu Manchester United gewechselten Joshua Zirkzee ersetzen. Dort konnte der 26-Jährige in den vergangenen zwei Jahren jedoch nicht an seine alten Leistungen anknüpfen, wie nur fünf Tore und sechs Vorlagen in 54 Spielen in der Serie A zeigen. Ein klarer Karriereknick.
Chance nach Karriereknick
Doch genau das ist die Chance für die Geißböcke. Denn dass er große Qualitäten hat, hat der Stürmer bereits in Frankreich unter Beweis gestellt. Dass er diese in der Domstadt in der Bundesliga wieder zeigen würde, ist eine Wette, die der FC eingehen würde. Aber nur so haben sie überhaupt momentan die Chance, einen Profi vom Kaliber Dallingas zu verpflichten. Denn ohne den Knick in Italien wäre der Angreifer für die Kölner gar nicht finanzierbar – und Köln andersrum für ihn wohl auch weniger interessant. So können sie jedoch potenziell einen Kandidaten verpflichten, der, wenn er an alte Zeiten anknüpft, deutlich das Niveau anheben würde. Immerhin betonte Thomas Kessler zuletzt, dass der FC ein interessanter Standort für Spieler sein könne, die „noch mal eine kleine Kurve in der Karriere“ machen müssten.
So wäre er nicht nur ein Back-up für Ache, sondern im Idealfall ein direkter Konkurrent, der ordentlich Druck auf den 28-Jährigen macht. Dass der Niederländer bestimmt nicht nur nach Köln wechseln würde, um sich dort hinter Ache auf die Bank zu setzen, zeigt sich auch an seinem immer noch recht hohen Marktwert. Der wird gerade auf neun Millionen Euro geschätzt, Darlings Vertrag läuft noch bis 2028. Wie das niederländische Fußballmagazin „Voetbal International“ berichtet, wollen die Geißböcke den Angreifer mit einer Kaufoption ausleihen. So solle demnach der Spieler selbst ebenfalls interessiert an einem Wechsel in die Domstadt sein. Es wäre ein Transfer mit vielen Chancen für die Kölner, bei dem das Risiko durch das Modell der Leihe mit Kaufoption zumindest minimiert wäre. Daher scheint der FC bereit zu sein, die Wette auf mehr einzugehen.